eineZ Steigers während des Hochwassers. Die Leiche mnfcte mittels eines Kahnes an die Strotze Dutenhofen—Klein-Lindenl gebracht werden. In den 80 er Jahren trat wieder eine große llebev- schwemmnng ein. Der noch auf der Wäsche wohnende Steiger G. hefand sich mit seiner Familie in großer Lebensgefahr. Das Haus stand bis zum zweiten Stockwerk im Wasser, mächtige EiS- blocke stießen fortgesetzt mit großer Gewalt gegen das Haus und ließen es in seinen Grundfesten erbeben. Die auf den Dachboden geflüchteten Einwohner gaben "Notsignale ab, woraus sie mittels Nachen nach Klein-Linder: gebracht wurden. Die Gebäude hatten so gelitten, daß sie später abgebvochen worden sind.
Ter sonst so unscheinbare Lückenbach ist bei Grotzen-Lin- den weit über seine Ufer getreten und überschwemmt zwischen Steinberg, Leihgestern und Lützellinden das Wicsental, das einen See bildet. Auch der Kleebach hat das Tal zwischen Grvßen- Lindm, Lützellinden und Allendorf weit überflutet.
Etwa 150 Raummeter Tannengrubenhvlz, die bei Station Cölbe lagerten, sind von dem Hochwasser entführt uwrden.
Die im vorigen Jahre bei Hungen errichtete Schleusenanlage am Horloffwehre hat sich bereits gut bewährt. In den letzten Tagen schwoll infolge des anhaltend niedergehenden Regens nud deS Schneeschmelzens die H o r l o f f bedeutend an, auch wurden große Mengen Eisschollen angetrieben, wodurch die Ufer überschritten und das naheliegende Gelände unter Wasser gesetzt wurde. Tie Eisschollen kamen in außerordentlicher Größe und stauten sich an der Brücke der früheren Qbermühle zu mächtigen Haufen, so daß sie zerkleinert werden mußten, und die Gefahr der lieber» slntung des unteren Stadtteils zu verhindern, was ohne die Schleuse vielleicht nicht abzuweichen war.
Ter 8 jährige Sohn des Braumeisters der Brauerei Dotzert in Lauterbach spielte mit einen: Kameraden am Ufer der z.Z. sehr hoch gehenden Lauter. Hierbei flog ihm der Hut vom Kopse und rollte in die dahinsausende Wassermenge. Kurz !entschbosser: eilte der Junge diesem über ein Wehr nach, ver- 'kannte aber hierbei die Gewalt des Stromes. Kaum halle er das ^Wasser betreten, wurde er von den Weller: ersaßt und fortgerissen. !Nach 4 stündigem Absuchen des ganzen Bachbettes fand man die iLeiche bei der ca. 3 Kilometer entfernt liegenden Helmesmühle.
Aus Nidda wird uns geschrieben: Eine solche Wasser- ckalamität wie gegenwärtig, hat Nidda seit Jahrzehnten nicht gesehen. In alten Zeiten waren Ueberschivemmungen hier nichts Seltenes; feitbem aber der oberhalb der Stadt beginnende und unterhalb davon in die Nidda mündende Flutgraben, der sog. Neue Fluß, hergestellt ist, kam nur ganz selten einmal eine Ueberflutung niedrig gelegener Stadtteile vor. Am Freitag morgen standen noch vollständig unter Wasser die Krugsche Gasse, die Hinkelsgasse, die hinter den: Rathaus gelegenen Gäßchen und teilweise der Graben. Tie Bewohner sind vollständig von der Stadt abgeschnitten; in einer Gasse wird mit einem Kahn von Haus zu Haus gefahren, um das Nötige herbeizuschasfen. Das Bich ist aus den Ställen ausquartiert; ein Bäcker, dessen Stube int Wasser steht, steht in Wasserstiefeln vor seinem Backofen. Obwohl daS Wasser eben fallt, farnt das in den Straßen stehende Wasser nicht abziehen, da die Schleusen iwch nicht gezogen werden dürfen wegen des noch immer hohen Wasserstandes der Nidda. Mitschuld an dem Wasserandrang ist der Umstand, daß der hartgefrorene Boden kein Wasser aünahm. Auch in Cichelsdorf hat das Wasser seine Ufer Überschritten.
