CtÄhte m
btxrd) Tilgung
80 423.3
9586.8
6 646.1
1 221.1
7 192.5
2053 0
507 5
433.9
11.1
139.3
Beladung Zin-iahlung Mars»
111571.2 19 273 5 15 504-3
4 170.3 h 262.2 4 824.8 1 421-3
789.7 29.1
358.8
Treufjes $oi)em Sachlen Württemberg 9? oben Hessen *2'lecfl/nburfl»S4n>erin 6-robher»ogtum Lachsen Meeklendurg-SlreliH Clbenbueq
Schuld enstand
lm 1000 3 886 2062 606 627.4 472 295.6 142 4?2.2 248 276.6 13V 589
44 500.2 22 444 5
1 2673 9 209.1
Tie hessischen Städte stehen olio mit^Schuloenümb an fcchft.r, mit Luftvendungen »ür Der;iniung uns Tllaung an fünrter ettut ^btc Anleihen werden tm i »elDmarkte natürlich durch bte bomt» nirtenbe Stellung der preumicben Stabtobhflalumcn bcnnHuci- Tic preußischen 3tu t* haben nämlich ju'ammcn den grofticn Schulden stand aufzuwcisen, trotzdem es ihnen nicht seicht gewacht toixb, neue Schulden aufiunchwcn Tic preußischen ^täbte tnuiicn |fir [eben Anleihebeschluß die Erlaubnis der vorgesetzten 'l’etwab tuna8bcbddx ,Ministerium des Innern und der ,ymantati ein- holen, die nur dann erlaubt wird, wenn es sich bei der Jlnlcigc um Beschaffung der Mürel für außerordentliche, gemeinnützige, der /Zukunft »ugute kommende Neuanlaaen handelt. ,.rür Anleihen T»n weniger als 256 000 M und solchen, bei denen Nicht eine lährliche Mmdesttügung von 1 Proz., ncucrotng-j V'i Prozent tioranlvTTt ist. wird bte Genehmigung gewöhnlich Nicht erteilt, auch bann nicht, wenn btr Gelder anderweitig zu gün»tigeren Bedingungen beschafft werden können
Auf diese Bestimmungen ist es teilweise zurmkzusühren. daß flroicre tdmmnunen oft nur verhältnismäßig geringe schulden
cheüesen sich
563 100 Mark
bagegear
Gics-eu
friTygnf
pumolschulden aufireifcn.
Erwin Stein.
>aud den angestellten Ermittlungen ergibt, absolut unb vcrkälims mäßig den größten Stand und die stärkste Zunalmie der ftom-
714 100
1 280 500
1 026 300
1240800
Za- gilt sud
WormS Darmstadt Offenbach Main»
1907 bei
238 200 Mark
Darms Darmstadt Offenbach Main»
1907 bei
Güßen
20981300 Mark
28 062 700 „
39 595 700 „
Tic größeren hessischen Städte Tarmstadt. Lfsenbach, Mainz. Güsten unb Worms zerfallen ihrer Einwohnerzahl nach in zwei Gruppen, Städte mit 50000—100 OUO Einwohnern Tarmstadt, Lfsenbach und Mainz und solche m.t 25 000—50 000 Einwohnern (Gießen und WormS). Das ist -u berücksichtigen, wenn man ben absoluten Schulden stand unserer Stadt mü dem von Städten ba ersten yftuppe verglciäst. denn bei den qwfjcrcn Städten i'ini) selbstverständlich auch die absoluten Schuld.n gcöster. Sie crreidjten 1907 bei Gersten die bähe von 15 298 900 M, be-
tnigm dagegen bei WormS Tarmstadt Lfsenbach
Vrim tntan also die deutschen Städte ,u einer größeren aückdaltung bei der Aufnahme neuer Schulden aufsordcrt. so diese Machuuig nannntlicb bat große u Städten, die. idil
