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6.1 Mill. Mk. ausgewiesen.
um
Amtlicher Teil.
n
(06229
Grotzen-Linden, den 29. Juli 1908.
B28/,
— Im Anschluß an bie beiden Hauptversammlungen sand etn Festessen in der Union statt.
Müller'sche Badcanstalt.
Wasser wärme der Lahn 20 °R.
Den Arzt ragen und selbst prüfen!
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S. u. H. Bremen, 27. Juli.
6. Verbandstag der Rabattsparvereine Deutschlands.
In der Hauptversammlung des Verbandes der Rabattsparvereine Deutschlands gab der Vorsitzende des Vorstandes Nikolaus (Bremen) eine Uebersicht über den Stand der Rabatt- fparvercinsbewegung. Tie Bewegung habe sich in einer Weise :ntwickelt, daß sie zu den besten Säöffnungen berechtige. — Kaufmann (Waldheim i. Sa.) sprach sodann über die Skellung-
nns einsureidjen.
Zuschlagsfi'ist 3 Wochen.
Gießen, den 25. Juli 1908.
Städtisches Tiefbauamt.
Braubach.
Griginai-VrahtmeLSunsen.
R. B. Darmstadt, 29. Juli. Die Uebergabe der beiden Z i e r b r u u n e n aus dem Luise npl atz. erfolgte heute vormittag in Gegenwart des Großherzogs, der Minister Ewald und Braun, des Frhrn. v. Biegeleben, der Bürgermeister und Stadtverordneten. Tie Kosten dieser Brunnenanlagen belaufen sich auf 32 000 Mk.
Petersburg, 29. Juli. Tie Situation in Täbris hat sich bis auf ein starkes Geschützfeuer wenig verändert. Tie Konstitutionellen feuern aus 5, die Revolutionäre aus 3 Geschützen. Unerfahrene Kanoniere richten allerlei Unheil au. So platzte ein Schrapnell in der Nähe der Bureaus der kaiserlichen Banken und mehrerer europäischer Firmen. Deshalb herrscht im Fremden-Quartier große Befürchtunng. Die russisch-persische Schule wurde durch die Reiterei Rakhim Chans ausgeraubt.
Konstantinopel, 29. Juli. Trotzdem die Demonstrationen andauern, wurde bisher die Ruhe und Ordnung nicht gestört. Einiges Befremden erregt es, daß seit gestern mittag M i l i t ä r - P a t r o u i l l e u die Stabt durch- ziehen. Die hiesige Presse hat einen Klub gegründet.
Gerichtssaat.
— Da? Reichsgericht hat die Revision der Frau Privatoberförster Alwine Lewandowski, die am 29. Mai vorn Landgericht HI Berlin wegen schwerer Kuppelei, Erpressung imb Betrugs zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt worden war, verworfen. Ter Ehemann, der wegen Beihilfe und früher schon wegen Tötung des Leutnants von Schmidt verurteilt worden war, hatte keine Revision eingelegt.
— TaS Kriegsgericht Kiel verurteilte den Torpedo-Ober- maschinislenmaalen B e e r b a u m wegen Rekrutenmißhandlung zu 2'/, Jahren Gefängnis und Tegradalion.
Todes-Anzeige
Heute morgen 8l/2 Uhr starb nach schwerem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater 4586
Johannes Kreiling
im 76. Lebensjahre.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Gießen (Tiefenweg 9), den 29. Juli 1908.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 30. Juli, nachmittags 5 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt.
Friedrich Krupp A.-G. Ueber diese größte deutsche Jndustriegesellschast enthält der Essener General-Anzeiger u. a. solgende Angaben: Nach der Ausnahme vom 1. Januar 1908 betrug die Gesamtzahl her auf den Kruppschen Werken beschäftigten Personen einschließlich 6198 Beamte 63 084 (int April 1907 64 397 einschl. 5809 Beamte). Von diesen entfallen auf die Gußstahlf'abrik Essen mit den Schießplätzen 32 952 (35 538;. Die Friedrichs-Alfred-Hütte in Rheinhausen 5372 (4713), das Gru- sonwerk in Buckau 4336 (4582), die Germaniawerft in Kiel 3580 (3552), die Kohlenzechen 9447 (9273), die Mittelrheinischen Hütten- luertc 1108 (1139), Stahlwerk Annen 1002 (870), die Eisensteingruben 5171 (4730).