Ans Limburg wird gemeldet, es ertranken in der Elz heute morgen vier Leute, die Lebensmittel verteilen wollten. Tie Bahnlinie Limburg — Westerburg ist teilweise zerstört.
Die reißenden Wasser der Lahn haben die Fundanrente der Eisenbahnbrücke bei Oberlahnstein vollstärwig unterspült, so daß einer der Pfeiler sich bereits umgelegt hat unb die Brücke mich der einen Sette geneigt ist. Sie hängt nur noch lose in der Eisenvergttterung und ist für die Zukunft unbrauchbar.
In Hanau beginnt das Wasser langsam zu fallen. Durch die Unterspülung der Eisenbahnbrücke zwischen Oberlahnstein und Niederlahnstein und andere Schäden ist die rechtsrheinische Bahn auf eingleisigem Betrieb gesetzt. Tie Schnellzüge zwischen Hvankfurt stnd Köln verkehren über Mainz—Bingen, die Eilzüge äber Wiesbaden—Mainz—Bingen. Der Personenzugsverkehr wird eingleisig ^aufrecht erhalte::.
Mtislher WohnunMchioeis Wen.
Gartem'traßc 2, Zimmer 2.
lGeschästSslunden von 8—1 und von 3—6 Uhr.)
Es sind au vermieten:
1 Wohnung von 8 Zimmer::, 2 Wohnungen von 7 Zimmern, 2 Wohnungen voü 6 Zimmern, 5 Wohnungen von 5—6 Simmern, 6 Wohnungen von 5 Zimmern, 7 Wohnungen von 4 Zimmern, 4 Wohnungen von 3 Zinnnern, 1 Wohnung von 3 Zinunern mit Laden, 7 Wohnungen von 2 Zimmern, 11 möbl. Zimmer, 2 unmöbL Zimmer, 1 Werkstatt, 1 Schlafstelle.
Zu mieten gesucht: 32 Wohnungen von 2—7 Zimmern. (Be/2
Uuentgettllche Arbeitsvelmitlelung.
Statischer ArbeitsnaWeis Gießest.
(Sartenstraße 2, Zimmer 2.
Es können eingestellt werden:
a. bei hiesigen Arbeitgebern:
1 Kontorist. 1 Steinmetz für Marmorarbeit, 1 Dienstmädchen, 1 Kindermädchen, 1 Waschfrau.
b. bei auswärtigen Arbeitgebern:
1 Sattler, 2 landw. Knechte, 5 Steinmetzen für Hartgestein, 1 Polsterer und Tapezierer, 2 Dienstmäochen.
ES suchen Arbeit: B6I»
4 Handlungsgehilfen, 1 Eisendreher, 1 Wagner, 1 Glaser, em Sattler, 1 Spengler, 1 Schneider. 1 Buchbinder, 1 Schuhmacher, 5 Steinmetzen, 3 Maschinisten und Heizer, 5 Bauschlofser, ein Maschinenschlosser, 1 Bäcker, 2 Lackierer und Weigbmder, ein MiiUer, 1 Tapezierer, 1 Schweizer, 6 Schreiner, 3 Z-uhrknechte, 9 Hausburschen. 4 landnurtsch. Knechte, 20 Arbeiter, 1 Haushälterin, 10 Lauffrauen, 2 Lausmädchew 1 Flickfrau, 3 Waschfrauen.
Lehrlinge: 1 Schlosser. _____________________________
Verdingung.
Der für die Zeit vom 1. April 19u9 bis 31. März 1910 erforderliche Bedarf an Piaffavabesen (etwa 400 Stück) soll
Dienstag den 16. Februar d. I, vormittags 11 Uhr öffentlich vergeben werden. Angebote auf das Stück, sowie Muster find spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt an uns emzureicheu. — Zu- schlagSfrist 3 Wochen.
Gießen, den 3. Februar 1909.
Städtisches Liesbauamt.
__Braubach._________________
Vergebung von Fuhrleistungen.
