Ausgabe 
20.7.1908 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

*> 'g'<4.

energis/7.

eit: ^NZr g^J-

»dm°"7'd 'LW >S«A L'K!

Ste« über 100

m Nje W-

MügLjY SfiWftSt ^alen getötet unbe e Bautischler Stern sberg am Abend vor Logisichissain- u. 7n öaien gebrach - Meten Tischler Nils-! Stern unö Rosberg > ährend aus bein Schiss: leruer ein, gemeinsam r ntdiebstahl bei Malmö: bestreiten die Schuld, raee (Calabrien) ist t; e i von erschreckendem lb hem Hospiz, das von c chwestem getestet ioirb, f nbetnl43au§9)lan:

-paziergMg?) leicht MÄVvg nod ,u > solche bann äschcn unentwegt in je .ein zn stecken, dann übe veiterhin himmlische appetitlicher. Tie roät i Stadtverordneli . e besser aushalten, seitens der guten GM schenlichkeiten der ein- n .isalion, nicht von!e e r e r h ö h u n g, ,dei - düsterer Prophezeiung,: l hier die Rede sein, iont: oben gegen die tu enden, über Gießen ho. os soll die Rede fein c i'tabt, zu deren Besem^ >n Sladtsöckel nicht eitcr.- Lille und ein geringer - teln in nur geringem Lj Provinzialhaupt-, ug Msicht das Cbiunt suM uung gruiidlegender @tl*

-»d be-3 WM-» nbetiertretung feut/ ^j ten Pia/ geub mub- nackt w

it breit, die.gerMu . Es steht wilienichast. WW

t entfernt

sS5r*«3 idS *S «i*,! sen "'Hasser 0e ?i hl an f tniK;

Morgens den \tuW tenbt! l> rerer ^fhon W -deruug^ M b,e tW : iJ' Energie- J -

?*&>1,6 d

Sw*?

uns

Lesch-ver^u

1 Kheinisches

TnrUwIL-..-» £7; « n^r-. Maschinenbau,Elektrotechnik l ecnniKum mögen Automobilbau, Brückenbau.

R

ChaulTeurkuree.

in einen dichten, beizenden Ranch gehüllt rodet Kartoffel­feuer chen, ad) roie idyllisch! Wo seid ihr hin ihr lieblichen Zeiten,, da außer dem angesessenen Oekonomen noch jeder wackere Bürger neben seinem £>aiibtverfe ein kleiner Ackerbauer war! Versunken und vergessen wäret ihr mit euren Hämilsheerden, eueren offenen Miststätten mit euerem schorumgrenzten Horizonte, mit eurer Zufriedenheit und euren, ach so billigen, Nahrungs­mitteln, wenn nicht allherbstlich ungezählte Kartoffelfeuer die Erinnerung an euch bis in die Schlafzimmer hinein uns in Augen und Nasen zurückbeizte!

