Ausgabe 
18.8.1908 Zweites Blatt
 
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Jahren Gefängnis.

Arbeiterbewegung

Vermischtes

und einen Revolver, der sich in der Kleidertasche vorfand.

Cnmmni*Lnr ftir Kranke. (Geisteskranke ausgeschloss.) uüullFu. r.Ul illl I. i., e in gehe h t. kL Anstalt. Spezial«

e

soll-

Sto ckholm, .... einignng schwedischer Schuhwarenfabrikante n ange­hörigen-uhsabriken, die sich über das ganje sind wegen Lohn streitig leiten in den Ausstand getreten. .Ter Streik uuna&t etwa 3000 Arbeiter- . £ _

Konstantinopel, 17. Aug. Deute ist hier ein Streik in allen Druckereien auägebrodjcn-

um dort eine Werkstätte einzurichten.

Lei pzig, 18. Aug. Der Mater Otto Gerlach, Spezial- zeichner derLeipziger Jllustr- Ztg." ist in Teheran gestorben.

London, 18. Aug. Entgegen den Aeußerungcn Lord

Die Tote ist die Fabritinhaberin Respich, die von einem Heiratsschwindler namens Sand um ihre Ersparnisse ge-

des Zuges vor. Sie wurden durch das Feuer der den Zug bewachenden Soldaten zurückgeürängt, bis Entsatz aus Omsk anlangte. Die Beraubung des Postwagens, der eine größere Summe barg, mißlang.

Wie aus Salzburg gemeldet wird, ist der Gerberei­arbeiter Cronzic bei einer Partie über, eine 100 Meter hohe

ichts nicht.

in derChristi M"-<

e Kirchenglocken die kühn Kirche den Menschen gr- ni. Sie darf nicht nur r. iten. Sie mit ihren ßn ren, mit ihrem ganj 'r will in die neue Zen- ia muß sie di-l ««»< ebem Eindruck ogener,.- , und anoertraut sind, u Sonst toerden die Luck _ en und sich um deren a-I

GrSginal-Drahtmelbungen.

(sd.) Darmstadt, 18. Aug. Ter Großherzog reiste am Sonntag nach Bayreuth zum Besuch der Wagner-Festspiele. Er tvird am Mittwoch zurückkehren und am Donnerstag nach Mainz zur Kaiserparade gehen. Den K a i s e r s ch i e ß p r e i s für das 18. Armeekorps erhielt die Leibkompagnie des 1. Hess. Infanterie (Leibgarde-M- giments Nr. 115.

Die Luftschi ffbau-Verwaltung in Friedrichs­hafen steht in Unterhandlungen mit dem Besitzer der im Frühjahr völlig ausgebrannten Trautenmül)le bei Zürich. Graf Zeppelin beabsichtigt, die Mühle mit zu erwerben,

ras v. Zeppelin,

r der Stadt Wr>mL

'8eppelinb^f/M N d\

Ppelme" ins AandeZam.-

Angst vor Irrsinn.

In Berlin wurde der Handelsmann Black vermutlich im Streite erschossen. Unter dem Verdachte, die Tat be­gangen zu haben, wurde der Gasarbeiter Präkow verhaftet.

Auf dem Schneeberg (Böhmen) fanden Touristen

" 7** V7* Heilanstalt. Neue GesellstL.-Raume.

e» SH «lene u. g-schloss. Liegehalle. Kühler ' u SO chattig- " Park. Sorgsame Beliand- long und VerpCt-gntig. Diätkuren.

il'c cudance für ilurdtibemittelte.J PrOape-ie franko.

Dr. 51. Sebnlzc-Iiahleyas. Kervc-zarzl. Sanatorium Kofheim im Taunus.

itn.

icücner Anzeiger-^ Hellmuch Mueer,-

' L her Gravelolieiun.

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geführt- , . _

* V o in Blitz erschlagen wurden m i? anno Der an Unteroffizier des 73. Jnsantcrie-Ziegin eMs und Zwei Sol­daten. In Bürbach «.Wests > schlug Der Blitz ome ^char spielender Kinder; ein Knabe wurde getötet- Bei usalo* fassen im Bayerischen Watd ivurDat zwei Holzarbeiter, -eurer und Sohn, die unter einem Baume Sch'-tz gesuci. hatten, vom Blitz ersckstagen.

