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Aus Darmstadt wirf) uns unterm 21. Oki. geschrieben: Das Hoftheater brachte heute abend erfreulichenveise eine Urnuifütoung heraus, das Schaustzel „Die Pfarrers n", von r)üc!>. Fe kling er, einem, als Rechtsanwalt in Bcr.m lebenden BühnensÄristsKllcr. Das neue Werk zeigt in glüülrcher Cha- caftcr jtit beit seelischen Konflikt einer jungen Pfarrersgattin. Pfarrer Ernst hat die Abgränoe des gesellsa>as.liä/en K.'.'ens der Residenz im veuie seines zukünftigen Schwiegervaters xmuen gelernt und nach Vermählung mit dec jungen, als moderne Weltdame erzogenen Gattm eine entlegene Dorfpfarrei übernommen. Er geht ganz in seinem seelsorgerischen Anttr auf, doch ictnc „Jt,a ' Cann sich in das Dorfleben nicht hincinftndOl. Da kommt der
der Reichskanzler, die Gcneralseldmarscl)alle, die Generalobersten, die Ritter des Schwarzen Adlerordens, die aktiven Generale, Admirale, Hausrninistcr, die aktiven StaatSmmister, Staatssekretäre und die Präsidenten der drei Parlamente, in der Trap d'Or-Kammer die Damen der Umgebungen und in der Roten Adler-Kammer der Hof der Kaucrin. Im Nittersaale wurde die Prinrejsin-Braut von der Kaiserin und den höchsten
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ehle aune unb farbige impfe Preisen lle-w 0 an.
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Handlung eingefiltzt. Tas ©tüd war i mit großem Fleiß einstudiert und er-
boitiaen Slaaisiepiernng und bem Üanbtag angenoinmen worden; ein würlieindergischer Beaustragler, Amtmann 4.r. Hausrn'nnn, wi'd demnächst hier einlresfen, um die westfälischen Einrichtungen gründlich aii studieren und dann in feinem pennattande baupt- beruflirf) dastir tätig zu fein. Pormittaas hatten die auswärtigen Herren die Anstalisanlicdelung Eckarlsheun in bet oeime, Arbeite r- tolonie Wilbelnwdori, Trinkeraiyle u. f. w., bestchNgt. wefpeist wurde abends im Hotel BeremsbauS; die meisten Herren blieben noch hier und besichtigten am Samstag vormittag die Hcrvenfe zur Heimat und die Wanderarbeitsslätle an der Bahnhoiftraße, and) den 2lrbeusuachiveiS in der Zumnerstiatze und alsdann die Anstalten in Gadderballm, welche ja auch viele Kranke aus der Provinz Hessen-Nas,au beherbergen.
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I Onkel Konsistorinlrat plötzlich mit dem Plane, den Plärrer als Professor am Elisabethftift wieder in oic Residenz zuruckzusühren. Die junge, lebenslustige Pfarrerin jubelt laut auf, der Gatte aber lehnt den Vorschlag kühl und sck)arf mit Gründen der Moral ab. Rach stürmischen Familienszenen und tiefen Seelenaualen fieat in der jungen Frau die kommende Mutterpflicht und Gatten- liebe gegenüber dem verlockenden Grvßstabtleben. Die Hauptpersonen sind psychologisch treffend gezeichnet und gcid)iat der nidjt sonderlich beengten """
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Die Aussteuer der Prinzessin Alexandra Viktoria.
