|kr Trebern > hat neuerdings alle Ttivilegien der Universitäten, die während der Revolution cinqefübrt worbcii, roieocr aufgehoben Er hat u. a den Trcaucn die Beendigung ihrer 2lubi:n an den Universitäten verboten, die Autonomie dec Unweri'rtäten, und verschreoene den Studenten eingeräumtcn JrcihUlen beseitigt. Tie Folge hiervon ist eine große Erregung in bm akademischen Ureisen. In einer am Sonntag abgchgltenen B^rsammlung von Studenten .in Petersburg ivinve mit 2300 gegen 72 stimm i Lei 86 Stimmenthaltungen beschlossen, den allgemeinen l.iv.and der studierenden zu erklären, falls weitere Repressiv.».a^rcgeln der Regierung gegen die Studenten erfolgen sollten
Ein Bomben-und Wasfenlager in T , i l i s. In TifliS wurde neben einem Hauke ein großes nuteni ches X .-ntbcn- und Waffenlager entdeckt. Tie Zahl der gefundenen icrtigen Bomben betragt etwa hundert. Tas- Bcrst.ck 0<y untcrirou^n Lagers ist derart gewählt, daß der Zugang sich im J’.amiii ocs Hauses befand Hier führten zunächst siebzehn stufen hinab und dann ein sechs Meter langer Oiong in einen n :en gcvolbrrn vRaum, über dem eine Laube mit gußeisernen 'Pfosten crtid let war. Tie Pfosten waren hohl und dienten dazu, der unterirdischen Niederlage frische Luft zuzuführen.
Amerikanische K ri e a S tu ft s chi f fe. Tas Washing- tonet Marineamt beabsichtigt Luftschiffe zur Verwendung in der Kriegsmarine cinzusühren. Tie Anforderungen, die an diese Luftschiffe seitens Äer Marinebehordc gestellt werden, suid folgende: Tie Luftschiffe müssen eine Geschwindigkeit von mindestens 40 Meilen in der stunde haben bei einer ununterbrochenen Fahrt- dauer von 4 Stunden. Ihr Aktionskrcis muß sich auf etwa 200 Meilen ausdehnen. Tie Luftschiffe müssen so eingerichtet werden, daß eine Ladung an Bord von Kriegsschiffen, iiiind.'stcns aber auf dem Wasser erfolgen kann. Tas (Gewicht darf 350 Pfund nicht übersteigen und die schiffe müssen 2 Personen an Bord nehmen tonnen. Man sieht, in der Fixigkeit sind die Amerikaner dem alten Europa wieder einmal über.
Die italienische Antwort. Generalsekretär Bollati boot Ministerium des Aeußern überreichte gestern den divloma- tischen Bcrtretern Spaniens und Frankreichs tn Rom die Antwort- notc der italienischen Regierung auf deren Marokkonote. Tanach erkennt Italien die f r a n z o s i sch- spanische S't o t e inganzem Um fange an und heißt alle darin vorgebrachten Vorschläge gut. Italien erkennt auch die Forderung einer Entschädigung für die Polizeiaktion für angemessen und empfiehlt nur4> ic schwierige Lage HafidS zu berücksichtigen und die Au-, führung der Forderungen in diesen nicht zu überstürzen.
Ter bulgarisch-türkische Konflikt soll neuerdings Aussicht haben, friedlich beigelegt zu werden. Bulgarien soll keineSweg-Z die Absicht haben, seine llnabhängigkeit zu erklären. Ter Londoner bulgarische Gesandte, der von solchen Plänen ge- sprchen hatte, wird jetzt vn seiner Regierung deooSavouiert.
2lus Stadt und (and.
Gießen, 28. Sept. 1908.
Tic Ueberreichung der Meisterbriefe.