Stuttgart, 17. Aug. Heute früh gab in einem hiesigen Gasthof ein Herr, der sich als Werkmeister Blasche aus Hamburg in das Fremdenbuch eingetragen hatte, auf [eine Geliebte zwei Revolverjchüsse ab. Er schoß

* Die Begnadigung desHauptmanns von Köpenick", über die bereits kurz berichtet wurde, ersolgte in Gemäßheit eines Gnadengesuches, das der <5ck uhmackstr Borgt vor einigen Monaten an den Kaiser gerichtet hatte- lieber das Gesuch ist erst jetzt die Entscheidung getrossen worden- -ter Entlassene l-at sich gestern nach dem Strasgesangnis in -Leget be­geben, um seinen Arbeitsverdienst in Empfang zu nehmen, der ihm, da die Kasse geschlossen war, nicht ausgezahlt werden konnte- Gegen Mitternacht war er bei seiner Schwester, ,i)rau Seistii- ocm emneeoery Rvymwi; pnuu.

Sn. U eine Frnnenleiche mit drei Schrchwund-n inr Herzen

ihr Bruder in dorn Gefängnis dauernd als Lchubmacher be- < ----- «rfu» nnrtnuh

Mftigt worden sei, nur ein geringfügiges Auhmaleiden über standen habe und gesund und guter Dinge sei- Der tocircnlaton der Schivefter war vom frühen Morgen ab, namentlich von Frauen, belagert, die denHauptmann von Köpenick" sehen wollten- Außer­dem fanden sich Schausteller ein, die ein Geschäft mit ihm zu machen suchten- Frau Menz erklärte, daß ihr Bruder nicht bei der Schuhmacherei bleiben, sondern sich eine kleine Land- wirtfchast kaufen wolle- Es seien viele Geldmittel^ für ihn eingegangen, die auf einer Bank,liegen- -lus^denr Gefängnisleben Voigts verlautet noch, daß er m seinen \yctv stunden die Klassiker viel gelesen hat-^ Er hatte den Wunsch, auck) einmal ein gutes Theater oder eine r^pcr besuchen zu dürfen. Man möge nicht glauben, daß er als alter Zna.t ha uster keinen Gefallen mehr an solchen Ausführungen finde. Aus Die Frage, wie er dazu gekommen sei, den Handstreich in JtDpCTUa auszuführen, antwortete er, daß er mit der ganzen Mensachett zerfallen war, naäsdem er wegen eines Einbruchs m eine Gericht-kasse zu hart bestraft ivorden sei- Aach dem. Verlassen des Zucht­hauses sei in ihm plötzlich ein Groll aufgestiegen, und in dieser Stimmung habe er den Köpe nicker Streich vorbereitet und durch-

stelle ist keinerlei derartige Nachricht ein­gegangen. Tie blick tigkcit der gerüchtweise verbreiteten Meldung wird formell m Abrede gestellt, da sich der König aus schloß Eicrgnon in Belgien aufhiilt und sein Befinden in den letzten Tagen nichts zu wünschen übrig gelassen hat.

Paris, 18. Aug. Die Liberte ersährt aus Brüsseler Hof- kreiseu, daß das Gerücht von ein ent Au to mo b i l U n f a l l des Königs von Belgien grundlos sei- ,

Konstantinopel, 18. Aug. Die Beisetzung des plötz­lich verstorbenen Kriegsministers fand gestern unter riesiger Be­teiligung d.s Bolles statt- Zm Trauerzuge befand sich auch der deutsche Militar-Attack)L. Attaches anderer Mächte waren Nicht zugegen- In verschiedenen Betrieben sind wieder partielle brackt worden fein foll «Streiks ausgebrochen. Tie Zeitungen nrit sramösifchem T^t

bracht woroen sein si- öf Stadt Rio in konnten sämtlich nick: erscheinen- L.rngs oer orientalischen Buhn

In dem Gefängnis der franzost ^raor ;u unb Strecfenarbciter- Im Yilbiz

nicht weit von Paris, emportensrch 100 Gesänge ne, rour^n Don gCO Köchen 725 entlassen- schlossen sich in einem großen Saale ein, zertrümmerten Konstantinopel, 18. Aug. Die gerichtsärztliche alle Gerätschaften und wollten sich den Anordnungen des Untersuchung der Leiche des Kriegsministers ergab, daß er Gefängnisdirettors und der Aufseher nicht fügen. Es heißt, burcf} Zerreißen der Schlagader gestorben ist. Bei der Bei- daß 17 Sträflinge von Nimes, welche in das Gefängnis von setzung der Leiche mußte der beabsichtigte Transport auf Riom gebracht wurden, in diesem Orte die Revolte der cincr Lafette und die Abgabe von Salutschüssen wegen Pro- Sträflinge angestiftet haben. Das Gefängnis ist von einem testes der Geistlichkeit unterbleiben. , Infanterieregiment umzingelt. Hongkong, 18. Aug. Marquis Ito begibt sich nach

Kurz vor Omsk in Westsibirien hat ein U e b e r f a l l China zwecks F ö r d e ru n g des E in v erii e h me n s z w i > auf einen Person en zug stattgefunden. Die bewaffneten schen China und Japan.