L>at den Stadtverordneten Q. der Rauch zu sehr in die Augen gebissen, ist er schwindlig geworden oder hat sich der sonst so Solide heimlich gar einen kleinen Schwips zugelegt? Tatsackie ist, daß er plötzlich zappelnd und fluchend in demWeiher" an der Mauer der Kempfsschen Besitzung liegt. Mehr schlammig als naß wird er herausgezogen und verficht nun aus eigene Faust, uns weitere Mühe ersparend, die Beseitigung dieses, wie er sich im Lokaltone ausdrückt, S. . loches. Afteichistoriker werden dagegen sein, sie werden auch dieses hehre Wahrzeichen versunkener Pracht zu erhalten suchen, um Kind und Kindeslindern zu zeigen, wie in früheren Zeiten alles so viel schöner und prak­tischer war. Handelt es sich doch hier um eineWeed", ein ehrwürdiges Ueberbleibsel aus alter, ökonomischer Zeit, da Gießen in kümmerlichen Wasserverhältnissen darauf angewiesen war, für Menschen, Vieh und Feuergefahr solche ursprüngliche Anlagen zu Hilfe zu nehmen: ein Ueberbleibsel, dessen sich kleine und arme Ortschaften durch Einführung einer gesunden Wasserleitung end­lich zu entledigen allseits bestrebt sind. Ein Schlammloch ohne Zu- und Abfluß in hygienischer Hinsicht. Unstreitig das Un­zeitgemäßeste, was das Weichbild Gießens noch konserviert. Ein wahres Schneckeneldorado, denn es ist alles da, was dieses be­liebte Viehchen zu einer gedeihlichen Entwickelung und reichlicher Fortpflanzung braucht. Schlamm, faules Wasser, Stagnalwn. Nun, ich bin getrost, diesmal werden alle Eintwendungen der Lokalatck)äologen nicht durchschlagen, innerhalb längstens 14 Tagen (?) ist das Loch zugeschüttet. Wenn freilich der Herr Stadtverordnete Q. nicht hineingefallen wäre, was ich als Ge­mütsmensch sehr bedauere, dann stänke dies ehrwürdige Tenk- mal ururgroßv'äterlkcher Einsicht noch nach 50 Jahren zum .Himmel.

Hat keiner der Herren Lust, noch weiter zu spazieren? All­gemeines Schweigen, dann energische Verneinung. Die Stimmung cheint gedrückt, man will nach Hause, man hat für heute genug.

*.»**.<** ln jeder beliebigen Schriftart and Kanon- l?iHTTflri ff tl forte, sowie mit Zirkeln aller studentischer» v Vereinigungen, liefert zu mäßigen preisen

örühl'sche Universitäts-Druckerei, Schulstraße 7

j mg benutzt wird.

Darum, liebe Mutter und gestrenger Herr Vater, ereifert end) nicht zu sehr über die Zmt, die beim Badenvertrödelt" rnrd, sie ist als Ausgleich der dumpfen Schulstubenlust nicht icrgciibet, mag lieber der Seltersweg, diese immer üppiger i mchernde Poussierschule für die unreifere Jugend, etwas ver- oben! Lassen wir, wegen der Unzuträglichkeiten der jetzigen . iabegcgcnb, die zu verbessern außer unserer Macht hegt, schließ­lich die Pserdeschwemme wo sie ist und verlegen lieber die Bade- »imstalten dahin, wohin sie gehören, oberhalb der Möserschen Mühle an die Woog. Die Stadtverwaltung kann und darf sich ihrer (-rnften Pflicht, der Einwohnerschaft ein gesundheitlich einwand­freies Flußbad zu bieten, nicht länger entziehen, und muß hier einen Weg finden, sei es, daß sie private Unternehmung Törbert ober, daß sie wie anberswo ftäbtische Bäder am richtigen Orte errichtet. Die unhygienischen Einrichtungen der Aborte in den sFlußbädern müssen verschwinden, sie sind für viele auch ein f hwcrwicgendcr Grund, den Badeanstalten fernzubleiben.

Nach diesem wenig erquicklichen Gang ans Wasser wollen wir nach der Marburger Straße ziehen, müssen aber vorher zu unserem Kedauern mitansehen, wie der Stadtverordnete Y. ein unfrei» billiges Bad nimmt. Der Arme hatte sich rn löblichem Eifer aruf dem liederlich angelegten Wäschesteg zu weit hmausgewagt, imeil er dasTönnchen" im Volksschulbad näher ins Auge fallen wollte. Ei gelangte mit unserer Unterstützung glücklich an Land.

