seien im
Redner nahm bezug auf verschiedene TageSsragen, deren
örterungcn
-fcr.tfn
Ende
darf u. E. in so gräßlichem Einzclfalle wie in diesem von
einem
Handlung macht. Ec lotet sich in den Angen dec Kultur.
Menschheit selber. Im gebührt öffentlicher Schimpf.
-o
Ein
vergebt
die Abschaffung der des Volkes zur Hu-
der ein solches fluch der litteracijchen Vc
- > bei; ti bf rllicha'ten n
über Ter
l» sprach dann Reichstagsabg. Hausmann Ramtin .Handel und Verkehr in ötn Parlamenten".
Vollstreckung, daö endliche Ziel erst TodeSstrasc im Interesse der Erziehung manität.
Verächtlich ist der , Schriftsteller würdiges Verbrechen zum Gegenstände
Gnadcnakte kein Gebrauch gemacht werden,
tu: «''ordern, nai Ji’?ba des de «Nrn aurtünt fcanh haben.
bewerb, über kaufmännische 3ütcn und Gebräuche in dem neuen Lpezialgesetz nicht maßgebender zur Geltung kommen, dann nt auch keine bessere, den soliden Wettbewerb schützende Rechtspreckung künftig zu erwarlcn. Ter Zenkralverband hat aber da- Vertrauen zu der Regierung, daß sic dre Gelegenheiten, endlich an» wirksameren 2d)ug des SNelnhandels un Gcwerbestande herbli- zu'ühren, mit aller Energie wahrnchmen wird." — Ter Sor* merent Tritt (Dassel legte folgende Resolution vor; ,.x\t .Hauptversammlung beauftragt den Vorstand, eine Eingabe an das Reichsamt des Innern ,u richten, in welcher dem Wunsche Ausdruck gegeben wird, weitere Vorschläge zur Abänderung bei Gesches zur Bckämpwng des unlauteren Wettbewerbes entgegen- zunehmen und eine nochmalige Konferenz zu veranstalten, zu welcher hauptiächlich Vertreter des Äktnbanbeli hinzuge zogen werden sollen." — Beide Anträge wurden ohne Tcbatle ange- nonunen.
An zweiter Stelle sprach Alt Hofs Hamm 1 W über Sonntagsruhe im DandelSgcwcrbe, und zwar auf Grüns eines .'tntragcs des Verbandes selbständiger .‘tau finde für Rheinland-Westfalen und die angrenzenden 'Gebiete Ter Antrag wendet sich gegen das von der Regierung geplant« nrunb* sählichc Verbot der Sonntagsarbeit und tnu für die Beibehaltung der lehrgen Bestimmung ein, d»e eine fünfstündige Beschäftigung an 3»nn- und Feiertagen grundsätzlich gestattet, und die Festlegung
In der Gondel befanden sich Pro'cffor Poeppel und jtr. Ernemann, d.e uh für e:nc zweitägige Fahrt au8cerüilrt batten. Am -Nachmittag, als der Ballon in einer Höbe von 3000 Metern über Mittlachderg m Böhmen schwebte, geriet er in ein starkes Gewitter. Ter Bliy schlug in die Gondel, dessen Insassen aber unversehrt blreben. Ta auch die Hülle nicht getroffen wurde, waren die Luftsch:ffer dem Gc'chick, mit einem brennenden Ballon abzustürzen, entgangen. ES wurde schleunigst gelandet.
In Lissa sollte am 27. ein Fesselballon auf. steigen. Vorher aber wollte der Luftschiffer noch einen Probeaufstieg unternehmen mit sechs Personen in der Gondel. Plötzlich erhob sich em furchtbarer Sturm, der den Ballon, der feinen Ballast an Bord hatte, loSriß und mit den In» fassen in der Gondel in d.e Lüfte entführte, wo er bald den Blicken der entsetzten Menge entschwand.
ZeppelinS große Fahrt erfolgt voraussichtlich Ende dieser Woche.
Unit>cnitäti«21acbri<bUn.
— An der Technischen Hochschule zu Darmstadt haben die Tivlom-Inmuiicure Pedcr Bro dal aus Riessen und Hermann Ahr le aus Landau die Doktor Ingenieur-Prüfung bestaiideu.
