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1.2.1908 Erstes Blatt
 
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Samstag 1, Februar 1908

Erstes Blatt

158. Jahrgang

Bezng<»vrc»Sr monatlich 7öP<., viertel- jährlich yJlt. 2.20; durch Abhole- u. ZweigsteUen monatlich to Pi.; durch die Post Ms.2.viertel- tährl. au-schl. Beslellg, Zcilenpret«: lokal lk> Pf, auSivürn 20 Pfennig

Verantwort lich fih Oen ooltttfchen Teil: (5. Anderton; f. Feuille­ton imb »Veriiiiichleo* P. Wittkv; für .Stadt u.Vnnb" unb(jücndito- faal" li. Heb. für den Anzeigenteil: H. Beck.

Nr. 27

De» Siebener flnytatr ertcheinl täglich, außer Sonurag». - Beilagen: viermal wöchentlich KtchenerFamlliendlätteri Iwe'nta! wöchenil.Nretr» lall für &enKrtt$<5k(}tti (Dtenfltuy unb tVi'etinfl); zweimal monotl Land' »irNchasiltche Lettfragen Phrruipitd) - Anfchlüsier ff., bte RedakNon 112, .

General-Anzeiger für Oberhesfen

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E* ftu Notalfsnrdruck Md Verlag der yrühl'fchen Unrv.-Vuch- und rteindnlckeret. H. Lange. Redaktion. Expedition und vrnckeret: 5chn!strahe 7.

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Die heurige Nummer umsaht 16 Seiten.

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VceibMddcbatte in Oesterreich.

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Der Ausschuß der österrvickstscheu Delegativn des NeicssSrateS für auswärtige Angelegeul-eiten sichte gestern die Beratung Budgets des Aeusscrn fort. Abg. KramovSs befaßte sich hierbei nuit dem Dr e. b u n de und beljniTic bei feiner alten Grund auffassung, daß das Bündnis mit Teutschtmid nut für Deutsch land, n^cht ober für Oesterreich uubeding-t notwendig sei. Teulich Innb brauche Oeslcw-äch, um iveuigsbens eine Deckung für feine Ltzellpolitik zu haben. Er müsse darauf bcfücfjm, hifj in dem Büubiuso.vlrage mit Deutschland die gcsichrlick-e Fassung deS Ar­tikels 2 abgeick-asst nn-rbe und daß Oesterreick^ilngaru eine klare Fassung des easuS foebeti aus jeder (^cwl-v befreit werde, für dii AKuvolitik Deutschlands ein-ustcheu. Was das Bert-üllnis zu Italien betreffe, begrüßte cs Dcr Redner, daß brr üVunider dc-. Acusscrn den direkten Weg nach Nom gefunden habe. Er glaube, dass bei einer vollständig friediick>en Politik und bei einer Poli' tit deö status qioo ein Berti aucnsvechältnis zwisch:n Italien und Oesterreich bestehen könne. Italien und Oesterreich nuüstten aber dabei trach.en, möglichst stark zu fein, da mir mächtige Staaten als Bundesgenossen geschützt seien. Der Redner ging zum ^Sckchist ans die p r e u st i s che P o l e n po l i t i k ein. Durch d..ö jeg ge Bovgehen Prcustens werde die Existenz d.-s Bund nisses mehr bedroht als durch alle Gegnerfck>asten, ivelche bisher gegen den Dreibund bestanden haben. Die Bündnispolitik, welche gerade die Majorität des Parlaments am härtesten li ef je, fei aus die Dauer unhaltbar. Delegierter Pjttou i gab zu, dast es schwer luäre, an die Stelle des Dreibundes ein neues und den Freden ebenso verbürgendes Sn stein zu setzen; er könne aber mit der Vorherrscl-ast Deutschlands im Dreibünde fick) nicht .unverstanden erklären, weil Oeslerreick^Ungarn durch eine impulsive Weltpolitik Deutschlands in eine gcfäl-rnck-e Lage geraten könnte. Delegierter Urban betonte gegenüber dem Sprul-er des PolenAubs, d.eser habe die Dendenz Deutschlands, seine überseeische Machifphäre zn erweitern, mit einer Ex- paniiou des oeutschnationalen Gedanlens vetiveihselt. ES fei verfehlt, als Endziel der Enteignnngsvvrlage die vollständige Ausrottung des Polentums zu bezeichnen. Die Polensrage sei im Grunde nichts anderes als ein Kampf des nationalen Ein- Hecks,.aales gegen die polnischen Grundbesitzer. Bezüglich der völkevreck-tlichen Seite der $iage fei Dein Zw-eiscl, dast |ü zum Bereick-e ber inneren Politik gehöre.