229 100
369 200 .34 7 600 868 900
15 Proz. verteuert hat.
Txe Aufwendungen für die Verzinsung der städtischen Schulden
Entsprechend der geringen Höhe der Schuldsumme hat die Stadt auch nur für eine entiprcdxnb geringe Tilgung »u sorgen, Unb man rann ihr nur bestätigen, dast sie aus diesem (ikbicle allen
^Anforderungen entspricht. Natürlich tilgt nicht jede Stadt im «lachen Ausmaß unb mit der gleichen Quote. Tic Aufgaben ptr die Tilgung stellten sich
Main»
Tie günstige Situation, die sich aus dieser Zusammenstellung für unsere Stadt ergibt, ist von großer iinanzvoli'.iclier Bedeutung. Öe geringer die Schulden einer Stadt sind, desto kleiner sind au# oie Äuswendungen, die nlr die Verzinsung gemacht werden (xnüfl'at. Und das namentlich jetzt als zu einer Zeit, da der BerzinsungSsatz für Stadtanleihen im La nie der letzten Zähre tote Vi Pw». gestiegen ist unb bamit den Zinsenbienst um 10 bis
Au- Stadt und Land.
(Sieben, 6. Februar 1909.
“ Ta o e 2 ka l e n d er: S t a d 1 t h e a t e i: Sonntag nach» ÄnittQg 3*/, Uhr: .Bis früh um fünfe.* Abend- 7*,, Uhr: (Last- IdicI Wohlniuth: ^Standhafte Licdc* und ,Ter Burgergencra!.*
Ä o I o 111 u m: Sam-lag Maskenball, Sonntag gisste Vorstellung.
Kinematographen-Theater: Piogiamniwecl)sel.
Äailerpanornma: Programmwechfet (Bafel und die Schweizer Manöver 1908.
Kronbaue r'fcheiQuartettverein: WohltätigkeitS- Konzert am Sonntag nachinittag 5 Uhr im Saale des (Lejellfchastü- Vereins.
Konzert <utf der LiebigShohe Sonntag nachmittag 41/, Uhr.
Konzert tm Ealä Metropol Sonntag abend 7 Uhr.
Anlagemufik Soiiiuag mittag 12 Uhr in der Süd-Anlage (bei gutem Wetter). kpielplan: 1. Duvcituic zur Cpercttc ,ßrau Luna* von Lincke; 2. .Mein Iroum', Walzer von Waldteufel; 3. Fantasie au- der Operette .Tie Aftttarcife* von Supps; 4. Ärmeemarfch Nr. 9.
w Orden-angelegen heilen. S. st. H. der Groß- 'Herzog haben dem Direktor der Aktiengesellschaft Badenia m Karlsruhe Hch. Vogel die Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Heiligkeit dem Papste verliehenen Kreuzes wPro Ecclesia et Pontificeu und dem Dürgermeisler Bi ersth zu Finthen bie Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von dem König von Preußen verliehenen Rronen-Orbenß 4. Klasse erteilt.
** E o. Pfarr. Dien ft nachnchten. Ernannt wurden Pfarrverwalter Happel zu Lampertbenn zum Verwalter der zweiten Pfarrslelle daselbst; Pfa«Verwalter Via hl zu Beerfelden zum Verwalter der zweiten Pfarrstelle daselbst; fßfan- afftflent Rabenau zu Londorf zum Pfarrverwalter daselbst. Gestorben ist stirchenrat Wilhelm Weber zit Londorf am 16. Januar. Aufforderung zur Bewerbung. Zur Wieder- Lesetzung wird ausgeschrieben die cvang. Pmrrstelle zu stirch-GönS.
** Lehrerperfon alten Uebcrtragen wurde dem Schulamtsaspiranten Ctto »eilet miß Sribclsdors die Lohrcrstclle an der Gcmcuideschule zu S:rebcnborf. Er Xebiflt sind: Eine mit einem cvang. Lehrer zu ocsetzonbe Lehrrrstclle an der ivemetndesckmle zu SschoNbrückcn Mü brr 5teile ist die -Liste be Lrganistendienste- verbunden je eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende LchrerslcNe an den GentcindesctnUen zu Tauern Heun und Wallenrod Ne mit einen e
der Okmciitbcidtulc zu Hitzkirchen t bei 5tcüc ist Lrganistendicnst verbunden. T m Fürsten zu Zfenburg Virstein steht bad Präsentation recht zu Ihrem Z .l'aber <ann eine besondere OrtS-ulagc betoi. jt i verbat.