Reachdem die praktischen und theoretischen Meisterprüfungen in der Provinz Oberhessci» beendet noaren, fand gestern vormittag in dem einen feierlichen Eindruck machenden Festsale des Gcivcrbcljauscs die feierliche Ueberreichung der Meisterbriefe an die Iung- meister statt. MS Vertreter Dec Regierung waren Kreis omtmann Pfeiffer und Regierungsrat Tr. Welker, für den Ortsgelverbeverein Kommerzienrat .Heyligcnstacdt und für die Handwerkskammer Herr Petri II. erschienen. Oberbürgermeister Mecum und Rcgierungsrat ^toarf, die beide verhindert ivaren, ließen die besten Wünsche übermitteln. 9tach Begrüßung der Amvesendcn durch den Vorsitzenden der Mcisterprüfungskommission, Baumeister Traber, der mit ernsten Worten auf die Bedeutung der Prüfung, wie auf den Wert und die nötigen weiteren Erfordcrniffe für die Prüfung hinlvies, wurden die Kandidaten zu Meistern in ihren Handlverken gesprochen. Ter Regierungsvertreter, Kreisamtmann Pfeiffer, überbrachte im Namen des Ministerialrats Dr. Usingcr die besten Wünsche. Er machte in längerer Ansprache auf den Wert und die Wichtigieit des kleinen Befähigungsnachweises aufmerksam und versicherte, daß die Staatsregierung dem Handwerk gern und stets die Hand reichen würde zur Hebung des Standes auch in materieller Hinsicht. Kommerzienrat H c y l i g e n st a c d t betonte in seiner Ansprache, daß die Iungmeifter nicht aufhören sollten, immer weiter ztt lernen, mit dem heutigen Abschluß der Prüfung sei noch nicht alles geschehen, die Anforderungen des Lebens müßten ganze Männer finden. Stadtv. Petri beglückwünschte die neuen Meister namens der Handwerlskammer - als deren Vorstandsmitglied —, und ermahnte in herzlichen Worten, die den kollegialischcn Tvn nicht vermissen ließen, sie zum Zusammenschluß und Anschluß aii die Ortsgewervevereine und Fachvcreine, in denen jede Weiterbildung ihnen geboten sei. dtunmehr wui> den die Meisterbriefe unter Handschlag der Altmeister Kürschnermeistcr A. Kr e tz f ch m a r und Tachdeckcrmeister Ruckstuhl überreicht, worauf Iungmcister E. Berg in herzlichen Worten den Dank an die PrüfungSkommif,ion abstattcte. Mittags vereinigten sich die Iungmcister und ein Teil der Prüsungsmeister zu einem einfachen Mittagsmahl, bei dem ernste und launige Ansprachen nicht fehlten, und die Teilnehmer daS Arrangement des Ganzen nur loben konnten.
Folgende Iungmeifter bestanden die Meisterprüfung: Installateur Dionys Gemünd in Butzbach, Spengler Karl Köhler in Lauterbach, Elektromechaniker Karl Lüdke in Friedberg, Dachdecker Heinrich Meucr in. in Ortenberg, Dachdecker Nikolaus Götz in Ortcnberg, Dachdecker Wilhelm Orth in Nidda, Glaser Fritz Ring s hausen in Nidda, Glaser Ludwig Ewald in Nidda, Sattler Berthold Kühne in Gießen, Schuhmacher Karl Berg in Gießen, Schuhmacher Karl Frei Höfer in Alsfeld, Buchbinder Hugo Sann in Gießen, Maler Ehristoph Rühl tu Laubach, Kürschner Heinrich Schultheis in Gießen, Schmied Heinrich Ludw. Hock in Obcr-Roßbach, Schmied Heinrich Henkel in Freiensteinau, Schlosser Sallv Naumann in Nidda, Scnreiner Philipp M i ck e l in Treis a. d. Ld , Schreiner Heinrich H o r n in Gießen, Wagner Otto Emrich in Eichelsdvrf, Metzger Wilhelm Jung in Gießen, Metzger Heinrich Schwarz in Gießen, Metzger Heinrich Dörner ui Üauterbacü, Metzger Iolwnnes Höchst m Londorf, Metzger Karl Philipp Trescr in Büdingen, Bäcker Johann Deuker in Gießen, Backer Wilhelm Bäcker in ivießcn, Bäcker Karl Son»- in er in Gießen, Bäcker Otto Haak m Gießen, Maurer Hein räch Stcnglcr in Lich, Maurer Philipp Eise in Lid), Maurer Ions. Backer in Holthausen a. d »., Maurer Theodor Ba ch in Wallcrnhaufcn, Maurer Heinrich Michel in Ober-Ofleiden, Maurer Heinrich Kraft i^ c^wntcrs- krrchen, Maurer Wilhelm S t e u e r n a g e l in Bad-Nau- heim, Minimerer Friedrich P i ;t in Steinbach, Zimmerer .ldolf B o r r m a n n in Utphe.
