Ausgabe 
20.2.1908 Drittes Blatt
 
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CCQ ersten Autoritäten warm empfohlen, weil sie nicht nur den lokalen ra" Bolz sofort aufheben, sondern auch die Heilung -Inletten.

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Eine grobe Rücksichtslosigkeit gegen seine Mitmenschen mm- man darin erblicken, daß Leute, die an Lungentiiberkulose erkrank! sind, ihren Sputum aus den Trottoirs und in den Wegen der An- lagen auSwersen. Leider ist dies alltäglich morgens in der O|t- Anlage zu sehen. Abgesehen davon, daß der Anblick solchen Uns' wurss allein schon ekelerregend ist, so ist aiich dadurch eine 2üv steckungsgesahr gegeben, indem dieses Sekret nach dem Vertrocknen mit dem Staub der Skraben auigewirbelt wird und von den dlest Straße passierenden Personen eingeatmet werden mutz. Man bittet die Herren Aerzte, die Kranken anzuwelscn, das Sputum- glas ausschließlich zu benutzen. Aiich die Polizei dürste über soM Ungehörigkeilen ein wachsames Auge haben. Mögen dicie Zeiten dazu vcrhelien, daß diesem Uebelstand endlich einmal entgegen getreten wird.

LSniverfttäts-Nachrrchten.

Die Berechtigungen der Akademie zu Franksurt a.M. haben eine neue Erweiterung erfahren. Bisher schon waren denjenigen Kandidaten des höheren Lehramts, die neuere Sprachen im Haupt­oder Nebeuiach studieren, bei der Bewerbung um die Lehrbeiahigung

Meteorologische Beovachtnngeu

der Station Gießen.

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20.

V l ' I n n n Maschinenbau,Elektrotachnik.ü^

il ECnniKUm uinyn Automobllbau, Brückenbau.

SLttgcsLnröt.

(ftor Form und Inhalt aller niitcc bin er Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber kemerle'

Verantwortung)

Aus das Eingesandt aus Grüningen in Nr. 36 desGieß. Anz." wird hiermit aus Steinbach abschließend solgendes Crto^Jt läßt ties blicken, wenn der Anwalt, der Grünmger Interessen zur Zurückweisung einer durchaus sachlichen Erörte­rung des Gegners seiner Ideen zu Schimpfwortes greisen, zu müssen sich gedrängt fühlt.Wer schimpft, Hal unrecht', lagt das Sprichwort, das sich auch hier wieder bewahrheitet.

Im übrigen ist die Angelegenheit durch die Garbenteicher unb Steiiibacher Eingabe an die Hohe Zweite Kammer der Stände und durch die von Watzenborn .und Steinbach aus^ gegangenen Eingesandts imGieß. Anz." bor_ der H^Ü^uttichleit so" geklärt, daß keine Veranlassung mehr besteht, einen Mann, der sich nicht belehren lassen will, in öffentlichen Blattern über seine Irrtümer auszuklären. Wir werden ihm nicht mehr er* widern und dürfen es ruhig dem Urteil der Hoffentlich kett üb erlassen, zu entscheiden, ob er, der mit seinen Grüningern und Tors-Gillern völlig allein steht, die Kirchturmpolitik treibt, die er uns vorwirft, oder wir, die wir uns nut Albach, Garben- teich, Hausen, Watzenborn-Steinberg und Schiffenberg völlig cutcr

essen der Allgemeinheit.

Als politische Parteien kommen in Bremen nur libe­rale und Sozialdemokraten in Betracht. Man hätte daher meinen sollen, daß es sich bei einer dortigen Wahlresorm nur um eine solche handeln könnte, deren Ziel die Einsül)rung des allgemeinen, direkten und ge­heimen Wahlrechtes, also des Reichstagsmahlrechts, wäre. Mer nichts von alledem. Trotzdem sich der bremische Reichstagsabgeordnete Hormann für die Einführung des Reichstagswaylrechtes in Preußen mit Händen und F-üßen einsetzte, verlangen für Bremen selbst die enragier- testen Freisinnigen dort nur eine Reform des geltenden Klassenwahlrechts, nicht aber feine grundsätzliche Beseiti­gung zu Gunsten, des Reichstagswahlrcchts. Es wird diese Haltung der Liberalen damit motiviert, daß die Bürger­schaft nicht nur gesetzgeberische, sondern auch administra­tive Befugnisse habe, doch läßt sich eigentlich nicht recht cinsehen, weshalb sich diese letzteren nicht ebenso gut oder vielleicht noch besser von Männern wahrnehmen ließen, die ihre Berufung in die Bürgerschaft allgemeinen, direk­ten und geheimen Wahlen verdanken. . ,

