wird
Die Lage auf Haiti.
be
llten ohne Bewohner.
eine hier
Verantwortung alle Verdächtigen nachts aus den Betten holen und ohne Verhör füsilieren ließ. Dem „New 2)orf Herold" wird aus Port au Prince unter dem 17. d. Mts. telegraphiert: Alle am Sonntag früh Hingerichteten waren Neger. Tie Gefängnisse sind überfüllt. Alle Verdächtigen wurden in Eisen gelegt. Die Vertreter Deutschlands, Englands und Frankreichs notifizierten ihren Regierungen, daß ein Massaker von Ausländern jeden Augenblick stattfinden könne.
mit natürlich die echte Arbeiterfreundlichkeit absprechen, namentlich in solchen Kreisen, denen es gleichgültig ist, ob die Arbeiter mehr oder weniger bezahlen, wenn sie nur die Selbstverwaltung und den politischen Einfluß erhalten und verstärken können. Ich will das Krankenversicherungswesen neutralisieren, und hier> für gibt es nur einen Weg: die stärkere Heranziehung des Unternehmertums zu Kosten und zur Verwaltung. Jede finanzielle Entlastung der Versicherten und Vergrößerung der Leistungen aus den Kassen bewerte ich höher als die politische Macht. Denn schließlich soll doch der ganze gewaltige Apparat, um den Deutschland von der ganzen Kulturwelt beneidet wird, in erster Linie der sozialen Versöhnung, dem gemeinsamen Zusammenarbeiten von Llröeitgeber und Arbeiter und der Milderung der Klassengegensätze dienen.
aus derTages- Lanbessängeroerband
Arbeitslosigkeit. Professor Schanz in Würzburg hat ganze Reihe beachtenswerter Vorschläge, aus die ich aber nicht eingehen kann, gemacht. —
Damit will ich mein „Korreferat" schließen. Man
Deutsches Nerch.
Berlin, 17. März. Die Kaiserin hütet infolge einer Erkältung das Zimmer und sagte deshalb die Teilnahme an dem heute aus der oilerreich.'ungarijchen Botschaft statlfiudenden Diner ab.
— Ter Staatssekretär des Auswärtigen Amts, v. Schön, ist an Bronchialkatarrh erkrankt.
-Vizeadmiral Zeye wurde zum Befehlshaber der Schul- und Versuchsschiffe ernannt. Vizeadmiral W o d r i g, Direktor des Werildepartements und des Reichsmarmeamts wurde unter Enthebung von dieser Stellung und Aufhebung seines Mandates zum pelwerkretenden Bevollmächtigten zum Bundesrat zur Verfügung des Chefs der Marinestalion der Ostsee gestellt. Vizeadmiral Breusing wurde zum Tirektor des Werüdevartements und des Reichsmarmeamts imb gleichzeitig zum stellvertretenden Bevollmächtigten zum Bundesrat ernannt.
Hamburg, 17. März. In militärischen Kreisen des neunten Armeekorps wird behauptet, zum besseren Schutz der Westküste Schleswig-Holsteins solle das s chtes wig-holst ei ursche Dra gonerreginrent Str. 13, das zur Zeit in Metz garnisoniert, nach Tondern und Apenrade disloziert ,verden.
Vorschlag muß mit aller Entschiedenheit zurückgewiesen werden. Eine weitere Forderung, nach der man die sogenannten „Berufskrankheiten" unter den Unfallbegriff einbezieht, ist dagegen schon oft vertreten worden und durchaus diskutabel. Einfach ist freilich die Durchführung dieses Postulats nicht, lieber die dritte Art der Versicherung, die Invaliden- und Altersversicherung, ebenso über die noch unerledigten Ausgaben der Witwen- und Waisenversorgung, der Arbeitslosen-, der Mutterschasts- und der Pri- vatbeamteTwersicherung ist der Herr Vortragende, ebenfalls aus Zeitmangel, mit wenigen Worten hinweggegangen. Die neuen Versicherungszweige, und zwar zuerst die Privatbeamtenver- sicherung, wenden mit der Zeit sicher kommen. Tie Bewegung ist im Gange und kann nicht mehr aufgehalten werden. Am problematischsten ist die Arbeitslosenversicherung. Besser als die Versicherung ist die Prophylaxis, d. h. die Verhinderung der
verordneten -Versammlung am Donnerstag, 19. März, nachm. 4 Uhr, sind nur folgende beide Beratungsgegenstände vorgesehen: 1. Schutzstreifen bei der Irrenanstalt. 2. Unter- Haltung der Anlagen vor dem UniverfitätSgebäude.