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- Nationalliberaler Parteitag für Ober- h essen. Am Sonntag, 11. Oktober l. IS. stndct in Grün- berg etn nationallideralcr Parteitag für Ober- Hessen statt.
•• Titcloerlelhu >ig. S. ST. H. der Großherzog haben dein Lehrer an der Professor Philipp Schnudtfchcn
Akademie für Tonkunst zu Tarmstadt Martin K lass er t den Charakter als Musikdirektor erteilt.
"Verwaltungsdienst. S. ST. Ö. der Groß- Herz og haben den Vorstand des Polizeiamts Tarmstadt RegienmgSrat Tr. Herrn. Kratz zum KreiSrat des Kreises Dieburg ernannt.
— Ernannt wurden die ©efangemuätier an der Zellenstrafanstalt Butzbach Andreas Schmidt und Gg. Emrich zu Defangenauffehern an dieser Anstalt.
" Hof und Geschäftsleute. Auf Beranlassung der Großherzogin soll Mitte November im Residenz schloß zum Besten armer Lungenkranker und tuberkulöser Perioneii ein Berkau ssbazar ftatts inden und da s Hos- marschallamt hatte aus diesem Anlaß ersucht, die Waren -um Selbstkostenpreis zu liefert und dabei bemerkt: , Waren jeder Art werben beim Schloßinspektor angenommen." Selbstverständlich werden Spenden für den guten Zweck mit bestem Tank entgegengenommen." Ter Tarmsiadter Tetaillistenvcrein hatte sich gegen dieses Ersuchen nut einer Eingabe an die Großherzogin gewandt und daraufhin ist umgehend folgende Erklärung erfolgt: Auf ein gestern abend in Wolfsgarten eingetroffenes Gefuch des hiesigen Vereins der Tetaillii'ten an I. K. H. die Großherzogin, in welchem gebeten wird, von Heranziehung zu dem Brrkausstag am 14. November durch Abgabe von Waren zum Selvstkosten- preis abzusehen, hat I. K. H. diese Bitte sofort genehmigt. Auf allerhöchsten Befehl wird dies den Lieferanten hiermit zur Kenntnis gebracht, gez. Frhr. v. Leon- hardi. Frhr. v. Ungern-Sternverg. — Tic hiesige Kauf- mannfd art, die zum großen Teil im Detaillistenverein vertreten ist, bcab ichtigt in Zukunft auch gegen alle ähnlichen Veranstaltung-», die in den letzten Jahren einen die Geschäftswelt ja';.er schädigenden Umfang angenommen haben, energisch Freut zu machen. Zunächst wird der Verein sich gegen die Ortsgruppe des Allgemeinen deutschen Schulvereins wenden, der alljährlich durch seine bazarähnlichen Veranstaltungen die Kaufmannschaft zu bedeutenden Opfern heranzieht.
" Die studentischen Unterrichtskurse für Arbeiter und Unterbeamte veranstalten kommenden Mittwoch, 30. d. Mts., und Miltivoch, 14. Oktober, im Rechnen (Ober- und Untetfhife) abends von 8XIX bis 10 Uhr in dein UniversitatSgebaude je einen Ferienkurs.
Die Manöver dcS 16. Armeekorps sollen im nächsten Jahr in Oberheffen stattfinden und zwar im nördlichen Teile der Provinz in den Streifen Lauterbach, AlSseld und Schotten bis nach Gießen zu.
" Gustav Adolf-Verein. Am 20. September wurde zu Steinbach das IahreSfest des ZiveigoeremS gefeiert. Die Kirche und Umgebung waren aufs freundlichste geschmückt. Tcii HanptgotteSdienst versah Psarrcr Barth- Großen-Bnscck mit zündender Predigt. In dein anschließenden, voin Schristsührer verlesenen Jahresbericht konnte u. a. scstgestellt werden, daß im Berichtsjahr der hessische Haupt- ucrcin die größte bisherige Summe aufgebracht hat. Die Rachversainniliing, die ebenfalls in der Kirche statisand, gab den Pfarrern Hcp ding-Hausen unb Schnialtz - Beuern Gelegenheit, die Tätigkeit des Vereins auf einzelnen Gebieten in eingehender Weife der Feftgeineinde vor Augen zu führen. Die Festkollekte ergab 45,50 Mk.