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Vermischtes.
* Unwetter. Man meldet aus Solingen: D<as der Rheinifck-Destfäliscl-en Elektrizitätsgesellschaft gehörige Bergische Elektrizitätswerk wurde infolge Blitzschlages eingeäfd^rt. Tas . Merk versorgte die gesamte bergische Industrie mit Strom. Er- , satz ist geplant durch das Elektrizitätswerk Berggeist in Köln. — In Sonneberg in Thüringen setzte ein schiverer Wolkenbruch die Straßen der Stadt mehrere Stunden unter Wasser. Im Thüringer Walde sind aus den Ernteseldern entsetzliche Verwüstungen angerichtet worden. Reihende Berggewässer drangen in die Häuser ein, in denen das Wasser bis zu einem Meter l-och stand. In Steinach wurden infolge Blitzschlages sw ei Wohnhäuser sowie eine Sägemühle in Brand gefitzt. Blitz und Hagelschlag richteten auch in vielen Ortschaften des Königreichs Sachsen großen Schaden an. — Tie Frau des Waldarbeiters Vogel und ihre Tochter wurden aus einer Wiese bei Hasselselde (Harz), ferner ein Soldat vom Bezirkskommando Neustetttn vom Blitz erschlagen. — lieber Unwetterkatastrophen in der Bukowina werden solgende Einzelheiten gemeldet: Bei Miznitz wurde eine 30 Meter lange starke Brücke zum Einsturz gebracht und deren Trümmer weggeschwemntt. Zahlreiches Vieh ist zu Grunde gegangen. In Klokutczka traf der Blitz eine Frau, die ein Kind aus dem Arme trug und tötete beide. Auch aus Repolokontz wird gemeldet, daß das Hochwasicr die dortige Brücke zerstört habe. In Czernowitz wurde die mit einem ztoftenaus- luanbc von 200000 Kronen errichtete Badeanlage von den Hochfluten demoliert und die Trümmer weggeführt. Das Hock-wasser steigt noch immer, da fortgesetzt Regen fällt. Es ist dies die zweite Hochwasserkatastrophe, von der Ezernowitz in diesem Monat heint- gesucht wirb. Viele Gebäude drohen einzustürzen. Ter Schaden ist ganz enorm. — In Hongkong hat ein Zyklon enormen Sck>aden angerichtet. Mehrere Tichunken sind gefunden, zahlreiche Chinesen umgetommen. — Wie ein Telegramm aus Kanwn meldet, ist der P a i s a g i e r d a m p s e r „Bingking" gestern gesunken, 12 Personen sind gerettet; etwa 300 werden vermißt.
* Opfer der Berge. Beim Edelweißsuchen ist im Zillertale der Maler Johann Hoffmann, im Vennatale der Tourist Folger abgestürzt und tot geblieben.
Kleine Tagcschronik.
Graf Friedrich WoUgcmg B a 11 c |t r c nt, ein Neffe des ehemaligen ReichSmgspräsidenlen, ist den schweren Verletzungen c r - legen, die er am Samsrag durch einen Sturz vom Pferde erlitten hatte.
Die Affäre des Perlenhalsbandes der Gräfin War- tensleben I/it eine neue überraschende Wendung genommen. Frau Steger, die der Gräfin das Perlen-Collier entwendete, ist aus der Haft entlassen worden. Frau Steger wurde durch die Kommsifare der Polizei einem zweiiachen Verhör unterzogen. Sie bleibt bei der Behauptung, daß sie die Perlen nicht habe stehlen, sondern mit ihrem Versteck der Gräfin, die sie schlecht behandelt hätte, nur einen Streich habe spielen wollen.
Tas Automobil eines Berliner Justizrats über fuhr nachts auf der Haller Straße den Tischlermeister Josof Hofier aus Hall, Vater von acht Kindern. Der Unglückliche wurde furchtbar verstümmelt; der Tod trat auf der Stelle ein.