"Einen d em Untergangegeweihten Straßenzug in unserer Stadt passiert man, wenn man von der Bahnhofstraße gegenüber der Löivengasse seine Schritte in den Tiefenweg lenkt. S^'—
Rom, 17. März. Kardinal Casali bei Drago ist.heute nachmittag gestorben.
London, 17. März. Der Zustaird des Kabinettschefs Sir Campbell Banner man ist hoffnungslos.
Petersburg, 17. März. Nach Meldungen, die der Re- gierung zugegangen sind, sind in der Wolgagegend Bauernunruhen ausgebrochen. In der Nähe von Saratow haben Zusammenstöße mit Gendarmen stattgefunden. Militär ist aü- gegangen.
Barcelona, 17. März. Die Frau, die durch die vor - gestrige Bo m b e u exp l o s i o n verletzt wurde, ist gestern abend gestorben. Nachträglich hat sich noch ein junges Mädchen gemeldet, das angeblich ebenfalls bei der Explosion verletzt wurde. Die Zahl der Opfer beträgt somit 1 Toter unb 4 Verwundete. Die Behörden haben die Bomben, die am St. Josephs- markt am Sonntag aufgesunden wurden, zur Explosion gebracht. Sie hatten einen ähnlichen Inhalt wie die Bombe, die vorgestern explodierte, lieber 50 Haussuchungen haben in dieser Airgelegenheit stattgesunden, sämtlich bisher ohne Erfolg. Infolge des herrschenden Terrorismus sind die Marktplätze fast vollständig leer.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 18. März 1908.
** Die Feldbereinigung in Hessen. Abg. Joutz hat in der 3iöciten Kammer eine Anfrage an die Großh. Regierung gerichtet, was sie zu tun gedenke, um die Feldbcrein'iguna zu beschleunigen.
*e Für die öffentliche Sitzung der Stadt-
4polefifd?e Tagesschau.
Arbeitskammer und Arbeiterkammer.
Recht interessante Ausführungen über diese Frage hat ein Vertreter der badischen Regierung auf eine sozialdemokratische Interpellation in der badischen Zweiten Kammer gemacht. Der Minister des Innern erklärte: die Regierung habe sich zunächst auf Erhebuilgen beschränkt. Er persönlich halte es für einen großen Fortschritt, daß die Regierung sich entschlossen habe, der Frage näher zu treten. Arbeiterkammern seien zwar d a s n ä ch st e. Aber auch auf der Grundlage von Arbeitskammern lasse sich eine Standesvertretung^ der Arbeiter ermöglichen. Tie Wahlen müßten allgemeine, gleiche und direkte sein unter Anwendung des Proporzes. Auch seien die beiden Geschlechter zuzulassen. Einen Teil der Men dürste der Staat zu übernehmen haben. Ter Gedanke des Entlvurses lasse sich eher verwirklichen auf der Grundlage reiner Standesoertretmig der Arbeiter.
Inzwischen hat der ge s chä f t s f-ü hren de A u s s chu ß de s Derbandesder Deutschen Berufsgcnossenschafteii in seiner letzten Sitzung am 16. März über die Stellungnahme zu dem Entwurf des Gesetzes über die Arbeitskammern beraten. Es wurde beschlossen, Berufsgenossenschaftstage vorzuschlagen, sowie den Gesetzentwurf abzulehnen.
*
Der Reichskanzler über die deutsch-russischen Beziehungen.
