Hotels sind 25 Kurfrembe untergebramr Eine Ferienkolonie mit 30 Kindern kommt am nächsten Montag. — Tas Haus des Wachtmeisters Alt früher T. Ritter- wurde für 8600 Mark an Sparkasserechner Loy verkauft.
P. Schlitz, 12. Juli. Ter Minister des Innern Braun trifft morgen hier ein, um den von Krcisrat v. Bechtold vergeblich angeslrebten E i n i g u n g S v e r s u ch zwischen Gras v. Görtz und dec Stadt in der bekannten Jagdfehde nochmals 31t wiederholen. Tie Stadt hat inzwischen die Jagdoecpachtung auf TonnerStag den 16. d. M. öffentlich ausgeschrieben. Voraussichtlich wird auch Minister Braun sich vergeblich bemühen.
R. Kölzenhain,!). Juli. Ein hiesiger Landwirt hatte einen Wagen voll Brennholz mit zwei Pferden aus dem Eberwald geholt und wollte dasselbe in einer gelegenen hofreite abladen, dabei geriet das Gespann durch Unvorsichtigkeit in eine Grube mit Kalk. Beide Pferde stürzten auseinander in die Grube, wo das eine Pferd sofort Der endet ist. Ter Landwirt ist am ganzen Körper schwer verletzt worden.
(6.) Dillenburg, 9. Juli. Seit etwa 10 Jahren tauchten Projekte auf, den südlichen Teil des Kreises Biedcn köpf, zwischen Till und Lahn, dem wirtschaftlichen Verkehr zu erschließen. Es steht nunmehr zu erwarten, daß die Bahn durch das Scheldetal, bic schon von hier bis Lberfcheld dem Verkehr dient, auch über Lirfeld. Elsenhausen, Breitenbach nach Wallau in alter Kürze in Angriff genommen wird. Diese Strecke vom Tilltal nach der oberen Lahn, ist von außerordentlicher Wichtigkeit. Tie Hüitenwcrkc und Hochöfen im Scheldelal werden dadurch mit ihren Gruben verbunden, große Eisensteinlager, die noch brach liegen, werden aufgeschlossen. Dazu lönnen viele Grubenbetriebe im Gansbachtal, bei Niederhörlen und anderen Erten, die wegen Betriebs- und Transportschwierrgkeiten Jahre still standen, wieder ausgenommen werden, auch die vielen Grünsteinbrüche im Perftal und sonstige industrielle Werke werden aus der Schcldebahn ihren Vorteil ziehen. Große Schwierigkeiten bietet die hohe Wasserscheide zwischen Oberscheld- Lixfeld, die der Schelderivald krönt. An der Linie Lber- schelb-Wallau sind über 20 Gemeinden interessiert.
X Hanau, 10. Juli. Bei der Vergebung der Erd-, Maurer- und Asphaltarbeiten für die Mannschaftsgebäude der Eisenbahnregimentskaserne liefen wiederum recht weit auseinandergehende Angebote ein. Die höchstfordernde Firma (Hellmuth Krüger, Frankfurt am Main) verlangt 344 02-1 Mark, die mindestfordernde Firma (Jäger u. Rumpf, Hanau) 233139 Mark, also eine Preisdifferenz von 111000 Mark.
24. Deutscher landwirtschaftlicher Genossenschastrtag.
Nachdruck verboten.
S. u. H. Mainz, 10. Juli.
II.