— EinEinsührungskurs für Studentenin das Verständnis des öffentlichen Lebens findet oom lt>. di» 24. Oktober in Frankfurt a. M. statt. Er wird abgetan nt vom ^rationalverein für das liberale Deutschland und siebt unter der Leitung von Tr. Wilhelm Ohr. Als £ bemalen sind in Aussicht genonmien: BerfassungSwcse,,, Schulpolitik, Morn« muualPolitik. FrauendeweAung, Arbeiterfrage, alte', und neuer Mittel stond, Agrarfrage, Sittlichkeit und Alkohol, Weltw.rtschasts polUik bet Student in der politischen Entwicklung Deutschlands. 'Xu Jim vielter hoben ihre Mitwirkung zugesagt: Frau Tr. Alt- mann Gvtbeiner Frankfurt . Pros. Arnd: ^lantfuri . Tr Blau- firm Monuhrwi, Tr. Eadn ^Frankfurt. Pfarrer Morell Nonig- Üdbttit , Dr. Cbr ^München . Prof. Stein ^Frankfurt . Pi.vat- dozem Dr. Vogt (G eßei
verursachi taben, verurtvittc daS Slrugsgerid.t den Sbcrmaschin.sten- maat Beerbaum zu 2'Jahren GesangniS und Degradation.
Ein 'Ji a d) f V i c [ zum Eulenburg-Prozeß befd \lfiigte gestern die 10. Strafkammer des Landgerichts L in Berlin Degen 2krgeben gegen ben 8 18-1 R- Sir. G. B.
ollen nicht die Gäulen dcS Rechtes empfindlich erschüttert werden. Zu tadeln bleibt auf alle Fälle auch unter der gegenwärtigen StrafrcchtSübung die £ cffcntlidjtcit des HincichtungSaktel. Eine solche Exekution sollte und müßte unter völligem Ausschlüsse aller Teile der menschlichen Gesellschaft nur im Beisein eines einzigen berufenen Mannes des geltenden Rechtes vor sich gehen. Sie zu einem Schaustücke zu gestalten, ist nach unserem Urteil ein Verbrechen gegen die Kultur, eine Sünde gegen die Mitmenschheit, die vor allem Haß. lichen und Brutalen von den zur Wahrung der Staatsordnung berufenen Behörden weise bewahrt iverden sollte. Die wenn auch noch so beschränkte £effentlichkeit führt ziir Entmenschlichung, ziir Freude am Gemeinen, degeneriert auf die empfindlichste Weise. Berichte der Presse über solche Gescheh. Nisse tragen das Ihre bei zur Minderung des sittlichen Bewußtseins; peitschen die Nerven dieser heute schon abscheulich sensationslüsternen Menge zu effektivem Genuß an greuel- vollen Taten. Tie nächste Aufgabe der Gesetzgeber ist also eine vernünftige Aenderung der gegenwärtig geltenden Straf-
Die Mörderin ihres Bräutigams, die sächs. Bürgermeisterstochter Grete Beier, spukt noch nach ihrem gewaltsamen Tode in dem Hirn manches unserer lieben Mitmenschen. TaS ,93. T.* meldet heute:
Am Grabe der Greie Beier wurde von Arbeitern ein Kranz niedergelea», der folgende Infchnst trug: ,'!3on menschlich denkenden Ardenern I* Tie Behörde Netz die Injchri't entfernen.
Der Dresdener SchriftfieUer Heinrich Apet Hai den Fall bei Greis Beier dramatisiert. Gegen feine Absicht, daS Stück zu veröffentlichen und an'zufnhren, hat der Rechtsanwalt der Hingerichteten Verwahrung eingelegt.