Untersuchungen in der Angelegenheit des Obersteuer- renbanlcn Merke l in Wolfenbüttel, der sich während der Revision der Kasse und der Bücher int Dienstzimmer des Steuergcbäudes erschoß, haben ergeben, daß Merkel sich Veruntreuungen bis zu einer bis jetzt ermittelten Höhe von 48 000 Mark zu Schulden kommen ließ. Tie Ermittelungen werden noch fortgesetzt.
Auf der Jacht „Carja", die von Kiel nach Gothenburg mit einer Benzinladnng unterwegs ist, trug sich eine schwere Benzin- explosion zu, die zwei Schisfsleuten das Leben kostete, während der Kapitän, wenn er auch schwer verbrannt ist, gerettet wurde. Tas Unglück ereignete sich int Kattegat und hatte den Untergang : des Schisses zur Folge.
Nach dem Genuß von Tollkirschen erkrankten in Fle ch- . tors drei Kinder von hiesigen Familien. Zwei der Erkrankten , sind bereits gestorben; das dritte schwebt in Lebensgefahr.
In Germersheim stürzte auf einem nächtlichen Tienst- : ritt Oberleutnant Henrich vom Pferde und war sofort tot.
In Passau wurde der M ä d che n h ä n d l e r Kovatsch ver- । haftet, der ein 12jähriges Nürnberger Mädchen nach Budapest - unter dem Versprechen einer guten Stelle entführen wollte.
In T r i e st verhaftete die Polizei den Privatbeamten v. Fo- : drastsperg, einen ehemaligen Offizier. Er ist dringend ver- i tüchtig, die Ehansonettensängerin Lueie Fabry in feiner Woh- i nung ermordet, den Leichnam zerstückelt und einzelne Teile, - darunter den Kopf, ins Meer geworfen zu haben. Der Kopf - wurde von Fischern gefunden. Fodransperg leugnet die Tat. • Aus der ruh', Kreisstadt Taljen, welche, wie gemeldet, von \ einer Feuersbrunst heimgesucht wurde, zurückgekehrte Personen berichten, die Stadt bilde einen Trümmerhaufen. Tie Bevölkerung - die 8000 Köpfe zählt, leide große Not, hauptsächlich infolge Mangels an Brot. Ter Schaden bclanie sich auf 2 Millionen Rubel. Ein . Hilfskomitee hat sich organisiert. _________________
Danksagung
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sagen wir Allen auf diesem Wege herzlichen Dank.
Familie Schaum.
In Kudo w a stürzte bei einer Gondelpartie der 17 iübrige Gymnasiast Jmbach in den Teich uni» ertrank vor den Augen der Eltern und Geschwister.
Auf der Linie der Eanadian-Pacific-Eisenbahn entgleiste bei Trudeau ein Güterzug. Während man damit bcfchäitigt war, die Trümmer dieses Zuges wegiuschasfen, warteten auf dem Nebengleise drei Personenzüge Plötzlich kam noch ein vierter Zug ungefähren und fuhr auf den Hinteren Teil des dritten Zuges auf. Drei Personen wurden gelötet und süns verletzt
Nach einer telegraphischen Meldung aus ber mejifan. Stadt Gree nville ist dort ein scheußliches Verbrechen begangen worden. Mitten aus einem ösfentlick-m Platz wurde ein Mart er pfähl errichtet, an dem ein Neger festgebunden und bei lebendigem Leibe durch Anzündcn emes Holzstoßes verbrannt wurde. Diele hundert Personen ivohnten der fürckckerlichcn Szene bei.
handel.
Von der Berliner Börse. Bei Beginn der heutigen Börse l-errschtc Realisationsluft vor; die gestrige ziemlich starke Steigerung der Kürse verschiedener Montanwerte hat zu Gewinn- reahfationer Anregung gegeben. Im weiteren Verlaus des Geschäftes mackftc sich jedoch wieder mehr Festigkeit geltend, da die politischen Besürchtungen sich wieder einmal zu verziehen beginnen, die Erntemeldungen neuerdings wieder günstiger lauten und der Ultimoschluß eine große Geldflüsstgkeit zeigt. Tann aber zeigte sich wiederum am s)Jtontanmarfi stärkere Realisationsluit infolge des unbefriedigenden Hiberniaausweises. Trotzdem waren schließlich Bochumer um 1.10 Proz. hoher, Laurahütte um 0.70 Proz.. Phönix hielten sich auf 170.10, bis sie ganz zum Schluß auf 171 fliegen. Ter Privatdiskont schloß 25/s Proz.
