binnen, die von 167 000 Lehrkräften unterrichtet wurden, von denen 18 Proz. weiblichen Geschlechts waren. Die Verwendung von Leh re rinn en hat seit der letzten Aufnahme, wo nur 15 Proz. Lehrerinnen beschäftigt wurden, wieder zugenommen. Sie ist am ausgedehntesten in Lübeck, wo die Zahl der Lehrerinnen nahezu ebenso groß ist als die der Lehrer (46 Proz.), und in Elsaß-Lo- t h r inge n (45 Proz.). Sehr wenig waren weibliche Lehrkräfte int Königreich Sachsen (5 ProzZ, den beiden reuß. Fürstentümer (3 bzw. 4 Proz.) und in Schwarzburg- Rudolstadt <2 Proz.). Tie Zahl der Schüler hat in allen Staaten bis auf zwei zugenommen. Absolut war die Zunahme am stärksten in Preußen, wo fast eine halbe Million Schüler mebr als vor fünf Jahren gezählt wurden. Relativ am stärksten war die Schülervcrmebrung in Hamburg mit 17 Proz, in Bremen mit 14 Proz., in Hessen mit 14 Proz. und in Sachsen mit 13 Proz., während im Reichsdurchschnitt di? Vermehrung der Schülerzahl im letzten Jahrfünft 9 1 Pro^z. betrug. Nur Meck- len burg-Strelitz und Waldeck hatten eine geringere Schülerzahl aufzuweiseu als vor fünf Jahren. Für die pädagogische Arbeit von großem Einfluß ist die Zahl der Schüler, die jeder Lehrer zu unterrichten hat. Auch in dieser Beziehung ist Erfreuliches zu melden. Zwar werden durchschnittlich noch 58 Schüler in ieder Klasse in Deutschland gezahlt, doch betrug vor fünf Jahren die Zahl 61. Am wenigsten Schüler entfielen auf eine Lehrkraft in Lübeck (33), am meisten in Schanmburg-Livve (85!). In unserem Sta ate betrug die Zahl der öffentlichen Volksschulen 994. In ihnen wurden 190 000 Schüler und Schülerinnen von 2893 Lehrern und 439 Lehrerinnen unterwiesen. Die Beschäftigung von weiblichen Lehrkräften hat bei uns gegen die letzte Aufnahme eine Erweiterung von 97.7 Proz. erfahren, die Zunahme von Lehrkräften überhaupt eine solche von 21.3 Proz. Die Schülerzahl hat bei uns in dem letzten Jahrfünft sich um 24 098 vermehrt. Das Verhältnis der Zahl der Schüler zu der der Lehrer stellt sich bei uns derart, daß auf eine Lehrkraft 56 Schüler entfielen gegen 60 vor einem Jahrfünft. Also auch bei uns eine Besserung.
** Theo l. Ferienkurs. Gestern mittag wurde der Theologische Ferienkursus geschlossen. 81 Teilnehmer, darunter nicht wenige von weither, hatten sich dazu eingefunden. Zum Schluß bezeugte der Leiter des Kursus, Pfarrer D. Förster aus Frankfurt, den Vortragenden, den Herren Professoren D. Krüger, D. Eck und D. Gunkel, mit herzlichem Danke, wie reiche Anregung und Förderung sie durch ihre geistvollen Vorträge den Teilnehmern geboten hätten, und beglückwünschte die hessische evangelische Kirche zu ihrer theologischen Fakultät, und sprach die Hoffnung aus, daß sie dem .Hessenlande stets in dieser Einheit des Geistes erhalten bleiben möge. Der lebhafte Beifall, der diesen Worten folgte, zeigte, daß er aus dem Herzen der Anwesenden gesnrochen batte.
