stellte sein Erscheinen frei
Tic häßliche Baustelle,
die seit langer Zeit bic KaplanSgasse verunziert, wird nun
daS Baugeschäft Winn
des Kreises Schozten
hiesiger noch unverhei- der Nacht vom Montag Ter hinzugezogene Arzt
Wer den das Gelee einnimmt.
Beeren gediehen, Erdbeere, und noch
der Großherzog in Osthofen August Amtssitze in Wonne
und weist sie unnachsichtlich aus dem Walde, hohen gesundheitlichen Wert der Erdbeeren und aus ihnen, das unter allen GeleeS die erste Stelle kennt, muß sagen: Schade für die Erdbeeren!
der Kriminalpolizei mitzutcilen.
” Bon der KaplanSgasse.
Nadelwäldern umgebeenen Niddcrtale würde vielleicht manchem Kranken die crivünschte Genesung bringen. Für das ganz in der Nähe liegende Städtchen Ortenberg und das geplante Elektrizitätswerk Lißber " ‘ chritt unseres Ortes gewiß sehr von
der Gc- bic mit
dies nun der endgültige Schluß in dieser Frage.
§ Aiis dem Vogelsberg, 15. Juli. Die sind in diesem Jahre in den Wäldern sehr reichlich insonderheit die köstlichste Frucht des Waldes, die Schon reifen auch die vollbehangencn Himbeeren
** Die Brandversicherungskapitalien in der Landcs-Drandversicyeruugs-Au,lalt versicherten bäude betrugen Ende 1907 2 037 561860 Mk., woran Provinz Starkenburg mit 872 6^4 470 Mk., Oberhesscn
g würde der Fori- Vorteil sein.
ordnete seine Verbringung in die Heilanstalt an.
P. Zur Schützer Fehde schreibt man unS auS Schlitz 15. Juli. Endlich Friede. Ter Minister Braun, ber am Montag und gestern hier weilte, kann das Verdienst tue | sich in Anspruch nehmen, dem leidigen Feudalstreit ein Ende gemacht zu haben. Ein Vergleich ist zu Stande gekommen, I nach dem dem Grafen v. Görtz die Jagd aus freier Hand, | also ohne Konkurrenz auf 6 Jahre für 1000 Mk. jährlich verpachtet worden in. Verschiedene Klauseln wie regelrechter, 1 gesetzlicher Wildschadenersatz usw. sind zur Bedingung gemacht, auch werden alle Ncuerivcrbungen von Aeckern usw. von ,egt ab nicht mehr zur gräflichen, sondern zur bürgerlichen Feld» jagd zugerechnet werden. Abgesehen von der wirklichen Ab- lösiing, daS heißt, daß die Gemeinde alle 6 Jahre frei über die Jagd verfügen kann, sind außer dem sinanziellen, feine besonderen wesentlichen Vorteile heranSgckommcn. Hoffentlich ist
mehr verschwinden. Gestern erivarb
Au» Stadt und Land.
Gießen, 16. Juli 1908.
' m Regierungsassessor wurde der Referendar Wilh. Bühner aus Gießen ernannt.
•• Neuer Kreisbauinspektor. S. K. H. der
474 409 090 Mk., Rheinhessen mit 690 548 340 Mk. beteiligt ist. Ter reine Zuwachs für das ganze Land im genannten Jahre belief sich aus 62 804 710 Mk. Ten höchsten Zuwachs hat der Steuerbezirk Lfscnbach mit 8531040 Mk., Mainz I mit 7 614 840 Ml. und Darmstadt I mit 7 310 800 Mark. In weitem Abstand kommt dann Gießen mit 3 428 430 Mk.
•• Vermißt. Die 20 jährige Tienstmagd Marie Rappold aus Kleinenglis hat gestern früh ohne Grund die Wohnung ihrer Dienstherrschaft hier verlaffen und ist seitdem spurlos verschwunden. In einem an eine Freundin gerichteten Briefe hat sie die Absicht ausgesprochen, in bic Lahn gehen zu wollen. Tas Mädchen ist groß, schlank und hat dunkelblondes Haar. Personen, die Auskunft über den Verbleib des Mädchens geben können, werden ersucht, solches
ernannt.
