Landwirt L»
Lahn- und Lhnital betraut worden. Außer etwa 300 Stämmen (beflügel aller Art sind
Seim M turnen »er erhielten folgendh g Kraft 1., Karl A^- igel 4. Preis. - Zci icßmer 2., W-W’ iccker 4., Thcod. 2:.-
Gerichtssaal.
Kassel, 27. Sept. TaS Kriegsgericht der 22. Division ver- urteilte den Leutnant A d a >n y vom 83. Infanterie-Regiment wegen Vergehens gegen § 17 5, begangen an Untergebenen, zu drei Monaten GriängmS und Verlust des OlstzierSpatenls.
ritte, eröffnet. Nach ihm sprach Geh. Ncg.-Nat Landrat von Negelein-Marburg. Tie kurhessische Landwirtsä-astSkammcr war durch Herrn Tr. Strecker vertreten. ES wurde mitgeteilt, daß der Verband jefct 17 Vereine mit 1200 Geflügel Züchtern zählt. Die nächste Ausstellung soll in Schmalkalden stattfinden. Bei der Prämiierung gelangten auch Staats- und Kämme § reise, sowie viele Ehrenpreise zur Verteilung.
vermischte».
* Der Ehrenhandel. giuiju^u oem Grafen ZepP elin und dem Major Groß, dem Kommandeur der LuMMMerab- teilung soll, wie uns berichtet wird, nur aus Vermutungen beruhen. Major Groß soll erklärt haben, dav ihm nichtdas geringste von einer Berstunmung zwi»ci>en chm und Zeppelin de- kanut sei. — Tatsache ist also nur, bau Zeppelin m Steriut mi- wZend ist, und daß er mit verschiedenen hervorragenden Personrtch- keitcn Konferenzen gehabt hat. <>.
Tie Eholerasrar istik in den lebten 24 Stunden weist eine Zunahme von 208 Erkrankten und uon_ a£Jr
r- . .vrankenbestand ist nickst angegeaen. seit ^gume ter ( .aiie sind 4945 Personen erkrankt, 18<4 gestorben uüd etwa 1_ J gesundet. — In Berlin sind die russische Sstratsratrn < ..golowsli dem Typbus und der Knabe Vans Mund den P o den erlegen. — Auf Manila breitet nch.dw C Hiera immer mehr aus. Ter Besuch des amcrikanischen Meuzer- geschwaters ist deshalb vertagt worden. . , .
* Ein unglaublicher Leichtsinn. Drciundacht,ig Soldaten eines rugischen Eisenbahn-Bataillons rouxten am tag mit ter transkaukasischen Eisenbahn von r5 i r u s a nach Aschabad gesandt. An einem Gefälle der Bahn wurde ter «Pagen, um eine größere Sckmcltigkeit zu erzielen, ab ge koppelt. -oei dem Versuche, an einer Kurve die Geschwindigkeit zu vertang- samen, versagte die Bremse und der Wagen sprang au5 dem uo leise. 19 Soldaten erlitten tätliche Verübungen.
* Das 22öjährigeJubiläum deutsche r E t n - toanderer in Amerika. Philadelphia rüstet sich zu
Geflügel aller Art sind zugleich auch Ziegen und Kaninchen, sowie Geflügelhöse und sonstige damit in Zusammenhang stehende Erzeugnisse ausgestellt. Kurz und gut, die ganze Veranstaltung lasst nichts zu wünschen übrig. Gestern mittag wurde die Aus ststlung durch den Verbands-Vorsißenden, Herrn Landgrebe-Alten
Reichsgcrichtsbricf.
Nachdruck verboten. 7. 8. L e i p z i g, September.
Die Sachverständigens rage in der Tierhalter-
Has t u n g.
Nicht selten ist bei Schadensersatstlagen aus Grund der Tier- halterhaslung die Hörung von Cachverständigeu geboten. Jede Partei hat hier daS Recht, Sachverständige in Vorschlag zu bringen oder Sachverständigen-Gutachten nach Belieben vorzulegen. Immer ist es jedoch Sache des Tatrichters, über diese Gutachten zu ver° lügen. Es sicht ihm hei, eins oder mehrere dieser Gutachten zu würdigen, diesen ober jenen Sachverständigen zu vernehmen oder mehrere zu hören, ohne daß eine Parier etwas daran ändern kann, falls sie nicht Mittel besitzt, die Persönlichkeit des betresfenden Sachverständigen anzusechten. Ebenso kann der Tatrichter auch alle Sachverständigengutachten ablehnen und aus Grund eigener Anschauung entscheiden.