"Gießener Künstler auswärts. Kürzlich batten drei biente junge Künstler, Fräulein Ida Stammler, Konzertsängerin, Herr Wilbelm Schüttler, Violinist, und Herr Julius H a b n , Pianist in Wetzlar, einen großen Erfolg. Der „Wetzlarer Anzeiger" schreibt darüber: Fräulein Stammler'sang: „Es bat die Rose sich beklagt* von R. Franz, „Tort unter den Weiden" von Brahms und das reizende „Elfenlied" von Woli mit Klavierbegleitung. Snüter ließ sie noch „Vorübergang" von E. d'Albert und „Lustiges Vöglein im Walde" von Sieber mit Violin- und Klavierbegleitung folgen. Ten Schluß bildete die gefällige und sehr dankbare „Zigeunerin" von Tonizetti. Frl. Stammler besitzt eine sehr schöne und umfangreiche Mezzosovranslimme von an- gencluner Klangfarbe. Es seblt ihr auch nicht an musikalischem Geschmack für allerliebste Kleinmalereien und am notigen Künstler- temperament. Es gefiel besonders „Tort unter den Weiden" von Brahms und „Lustiges Vöglein im Walde" von Sieber. Ter Violinist Herr Schüttler führte sich mit der G-dur-Roinanze von Beethoven recht stimmungsvoll ein. Seine vorgeschrittene Fertig- feit zeigte er sodann in dein v-woll-Konzert von Wieniaivski. Ter Klaviersolist -Herr Hahii ist hier von einem früheren Auftreten her noch bestens bekannt. Er spielte die Romanze von Schumann mit edlem, gcsangreichem Tone, die Toccata von Hiller recht temperamentvoll und brachte auch das hiiniorvolle Rondo von Menbels- sohn zu ausgezeichneter Wiedergabe. Alles in allem dürfen die Koiizertgeber mit dem künstlerischen Er'olq zlürieden sein und auf dem Gradus ad parnassnm der Künstlerschaft mutig weiter wandern.
"Kolosseum. Der Direktion ist c3 gelungen, die indische „Salomes-Tänzerin Miß Athönes, die vor kurzem noch Triumphe in Amerika feierte, für ein dreitägiges Gastspiel am 26., 27. und 28. Oktober zu gewinnen. Obwohl sie die ansehnliche Gage von Mk. 1000 per Abend erhält, wird die Direktion die Eintrittspreise nicht erhöhen.
6. Heuchelheim, 21. Okt. Die so viel besprochene Schulhausfrage, bezw. die Unterbringung der einzelnen Klassen i|t glücklich zu Ende geführt. Auf kleinem Raum, im Hofe der neuen Schule an der Wilhclmtzstraße ist in diesem Nachsommer ein schmuckes Schulbättschen erbaut worden. Wohlweislich hat man in ihm einen Unterrichtsraum mehr vorgesehen, als man zur Zeit bedarf. Bei der steten Zunahtne der BcvölkcrungSzahl rvird auch bald die Schule zu einer Vollanslalt mit 8 Klassen heranwachsen. — Auch in diesem Jahre hat sich ivicdcr eine rege Baulust bemerkbar gemacht. Selbst jenseits der Bicbcrtalbahn, die bisher für Bcbauungszwccke als ein Hindernis galt, sind nlmmehr mehrere Wohnungen in der verlängerten Wilhelms- straße entstanden. Ferner sind zwei Seitenstraßen nach der Lahn zu im Entstehen begriffen.
Q Büdingen, 20. Okt. Der Fürst zu Isenburg hat in letzter Zeit Gelände in großem Maße angekauft. Die Stadtvertretung glaubt deshalb, e8 entstehe die Gefahr, daß da-3 seither der Stadt zustchende Jagdrecht aus den fürstlichen Fideikommiß übergehe. Auf eine Vorstellung einer Abordnung des Gemeinderats beim Fürsten ist nun eine ablehnende Antwort eingetroffcn. Man ist hierüber ungehalten, da man glaubt, das; nicht unbedetitendc Einnahmen der Stadtkaffe auf dem Spiele stehen.
0 San bad), 21. Okt. Am Montag Morgen, zur Zeit, als es von Fuhrwerken sehr belebt in der Kaiserstraße zagcht, überfuhr der Kutscher des Gastwirts H. das vier- jährige Söhnchen des Landwirts R., als cs auf dem Heimweg auS der Kleinkinderschule begriffen mar. DaS Kind wurde bhitenb unter den Pferden hcrvorgezogen; ioie die spätere ärztliche Untersuchung ergab, sind Quetschungen dc§ einen Armes entstanden. Der Vorfall ist zur Anzeige gebracht.