•* <5nm Notariat. S. K. H. haben den Notar mit dem Amtssitze Scheuermann zum Notar mit dem ernannt.
leuchtet der Wald an besonderen Stellen rot von Erdbeeren. Tas Holen dieser schätzbaren Frucht wird aber durch einen Ihn- stand oft sehr erschwert. Die Erdbeeren gedeihen nämlich am besten im hohen Waldgrase. Dieses GraS wird aber verkauft an bic Samenhändler. Da will und kann das Forstpersonal bic Beerensucher in solchen Revieren nicht bulbcii
** Ruhestandsversetzung. Ce. Königl. Hoh. der Großherzog haben den Lehrer an der Realschule zu Butz, bach Ernst Rumpf auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, in den Ruhestand versetzt und ihm die Krone zum Ritterkreuz 2. Klaffe des Verdienst- ordenS Philipps des Großmütigen verliehen.
’’ Erledigte Lehrerstellen. Erledigt sind: An der Gemeindeschule zu Griesheim (Kr. Darmstadt) zwei mit eoang. Lehrern zu besetzende Lehrerslellen und eine mit einer evangcl. Lehrerin zu besetzende Lehrerinstelle. Eine mit einem eoang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bausch heim. Mit der Stelle kann Organistendienst verbunden werden. Die mit einem eoang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Gunzenau. Mit der Stelle ist Organisten-, Lektor- und Kantordiensl verbunden. Die mit einem eoang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wernges. Mit der Stelle ist Organisten- und Lektordienst verbunden.
— Das hessische Tuberkiilose-Wander-Muse um, bisher daß einzige seiner Art, wird immer mehr be- gehrt und gewürdigt. Bis jetzt war c8 von mehr als 150 000 Personen besucht und in 23 Städten zur Schau ge- stellt. Gegenwärtig befinbet sich dasselbe in Bayreuth, von wo eS nach Hof und im Anschluß daran nach DuiSburg. ivnnbcrt. Hiernach kommen wahrscheinlich noch die Städte Limburg, Stuttgart, Kaffel und Speyer in Betracht. Die Ausstellung wird überall zahlreich besucht und insbesondere von Sachverständigen als hochintereffant, lehrreich und zeit- gemäß bezeichnet.
- Vom hessischen Flottenverein. DerLandeS- auv schuß des Deutschen Flottenvereins für das Großherzog, tum Hessen versandte ein Rundschreiben an seine Mitglieder, in welchem der engere Ausschuß erklärt, daß er auf dem Boden der Danziger Resolution stehe und dabei entschloffen sei, den alten Kurs beizubehalten.
Großherzog haben den RegierungsbaumeisterHch. Witzler auS Darmstadt zum Krelsbauinspektor
Schrift mit Interesse entgegen und der Kircheneinweihung in Aussicht.
-t. Lollar, 15. Juli. Ein ratetcr junger Mann wurde in zum TienStag plötzlich irrsinnig.
•• DaS amtliche Verzeichnis der Teilnehmer an den Fernsprechnetzen nn Oberpostdirektionsbezirk Darmstadt ist vor kurzem den Jntereffenten zugegangen. ES entspricht insofern immer noch nicht seinem Titel, als die Teilnehmer in Offenbach immer noch fehlen, während Mainz inzwischen in daS Verzeichnis aufgenomnien wurde. Auch sonst ist die Einrichtung deS VerzerchniffeS nicht immer so, daß damit das Auffuchen bestimmter Teilnehmer erleichtert wird. Will man z. B. jemand in Arheilgen sprechen, so hat man ihn unter Tarmstadt zu suchen. In dem Verzeichnis der Gießener Teilnehmer findet man unter B wohl die Bürger- meiftereicn Großen-Linden und Krofdorf, nicht aber die Bürgermeisterei Gießen. Man findet sie unter »Stadt Gießen", also an einer Stelle, wo wohl niemand suchen wird. Unter »Gießener Anzeiger" findet man bloß die Nummer der Redaktion, nicht aber die der Expedition, die nur unter der Firma ,.Brühl'sche Druckerei" erscheint. Allein diese Art der Bezeichnung verursacht täglich etwa ein halbes Dutzend falscher Verbindungen. Derartigen, die praktische Brauchbarkeit bc5 Verzeichnisses beeinträchtigenden Ungenauigkeiten begegnet man noch öfter und es läge im allgemeinen Interesse, wenn daS Buch für spätere Ausgaben einmal einer genauen Durchsicht unterzogen würde.