Semestralausweise Deutscher Hypothekenbanken. Nach dem Status der Westdeutschen Bodenkreditanstalt in Köln a. Rh. vom 30. Juni d. Js. befanden sich im Umlauf 94 Mill. Ml. Hypothekenobligationen gegen 93.1 Mill. Mk. am 31. Dezember 1907. Zu Ende des ersten Semesters 1908 waren in das Hypothekenregister eingetragen 99.9 Mill. Mk. Hypotheken gegen 99.5 Mill. Mk. gegen Ende Dezember 1907. Bei der Hessischen Lairdes-Hypothekenbank A.-G. in Darmstadt befanden sich am 30. Juni 1908 68.6 Mill. Mk. Hypotheken- pfandbriefe gegen 63 Mill. Mk. am 31. Dezember des vergangenen Jahres in Umlaus. Der Umlauf der Kvmmunalobliga- tionen betrug 27.8 Mill. Mk. gegen 26.1 Mill. Mk. In das Hypothetenregister waren eingetragen 70.4 Mfil. Mk. gegen 64.1 Mill. Mk. Tie eingetragenen Kommunaldarlehensforderungen stellten lief, auf 28.7 Mill. Mk. gegen 27.4 Mill. Mk. Im ersten Halbjahr 1907 wurden bei dem Institut eine Steigerung des Cbligationenunilaufs um 8.1 Mfil. Mk. und eine solche des in das Hypothekenregister eingetragenen Hypothekenbestandes
Morgen Donnerstag trifft auf dem Brandplatze eine Sendung irische Heidelbeeren 06240) « Gurken ein. Ferber, Dienstmann.
ber Arbeitsstunden an Sonn- und Feiertagen den Ortsbehörden überläßt. Wünschenswert fei es, dahin zu wirken, daß der Schluß der Beschäftigungszeit an Sonn- und Feiertagen auf 2 Uhr nach- niiitags festgesetzt und auch die Gewerbebetriebe in das Gesetz embezogen würden. — Ein anderer Antrag fordert den Verband auf, dahin zu wirken, daß eine einheitliche Kaufzeit an Sonnigen von drei Stunden festgesetzt werde. — In der Debatte gingen die Meinungen sehr auseinander. Bei der Abstimmung wurde der erste Antrag mit großer Mehrheit angenommen, der zweite abgelehnt. — Bergmann (Berlin.,: Wenn Gras Posadowsky seinerzeit behauptete, daß die Sonntagsruhe dem Handelsgewerbe nicht geschadet habe, so beweisen die Tatsachen das Gegenteil. Der Mittelstand hat ungeheuer darunter gelitten uni) jede weitere Beschränkung der Sonntagsarbeit würde zu feinem Ruin führen. Bedauerlich fei es, daß die Handlungs- oehilsen das Interesse der Kaufleute nicht wahrnehmen. Wenn die Handlungsgehilfen hier noch weitergingen, so würden fie sich felbst ihre Existenz untergraben. Man muffe Rücksicht darauf nehmen, daß in erster Linie nicht die Interessen der Kaufleute und Handlungs- xehilfen, sondern der Konsumenten in Betracht kommen. Die Konsumenten verlangten aber ein Offenhalten der Läden an den Sonntagen bis nachmittags 2 Uhr. Um 6 Uhr früh morgens «laufe iriemand ein. Wenn man aus der Bahn des Entgegen- lommenö gegen die Sozialdemokratie so weitergleite, werde die Unverschämtheit der AUlssen ins Unendliche steigen. Damit chlossen die heutigen Verhandlungen.
Märkte.
fj K i r ch h a i n , 27. Juli. Aus dem heute hier abgehaltenen R i n d v i e h m a r k t slauden rund 350 Kühe, Rinder und Kälber zum Verkauf. Es herrschte ein flottes Geschäft. Dem Schweiue- mavft waren etwa 500 Ferkel und Lauser zugefahren. Erstere kosteten per Paar 24—26 Mk., Läufer 40—60 Mk., je nach Größe und Qualität.