Der Freisinn verkörpert also da, wo es sich, tote in Bremen, um seine eigenste Domäne han.delt, keineswegs immer die Forderungen, die er z. B. für Preußen erhebt. Der bremische Antrag auf Reform des Wahlsystems, den die Linke Ende Januar cinbrachte, will die Zusammensetzung der Bürgerschaft mir dahin ändern, daß von ihren 150 Mitgliedern die Akademiker 8, die Kaufleute 26, die Ge­werbetreibenden 12 und die Landwirte 4 Vertreter zu stellen hätten, während die übrigen 100 Mandate aus allgemeinen -und direkten Wahlen mit geheimer Abstimmung hervor­gehen sollen. Zwar ist dieser Antrag bisher weder im Senat, noch in der Bürgerschaft zur Beratung gelangt, wo er, nachdem das Hauptorgan Bremens, dieWeser- Zeitung", energisch für ihn ein getreten, unzweifelhaft an­genommen worden wäre. Er gewinnt aber jetzt eine ge­wisse aktuelle Bedeutung dadurch, daß nur auf seiner Grundlage politische Ereignisse verständlich werden, die gegenwärtig die Bürger Bremens bewegen, und die zu einem scharfen Konflikt zwischen Bürgerschaft und Senat

Der Kampf um öa$ Wahlrecht in Bremen.

<rk. In einer Zeit, wo in Preußen und einer Reihe ande- irer Bundesstaaten: wie Hessen, Sachsen, Oldenburg usw. der Kampf um die Modernisierung des geltenden Wahlrech­tes zu den Forderungen des Tages gehört, will auch Bremen nicht zurückbleiben. Und wenn auch Bremen an Räumlicher Ausdehnung und an Bevölkerungszahl von säst allen anderen Bundesstaaten übertroffen wird, wenn es auch nur den Charakter einer größeren Stadt tragt, wie es deren int deutschen Reiche viele gibt, so dars seine staatsrechtliche Bedeutung doch keineswegs unterschajn wer­den. Man braucht nur an den Reichtum seiner Burger und an die Rolle zu denken, die es infolge seiner republi­kanischen Vergangenheit im Liberalismus spielt. So wird der Kampf um das bremische Wahlrecht in gewistem Sinne zu einem Kampfe des deutschen Liberalismus überhaupt, der iwch ein besonderes Interesse dadurch ge­winnt, daß es sich bei ihm nicht um die Beseitigung reak­tionärer, konservativer Institutionen handelt, sondern um die Fortentwicklung einer schon an sich liberalen Gm- cichtunq int Sinne des modernen liberalen Fortschritt-,.

Die Regierung der freien Stadt Bremen ruht ver­fassungsgemäß feit 1854 bei zwei Faktoren. Einmal der Buraerschaft, die sich aus 150 Mitgliedern zusammenietzt, die teils aus allgemeinen direkten Wahlen (70), teils aus Kurienwahlen hervorgehen, bei denen die Akademiker 14, die Kaufleute 40, die Gewerbetreibenden 20 und öie An­gehörigen der Landwirtschaft 8 Mitglieder zu wählen haben. Dieses Wahlsystem bringt es mit sich, daß die Vertreter der genannten Berussklassen über die Vertreter der nicht klafft lizierlen Einwohnerschaft, also aller derjenigen, die nicht eine gelehrte Bildung auf Universitäten erworben haben und weder Mitglieder des Kaufmanns-, noch des Gewerbekonvents, noch der Landwirtschaftslämmer sind, ohne weiteres ein Uebergetoicht haben. Es bringt es ferner mit sich, daß der zweite Faktor der bremischen Gc,etz- gebung, der Senat, der aus den Wahlen der Bürgerschaft hervorgeht, eine Zusammensetzung zeigt, die diesen Kote- rieen entspricht, und also naturgemäß die Fnterejjen der Akademiker nnb Kaufleute mehr wahrnimmt, als die ^nter-

zu Ende zu führen. i. , _ T

Aus Rcwpork wird telegraphiert: John Randolf, der seit .über 15 Jahren Edisons rechte Hand war, beging in einem An­fälle von Melancholie infolge Überarbeitung Sc l b ft mo r d, in­dem er sich eine KUgel in den Kopf schoß. Edyon fuhr, Äs er die Nachricht hörte, sofort nach dessen Wohnung und kam gerade Mr rechten Zeit, um Randolfs Frau, die Mutter und drei kleine Kinder vom Selbstmord abzuhalten.

