Ausgabe 
18.8.1908 Zweites Blatt
 
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10 Uhr abends untc

Bei der durch bie und der Zukunft

wurden für daS lausende Jahr ebenfalls bewilligt. Regierung (oll der Erlag gesetzlicher Bestimmungen, der Hausierhandel mit SUecfämcreien eingeschränkt Berkaus dieser Sämereien und Nährsalze für die erschwert werden soll, beantragt werden.

Hofs auS dem Main gelandet. Der 68jährige Gärtner Lorenz Ganz auS Oberrad ertränkte sich infolge eines un­heilbaren Leidens in einer Cisterne im Garteu Brunnen­strabe 6.

zum Neubau eines Luftschiffs zur Verfügung gestellt ha:, zu wärmstem Tank. Ich Darf wohl in diesem Beschlu-, den Beweis dafür erblicken, daß troty der 'Vernichtung meint; Luftschiffes das Vertrauen zu meinem LKrk in der Stad: Morins nicht erloschen ist und ich hoffe, durch meinen Neuba. mich dieses ehrenden Vertrauens würdig zu zeigen.

Genehmigen Sic, sehr verehrter Herr iCberbiirgcrnicifter, den Ausdruck meiner vollkommensten Hochachtung und 2Ser: fchätzung.

In dankbarer Ergebenheit gez. Graf v. Zeppelin, Ehrenbürger der Stadl WormS.

Ein Mormser Bürger ist io zcppclinbegeistcrt, dab er- seine Tochter auf den NamenZ.ppcttnc" ins 3tanbcdamty| register eintragen lieh.

Tas Lauten macht- nicht.

Professor D. Rade bemerk in derChristi. Welt" zr der Zcppclinschcn Ballonfahrt.

An vielen Orten haben die uirck-englocken die kühnem Segler gegrüßt. Recht, daß die Kircfic den Mcnfck>en grü. bei seinem Magen und Gewinnen. Sic darf nicht nur m: Glocken die neue Zeit einläuten. Sic mit ihren Ein­richtungen, mit ihren Lehren, mit ihrem ganzem Gefüge, ivcnn sie mit hinüber will in die neue Zeit -| und mir sind schon drin, da muß sie viel ander; werden: viel lebendiger, viel jedem Eindruck offener, Vit der Menschen, die ihr begegnen und anvcrtraut sind, ku diger, viel treuer und freier. Sonst !verbot die Luftschisjc über die Kirchtürme Hinwegfliegen und sich um deren Läuu: nicht k ü m m e r n."

Spenden.

T i e Sammlung des Gießener Anzeigers:

Bisher quittiert Alk. 2104.05. Hcllmuch Mueller 5, bia: Lehrer Keil von einer Sammlung bei ber ©raveloncfeier bd Kriegervereins Klein-Linden 14, Dr. S. H, Verlagsbuchhändler Ot Rolh 25, Lotomotivbeamtenoerein ö, Professor Tr. Wallher 1 zusammen Mk. 2171.0».

Von anderen Luftschiffen.

Am Montag vormittag sanden, wie aus Berlin gemdfr wird, zwei Ausstiege mit dem Parscvalballon st«: deren erster zur Ausbildung weiteren Personals bicitf Bei ber zweiten Fahrt wurde das Luftschiff kurz vor fr: Landung durch einen niedergehenden Luftstrom her un tei­ge drückt, so daß die Gondel plötzlich auf die Erde fties Hierbei brach Hauptmann v. Ärogh den linken Unterarr Der Ballon blieb unversehrt. Ter Parsevalballon hat ds: ain Montag abend eine kurze Fahrt gemacht, die in jeks Beziehung zufriedenstellend verlief.