Die Abfuhr von Slraßcnkchricht nach verschiedenen städtischen Wiesen int Rechnungsjahr 1909 soll
Dienstag den 16. Februar d. I., vormittags IO Uhr dfsenrltch vergeben werden. Die Abfuhr umfaßt 1,350 cbm, die in 3 Lose geteilt find. Die Verdingungsunterlagen liegen während der Lienststundcn bei unS zur Einficht auf. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find spätestens dis zum vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit ent- sprechender Aufschrift versehen an uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 3 Wocheu.
Gießen, den 3. Februar 1909.
Städtisches Ticsbauamt.
Braubach. B‘/t
Der Wasserstanb des Mains ist <rm Freitag abend bm Frankfurt 4,51 Meter. Das Wasser wird voraussichtlich noch weiter steigen. Tie Gleise der Verbindungsbahnen stehen teilweise unter Wasser. In den am Main gelegenen Häusern auf der Sachsenhäuscr Sette ist das Wasser bereits in die Keller eingedrungen. Am Eiserne:: Steg ist das Tiefbauamt mit dem Aufschlagen von Holzbrücken beschäftigt. Auf dem recksten Mattmser blüht die Holzfifcherei. Hunderte von Personen fischen mit Stangen und sonstigen Gegenständen Holzstücke auf, die fortwährend zu Tal treiben.
Bei Neustadt im Odenwald geriet ein Mann in die hvch- gehenden Fluten der Mümling und ertrank.
Tie Saale ist bei Kissingen wie nie zuvor aus den Ufern getreten. Die ganze Altstadt steht unter Wasser. Alle drei Kurbrunnen sind vollständig überschwemmt. Das Prinzregent Lutt- pold-Bad, das Kasino, die Sportplätze und der Kvnoersations- saal stehen unter Wasser. Das Elektrizitätswerk hat den Betrieb teilweise eingestellt. Der Schaden ist sehr groß.
Tie Mambrücke bei Zapfendorf, die Regnitzbrücke bei Möhrendorf und viele andere Brücken sind weggesckpvemmt. Eine Reihe von Lokalbahnen haben den Betrieb eingestellt. Mehrere Men- sck>enleben sind zu beklagen. Tas Fallen der Pegnitz bei Nürnberg erwies sich als nur vorübergehend.
Gegen abend wurde vom oberen Lause der Kinzig ein Fallen des Hochivassers um 50 Zentimeter gemeldet. Dagegen steigt der Main rapid und überschwemmt die angrenzenden Skodt- tette. Tas Militär greift an den gefährdeten Stellen httfteich mit ein.
Wie dus Nürnberg gemeldet hrirb, wollte ein Betrunkener des Nachts die Fluten durchwaten, wurde aber vorn Strudel erfaßt und erttank. Drei Personen erlitten vor Schreck Schlaganfälle. Alle Zeitungen, die in ben tieferliegenden Stadtteilen ihre Geschäfts'wkale haben, können nicht erscheinen. Vvm oberen Lauf der Pegnitz werden schlimme Verwüstungen durch Hochwasser gemeldet.
Tas Hochwasser der Fulda und der Nebenslüffe hat gefahr- brobent' zugenommen. Tie niedrigeren Stadtteile von Kassel, namentlich der Stadtteil Bettenhausen, stehen meterhoch unter Wasser. Die Fuldabrücke und die Trahtbrücke sind gesperrt.
Tas Sie g er t al steht zum größten Teil unter Wasser. Viele Baume werden von der Hochflut fortgeführt. Tas Wied- tat ist ebenfalls überschwemmt. Die Strömung ist ungeheuer reißend. Mehrere Brücken sind eingestürzt. Auch Häuser sind schwer bedroht, ebenso die Bergwerke.
Tie Weser steigt noch immer. Einzelne Stadtteile von Hau- noversch-Münden sind meterhoch überflutet, so daß man den Einsturz zahlreicher Häuser befürchtet. Fabrikbetriebe sind gestört; vttl Vieh ist in den Fluten umgekommen. Nach den vom Verkehr abgeschnittenen unb in höchster Gefahr befindlichen Ortschaften der Flußniederung sind Pioniere zur Hilfeleistung abgegangen. — Heute beginnt das Wasser langsam zu fallen.
Ter Verkehr auf der am 9X011 tag eröffneten Bahnlinie Wildungen— Buhlen mußte wieder eingestellt locrben, da infolge des Hochwassers auf eine weite Strecke hin ein Dammrutsch eintrot. Das ganze Edertal ist überschwemmt.