Tie Lranzspender sind u. a. auf einem völlig falschen, ja gefährlichen Wege einer mißverstandenen Mcrvchlichkeits- idce. Grete Beier, dieses fürchterliche Weib, daS in ihrer brutalen Sinnenliebe zu einem nichtsnutzigen Menschen ihrem Bräutigam, einem edel denkenden, großherzigen Manne, der Herz und Hand und Vermögen ihr dargeboten hatte, Kosereien oorläuschend, durch einen Schuß da3 Leben raubte, in der Hoffnung, so ihren Geliebten und ihres Bräutigams Gelder für sich zu erwerben, nach ihrem Tode zu ehren, ihr gegenüber auch nur ein Fünkchen von Mitgefühl aufglimmen zu laffen, gegen die harte, aber dem Gesetze gemäße Strafe zu demonstrieren, daS ist eine Erscheinung, die man im In» tereffe deS Waltens einer menschlichen Gerechtigkeit nur bedauern kann. Wir sind theoretisch entschieden Gegner der Todesstrafe und haben diesen unseren Standpunkt zu wiederholten Malen klipp und klar kundgegeben. So lange sie aber
«Verbreitung unzüchtiger 2dmncn> war der wraiitivvnlidK Redakteur her DiXtaiislbrist „Die große Glocke", Fritz Wolff, arv- geklagt Es handeli sich um einen nährend des Eulcnbura-Pro- zetfes verbreiteten Artikel, der gewisse, als unzüchtig aufgelegte .2teilen enthalten soll Die Verhandlung fand unter Ausschluß der OefienUuhkeit starr. Das Urteil lautete auf 100 Mark Geldstrafe.
_jm bezug aut Dendncbcne Lagestragen, deren Er- | gc>: und Beachtung er der Versammlung sehr an- Her» | Hesonderc Aufmerksamkeit verdienten die Frage oer Ver- '
zu Recht besteht, so lange ihr durch die Gesetzgebung kein gemacht ist, was mir wünschen und hoffen, so lange
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hob bei der Rubrik ,^lcht- und Wasserversorgung der meinben" hervor, daß die in der Provinz kursierenden «re* ruchte. wonach die Projekt: Inl:c -c.cn und Lltzdcr i nicht zur Ausführung kämen, unbegründet seien und er bicie Gelegen- beit benutze, um ihnen enrgcgenzutreten. Dre Vorarberten seien im besten Gange und er hoffe, einem un >erbst zu- fammentietenben autzcrordentlichen BrooinziaUag da- fcriiggcfiellte Projekt für Inhcidcn zur <t!<nehm,gung vor- legen zu können Er beantwortete sooann noch einzelne, ander Mine der Bersammlung gestellte Fragen, worauf der Boranschlag, der in Einnahme und Ausgabe mit 644 471.90 Mark abschließt, genehmigt wurde. — Ebenso wurden genehmigt verschied.ne Anträge auf Ucbern^hme von LrtS- durchfahrten in die Unterhaltung von Kreta und Provinz und von Gemeinden. Schließlich wurde noch als bürgerliches Mitglied der Lbercrsatzkommifsion f.-r die Jahre 19.9 und 1910 «i>utspächter 'ilutgelhöffer zu .-.w'Gratz gewählt. Hiermit war die Tagesordnung erschöpft und wurde die Si-ung von dem Bor'inendcn mit Sorte!) des Tankes an die Erschienenen geschloss n ____________________________
Gerichtssaal.
st. Darmstadt, 28. Juli. Jcrünfttaifammtr «DaS ungehörige Betragen zweier Studenten brach:; leute den öU'SE,utzmann Ha ul W utling aus Sondershausen auf die Anklage dank x\c buben 5tubicrcnben unterhielten ,uh in der Rächt zum 20. AprU b- F auf der Straße laut über die Bedeutung txt Worte „Polyp" oder „Bloucr". Sie waren habet io lebhaft, oaß der Schuhmann die Warnen feftitcllen »rollte. Sic txTivcigcrten aber ihre Legitimation, woraus stc auf dos Revier zitiert nmrben. Auch hier war ihr Betragen derart, daß nur mit Mühe die Rumcnsfcstltellung erfolgen konnte, u. a- selten sic sich aut den Tisch usw Als der erregte Schutzmann vor der Türe die Herren nochmals traf, schlag er auf ein Ulk- wort dem Studenten Steinberger derart mit bet Faust ins Ge. ,licht, daß Mund und Rase bluteten, und er ärztliche Hilfe in Anspruch nahm. Ter Gcrichtsl-of trug dem Verhalten d.r Studenten, wie der Aufregung tkd Schutzmannes Rechnung und ver urteilte ihn zu 100 Mark Geldstrafe. — Wegen Diebstahl eines Silbergeschirrs im Werte von 70 Mk. zum Nachteil des Lasetiers Stemtl-al dahier, bat sich der Zlüchenchef Gg. .'t-üntniil aus Würzburg zu verantworten. Er gab dasselbe seiner Utrarii, angeblich „zum Ausbewal-ren". Tiefe gab es auch wieder l<rau^ «sie wußte nicht, daß cs gestohlen ivar- SC. ist vorbestraft und hat noch eine ihm vor kurzem zuerteilte (in Frankiert- 1 monatliche Gefängnisstrafe zu t» rbüßen. Der Gcrickstshoj setzt ihm heute 2 Monate zu. 5i- nimmt die Strafe an.