"Freidenker-Vereinigung. Am vergangenen Freitag sand im Hotel Einhorn die General-Versammlung statt. Aus dem Jahresbericht ist zu entnehmen, daß im verflossenen Geschäftsjahr neun öffentliche Vortrage veranstaltet wurden. In diesen sprachen die Herren Prediger Klaukc Frankfurt a. M., K. Neurath-Mainz, C. W. Meyer-Altona, Pros. Dr. Kinkel-Gießen (dreimal), Frau Heur. Fürth-Frankfurt, Dr. G. Falter-Gießen, Dr. B. Wille-Friedrichshagen. Auch für den kommenden Winter sind wieder eine Reihe öffcntlitfycr Borträge in Aussicht genommen, deren erster am Samstag, 10. Oktober, ftatt- sinden wird. Herr Dr. Julius Cahn aus Frankfurt a..M., ein Vorstandsmitglied des dcutsd-en Freidcllkerbnndes, wird sprechen über das Thema: „Das Freidenkertum, seine Ziele und seine Gegner"'.
♦* S t a d t t h c a t c r. Auf zahlreiche Anfragen sei mitgeteilt, daß die E r ö f f n u n g s v o r st e l l u n g am Freitag im Abounemeut stattfindet. — Die Proben zu Schillers „Jungfrau von Orleans" sind seit Samstag im Gange und beschäftigen das gesamte Personal. Direktor Ste'uigoetter hat für eine gediegene Ausstattung Sorge getragen. Außer den Arbeiten, die von den Werkstätten dcS Stadtthcatcrs geliefert werden, sind neue Rüstungen, Waffen und Kostüme von den bekannten Berliner Firmen Berd) und Flothow sowie Eberhardt unb Siegmann geliefert worden. Für den 4. Akt, der den Krönungszug und die große Volksszene vor der Kathedrale in Rheims dar- stellt, wurde eine eigene Dekoration von der Firma Gruber u. Co. in Hamburg angefertigt. In diesem Atelier ist auch ein Teil der übrigen, so wirksamen Dekorationen unseres StadttheaterS hergeftellt worden. Durch zahlreiche offene Verwandlungen hofft die Regie, daS Stück gegen IO9/« Uhr zu Ende führen zu können.
** Die „Fünfziger" unternahmen gestern nachmittag eine Wagenfahn nach dem Dunsberg. Bei Wein und Lied, fow-ie dem nötigen Imbiß waren die Altersgenossen recht vergnügt, zumal ihnen bad Wetter günstig war und einen Aufenthalt im Freien gestattete Eine niii- ncnommcnc Musiktapctle sorgte jur bcii musikalischen Teil. Leider sand die schöne Feier aus der Heimfahrt burdj ein Mißgeschick einen betrübenden Ausgang. Tie Pferde des ersten Wagens scheuten beim Herannahen der Biebertal- bahn — in der Nähe des SchlackthoseS — wodurch der Wagenführer die Pferde nicht mehr in der Gewalt hatte und das Gefährt auf das Bahngleisc geriet. Bon diesem wurde es durch den heransahreuden Eifendahnzug den Abhang hinunter gedruckt. Einer der Insassen des Wagens erlitt einen Armbruch, die andern kamen inü dem Schrecken und einigen Hautabschürfungen davon. Während das eine Pferd sich auch nur Haiitverlctzungen zuzog, erlitt das andere io schwere Verletzungen, daß es alsbald abgeschlachtet werden mußte. Der W^igen wurde sehr stark beschädigt.