Delegierter Gras Lateur besprach die sogenannte Ent­eign u n g s v v rl a g e in Preußen und erklärte im Namen der Tele^.crten, die der Rechten des Hervcnhauics angehören, dast iic »war txrs Prinzip der Nicweinmischung in die inneren Angelegenheiten eines svemben Staates achteten, dabei aber dennoch Anstand nahmen, das lebhaite Bedauern auszusprecheu, wenn m irgend einem Lande die Gesetzgebung eine Richtung etnschlägt, o.e itste Freiheit und die Sicherheit beZ Privateigen-- tum-S unzutasten geeignet wiive. Unsere Ausfassung, sagt der Neuner, wiberftreited. einer Derartigen Nichlung auf das cnl- schiebenste und lvir können uns auch durch bic in solck>en Fallen beliebte Anrufung ber höheren Staatsraison von dieser Austassung nicht gewinnen lassen.

SettLtzches Lreieh«.

Berlin, 31. Jan. Aus Deutsch-Südwest- afriia wird amtlich gemeldet: Am 19. d. M. fand bei Nanib am Westrand der Kalahari ein Uebcrfall statt. Ein Reiter wurde leicht verwundet. EL handelt sich, wie bei dem Heber fall am 5. Dezember letzten Jahres zwischen Arakeab und KewiFekolk, anscheinend auch diesmal um Leute Simon Köppers, gegen den man in nächster Zeit gemeinsam mit der Kappolizel vorgehen wird.

In den Deutschen Waffen- und Mu­nitionsfabriken, A.--G., sind gestern tausend Ar­beiter ausgesperrt worden. Sechzehn Abteilungen sind dadurch Vollrommen stillgelegt worden. Taufend Ar­beiter werden vorläufig weiter beschäftigt. Verhandlungen, die gestern noch spät abends zur Beilegung der Streitig­keiten geführt wurden, sind resültatlos verlaufen. Ge­lingt es nicht, heute abend die Differenzen zwischen der Generaldirektion und dem Arbeiterausschuss beizulegen, so werden auch die andern lausend Arbeiter entlassen.

Köln, 31. Jan. DieKöln. Ztg." meldet an5 Ber­lin: Die preussische Einrichtung der Ausstellung von In- landsausweispapieren und Arbeiterlegiti- mationsiarten wird auch von den beiden Mecklenburg, sowie von Oldenburg, Bückeburg und Lippe-- Detmold eingeführt. ES darf angenommen werden, dass die schwebenden Berhandlungen mit den übrigen nord­deutschen Bundesstaaten zur gleichen Einigung führen.

Halle a. d. S., 31. Jan. Nach einer Entschliessung des Ministers soll den Bergleuten fiskalischer Bergwerke, die 35 Jahre alt und fünf Jahre in fis­kalischen Betrieben sind, in Zukunft jährlich eine Woche Urlaub bei Zahlung des vollen Schichtlohnes gewährt werden.

Au-lanS.

Paris, 31, Jan. Die Kammer stimmte heute einer neuen a l g e r i s ch e n A n l e i h e von 170 Millionen Francs zu, die znm Ausbau der Eisenbahnen, Strassen und Häfen in ber nordafrikanischen Monte dienen soll.

London, 31. Jan. DerStandard" meldet an5 Kal­kutta, dass nnttr ten Eingeborenen an der Grenze bei Pcshawar eine b e s o r g n i S e r r e g e n d e G a- cung ausgebrochen fei. In letzter Zeit wurden drei tleberfälle m nächster Nähe von Pcsi-awar ausgeführt. Die Ajr.diS überfielen Dörfer und plünderten, wobei ihnen wertvolle Beuie m die Hände siel. Bisher gelang es iveber, der UcbcUäter habhaft zu. weroen, noch die Umgebung zu beruhigen.

Petersburg, 30. Jan. Die Rede des F-reiherrn von Aehrenthal bildet andauernd das HonpUhrnna der Blätter. Die österreichische Ba l la n p o l i t i k wird scharf a n a e g r i f s e n , weil angeblich EifenbahnPläne hinter den Kulissen des Mürzsteger Vertrages arrangiert feien. Die Presse lässt nach einer von derPetersburger ^elegrapl-en-Agentur" an die Agenturen auj den Ball an verbreiteten Depesche keinen Zweiiel darüber, dass ihre Ur­teile mit den Ansichten leitender Kreise überein* stimmen.