Die Anfertigung der Aussteuer der Braut des Prinzen August Wilhelm, der Prinzessin Alexandra Viktoria von Schleswig-Holstein, hat fast ein halbes Jahr in Anspruch genommen. Erfreulich ist c5, hierbei fcstzustcllen, daß Haupt- sächlich deutsche Firmen in Anspruch genommen wurden, und dies nicht zuletzt auf Anraten der ^onprinzessin, die bei ihrer Aussteuer nur beschränkt der deutschen Industrie den Vorzug einräumte, aber schließlich doch zu der Ueberzeugung gekommen ist, daß unsere heimische Industrie gut mit der des Auslandes zu Wettstreiten imstande ist. Auch in vor- liegendeni Falle lvar es wieder die Kaiserin, die ihrer zukünftigen Schwiegertochter ratend zur Seite stand. Verschiedene Staatsroben verdanken ihre Anfertigung ihrem Vorschlag. Dem ganzen Wesen der Braut entsprechend, ist die Ausstattung nicht übermäßig prunkend. Eine besondere Vorliebe hat die Prinzessin für das Weißzeug; die Anschaffungen hierin belaufen sich auf eine namhafte Summe, die im Vergleich zu dem für die Kleidung ausgeworsencn Betrag recht groß ist. Außer dem Hochzeitskleid, besten Anfertigung infolge der zahlreichen Handstickereien die geübtesten Arbeiterinnen während einiger Monate beschäftigt hat, findet man meist eine lichte Grundfarbe, die sie sehr liebt, und die meist auf einen grauen Grundton gestimmt ist. Die Prinzessin ist eine Anhängerin des Tuch Herdes, das in den verschiedensten Arten angefertigt wurde. Im großen und ganzen ist der Schnitt einfach, auch die Besätze sind lediglich durch Spitzen, die in d-er Aussteuer überhaupt eine große Rolle spielen, und von denen die Braut manches wertvolle Erbstück besitzt, zum Ausdruck gekommen. Bluie und Rock dürfen nur von gleicher Farbe |cin, während die Kronprinzessin in diesem Falle gerade entgegengesetzter Metniing ist. Einen großen Platz haben auch Federn und Pelzwert gefunden. So ist die Prinzessin eine Freunmn heller Straußenfedern und Reiher, die ihr sehr gut zu Gesicht stehen und auf keinem Hute fehlen dürfen. Während die Kaiserin z. B. für den Pelzumhang viel übrig hat, was schon daraus hervorgeht, daß der Kaiser von der
Außerhalb des Brandenburger Tores empfingen der Gouverneur der Stadt Berlin, der Stadtkommandant und der Polizeipräsident die Prinzessinbraut. Als die Prinzessin unter den Klängen des von Postillonen gespielten „Wir winden Dir den Jungsernkranz" inS Tor cinfuhr, wurden im Lustgarten dreimal 24 Kanonenschüsse abgegeben. Dann läuteten die Domglockcn. Auf dem Pariser Platz begrüßte der Oberbürgermeister die Prinzessin mit folgender Anspradw: m.Tf
„Durchlauchtigste Hoheit! Eure Hoheit wollen den Will- kommengruß der Haupt- und Residenzstadt Berlin gnaoigst entgegennehmcn. Dieser Gruß kommt aus treuem, aufrichtigem Herzen. Die Bürgerschaft unserer Stabt ststf ich in den weitesten Kreisen bewußt, wie seit und eng ihr Gcfchick nnt dem des Fürstenhauses der Hohenzollern seit nahezu fünf Jahrhunderten in Freud und Leid verbunden ist. Sie weiß aus der Vergangenheit unb Gegenwart, was sie dem anregenden und fördernden Walten edeler fürstlicher Frauen zu danken hat, sie ist daher beim Eintritt Eurer Hoheit in unser Furstenl>auS in herzlichster Anteilnahme lebhaft bewegt von innigen Wünschen und frohen Hoffnungen. Der Bund, den Eure Hoheit am morgigen Tage, dem Geburtstage Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin, für das Leben schließen werden, ist gegründet aus persönlicl)«, innige Zuneigung und herzliche Liebe. Möge diesem Bunde allezeit in reichstem Maße das hohe Ulua beschieden sein, das echte, treue Liebe den Menschenherzcn zu bereiten vermag! Eurer Hoheit Einzug in diese unicre Stadt segne Gott!"