•* 9u5 dem StaatSbienft Ter Groß-. Regie- rungZbaumeifter Leonh. Sraft zu Bad-Nauheim ist durch Entschließung Großh. Ministeriums der Finanzen aus dem Staatsdienst entlassen worden.
•• Po st-Personalnachrichten Ernannt hmrbc: Postsckrriär Seif, in Gießen zum Ober-Postsekrelür. Ve standen hat bie Telegraphenassistentenprüfung Telegraphen-
*'!.[ in Gießen.
•• Landw. ArbetternachweiS. Infolge Crgani- mtionSortänberunfl sind die Bureauräume bei Arbeiter- Nachweises der heff. Londwirti'chaftSkammer vom 1. Febr. ab oon Frankfurt nach Darmstadt, Rheinstraße 34, verlegt. Tic Täligfeit deS Arbeiternachweises ist auf die Vermittelung auSländt chen Personal- beschränkt, da der in Frankfurt a. M. tätige Miiteldculsche LlrbCltSnachweiSvcrband der Vermittelung nnheimtschen Personals auch im Großherzogtum Hessen seine Fürsorge zuwendet.
3it6 iläumfptaFetten. Wir werden darauf aus. merksam gemacht, daß von der künstlerischen Plakette, die 1907 bei der Jubiläumsfeier der Gießener Universität geprägt worden ist, nur noch wenige Exemplare vorhanden sind. Liebhaber können solche bis zum 1. April d. I. in oem UmoersftätS - Sekretariat käuflich erwerben. Der Preis beträgt 8 Mk.
** Skadttheater. In der gestrigen AbonnemeutS- oorstellung, zu der bie „Schmuggle angesetzt waren, mußte bie „versunkene Glocke" eingesetzt werden, da Herr Weingärtner sich in letzter Stunbe krank gemeldet halte. Direktor Steingoetter ermöglichte durch rasche lleber- nähme des Glockengießers Heinrich die Ersatzvor- steUung. Direktor Steingoetter wird auch in der heutigen Schülervorstellung von Wallensteins Lager den 1. Kürassier übernehmen Dagegen muß am Sonntag abend „Standhafte Liebe" ausfallen, dafür wird zu Goethes ,^vürgergeneral" der bekannte und beliebte Schwank „P ension Schüller" gegeben.
sh.) Stadttheater. In der gestrigen Aufführung der Schmuggler spielte Direktor Steingoetter an Stelle des erkrankten Erich Weingärtner den Grenzaufseher mit sehr viel (beschick und Laune, waS um so anerkennenswerter ist, als Direktor Steingoetter die Vertretung erst in letzter Stunde übernahm.
•• Kunst» erein. Reu zur Ausstellung gelangten: .Antike Landschaft' von Prof. Rogge-Berlin; .Abend' oon H. Grobe- Düsscldorf; .Sonnnertag' von M. Moritz-Lüben-Friedenau; .Auf dem Heimweg', .Im Stall', .In Gedanken' von Ida Braubach-Darmstadt und von E. Proch - WorpSwcde .Sonnenuntergang' und .Alte Birken bei Worpswede'. Die gegenwärtige Ausstellung umfaßt 132 Bilder. Die beiden Porträts von EharleS HorSfall bleiben nur noch einige Tage der Ausstellung überlasten. Em vollständiger Wechsel der Ausstellung wird schon wieder in 14 Tagen vorgenommen, weshalb ein baldiger Besuch der gegenwärtig schönen und reichhaltigen Ausstellung sehr empfohlen wird.