Am Oswaldsgarten wird die Versammlung wieder ausge- fDaltcn. Ter Stadtverordnete Z. prallt mit allen Zeichen hoch­gradiger Bestürzung aus einem gewissen Häuschen heraus. Der Anblick einer ländlichen Schönen, noch so wenig von unserer städtischenKultur" beleckt, daß sie durchaus nicht einsehen will, warum solche Tempelchen lediglich für die Herren der Schöpfung nützlich, angenehm und erlaubt sein sollen, hatte ihn in leicht begreiflichen Schrecken versetzt. In der Steinstraße verabschiedete jjch der Stadtverordnete Tz. Er hatte sich die Fußbekleidung ;;i sehr beschmutzt, um weiter mitgehen zu können. Wir bedauerten Ms Ausscheiden des wackeren Mannes, hatten wir doch alle ähnliche Erfahrungen hinter uns, als Bewohner einer Stadt, wo jeder zweite Mensch zwar einen Hund haben muß, wo es aber bis jetzt nur Pferdedenkmalvertilger gibt und kein Mensch sich um die weit intensiveren Uebelstände, die die Fleichssresser zu hinterlassen stslegen, kümmert.

Endlich kommen wir an die obere Marburger Straße, dort- Sirt, wo man den Trieb und das schöne Wiesental weithin überblickt, bi I). überblicken könnte, wenn es nicht im Herbste und das gcanze weite Tal nicht nur, sondern auch die ganze untere Stadt

Wir gehen also zunächst mal durch die Neustadt nach der ßlahn. Warum hinkt denn der Herr Beigeordnete X. plötzlich? ilch, er hat sich nur den Knöchel gebrochen, das macht hier­zulande kein großes Aufsehen, denn wenn wir Gießener auch fait Jahren gewohnt sind, auf dem mit Pflastersteinen, Back- sUnnen oder auch gar nicht ausgeflickten Zementtrottoir einen wahren Schwertertanz auszuführen, so ist, trotz dieser Uebung mancher Eingeborene immer noch unglaublich ungeschickt und er» b-ibet Schaden, warum hat er auch nicht fleißiger geübt? Zeit nud Gelegenheit war ja reichlich da! Nachdem wir durch eine icoii der Kehrkompagnie aufgejagte, geradezu mandschurische Staub- molke uns ourchgehustet und fo die oben erwähnten Mitzstände am eigenen Leibe verspürt, auch weiterhin unter der Beobachtung peinlichster Vorsicht (Ausstellung von Seitenposten) durch das lMge Loch im Bahndamm uns durchgezwängt und, von der bös­artig rangierenden Bieberliese heftig bedroht, die Lahnstraße end- ch gewonnen haben, kommen wir zum Monument der größten iilygienischen Sünde Gießens zum Lahnbad. Mit der Lahn ,at unsere Stadt Pech, seit der tiefsinnigen Erfindung des großen kiebig, der mit dem Gewicht seiner Autorität undwissenschalt - cher" (wer lacht da?) Begründung durchzudrücken wußte, daß rer Bahnhof an seine jetzige, unglückselige Stelle kam. Gießen sing durch diesen Unsinn selbst Professoren madjen in schwachen Stunden Unsinn des Vorteils endgültig verlustig, der andere ckahnstädte so anmutig macht, des Vorteils einer bezaubernden jtagc am Wasser. Dafür wird der große Mann von der baut» dtaren Stadt jeden Winter sorgfältig eingewickelt und hätte fick, f eil das diesmal in sträflicher Sorglosigkeit unterblieb, beinahe ue Nase erfroren. Im nädiften Winter wird er ja wieder nngchüllt. Betrachten wir nun, nach dieser von lokalpatriotischepi Forn biflierten, freilich unfruchtbaren Ausschweifung die Lahn- j:di)cv. Ta kommt zunächst flußaufwärts die Pferdeschwemme. 7vas Pferd (equus caballus) hat 4 Beine, weshalb es lange end andauernd laufen kann, der Mensch (homo sapiens [?]i hat j-ren nur zwei,, weshalb er froh ist, wenn er an Ort und Stelle angelangt ist. Sollte es denn mit Rücksicht aus diesen unbe- jrcitbarcn anatomischen Unterschied ganz unmöglid) fein, anders- DO, wenn auch erheblich weiter weg eine Pferdeschwemme euj» r-jrid)ten7 Muß dieselbe direkt vor dem Mensckienbade liegen? . Ille dahingehenden Anregungen und Wünsche sind seit 20 Jahren mb langer auf unfruchtbaren Boden gefallen und höchstens nut der unsiichhaltigen Begründung, daß die Pferde nur abends baden dürfen, abgetan worden. Man könnte doch wenigstens eine -Laiel enbringen, woraus diese edlen und bekanntlich sehr verständigen Liiere die polizeiliche Warnung sich einzuprägen in der Lage . ar en, daß alle Verunreinigungen dieser Pferdeschwemme bei iufortiger Strafe des Schwanzabschneidens hinfüro verboten seien.