Jin vorliegenden Falle war der Handelsmann I. in All- Reichenau infolge Durchgehens eines dem Handelsmamr N. in Oslroivo gehörigen Pscrdcgespannes zu Schaden gekommen. Er haste gegen N. Klage aus Rentenzahlung in Höhe von 431,25 Alt jährlich erhoben, intern er behauptete, in der Zeit vom l.Julr 1903 bis an sein Lebensende durch den erlittenen Unfall geschädigt zu sein.
Tas Landgericht Ostrowo hatte die Klage abgew lesen. Im selben Sinne ciitschied auch das Oberlandcsgericht Posen auf die Berufung des Klägers. Letzterer hatte bei dem Oberlandes- gcricht den Antrag cingebracht, außer dem einen bereits vernommenen Sachverständigen Dr. E. noch weitere Sachverständige zu vernehmen, rvas ter Bcrusungsrichter jedoch ablehnte. Auf Gruiid des einen Sachverständigengutachtens erachtete der Berusungs- richter für erwiesen, das; Kläger seit dem 1. Juli 1906 nicht mehr in seiner Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt ist. Er fügt bann noch den EntfcheidungSgründen feines Urteils bei : Kläger trage, falls er noch jetzt in seiner Eriverbslätigkeit beschränkt sei, daran selbst Schuld, weil er nicht rechtzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch genommen hätte. „ , . , , . en r >
Dieses Urteil yriff Kläger durch das Rechtsmittel der Revisions- Einlegung au, jedoch ohne Erfolg. Der 6. Zimlicnai teSReichLgerichts erkaniite auf Z u r ü ck w e i f u n g der R e v i f i o n , mb em er dazu erklärt, daß der Tatrichtcr nach § 404 der Zlvstprozevordmmg er- mächliat fei, sich ach die Worte eines einzigen Sachverständigen zu beschränken. Dadurch sc, aber die Klageabwe.sung schon gerecht- fertigt, wenn auch die andere (oben wicbergegebene) Deduktion des Lerufungsrichters nicht ganz bebenkeiifrei fei.
.pH Am 1. Oflobn ,dt dahier jein 25jch hier sehr beliebt, eui - :iner pflichttreuen Sept. Der Erbpmj- chsen-Meiniilg^ ' nderbilt im
Energischen^ , Fiskus erhob du- Bei Anlegung de- o- dgert nämlich der n “nietet oubtvigsbrunnt«
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Alle htestgen Vereine waren der an ne ergangenen Einladung gefolgt. Ter noch sehr junge Turnverein ist in steter Zunahme begriffen. Ec zählt bereits 80 Mitglieder mit 30 jugendlichen Turnern.
sj Marburg, 28. Sept. (Tel.) Ter Professor der Anatomie -Zum st ein .ist, 47 Jahre alt, gestorben.
W Frankfurt a. M., 28. Sept. Gestern Abend gegen 10 Uhr trafen mittels SoudcrzugeS, von Weimar kommend, 280 Mitglieder der Internationalen Presfe- oereinigung hier ein. Sie würben von dem Empfangs- auSschllssc deS hiesigen Journalisten- und Cchriftstclleroereins empfangen und zu ihren Hotels geleitet. Später folgte ein zwangloses Zusammensein im Cafö Buetose.
Landwirtschaft.