Die Prinzessin erwiderte, sie wisse, daß man sich in Berlin wohlsühlen könne, und hoffe, hier bald heimisch zu sem. Alsdann bewegte sich der prächtige Zug iimerhalb der fefttich geschmückten Lludenpromenade unter dem Jubel der Bevölkerung dem Schlosse zu. Vom Schloß Bellevue bis zum ^-eughaus bildeten Jnnungell, Kriegervereine, die Stndentenschast und der Schützenbund Spalier. Aus bent Pariser Platze hatte der Verein der Schleswig-Holsteiner Ausstellung genommen. Vor dem Brandenburger Tor standen die Kadetten der Hauptkadcttenanstalt Groß-Lichterfelde. Die Feststrahe war mit Blumen und Fahnen in deutschen unb schleSwig-holfieinischeii Farben, Bekränzungen und Wettersesten Jlluminattoiisballons reich geschmückt. Auf dem inneren Schloßhose stand aI5 Ehrenwache die Leibkompagiile unter dem Kommando des Prinzen Eitel Friedrich; die Prinzen Oskar und Joachim waren eingetreten. Als der Staatswagen hielt, geleitete der Kronprinz die hohe Braut, Prinz August Wilhelm die Kronprinzessin zum Schweizersaale. Sier wurde die Prinzessinbraui vom Kaiser und den Prinzesimnen empfangen und durch die Prunkräume geleitet. In der ersten Paradevorkammer erwarteten den Zug die Generaladjutanten, Generale, Admirale ä la suite, die Flügcladjutanten unb her geheime Kabinettsrat, in der zweiten Paradevorkammcr die prinzlichen Hofstaaten und die Gefolge der höchsten Gäste, im KönigsZim'.ner
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Wanderarbeitsstättengesttz.
Am Freitag, den 16. Oklober, nachninlags 4 Uhr, land im Konlcrcnzzunmer der Bieleielder Serbexge zur Heimat auf Wun d) bcS Herrn Landeshauptmanns Fi tun. von Riedeiel ui Haffel Mio des CbcrpiöfiDiolvotcö Mauve daselbst, sowie deS GefchaUsiuhrerS des Hessin-Nassauischen PcipslegungsNalions-Verbanbes -anbrais von Giöniug aus Gelnhaufc.i eine Koisierenz zur Beratung vei- [diiebcncr Ewzelsiagen der Fürsorge üit arbcitölofe blinderer statt, die mit der vorn Komnnniallandlag deS Bez.Kassel bereits befchlossencn unb auch für Westfalen durch Beschluß des ProvniziallandiagS in Angriff genommenen AuS'ührnng deS WanderarbettSstaitengesitzes voiii 29. Juni 1907 znsaniinenhängcii. An den Bexhandtiingeii nahm u. a. auch Provinzialdireklor Geh. Rat Dr. B i d e r l ans Gießen leil. In emci iünfslündigen Verhandlung wurden nach der »Wests. Ztg/ mBiclesilb die prcsiuichen und rechtlichen dragen der Sleiiiovnning der Wanöcvnvbeu-<|läitcn linier Anwendung des neuen Gesetzes eingehend eröriert. In dem uibuflxtenrinen < ezixk Kassel mit nur einer großen Stadt glaubt man mit lieben Arbeus» n nlcn oder kleinen Ardeilerkolonien (in Kaßel, JJlavburg, d)- wege, Bedra, Fulda, Hanau und Rinteln — dies zum meflialischen Verkehrsdercich gehörend) atiskommen und das Wandern oiirci) Eisenbahnfähren ersetzen zu können. Gegen dieien Plan wurden fiattc Bedenken geäußert, wie denn auch der Helfen - Jinffaui d)c HerderaSverdand dagegen Stellung genommen hat: dieses epllcm sc, nicht naturgemäß, nicht prcxftud) und ziveckinäßig; man töunc dcxs „Wandern- nicht beteiligen unb die freie Bewegung und Selbstbe'iimmimg der arbeitsuchenden Wanderer nicht m diesem Grade cinsdiränken. Tas Wandern würde in ben Ziveldxilteileii des Bezuks 5iasfel, die ohne Fürfoige-Einrichtungen blieben reines- wegs ouiliörcn, unb die milteUoscii Wanderer ivürden wieder zum Fechten", die Einwohner zum prü'lmgslofen „Geben' flcnohgi lein. Tie wesUalischen Vertreter waren darüber einig, daß das vom Deutschen HerbergSverem und Gefamwerband Deutscher Ber- pflegungsfifiiionen (Wanderarbe'tsstälten) vor 20 Jahren angenommene wcsl'ätische System in der Hauptsache beizubehalten fei: also znsammeiihängende Reihe von Arbeitsnachweis-, "Arbeils- und Berpftegmigsstälteii an den HauplverkehrSftragen-; vormutaaS arbeiten und nachmittags wandern; Elienvahilveior- derimg nur ausnahmsweise zur schnelleren Erreichimg einer pafienoen entserntenArbeitsstelle, cmerArbeiterkolome, emesKranken- uaiifeS unb bei zu weiten Abständen zwischen zwei Staiionsoitcii. Tics System ist neuerdings z. B. glich siir Württemberg von der