2ann wäre doch wieder einmal etwas in die Augen springendes jn- die Gesuiidheit der Einwohner geschehen. Die Lahn ver­breitet bei niederem Wasserstande in der Gegend der Badean­salten mephitische Düfte, und dieser Mißstand nicht nur ue liebe Bequemlichkeit hat bewirkt, daß viele Erwachzene □ib Minbcr sich immer mehr bem durch nichts 5U ersetzenden ,ilußbabe abroenben unb aud) im Sommer bas Volksbab auf- uchen Es wird mir hoffentlich niemand zutrauen, daß ich den roßen Segen unseres Lolksbades verkennen ober schmälern will, rdicr es ist bie Pflicht der Eltern, Erzieher unb Aerzte darauf , t dringen, daß während der warmen Jahreszeit von Gesunden in F 1 u s s c gebadet und diese hier gebotene Gelegenheit, Sonne i mb Luft, die unerreichten, natürlichen Nervenstärker so lange i mb ausgiebig als möglich an die Haut zu bringen von alt und

Schade! Ich hätte den Herren gerne noch gezeigt, toie man eben dabei ist, den Platz an der Reatzschen Gartenecke durch mangel­hafte Abrundung der Johannesstraßenecke und durch zu knappes Abschneiden der R.-schen Gartenspitze zu verbocken. Auch die Wiese und das Strandhaferfeld längs des hygienischen Instituts hätte ich noch gerne gezeigt, um zu konstatieren, daß durch bic Versäumnis einer regelmäßigen Ernte und Versteigerung inejer nützlichen Futtergewächse, deren üppiges Wachstum auf eine Bonität erster Masse des hygienischen Gossenurschlammes schließen lassen, dem Stadtsäckel ein erheblicher Ausfall erwachst.

Nachtrag.

Leider hat der hygienische Spaziergang trotz seiner Mrze für die Verwaltung der Stadt ungeahnte und unerfreuliche Folgen gehabt. Die Nasen her Teilnehmer sind von mir bezüglich ihrer Widerstandsfähigkeit erheblich überschätzt worden. Es mußten nach einander drei Stadtverordnetensitzungen ausfallen, weil sämt­liche Herren als Opfer des Berufes an den Folgen dieser In­spektionsreise erkrankt sind! Die behandelnden Aerzte sind, wie gewöhnlick), ganz verschiedener Ansickst über Natur und Ursache dieser Aiassenerkrankung. Während einige die ungewohnte Ge­mütsbewegung als Krankheitsursache annehmen, sind andere der Ueberzeugung, lediglich die erduldeten hygienischen Umca bildeten das schädigende Moment. Wahrscheinlid) liegt, wie so oft, die Wahrheit in der Mitte. Für die allernächste Zeit werde ich schwerlich die Herren zu einer zweiten Rundtour zusammenbringen unb muß mich für jetzt darauf beschränken, all er f eit§ gute Besserung zu wünschen.