Tas neue lenkbare M i l i t a r l u f t s ch i f f stieg na:

cricbtsfaaL

-m. Friedberg, 18. Aug. (Tel) Heute morM wurde am hiesigcii Schöffengericht der Lcrbreyc Stephan Will mit der höchsten zulässigen Strafe ivejP SittltchkeitSdclikt zu 2 Jahren Gefängnis ocrurki-- Bei der Urtcilsvcrkundigung gebärdete er sich wie ein nn^3 Tier und scdlug alles kur; und klein. Man m4" die Verhandlung abbrcchen und schaffte ihn in die Ti> vltnarzetlc. Heute mittag wird er nach Gießen überfubc. da das Gefängnis in Friedberg nicht die genügend^ Sick«r heit bietet. " ;

sc. Frankfurt a. M., 17. Aug. (Lbcrkricj. gericht., Ter U n tc r za h l m e i ste r Milhelm Zs»' vom 166. Regiment in Hanau führte im Tezemdcr o

Donaueschingen.

Die Sammlung de- Gießener Anzeigers

Bisher quitucrt M. 43^.82. 3E. X. 5, Berlagsbuchhundler L ' Roth 5, Lokomonobeamtenverein 5, H R. 6. 4, Rad Rüchei I zusammen vik. 467.82.

ing aus Eschwcge, die in der Familie ihres Eisenbahn-Zugführers Jakob Lepper, Lannitz- III, hier wohnte, anS dein Main ge- Tod der Nichte ging der Iran Lepper sie den Tod im Main suchte und sand. Ihre gestern in der Nahe des Schlacht- und Vieh-

Familie Bernbeck. Tie Familie Bernbeck feiert heute in unserer Stadt ihren 2 0. Faniilientag, nachdem bereits gestern abend imHotel Viktoria' eine kleine Vor­feier stattgesunden hatte. Die heutige Hauptseier findet in Steins (Sorten statt. ES sind etwa 70 Glieder der weit­verzweigten Familie erschienen. Senior der Familie t gegen­wärtig Pfarrer i. P. Hermann Bernbeck in Gießen. Zum Präsidenten der heutigen Feier ivurdc durch die geftrigc Vor-

Emilie Gött Oheims, dcS straße 22, landet, der so nahe, daß Leiche ivurde

fatf). Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an den Grmeindeschülen zu Klein-Auheim und zu Weiskirchen.

Der städtische Steinbrnch, den vor ca. drei Jahren die Stadt in eigenen Betrieb genommen hat, ist mit bet Zeit zu einem förmlichen Musterbetrieb umgewandelt worden. ES zeigt sich, daß noch auf Jahrzehnte hinaus, selbst auch bei gesteigerter Ausbeute, cm sehr gutes Pflaster- unb Straßendeckmaterial für unsere städtischen Straßen ge- wonnen werden kann. Tie abzubanenden säulenartigen Basalt­felsen stehen in einer Tiefe von 11.50 Meter unter dem Waldboden von 45 Meter an und sind, nachdem die Voc- unb Abraumarbeiten sachgemäß durchgeführt worden sind, bequem zu erlangen. Die Güte beS Materials besonberS für Straßenbefestigungen ist allgemein anerkannt unb bas Tief­bauamt hat bei der Versuchsstation für Baumaterialien in Darmstadt den Felsen auf seine Dichtigkeit und Verwendbar­keit für Pflasterzwecke untersuchen lassen. TaS Gutachten geht dahin, daß das Gestein sich für Straßenbefestigungen vorzüg­lich eignet unb wegen feiner Dauerhaftigkeit sich^ bewähren wirb. Die Stabt beschäftigt zurzeit im stäbtischen Steinbruch- betrieb 30 Arbeiter, boch ist das Vorkommen so aufgeschlosien, daß man bie Zahl ber Arbeiter bis auf bas Doppelte ver­mehren kann. Ein Teil ber Leute arbeitet behauene Kopf- steine unb besonberS Kleinpflasterstcine. Ter größere Teil ber Leute wirb bamit beschäftigt, bie Felsen loSzulösen und aus­einander zu hauen, wozu cS bei der Eigenartigkeit deS Mate- rials kräftiger Arbeiter bedarf. Mittels Lokomobil wird ein Steinbrecher in Betrieb gesetzt, mit dem Schüttsteine für Lhausieebauten hergestellt werden, wobei als Nebenprodukt gleichzeitig Basaltgruß gewonnen wird. Im Großen unb Ganzen sieht ber Betrieb, wie die Arbeitsstätte überhaupt, überaus sauber auS, weil der abgeräumte Boden wieder zum Verfüllen ber auSgebcutetcn tiefen Stellen benutzt wirb und infolge der hohen Lage beS Steinbruches m ihm niemals Wasser stehen bleibt, ein nicht zu imterschätzenbcr Vorteil, weil im anberen Falle mittels Pumpen die BetricbSstätte wasserfrei gehalten werden müßte. Daß die Einrichtungen für den Transport deS gewonnenen Gesteins innerhalb beS SteinbriidjeS praktisch angelegt sinb, braucht wohl nicht be­sonberS heroorgehoben zu werben. Auch der Zugang von ber Hochwart, die 8. Schneise, ist sehr gut im Stande, so daß es den Fuhrleuten nicht schwer wird, mit schwerem Fuhr­werk auf bie Licher Straße zu gelangen.