Gästen begrüßt. t
Zur Vollziehung der Ehepakten begaben sich das Kaiserpaar, die Eltern btr Braut und der Großherzog von Oldenburg als Chef des HauseS Glücksburg, das Brautpaar, ferner Cbcrfttämmcrcr Fürst zu Solrns-Barutb der als Hausimnister fungierende Graf zu Eulenburg, der Gesandte Tr. v. Eucken- Addenhausen, der Hofches Frhr. v. d. Recke und der Vortragende Rat im Ministerium des tonighd)en Dauses, Keil nach dem Kürsürstenzinuner. Nach ber Vollziehung der Ehepakten geleitete das Kaiserpaar die Braut nach deren Gemächern.
Um 6y2 Uhr sand Familicntafel im Eli,abethsaale statt, um 3 Uhr Fcstvorstcllimg im Opernhause. M
Die „Nordd. Allg. Ztg." bringt anläßlich des 50 Geburtstages der Kaiserin einen Artikel, in welchem ne, auf die glcid)- zeitige Bermäblung des Ppinzen Augilft Wilyelm hinwelfeud, sagt: In der Verbindung beider Festlichkeiten koÄmt von neuem beredt zum Ausdruck, wie tief vom Geiste de- reinsten Familien glückcs, als bellen erhabene Hüterin Ihre Maiestat waltet, unser Herrsd>erhaus erfüllt ist. Das Blatt zitiert dann bas Jort des Kaisers von 1890: „Das Banb, das mich mit Schleswig- Holstein verbindet, ist der Edelstein, der . an meiner Seite qlänzt", und sagt, gleidtfam eine Familie rm weiteren Sinne sei Ihrer Maiestät die ganze Natron, deren Wohl ^nd Wehe der Kaiserin am Herzen liegt wie das des eigenen Hauses. Der Artikel sdsticßt mit innigen Segenswünschen jur die staiierin und das junge Paar. _________
— Die einträgliche »Lustige Witwe". Die Operette Tie lustige Witwe", Sie im Neuen Amsterdamer Theater in New- Bork 421 Rial hintereinander gegeben worden ist, hat der Theaterkasse 812 000 ToUacs eingebracht unb wurde von nahezu 7O0 000 Personen besucht. Ta das Stück noch von einer Aweilen Operetten- aescUschait in Amerika ansgesührt wirb, so wird Die Gesamt - Einnahme aus den VorsteUnngeil auf 4 Millionen Dollars geschätzt.
— Kleine E h r o u i t aus K u n st und Wissenschaft. 3fabora ® unfan, die berühmte Barsußtänzerin, beabsichtigt, mit ihrer Tanzfchule im XZaufc des nächsten Sommers nach T a r m st a d i überzusiedeln und die Schule gleidizeitig zu erweitern. Schon am Samstag findet die erste Beratung statt, in der über Anlage unb Ausgestaltung der Schule verhandelt wird. — G. Wieds Satyrspiel 2x2=6 wurde von der Kritik in Straßburg ziemlich einmütig abgelehM. Auch nut Webe- kiuds »Frühlings Erwache n" halte das Schauspiel wenig Glück. — „G u n l i> d" von Peter Cornelius m der Ergänzung und Bearbeitung von Waldemar von Baußnern ist vom Hoilhealer in W e i m a r zur Aufjührimg angenommen wordcii. — Profesjor Tr. S l r e i t b e r g in Ai ünste r nahm einen Rui auf die ncubegiünbete Prolessiir für indogermanische Sprachen m Al ü n d) e n an. — In dem Wettbewerb zur Erbauung eines neuen Hoftheaters m Stuttgart sind als Sieger hervorgegangeii: L i t l m a n n - Dli'mchen, Moritz- Köln und S ch m o h l & Staheltn - Stuttgart. Es würben drei Preise vergeben, der erste z»l 10 000 Alk., der zweite zu 7000 Alk. und der dritte zu 3000 Mk. — Tie „G ö t t e r d ä m m critn g" errang am Dienstag bei ihrer Erstausführung in Paris einen starken Erfolg. Tie Regie Itcu stetlemverfe viel zu wünschen übrig.