In der heutigen 2. Hauptversammlung referierte Landrat v. Eiscnhard Rothe über das Thema: „Turch welche Maßnahmen genossenschaftlicher Art kann beni A r b c i te r m a n g c l auf de m Lande entgegengearbeitet tocrtxm?" Nach Ansicht des Referenten hätte der Staat die Aufgabe, für die Seßhaftmachung der Arbeiter hinzuwirkcn. Der Arbeiter habe, so meinte der p o atme rschc Landrat, keinen Anspruch auf eine eigene Scholle, denn er sei für eine derartige Bonifikation zurzeit noch nicht reif! (? T. Red.- Tie Genossenschaften haben daher die Pflicht, dafür zu Ky.fi luni O/Mfc.iitnr Sa- in IvirS. ihm fnßf t
damit er an die Dck^olle gefesselt werden kann. Das Pacht- und MietvcrhältniS sei wenig tauglich, weil der Bau von Arbciter- lvohnungen nid>l zu ftabiten Verhältnissen führe. Das Erbbaurecht sichere den Genossenschaften schon bessere Garantien für die Landwirtschaft, der ja die Möglichkeit bleibe, die Arbeiter selbst auszusuchen. Auch t'iirrfj die Rentcngiiter seien gute Bedingungen zu erzielen. Schließlich ergeht sich der Redner in Erwägnngen, ob eS angängig ist,ben A r b e i l e r n E r l c i ch t e r it n g e n zu geben, weil sie spätcr in die Stadt übergeben und dort der Sozialdemokratie in die Arme getrieben werden. Mit der Snchsen- gängerei sei auch wenig getan, weit die Arbeiter im Sominer keinen Nutzen von ihrer Wohnung hatten. Es empfehle sich daher. Wo hn u n g s g e n 0 s sc n scha s t c n zu gründen, aber nur da, wo kleinere Mittel versagen. Jedenfalls sei die Errichtung einer Zentralstelle cmpsehlenswert. Sp.'kulalionserwägungen seien von der Bewegung fern zn halten. Ohne Staatshilfe gehe es nicht. Ta diese aber noch in weiter Ferne, müsse der Reichs- verband die Angelegenheit in die Hand nehmen. Ter pom. mcrsche Landrat schloß mit der Forderung, den Kamps gegen die Städte aufzunehmen, die eine Industrialisierung der Arbeiter herbeiführen. Deutschland könne, so meinte er, kein einseitiger Industriestaat sein. Der Berichterstatter empfahl die Annahme folgender Resolution: „Ter Deutsch.- Landwirtschaftliche Genossenschaststag erachtet cs für dringend erwünscht, daß der Rcichsvcrband der überaus wichtigen Frage der Seßhaftmachung der ländlichen Arbeiter auf genosfenfcl-aftlichem Wege fortgesetzt seine Aufmerksamkeit zuwendet."
In der Tiskussion lvandte sich mit Recht Tr. Wegner-Posen gegen bic meisten der vom Referenten vorgetragenen Argumente. Die A r b e i t c r s 0 l l t e n n i ch t n 0 ch m c I' r g e k n c b c 11 ,v c r - bett. Wenn die Arbeitgeber gleid :.'itig Arbeitgeber und Vermieter feien, so verliere der Arbeiter bei Differenzen Heim und Brot. Ein weiterer Rcbttcr verlangt sehr richtig, daß aus dem besitzlosen Proletarier k l e i n c B a u c r n b e f i tz c r werben und empsahl bic Errichtung einer P a r z e l l i e r u n g s b a n k, da die Genossenschaften nicht in Wettbewerb treten könnten mit gewerbsmäßigen Güterltänbt rn. Weiter seien bessere Schul- Verhältnisse und überhaupt die Hebung des Arbeiter- stanbeS anzustreben. — Naci dem noch verschiedene Redner ihre übiveidjcnbc Stellung 511 den Ausführungen des Rescrenlcit bar- getait hatten, würbe die vorgcsckKagcne Resolution angenommen.