* Die hessischen Freisinnigen halten in diesem Jahre ihren Parteitag in WormS ab unb zwar Voraussicht- lich am 26. September.

"Zu ben LanbtagSwählen. Wie eine Darm» stäbter Korresponbenz mclbet, wird voraiiLsichtlich der dem Zentrum angehörende seitherige Vertreter von Bingen, Abg. Pennrich, nicht wieder kandidieren.

Sachbeschädigung. In der Nacht vom 14. auf ben 15. I. MtS. wurden in mehreren Gärten am Rodberg die Türen demoliert, die Bohnenstangen uingeriffcn und du Gemüse auSgerupst. Als Täter wurden einige junge Burschen ermittelt und zur Anzeige gebracht.

Hebers ah ren. Am verflossenen Sonntag wurde am Wiesecker Weg ein neunjähriges Kind von einem Radfahrer umgerannt und nicht unerheblich verletzt.

Sittlichkeitsverbrechen. Gestern nachmittag wurden in einem Hause der Wilsonstraße an einem dreijährigen Mädchen von einem jungen Menschen unsittliche Handlungen öorgenommen. Der Täter wurde in der Person eines Haus- burschen ermittelt und verhaftet.

21 ufgegriffen wurde gestern dahier ein geistes­kranker Mann, der über seine Person und seine Herkunft keinerlei Auskunft geben kann. An den Kleidern desselben befinden sich die Zeichen C. F. II. M. 3, woraus zu schließen ist, daß der Mann aus einer Anstalt entlaufen ist.

* Verhaftet. Wegen groben Unfugs unb Wider­standes wurde gestern nachmittag ein hier wohnhafter Arbeiter verhaftet.

V H C. Die Sonntags Wanderung deSZweig- vereinS Gießen vom Vogelsberger Höhenklub war, um auch den Angehörigen der Mitglieder Rechnung zu tragen, in die nähere Umgebung gerichtet und weniger ausgedehnt, wie die seitherigen Wanderungen. Tie Beteiligung war dem­entsprechend sehr gut, denn trotz deS zweifelhaften Wetters beteiligten sich an dem AuSflug rund 40 Personen, darunter erfreulicherweise zahlreiche Damen. Von Fronhausen ging ber Weg über bie Schmelz durch das anmutige, leider noch nicht genügend bekannte Salzbödetal nach dem (Bleiberger Forslhauö, wo unter ben herrlichen Walbbäinnen eine längere Kaffeepause gemacht würbe. Der weitere, teilweise von Regen begleitete Weg führte nach dem Dünöberg. Schon unterwegs und bann vom Turme auS genoß man bie Aussicht, bie durch die schweren Regenwolken zwar räumlich beschränkt war, aber die nähere Umgebung in besonders guter Beleuchtung sehen ließ. Dann ging cS dem Endziel Bieber zu. von iuo daS BiebcrlieSchen die Wanderer in sehr gemütlicher Fahrt nach Dießen zurückbrachte.