Ter Pariser Korrespondent der „Mwoje Wremja" hatte auf der Durchreise in Berlin eine interessante Unterredung mit dem Fürsten von Bülow. Ter Kanzler trat den russischen Preßtreibereien gegen Deutschland scharf entgegen. „Einst Eonntc Fürst Bismarck," führte der Kanzler aus, .Mer die „russische Druckerschwärze" spotten. Jetzt haben sich die Zeiten geändert. Dio Bedeutung der Presse bei Ihnen hat sich ernstlich gehoben; die russische Presse Hal großen Einfluß gewonnen. Deshalb stehe ich nicht auf dem Standpunkt, daß ich Ihre Presse ignorieren könnte, deren Ton Deutschland gegenüber immer ungerechter und feindlicher wird. Unsere Politik ist durchaus friedliebend. Ich wiederhole: Wir verfolgen außerhalb Europas keine anderen als kommerziellen Interessen. Wir wollen niemand angreifen, doch sind wir als Großmacht verpflichtet, an Schutz gegen jeden Uebersall zu denken. Darauf beruht auch die Auffrischung unserer Flotte. Deutschland verfolge auf der Balkan- Halbinsel ausschließlich kommerzielle Interessen. Es sei unbegreiflich, wie die Sands ch a kb a hn fr agc , die ebenfalls nur eine kommerzielle Bedeutung besitze, Rußland so gegen Deutschland ausbringen konnte. — Mit Bezug auf Persien äußerte Fürst Bülow: Deutschland respektiere jeoes fremldee Recht, es verfolge lediglich ökonomische Interessen. Die Gründungeinerde nt - sch en Bank für Pers icn sei eine Notwendigkeit, um die Interessen der deutschen Kaufleute wahrzunehmen. Die d e u t s ch e Schule in Teheran verdanke ihre Entstehung der bireften Initiative des Schahs. Die gehässigen Ausfälle, wonach Deutschland durch die Bagdadbahn seine Hand auf Persien legen wolle, feien ebenfalls absurd. Deutschland denke nicht daran, Aeim asien zu kolonisieren oder einen Hafen im Persischen Meerbusen SU erwerben. Tie Bagdadbahn erschließe die Reichtümer Mesopotamiens, wodurch alle Vorteile ersprießen würden. Schließlich verwahrte sich Fürst von Bülow gegen den Vorwurf der russischen Presse, daß Deutschland sich in Rußlands innere Politik mische.
Casablanca, 17. März. General d'Amade richtet, dah seine Truppen in Bereschid eingetroffen sind. Die französischen Verluste bei dem Gefecht am 15. d. Mts. betrugen: ein Spabi tot und ein algerischer Schütze verwundet
Stadt bereits Luft geschaffen, indem fie den größten Teil der Häuschen vor Kurzem abbrechen ließ. Ebenso trostlos sieht es in der Großen Mühlgasse au§: hier und dort ein unbewohntes Hans. Hier befinden sich Hosreiten, deren Gebäude sicher 2- bis 300 Jahre alt sind und die den Nest eines ehemaligen Stadtteiles bilden, der hauptsächlich landwirtschaftlichem Betriebe diente. Wie sonst nirgends im Innern der Stadt haben sich hier noch eine Anzahl enge, von Viehstallen und Scheuern umgebene Höfe erhalten, woran sich schmucklose Fachwerksgebäude für Wohnzwecke mit dem Giebel nach der Straße anlehnen, neben denen die enge Zufahrt nach dem Hofe frei gelassen ist. Eigenartig berühren die dicht an die große Mühlgasse gerückten Fabrikgebäude, die mächtigen Schlote des Werkes Schaffstaedt und der in neuester Zeit entstandene moderne Comptoir- und Lagerbau der Firma Happel, die dartun, daß der moderne Geist auch in der außerhalb jeden Verkehrs liegenden alten Gasse nicht Halt gemacht hat. Kulturgeschichtlich ist zweifellos der alte Straßenzug, der tn eine Sackgasse endet, recht interessant. Es wird nicht mehr 'ange dauern, und dieses Stück Alt-Gießens wird fallen, um der von Bauunternehmer Winn an der West-Anlage neu« begonnenen Verbindungsstraße bis zur Bahnhofstraße Platz zu machen. Das Haupthindernis dabei ist die Noll'sche Hof- rcite in der Großen Mühlgasse, resp. deren Scheuer, die quer vor der neuen Straße steht; deren Enteignung wird gegenwärtig von der Stadt betrieben.