** In der Alpenvereinssektion Gießen sprach <nn Donnerstag abaib Professor Al tendorf über seine Wan- berungen in ben Zillertaler .Alpen und ben ho hen Tauern. Nach einer Turck^ucrung deS ZtzarwcndelgebirgeS, wo bie beabsichtigten Hochtouren infolge deS sälechten DettcrS unterbleiben mußten, begab fich Pwf. Allcndors nach Innsbruck, um feinen Wmibergenosien für die weitere Reife unb besseres Wetter abzuwarten. Ter dadurch entstandene unfteiwillige Aufenthalt wurde »u einem gründlichen ittiinenkmen der vauptstabt Tirols genutzt, wobei auch bei bat Alpeureiscnbcii weniger betarentc Stadtteile usw. ausgesucht lourdcn. Ttr Redner ließ seine dortigen Erlebnisse die Zuhörer mitgenicßcn, wobei uamentlich die gemut- ivlle Sänlderung feiner Einbrücke aus dem Innsbrucker Friebhos Zutcrcssc erregte. 2k»n Innsbruck auS ging die Reise nach dem Zillertal, wo noch die Spuren der großen lleberschwennnung zu sepen niaren Born vauvwrt oes TaleS, ?Rairhofev, aus wurde über die Ebelhüttc, die nfit Ncufchiux: bedeckte Ahornspitze bestiegen, bie hübsch? Ausblicke bot. Nach bem anstrengenden Abstieg durch das Stilluptal hauen unsere Wanderer Gelegen-- heft, in Mairbvfen das ftatferiubilaum mitzufeiern. Die nächste x?Dd)lvur führte über die Berliner Hütte zum Schwarzenstein, bet ebenfalls eine prachtoolle Ausficht bot Der Abstieg erfolgte 5um 'JLhmtal und bann ging cs über bie Airnbrücke zum Krimmler Äckiendal, wo die berühmten Fälle befübttgt wurden. Schlechtes Wetter schien dann die geplante Schlnßwnr unmöglich zu machen, aber fcküießlich konnte doch noch von Zell am S« aus die z>oar iclrr anstrengende und fdmncrtge, aber auch sehr genußreiche Ucbcr- icfircitung des großen WicvoacdlwrnS über bat Moferboden mit bem Abstieg zur Blainzer Hütte untvmDmmcn werden. Die ; lieber aufgebaute Mainzer Hütte wurde gerade ein geweiht, als unsere Wanderer hinkam en und mit bet Schilderung des ihnen bereitettn freundlichen Empfangs schloß der Bortragende seine mit lebhaftem Beifall auf genommenen Ausführungen. Der Lor- sitzende, Vws. Hebberich, dankte ben: Vortragenden und teilte bann weiter mü, daß tn 14 Tagen Tr. Äcuning den 2. Teil feiner Indienreise ichllpern wirb und 14 Tage später Lichtbilder» Vorführungen aus dem Engadin statt finden werden.
- Stenograph ischeS. Die am 4. d. M. tm (Safe Ebel abgehaltene MonatSoersammlung des Gabels- berget StenographenvereinS und des DamcnoereinS GabelSberger war dem Andenken deS Altmeisters Öabelfl* t erger zur Erinnerung an feinen Geburtstag (9. Febr. 1789) gewidmet. Ter erste Vorsitzende begrüßte die zahlreich er- »d)ienenen 93e«in5mitglieöer und Gäste und sprach fein Bebauern darüber auß, daß leider der für den Abend vorgesehene Vortrag deS DnektorS Bergen verschoben werden müsse. Direktor Bergen hatte dafür eine Auswahl von seinen stenographisch • zeichenkünstler'.schen Kompositionen zur Verfügung gestellt, die bei den Anwesenden zirkulierten und allgemeine ^Wanderung Hervorrufen. Ter 2. Vorsitzende kennzeichnete :u einem (lernen Vorträge in vortrefflicher Weife die biederen Eharaklerzügc GabelSbergerS, der um seiner schönen Kunst willen Diel ertragen mußte, aber am Schluffe seines allzu 'ruhen Lebensabends noch von ihr sagen konnte: „Meine Kunst hat sich durch sich selbst Bahn gebrochenNachdem der ben Ausführungen des Redners folgende Beifall verrauscht war, nahm der 1. Vorsitzende die Verteilung der leiden auf dem Herbit - Bezirks - Wetlschreiben errungenen Ehrenpreise an Karl Docpfei (Abt. 220 Silben) und Hch. Doll (Abt. 100 Silben) vor. Darauf begrüßte er Herrn Hermann Heß als 20U. Mitglied — der Verein zählt jetzt -09 Mitglieder — und überreichte ihm eine besondere Stuf- .ahmeutkunde. Manch würzig Liedlem — stenographischer no nicht slenographlicher Natur — trug zur weiteren Unterhaltung de- AdendS bcu