-f- Klein-Linden, 26. Sept. Trotz der reichen Obsternte würben bei ber gestrigen O b stv er st e ig er u n g der Gemeinbe gute Preise erzielt, so daß die Geineinbe etwa 9U0 2DIL eingenommen hat. Tie Preise sind burchschnilttich zwischen 5 unb 9 Mk. für den Zentner am Baum. Dagegen waren die Preise bei einer Privatoerftelgerung bedeutend Niedilger. Liniere Obstanlagen wurden vor etwa 20 Jahren vom früheren Bürgermeister Germer auf alten Kaltstelnbrüchen
I angelegt. Trotz ihrer Jugend sind die Lbftpstanziingen de. rcitS für die Semeinde eine gute Einnahmeauelle geworben, bie sich mit den Jahren >,och mehr steigern wirb.
A Lollar, 26. Sept. Heute nachwütag 5 Uhr fand durch Kreisfeuerwehrinspektor LooS von Gießen eine Besichtigung unserer sreiw. Feii erwehr nebst der bau erschienenen HilfSmanüschasten fPstichtseuenvehr) statt. Roch einer kurzen Begrüßung auf der sog. Festwiese, woselbst die Wehr mit sämtlichen Geräten Alifstellung genommen hau, wurde zu einem markierten Brandangrlff übergegangen. Qc. gleich ertönten die Alarmsignale. Ter Blitz hotte nfimi.* nach der angenommenen Brandidee in die Slirche eingeschlagen und daS Feuer ,var auf die benachbarte Hofreite übet- gesprungen. Tie Ausgabe der Feuenvehr war nun, d<; FeuerS s o rasch als möglich Herr zu werden unb seine Aur. dehnung zu verhindern. Rach Eintreffen auf der BrandüLtte wurde denn auch sofort eine sieberhofte Tätigkeit entwickel indem man dem Element von zwei Seiten zu Le.tr rückte. In ganz kurzer Zeck war alles so in Btwegu^, u; im Falle eines wirklichen BrandcS jede wertere Gefahr au;, geschlossen gewesen wäre. Auch der RettungSsack wurde m Tätigkeit gesetzt unb eine Anzahl Personen auS ben oder Stockwerken hernickerbesörbert. Nachdem daS Ganze |t: vollsten Zufriedenheit ausgefallen war, wurde zum Rückjuz geblasen. Tie gestrige Uebung hat (zur Beryhiaung Unserer Einwohnerschaft) gezeigt, baß, wenn im Falle eines Brande; die Feuerwehr nut ollen ihr zu Gebote stehenden Mitteln c:. decket, an ein größeres Unglück gar nicht zu denken ist.
□ Ruttershausen, 27. Eept. Ein Huhn, bol twr im Gewicht von 115 gr legt, besitzt der Landwirt Ludv - RöhrSheim von hier. — Glücklicher Hühnerbesitzer!
x— ©rüHingen, 26. Eept. Äm 2. Okiober 184? übernahm der 28jähr;ge Ehr. Leidig II. das R e chner- a m t der Gemeinde ©rünmgen. Später übertrug man ibe auch das ber hiesigen Slirche. Ta ber geistig fusche en) körperlich rüstige nun säst 69jährige Greis als Kirchenrechra: immer noch aktiv tätig ist, jo feiert er am 2. Oktober L F. daS äußerst seltene 60jährige Dienst-Jubiläuo-. Möge er, so lange seine Slrast hinreicht, in seinem Amte oer- bleiben, weil nur geistige Beschäftigung unb DeraniivoNungt- gefühl ihn befriedigen unb frisch z»i erhalten vermögen.
(:) Stcinbad), 26. Sept. Die Jagdergebnisse sind im laufenden Jahre recht unersreulidi. Hühner und Hasen sind sehr schwach vertreten. 2 -
tofrelemte hörte man sonst abends in bei T überall ben Lockruf' einzelner Rebhühner, bie ihre „xttie suchten, einen Laut, ben man heuer gar Auch die an den Wiesen herziehenben
Die gewöhnlich viel unter Hasensraß zu leiben haben, fiib fast unversehrt: d-t bciie <
Da bleibt für bie Jäger ivcnig zu tun, unb man steht nc daher aud) nur selten dem [roh werk obliegen. Es gilt, die schnarchen Wildbestände möglichst zu schonen.