" lieber die geologische Entwickelung deS Landschaftsbildes in der Umgebung von Gießen spricht am Samstag abend auf dem Gleiberg Profeffor Tr. Kaiser in einer von der naturwissenschaftlichen Abteilung Der oberhessischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde veranstalteten Sitzung.
FC. Vilbel, 15. Juli. Bei dem Unwetter am Sonntag, das hier bcbculenbcn Schaden anrichtete, wurde der an dec Vilbeler Höhe an der Frankfurter 2tra|;e stehende Läul- baum (Geleitsbaum), eine alte, weithin sichtbare Linde, durch einen Blitzstrahl von oben biS unten gespalten.
RB. Darmstadt, 15. Juli. Großfürst Wladimir oon Rußland kam heute vorniittag nach Darmstadt und stattete der Hessischen LandesauSstellting einen mehrstündigen 'Besuch ab. — Tie Witwe deS verstorbenen Generalleutnants v. W a ch 1 e r erhielt vom K a i s e r W i l h e l m folgendes T e l e - g ra in m:
Auirichtigflc Teilnahme spreche ick Ihnen bei dem Hinscheiden Ihres von mir sehr geschätzten Gemahls au:-. Er war em braver, »apiercr Soldat, ein tüchtiger, besähigler Ciftjicr und ein neuer Steuer seines Großherzogs. Möge Goues Gnade Ihnen Trost verleihen, den schweren Verlust zu ertragen.
Mainz, 15. Juli. Die Stadtverordneten genehmigten heute in geheimer Sitzung die Gehaltserhöhungen für die städtischen Beamten und Lehrer.
s Marburg, 15. Juli. Im Beisein von Vertretern der StaatSreglcrung auS Berlin und Kaffel, sowie höherer Elsenbahnbeamten usw. tagte heute hier der erste Verband-- tag des Verbandes hessen-nassauischer Bau-Ge- n osse nschäften. Ten Vorsitz führte LandcSrat Tr. Sch rüder-Kaffel. Ter Verband zählt jetzt außer Einzel- Mitgliedern 22 Genossenschaften, die schon 979 Häuser mit 3625 Wohnungen gebaut haben. Aufgewendet wurden hierfür 16 974 875 Mk. Die LandeSversichcrungSanstalt habe allem 10619924 Mk. Hypotheken übernommen. Nach Schluß bet Versammlung besichtigten die Versammlungsteilnehmer die Hauser der hiesigen Baugenoffenschaften.
m Mitteilungen auS Hessen und den
?! n r.ale ^.,nc iunfle «J™11 venmgluckie in Wor in s burefr bic Unsitte, mit Petroleum Feuer a n i u in a di e n
fo id,rocrc Brandwunden, daß sie ftarb. - Im 211! grLu " .V" §Lanrf!,rt kam der 65jährige Kaui- mann Adolf Stallichmibt auSTiez aui einer Treppe jo Unglück- , lid) < u 8 a l l, Daß er sich einen komplizierten Cberidienfe.biud) jt’löfl. Die Rettungswache brachte ihi, „ach dem flranfenbauk.- H."d.^d-rg fanb em Waldhifter am gelfenmeer die ?C.1 V’ b m pa,£rco* dar Selbstmord begangen
L ’ mnrL" h$en fd)Oii längere Zeit gelegen haben, denn fte waren bis zur Unkenntlichkeit verwest. Die Persönlichkeiten
X Bad Selters, 15. Juli. Nach dem im Jahre 1903 in hiesiger Gernartung erbohrten Sprudel (gen. Bene- diktussprudel) wird gegenwärtig eine Straße, abzweigend von der Straße Selters-Ortenberg, gebaut. Durch die mit der Eisenbahnverwaltung gepflogenen Unterhandlungen, über deren Gelände die neue Straße führt, hak sich der Bau etwas in die Länge gezogen. Tas sehr viel Kohlensäure enthaltende Wasser wird jetzt versandt, auch werden wohl Badehäuser erbaut werden, damit die Aktionäre zu Eiunahmen gelangen, denn bisher hatten sie nur Ausgaben und zwar nicht wenige. Ter Sprudel springt fünf M .er hoch. Die Gewerkschaft Selters (Hessen) hat ihren Sitz in Gießen. Tie Baukonzessiou ist mit Genehmigung des hiesigen Ortsvorstandes und des Großh. Kreisamts Büdingen auf 15 Jahre ein geschränkt, landwirtschaftliche Gebäude dürfen errichtet werden, alle anderen Gebäude nur mit Genehm.