1 mit 1^ <n?PtPT PtiffM-nf Ter Quq Oran, 18. Aug. -von den 2a 000 Marokkanern mb

Räuber hatten die Gleise aus lo Meter ents^nt. Der bewaffne". Tie marokkanischen Vortruppen bc-

entgleiste, und die Lokomotive, der P-I >.( und an flnb<m fc ...lomter von den sranzüsische n

Personenwagen gingen in -trummer. Biele jsagen frnd ^ TrUnpen und man erwartet jür heute oder morgen einen schädigt. Nach der Entgleisung, bei der der Maschinist, der Zusammenstoß.

Heizer und ein Passagier schwer und viele Personen leicht' verwundet wurden, nahmen die Räuber eine Beschießung

in Vertretung des Zahlmeisters Sachse einige Tage die Kassengeschäfte des 1. Bataillons. Am 21. Dezember ließ er zur Löhnungsauszahlung und zur Begleichung von sogen. LStadtrechnungen 3765 Mk. auf der Reichsbank holen. Feld wedel Spieß, der für seine Kompagnie das Geld zuletzt holte, sand, daß er 100 Mk. zuviel erhalten hatte und gab sie zurück. Kurz darauf kam Fcldivebel Krüger zuruck und gab an, er habe 100 Mk. zu wenig erhalten. Jetzt erklärte Zörb, die 100 Mk. hätten ihm selbst an dem Geld für die Stadtrechnungen gefehlt. Cs wurde hin und her verhandelt, und Zörb erNärte sich schließlich bereit, die Hälfte, also 50 Mk., zu ersetzen. Ter Feldwebel ging aber nicht darauf ein, und die Sache Tarn zur Meldung. Am 20. März hatte sich Zörb wegen Unterschlagung im Amte vor dem Kriegs­gericht der 21. Division zu verantworten. Er bestritt die Unterschlagung energisch. Tas ihn sehr verdächtigende An­gebot von 50 Mk. habe er nur gemacht, um sich Unannehm- lichkeiten zu ersparen. Das Kriegsgericht kam aber zur Ueberzeugung von seiner Schuld und verurteilte ihn zu 4 Monaten Gefänanis und zur Degradation. Seine Berufung gegen dieses Urteil wurde am 30. April vom Oberkriegsgericht verworfen. Nunmehr legte sein Ver­teidiger, Justizrat Richard Bruck, Revision beim Reichs- militärgericht ein, mit dem Erfolge, daß das U^eil aufge­hoben und die Sache zur nochmaligen Verhandlung an das Oberkriegsgericht ^uruckverwiesen wurde. Wie man hört, hat das Reichsmilitärgericht u. a. gerügt, daß die Frage, ob nicht die 100 Mk. anderweitig abhanden gekommen sein könnten, nicht genügend geprüft worden sei. Heute fand die erneute Verhandlung vor dem Oberkriegsgericht statt. Diesmal kam das Gericht zu einem non liquet. Es hielt nicht einmal für erwiesen, daß nicht die 100 Mk. von der Reichsbank zu wenig ausgezahlt seien, obwohl die Bank keinen Irrtum zugibt. Auch sei die Möglichkeit vorhanden, daß die 100 Mk. irgendwo anders geblieben seien. Trotz der Verdachtsgründe sei daher auf Freisprechung zu erkennen. Zörb, der 18 Jahre dient und früher beim 27. Feldartillerieregiment in Wiesbaden gej'tanben hat, hat über vier 9Jtonate in Untersuchungshaft gesessen. Er war am 20. März nach seiner Verurteilung durch das Kriegsgericht festgenommen und ist erst vor kurzem, nachdem das Jteichs- militargericht feinen Spruch gefällt hatte, wieder aus der Hast entlassen worden. Zörb ist gebürtig aus Hochel­heim ei Gießen.