9. Marburg, 27 Juli. Tte Ferienkamuier des Land -gerichls Verurteilte heute einen Staufmann aus Jimmcrsrobc, d r einem Postbeamt.u den Vonmirf gemad)t l-atke, er habe der Munturrciii den Inhalt eines ihn betreffenden Telephongesprä^-s milgetcill, wegen Beleidigung zu 100 Mk. Geldstrafe-
Frankfurt a. M, 2b. Juli. Tie Strafkammer verur- i.iltc heute den Schutzmann Ctlv Griebernau wegen Unter ichlagung un Amte zu iecfrd Monaten Gefängnis und fünf Jahren Ehrverlust. Am crflcn März war in der Bahnlwfstratze in Dibbellxim in feiner Logirwohuung ein Schloff.r gestorben. Ta Hdi feine Farnilienangebörigeu auswärts befanden, wurde die Polizei von dem Tobe benachrichtigt. Griebernau begleitete in brr Nacht mit iwch anderen Personen die Leiche auf den Friedhof. Cr visitierte die vofentaschen d.'S Schlossers, irobci er nur ein Portenwimaie mit etwa einer Mark und ein Stuck Papier gesunden haben will, was er seinem Vorgesetzten abgab. Tic An- gefönnen bel-aupieten einige Tage danach, daß der Schlosser noch im Besitze seines C-iehaltes von 40 Mark sein mußte. Der Sd utz mann dagegen behaiiptele steif und fest, daß er nichts behalten luiid auch nicht mehr gefunien habe. Am 13. März erhielt die Frau des Verstorbeueir eint*n Brief aus Sossenheim von einem Arbeiter Fay, der sich am ersten März Von dem ihm beircunbcten Sdilvsser einen Gelbbetraa geliehen taben wollte und diesen zurück- .Mi ja bl ni beabsichtigte. Ter Brief war von Griebernau, but bau' n den Verdacht von sich ablenken ivollte.
W Hanau, 28. Juli. Im Mai dieses Jahres wurden auf der nahegelegenen Pulverfabrik unb in Großauheim eine ganze Reihe von TicbfUhlen au »geführt, ohne baß es gelang, i-er Täter habhaft zu iverden. Es fielen Wein, Zigarren, Geld iuiid andere Sachen ihnen in die Hände. Tie geraubten Tinge stürben un Walde versteckt unb nach Bedarf verbraucht. Tic Polizei lalutcic eifrigst nach tau Dieben, unb bald hatte sie ihr Tepot entdeckt. Der erste, der feftgenommen wurde, war der 20 jährige Toglohncr Fritz Hufner Bald nannte er auch feine übrigen Siießgefellen, ben 20 jährigen Sckstoffer Cito Üflcr, ben 18- uil iiQfii Slüfer £tto Möller, ben 25 Jahre alten Gottfried Schußler, den 24 jährigen Taglöhner August Lotz und ben 25 Jahre alten Former Cttö Hut Heute st.rnden die llebcltälcr nun vor dem Forum des Gerichts. Es wurden verurteilt Exler unb Möller zu ic I Alonaten l Wock^', Hufner zu 14 Monaten, Lotz tzu 1 Jahr, Hut zu 10 Monaten Gefängnis, Schußler, bereits viermal wegen Diebstahls vorbestraft, ein unverbesserlicher Sünber im Nücksalle, dem keine milberuben Umstände -ugebilligt werden, äu 3 Jahren 8 Monaten Jucht haus, 1 Iakwcn Ehrverlust unb Stellung unter Polizeiaufsicht 2 Monate llntcrfudmngötaft wurden icbcm in Anrecknmng gebracht. Exler und Möller wurden auf freiem Fuß belassen, ba kein Fluchtverdacht vorliegt.