Ertrunken sind in Stockhausen 7 am Rettungswerk beteiligte Bergleute :int> zwei Soldaten aus Sondershausen, ferner in Bebra ein Bahnwärter und zwei Kinder und in Berka bei Sondershausen ein Kind.
Bei Paderborn sind vorgestern drei Pfeiler der Wegüberführung fortgeriffen worden, wodurch das Bauwerk einstürzte. Tie Sttecke Ottbergen-Wehrden (Weser) ist deshalb gesperrt.
Auch das Wasser der Ruhr und der Em scher ist noch immer in: Steigen, aus Herdecke wird aber Stillstand gemeldet. In Alstaden sind die niedrig gelegenen Teile des Ortes überschwommen, ebenso in Mülheim, wo der Verkehr der Straßenbahnen stteckenweise unterbrochen ist. In Gelsenk: rchen steht infolge des Emsck-er-Tammbruches die neue Kolonie der Zeche „unser Fritz" unter Wasser.
Von furchtbaren Ueberschwemmungcu ist die Umgebung von Nord haus en heimgesucht. Tas Wipper- und Helmetal sind bereits meterhoch überschwemmt. Mehrere Ortschaften find vom Verkehr abgeschnilleu. Zahlreiche Brücken sind eingestürzt. Soweit bis jetzt feststeht, sind zehn Menschen ertrunken.
Tie Mulde hat einen Wasserstand von 4^2 Meter erreicht. In Eilenburg mußten sämtliche am Wasser liegenden Fabrikei: unb Ziegelrien den Betrieb einstellen. In der Vorstadt Kietz- schau stehen viele Wohnhäuser unter Wasser. In Thallwitz nmßte in der Vergangenen Nacht die Feuerwehr alarmiert werden, da verschiedene Häuser plötzlich so hoch unter Wasser gesetzt waren, daß die Bewohner nicht aus noch ein konnten.
Tie in dem sachsiscben Bezirk Hohenstein-Ernsttal gelegenen Jndustrieorie sind durch Hochwasser bedroht. Viele Häuser mußten geräumt werden. Ter neu errichtete Zirtus Sarasani stehl unter Wasser. Auch die Elster und die Pleiße führen Hochwasser^
Die Donau und die bei Rcgensburg mündenden Nebenflüsse Laber, Naab und Regen führen bedeutendes Hochwasser. Die Donau stieg seit geftmt um mehr als 3 Meter. Die Wogen füllen Hausgeräte, Badehäuschen und landwirtschafllickx: Maschine:: mtt sich. Die nichtiger gelegenen Hauser mußten geräumt werden. Schwer hrimgcsuchl ist namentlich das Laber tat. Viele Tiere kamen in ben Wellen :mt. Auch aus der O b c r ü f a 131 werden große Verwüstungen gemeldet. Der Marktflecken Hohenburg gleicht einem. See. Die Häuser mußten geräumt werde:!.' Ter Schaden ist sehr groß. Der Postverkehr in der ganzen Umgebung ist eingestellt.
In München sind Meldungen eingetroffen, die auf ein ganz außerordentlich hohes und rasches Steigen des Wassers schließen lassen. Die Zuflüsse des Maines haben den höchsten Stand überschritten; nun wirb her Main rasch steigen.
Im Nordwestböhnlischen Btaunkohlcnrevier stehen zahlreiche; Schächte unter Wasser, so daß der betrieb eingestellt werden mußte. Aus ganz Böhmen laufen Nachrichten über Ueberschwem- mungen ein.
Für Messina-Reggio
sind weiter eingegangen:
23 e t Großb Kreisamt Gießen: Gemeinde Leihgestern Mk. 80.30, Großen-Lmden: durch Bürgermeister Leun: rr) gesammelt beim Wintertest des Gefangverenis Germania 33.70, b) vom Spar- unb Vorfchußverem 50.— , Kollekte aus ben beiden Sonnlags- gotte§öienfien am 31. v. Mts. 21.82, M. F. zu (Siegen 5.—, (Se- iuembe Watzenborn-Steinberg 22.—. Zusammen jetzt Mk. 37L02,
Kleine Tageschrontt.