Glogau, 17. Aug. Das Kriegsgericht der 9. Division verurteilte den Kanonier Pzonsa vom 6. Fuß-Artlllerie- Rcgiment wegen Gehorsams-Verweigerung und tät­lichen Angriffes gegen den Unteroffizier einer Patroullle zu vier

fc- Frankfur t a. M., 17. Ang. Im Gewerkschastshause halten in dieser Wvck;« die gewerksck-aftlich organisierten Schnei-,.. ... der und Schneiderinnen Teutschlands ihren zehnten sprunglich

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'01- N 1908, ha ^erburgermeister' ' : Mitteilung von der te-

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W und dankbar bei-.- enburger der Stadt §vt-. a^^burgermeislct, r, ?e Ehre meinen idM -nzuuehrnen und diesen- ssdruck bringen zu wei, 1 die Nachricht, daß mir - "e reiche Gabe bon 5000' jur Verfügung gestellt L

N'ohl in diesem Bejr. trotz der Vernichtung mcc meinem M in der fc hoffe, durch meinen 15 würdig zu zeigen, ter 5)err Oberbürgnmmi ften Hochachtung und Sn

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steile Felswand in einen Fluß gestürzt. Er war sofort tot.

An Bord des holländischen DampfersAnistlmid", der den Passagierverkebr zwischen Südamerika und den spanisch-portugicsisciien Häfen vermittelt, ist ans hoher See Feuer aitsgebrocheu. Unter den Passagieren entstand eme große Panik Tie Passagiere retteten sich in Boote, von denen eines infolge Unvorsichtigkeit kenterte. Hierbei sind 6 Personen ertrunken. Die übrigen Passagiere wurden, nachdem das Feuer an Bord des Dampfers gelöscht war, wieder an Bord gebracht.

Bei internationalen Versuchen mit Polizeihunde n in Paris haben sich die belgischen Hunde als die klügsten erwiesen. Sie erhielten acht erste Preise.

Am 16. August wurden im germanischen Ratio« na l-Museum zu Nürnberg aus einem verschlossenen Glas-Wandschrank, der mittels Nachschlüssels geöffnet wor- Den war, ein Armband, eine Brosck)e, zwei Ohrmnge, ein Fingerring, alles wertvolle mit Brillanten und sonstigen Juwelen besetzte Stücke, gestohlen. Der Verdacht richtet sich gegen einen unbekannten, etwa 40 jährigen Besucher.

' Aus Landau wird gemeldet: Auf einem Ausflug stürzte der 18 jährige Gymnasiast Mayer von Mannheim 130 Meter tief von der Ruine Fröndsburg bei Schönau ab. Er erlitt einen doppelten Beinbruch und trug außerdem schwere innere Verletzungen davon.

Spiciplan der vereinigten Zranffurter Ztadttheater.

Opernhaus.

Dienstag:Tic Fledermaus/ Mittwoch: .Lohcngrin.' TonneiStaq:Ter Postillon von Lonjumeau/ Hieraus: ,-Lic I Altweibermühle." Freitag:Oberon? Samstag: .Hoffmanns Erzählungen." Sonntag: .Ton Juan.' Montag: .Ein Walzer- leamn." TienStag: .PcUcaS nnd Alellfande." Wtittwock: .^lida."

Gicßcncr Wetterdienst.

VoranSfichtliche Witterung für Heffcu am Mittwoch den I j9. August: Meist heiter und trocken. Etwas wärmer.

sich dann eine Kugel in die Schlafe. Er ist lebenSgesäkrrlich verletzt, während die Frau voraussichtlich mit dem Leben davon kommen dürfte. Fit Vaihingen stürzten zwei Mon­teure von einer hohen Leiter herab. Der eine toar sofort tot. An dem Auskommen des anderen wird gezweifelt, er hat sich beide Beine gebrochen. Zwischen Donzert und Gemünd stürzte ein Postwagen in einer Straßenbiegung um. Von den Passagieren wurden drei zum Teil schwer