Tanger, 31. Jan. Den letzten Meldungeii auö Marra­kesch zustuge hat Muley Hafid die Einwohner von Ntarrakesch inlt einer Steuer von 200ODO Piaster be legt. Er hat ferner die Inden gezwungen, den dritten Teil deS Wertes der von ihnen erbauten Häuser zu ent* richten. Ausserdem haben die Juden in Znknnit eine Grundsteuer zu zahlen.

Kapstadt, 31. Jan. Der Premierminister I a - meson ist von seinem Posten zurück getreten.

Melbourne, 31. Jan. Der Landesverteidi­gung S m i n i st e r legte dem DundeSsenat den Entwurf eines LandeSvcrteidigungSgesctzeS vor, das jeden männlichen Einwohner von 12 bis 18 Jahren m Hebung alS Kadett unb vom 18. bis znm 26. Jahre zur Hebung in der MUonalgarde verpflichtet; doch tollen uic obliga io rischen Hebungen zurückgestellt werden, bis cün genügenoe Zahl von Jnfirukienreu vorhanden ist, die znm Offiziersoienst geeignet sind. Die Lsjizierc ohne Patent sollen aus den gemeineu Soldaten rcl'riuiett werden. Plan chätzt, dass in acht Jahren 211000 Mann für den Kriegs* fall ausgebildet und bewaffnet sein werden.

ans Qefinu

N. B. Darmstadt, 31. Jan. Der Fiuunzaus - schuss der zweiten Kammer hat gestern und heute unter Vorsitz seines Präsidenten Abg. Reinhart seine EtatS- beratnngcn eifrig fortgesetzt. In der gestrigen Sitzung kam der Etat des I u st i z m i n i st e r i u m S zur Beratung, über den Abg. Dr. Gut fleisch referierte. Die heutige Be­ratung erfolgte gemeinsam mit Vertretern der Negierung, für die die Minister Gnauth und Brann, die Ministe­rialräte Dr. Best und Dr. Hs Inger, sowie für kurze Zeit auch Gehcimerat - seühul. h erschienen waren.

Der Ausschuss beschäsligle sich zuerst mit den dem Abg. Dr. Osann zum Bericht überwiesenen Kapiteln: Mini­sterium deS Innern, Zentralvcrwaltung (2329), die ohne Aenderung außenomnicn wurden; auch die Kap. 7687 desselben Referenten (Bergbau, Verkehr, 5)andel und Ge­werbe) wurden genehmigt, ebenso Kap. 124, 913 (welche die Forderungen für die Landesbaugcwcrkschule, daS Kur- fürstliche Schloss zu Mainz, die Zentralstelle für die Ge­werbe und Landesstalislik enthalten) sowie Kap. 1.28 (Kunst- st-rassenwesen) fanden Erledigung. Ohne Regierungsver­treter wurden dann noch die dem Abg. M o l t h a n znge- wieseucn Kapitel 98113 (Etat deS Finanzministeriums) erledigt. Die Gesamtforderung beträgt hierfür 2 491 142 Marl. Tie Weiterberatung des Etats erfolgt am nächsten DienStag.

Aus Darmstadt wird uns unterm 31. Januar ge­schrieben:

Der dritte (Beschwerde- und WahlPrüfungS-) Aus­schuss der zweiten Kummer beschäftigte sich heute in einer längeren Beratung mit der Angelegenhvit Müller-Piung- stadt gegen Nechtsanwalt unb Notar N ömheld in Giessen. Der Privatier Müller beschuldigt Herrn Nömheld, in einer für ihn ungünstig verlausenen Prozesssache im Jahre 1903 trotz sofort beglichener Kostenrechnung unnötigerweise Voll* ftreckungst'osien verursacht;,u haben, lvaS sich auch in zwei anderen Prozcsssachim in ähnlicher Weise luicbcdjolt habe. Müller führte in einer Vorstellung an die zweite Kammer Beschwerde und daS Jusiizministeruim schrieb auf Ersuchen um Aensserung zur Sache an den l'üisschusspräsidcnten u. a.: Beschwerdeführer will das Weib bereits am 14. Juli 1903 eingezahlt haben, während Rechtsanwalt R. behauptet, die Einzahlung fei erst am 18. Juli erfolgt.Welche von beiden Angaben richtig ist, lässt sich hier nicht entscheiden." Unb weiter:Wenn das richtig steht waS sich hier ebenfalls nicht beurteilen lässt bann liegt auch hier kein G r u n d z u r B e j ch werde vor." Durch diese beiden Wen­dungen fühlte sich Herr Nömheld beschwert, denn seine dienstliche Erklärung müsse schwerer iuieacr.als die durch nichts begründete Anschuldigung eines Querulanten." Es sei ihm unbegreiflich und unverständliu), wie das Mini- sterinm seiner dienstlichen Erklänmg in aller Oessentlich- Lcit ein solches Mißttauensvotnm cntgegenbringen könne. Schwer verietzLnd für ihn und für den gesamten Anwalt- stand fei, bass das Ministerium, anstatt sich nm weitere An,klamng und um Vorlage der Belege an ihn zu wenden, den Auftrag gab, sichinnler Umgehung feiner Person an sein Bankhaus zu wenden und bei der Post Erhebungen anzu- stellen usw. Der Petent ocantragl daher, die Kammer wolle seine Beschwerde als bcgrünoet anerkennen und ihn wegen der ihm widerfahrenen Kränkung in Schutz nehmen. Diese Beschwerde bildete nun in Verbindung mit der darauf erfolgten Regierungsantwort den Haupt- ßegciiftanb ber Erörterung. Der Ausschuss nahm die vom Minister näher erläuterte Neylerungserklärung entgegen und stellte sich aus den Standpunkt der Regierung, dass sie mit il/rem Bescheid an den Ausschuss korrekt gehandelt habe und die Hnterstellnng des Petenten als unbegründet zurückzuweisen sei. Lin endgültiger Beschluß in der Sache wurde jedoch bis zur nächsten Sitzung vertagt und Abg. Pennrich mit der Abladung des ch.tS betraut.

Die Errichtung von E i n h e i t ö s ch u l e n , Mädchen- Fortbildungsschulen und gemeinsame Er­ziehung beider Geschlechter fordert eine an die zweite Kammer gerichtete Eingabe deS Wormser Vereins sür Zranenslinimrecht.

Die Vorstellung der P f a u d m e i st e r bc3 Grossherzog- tnmS enthält die Bitte, dass den Psaiidmeistern ein jähr­liches Gebühren-Nclto-Einkommen von 1200 Mk. staatlich garantiert unb daS penfionSsähige Dlensteinkommen der Pfanbmcisler auf 3000 Mk. festgesetzt, sowie ihnen nach znrückgclegtem 12. Tienstjahr 200 Mk. penfionSsähige Zu­lage zugebilligt werbe.

Die Gemeinbe D i s ch o s S h e i in ersucht um die Errich­tung eines A m t S g c r i ch t S in der sogen. Maiuspitze unb will eS nach BischosSl-eirn gelegt haben.

Ans StaOt ictsO fianb.

Gienen, 1. Februar 1908.

Studentische Nntcrrichtsrurse für Arbeiter.

Am schwarzen Brett ber Uniuerfiläi lesen wir folgende Aufsorderilng: An die Studierenden der Univer­sität Giegen-: Im kommenden Soinmersemester foll i>cr Versuch gemacht werben, auch au unserer Universität studeutische U n l e r r i ch t s l u r s c für Arbeiter einznrichten, wie sie seit Jahren in verschlebenen ande­ren Städten mit wachsendein Erfolg abgessalten werden. Ich erbitte dazu die tätige Mitarbeit von Studierenden aller Fakultäten. DaS Unternehmen hat sich das Ziel ge­setzt, durch nnentgeltliche Lriciluitß von Unterricht zn- ilächst von Elementarunterricht in den Fächern Deutsch, Rechnen, (Geographie, Geschichte, Tier- uno Pilanzcnkunde, dem tief empsundeücn Bebürfiiis nuferer Arbeiterschaft nach den Grundlagen der Vilvuna entgegenztikommen. Neben dem praktischen Nn^cn für die Arbeiter »valtcl der Gedanke vor, ans eine Miloerung deS in unserer Zeit so stark ausgeprägten GegensadeS zwischen den verschiedenen Volksschichten hlnzuwirken. Die UnterrichtSlUrse sollen das Gefühl der sozialen Verpflichtung bei denjenigen erwecken und stärken, die dazu bcruicii sind, die geistigen Führer und Lehrer der Nation zu werden. Den Mitarbeitern kann entsprecl-end dem ganzen Charalter des Unlcrneljinend kc in Entgelt für den Unterricht geboten werben. Auch wirb die Trockenheit bc3 elementaren Unterrichtsstvijes manches persönliche Ovfcr crsorvern. Ick hoffe aber, oah die Erweiterung deS fozialen unb Psycholog «scheu Gejtchts- kreifes unb das Bewussiic.n iner nntzbringenden Wirksam­keit die Mitarbeiter reichlich enlsihädtgen wird. Besonoero pädagogische Kenntnisse und Fähigkeiten werden nicht vor­ausgesetzt. Ich bitte diejenigen Kommililonen, die Inter­esse an sozialer Arbeit haben, und im toniincnbcn Se­mester regelmässig einmal jede Woche abends von 8 bis 10 Uhr durch Erteilung von Unliwricht oder durch Bcaus- sichtigung ber Hebungen das Unter nehmen unlerstültcn wollen, sich bis zum 7. Februar bei mir zu melden.