Ter Austria-Schacht I be: Tepl itz-Schönau wurde durch einen Wassere: nbruch v ernichtet. Die Belegschaft tonnte zum Teil gerettet werben. Ein Bergmann ist tot, zwei schwer verletzt.
Der heftige Sturm, der gestern in bet Nordsee herrschte, brachte bei Flamborough an her Ostküste von England zwei Fifcherboie am Hafen zum Kentern. Sechs Fifcber ertranken. 'Auch bei R e b c a r an bet Küste von Zorkshrre amgen zwc: Fischerbote unter; alle Insassen ertranken. Im Diemen unweit Amsterbam kenterte eine Fähre; neun Arbeiter ertranken.
tzandcU
Düfselborf, 5. Febr. Ans bem Kohlenmarkte tfb keine Besserung zu (puren, bet Absatz bleibt unbefriebtgenb, bie ®eroüinüberjd)üffe sind infolge Feie:,..-ichlen zurückgegangen. Ter E: fenmarkt ist im allgemeinen unverändert ruhig. Tie Einträge auf Sptegeleifen sind aus dem Auslände in letztet Zeit reichlich eingcgaiigen zu niedrigen Preisen. In Feinblechen unb Banbeifen liegt mehr Befchäsliguiig vor.
Gießcttcr Wetterdienst.
DorauSfichtliche Witterung für Hellen am Sonntag den. 7. Februar: Trüb. Geringer Schnee. Kälte unb Frost.
©rigiiiabDratyhnclöunßCiu
Rom, 6. Febr. Wie die Stampa meldet, sind die Wahlen! auf den 21. März unb die Stick)wahlen auf ben 28. März anberaumt worben.
London, 6. FeLi:. Daily Telegraph meldet ans Nell>-> Dort: Die hiesige Handelskammer gab gestern eine groß« Festlichkeit zu Ehren des neuen deutschen BotschafterZ Grafen Bernstorff. Dieser hielt eine Ansprache, worin er den wohltuenden Einftnß des Hcuüiels auf die Beziehungen! beider Länder heroorhob. Er versicherte die Anwesenden der freundschaftlichsten Gefühle Deutschlands gegenüber den Vereinigten Staaten unb gebachte hierauf der zunehmenden^ Herzlichkeit zwischen beiden Ländern. Der Botschafter schloß,! mit dem Wunsche für das Gedeihen beider Länder.
London, 6. Febr. Nach einer Konstantinopeler Meldung bet Times werden folgende Abänderungen an dem öfter», re:chisck>-tür tisch en Protokoll vorge:wmmen werden: Oesterreictzj schlägt vor, während einer unbestimmten Zett das Auswanderungs-- recht her Muselmanen zu verlängern. Tie Türkei wünscht, daß alle in Bosnien und der Herzegowina ansässigen Muhamedanep als türkische Untertanen anerkannt werden.
Neubau ber Jrreuausialt bei Gießeu.
Aus Grund des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 werden die nachstehend angegebenen
Schreiuerarbeiteu
zur Vergebung ausgeschrieben und zwar nach folgenden Losen getrennt:
Außer ben oben angeführten Hauptmassen enthalten die Lose I—XIV jeweils noch die Arbeiten, tote Fenster-, Dett- unb Vorbretter, Scheuerleisten, Fcnstcrbeckleisten, Eckwinkel
Lose
Eichenholz
Tannenholz
Aeucere Türen
Glasab- fchlüffe
irmflug. Türen
Z'vcist.
Türen
Fußsockel
Wano- vertlridg.
qm
qm
Stück
Stück
m
qm
Los I
38
24
38
7
460
40
Los n
—
28
41
0
500
—
Los III
38
24
38
7
460
40
Los IV
28
41
5
500
—'
Los V
14
—
41
6
465
63
Los VI
14
—
41
6
465
63
Los VIT
15
45
44
7
4 0
55
Los VIII
15
45
44
7
420
55
Los IX
9
12
21
8
280
80
Los X
9
12
21
8
280
80
Los XI
9
12
21
8
280
80
Los XII
9
12
21
8
280
80
Los XIII
28
—
39
4
350
—
Los XIV
22
17
45
4
310
—
Los XV
ca. 119 qm gestemmte Jalousie-Klappläden.
unb bergt
Es kann aus ein ober mehrere Lose angeboten werben. Zeichnungen unb Verbingungsunterlagen können auf unserem Baubureau, Licherstraße, vom 8. b. M. ab eingesehen werben, woselbst auch bic Angebotssormulare (ohne Zeichnungen) so- wett ber Vorrat reicht, gegen Erstattung her Selbstkosten abgegeben werden.