In der 2 9. VorstandSsihung der Hess. LandwirtschaftSkammer wurde eine Reihe von Ver- roaltungSangelegenbeiten erledigt, über Einwendungen gegen die Heranziehung zu den Umlagen entschieden unb über den Entwurf eineS neuen ReichSviehseuchengesetzeS referiert. Zwei Ersatzmänner ber Pferdekörkomniiffare wurden gewählt, soivie die Gründiing der Geschäftsstelle für Schlachtvieh in Frankfurt a. M. besprochen. Tie Grundpläne für Förder­ung der Tierzucht, soivie beS Obst-, Gemüse- und WembaueS wurden unter Berücksichtigung der Abänderungsvorschläge Großhcrzoglichcn Ministeriums definitiv festgestellt. Tie für Einrichtung von ObstverwertungSkursen erforderlichen Mitte

einer beinahe zweistündigen zufriedenstellenden Probesafr-. die eS nachmittags gemacht hatte, gegen Führung oeS Majors Sperling zu einer Nachtfahrt auf.

Das obechessijche Hationalfeft zu Ehren Zeppelins, das auf der Liebigshvl)e bei Gießen am Sonntag fiattfand, hatte sich eines siarlen Zuspruchs auS allen Schichten der Bevölkerung zu erfreuen "Nachdem die Regimentskapelle das Borspiel zu denMeistersingern" gespielt hatte und der Chor der vereinigten Gesangvereine ,,£> Schutzgeist alles Schönen" gesungen hatte, begrüßte Geheimerat Tr. Brei- ber t die Erschienenen mit folgender Ansprache:

Im Namen des Festausschusses habe ich bi: Ehre, Sie zu be­gruben uiu> Ihnen zu t inken. Zu tanken ber Ludwigs-Universität und dem Infanterie Regimen: Kaiser Wilhelm, der Stadt, der Äürgcrschaik. ben Vereinen, allen Minvirkenoen und allen Teil- nebmern für die schöne und lourtügc Fvicr des heutigen Festes- Gill cs dock) heute zu feiern einen Großen, einen unermüdlichen unb unerfd rodenen Mümpfer für ben iZ-orl schritt der Menschheit, einen Helden, den boS Glück md.t berauschl und den das Miß­geschick n-.dit >u beugen vermag, einen echten deutschen Mann, den Grafen Zeppclrn! Ihn feiert in diesen Togen das gmijc seursche Volk, das aus eigenem Antrieb, einmütig und mit großer Begeisterung feine Sach: zu der eigenen gemach: Hal. Tarum isk das blutige Fest ein Fest des beutid**n Volkes, ein vaterländisches tieft. Lassen Sie uns zu seinem Beginn der Fürsten gedenken, die an der Spitze des Vaterlandes stehen: lassen Sic uns ge­denken bt-5 Kaisers, des mächtigen Schirm Herrn des Friedens, lassen S»e uns gedenken des Großherzogs, des Beschützers von Kunst und Wissenschaft, des eifrigen Z-örderers der Wohlfahrl seines Landes, feines Volk:-.- Stimmen Sie alle mit mir ein m ben Rui: Seine Majestät der Kviser unb Seine Königliche Hoheit ber Großherzog hoch! hoch! hoch!

Tarauf entwickelte Pros. Tr. Noack bie (Geschichte der Luslschifiahrt in sehr scsselndem Vortrag, auf ben wir woh nächstens iioch zuruckkommcn werden, Blaich er hält das Pro­blem des Lenkballons nur noch für eine Motorenfrage, die jedenfalls in kurzer Zeit endgültig gelöst sei. Sein Vortrag endete mit einem Hoch auf den greifen Erfinder.

Darauf spielte die Regimentskapelle den Triumvhmarsch ausAida", worauf 'Pro'essor Tr. Bier mann sich über dre ideelle Bedeutung der Erfindung verbreitete. Er wies die Einsetzung eines Kuratorium- energisch zunick, da das deutsare Volt in keiner Hinsicht eurer Vevormunbuna seiner Gefühle bedürfe. Er schloß mit einem begeistert angenom­menen Hoch auf das deutsche Volk und das deutsche Vater­

land. worauf die Versammlung freudig in das LiebTeutsck» land. Deutschland über alles" einstimmlc.