+ Büdingen, im Scpt. Für den hiesigen Obst- markt am 3. und 4. Lktober sind 128 Zentner Aepfcl und Birnen angemeldet und zwar folgende bewährte Sorten: Aepfel: Goldparmäne, Schoner von Boskoop, Goldrenette von Blenheim, Kanadarenette, Landsberger Renette, große Kasseler Renette, Ehampabnerrenette, gelber Mecklenburger, graue Herbstrenette, Boiken, gr. Schafsnasc, Bohnapfel' brauner Matapfcl; Birnen: Poiteau, Herzogin von s2üt- poulcmc, Liegelsbutterbirnen, Paswrenbirne, grüne Winter dirne. Es tverdcn Mengen von 30 bis 200 Pfund einzelner Sorten gebracht. Tic Berkaussprei c werden mit der Ausstellungsleitung geschätzt und festgesetzt und werden voraussichtlich der Marktlage entsprechend ganz niedrig. Kisten und Packmaterial zur vorfchriflsmäßigen Verpackung ist zur Stelle. Am Montag, 5. Oktober, wird sich eine Unterweisung im Verpacken anschließen. Es bietet sich eine sehr günstige Gelegenheit zum Einkauf, auch für auswärtige. Tie Tombola wird mit zahlreichen Lbstgewinnen ausgestattct sein. M u st e r von den Saatbaustellen der Landwir.schaitstammer und von dem Versuchsfeld Büdingen werden als Saatgut m a r k t und Muster von Kartoffeln, worunter besonders die bekannten Böhmschen Züchtungen, als Kartofselmarlt ausgestellt.
0 Kölbe b. Marburg, 27. Scpt. Taß die Geflügelzucht in Kurhessen gute Fortschritte gemacht hat, zeigt die gegenwärtig hier ftattfinbenbe 6. Wander-Ausstellung des Per> bau des der kurhessischen Geflügelzucht-Vereine. Mit der Einrichtung derselben war der Bäuerliche Rutzgeslügelzucht^Verein im
einer glänzenden Feier feines 22ä jährigen Bestehens. Die Tage vom 2. bis 6. Oktober werden durch prunkvolle Fest- züge und eine Reihe anderer festlicher Veranstaltungen geeiert werden. Für das Deutschtum bedeutet diese Feier gleichzeitig das 225 jährige Jubiläum deutscher Einwanderung in Amerika. Tenn fast zu derselben Zeit, in der Philadelphia erstand, landeten deutsche Mennonitcn aus >er Krefelder Gegend unter der Führung von Pastorius auf amerikanischem Boden und gründeten Germantown. Tieses Ereignisses wird während der Festwoche gebührend gedacht werden.
* Gin Soldat, der noch gegen Napoleon!, gekämpft hat. Gestorben ist, wie wir der „Allg. Fl. Ztg." entnehmen, im Moskauer Krönungsasyl ein Grenadier im Alter von 118 Jahren. Tiefer Mann, der Peter Pakotin hieß und bis zu seinem Tode noch die Uniform der russischen Grenadiere vom Jahre 1810 trug, war der noch einzig überlebende Zeuge aus der Zeit Napoleons I. Er stand in der Reihe der russischen Grenadiere, die gegen Napoleon I. kämpften, und hat den großen Brand von Moskau mit eigenen Augen gesehen. Er war ein Bauer aus dem Twerschen Gouvernement, der trotz seines hohen Alters von Krankheiten und Gebrechen des Körpers nicht geplagt wurde.
* Ein Eiffelturm in Newvork. In Newyork _beab- sichtigt man zum Zweck meteorologischer Leobacb.ungen einen Turm zu bauen, der den Pariser Eiffelturm an Höhe beinahe um das Doppelte überragen soll. Die vorläufig in Ausächt genommene Höhe tes TurmcS soll nämlich nicht weniger als siebenhundert Pieter betragen und der Ban wird die Kleinigkeit von 250 Millionen Dollars verschlingen. Tie Pläne sind nach den Ideen des Architekten £>; Scnish ausgearbeitet, der sich in den Vereinigten Staaten als Baumeister einer besonderen Wertschätzung erfreut. Der Turnt wirb massw aus Beton, Zement und Stahl hergestellt unb werben die Mauern unten in einer Stärke von nahezu brei Metern aufgesührt, tne sich aber nach oben zu an Stärke immer verringern unb an ter Spitze nur noch 30 Zentimeter Dicke besitzen. Tas Gesamtgewicht der Mauern wirb 203 000 Tonnen betragen, während die einzelnen Plattformen ter fünf Etagen 213 500 Tonnen wiegen werten. Dieses gigantische Bauwerk, bas in gewissem Sinne an die Torecsck^n Abbildungen des Turmes von Babel erinnert, soll in sieben Jahren fertiggestellt sein. Tie V>aulizenz ist bereits erteilt Ja ter ersten Etage wird eine Restauration unb ein Theater, das tausend Personen fassen soll, errichtet werden, in der zweiten Etage ein Warenhaus, in dem allerhand Artikel, besonders aber Sportartikel, zum Verkauf gelangen, und über die Einrichtung der übrigen Etagen, mit Ausnahme der letzten, die als meteorologische Station, dienen soll, sind sich die Erbauer noch nicht einig.