Hierauf referierte VcrbanbSdircktor Oekononuerat Dr. Rabe (Halle a. S. über bas Thema: „Welche Lehren können wir aus ber Gestaltung des Geldmarktes im obgclaufencn Jahre für bic GeicltäftStätigkeit unfercr gcno'senschafllichen >V rebitOrganisation m ber Zukunft zielen?" Ter Referent führte aus: Nicht nur int Kriege und in exotischen Staaten müssen hohe Zinsen gc zahlt iverdcn, auch wir haben im Voriahre mit einem Bantblskont bis 9 Prozent rechnen müssen. Der hohe Geldstand lvirkt hemmenb auf viele landwirtschaftliche Unternehmungen. Trotz des auf ihnen lastenden Druckes tonnten aber die löblichen DarlehnSkaffen ben Gelbbcdarf ber Genoffen ohne Erhöhung des Zinsfußes bcfric- bigen. Alles in allem gerechnet, haben dadurch bi' Kassen über 4U Mtllroncn an Zinsen erspart. In ben lausenden von Kassen ist eine summe von Arbcil investiert, an welche die Arbeit ber Großbanken nickst beranreid^n kann. Tic ttnache für den erhöhten Gelbbedttrs im Jahre 1907 lag, ivaS die Landwirtschaft angeht, in ber Notwendigkeit, wcgc-t bes ArbeilermangelS Maschinen an-uschaftcn, in den teuren Futtermitteln und in ben vielen Neubauten, bic große Mittel erforderten Als Kuriosum mag er- lvähnt ivcrden, boü im letzten Jahre wohlhabende Genossen be- icädultd'c Summen von ben Kassen abhoben und sie an Bankiers aiberwiqcn, was ibiien einen Nutzen von 2 Prozent erbrachte. 2n Zukunft seien derartig,' uniidKi Kantonisten von ben Mafien fern-uhalten. Auch die kleinste Kasse müsse ihr. Selbständig, [feit behaupten und nur im Notfall auf bic Verbandskasse stützen. Die Tatsadw. baü die grotzen Banken an ben kleinst n Plätzen Filialen enidneten, fei für Die landtvirtsd.ifttichen Kais.n ein '.'In laß fid) enget aneinander zu schließen. — In bei Diskussion würbe dem Referenten zugestimmt.
Ter wichste Punkt ber Tagcsorbnung betraf die Frage: Ist eine Mitwirkung ber ländlichen Genvifen'd asten bei d A obl- ,fahr tspl l ege möglich und wunfd-enswert, und m lueid^cn
Formen wll sich diese betätigen? — Berbanbsdtrcktor Ho trat Back Tresbcn legte einen Antrag vor, in dem erklärt wirb, daß eine solche Mitwirkung nicht nur möglich, ionbern auch ictzr wünschenswert sei, mmal es im Interesse ber ländlichen Genoyen- schaften liegen müsse, von dem Segen d s Genc"'cnicha»lswetms wwobl in wirifchaftlid^r als auch in sittlicher Hinnckt utt Bevölkerung zu überzeugen. Tas Feld der Betätigung wlckx?r Wohl» salnspftcge sei groß. Es kämen neben anderen (rinriditungcn gesundheitlicher Art auch eine Reihe gemeinnütziger Vcram^l- tungen auf Vcrrdelung von Geist, Sinn und Gemüt ticlcnb in Betracht. - - Diesen Sätzen stimmte bic Versammlung zu.
Darauf sprach Generalsekretär Tr. GrabciniDarm- stab t, über das Tb'ma: , Wie kann durch bic Ausgestaltung ö e 5 genossenschaftlichen Unterricht swesens zur weiteren inneren Vervollkommnung der ländlichen Genast cm ckrnfts- organisation beigetragen werden?" Ter Referent legte seinen Ausführungen folgende Leitsätze zu Grunde: 1. Eine wettergehende Berücksichtigung des ländlichen Genossenschaftswesens tm Lehrplan der landwirtschastlichen Mittelschulen sowie der lanbmirticnartlidxn .Hock schulen, Universitäten und sonstiger >2od)fd)ulen nt überaus erwünscht. 2. Tie Einrichtung von besonderen Ltubienkurien bezw. Seminaren für angehende Verbands- und Genossenfchatts- beamte an landwirffchastlichen und sonstigen Hochschulen ftt mangels eines ausreid^ndcn Bedürfnisses zur Zeit zum mmbqtcn verfrüht. 3. Tic allgemeine Einrichtung und Vervollkommnung ber Jnformationskurfe der Berbänbe für bic Vermal tungs- und Kontrollorgane ber örtlichen Genossenschaften ist drtngcnb geboten. 4. Der weitere, immer mehr den Bedürfnissen der Praxis und den gemad.ien Erfalrungen angepaßte Ausbau der bisher Lurd?aud bewährten deutsd-en landwirtschaftlichen Genofscnschafts- schule ist ständig durchzuführen. 5. Hierbei ist namentlich Wert tu legen auf bic Anhaltung von kürzeren S pc z ia l kursen für die gefdaftsführenden Ergän? der einzelnen Zweige des ländlichen Genosfenfd.afiswesens. Tiefe Leitsätze wurden angenommen. — Damit war die Tagesordnung erschöpft.