Kiel, 29. Juli- Wegen fortgesetzter Rekruten- in iß Handlungen, die u. a- die völlige Taubheit eines HeizcrS
in der Iustrzreform unb empfahl fobann eine an den Reichstag abflefanbte Petition der £ Ibenburger Handelskammer zur beton» bereu Beachtung deS stongreffes, in der die (Erteilung des Be» rechtigungsfcheines zum einjährig freiwilligen Dienst an jun^e Kaufleute, die sich als beionders tüchtig gezeigt unb gleichzeitig gute Zeugnisse in der Fortbildungsschule aufroiefen, verlangt wird Ter Kongreß sollte nch dieser Forderung anschließen. ^Lehh Bei'att.)
Hierauf trat die Mütagspause ein Rach der Pause nennten sich die beiden Verbände. In den getrennten Versammlungen wurde zunächst der betreffende G e f ch ä f t s b c r i cht erstattet. Ter Geickwitsbericht des Deutschen Zentralverbantas für Handel und Gewerbe weift darauf hin, daß der Verband 20 Jahre bestehe. Er in aus einem kleinen Verein zu einem großen Verbände mit 22 000 Mitgliedern geworden. Erfreulich fei, daß ein Teil der Wünsche des Verbandes bei den Reichs- unb Staatsbehörden Anklang gefunden hätte, io die Anregungen für die neue Maß- unb Gewichtsordnung, die Ausprägung von 25-1’fcnnig» unb Drci-Markstücken u. a. Ter erfreulichste Erfolg fei aber, daß dem Handwerkerstand nach langen Mampfen das Verlangen nach Einführung des fugen. Deinen Befähigungsnachweises erfüllt worden fei.
Aus dem Jahresbericht der Rabattsparvereine gebt hervor, daß die Bewegung ui erfreulichem Wachsen begriffen ist. Geklagt wird, daß die Verbandocreinc manchmal in ihren Anlehuuiigsbestrebungeii an ben Vcrbandsvorstand die genügende Selbständigkeit verminen laffen. Tie Auflage des VerbandsorganS ist im BerichtSiahre auf 42 000 gestiegen. i*tn Hauptteil der verbandsfeitigen Tätigkeit war die Agitation für die Ausbreitung der Selbsthilfebewegung. Tic deutfche Tagespresse hat im abgelaufenen Jahre mehr als bisher von der Bewegung Notiz genommen. Das Abwehrblatt gegen die Angriffe der wirtschaftlichen Gegner erscheint feil Dezember 1907 unter dem Titel ,^Iedem das Seine", es wird in 140 000 Giern- plarcn gedruckt. Der Hebung gemeinfchaftlichen Einkaufs durch Gründung von Einkaufsvereinen widmete der Verband auch im verflossenen Jahre fein lebha stes Interesse. Tic Haltung der deutschen Handelskammern zu dem gemeinnützigen Rabattfpar-
ja. welche eine starke Vertretung für ben zetailbanbd notwendig Txütfn Die Beweguna batte im ersten Jahre schwer zu tamvfen, ba der Tetanbande. schwer zu einigen unb der Standessuu» wenig ausgepr^^r sei Trotzdem nehme ter Iemraloerband einen verdälMismäßig günstigen Au''chwung. Immer von dem Ernst inner Auigabc erfüllt, bat er gute Arbeit gclcuut und diese in von hoher lu'fa »una und Sachlichkeit durchdrungen, ^tbcn ibm feien noch ein- Rerdc Teiaütanblrrvcrbänbc, wie die der Eifcntandler un? Drogisten ins Leben gerufen worden, d.e sich aber als Spezialverbände Irr großen Aiirgade des gcmcinfamen Iuiammenschlu"es nicht widm n konntet Tv <relbiimiie dl.eb * anderen Vorbehalten. Sie mußte mit aller Strait einsetzen, als der Terror ter Gegner immer großer wurde. Es gehörte ein gewis'es Anpassungsvermögen dam. cm Studium der Volks- und .'.uu'erpfvche, um mit her: veränderten Verhältnissen mmugebea. Es kam darau- an, einen Ausgleich zu schaffen für die Dividenden und todioiegelungcn der Warenhäuser. Tieier fand sich in der Rabati'parrereinstawegung Heute umfaßt der Verband 270 Vereine mu über 50 OM Mitgliedern. Der Redner schließt, der xamv gelte den ungefunden Auswüchsen des Tetaübanbd». Viel bleibe noch ;u tun, aber die Entwicklung der berufenen Crgani- iationen des Dctaildandels habe einen Umfang angenommen, der J da-.- beste für die Iukun't erhoffen lasse. iLebh. Beifall.