** Die ersten Anforderungszettel für die Kanalgebühren sind nunmehr zur Ausgabe gelangt. Da das Ortsstatut über die Erhebung von Gebühren für die Benutzung der städtischen Kanalisation erst gegen Ende Januar m Kraft trat und die ursprünglich vorgesehene rückwirkende Kraft des Statuts vom Ministerium nicht genehmigt worden ist, enthält der erste Kanalsteuerzettel nur die Kanalgebühren von Februar und März. Die Kanalgebühren sind lt. Statut von den Hausbesitzern zu tragen, eine einfache Abgabe der Zettel an die Mieter, die mehrfach vorgekommen sein soll, entbindet die Hausbesitzer nicht von der Zahlungspflicht. So- weit bis jetzt noch keine durch die Einführung der Kanalisation begründete Mietsteigerungen stattgefunden haben und die Hausbesitzer nicht vornherein die ganze Belastung allein auf sich nehmen wollen — was wohl in den wenigsten Fällen der Fall sein dürfte —, empfiehlt es sich, eine gütliche Verständigung über die Verteilung der Lasten auf alle Nutznießer der städtischen Kanalisation herbeizuführen.
*’ Erledigt sind die 5. Lehrerstelle an der coang. Schule zu Erbach. Dem Grafen zu Erbach-Erbach steht das Prasentationsrecht zu. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Gau-O dem heim. Mit der Stelle ist die Hälfte des Organistendienstes verbimden.
** 21115 d e m Bureau des S t a d t t h e a t e r s. Es sei daraus hingewiesen,. daß „ Z a p s e u st r e i ch ", die hemige Beneüz- Vorstellung für Herrn Oberregisseur Bakof, im Abonnement nicht wiederholt wird. — Im Stück selbst ist das ganze Herrenversonal tätig. Alich Tireklor Steingoetter wirkt mit und zwar wird er wie bei der Erstaufführung des Werkes vor 6 Jahren den Rittmeister Lehdenburg spielen.
'"Ein niedlicheSBureau traten st ückchen. Hierzu schreibt uns ein Leser unseres Blattes:
„Tie in Nr. 64 Ihres geschätzten Blattes unter der Spitzmarke „Ein niedliches Bureankratenstückcheu . . . gebrachte Notiz bedarf der Richtigstellung.
Tas von dem auf den hessischen Lehrermangel aufmerksam gewordenen bayrischen Lehrer an die hessische Negierung gerichtete Gesuch war gemäß Artikel 16 pos. 1 de- Hess. Gesetzes Über den Urkundenstempel, vom 12. August 1899, Reg.-Bl. Nr. 40 de 99 und bezw. Ziffer 27 des dazu gehörigen Tarifs einer Stempelsteuer, dem sog. Emgabestempel, in Hohe von 1,50 Mk. unterworfen. Nach Art. 25 pos. 1 desselben Gesetzes hat die Verwendung der Stempel- marken von demjenigen zn geschehen, von welchem die Eingabe ausgeht. Es war also im vorliegeiiden Falle der Gesuchsteller zur Verwendung des Stempels auf seiner Eingabe verpflichtet. Tie Unterlassung der Stempelverwendung halte nolivendig die Aufforderung des Ministeriums an den Zahlungspflichtigen zur Nach- entrichtung des Stempelbetrages zur Folge und zwar gemäß Art. 17 des gen. Gesetzes. Nachdem nun der Gesuchsteller ferner Stempel- pfllchl dinch „ganz freie" Einsendung des Geldbetrages genügt hatte, hat das Ministerium Einschließung auf das Gesuch hin getroffen und solche dem Gesuchsteller mitgeteilt. Den bezahlten Betrag von l,o0 Alk. hat die Behörde, rote dies vorgeschrleben, auf der Original- eingabe des Gesuchstellers in Stempelmarken verwendet, d. h. auf- geklebt, nicht aber, wie der Gesuchsteller erwarten mochte, auf dem 'hnl zugegangenen Schreiben. Von „Schreibgebühren" etwa für das letzere kann hiernach keine Rede sein.
Zur Zahlung des .Eingabestempels" für Msuche dieser Art ist jedermann verpflichtet.
m braucht nun wohl keine Eapäettai zu fein, um auS
i s.em- k,e bleberzeugung zu gewinnen, daß die Maßnahmen der Behörde un vorliegenden Falle als durchaus loyal erscheinen.