Märkte.

kc. Franksurt a. M., 2u. Juli. (Telegr. Orig.-Bencht bc3 Gieß. Anz.".) Amtliche Nouerungcn der heuligen V i e 6 m a r 11- preise. Zum Verlaufe stauben: 518 Ochsen, 134 aus Oesterreich 65 Bullen, 10 aus Oesterreich, 819 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 271 Kälber,269 Schafe und Hümmel, 1522 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 0 Schastämmer. Bezahlt wurden für 30u Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1 Qualität 7679 Mk., 0 Qualität 7074 Alk., 3. Qualität 5862 Mk.: Bullen: L Qual. 6567, 2. Qual. 6062; Kühe 1. Qualität 7073 Mk., 2. Qual. 6163 Alk., 3. Qual. 4446 Mk>, 4. Qual. 0000 Mk., 5. Qual. 0000 Mk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlacht- gewicht: Kälber I. Qualität 93 dis 95 Pfg., Lebendgewicht 5556 Pfg., 2. Qualität 84-93 Pfg., Lebendgewicht 49-53 Pfg., Schlachtgew. 7075Pfg.: Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 82 bis 00 Pfg., 2. Qual. 7476 Pfg. Schweine: 1. Qual. 6768 Pf., Lebendgewicht 52,553 Pf., 2. Qual. 65 -66 Pf., Lebendgewicht 52-00 Pfg., 3. Qual. 5860 Pfg., Lebendgewicht 00-00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh gut, Ueberstand unbedeutend; bei Kleinvieh gut, kein Ueberstand

ic. Frankfurt a. M., 20. Juli. (Orig.-Telegr. be§Gieß. Anz") Anitliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpre is e. Weizen Alk. 20.7521.00, Kurhessischer Mk. 20.7521.00, La Plata Pik. «3.8024.25, Kansas Mk. 23.0023.50, Roggen (hiesiger) Mk. 18.7519.00 Gerste (Wetterauer) Mk. 20.7521.75, Franken- fclber Alk. 21.0022.50, Hafer 16.7517.50, Mais Mk. 15.9016.00. Weizenmehl Alk. 30.0030.50, 0000, 2. Qualität Mk. 29.00 bis Pik. 29.50, 3. Qualität Alk. 27.0028.00, Roggenmehl o

Pik. 29.7530.00,1.Qualität Mk. 28.7529.00, Weizenkleie Mk. 11.50 bis Aik. 11.75, Roggenkleie Mk. 12.2512.50, Maiskeime Mk. 10.90 bis Mk. 13.10, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 00.0000.00. Alles per 100 Kg. ab hier. ,

Gießener Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung für Hessen am Dienstag den 21. Juli: Nachlassen des Regens und später Aufheiterung. Kühler.

leit der Tagesordnung, nicht angenommen. Der Ausflug wird, ur Beruhigung der Herren sei dies vorausgeschickt, zu Fuß mternommen, bei dem altersschwachen Mder-, Feder- und übrigen jZerbältnissen der Omnibusse will ich die teuren Leben der Herren nie and) das meiner Wenigkeit nicht aufs Spiel setzen. Fürchten Sie nicht, m. H., daß idj hier die verlockend gümtige Gelegen- cit ergreifen werde, bic balbigc Einführung einer elektrischen Bahn Zhnen aufs neue ans Herz zu legen, ich hege wirklich das Ver- raucn, daß die unverzögerte Inangriffnahme diesesGießener ckebeiisnerves" nicht mehr binausgeschoben werden wird. Tie hygienische Seite des Omnibusverkehrs legt ja Vergleiche nahe und reizt zur Polemik.

vpielplan der vereinigren srantfurter Stadttheater.

Schauspielhaus.