Gießener Wetterdienst.
voraussichtliche Witterung für Hessen am Donnerstag den 30. Juli: Meist trüb, doch keine erheblichen Niederschläge. Etwas kühler. Nördliche Wmde.
I nähme des Verbandes gegen die Umgehung ber Detail Händler durch bie Fabrikanten. Viele Fabrikanten haben bereits einen direkten Berkaus an das Vublilum ungerichtet. Dies nehme immer mehr zu, so daß der Detail- Handel in vielen Sparten schon ausgeschaltet sei. Verschfidene Fa- «brifanten gehen sogar soweit, dem Detailhandel größere Ver- kausspreisc vorzuschreiben, als sie selbst bei ihrem direkten Verlaus an das Publikum in Anwendung bringe. Hier Helse nur gemeinsame Abwehr, da der Einzelne es nicht ausreichend tun Könne. Es sei bafrer bas einmütige Zusammenstehen aller in Lieser Frage nötig. Es wurde sodann solgende Resolution Angenommen: Der Verbandstag beschließt: Alle Verbandsvereine haben die Pflicht, Material über die Umgehung des Detailhandels I durch die Fabrikanten der Verbandsleitung baldmöglichst zur Kennt I nis zu bringen, die ihrerseits nötigenfalls dafür Sorge tragen I löirb, daß die Firma bekannt gegeben werde. Die Mitglieder s der Vcrbandsvereine sind zu verpflichten von einer gegen die Inte- ! reffen des Detailhandels verstoßenden Firma nicht mehr zu lausen.
- Kaufmann 58rernte (Gevelsberg) sprach sodann über die Abgrenzung des Tätigkeitsgebietes benachbarter Rabattsparvereine. Ls wurde ein Beschluß gefaßt, wonach vorkommenden Falles | Streitigleiten nicht durch die Vereine selbst, sondern durch Schicds- iprud) des Vorstandes beglichen werden sollen. — Ueber die I 8 er wen düng von Verwaltungsüberschüssen der Rabattsparvereine zu Igitationö- und gemeinnützigen Zwecken sprach Wetzlar (Hagen I i. 28.). Er verurteilte das System der Prämienrückvergütungen, ; [Damit man das Beispiel der Warenhäuser nachahme. — Stadt- -at Müller (Greiz) verurteilte ebensalls die Prämienrückvergü- iingen, da man damit in Schlesien schlechte Erfahrungen gemacht uabc. — Wrangel (Stettin) wandte sich ebenfalls gegen die>es SDftcni, weil man sich damit die Praktiken der Warenhäuser zu einen mache, die man sonst bekämpfe. — Rechtsanwalt öfter» Laub (Ulm) trat für eine weitere Ansammlung der Ueberschüsie unb ihre Verwendung im mittelständischen Interesse em. An )cr weiteren Debatte beteiligen sich Friedrich (Frankfurt a. M.) unb Findcisen (Bremen), worauf die Angelegenheit dem Vorhände zur weiteren Erledigung überwiesen wurde. — Der solgende Hunlt der Tagesordnung betraf die Stellungnahme des 3 cr banbc5 gegen bas von Fabrikanten bezw.