Die Angebote muffen nach Losen getrennt in besonderen Umschlägen verschlossen unb mit emsprechenber Aufschrift versehen, Porto- unb bestellgelbfrei bis spätestens zum Eröffnungstermin am
Montag, den 1. März d. F. vormittags 10 Uhr
an uns eingereicht werden.
Zuschlagsfrist 4 Wochen.
Gießen, ben 2. Februar 1909.
Grotzh. Hochbauamt. Rcubauburcau Frreuanstalt.
I. V.: Schön.
Holzversteigerung
' in der fürstlichen Oberförsterei Lich.
> Montag, den 15. Februar, norm. 9V3 Uhr, im Distrikt Hard: Scheuer, Rm.: 200 Buchen, 17 Eichen,- Knüppel, Rm.: 67 Buchen, 62 Elchen, 9 Kiefern,- Stöcke, Rm.: 67 Buchen, 68 Erchen: ReM>ots- Wellen: 2400 Buchen, 1680 Eichen, 200 Weichholz, 1160 Nadelholzx Reisholz in Schichrhaufen: 419 R:n. Fichten (64 Haufen). - 4 Bucken- Abickuittc — 2,68 Füm. i39biS43Etm.Durchm.): 7 Ercpeu ^w'tcn (2,2 Mrr. lang); 4 Elzbcer-Llbfchnitte = 0,77 Fstm. (19 biL 2öEtm. Durch lii.>.
Die Zusammenkunft ist auf dem Weg von Lich nach Muschen- heim über bic Harb beim Ausgang aus bem Wals.
Dienstag, den IG. Februar, norm. 9V± Uhr, im DrstrcktMouck'i wald: Scheiter, Rni.: 1 Buchen, 1 Eichen, 1 Birken (rund), 2 ftlefemi (ruitb); Knüppel, 9ün.: 31 Buchen, 17 Eichen, 2 Birken, 160 Äicferuz Srockbotz, Rm.: 151 Kiefern: Rcisholz-Wellen: 1700 Suchen (prima), 1300 Eichen (Forstwellcn), 8700 Nadelholz (habet 3000 Jicktensorst' wellen). — 1 Birten-Abfchnill = 0,72 Fstm. (39 Etm. Durchm., 6 Dttr. lang«: ca. 300 F:chtenderbstangen (Spallerholz),- ca. 500 Fichteureisstangcn (nietficnö Bohnenstangen).
Die Zuianunenkunft ist auf bem Bicmalweg von Albach nach Hattenrod, Lon wo er ben sog. Schlagweg kreuzt.
Holzversteigeruug
im Kesselbacher Gemeiudcwald.
Uhr beginnend, sollen
11
nachverzeichnete Holzsortimente
134
41
60
15
Eichen-Stämme Fichten-Stämme Fichten-Derbstangen
Hainberg unb Zeiselrain versteigert werben:
mtt 43,47 Fmtr. (Wagnerholz)
„ 7,96 N
„ 3,46 w
Donnerstag den 1L Februar d. Js., vormittag9
in ben Distrikten Neugeheeg,
Nmtr. Eichen- Knüppel
2 „ Hainbuchen- „
6 „ Kirschbaum- „
2 „ Fichten- ,,
142 „ Hainbuchen-Reisig
16 „ Kirschbaum- „
80 „ Eichen- „
46 „ Kiefern-Knuppel-Reisig
10 „ Eichen-Slöcke
29 „ Kiefern- „
3 „ Fichten- „
Die Zusammenkunft ist am Eingang ins Neugeheeg unb kommt bas Eichen-Stammholz zuerst zur Versteigerung.
Das im Zeiselrain sitzenbe Brennholz wirb bei ber Versteigerung nicht vorgezeigt unb kommt beim Feuer zum
Ausgebot.
Kesselbach, am 5. Februar 1909.
Großherzogliche Bürgermeisterei Keffelbach.
Stein. [849