-Ire das vorliegende, so tragen auch alle anderen in der 4516^6 nut einem geimffeii Behagen aiügebauscht dargestellten, auf Lächerlichen berechneten „niedlichen Bureaukraten- stuckchen den unverkennbaren Stempel der UiifcrmtniS der bestehenden gesetzlichen Bestimmungen."
Durch diese höchst charakteristische Zuschrift wird da§ gesetzmäßige Vorkommen ^niedlicher Bureaukratenstückchen* unwiderlegbar sanktioniert.
X Allendorf a. d. Lahn, 16. Mürz. Wie man vielerorts wahrnimmt, sollen die oft unzweckmäßigen Eisen- bohn-Uebcrgünge durch Brücken ersetzt werden. Auch in unserer Gemarkung wird ein solcher Ücbergcmg beteiligt werden und an dessen Stelle eine Brücke treten. Es handelt sich um den Bahnübergang, der sich etwa 100 Meter oberhalb der Kleebach-Eisenbahnbrücke auf der Strecke Gießen-^ Wetzlar befindet. Die den Ilcbergang ersetzende Brücke soll neben die Eisenbahnbrücke gebaut werden. Auch letztere ist im vergangenen Jahre fast gänzlich neu hergesttllt worden, ouin Bau der Brücke, sowie zu dem Fahrwege, der über sie führen soll, müssen eine Anzahl Grundstücke augefauft werden.
Besitzer sind mit der dafür gebotenen Kaufsumme noch nidjt zufrieden. Gewiß wird die Neuerung auch von den Spaziergängern aus Gießen, die im Sommer sehr zahlreich aufs Jagdschlößchen nach Dutenhofen wandern, mit Freuden begrüßt, dem anstelle des seitherigen Pfades und Steges wird ein guter Weg und eine Brücke treten.
ArrsSEL.
Wien, 17. März. Das mittags ausgegebene Bulletin besagt, das Befinden des Kaisers sei anhaltend befriedigend, die Temperatur fei normal, es zeige sich bisher weder Mattigkeit noch Nuhebedürfnis. Tas erste und zweite Frühstück hat der Kaiser mit Appetit zu sich genommen. Um 11 Uhr vormittags wurde der Herzog Ernst von Eumberland vom Kaiser in besonderer Audienz empfangen.
Die Lage in Haiti ist nach der offiziellen Angabe des Staatsdepartements in Washington entschieden ernster, als es je seit der Revolution der Fall war. Die haitianische Regierung weigert sich jetzt, den Flüchtlingen in den fremden Gesandtschaften zu gestatten, das Land zu verlassen. Der amerikanische Kreuzer „Des MonineS" und das Kanonenboot „Eagle" werden sogleich nach Port an Prince entsendet nut der Weisung, die amerikanischen Interessen zu schützen. Inzwischen sind nun der englische Kreuzer „Jndc- fatigable' und der deutsche Kreuzer „Bremen" m Port au Prince eingetroffen und man glaubt deshalb, daß jetzt für das Leben der Ausländer in Haiti keine Gefahr mehr bestehe, zumal gestern die Ruhe nicht gestört war. Der Donner der Geschütze der in Port au Prince ankommenden englischen und deutschen Kriegsschiffe hatte in Port au Prince übrigens eine große Panik zur Folge, doch wurde die Ruhe wieder hergestellt, sobald man die Ursache der Schüsse erfuhr. Bei der Haussuchung in den Häusern der am Sonntag Erschossenen will die Polizei P l ä n e f ü r e l n e n e u e R e v o l u 11 o n gefunden haben. Dies soll den Präsidenten Alexis bestimmt haben, die Auslieferung der Flüchtlinge in den Gesandtschaften zu verlangen. Die Zahl der Flüchtlinge soll 189 betragen. Davon sollen sich 85 im französischen Konsulat m Gonaives, 63 im dortigen spanischen Konsulat, 33 in der französischen Gesund haft in Pott au Prince unb 8 in der d euts ch en Gesandtschaft aufhalten, k unbewohn Die Verantwortung für die Exekution am letzten Sonnta von , en wirb von der haitianischen Regierung dem General le Comte, > c ^mb uu dem Chef des Generalstabes, zugeschrieben, der auf eigenes die vom Ties
O Merkenfritz, 16. März. Ihre Vertreterver» hamnilung hielt am Sonntag die Vogelsberger - , die von 31 Vertretern
~a der bisherige Bundespräsident Lehrer Hof- nach Bisses versetzt worden ist, so werte Vorsitzende Lehrer Schaad-
Das Preußische Abgeordnetenhaus.