$ Vom vorderen Boge lsberg, 21. Okt. Der Sprung vom Sommerwettcr in den Winter hat unsere Landwirte völlig überrascht: niemand dachte, daß der Winter so unvermittelt auftrete, daß den zurückziehenden Äranichzügen am Samstag schon der Winter auf dem Fuße folge. Weich die gestrige erste Frostnacht brachte eine Kälte
von 5 Grad R., so daß die freistehenden Pumpen zufroren. Der Frost hat großen Schaden verursacht. Im Felde stehen noch ganze Aecker voll Dickwurz, Kohlraben und Kraut. Alle diese Hackvflanzen haben durch den Frost gelitten. Die Blätter dieser Wurzelgewächse, von denen der Landwirt sonst wochenlang das Vieh fütterte, sind erfroren und unbrauchbar geworden. In den Gärten sind die noch hängenden Zwet- schen gleichfalls erfroren. So sind auch alle noch blühenden Blumen dem Frost zum Opfer gefallen. Statt der Rosen und Begonien, die noch in den Gärten blühen, wachsen jetzt an den Fenstern über Rächt die Eisblumen. Heute morgen zeigte das Thermometer 6 Grad R.
§§ Ruvpertenrod, 21. Oktober. Eine seltene Spende ist unserem Gesangverein zuteil geworden. Anläßlich einer kürzlich gewesenen Hochzeit sang der Gesangverein unter Leitung seines Gründers, des Lehrers Strack, bei der .Hochzeitsfeier des Sohnes des hiesigen Mühlenbesitzers Rahrgang. Tie Vortrage fanden so sehr den Beifall des Schwiegervaters des jungen Mannes, des Bürgermeisters Hall aus Stadecken, daß er jetzt dem Verein ei nFaß von 54 Liter echten Wmus zusandte.
x Otterbach, 21. Okt. Auf dem biesiaen Hofgute sind sechs ausländische Arbeiter, fünf Galizier und ein Rnsstsch-Vole, beschäftigt. Von ihnen vermißte dieser Taae ein 17jähriger Bursche seine Barschast im Betrage von 65 Mk, die er in euvm Koffer ausbewahrt hatte. Man be- nochrichtiate die Gendarmerie in Nuvpertenrod. Bei der durch diese vorgenommene Untersuchung oelang eS jedoch den Täter nicht zu ermitteln. Aber am Abend desselben TageS gab der Russiich-Pole Fersengeld, ließ seinen noch zu erhaltenden Lohn im Stich und ging durch. Da er ein Freibillet bis Breslau besitzt, da? alle diese Arbeiter durch die Vermittelungsstelle bekommen, so wandte fid) die Polizei telephonisch noch BreSlau. Ter Besitzer des Hoscs Hotte "ftd) in dem Russich-Polcn, den er für treu Hielt, am meisten getäuscht.
— Abend stern, 21. Okt. Wichtige Verkehrs- einrichtungen sind in jüngster Zeit aus unserer Station, dem Kretizungspunkt der Haupt- und Kleinbahn, getroffen worden. Vor allem sind aus der „Kanonenbahn" nunmehr Güter- und Personenzüge getrennt worden, was im Interesse der Arbeiter, die in Lollar und Wetzlar in Beschäftigung stehen, zu begrüßen ist. Erlitten doch die früheren gemischten Züge gerade hier ort Verspätungen. Dazu regelt ein Stell- werk aus leichte Weise den Betrieb der Haupt- und der Kleinbahn. Einen freundlichen Eitldruck tnadit daS neue Beamten- wohnbaus, das vor kurzem bezogen wurde.
töericbuffaal.