Damit war die akademische Feier beendet und auf beet FestPla7 entwickelte sich ein reges Treiben Die Regiments lapelle und die des Veteranenvereins spielten abwechseln:, und der Bauersche Gesangverein trug mehrere Einzelchöre vor. Sehr beifällig wurden die Leistungen der beiden Turri- vereine ausgenommen, von denen der Turnverein seine Tarbietungen am Reck, der Männerturnverein an Barren erledigte. Nachdem der Regen heftig cingcfefct hatte, eierte man im Saale, wo man noch lange bei Musik uod Tanz zusammen blieb.

lieber die Höhe des Ueberschusses ist noch nichts dekanm. roch dürfte er nicht allzu hoch sein. Das Kabarett bet einen Reingewinn von 160 Ml erzielt, der ebenfalls an Zeppelin abgeführt werden wird.

Auf das Huldiaungstclegramm, daS der Festausschuß an den Grasen gesendet bat, traf heute bei Vrovinziä- direktor Gehcimerat Tr. Br ei de r t folgende Antwort ein;

Friedrichs va sc n, 17. 8. 19(h

Herzlicksten Tank für bie ehrenvolle Kunbgtbung.

Graf Zeppelin.

An maßgebender Berliner Stelle hot man unter ben Druck der öffentlichen Meinung von der Gin- etzung eines Kuratoriums Ab st and gcnom- m e n. Geh. Obcrregrerungsrat Lewald vom RcichSamt des Innern, der bisher in förderndem Sinne die Sache Zeppe­lins bei der Regierung vertreten hat, und jetzt roieber in ; Friedrichshafen weilt, hat weder den Dunfch noch den Auf- I trag, die Rathenauschcn Ideen zu verwirklichen.

Graf Zeppelin verhandelt mit einigen Grunbbefitzern D wegen des Ankaufes eines Grundstückes für der. H neuen Betrieb in Friedrichshafen.

. Bon den bisher bei der Rentenanstalt in Stuttgart ein- gegangenen Beiträgen wurden 200 000 Mark an da- Zep­pelin sch e Bureau abgeführt.

Wormser Ehreirbürger.

Vom Grafen Zeppelrn ging beim Wormser Cbcrbürgo« V meister folgender Brief ein:

Friedrichshafen, 11. Aug. 1908, vvrm. Sehr verehrter Herr Oberbürgermeister!

Hat sich schon Ihre gütige Mitteilung von der jubeln­den Begeisterung der alten Kaiserstadt WormS mit große: z Freude erfüllt, so fühle ich mich tief und dankbar beweg: s durch meine Ernennung zum Ehrenbürger der Stadt Dorm- Jch bitte Sie, sehr verehrter Herr Oberbürgermeister, für diese mir zuteil gewordene hol)e Ehre meinen wärmste:, und aufrichtigsten Tank entgegenzunehmcn und diesen der z gesamten Bürgcrschast zum Ausdruck bringen zu wollen j

Tesgleicben verpflichtet mich die ^Nachricht, daß mir di: j Stadtverordnetenversammlung die rcidje OJabc von 5000 St! |

uenammlung Pfarrer NieS-Melßach bestimmt. Letzterer :. ugleich Redakteur der monatlich erscheinenden Familienzeilung. Für seine Verdienste um diese Zeitung wurde ihm von der Familie zur diesjährigen Feier eme kostbare Ehrengabe über­reicht. Auch die diesmalige Tagung legte Zeugnis ab von dem echten verwandtschaftlichen Sinn, welcher unter den ein­zelnen Gliedern dieser durch ihre Vorfahren auS Gießener Bürgerkrcisen stammenden Familie herrscht.

* Äa n Bremserlo ß > n Helfen- Tic ..Tannft. Ztg. chreibt oftipiös: Unter ber UebendjnftEin Bremserlap in Hessen" wirb m einem Teil der Preise folgende Non; vervreim: Tic beiden Städte Friedberg und Bad-Nauheim gewahrm ihren Lehrern im Arme kraft der hier berrfc!xnden teueren '^rvhnur^s- unb LeicnsmUlclpreise iogrnannte Lrrs-.ulagen- Zn einem pai berdcn Städten *,gegangenen Brernserlaß nr.ri) ihnen dies tur bte .jufutu': untersagt Rur binenigen Letzrer. nx'ütze die Zu age bereits erhalten, ehe ;etzt vorhanden fntb, plkn ne behalten bütien. alle Neuanzuftettenden dagegen nicht mutt ^r-