* Fein herausgezogen. Feldwebel (der mit Einjährigen gekneipt hat, tut, ais ob er zahlen wollte): „Ober, zahlen!" — Kellner: „Es ist bereits bezahlt!" — Feldwebel: „Ach so! Man wird immer vergeßlicher."
Kleine TageSchrorttk.
In Marseille erfolgte an Bord dcS Norddeutschen Lloyd bampfcTy „Preußen" eine Kesselexplosion, wodurch sechs Riatrosen verletzt wurden. Ter deutsche Generalkonsul leitete die Untersuchung. Tas Sck)lsf setzte seine Reise nach der Levante fort.
Ter Herzog der Abruzzen soll in den nächsten Tagen eine Reife nach Amerika antveten, um sich dort mit Miß Elkins zu vermählen.
Auf der Station Bogdany wurde der Warschauer Post- zug von 20 Bewaffneten Überfällen und mit einer Bombe beworfen. Ter Stations-Gendarm wurde erschossen, 4 Soldaten und der den Postwagen begleitende Gendar.n schwer verletzt.
Ter Hausarzt des Königs Alfons, Dr. Colleja, der dem internationalen Tuberkulose-Kongreß in Washington beiwohnte, hat sich bei einem Absturz von ter Straßenbahn erhebliche Verletzungen zugezvgen.
Eilt Zyklon verwüstete in ter Nacht vom Tonnerstag auf Freitag die Insel Guadaloupe in Westindien.
Handel.
" Jubiläum. A>n 1. Oktober feiert Herr Arthur Siebert, Mitglied deS Vorstandes der Frankilirter Niederlasfung der Mittel- b c u t f d) e n Kreditbank unb kgl. württeinb. Konsul, das Jubiläum seiner 25jährigen gefchäsilicheii Tätigkeit. Ter Jubilar, der als tüchtiger Fmanzmann gilt unb solide geschäftliche Prinzipien vcifolgt, erfreut sich auch feiner guten perjönlichen Eigenjchajten halber großer Beliebtheit und zu seinem Jubiläum werden ihm die besten Wünsche entgegengebracht.
Märkte.
ic. Frankfurt a. M., 2k. Sept. (Orig.-Tclegr. deö „Gieß Anz.") Llmtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Wetzen Alk. 20.25—21.50, Kurhesstscher All. 21.25—21.50, La Plata Plf. 23.75—24.50, Kansas Pit. 23.00—23.50, Roggen (hiesiger) Mk. 18.00—18.50 Gerste (Wetterauer) Pik. 21.50—22.00, Franken- iclbcr Alk. 21.50—22.25, Hafer 16.00—17.50, Mais Plf. 16.75—17.25. Weizenmehl Alk. 31.50—32.00, 00—00, 2. Qualität Mk. 30.50 bis Mk. 31.00, 3. Qualität Mk. 29.00—30.25, Roggenmeht o
Pik. 27.75—28.00,1.Qualität PIf. 26.75—27.00, Wetzenklete Alk. 10.25 bis Alk. 10.50, Roggenkleie Alk. 11.50—12.00, Mcnsteime Alk. 12.50 bis Alk. 12.75, Franken, Pfälzer, Ried Alk.00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier.