r o ß l) ä il d l e r ,i e i n g e f ü h r t e Z u g a b e w e s e n (Beipacken oon Zugaben, Gutscheinen, Bibliothelsmarken usw.). Fuchs (Er- jurt) unb Friedrich (Frankfurt a. M.) sprachen sich als Refe- renten lebhaft gegen das Zugabewesen aus. Es wurde schlietzlich ■olgenber Antrag angenommen: „Der Verbanb beschließt, bas lliiweseii des Beipackens von Zugaben, Gutscheinen usw. energisch m bekämpfen. Dasselbe ist ber Fall hinsichtlich bes Eindringens neuer Erwerbs-Rabattgesellschaften sowie ber Neuen Gesellschaft ber Bücherfreunde unb der Deutschen Allgemeinen Rabattgesellschaft, .1 tiiengefcllfdjaft in Magdeburg. Die Verbandsvercine haben den mlsprechenden Anweisungen der Verbandsleitung Folge zu leisten." 3n der Debatte wurde mitgeteilt, daß die Neue Gesellschaft der Bücherfreunde Bibliotheksmarken zum Beilegen ausgebe. Von ’iner Seite wurde angeregt, dem Schriftsteller Rudolf Presber als i Leiter der Gesellschaft entsprechende Vorstellungen zu machen. — Generalsekretär Beythin wandte sich gegen diesen Vorschlag. 1,0- mrch würde man nur Reklame für ihn machen, zumal hinter ihm Geldleute ständen, die sich niemals auf eine Beseitigung ihrer Rabattmarken einlassen würden. — Zum Schluß der heu- I tigen Verhandlung beschäftigte man sich mit der Vertrustung X* deutschen Petroleumhandels. Berichterstatter war Kaufmann Fritz Bulow (Essen-Ruhr). Der Verbandstag stimmte folgendem i -Antrag zu: Der Verbandsvorstand wolle die Verbandsvereine • tzmffvrdern, nach ihren Kräften dahin zu wirken, daß die Mit- -dieber des Verbandes schon jetzt ihre Verträge nut den Amen- tonent aurtünbigen, damit sie bei Einkauf von Petroleum freie Hand haben. — Zur Begründung des Antrags wurde daraus dingewiescn, daß die Amerikaner Monopolisierungsgelüste haben, und daß es deshalb notwendig sei, die österreichische und rumänische Petroleumindustrie zu unterstützen. — Für die Österreich. Gesellschaften war ein besonderer Vertreter aus Wien erschienen.
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Die Auslage bes 1 ’ 42000 gestiegen, ßit tunt bie Agitation jöi • Tie beutsche Tage-- ir als bisher von bei chrblatt gegen bie Am nt seit Dezember 190? ivirb in 140000 EM. Wen Einkaufs biuö bet Lcrbanb auch in f/e. Die palhmg bei innü&igcn 'Jlabatt|> sympathische ejettwüi ye früher mis tiw ngeii usw. gG tc- Zahlreiche GruMü ;en die von ber Rabattsparvereine ca? xn bezw. Erwerb-Ä- i)! eine der hauM- B. die Deutsche Lpn> zur Lebeutungsloißla: )ic Zentralstelle für fe rbänbe. Der rlampf du ist eine Lchärfe mtite, 'Angriffe bet MM- hen Ptefje mit W r innige ZufainrnenM; Konjurnveteinen ergibt ngehend begründete Er. ant war, zur Krv« . berzugeben. Dre ^ leinen eine cripruBlwr tubium ber W* .rporatives Mitgl cd v m AnsMch.m. Z rat, baß die eigene SW nztleinhandel Vorhand-
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Kelianntmachung.
Seit. : Rotlaufseuche.
Unter den Schweinebeständen des Otto Kammer zu Dellersheim, des Hch. Schmidt I. zu Hungcn und des Wilh. Schiel I. 5u Langsdorf ist Rotlaufseuche sestgestellt morden und 14tägigc Sperre verhängt.
8ctr. : Rotlauf zu Langsdorf. . _
Die unter dem Schweinebestand des Hch. Herl vi. zu Langsdorf ausgebrochene Rotlauffeuche ist erlolcheu und die Sperre aufgehoben.
Betr. : Rotlauf zu Ullendorf a. d. Lda.
Bei einem Schwein des Johs. K. Damm zu^AIlendor i a. d. Lda. ist Rotlaufseuche festgestellt worden, sperre ist verhängt.
Gießen, den 28. Juli 1908.
Großherzogliches Kreis amt Gießen.
I. 58.: Dr. Merck.
Vergebung von Pflasterarbeiten.
Die Pstasterarbeiten für die Neubefestigung der Henselftraße fOaCISieudtflo, den 4. 'August d. Js., vormittags 11 Mr, öffentlich vergeben werden. s<>v
Llrbeitsbeschreibuug und Bedingungen liegen wahreno oer Dienstsluudeu bei uns zur Einsicht offen. Angebote aur Jsororua, Ser daselbst erhältlich, find spätestens bis rum vorgenannten Ljett- Duntt verschlossen unb mit entsprechender Auftchrrft verleben, an
'KAFFEE' . MAG i