AusiattS.
M inisterkrise in Oester reich. Gestern vormittag Ln- feriertc Drinisterpräsident von Beck mit mehreren tfchechischelr Führern. Wie verlautet, dürfte bie Demission des Ge,amt-Kabr- netts erfolgen, wenn es nicht aelingt, eine ^erftdiibigung mit oen Tschechen herbeizuführcn. ES zirkulieren Gerüchte von bevorstehenden Veränderungen im Kabinett.
Das russische Kabinett ist, tote ^überfällig verlautet, mit der selbständigen Schulpolitik des Ministers der Volksaufklärung, Herrn Schwarz, sehr unzufrieden. Der Abgang des Her-rii Schwarz ist so gut wie sicher, wenn auch ber fetzige potttisu)e Moment für seine Entfernung vom Mlntfterpvsten alö nicht ge- eignet cqdjeint. Auch Islvolskys Stelluag gilt alS crfchültert. Ais fommenber Alann gilt wieder einmal Graf Witte. ,
Alfred Picard hat das ftan-ösisd-e Marinemimstermm angenommen. Die offizielle Ernennung erfolgt heute nach dem Kabinettsrat._______________ , .
Aus Stadt und Land.
Giegen, 22. Oktober 1908.
Allerlei aus unserem Volksschulwesen.
In Zwifchenräumen von fünf Jahren werden auf Veranlassung der Reichsregierung in ganz Deutschland über das Volksschulwesen der einzelnen Bundesstaaten statisttsche Erhebungen angestellt. Danach gibt eS im Reiche 960 o94 Volksschulen mit nahezu 10 Millionen Schulern und Schule-
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Deutsches UeLch.
Der Kaiser hat das EntlasjungSgesuch deS Staatssekretärs für Elsaß-Lothringen v. Köller genehmigt upd 3DL-n von Bulach zum Nachfolger ernannt. — Der Kaiser hat dem Herzog von Sachsen-Altenburg den hohen Orden vom Schwarzen Adler verliehen.
Das Herrenhaus erledigte gestern geschäftliche Mitteilungen. Nächste Sitzung ist unbestimmt. Im Herrenhause ist ein Antrag des Grasen v. Mirbach eingegangen, der, unterstützt durch eine große Anzahl Mitglieder der Fraktwn der Rechten, verlangt, das Herrenhaus wolle beschließen, die Kvnigl. Slaatsregicrung zu ersuchen, gegen jeden weiteren Ausbau der Reichserbschaftssteuer Stellung zu nehmen. , . . _ .
Der Entwurf deS Weingesetzes wird Ende dieser Woche an die Mitglieder des Reichstags zur Verteilung gelangen. Der Präsident des Reichstags wird den Senioreu-Konvent auf den 5 November zu sich berufen, um mit ihm die geschäftlichen Dispositionen au besprechen.
Der Finanzminister v. R h e i n b a b e n hat dem Abg. v. Klöden mitgeteilt, daß die Anrechnung von 2—3 Militärdienstjahren auf das Besoldungsalter bei Militar- anwärtern geplant sei, und daß es nur noch der notwendigen Zeit bedürfe, um die betr. Vorlage vorzubererten.
Der G r o ß h e r z o g von Oldenburg hat den neu- gewählten Landtag auf den 3. November etnberufen.
Der junge Fürst Otto v. Bismarck ist gestern abend von Regensburg abgereist, nachdem er sich von feinem Ohnmachtsanfatt in der Walhalla erholt hat.