« gung der Gelverkschaft. Ter Sprudel und auch die unweit davon liegende, ebenfalls 1903 erbohrte „Klosterquelle" sind Eigentum der Gewerkschaft, alles Gelände der Umgebung, etwa 200 Morgen, sind an die Hand gekauft, der Preis hierfür wird durch eine Kommission festgesetzt. Sehr zu wünschen, nicht nur für unfern Ort, sondern für die ganze Gegend wäre es, wenn die Sache jetzt voranginge. Tie wunderschöne Lage der Quellen in dem von Laub- und
n. Comp. den Bauplatz von Herrn Hch. Winn und bereits heute wurde mit den Sauarbeiten begonnen, eine Fixigkeit, die in der Tat nicht mehr übertroffen werden kann.
** Stenographisches. Born 10. bis 14. August tagt in Darrnstadt der 9. Internationale Steno - graphen-Kongreß, der eine große Anzahl deutscher und ausländischer Stenographen zu geineinsamer Berhand- lang vereinigen wird. Bis jetzt find als Redner zu den verschiedenen Punkten der Tagesordnung — 1. Allgemeines. 2. Berufs-Stenographie. 3. Nationale Stenographie. 4. Theorie und Pädagogik. 5. Geschäfts-Stenographie. 6. Verschiedenes — u. a. gemeldet: Tr. Robert Fuchs-Dresden, L. Mogern-Lausanne, Anth. Folmer-Arnheim, Holland, Tr. Julius Fayer-Budapest, Oskar Kristiauseu-Ehristiania, I. L. W4ry-Haag, Gaza Tegläs-Budapest, E. Joey Monteiro Oliveira-Rio de Janeiro. Die Verhandlungen finden in der Technischen Hochschule in drei Sitzungen statt, und der Vorstand des Kongresses und die fremden Telegienen werden am zweiten Tage, dem 11. August, von Sr. K. H. dem Groß- Herzog empfangen. Mit dem Kongreß soll am Abend des 11. August eine Feier zur Erinnerung an das 40jährige Betehen des Deutschen Stenographen- Bundes ,G a b e l s b e r g e r" verbunden werden, die in Gestalt eines Kommerses im „Kaisersaal" begangen wird. Tie Vorbereitung zu dem Kongreß liegt in den Händen des Vorsitzenden des Teutscheii Stenographen-Bundes Gabelsberger, Oberlehrer Professor Eduard Pfaff-Darrnstadt.
** Eine wohltätige Folge der Festfreudig- keit. Ter Nörgler über die vielen Feste aus dem Lande gibt es gar viele; sie mögen ja auch zum Teil recht haben, daß unsere Zeit viel genußsüchtiger geworden, die alte Einfachheit verlernt und die väterlichen Sitten nicht mehr achtet. Aber einen Vorteil bringen diese Feste jedem Ort, der sich als Festort bestimmen läßt, einen Vorteil, der meist nicht gewürdigt wird. Es ist dies der Auiputz der Häuser, sagen wir besser das Jnftandsetzen der Wohnhäuser. Mau vergleiche nur einmal ein Torf, darinnen ein Fest abgehalten, mit einem solchen, in dem das jahrelang nicht der Fall. Welch ein Unterschied schon im äußerlichen Verputz der Häuser! Das ist aber kein Luxus, bewahre, sondern eine Erfüllung der Forderungen, die unsere Zeit an Den Lrd- nungs-, Schönheits- und Kunstsinn dringend stellt. Und daß eine Ortschaft durch ihr schmuckes Aussehen nur gewinnt, wird niemand bezweifeln.