ic. Frankfurt a. M., 28. Sept. (Telegr. Qrig.-Bericht des „Gieß. 2luz.".) Amtliche Sistierungen der heutigen Piebmartt- vrcifc. Zinn Verkaufe standen: 385 Ochsen, 101 aus Oesterreich 29 Bullen, 0 ans Oesterreich, 8^6 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 348 Kälber, 353 Schafe und Hämmet, 188.« Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 0 Schaftämmcr. Bezahlt wurden für 100 Psund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 80—83 Alk., 2. Qualität 73—75 ' Mk-, 3. Qualität 60—65 Mk.; Bullen: 1. Qual. 66—68, 2. Qual. 62—64; Kühe 1. Qualität 74-76 Alk., 2. Qual. 66—67 Alk., 3. Qual. 54—56 Alk., 4. Qual. 00—00 Mk., 5'. Qual. 00—00 Alk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlachtgewicht : Kälber 1. Qualität 92 bis 95 Psg., Lebendgewicht 55—56 Psg., 2. Qnalilär 78—86 Psg., Lebendgewicht 46-51 Psg., Schlachtgeiv. 68—70 Pfg.; Schafe: 1. Qual. Schlachlgew. 80 bis 00 Pfg., 2. Qual. 65—70 Psg. Schweine: 1. Qual. 70—71 Pf., Lebendgewicht 55,5—00 Pf., 2. Qual. 68—69 Pf., Lebendgewicht 55,0—00 pfg., 3. Qual. 62—67 Pfg., Lebendgewicht 00 - 00 Pfg. Geschäft bet Hornvieh gut, kein Ucberftanb; bei Kleinvieh Kälber gedrückt. ______________________________________________________
wöchentl. Uedersicht der Todesfälle L ö.Stad! Sieben.
38. Woche. Vom 13. bis 19. September 1908.
Einwohnerzahl: angenommen zu 30 400 linkt. 1600 Mann Militär.) ^terblichkeitsziffer: 17,1 le/M,
nach Abzug von 5 Ortsfremden: 8,88 V«.
Kinder
ES starben an: Zusammen: Erwachsene: tm vom
1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr
Tuberkulose der
Lungen 1 (1)
Tuberkulose anderer
Organe 2 (1)
Eitervergiftung 1
Krämpfen 1
Nierenentzündung 2 (1)
Neubildungen 2 (2)
Skorbut 1___
Kl) - 2 (1)
- 1 —
- 1 —
2(1) - -
2(2) -
1 — —
Summa: 10 (5) 6 (4) 2 2 (1)
Anm.: Die tn Klammern gefetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle m der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Mctcorologisüre Beobachtungen
1908
26.-27
9
?
Windstärke
‘O
-O
5#
4
Weller
2”
9“
9.3
9.0
der Station ließen.
w sw
= 4- 15.9 ' C.
— -j- 9.9" C.
Höchste Temperatur am 26.-27. Septbr.
Regen
Klarer Hiinntel Nebel
70
95
99
Sept. joü
27.
28*
c
747.6 15.6
748.9, 10,6
751,7 6,7
Gicßcncr Wetterdienst.
voraussichtliche Witterung für Hessen am Dienstag den 29. September: -trüb und neblig, später Regenfällc, kühl. Lestliche, später westliche Winde.
Original« Dratytntcl£iiit5€ii.
Berlin, 28. Sept. Tie Morgenblätter melden aus London: Einer hiesigen Krankenpflegerin fielen durch Testament eines dankbaren Patienten 600 000 Mark zu für siebenjährige Pflege.
Sto n ft an 3, 27. Sept. Heute morgen 11',3 Uhr wurde hier im Konziliumssaalc die erste H a u p t v e r s a m m - l u n g der i n t e r n a t i o n a t c it Vereinigung zur Förderung der Schiffbarmachung des Rheins bis zum Bodensee eröffnet. Aus den Nachbarländern lagen zahlreiche Sympathiekundgebungen vor, ebenso von dem König von Württemberg, und dem Prinzen Ludwig von Bayern. Graf Zeppelin sandte ans Berlin ein Begrüßungsschreiben, in dem er der Versammlung guten Erfolg wünscht.
Paris, 28. Sept. Ter „Matin" meldet in anscheinend tendenziöser Absicht aus Casablanca: Infolge des neuesten Zwischenfalles sei die feindselige Stimmung zwischen Deutschen u n d Fr a n z 0 s c n im Zu n e hm c n begriffen und man befürchte weitere ernste Zwischenfälle. Die nichtdeutschen Deserteure bedauerten nunmehr ihr Verhalten und beschuldigten die deutschen Legionäre, sie zur Tesertion aufgcwiegelt zu haben.