Familieir-Nachvichte«.

Verlobte: Fräulein Mina Block in Romrod nut Herrn Wilhelm Lang in Alsfeld. Fräulein Marie Lang tu Ober-Sorg mit Herrn Wilhelm Wenzel in Ermenrod. o-raulem ~nm ttlapo in Appenrod mit Herrn Wilhelm Feyh in Gontershausen. Hrl. Anna Buß mit Herrn Fritz Setzer, beide in Wetzlar.

Geborene: Herrn Regierungsbaumeister Bogt und $ rau in Friedberg eine Tochter. . . T

Gestorbene: Herr BurgermelUcr ^-rledilck Senn Hl. in Stumpertenrob. - Frau Eli,°bcll,° Müller, g-b.M°ck°l, in La»g°». hatn. Frau Katharina Grasmück in Calbach. Herr Rikolaus Litsch, Oberlehrer i. P., in Friedberg. Frau Therese v. Pstster, geb. Telae, Herr Heinrich Pabst, k. u. f. öslerr Hauptmann a. D., beide in Darmstadt. Herr I r. med. Otto Gieselcr, yyan earal) Rothschild, beide in Marburg. Frau Auguste Schmidt, geborene Mann, in Rosenthal. - Herr Riidoli Gojchel, Ataior z. D., Herr Peter Wagner, Herr Emil Rehm, sämtlich in Wetzlar. Herr Philipp Buhl in Greiienthal. Herr Kirchenaltester ^oh. Georg Adelmann m Oberbiel. Herr Karl Fröhlich aus Höckelheim.

Vermochte».

»Aus Gries beiBozen schreibt man un?: Seit Wochen herrscht hier andauernd herrliches F r ü h j a h rs w et t e r, das unserem Kurorte eine erhöhte Frequenz gebracht hat. Seit einigen ^"aaen weilt der Komponist Dr. Richard Strauß hier. ~as andauernd schöne Wetter, das uns täglich Mittagstempera uren von 36 bis 38 Grad Eelsius bringt, hat in den Anlagen der Erzherzog-Heinrich Promenade die herrlichste Rosenblute hervorgezaubert, .

Meine Tageschronrk.

Die MünchenerAllg. Ztg." meldet, daß wegen eines Ar­tikels imMär z", der sich mit dem üblen Brandtprozetz (Br. hatte bekanntlich den Reickfskanzler schwer bezichtet) beschäf­tigte gegen den verantwortlichen Herausgeber Kurt Ar am Be­leidigungsklage gestellt worden ist und am 17. Marz

treiben. .

Der Senat hatte von der Bürgerschaft die, Anstellung zweier juristischer Hilfsmitglieder nachgesucht, denen in 1 den Deputationen, also den Berwaltungskörpern, Stimm­berechtigung zustehen sollte. Die Bürgerschaft, die sich zwar der verwaltungstechnischen Rotwendigteil der Anstellung solcher Hilfskräfte keineswegs verschloß, bewilligte diese Syndici nicht, und zwar mit dem berechtigten Hinweis, daß dadurch eine Schmälerung ihrer verfassungsmäßigen Rechte in die Wege geleitet würde. Ter, Senat schwächte dann feinen Antrag dahin ab, daß diese Syndici keine Stimmberechtigung haben sollten, doch konnte sich die Bürgerschaft auch mit dieser Abänderung nicht befreunden, sondern brachte als Antwort zwei Anträge ein, denen zufolge die Zusammensetzung des Senats anders geregelt werden sollte.