' — Kein Stauben falt Zu unserer gestrigen Notiz „Ueberfallen unb beraubt" wirb uns oon autbentifdtcr 3dir mügeteitt, baß es sich um fingierten Raub hanbclt Der junge Manu batte bereits am 16. Januar l. I. auf seinen zu erwartenden Monatslahn 40 Mark Vorschuß genommen unb her Rest von 40 Mark würbe ihm am L Februar L IS. auibcjablL Diesen Rest hat er auch mit nach jjiau» gebracht, es soll ihm aber mich feiner Angabe auS bet rechten Auhentafche seines Ueberzieher^ ein Portemonnaie mit 52 Mark cntnxnbet worden sein. Heber den vorherigen Besitz dieses Geldes kann er sich nicht ausweisen, et hat in letzter Zeit eine Menge Schulden gemacht, seiner Cuai- tietfrau gab er monatlich nur Abschlagozahlungen, so baß sie noch 120 Mark zu fordern bat, außerdem haben mehrere Wirte Beträge bis zu 40 Mark zu bekommen. Mau pflegt nicht Lotschuß zu nehmen, wenn man noch übet 52 Mark verfügt, pflegt auch dann keine Abschlagszahlung auf Logis zu Triften, noch weniger aber pumpt man bei allen Kirren unb vertröstet feine Schuldner auf den künftigen L des Monats, wenn man noch über so viel Geld verfügt. Me die, bte ben jungen Mann unb feine Berhälrnisse kennen, sind nnt her Polizei der Ansicht, baß ber junge Mann ben Raub fingierte, um sich feine Gläubiger baburch etwas vom Halse zu halten. UebrigenS hat Germer bereits zugestanben, daß er ben lleberfatt sich erdacht und nur gcflunfcrt har.
•* Lerha stet wurde hier bet Dien st knecht Ludwig Levi auS Heyligenstadt wegen Nötigung-, er wat bei einem Landwirt in Fronhausen als >bied)t bedienstet gewesen unb verließ biefc Stelle ohne .stunbtgung, we-halb ihm ber Lohn in Höhe von etwa 30 Mark einbehalten würbe. Er schrieb nun seinem Tienstherrn einen Brief, wenn er ihm nicht sofort baS Gelb schicke, stecke er ihm bie Hostrite an.
-i- Klein-Linden, ö. Fedr. In der Wirtschaft zum .Deutschen Hof hielt der Konsumverein am Mittwoch abend seine Generalversammlung ab, die sehr gut besucht war. Ter Direktor Philipp Jung gab einen Ueberblick über das Geschäfts,ahr 1908. ES kann als sehr günstig bezeichnet werden; beträgt doch der GeschäftSüberschuß 2587 Mk. 56 Pfg. Er wird zum größten Teil als Dividende verteilt. ES traten 10 Mitglieder ein, so daß der Verein ,etzt 121 Mitglieder zählt. — Ein Roheitsakt wurde gegen den Kaufmann W. Weigel verübt. Der am Geschäft befindliche Schaukasten wurde eingeschlagen unb die darin befindlichen Waren geplündert.
-s- HebloS, 5. Febr. Der seit einigen Tagen ver. mißte 25jährige F. Bonnacker von hier wurde heute im Walde ersch assen aufgefunden. B.. ein schmucker Bursche, ging vergangenen Herbst vom Militär ab und erfreute sich hier allgemeiner Beliebtheit. DaS Motiv ist unbekannt.
lvFriedberg,5. Febr Die Entlassung der Schulamt- kandidaten am hiesigen Lehrerseminar hat statt- gefunben. Nachbem dieS am Alzeyer Seminar bereits am 21. Januar geschah, stehen jetzt etwa 100 jungt Lehrer zur Verfügung, so baß dem Lehrermangel kräftig gesteuert werben kann.