Nordlandreise als bestes Geschenk für seine Gemahlin einen £ kostbaren Pelzumhang mitbrachte, hat Alexandra mehr für die Pelzjacke und den Pelzmantel übrig. Gerade daS letzte Kleidungsstück ist ihr sehr lieb. WaS bie großen oder StaatSroben anbelangt, so hat sich die Prinzessin hierbei von der Mode leiten lassen. Als besonders prachtvolles Stück wird ein blaßgrünes Seidenkleid geschildert, das über unb über mit Stickereien derselben Grundfarbe geschmüut ist und in einer laugen, jedoch schmal gehaltenen Schleppe endet Auch zwei blaugraue Roben wären zu nennen. Wahrend das eine Kleid dieser Farbe dem Hofzeremoniell entsprechend, also mit herzförmigem Ausschnitt, enganschließend mit langem Schleppenrock, den kostbare Spttzenzwischenstucke unterbrechen, angefertigt ist, wurde das andere für Empfänge bestimmt, hochanschließend, reich mit irischen Spitzen und mit mosaikartiger Filigranarbeit gearbeitet. Ein durchbrochenes Empirekleid mit eigenartigem Faltenwurf nach Selbstangaben der Prinzessin und ein Empfangskleid aus chinesischer Bastseide vervollständigen die Auswahl, ganz abgesehen von den vielen anderen Kleidern, bie für den Tagesgebrauch bestimmt sind. Hinsichtlich der Schmuck- gegenstände darf wohl kaum eine Prinzessin auf eine derart große Zahl wertvoller Erbstücke bilden, als gerade Alexandra Viktoria. Eine besondere Vorliebe legt sie für bunte Steine an den Tag. Als Schmuck wühlt die Prinzessin Brillanten, wobei sie eine besondere Vorliebe für bläu-
Nr. 849 Erstes Blatt 1S8. Jahrgang Donnerstag 82. Oktober 1908
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Bs3Vlv 11VIIVi 4411JvIHVV =•» General-Anzeiger für Gberheffen WW füi Die TageSiiuniiiier notAfionsDrad an) Verlag der vrfchl'lchen llnw.-vuch- und Slelndruckerel R. Lange. Reöartion, «kxpedMon und vruckerel- Schulstratze kiijetgented. H Beck. bi6 vornntiagS 10 Uhr. _________ ■■ । ■
Die heutige Nummer umfa&t 10 Seiten. _
Das Doppeltest im Uaiserhause.
Programmäßig hat gestern mittag um 3 Uhr ber feierliche Einzug ber Prinzessin Alexanbra Viktoria zu Sd)leSwig-Holstciu- Sonberburg-Glücksburg in Berlin flattgcfnnben. Boran ein- Eskabron des 3. Gardebragonerregirnents mit dem Trompeterkorps. Dann folgten drei sechsspännige Wagen, in denen Kammerherr Gras Rantzau, der Kammerherr der Kconprinzessin v. Stülpnagel, £)ber!üd>cnmeifter Graf Pückler, Schloßhaistitmann Gras Lohenthal, Gesandter v. Euckew-Addenhauscn und Hoschef Frhr. v. b. Recke saßen. Dann kam die Hälfte der Leibsä)wabron der Garbe du CorpS, dahinter geführt vom Dizeoberstallmeister von Escbcck und zwei Stallmeistern der große vergoldete lümglid^ Staatswagen, worin die P r i n z e s s i n b r a u t, die Mon- prinzessin und die steUvertretende Oberhosnieisterin Palastbame Gräfin Harrach auf Dem Rücksitze saßen. Rechts von dem Wagen ritt Oberstallmcistcr Frhr. v. Reischad), links der Kommandeur der Lcibsd)wadrou. Aus den Tritten standen Pagen. Die zweite Halbschwadron der Garde du Corps ritt hinter dein Wagen. In weiteren sedfsspännigen Wagen saßen Hofdamen. Eine Eskadron des 2. GarbeulanenregimentS mit der Mufik besdstoß den Zug, dein sich im Tiergarten sed)s Postinspektoren und 40 Postillone unter Führung des Oberpostdirektors Donizlaff an;duoficn.