** Ter Kleintierzuchl wird von Jahr zu Jahr immer mehr JntMisc entgegengebracht. Besonders t>:r Kaninchen- S" ch t. Wie in England, Z-rankreich und Belgien befassen sich auch bei uns in 2cui|d)IanD Tausende mit der Zucku und machen iich das billige und nahrhafte Fleisch zu stutzen. Auch in Ober- hegen hat die Kaninchenzucht in den letzten drei Jahren viele Liebhaber gefunden. 'Noch vor 5 Jahren kannte man hier nichts davon. Hm und wieder sah man wohl die gewöhnlichen Haus- kaniuchen, die man schlechtweg Stallhasen nennt, und Deren Pflege meistens Kindern überlassen wurde. Erst in neuerer Zeit wendet man sich mehr und mehr der Rassckauinchenzuchi zu, nachdem man erkannt hat, daß das Kaninchenfleisch dem Kalbfleisch am 'Jtäbnuert gleichkomml, aber fast um die Hälfte billiger zu probu- zieren ist. Soll nun die Kuninck-enzucht ähnlich wie in Belgien eine wirtschaftliche Bedeutung erlangen, so ist es notwendig, daß ic noch immer mcljr Liebhaber findet. Es ist der Zweck der be- tehenden Vereine, die Kaninchenzucht zu fördern und zu verbreiten. ^Xis bat sich namentlich derKaninchenzuchtverein Klein- Linden zur Ausgabe gemacht. Ter genannte Verein hat in Äleüu Sünden eine Verkaufs-Zentrale errichtet, wo stets belgische Riesen Ichwersten ^chlag^s, sowie Farbew-Kaninck-en, Jungtiere zu Zucht- und Lauachtzwecken zu mäßigen Preisen abgegeben werden. Siehe auch .<u)ernt. Ebendaselbst frankfurter Straße 43 befindet sich eine Auskuiinsstelle über alle Foagen der Kaninchenzucht: Pflege, crutitTung, Stauanlagen, Literatur und Vorrragsweseu.
< Leihgestern, 16. Juli. Die Einweihung der neuen Kirche wird bestimmt am Sonntag, 9. August, tatlfinden. Den Hauptakt wird em WeihegotteSdienst am Morgen bilden, während am Nachmittag eine musikalische
fein Bureau als Auskunst-oureau jur diese Sache zur Verfügung stellen. Ta eine kostspielige Bureaukratisierung für die Sache kaum erwünscht Ware und anderseits eine führende und leitende Hand die freiwilligen Kräfte, die sich auf diesem (Gebiete regen, in ihrer Tätigkeit wesentlich fördern könnte, so verdient der Vorschlag Kellers ernste Erwägung.
In der bayr Abgeordnetenkammer erklärte der Kriegsminister Frhr. v. Horn, den traurigen Verhältnissen in Dieuze, wo (beim 3. bayr. Chevaulegers-Regiment. x. Heo.) Schulden-Assären, Spieler Skan dale, Trinkgeschichteti und S.stbsimoroe eine Rolle spielen, werde die größte Aufmertsamleit geschenkt. Es seien vier der besten Offiziere hinübergeschickt worden und die Versetzung des Regiments werde erwogen.
Tie „Neue bayr. Landeszig." meldet, daß im D i s- ziplinarverfayren gegen den LehrerBeyhl diesem ein strenger Verweis erteilt worden sei, mit der Androhung, daß er bei dem geringsten Ruci falle strafweise versetzt ober aus dem Schuldienst entlassen roerbe.
In Würzburg fanb eine vom Techn.kerverbanb unb sämtlichen kaufmänni chen'V r inen <inb:ruf.nc Protest - Versammlung gegen bas Vorgehen bes Verbandes der bayerischen M e t a 111 n b u ft r i e 11 e n statt. In ein.r Resolution wirb von ben gesetzgebenden Körperschaften verlangt, dahin zu wirken, daß burch Gesetz die Beschränkung des Vereini gun gsr echt es der Arbeitnehmer unter Strafe gestellt wird. Ein Redner kündigte die Solidarität des bayrischen Technik.rverbanbes an, wenn am 15. August dem Führer des technisch-industriellen Verbandes in Augsburg gekündigt werde.