Dienstag den 21. Juli, abends 8 Uhr: Festvorstellung. Zum dritten Male: .Turnvater Jahn/ Mittwoch den 22. Juli: .Alt» Heidelberg/ Donnerstag den 23. Juli: Abonnements-Vorstellung siir den am 21. Dezbr. 1907 ausgefallenen TienStag: .Hamlet." Freitag den 24. Juli, abends 8 Uhr: Festvorstellung. Zum vierten Male: .Turnvater Jahn." Samstag deii 25. Juli, abends 8 Uhr (letzte Vorstellung vor den Schauspielferien): Festvorstellung. Zum fünften Male: Turnvater Jahn." Dienstag den 25. August: Erste Vorstellung nach den Schauspielserien.

) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.

Handel und verkehr, vslkrwirtschaft.

Berlin, 17. Juli. Ter Wert des d e u t f ch e n Außen­handels betrug im ersten Halbjahr 1908 in der Einfuhr 4303 Millionen Mark, gegen 4424 Millionen im gleichen Adfchnitt des Vorjahres- in der 'Ausfuhr 3308 Millionen Mark gegen 3345 Millionen nn gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dre Einfuhr ließ um 121 Millionen, die Ausfuhr um 41 Millionen nach. Ter in obigen Wahlen enthaltene Ebelnietallverkehr erreichte in der Em- fuhr 143 gegen 79 Millionen 'Mark im gleichen Zeitraum bc5 Vorjahres, in der Ausfuhr 33 Millionen Mark gegen 39 Millionen Mark im gleichen Abschnitt des Vorjahres.

und Schule»

Der Sprachunterricht in unseren Schulen. Unter bem TitelGrammatik und WissensckM" (Gram­matik und Wissenschaft. Eine psychiatrische Studie von Oberlehrer Max Kleinschmibt. Preis 1,50 Mark. Han­nover, Dr. Max Jänecke, Verlagsbuckchandlung), veröffentlicht der Rostocker Oberlehrer Max Kleinschmidt eine Broschüre, in der er unter Anführung zahlreicher Beispiele, zum größten Teil aus unseren verbreitetsten Grammatiken, außerordentlich schwere Vorwürfe gegen die gebräuchliche Methode des Sprachunterrichtes erhebt. Er schließt mit den Worten:Meine Arbeit unterscheidet sich dadurch von sehr vielen ähnlichen, daß sie einen Beweis für ihre Behauptungen erbringt, wie er strenger selbst in der Geometrie nicht denkbar ist, so baß jede Möglichkeit eines Einwandes ausgeschlossen ift . . . Eins halte idj für ausge­schlossen daß die Behörden bie Fortsetzung bieses Unterrichts geflattert werden. Der bloße Zweifel, daß bic maßgebenden Stellen auch nur einen- Augenblick zwischen sachlichen und persönlichen Erwägungen schwanken könnten, würde eine schwere Beleidigung für sie bedeuten. Und daher, obwohl das Prophezeien von allen Arten geistiger Betätigung diejenige ist, der ich am wertigsten Sympathie entgegenbringe, möchte ich jetzt doch eine Prophezeiung wagen: binnen Jahresfrist wird an deutschen Schulen fein Unter­richt im pathologischen Denken mehr erteilt werden." Wir be­halten uns vor, nach eingehendem Studium der Broschüre nochmals aussührlick) daraus zurückzukommen.________________________________

Kleine Knnst chronik. Einem Darmstädter Blatte zu­folge hatte die Jury der Hessischen Landesausstellung für freie und angewandte Kunst den Darmstädter Bildhauer Theodor A l d e n f e 11 nut keinem einzigen Werke zugelassen. Ter Künstler appellierte kurz entschlossen an die Allgemeinheit und stellte feine Arbeiten im Kunslverein aus. Dieser Tage empfing nun der Großherzoa, nachdem er. Albenfells Werke mit großem Interesse besichtigt hatte, den Künstler in Audienz und sprach ihm jein Lob aus. Natürlich vermied es der Großherzog als Protektor der Ausstellung, das Urteil der Jury zu berühren. Tie Ent­lassung des Generalintendanten v. Bignau in Weimar wird offiziös verkündet. Ein früherer Offizier, Herr v. Schirach, ist als Nachfolger bestimmt. Die böhmische Stadt Eger feierte am Samstag und Sonntag das Andenken W a l l e n st e i n s durch Festspiele und einen Festzug. Am Sonntag vormittag erfolgte der Einzug Wallensteins in Eger" in Gegenwart von 15 000 Zu­schauern. Sodann folgten Szenen aus dem dreißigjährigen Kriege. Ten Höhepunkt bildete ein FestspielDie Gründung Egers" in der alten Kaiscrburg, verfaßt von dem Nürnberger Schiiststeller Ditlmar.