Wie oben bemerkt, geht der Senat aus Wahlen der Bürgerschaft hervor, die infolge ihrer Zusammensetzung stets das Resultat ergeben, daß der Senat lediglich aus Vertretern der Akademiker (Juristen) und der Kaufleute besteht, während der Gewerbestand, die Landwirtschaft und die Allgemeinheit ausgeschaltet bleibt. Man könnte dies ein verschleiertes Selbsterganzungsrecht des Senats nennen, und die Bürgerschaft sucht also dieses Recht dahin zu korrigieren, daß fortcha auch die Gewerbetreibenden und Landwirte mindestens zwei Kandidaten für den Senat stellen sollen, wenn man es nach dem zweiten Antrag nicht vor­zöge, die Zusammensetzung des Senats überhaupt von der Zusammensetzung der Bürgerschaft auf Grund des oben erwähnten neuen Antrages abhängig zu machen.

Diese zwei oder wenn man will, drei Anträge stehen jetzt in Bremen zur Diskussion. Sie zeigen zur Genüge, daß es den Freisinnigen von der Wassertante keineswegs um die Erfüllung extremer Forderungen, sondern nur um Aiodermsiernng des geltenden Wahlrechtes der bremi­schen Klassenherrschaft zu tun ist. Featina lente.

Vor einigen Tagen wurde der Posckerkehr der Orte Burk­hards, Kaulftos unb Sichenhausen durch die Ober-Postdirekrwn in Darmstadt verbessert und die Wünsche der Bevölkerung vollaui befriedigt. TerGießener Anzeiger" brachte hierüber eine ttz. Hierauf brachte das Gederner LokalblattNachrichten aus dem Vogelsberge" eine Entgegnung aus Burkhards, in welcher toer Verfasser die gegenteilige Ansicht vertrat, indem er die gewagte Behauptung aufstellte, die neue Poftbefordernng sei schlechter als die frühere. Merkwürdig! Sehr merkwürdig. Also zwei Dörfer erhalten direkte Fahr post nach dem Post- amte, der erste Bestellgang des Tages wird von Nachmittag aus den Vormittag verlegt und der zweite Bestellgang unge­fähr um dieselbe Zeit nachmittags wie früher der erste, dasist entschieden eine Verschlechterung". Wahrhaftig, sonderbarer Gedankengang!

Meinung wissen. /

Wir wiederholen demnach hiermit abichllctzcnd: E- hat in Steinbach niemand etwas dagegen, wenn im Interesse der Gru- ninger und Dors-Giller da droben eine Rampe errichtet werden soll, obwohl sie eben nur diesen, und zwar nach Ueberwindung weiterer Schwierigkeiten, zugute käme. Wir wüiischen denselben sogar von Herzen einen späteren Verkehr von 200 ^oppelwaggons Briketts und Braunkohlen, Holz, Obst und Handkäscn; wir wün­schen dies, obwohl die jetzigen angeblichen 50 bis 60 Waggons, die Grüningen importieren soll,nachweislich" zum größten Teil ans Stückgütern bestehen, die überall anderswo auch verladen werden können, für die also keine besondere Rampe nötig ist. . ... . ~

Dagegen verschone man und, wie die anderen ui ^ragc stchendeii Ortschaften mit der Zumutung, auch unsere Bahn­fracht-Artikel in jener abgetegenen Gegend holen zu sollen. ! Wir alle haben leichter zu erreichende Rampen zur Verfügung. Vor allem verschone man uns endlich mit der Zumutung, datz unsere Arbeiter, unsere Fabrikarbeiterinnen von denen keine radelt", wie der Grüninger Anwalt annimmt und Schuler (worunter 10jährige Kinder! um des freundlichen Antlitzes der Grüninger willen jeden Rdorgen 5 bis 6 Kilometer, anstatt tote seither 3 Kilometer zu ihrer Bahnstatwu laufen tollen. Denn daß die Angabe des Grüninger Einsenders es handle sich nur um ein paar hundert Schritt, der Wirklichkeit direkt ins Angesicht schlägt, beweist er selbst am besten durch den E^r, mit dem er für Verlegung auch der Personen - Haltestelle nach der projektiertenGulaschrainpe" wie sie im Volksmunde bereits heißt sich ins Geschirr wirst.