Berlin, 17. März. Tas preußische Abgeordnetenhaus setzte heute die dritte Lesung des Etats fort und erledigte den Landwirffchaftsetat. Beim Etat des Ministeriums des Innern wurde die Weiterberatung auf morgen vertagt. Ter Abg. v. Arnim fragte am Schluß der heutigen Sitzung den Minister des Innern, ob ihm bekannt sei, daß die Sozialdemokraten für den morgigen Tag, als der Wiederkehr des 18. März 1848, Demonstrationen und Versammlungen beabsichtigten, und welche Maßregeln er zu treffen gedenke. Der Minister des Innern v. M o l t k e erwiderte: Es ist unS wohl bekannt, daß die Sozialdemokraten die Absicht haben, zur Wiederkehr des 18. März in diesem Jahre Demonstrationsverfammlungen zu ver- anstatten. Sollten sie dazu schreiten, wiederum die Straßen zum Schauplatz lästiger Demonstrationen zu machen, so würde die Polizei am Platze sein. Sollten Sozialdemokraten dabei zu Schaden kommen, so mögen sie sich bei der Parteileitung dafür bedanken. Im übrigen aber ermahne er die Bürger zur Ruhe. Sollte aber, was ja auch Vorkommen könne, jemand ungerecht- fertigter Weise verwundet werden, so müsse er es sich selbst zuschreiben.
Der Freisinn unb das Bereinsgeseh.
In Sachen der Haltung der Freisinnigen kn der Frage des Vereinsgesetzes und der Börsengesetznovelle hat im Reichskanzlerpalais eine längere Konferenz zwischen dem Fürsten Bülow und den Abgeordneten Dr. Müller-Meiningen und v. Payer stattgesunden. Heber das Ergebnis der Besprechung wird einstweilen strengstes Stillschweigen gewahrt. Gestern abend fand beim Reichskanzler ein Diner in kleinern Kreise statt, zu dem die Führer der Blockparteien Einladungen erhalten haben. — Bei den gestrigen Beratungen de rf reis innigen Parteien waren die Meinungen bezüglich des § 7 des Vereinsgesetzes nach wie vor geteilt. Schließlich nahm die Majorität einen Kompromißantrag an, der dahingehl, daß das Verbot n i ch t d e u t s ch e r Sprachen nur für solche Bezirke gilt, in denen die Polen nicht 20 Proz. der Bevölkerungszahl erreichen. Nach bestimmter Zeit — man spricht von 10 bis 20 Jahren — soll bann allerdings nur die deutsche Sprache zugelassen sein.
Berlin, 17. Mürz. Dem Reichstage ging eine Resolution Treuenfels und Genossen zu, der Reichstag wolle beschließen, die verbündeten ^Regierungen zu ersuchen, im Etat für 1909 eine Summe anzufordern zur Errichtung eines D e n k in a l s i n d e r R e i ch s h a u p t st a d t f ü r d i e i n Südwest a f r i k a gefallenen Offiziere und Mannschaften.
3$ 6c£e „ .. 5«»" bas etftt ®ebäube recht- an der San g °r° er° ini gung hier ad
3» E-k- steht m seinem Aeußeren w-tland der Kracheburg in besucht war. Cu L v
t-n 'unbemabnt 1,? icI,on Zeil m!nn von Valtartsham
für en Abbruch mehr idic Überrest. Auch wurde einftiminig der z
' kleinen ^ühl- Gedern zun, ersten und Lehrer Ke il-M-rkcnsritz zum^iveiten
- öcc en2cn ®Qfle> Präsidenten gewählt. Al- zweiter Punkt stand
T.°i°n>ueg parallel der Neustadl abbtegt, hat dee ordnung «Anschluß an den geplanten