Original-Drahtmeldungen.

Köln, 20. Juli. Wie derKöln. Ztg." aus Tanger gemeldet, wird, ist in Tukala dank der französischen Einmischung Revo­lution ausgebrochen.

Berlin, 20. Juli. Das Befinden des erkrankten Chefs des Zivilkabinetts, von L u c a n u s, ift dem Kleinen Journal zu­folge derartig, daß man sich auf das Schlimmste gefaßt machen müsse. ,

Stuttgart, 20. Juli. Prinz August Wilhelm von Preußen 'besichtigte in Friedrichshafen Zeppelins Luftschiff. t Kopenhagen, 20. Juli. Der französische Gesandte gab gestern anläßlich des bevorstehenden Besuches F a l l i ö r e s ein Bankett zu Ehren der dänisckien und französischen^ Journalisten. , ",

Rom, 20. Juli. Die Wähler von Trapani bat)en. Nasi mit 2005 Stimmen gegen mehrere hundert Stimmen, die auf einen Sozialisten entfielen, wiedergewählt. Zu Ehren Nasis- fanden große Kundgebungen statt. Am Mittwoch wird der Ex- minister in Trapani eintreffen.

Rom, 20. Juli. Die offiziellen Manöver, deren Thema eine Landung an der Küste des abriatifdjen Meeres roar,i sind gestern beendet worden. General Polio hielt in Perusi eine: eingehende Kritik ab, in der er sich über die Unzulänglichkeit der Küftenverteidigung anssprachi. Der General fügte hinzu, er werde dem Kriegsminister hierüber berichten und Vorschläge zur .Er­richtung neuer Festungswerke einreichen.

Mailand, 20. Juli. Der Bischof von Cremona/ Vobomelle, wurde von einem Journalisten über die Teilnahme der Katholiken an den bevorstehenden Kammerwahlen befragt Der, Bischof erklärte, daß es nicht weise sei, Mgeordnete einer beson­deren katholischen Partei in die Kammer zu entsenden. Die katholische Kirche habe als solche mit der Politik nichts zu tun. .

Paris, 20. Juli. Echo de Paris erfährt aus Tanger:! Gestern fand in Dar el ^Jladjifen eine Konferenz statt, der auch zwei Deutsche beiwohnten, bie vor fur^r Zeit aus Fez ein» getroffen waren. Auf ihr Anraten soll Muley Hasid sich entschlossen haben, heute nach Rabat aufzubrechen.

Seit mehr als 40 Jahren ist in bunberttaufenben von Fällen die vorzügliche Berbaulichkeil unb Nahrwirkung des Nestle schon Kindermehls, das bie Kmber so gern nehmen, grünblich erprobt worben. Immer gleichmäßig unb gebrauchsfertig, stets bekömmlich, nie säuernb ober sich zersetzend bringt das Nestle-Alehl den Säug­ling durch bie schwierige Periobe des Sommers glücklich hindurch.

(85-°/«)

Vergebung doh Pflaster-11. khaHerarbtitea.

Die Pflaster- und Chaussierarbeiten für den Ausbau der uüeren nördlichen Wilsonstraße zwischen der Liebig- unb Wilhelm- ürafee sollen

Donnerstag, den 23. ds. Mts., vormittags 11 Uhr öffentlich vergeben werben.