Aus seine sonstigen Auseinandersetzungen, mc gar JW zur Sache gehören, einzugehen, haben wir keine Veranlassung, I und schließen hiermit die Debatte. (Wir auch! Red. d.Gieß. Anz.") , $

** Konkurse in Hessen, lieber das Vermögen des! Bäckermeisters Adam Handschuch in Darmstadt wurde am 10. Februar das Konkursverfahren eröffnet, da der Ge­meinschuldner seine Zahlungen eingestellt und _ die Eröffnung I tzLs Konkursverfahrens beantragt hat. Die Tatsache der Zah­lungseinstellung ist gerichtsbekannt. Gefängnisverwalter i. P. Muth in Darmstadt wurde zum Konkursverwalter ernannt. KvnkurSsorderungen find bis zum 29. Februar bet dem Amts-1 geruht Darmstadt I anzumelden. lieber das Vermögen der | Logisgeberin Anna Katharine Alice Elise Sa tz m BadNau he t m wurde am 10. J-ebruar das Konkursverfahren eröffnet, da öie Gemeinschuldnerin den Antrag auf Eröffnung des Konkurs­verfahrens gesteltt hat und ihre Zahlungsunfahigkert, insbe­sondere durch erfolgte Zahlungseinstellung, kenntlich geni-acht hat. Rechtsanwalt und Notar Stahl zu Bad-Nauheim wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforüerungen sind bis zum 5. März bei dem Amtsgericht Bad-Nauheim anzumelden. lieber das Vermögen des Kaufmanns Peter Berndroth in Mainz, Inhaber der Firma A. Berndroth,, Hutgeschast, wurde am 12. Februar das Konkursverfahren eröffnet. Rechts­anwalt Juftizrat Dr. Gries er in Mainz wurde zum Konkurs­verwalter ernannt Konkursforderungen sind vis zum 10. Marz I bei dem Amtsgericht Mainz anzumelden. lieber das Vermögen der Firma Papierfabrik Wimpfen,lOskar Link zu Wim­pfen a. B., sowie über das Vermögen des Inhabers dieser F-irma Oskar Link zu Wimpfen wurde am 13 Februar das Konkursverfahren eröffnet. Kaufmann Wckhelm iia u t m ann zu Wimpfen wuvde zum Konkursverwalter ernannt Konkurs- torberungen sind bis zum 5. März bet dem Amtsgericht Wimpfen | anzumelden. _ ...

Po st Verbindung nach Samoa über San Francisco. Der deutschen Reichspostverwallung ist es nach langen und sortgesetzten Bemühungen gelungen, mit der Australian Mail Line, welche seit August 1907 eine vier-wöchentliche Ver­bindung zwischen San Francisco und Australien umerhätt, eine Vereinbarung dahin abzuschließen, daß diese Tampsergesellschaft ihre Schiffe regelmäßig in Apia anlegen läßt. Der erste nach Apia ! fahrende Dampier wird am 13. März von San Francisco abgehen ) und zwar im Anschluß an die am 28.^Jebruar vormittags von rinnen! Berlin abgehende Post nach Amerika. Somit besteht jetzt wieder im. Fra in s eine regelmäßig vierwöchentliche Postverbindung zwischen Deutsch- 'd dem Schutzgebiete von Samoa über RewyorkSan co mit eiver Beförderungsdauer von 3032 Tagen.

manischen Sprachen und irneraturen, der Philosophie, der Psycho- wqie mid Pädagogik, der Geschichte und der Geographie, die ihren weiteren Zielen'dienen und von denen einzelne speziell sur die Be- dürsnisse von Neuphilologen eingerichtet sind. Auch m diesen F-äckern bietet ihnen der akademische Unterricht eine fach- und ordnnngsgemäße Vorbereitung aus die Staatsprüfung.

^Aus Enningerloh (Wests.) wird ganeM: ^jer Orts­krankenkassenrendant Jlligens ist geflüchtet, ^u der Kasse wurden < größere Unterschlagungen festgestellt, ^n her Zement- , fabriE wurde ein 18jähriger Arbeiter von der Transmission gefaßt unb getötet. ... , . I

In Schöneberg bei Berlin b er giftete bürslich die I - geschiedene Kaufmannsfrau Anna Degen infolge zerrütteter Fa-1, milienverhältnisse unb Nahrungssorgen ihre beiden Kinder, , ein neunjähriges Vtädchen und einen sechsjährigen Knaben, sowie I sich selber durch Gas. .... , -