Ter bayrische La n d wi r t s ch a f t s r a t hat sic energisch gegen die Elektrizitätssteuer erklärt un «die Erwartung aus, datz die bayr. Regierung im :srat mit aller straft dagegen auf tritt.
Ausland.
Wie cs scheint, werden die Tynamit-Diebstähle in Schweden epidemisch, weshalb man befürchtet, daß bas Malmöer anarchistische Tynamit-Attentat nicht vereinzelt bleiben wirb. Ein neuer Dynamit-Tiebstahl von etwa 28 Pwnb würbe in Lysekie entbedt. Von den Tätern fehlt jede Spur. Tie Untersuchung über das erste Attentat, das gegen die englischen Streikbrecher verübt wurde, wird mit großer Energie fortgesetzt.
Ter Tag des französischen Nationalfestes ist ohne besonderen Zwischenfall verlaufen. Im Bois de Boulogne bei Paris waren Neugierige, die auf einen Baum geklettert waren, mit dem Ast, auf welchem sie saßen, in die Tiefe gestürzt; vier Personen erlitten Arm- und Beinbrüche. Eine Frau wurde von einem Omnibus überfahren und blieb auf der Stelle tot. In einem Vorort von Paris kam es zu einem Krawall, wobei zwei Personen durch Revolverschüsse schwer verletzt wurden. — In Montpellier ließ die Polizei Maueranschläge abnehmen und verhaftete fünf Personen.
Wie aus Tokio gemeldet wird, wurde am 15. ds. Mts. der russische Botschafter vom Kaiser von Japan in feierlicher Audienz empfangen und überreichte ihm sein Beglaubigungsschreiben. Er erklärte, es sei der Wille des Zaren, freundliche Beziehungen zu Japan zu unterhalten und zu entwickeln. Der Mikado erwiderte, er sei davon überzeugt, daß sich die Freundschaft beider Mächte festigen werde.
Aus Täbris in Persien meldet vom 15. Juli die Petersb. Telegr.-Ag.: Seit 11 Uhr vormittags belagert Rakhim Ehan mit seiner Reiterei den Stadtbezirk Umirakhi, in dem die Revolutionäre befestigte Stellungen innehaben. Ter Bezirk wird von Artillerie stark beschossen. Die Frauen und Kinder konnten im Stadtbezirke Daratschi untergebracht werden.
Wie aus Rabat in Marokko berichtet wird, begleiten 9ä)tabelc Rabats sowie aus Sale den Sultan auf seinem Marsch nach Marakesch. Die Notabcln umliegender Stämme haben Delegierte entsandt, um den Sultan auf diese Weise von ihrer Treue zu überzeugen. Viele dieser Stämme versichern dem Sultan, daß sie das Vordringen seiner Truppen unterstützen werden, andere haben Reiterabteilungen entsandt. Die Mehalla des Sultans ist wieder in Rabat. Ferner wird mitgeleilt, daß der Khaid Khoba, einer der Hauptstützen des Sultans, der mit dem Khaid der Anflons in Feindschaft lebte, ermordet worden ist. — Aus Casablanca wird berichtet, daß General d ' A m a d e zurückgekehrt ist und eine Truppenschau zur französischen National- feieu abgehalten hat.
Feier die Gemeinde zufammenführen soll, bei welcher ins« besondere die neue wunderschöne Orgel zur Geltung kommen wird.
— Großen-Lin den, 15. Juli. Am 22. August wird die wiederhergestellte hiesige Kirche ernge weiht werden. Gestern wurden Bürgenneister Leun und Pfarrer Schulte in Tarmstadt oon S. K. H. dem Großherzog empfangen. Cie überbrachten dem LandeZherrn eine Em» ladung zur EinweihungSfeier und überreichten ihm cm Exemplar der Schrift »Tie Kirche zu Großen-Linden^, die 1855 oon dem Gießener Profeffor Klein verfaßt worden. I Ter Großherzog nahm die in einem von dem Gießener J Buchbindermeisler Häuserangefertigten Prachteinband gebimdcne ;