X Lich, 27. Eept. Bei dem Verladen von Ruben an dem Licher Bahnhof, Strecke Gießen, ereignete sich em schwerer Unglücksfall. Der Arbeiter Fritz Böhm na-, auf dem hinteren Teil eines mit Rüben gefüllten 'Sagem, dessen Deichsel nach dem Bahngeleis zugewendet war. Tn dort gerade rangierende ©üterzug erfaßte die Deichsel, so bc; durch ben Anprall ber schwere Wagen inS Rollen (am, bet daraus flehende Mann herunter unter den Wagen kiel und überfahren wurde. Ter Verletzte erlitt hierbei einen Bnn- brach; er wurde inS SlrankenhauS gebracht. Wen bie Echvi: trifft, ist noch nicht feftgeftetlt.
= Lonborf, 27. Eept. Beim Abturnen bei Turnvereins am 27. September erhielten solgenbeTurner Preise: Erste Riege: Georg Straft 1., Start Appel 2, Heinr. Jäger 3. unb Älbolf Tinael 4. Preis. — Zweite Riege: Wckh. Stlapp 1., Jak. Megmer 2., Phil. Wagner 3. Heinr. Schnecker 3., Aonr. Schneckec 4., Theod. Thcil l». unb Heinr. Becker 6. Preis.
-s- Lang-GönS, 26. Eept. Am 1. Oktober feiert unser Straßenwärter P h. Schrnib t dahier sein 2 51äbr. Diensljubilüu in. Schmidt ist hier sehr beliebt, auch fern: Vorgesetzten schätzen ihn wegen seiner pflichttreuen Dlentlc sehr.
X Bad-Rauheim, 26. Sept. Ter Erbprinz ur.b die Erbprinzessin von Sachsen-Meiningen trafen zum Besuch der Faniilie Vanderbilt im ,Kaisel!;s?' heute ein.
0 Friedberg, 26. Sept. Energischen Widerspruch gegen den Großh. Fiskus erhob die ley« Sitzung der Stadtverordneten. Bei Anlegung des Grüne- buchs für Bad-Nauheim verweigert nämlich der Fiskur ben Eintrag, ber ben Bewohnern unserer Stabt auch fernerhin das Redck zugesteht, am Lubwigsbrunnen uneetgtlt* lich Sauerwasfer holen zu können. Tie Stabt erhebt hier« gegen Klage unb will burch öffentliche Aufforberung i 1 wei-material für bas Recht ihrer Bewohner sammeln. — Unser städtisches Bolksda hochherziger Spender mit einer bctraciühdicn Summe bfl Anlaß gab, ist im Rohbau vollendet. Auch sind die mäck tigen Maschinen und Dampfkessel bereits aufmonUcrt. 1 Eröffnung des Bades soll am 1. Mai statifinden. I Pläne sind von Architekt Meyer-Gießen entworfen. 7 - Baukosten betragen ca. 160 000 Mark. — Kreic fcucrwets' Inspektor HieroniinuS hat wegen hohen Alters fr-3 Amt niedergelegt, sein Nachfolger wurde Karl Mutter. - Ratsdiener Wagner, ein Veteran an- den Feld.u^r 1866 und 1870/71, ist im Alter von 65 Jahren gestorben
A Hartmanns ha in, 27. Eept. Gegenwärtig in unserer Gemarkung an der großen Fernjprech-Per- bindnng Berlin — Straßburg gearbeitet. Etwa >(upserdrähte werden an ben gut beseitigten Stangen an.n- bracht. Um bie schöne Straßcnallee bet Greben Ham mch« zu deschäbigen, ivucbe bie Heilung ein Elück WegS fr.u: der Straße an einem chauffierten Feldwege entlang geführt.
FC. Mainz, 26. Eept. TaS bischöfliche Tow- kapitel hat gegen den Redakteur unb Verleger bn .Mainzer Volkszeitung' wegen Beleidigung unb leumbnng des geistlichen RatS Engelhardt in Bingen Sirs'« an trag bei ber Staatsanwaltschaft gestellt. Tie .Volks- zeitung' hatte ein Flugblatt, daS von New-Park aus 'r Bingen verbreitet wurde, adgednickt, m bem gegta öen & lichen schwere Vorivürfe erhoben ivurben, die sich auf ein u» Jahre 1693 velfaßtcs Leftament beziehen.
x Atzbach, 27. Eept. Unter großer Beteiligung heute Liachmcktag ber hiesige Tumoercln fein Adtumea ad.