Giessen, Januar 1908. Privatbvzeut Dr. Bogt.

Die Auisorderung zur Mitarbeilerschasi uulerslützen die Herren: Prof. Dr. Leist, Rektor. Geh. Hof rat Pros. aj-c. Behaghel, Exrekwr. Pros. Dr. Drews. Geh. Justizrat Prof. Dr. Schmidt. Pros. Dr. SenterL Pros. Dr. Kört e.

Anmeldungen nehme ich enlgegen DoiuierStags von 3 biS 6 Uhr in ber UniveriitulLbivliotb.k (E'cdciesck/oss, crite Tür rechts) unb an beit anderen Wvcl-eMagen (äusser MilUvvchS) zwischen 2 und %3 Uhr in nuiner Wohiiung, Weserslraße 3.

Mir erfahren dazu noch folgend.S: Die Organisation der Kurse erfolgt, der Platzfrage wegen und auS anderen Gründen, so trühzeitig, damit foiurt mit dein Beginn deS Sominericniesler- bic Kurse ihren Anfang nehmen können. ES sollen znintchst cini Ocr.djtei werben: zwei Kurse für Deutsch (Unterstufe; Rechi,chrei- bung, Obcrstnsc: Satzlehn, Hebungen inu Briefschrciben und Lesen einzelner Stücke), zwei Viurse für ßiMbncit (Hnlerstusc: Die vier GrnndrechnungSorlen; Oberslnfe: Bruck--, ZinS- und (öesellfchasts- rochuung), ein KnrS für Lufiiiibe ('.O uljchlanb) und ein KnrS für Naturkunde (Pslanzcnkunbe). C\r Hm erricht wirb so gerne üu< vcrsländlcki) erteilt, dich jedermann imstande ist, zu folgen, be- fonbiTJ K nnlnisfe weiden iiid)t vorauSuefetzt. Jede Behandlung voliliich.r und religöscr Fragen ist auSgeschlosstm. Arbeiter und ilnlerbcamle, die tcilncbmcii tvollen, werden gebeten, sich an der Bück-eranSgabe der Lesehalle (am SellerStor- am Sonntag, 2. Fcbr., 10 12 Hhc oder Dienstag, 4. ftebr., 6y39 Uhr ein­zufinden.

Tageskalender für Sonntag, 2. Februar: ©tabt») thcater: ÜiachmiltagS 81/, Uhr »Die Dricntrcije', abends 71/, Uhr »LnmpaeivagabundnS*.

Konzertverein: VlbcnbS 5^ Uhr in der neuen Aula: Liederabend von Dr. Ludwig Wlillner.

Anlagemufit um 11/, Uhr in der Süd-Anlage.

Konzert unferer Regimenlsiuusik um 41/, Uhr im' Neuen ©nalbau.

Kolosseum: Programmwechsel.

Kaifcrpanorama: Programmwechsel: Nordlandreise deS deutfchen Kaisers.

D. K. H. ber Dross Herzog begab sich heute vor») mittag von Darm stadt nach Frankfurt a. 'DL, um im Auftrag deö Verbandes der ftunflfreunbe in den Ländern f am Rhein eine Ausstellung Schweizer Künstler zu er-> öffnen.

* * Zum Tode deS Fürsten Gustav zu Erbach-i Schönberg. ImKleinen Saale" des Alten Palais ru Darmstadt zwischen Blumen und ausgefchtchteten Kränzen ist die Lcichc deS Fürsten, bekleidet mit der Uni­form des Grusshcwzoglich Hessischen Leibgarde-NegimentS Nr. llö, aufgebahrt. DaS bleiche Antlitz etlvaS nach rechts gewendet, die Hände übereinander gelegt, liegt er in jeinenv