Lmternb unb berühi.gend bemerk werben, dan, die tr o r m, m >er bie genannten Städte bas T:e ifreinkomme:, ihrer Lehrer leit- ber zu verbcfsern suchten, nick»: bte g 'etzlich vorgesehene ift und txibet r-on oct zuständigen Behörde beanitanbct werden nrutzic- Tobei wurde auobTÜdiid) auf Art- 7, Ads. 1 unb^ 2 des Gc- etzes über die (>:!?dUe ber Volks'chattebrer tn der -Teilung vom 30. Lttobcr 1905 butgenügen. Tort ilt klar unb bestimmt an­gegeben, daß und wie die Lchrrrgeä-::er über bie allgemein gül­tigen Sätze h.naus erlebt uxibc:; können. :.>o bcsondere Bcrbatt- biqcr Vorschriften ixitt: aber für tie Lct-rer noch ben Vorteil, batz btc alsdani! eintrctnrb: Erhöhung ihrer Bezüge pcwionsfähig wäre, Wdd inte sog. Lrtszulagcn nicht sind.

? Hungen, 17. Aug. Eigentümliche Zustande herrichcn hier in Bezug auf die Brotp reife. Während einige Bäcker daS Brot zu 62 Pfg. geben, nehmen die anderen immer noch 55 Pfg. Bedeutet die billigere Brotabgabe für die betr. Bäcker nun eine finanzielle Gefahr oder ist die Beibehaltung der teueren Brotpreise der anderen Bäcker eine unzeitgemäße Bereicherung? Jedenfalls wäre cS bet den gegenwärtigen billigeren Nlehlpreiscn am Platze, wenn endlich baS Brot eine allgemeine Verbilligung erfahren würbe.

r. Hungen, 18. Aug. Heule findet in der hiesigen katholischen Kirche die erste Trauung statt eine Künstler­hochzeit. Fräulein Marie Urbann von der zur Zett hier weilenden Theatcrgescllschast hat sich im vorigen Jahre mit Herrn Richard Hof in MclpertS (Rhön) verlobt, dec Herr lernte seine Braut gelegentlich eineS Gastspiels in Wüsten­füchsen kennen. Ihr Auftreten alS Toppelbraui im .BilschlieS'S* nm vorigen Sonntag war also daS letzte mal, jetzt wird tue junge Dame wirklich einen Mann folgen; mir wollen der Künstlerin, die sich wie die ganze Gesellschaft in Hungen be­liebt gemacht hat, eine recht glückliche Ehe wünschen.

K. Babenhausen, 18. Aug. Unsere Wasser­leitung, mit der im Frühjahre dS. IS. begonnen wurde, ift jetzt zu Ende geführt und bereits ihrem Betrieb übergeben worden. Obwohl wir hier seither nicht über Wafferniangel zu klagen hatten, fo wird sie doch heute von alt und jung sreudig begrüßt, besonders lueil wir rcincS Felsenwasser haben. Erbaut wurde sie von der Firma Schröder in Frank- furt a. M.

RB. Darmstadt, 18. Aug. (2d.) Auf den beiden Friedhöfen fand heute vormittag die herkömmliche Grave- lotte-GedächiniSfeier der hiesigen Hafsiaoereine statt. Zunächst fand auf dem Darmstädter Friedhof an dem Massen­grab der 1870 in den Darmstädter Lazaretten gestorbenen deutschen Krieger eine Feier statt, bei der Pfarrer W a i tz die Festrede hielt. Hierauf wurden von Vertretern ber Krieger­vereine Kränze niebcrgelegt. Auch an ben Gräbern ber hier in ber Gefangenschaft gestorbenen 60 französischen Eolbaten würbe nach einer Ansprache ein Kranz niebcrgelegt. Aus bem Beffunger Friedhof hielt Pfarrassislent Goethe die Gedächt­nisrede, worauf ebenfalls Kränze niedcrgclegt wurden.

FC. Frankfurt a. M., 17. August. Vor einigen Tagen wurde bei Schwanheim die Leiche der 21jährigen