Aus öcm Reiche der Luft.
Ein gefähiliches Abenteuer hat der Ballon .Zeppelin' bett Sächsischen Vereins für Luftschiffahn bestanden. Er war am 27. mUtags zu Dresden aufg-.sliegen.
vcicmswcfen ist in der letzten Feit eine mehr wnipalhische gavorben. Auch haben sich die Angriffe vermindert, welckre früher aus einzeinen Tctaillistenvereinen, Handclsschutzvcrcinigungcil ufro. gegen das RabattfparvcrcinSwcfeu gerichtet wurden. Zahlreiche Gruppen der Sckmhwarenhändler haben sich z. B gegen die von der Ver- bandslcitung inszenierte Belämvumg dei Rabattsparvereine ausgesprochen. Tic ßurüdbrängiing der wilden beim. Erwerbs-Rabattsparvereine war auch im Berichtsjahr eine der Haiiptaus- gaben des Verbandes. Tadurch ist B. die Teutsche Spar- banl für Lebensverftä-erungen in Berlin ;ur Bed. utungslofigkeit hcrabgefunken, desgleichen in Hannover die Ientralstcllc für die Einlauisgemeiufchast der Privatbeamteiiverbande. jTer stampf der Monfumvereinc gegen den Verband hat jetzt eine schärfe erreicht, der nicht mehr zu übertreffen ist. Tie Angriffe der Slonium- 0ereilte wurden von der fozlaldemokratifckien Presse mit Behagen nachgedruckt, so daß sich schon hieraus der innige .Zusammenhang jivifcbai der Swzinldemolratie und den Slonfumveretnen ergibt. An die Pestalozzlstiftung wurde das eingehend begründete Ersuchen gerichtet, Gelder nicht, wie es geplant war. zur Gründung eines Bramtenwaren bezw. Versandhauses herzugeden. Die Tätigkeit der Landesverbände war im allgemeinen eine ersprießliche. Dem .internationalen Verbände zum Studium der Verhaltnifie des Mittelstandes ist der Verband als korporatives Mitglied b-i- getreten Tic errungenen Erfolge Haden Anspruch auf < nute Beachtung. Ter Verband hat dafür geiorgt, daß die eigene Kran, die noch in gewaltigem Maße im deutfckten Hleinbanbel Vorhände» ist, 5um Wohle des Staates selbst nutzbar gemacht wird..
In der Hauptversammlung des Zentralverbandes für Handel und Gewerbe beschäftigte man sich zunächst mit der Gründung einer Sterbe lasse, deren Statuten cinftimmig angenommen wurden. Als Sitz der Stoffe wurde Leipzig in Aussicht genommen. Als Gründungskavital sind 200^0 Mk. vorgesehen, die man durch verzinsliche Anst-ilscheine zu je 50 Mk. aufbrimun will. Eine längere Debatte entspann sich über ben Regierungs- i entrourf betr. Abänderung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb Ter Referent Bergmann Berlin zog fdwrf gegen die von der Regierung geplanten Abänderungen des Gesetzes zu Felde. Ter Mittelstand sei burdwuig nicht mit dem Gesetze zufrieden und würde iede vorteilharte Abänderung mit Freuden begrüßen, die Abänderungen des Re- gierungsentwiirfs aber seien vollständig ungenügenb. Ter Reser ent legte schließlich folgende Resolution vor: „Tie Hauptversammlung des Teutfchen Zentralverbandes für Handel unb O^croerbc kann zu ihrem großen Bedauern in dem Entwurf da Regierung fein besseres und wirksameres INittel zur Bckampsuns des unlauteren Wetlbetverbes erblicken Sic erklärt inSbesondae, n>enu die Ansichten der beteiligten Streife i.das find in erst« Linie die kaufmännischen Kleinbetriebe übet den unlauteren Wett-
Swci mitteljtanös=Kongrefie.