Generalanwalt Gchcimcrat Haas hielt die Schlußrede. Um 5 Uhr fanb in der Stabthallc ein Festmahl statt, dem auch S. K.H. bet Großherzog beiwohnte.___________________________
llnivcrjitätssUacbriditCH.
)( Von der Akademie zu Frankfurt a. M. Tas neue Vorlesungsverzeichnis für das am 27. Oktober beginnende Wintersemester führt im Ganzen 121 Vorlesungen und Uebungen auf. Tavon entfallen 27 auf Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsgcographi', 12 auf Rechtswissenschaften, 7 auf Versicherungswisscnschaft, Mathematik und Statistik, 16 auf Handelswissenschaften, 43 auf Philosophie, Geschichte, neuere Sprachen und 16 auf Technik und andere Hilfswissenschaften. Tie Zahl der Dozenten ist auf 42 angewachsen.
In Halle erklärten wegen Unstimmigkeiten mit dem Rektor, welcher bei einem Streit über die Anerkennung katholischer V e r b i n b u n g e n zu Gunsten der Icljtercn eingegriffen hatte, in einem gemeinsamen Schriftstück fast sämtliche Verbindungen dem Senat, an dem Rektorats wechsel nicht teilzu- n e h m e n.
— Sie Auflösung ber Berliner freien Studentenschaft durch den akademischen Senat bildete den Gegenstand einer Versammlung. Ter Student Kalmon von der Wissenschastlichen Vereinigung führte aus, daß er beauftragt sei, den Gemaßregelten die Sympathien seiner Korporation zil übermitteln. Cb forporiert oder nicht, sei gleichgültig, wenn es gelte, die studentischen Rechte unb Freiheiten zu verteidigen. Es würbe eine Resolution angenommen, in der gegen das Vorgehen der Universitätsbehörde gegenüber der Berliner freien Studentenschaft Protest erhoben mürbe.
— Wie das „Prager Tagebl/ meldet, ist der antiklerikale Professor W a h r m u n b vollständig k a l t g e st e l l t. Er wird zioar im Wintersemester seine Vorlesungen in Prag beginnen, bald aber in Pension gehen.
Airehe und Schule.
Zum Rücktritt des Geh. Rats Professor Dr. Leuchtenberger von der Leitung des königl. Wilhelms- Gymnasiums in Berlin wird im Kultusministerium erklärt, der ausgezeichnete Schulmann sei durchaus freiwillig aus dem Ainke geschieden. Er habe in seinem Pensionierungsgcsuch mitgetctlt, daß seine Kräfte der ihm auferlegten Arbeit nicht mehr gewachsen seien. Demgegenüber bleibt man, dem B. T. zufolge, in Kreisen, die zu dem Wilhelms-Ghmnasium in Beziehung stehen, bei der Behauptung, daß der Austritt des Geheimrats Professor Tr. Leuchtenbergcr keineswegs nur auf Gesundheitsrücksichten zurückzuführen sei. Vor allem bleibt ausfällig, daß einige Tage nach Leuchtcnbergcrs Amtsniederlegung auch die G Y m n.-P r 0 fesf 0 ren TDr. Matthiae und Steinberg ihre Pensionierungsgefuche zum 1. £ fr ober eingereicht haben!
Die thüringischen Staat sregicrungen haben nach jahrelangen Verhandlungen die Zulassung der Abitur i e n t e n v 0 n R e a l g y m n a s i e n und £berrealschulcn zum j u r i st i s ch e n Studium und zu den juristischen Staatsprüfungen im Prinzip beschlossen.
Ter bayr. Landtagsabg. Cberlehrer Schubert, der langjährige Leiter des bayerischen Lehrervereins, will „aus Gesundheitsrücksichten" vom Präsidium dieses Vereins zurücktreten. Schubert hat etwa 20 Jahre an der Spitze des Lehrervereins gestanden und im Kampfe für die Interessen der Volksschule und der Lehrer stets eine führende Rolle gespielt.