Die verhaftete Kammerzofe der Gräfin artensleben ui I Berlin, Martha Siegern geb. Weigel, verließ tm Januar b^. Frankfurt, um sich nach Berlin zu begeben. Spät­sommer 1907 war das Ehepaar Sieger von Metz nach Frank­furt gekommen. In Metz besaßen dw beiden eine Fmhr Halter ei, jei der die Frau ihre Mitgift in Hohe von -0000 .Ak. ver­loren baten will. Dieses Geld hat sie angeblich von ihrem illegitimen Vater, der ein Großgrundbesitzer ist, erhallen, ^m Dezember 1907 beschloß das Ehepaar, fick) zu trennen, aber nur vorübergehend. Die Frau sollte in, Berlin eine ^^Ile an-1 nehmen unb in Beziehungen zur Gimftn Wartensl^>en zu treten sncken Frau Steg er hat wiederholt von dem Reichtum und I dem wertvollen Schmuck der Gräfin Wartensleben erzählt.

In Berlin wurde derDirektor" Martin B all, der Ge­schäftsführer der Netlame-GesellschaftBerliner Auchtellungs- Galerie", unter dem Verdacht des Meineids unb Verleitung dazu in Untersuchungshaft genommen. Ball soll auch v er- "ud)t haben, verschiedene Personen um sehr hohe mummen zu bringen. Es- soll sich um eine Gesellschaft von Bettugem handeln. I

Zn S t. Gallen luurüe ein internationaler Gauner verhaf­tet. Er gestand ein, in Wien eine ganze Reihe von Zuwelendieb- stählen unb raffinierten Einbrüchen begangen zu ixtben. Ge­nen den Verhafteten, der unter allen möglichen Ramen, als ^n-1 genieur, Künstmaler unb Arzt, tätig war, l^°n reiche intcntaticnale Steckbriefe erlassen worden. Durch die Be­schlagnahme der Korrespondenz glaubt man einer großen I Schwindlerbande auf die Spur gekommen zu sein.

' Als der Czenstochauer Industrielle Josef Bauerertz mit feiner i Tochter auf seinem Wagen an der Station Myszkow (Polen) vorüber fuhr, wurde eine Bombe geworfen. Bauerertz wurde schwer verwundet, feine Tochter blieb unverletzt. .

Am Mittwoch sind gleichzeitig in Wien tote in Sub­italien, besonders in der ddähe des Aetna unb in Kala­brien, Erdstöße verspürt worden. . .

Am 18. Februar brannte das königliche Theater in | Windsor mit seinem gesamten Material ab.

Pariser Blätter behaupten, daß der deutsche Kronprinz zum großen Automobilpreis nach Dieppe m ö-rantreta) kommen werde. Von zuverlässiger Seite wird dazu bekannt ge­geben, daß diese Wiclimng' vorläufig jeden Anhaltspunktes entbehrt.

Ein Brandunglück hat die Funken-Telegraphen-Statwn am E i f f c 11 u r m zu Paris empfindlich geschädigt Ter Schaden wird auf 200 000 Franks geschätzt. Der Brand entstand im Tlynamoraum, svähreud versucht mürbe, den Funkenverkehr Laris- Takar illizuleiten. Das für den Dynamomitrieb erforderliche Petroleum entzündete sich und in wenigen Augenblicken war die Baracke mit ihrem kostbaren Inhalt verloren. ,

Ein Unglücksfall höchst merkwürdiger Art hat, wie aus Pottsville in Pemiwtvauien telegraphiert wird, die Arbeller der dortigen Midvalletz-Kohleiigruben betroffen. Sie schlugen die schwache Ge­steins-Umhüllung eines unterirdischen SeeschlammrMens an und bie ausfließenden Schlamm-Massen versperrten die Ausgange des Bergwerks. 28 Bergleute sind eiugeschloNen Um sie zu befreien, muß ein neuer Zugang bis zu 3oO rMß tief gegraben werden. Man fürchtet, baß sie verhungern, ehe es möglich ist, auch bei Anipannung aller Kräfte diese Arbeit

im Französifcheu und Engtischen, zwei an der Akademie verbrachte Semester auf die vorgeschriebene Studienzeit anzurechnen. Durch Ministerial-Erlaß ist ein Glcickies nun auch für b' ' -

DCihigi worden, die fiel) auf die Obertchrcrinn' zösifchen oder Englischen vorbereiteu wollen stnden auch Vorlesitngen und Ucbungcn auf dem Gebiete der

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