Mainz, 6. Febr. Joseph Racke, der Weihnachten seinen Vater unb drei feiner Schwestern tötete, würbe heute vormittag in die psychiatrische Klinik nach Gießen verbracht. ba die Voruntersuchung abgeschlossen ift Tort wirb er sechs Wochen verbleiben, um auf seinen Geisteszustand untersucht zu werden. Tie Gutachten werden dann die Entscheidung darüber bringen, ob Racke in» Irrenhaus oder vor das Schwurgericht kommt.
X Bieben kopf, 5. Febr Hier erstrebt man die Ei- lanung einer Eisenbahn über Dydach, Frohnhausen unb Berghofen nach Ällendorf an brr Eber.
(h.) Fran kfürt a. M., 5. Fedr Der 20 jährige Dom- ntiß eines hiesigen Labengesck)äfte6, Alexander Ock-o, würbe heute bas Opfer eines Gaunertricks Der junge Mann hatte auf ber Reichsbank 21500 Mark erhoben, wobei er leben falls von Gaunern beobachtet wurde. Als er in eine Seitenstraße einbog, fragte ihn ein Unbekannter nach einer Straße und ging ein Stück Weges mü ihm. Nack» einer Weile hob der Fremde ein Portemonnaie auf, bas er zweifellos selber hatte fallen lassen. Plötzlich Barn rin Dritter hinzu, ber unter ber Beschulbigung, jenes Portemonnaie gehöre ihm, die zwei aufforbertc, ihre Taschen zu leeren. In seiner Bestürzung zeigte ber LommiS bas Paket mit den 21500 Mark. Der Fremde vertauschte bas Vaket mit einem ähnlichen unb entfernte sich rasch mü seinem Komplizen. Erst zu Hause bemerkte ber junge Angestellte feinen Verlust. Bon ben Gaunern, bte anfchernenb Engländer find, hat man bis jetzt noch ferne Spur.
W. 2Bic6haben, 5.Febr. Heule Nacht gegen 12 Uhr ift die im Bau begriffene Maschinenhalle ber ®e- wevbeauSstellung 1909 durch einen orkanartigen Sturm nut donnerähnlichem Getöse zusammengestürzt. Verunglückt ist dabet niemand. Auch andere Gebäude, die sich im Bau befinden, haben stark Not gelitten.
Hochwasiu.
Die UebQschiveinmuiig, oi- gestern noch bedrohlich aussah. ist im Rückgang befristen DaS Wasser ist seit gestern mittaa um einen halben Meter gefallen unb fallt langsam weiter, fr daß. da <md) der Regen »ast gan» anfgebort bat. bald wieder uormale Daf»'erstanosverhälMisse fnn werden. Auch ist der an- gerichtete Schaden nicht so bedeutend, als tnxm armahm.
Richt w gut ist es in anderen Gegenden gegangen. Es lieg® n.0. noch folgende Meldungen vor. »
Tos Wo " er der Lahn ift durch die Brücken bti Bahndammes Sicßen—Wetzlar getreten unb bilbet »wischen diesem unb den letzten Häusern von em-Luiden eine grvße Aas erstäche. Be- anbers schlumn >mb bie Tiere daran, bte von der Fiat überrascht wurden. So fah man lebende unb tote Hasen, Rebhühner unb Maulwürfe im Wajscr treiben Tie Tiere hatten sich auf die höher '. egenden Gelände geflüchtet, doch auch hur ereilten sic bie stündig nadrfenbtn Fluten. Auf rmielnrn Äe^enbüschen. gefällten Säumen und Reyighaufeii sah man Haien uno Rebhüdncr dicht bei- -ttneu sitzen. Die «innen Tiere werden n»H hier gründe ."den und von den Fluten weggeschwenwu »verden. Es steht zu irhitdjten. datz die Winten aut en vom Safier verschlammt, wcg- 5 cfrmlt unb sonnt oenurhtrt werden Der 5d«xbcn für die Land- ;irtc dürfte sehr groß fein Das jetzige Hochtvaiscr cruuien •:n »rührre Ercigniisc bei Uctxr'cbn’Tnminigcn. Bis vor etwa 15 Jahren stand an bet Lahn nahe der Brücke zwischen Heuchel- h:'.m unb Äem-Linden eine Ei'cnerzwüichc mit 2)ürichinenhaus unb «ciinluicüohnur - Ende der 70er Jahre starb dort du Frau