RB. Darmstadt, 21. Okt. Vor der Strafkammer f'aUe sieh heute der 33jöhrioe, bisher unbestraste Viehhändler ?oh. Gcrh. M a h l aus Ilbenstadt, der feit mehreren Jahren sein Geschart in Offenbach betreibt, wegen W c ch f e l f a l s ch u n g zu verantworten. Ter Angeklagte batte namcnt(id) den früheren Metzgermeister, jetzigen Rentner Stephan und noch andere Ge- fchä'tswennbe durch die Verabfolgung von ihm ac’älidrtcr Wechsel arg geschädigt, den Genannten allein um 6400 Mk., einen andern um ca. 5000 Mk Er gab als Ursache st'ir die zahlreichen, in den letzten beiden Jahren betriebenen Wecbsel'älschungen aefchä'tliche Notlage und arrdere unverschuldete Umstände an. Ter Angeklagte war geständig und wurde unter Zubilligung nnldernder Umstände zu 2 */, Jahren Gefängnis, abzüglich 3 Monat für Untersuchungshaft, und 5 Jghren Ehrverlust verurteilt.
~ Berlin, 20. Okt. Ter Rebaktenr der „Morgenpost", Martin 2 ch m i b t, der im Frühjahr wegen Beleidigung Olga Molitors zu neun Monaten Gefängnis verurteilt worden war, erhielt heute von der Staatsanwaltschaft die Mitteilung, daß biefe Strafe im Gnabenwege in eine G e l b st r a s e von 3000 M a rk itmgc- wandelt worben sei
Vermischtes.
* Die Heirat des Herzogs der Abruzzen. Aus Rewtzork wirb geschrieben: Trotz aller Damenties wirb die Heirat des Herzogs der Abruzzen mit der Tochter des Senators Elkins doch stattsinden. Aus ziemlich authentischer Quelle stammt das Gerücht, daß der Herzog einen front Könige von Italien an seine Braut geschriebenen Brief mitbringen wird, in welchem die Braut der herzlichsten Aufnahme im italienischen Königshause versichert wird. Dieser Umstand dürste dann die letzten Bedenken des Senators, der seiner Tochter so viel als möglich von einer Verbindung mit dem Herzog abzuv^den versucht, endgültig beseitigen. £enn der alte^Senator Elkins ist der Meinung, daß man seiner Tochter von Seiten des i'alienischen Adels den Standcsuntcr- schied gar zu sehr fühlen ließe und möchte feine Tochter lieber mit einem Amerikaner verheiratet sehen. Sein Wunsch, daß der Herzog sich in Amerika ansiedlc und arbeite wie ieder Amerikaner, i)t natürlich nicht erfüllbar, aber au einer tatsächlichen Verbindung des.Liebespaares ist absolut nicht zu zweifeln, wenn auch iwch gewisse Modalitäten einer Erörterung bedürfen werden.
* Verwogene Gefangenenbefreiung. Ter Direktor des PavickMänguisses in Warschau, welches als besonders feit gilt, und in dem augenblicklich fast nur politische Häftlinge untcrgebracht. sind, erhielt dieser Tage vom Militärgouverneur die telephonische Mitteilung, daß ein Offizier mit 6 Mann Militär bortfefbu eintreffen werde, um 15 genau bezeichnete Gefangene zum Verhör abzuhvlen. Kurz darauf erschien denn auch etn Offizier mit 6 Mann und ließ sich unter Vorzeigung einer Order des Militärgouvcrneurs die Häftlinge ausfolgen. Als am nächsten Tage die Häftlinge immer noch nicht zurück waren, erkundigte sich der Direktor beim Militärgouverneur, um dortselüst zu. erfahren, daß er einem Schwindlertonsortium in die .Hände gefallen war,, das mit .Hilfe der Verkleidung als Soldaten und mit einem gefälschten Ausweis ihre Kollegen zu befreien wußte. Tatsächlich wurden noch am selben Tage die Gefänguiskleider und dte llmromten als gefunden abgegeben.