Paris, 28. Sept. Ter frühere Gesandte de Villers erklärte im Hiublick auf den Zwischenfall voit Casablanca, die Regierung sei schlecht informiert gewesen, als sie nach Casablanca Truppen sandte, welche zum größten Teile aus Fremden zusammengesetzt waren und unter denen die Deutschen die Mehrheit bildeten.
Paris, 28. Scpt. Tcr Korrespondent tes Matin in Casablanca befragte den General d'Amade wegen ter deutschen Forderung auf Freilassung der verhafteten Deserteure. Der General antwortete: Wir befanden uns hier in einem militärisch besetzten Gebiet und im Kriegszustände. Tas Militar-Stwsgesetzvuch besagt, daß auf vorgerückten Poften gegen Teserteure geschossen werten dürfe. Wir Ijxbcit die Deserteure nur verijaftet unb damit nur ein Minimum deS uns zuftchenten Rechtes ausgcübt.
Paris, 28. Scpt. Nach Ansicht informierter Kreise wirft ter Zwischenfall von Casablanca verschiedene Fragen tes internationalen Rechtes auf unb dürfte Feine besonderen ernsten Folgen nach sich ziehen. Tie Regierung hat bereits von General d'Aninde einen genauen Bericht verlangt, der mit dem dcutschci' verglichen inerten soll, bevor weitere Entschlüsse gefaßt werden.
Paris, L8. Sept. Ter Malin meldet aus Casablanca: Trei Deserteure waren Deutsche. Unter den anderen befanden iid) je ein Russe, ein Ceftmxicter und ein Schweizer. Ter deutsche KonsulatS-Sekretar erklärte tent Korrespondenten^ des Matin, das deutsche Konsulat habe den deutschen Untertanen Schutz angedeihen lassen inüssen. Man befinde sich auf fremdem Gebiet und habe lediglich pflichtgemäß gehandelt.
Madrid, 28. Sept. Ter Cxminister Vtllauueva veröffentlicht aufsehenerregende Enthüllungen über d i e V e r n a ch 1 ä s s t g u n g der spanischen Interessen an der Küste von Marokko sowie über die gleichzeitige Protektion der Franzosen, deren Einfluß immer mehr wachse, durch die spanische Negierung selbst. Unter anderem habe der spanische Kriegsminister unrechtmäßigerweise einer franzöjischen Gesellschaft innerhalb des Festungs-Rayons von Melilla zum Bau von Werkstätten und Lagerräumen, die durch ihre H>öhe sogar die Befestigungen überragen, die Konzession erteilt.
Casablanca, 28. Scpt. Gestern begab sich der deutsche Konsul nach dem französischen Konsulat unb verlangte die Auslieferung b er verhafteten De - serteure. Der französische Konsul erklärte, daß er die Forderung der französischen Militär - Behörde unterbreiten werde.
Fricrh und npqund erhält man den Körper durch den r rlSCn unu gesunu reichen Gebrauch der von Professoren und Aerzten als beste Toilette- und Gesundheitsseife emvsohlenc lUnrrbolinfeiie; sie allein enthält den cosmet. Bestandteil „Myrr Holm" mit hervorragend belebenden, und eonservierend. Eigenschaften
Sängerkranz.
Montag den 28. ds. Mts. Beginn der regelmäßig Montags und Donnerstags stattfindenden
Singstunden
im Vereinslokal Cafv Ebel. [vM/e
8 Uhr: Damen. 9 Uhr: Herren.
Stein/s Garten ■ Giessen
Mittwoch, 30. Sept. u. Donnerstag. 1. Okt-, abends 8 Uhr Wissenschaftl-psychologischer Experimental-Vortrag
von J. W. Ixnot.
ÄuNNerge wöhnlichc Demonstrationen der Willen*- beeinfluMMung ohne Anwendung der hypnotischen
„ , SuKffCMtion (08141
an vollkommen wachen penonen und ohne Aufhebung des Bewußtseins.
Willensbeeinflussung durch das Grammophon, das die von Herrn Jgnot aus eine Platte gesprochenen Worte wieöcrgibt.
Suggestion durch Musik u. Gesang
L Platz 1.50 Mk., 2. Platz 1.00 Mk., Galerie 60 Psg. ö