Die Arbeilsbeschreibungen unb Bebingungen liegen wahrend äter Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote aut Bor- »ruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten üeitpuntt verschlossen und mit entsprechender Ausschrift versehen, an uns einzureichen. Zuschlagsfrijt 3 Wochen.

Gießen, den 16. Juli 1908. (B*8h

Städtisches Tiefbauamt.

Braub ach.

Prima Kognak

t Spezialinarke, garantiert franz. Derschnill, ärztlich empfohlen, per Literflafche 2 Mk., ist der vreis- i werteste und beliebt wegen seines nrzüglichen Geschmackes. Ferner Viten menie französischen Kognaks unter Originatverschtuß als die beeiten, welche der Markt bringt. s'!8) E. Bort, Walttorstr. 45.

Rechtsschutzstelle

erteilt unentgeltlich [D22^ Rat und Auskunft ftflucu Md Mädchen. Sprechstunden Mittwochs von 57 Uhr, Reuen Baue 25, III.

Mittwoch, den 22. dis. Mts., nachm. 2 Uhr, werden im Bieker- schen Saale versteigert:

I. 1 Ebenholztisch, 4 gepolsterte SessellblausPPferdegeschirre, 1 Sopha, 2 Bilder, Wlrlstische und Stühle, 1 Buffet, 1 große Partie Schuhwaren all. Art, u. a. m. [4428

II. 12 Paar Hcrrcnschnallcu - ichudc.

Die Versteigerung unter II findet bestimmt statt.

Geißler, Gerichtsvollzieher.

Versteigerung.

Mittwoch, den 22. dis. Mts., nachm. 3V3 Uhr, versteigere ich ein Holzfchneiderei'Gattwerk zwangsweise gegen Barzahlung.

Zusammenkunit der Steiglieb­haber V, Stunde vor der Ver­steigerung auf meinem Bureau.

Gießen, den 20. Juli 1908. ["" Seipel« Gerichtsvollzieher.

Versteigerung.

Dienstag, den 21. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich 'Reustadt 55 dahier gegen Bar­zahlung: _

3 Pferde, 1 Break, 1 Schnee- schlitten, 1 Rollwagen, 1 Jahr­rad, 1 Partie Filz- u. Zylinder­hüte, 40 Dutzend Kraoatten, 2 Ladentheken mit Regalen u. Glasschrank, 1 Gaslüster, 1 Hut­former, 30 Lorbeerbäume, 8 Handkoffer, 2 Reisekoffer, ein Pianino, zirka 160 Pieter Drell und Aiöbel aller Art.

Born, Gerichtsvollzieher.

Neue Kartoffeln per Ztr. » Mark empfiihlt

I. Weiset, sennenßr. 6

4155) Telephon 235.

Versteigerung.

Freitag, den 24. Juli 1908, vormittags 10 Uhr, soll bie

Kartoffelernte lFruhkartoffeln- v. einem Acker im 'Alten Feld- versteigert werben. Steigerer wollen sich am Bahn­übergang Schisfenberger Weg emnnben.

Gernm ecker, Psandmeister.

WkinstubeSchott

täglich frische [3268

Erdbeer - Bowle.

Sommersprossen

Leberflecken etc, entfernt rasch und sicher Creme Odin

Preis Mk. 2.00. [2688

Germania Drogerie,

Carl Seibel.

Ziviebelkuchen

Dienstags, Donnerstags und Samstags, von morgens 8^/rUhr.

B. Schomber

4190 Walltorstr. 51.

Jtal. Kartoffeln

10 Pfund 60 Pfg.

100 Pfnnd 5,50 Mk.

Neue holl, zlollheniige Stück 8 Pfg. (4411 Jakob Matercus Ecke Klinikstr. u. Frankfurt. Str.

Einmachzucker

10 Pfund Mk. 2.20, wenn im Laden abgeholt.

H. F. Nassauer, 4.79) Neuenweg 15.