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verletzt. Der Postillon konnte sich durch Abspringen retten. *Die Ledcrrobc. Aus Paris wird uns berichtet: Ter rastlose Erfindergeist der französischen Modeschöpfer beschenkt die elegante Damenwelt um eine eigenartige Neuheit. Fast scheint cs, als ob die Lcderanzüge der Cliaufseure die Anregung zu der neuen Mode gegeben haben, denn die Modckünsllcr idüu jcn ipren Mlimien nichts anderes vor als regelrechte Ledertoileiten, frei­lich handelt cs sich babei nicht um das grobe dauerhafte Leder der ülutomobilistenjoppen; ein kunstvoll bearbeitetes weiches zartes leichtes und schmiegsames Leder, zart wie Scidenswsf, soll als Material zu kostbaren Tolletten verarbeitet werden und schone Stickereien, vielleicht Pcrlenbcsatz und berglcübcn Zierlichkeiten werden die erste 'JÜmcigung der Tamemvclt gegen den originellen 0-edanlen rasch überwinden. So wird es nicht mehr lange dauern, uno aus den Boulevards und in den Theatern wird man zartgetonte Toiletten von weichem elastischem Leder bewundern können und für poetische Namen des prosaischen Materials wird die Phan­tasie der Schneider sorgen. o, , gx 1

* Duelle in der russischen Aristokratie. Bor kurzem wurde in Petersburg der junge Fürst Iustupon von einem Kornett, Grafen Mantcufel, rm Duell erschollen, unter tunrd .nl Verhältnissen, denen das Geiühl für die Süchte von Ehrcnh.mdein I durch einen Zweikampf nicht geläufig ist, ein sensationelles Er­eignis. Auch das zwischen den Geiierälen cM unb Lnnrnow wegen Beleidigung während des Port Artur-Prozelies zum Utts- trag gekommene Duell zeigte in seiner Form, wie fremd rulstlchem Empsinden die Begriffe der deutschen Geselllchast über Duelle sind. Tas letztere wurde in der Reitbahn eines Garde-Kävallerie-1 Regiments ausgetragen. Zu dem ungewohnten Schauspiel waren | gegen Eintrittskarte die meisten Mitglieder und zwar auch recht viele Tamen wie zu einer Galavorstellung erschienen. ü,er Adel, aus dessen Anschauung heraus die rittcrlidje Sitte des Zwei­kampfes entstanden ist, bat in Rußland eine andere Bedeutung auf Grund seiner Entstehung und historischen Entwickelung als bei uns. Betrachtet man den rein russisckion Adel gesondert von den in Mßland lebenden adligen Geschlechtern irenfoer Nationalität (Schweden, Balten usw.), so heben sich zwei Kategorien scharf voneinander ab. Auf der einen Seite stehen die alten <yamilien aus der rnoskowitischen Zarenzeit vor der Regierung Petns des Großen, des Imitawrs westeuropäischer Kultur. Angehörige der meisten dieser Geschlechter führen den Titel Kniäs, der nicht immer ganz richtig mit Fürst übersetzt tvird. Er soll lueniger ein Titel Adelstitel wievon",Baron",Graf" sind, wo sie in Rußland vorkoimnen, nach fremdem Brauck> übernommen, als die Bezeichnung dafür sein, daß seine Träger einem alte« Bojaren- oder LSarägergeschleckste wie Dolgoruki, ^.ru beb toi usw. angehören. Sind diese Familien im Laufe von mehr als tausend | Jahren seit dem Eindringen der Waräger aus Schweden aiul) vollkommen slawisiert, so sind dock die wenigstm von ihnen ur­sprünglich slawischen Stammes. Ein näht geringer Teil der

Ve'rbändstag ab- Gestern abend ging ein Kommers voraus, I russisckcn Geburtss^^Katie fuhrt ^^^k^^ich feine Abstommnng der dem 25 jäljrigen Bestehen der hiesigen Schneider-Organisation am tatarische Ersten, die .'Nit de,t SIW

nnit cspnifp hpaonncu die Verhandlungen Es sind 79 Dele-lLand kamen, zurück <to ist der Ahnl)err oer rourstcii ^Ustuposi ch«^te utch^ü &cüer amuS SU« W« sind Vertreter der und der Fürsten Urusosf, deren einer durch seineals el-e.maliger ^dei-v^bchide^von Nv?d-Am«üka DänEark, Englaiid, Oester- Ministergehilfe Stolypins und Gonverneiir von Benarabicn vev- reich, Ungarn und der Schweiz amvesend- Rach deni Geschäfts- bssenllichleii ^hullungen uber b^e ^stechllchkeh der ru»^ I Rothschilds hält bei Daily Expreß seine Meldung über