* T e r f i n d i g e G e r i ch t s v o l l z i e h e r. Eine in Paris wohlbekannte Rufsm hatte von einem Pelzhändlcr einen Pelzmantel von Otter und Zobel im Werte von 15 000 Franks bezogen Dte Rechnung wurde aber nicht bezahlt, so daß dem Pelzhändler fchltetzltch nichts Wetter übrig blieb, als der böswilligen Schuld- nertn den Gerichtsvollzieher ins Haus zu schicken. Der Ge- rlchtsvollzieher, der wohl ahnte, daß er Pfändbares nicht finden werde, lief; der schönen Russin einen flammenden Liebesbrief schreiben, der nut der Bitte um ein Stelldichein schloß. Tic Dmge. nahmen denn auch den Verlauf, den er vorausgeschen. Die Halbwelllerin begab sich zur festgesetzten Stunde in das Restaurant: sie beging .aber die Unklugheit, ihren Mantel den Händen des dienftbessissenen Kellners zu überlassen, und der Beamte hatte nun schleunigst das kostbare Kleinod gepfändet und trotz des jammervollen Protestes der schönen Russin mit sich genommen.
* Aus der Welt des Papiers. Aus seinem Siegeszuge im Reich der Technik erobert das Papier immer neue Gebiete. Räder uud Ojcfäßc aus Papier sind jetzt etwas Lllltägliches. Tie Amerikaner sind neuerdings darauf gefallen, Särge aus Papier herzustellen: sie verwenden dazu eine Masse aus Zeikungspaviec, und angeblich sollen diese Sarge viel haltbarer als solche aus Eichen- ober Fichtenholz fein; auf jeden Fall aber sind sic billiger. Ter Versuch, Boote aus Papier zu bauen, soll von amerikanischen Industriellen tatsächlich in großem Maßstabe geplant fein. Bekanntlich war der erste, der eine größere Reise aus einem Papierboot machte, der amerikanische Kapitän Johnson, dem i die Leitung des „Rewyork Herold" aus 3000 Exemplaren
ihrer Zeitung ein Papierboot harte bauen lassen. Je mehr Gegenstände "man aber aus Pavier hersteNt, desto teurer wird es, und desto begreiflicher ist es, daß man immer nach neuen Stoffen sucht, die das Holz Rohmaterial ersetzen folteu. Man hat mit einigem Erfolg Tori zu verwenden gesucht: aussichtsvottcr scheinen die MfaUstoffe der Baumwolle zu sein, die man in Amerika herangerogen hat. Bisher verursachten die Stengel und Kapseln der Baumwolle auf den Plantagen Kosten, denn iic mußten beiseite geschafft oder verbrannt werden. Jent lassen si" sich als Papier sehr nützlich verwenden. Tas aus Baumwolle hergesteltte Papier soll das aus Holz gewonnene au Stärke übertreffen und da? aus Lumpen hergcstellte an Ö>''te erreichen. Es ist viel billiger, da das Rohmaterial fast nichts kostet und soll sich auf etwa 14 Tollar per Tn-tne stellen. Besonders mit soll es zur .Herstellung von Büchcwi qeeianet sein, weil seine Haltbarkeit b-inahe unbegrenzt ist. Im Falle einer Vernichtung der Baumwollernte durch den Boumwollwurm kann die ganze B-mmwolsvflanze zu Panier verarbeitet werden, so daß her Pflan^ für den Ausfall der Ernte eine ziemliche Entschädigung erhält.
* Empfindlich. Im Kontor eines G^sck>äftsbau'es sitzen der Cher und sein Kommis. Pl-'^lkch verdunkelt sich die Lust, ■'in Gewitter ist im An'uae. ,.Wir b:kommen ein Gewitter," sagte der Kommis. Seit wann sind Sie mein Kom
pagnon?" enw"k7n^e der Cbei.
Hircbüdic Nachrichten.
Israelitische R:Ii<mn?cprKi;?öe.
(5ofhstknct in drr (Süd-Anlage).
<2 a m R t a a den 24. Oktober 1608:
V o r a b e n b «.00 Uhr.
Morgen? 9.00 Uhr.
Nachmittags 3.30 It^r. Schrifterklärnng. Sabbatausgang 0.05 Uhr.
Israelitische p^-afonzgesellschaft.
(KoHcsb’enff.
Sabbat'eier am 24. Oktober 1908:
Freitag abeub 4.50 Uhr.
Samstag normiffaa 8.30 Uhr.
Nachmittaa? 3.30 Uhr.
Sabbat-Ausgang 6.00 Uhr.