S. u. H. Bremen, 27. Juli.
L
21. Hauptversammlung des Deutschen Zentral- Verbandes für Handel und Gewerbe.
In Gegenwart des rcgicrcnbcn Bürgermeisters von Bremen Tr Pauli und unter Beteiligung von nahezu 1000 Delegierten trat heute Vormittag im Festfaale der Union der Zentralverband für Handel und Gewerbe unb der Verband der Teutschen Rabattsparvereine zu seiner ersten gemeinsamen Hauptversammlung zu- lammen, an die sich in den nächsten Tagen noch die besonderen Generalversammlungen dieser beiden gewichtigen Organisationen des deutschen Tctaühaiidels anschließen werden.
Ans die zahlreichen Begrüßungsansprachen folgte der Bericht des Generalsekretärs des Verbandes der Teutfdn'n :Habattfpar vereine Beythln ^Hannover^ über „Tic Entwicklung und Eigenart der Standesvertretungen des beut- schen Detailhandels". Ter Redner erinnerte an die große Vergangenheit der alten Hanfcstadt Bremen. Tic Große und Eigenart der baii’ifdKn Seefahrer fei heute noch lebendig im beutidien .üaufuiaiinsstande, man müsse die Erinnerung hieran nod) mehr pflegen und zu ivcdcn verstehen. Ter Hanfebund sei vorbüblid) gewesen für alle Interesfenverbände Als der Bund icdock) nicht mehr seine Zeit verstand, da geriet er in Verfall. Tic Erben der alten Zeit wüßten sich aber der Neuzeit airzu- passen Tic Lehre, welche der Staufmannsstand aus der iikfd)id>tc jicbc, sei die, die Einigkeit $u pflegen und modern zu denken. Lebh. Beisall.) Wie früher, ,o bestehe auch heute für den Handel eine gewisse Unsicher heil, da tue eine moderne Hanfe not, die durch Einigkeit eine Riefenmacht iverden könne. Ter Tctail- tanbcl nnir das Ergebnis der politischen und wirtschaftlichen eutn’icflung überbauv: Er ist notwendig und wertvoll, er ist ein unentbehrlidses Glied \n unterer wirtschaftlid>en Entwicklung, em getreues Spiegelbild derselben. Seine Berechtigung erkannte man Mitte dv.> oongen Jahrhunderts, als durch die oerbefsenen Lebensverhaltnissc, die Beseüigung der Zollschranken, die Ge- roerbeTtttbeil und die nanonale Einigung der ricsenhanc Äuf- schwui'.g ein getreten war Tie Erhöhung der EinkommenZver- haltnisic heuten ein riesenhastes Ann^chsen der slaurfraft und damit des ^.etaulistenstandes zur Folge, das vielfach die natür- lidjen Grenzen überjebrut. Die Folge war ein Ueberhandnebmcn bei Zwergbetriebe. Falsch ist es aber, aus der Anzahl der Be- < rttu-be die Lehr.- von der Unwirtschaftlichkeit des Detailhandels derzuleiten. Redner ichilderkc bann c»as Austauchen bet Ge- nojienidxiTieB, die Enumcklung und Ausbreitung de» Moniiuii- vereinswc'cns, die letzt einen Umsatz von 300 Millionen hatten, und schlictzlich das Eindringen des ^'Großkapitals in den Tctail- b^ndel durch die Warenhäuser. Diese drei FaktonA nvren es
für den Fall, daß die Leitun-r zuftand-? kommt, ein RückersaL der Dorqe(efllcr Äonen ein treten soll. Sodann sind noch 500 Mk. eingestellt al- ’ an den . .tteldeutschen Ardeitsnachwei Verband, b;r sich bekanntlich zur Aufgabe fleitclli hat, der Landflucht zu steuern. Ter -Vorsitzende erläuterte die ein reinen u.t!brt! n des Voranschlag. Er
i Küutn vw*"
M in vielen
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fidjerung der Privatbeamten, der Ausfuhrprämien aus Getreide» der Zuckcroerbraudisabgabe, der Festlegung des iDstertermlns, der Zeugengebühren für Kaufleute, bte Auf'ordcrung zum Boykott, gegen die der Redner bic fchärfsten Maßnahmen empfahl, u. a. Ter Redner beschäftigte ncb weiter mit ber GerichlSjuslandigkeit