Tn?9^utbc»veLunQeit^ bie^Slr InTi t^Ve r t^ür«I ^brer1 Xcnl^^ön^e,nbe?aüJätcrr^)uoeläIt berninCtSübrufeIanb mi^ I ben ;geü^antC1t Millionen-F-onds für bie Flotte aufrecht, »^nge n ÄL^ hner^ö hn^g e n?m G^fRge hatten, 63 Streiks gesessenen Nogai-Tataren wurde Einer seiner Nack^mmen, Daily Chroniele befaßt sich in einem längeren Artikel nut uüd 56 AuAnrungen- Es bestehen 276 Tarifverträge für 7579 Iusnff-Murza (arabisch gleich Josef) flebclte sich 1556 inMos- Angelegenheit unb sagt, es sei notwendig, ben brutschen betriebe mit 59050 Gehilfen- Die Einnahmen betrugen!680000 tau taufte seine So^r imch rml-schMr Niws 3 g Illusionen einen Dämpfer auszusetzen unb zu beweisen, baß die Ausgaben 1 285 133 ^JÄ9fl2rf6 000 F^iMen die ihr^ Abstammung auf tata- bie englische Oberherrschaft zur See aufrecht erhalten btaben

SantcuunteSunae^ s)jZatf v^usgabt-00 Die 1..^ ^steii zurückführen. Meist sind sie int südlichen. Rust-1 müsse. Englanb wolle nicht überflügelt werben. Tas Blatt orbmmg umfaßt^8 Punkte- An ixn Verbandslag schließt sich eine land, dem ehemaligen 3teai!ttenhi^! fordert schließlich, bie jährliche Abstimmung über bas Ma-

-uszuhcb-n unb bas bcut[d,e System m dwser

sind damit Bez.ehnng Ed

neuen Konflikt im Hamburger Hafen herbeiführen zu wollen-1 Stellung richtiger Anfrage des chinesisci'en .lnslvartigcn Amtes, baß, wenn

Eine Versammlung der Scksauerleute lehnte den grundlegcrchen ^n" bflÄ unbUfü? fTd? fd^n in^rbindung 6t)ina eine Verfassung erhalte, ihre Truppen von

Paragraph 1 des neuen Kontraktes, der von der Verpsluhttuig da- ^^kat ,,von das an unMjnö ihren Reisen ün ben Pelmger Gesanblschaften zurückgezogen werben handelt, Hafenarbeit nach Vereinbarung auch m anderen Hafen I ^lX f,ei Ä uSer Aufastung I würden.

uu verrichten, mit großer Majorität ab- Auch über drei w.itere ^^^ldA^mädilate^ mein zu. Ten gleichen Standpunkt teilen London, 18. Aug. Tie Nachricht deSDaily Tele- Paragraphcn wurde kerne Giniguitg ^^t- Euu ) Eigens auch die ballischcn Ritterschaften unb mit ihnen das graph", die Regierung .plane die Aufnahme emer Hunberl wrnniistion wurde gewählt, dw einen neuen Kontrakt ausarbeiten uvrig^ Ministerium des Innern, welches seit einiger Zeit allen Arillionen-Anlcihe zum Ausbau ber Flotte be- 17 Aua Tie Arbeiter von 21 der Der- den deutsch-russischen Familien, die sich unberechtigterweile am ^gnet überall großem Mißtrauen. Lorb Rothschilb weiß - ' ~9' - " - ' kanten angc- Grund llster Beanttenstellung das Pidilatvon beigelegt haben, ^^scr Absicht nichts und auch Lorb Revelstoke erklärte,

Laird verteilen, | die Führung bieses Prädikates verbietet. hiervon nichts zu wissen. Ueberhaupt wirb in Finanzkreisen

Kleine Tageschroriik< ber Nachricht größtes Mißtrauen entgegcngebracht.

Zweibrücken verübte ber von seiner Frau ge- Lemberg, 18. Aug. Tie ch ans Pi e ler i n Leo nti n e trennt lebende Fabrikschnhnmcher Korn ein Revolver. R°m-n^^°on^^rle^>che K^Ko-b-nthe^^e.

atten tat aus seine Schwiegermutter, sowie^seine ^savier-Virtuofe P0 sel t, der ebenfalls absttirzte, ist mit leichten Schwägerin; beide wurden leicht verletzt. Bei der Flucht 1 Verletzungen davongekommen- 3

vor ber ihn versolgenben Volksmenge verübte er Selbstmorb. Brüssel,- Aug. Auf den Brüsseler Redaftwnen zirku- In Wien erschoß sich die Schauspielerin Kuledinger l«t das Ger^Ko^« ^o^dl^olovlich. g-l -» vom Raimundtheater auf dem Grabe ihrer Mutter aus