Wochenaottesbiensi: Moraens 6.30 Uhr, abends 7.00 Uhr.
Märkte.
Limburg a. b Lahn, 21. Okt. RrurMmarft Tnrch- fchnsttsvreis rro Malter. Roter Weizen Guter nassauischer) 17.00 Mk., weißer Weizen (anacbanfc Frcmbfortcitt Mk., Korn 13 00 Mk., Gerste 10.00 Mk.. Haier, neuer, 6.80—0.00 Mk., alter 0 00-0.00 Mk.. Erbsen 0,00 Mk., Kartoffeln 4,80—5,40 Mk. Alles je nach Qualität.
-f- Kirchhain, 21. Okt. Auf bcin ßeutiacn Rin bvieh- markt stanken etwa 350 Kühe, Rinbcr und Kälber znin Verkauf. Es herrfdUe stottes Gefdiärt. dl»' dem S ch w e i n e m a r k t, ber mit etwa 400 Schweinen befahren war, würbe cben'alls flott ne- Hanbelt. Ferkel kosieten 24 - ,30 Mk., Länder 40- 70 Mk. und nut nrohere Schweine 100—140 Mk. bas Paar, je nad) Größe und Qualität.
Meteorolorrische ^eoti^chtnngen
der Siatio« Ktießen.
Höchste Temperatur am 20.-21. Oktober — 4- 53° 6.
Niebriasie . „ 20.—21. „ — — 5.30
Oktober
1908
r.rsUngs.z nO aiu .wwUio.ZV^
Temperatur ber Lnü
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Beb. Himmel
Telefonische Kursberichte
des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. Gioeqnn.
Frankfurter ISör*< 3j^°/0 Beicbsanleihe . . 92.25 3?t> do. . . 83 30 3Ji°/d Konsols .... 92.25 3-6 do 83.15 ■5^°/n Hessen 91.10 3^°/n Oberbessen . . . 90 10 1 “6 Oesterr Goldrente. 97 80
Oesterr. Silberrente 99.00 4 % Ungar Goldrente . . 92.50 4% Italien. Rente . . . — 3 % Portugiesen Serie I 58 70 3% Portugiesen „ III 60.25 4>6°/e russ.Staatsanl. 1905 97 00 4>5o/6 japan. Staatsanleihe 90.50 1% Conv.Türken von 1903 90.40 Türkenlose 139 80 1 % Griech. 3Ionopol-Anl. . 49 90 4% äussere Argentinier . 86.90 d6/0 Mexikaner . . . 64.00 4>6o/6 Chinesen .... 96.70
Aktien:
Bochum Guss 219 80 Buderus E. W 111.85
Tendenz ruhig.
Berliner Börse, 22
Cauada E. B 175 80 l’armstädter Bank . . . Deutsche Bank .... 238.40 Dortmunder-Union C. . . — Dresdner Bank . . . 146.40
Tendenz ■ fest.
, 22. Oktober. 1.15 Uhr.
Elektriz. Lahmerer . . 119 10
Elektriz. Schnckert . . . 120.60 Eschweiler Bergwerk . . 191 — Gelsenkirchen Bergwerk 186 50 Ilnmhnrg- Amerik Paket1 106.80 Uarpencr Bergwerk. . . 199 40 Lauralriitte 199.00 Nordd Lloyd . ... 85.70
Obeischles. Eisen-Industrie 97 00 Berliner Handelsges. . . 16 '.00 Darmstädter Bank . . . 125 75 Deutsche Bank .... 238.30 Deutsch-Asiat Bank . . 137 00 Diskonto-Kommandit. . . 177.30 Dresdner Bank . . , . 146 25 Kreditaktien lb8.70 Baltimore- und Ohio-
Eisenlahn 99.70 Gotthard bahn —.— Lombard. Eisenbahn . . 22.75 Oesterr. Staatsbahn . . . 147 20 Prince-Ueuri-Eiseubahu . 123.00
Oktober. Anfangskurse.
liarpener Bergwerk. . . 199.40 Laurahütte —.— 1 oinbarden E. B. ... 22.80 Nordd. Lloyd 85*60 ’i’ürkenlose 139.70
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