— Selbstbetätigung 11 it t> Schaffensfreude in Erziehung und Unterricht. Mit besonderer Berücksichtigung des ersten Schuljahres. Bon Professor M. Wetekanip, Tirektor des Werner Siemens-Realgymnasiums zu Schöneberg-Berlin. Mit 13 Tafeln. Verlag von B. G. Teubner in Leipzig. — Ter Unterrichtsbetrieb unserer Schulen steht immer noch zu sehr unter der Einwirkung des für die Lateinschule des Mittelalters maßgebenden Zieles, den Schülern das Wissen der Zeit in möglichst umfangreichem Maße zu übermitteln. Aber immer mehr bricht sich die Erkenntnis Bahn, daß dieses Ziel auch nur annähernd nicht mehr erreicht werden kanii und daß darum an seine Stelle ein neues treten muß, nämlich den Schüler durch Selbsttäligkeil zu selbständigeni Arbeiten heranzubilden und ihn soweit zu fördern, daß er imstande ist, auf dem einen oder anderen Gebiete die heute ja reichlich vorhandenen Hilfsmittel zu eigener Weiterarbeit zu benutzen. Soll aber dieses Ziel erreicht iverden, so muß von Anfang an, sozusagen mit dem ersten Schultage beginnend, das Kind, soweit und soviel es irgend möglich ist, zur Selbsttätigkeit angehalten werden. Ter Bericht über die Pflege eines solchen „Werk- unterrichts", der am Werner Siemens-Realgymnasium in Schöneberg durcli 3 Vorschuljahre angestellt lvorden ist bildet den Hauptinhalt der Schrift. Es wird sdilagend gezeigt, tote ganz anders ein solcher Unterricht wirklich bildend wirkt, der im ersten Schuljahre dem Lesen und schreiben das Formen und Zeichnen als dem Kinde weit natürlichere Tätigkeiten vorausgehen läßt. Ein Ausblick aus die höheren Stufen läßt die Beveutung des Grundsätze», auch hier die Hebung der Handfertigkeit neben der rein geinlgen Beschäftigung hergcyen zu las,en. erkennen. Tie mit lehrreichen, das Unterricytsverfahrkn und den Unterrichtsbetrieb veranfchaulicheiwen Abbildungen verfchene --chiist darf als aliregende Förderung dieser so wichtraen O'rage empfohlen werden. •
Nach dem Verzeichnis der Haupt und Zweigvereine zählt der Evangelische Bund 2413 Vereine; das sind 250 Vereine mehr als im Vorjahr.
Ter Gemeinderat zu R 0 in beschloß mit -V7 gegen drei Stimmen die Abschaffung des religiösen Unter- richtsin den Sch ulen.________________________
— Kleine K u n st chr 0 ni k. Enrico Earuso wird in diesem Jahre in Europa nur eine vierwöchcntliche ®aftfp:e(ruynee unternehmen, unb zwar lediglich durch Deutschland. Ter Künstler wird sein Gastspiel am 1. Oktober im Wiesbadener Hoftheater beginnen und von dori nach Berlin und später nach Mannheim gehen. — Richard F e 111 u g e r hgt ein Trama, betitelt ,Tie Pfarrerin", vollendet, bas vom Hofiheaier in Tar 111 stabt angenommen wurde' — Zwischen Humperdinck und Direktor Tippel von der Metropoluan-Cper ist cm Vertrag vereinbart worden, wonach die Melropolitan-Cper das Recht ber Uraufführung von Humperdincks dreiattiger Cper ,K 0 n i g s k i u b e r" erwirbt. — Für ein Bertholb 91 u c r b a ch-Tenkmel sind nun die nötigen Mittel beisammen. An ber Spitze der Beitragenden stehen König Wilhelm II. von Württemberg und der verstorbene Großberzog von Baden. Bildhauer Profesior H. Bolz m Karlsruhe wird eine überlebensgroße Erzbüfte schaffen. TaS Denkmal, Denen Aufstellung im Mai 1909 erfolgen soll, wird sich erheben ui den Kuriaalanlagen in Cannstatt. — Ter Brüsseler Gelehrte, Elektroteckiiiker (S a r b 0 n e 11 e hat fein System der drahtlichen Hebert rag uug von Zeich - n 1111 gen, Photographier n unb Handschriften deiait vervollkommnet, daß feine Einfühning in die Praxis bevorsteht. Tic Ufbcrtragung eines Bildes oder einer Echri'tsiäche von ie 20 Quadratzentuneler erfolgt ui einer Minute. TaS Verfahren ist, wie er versichert, wenig kompliziert unb arbeitet sehr zuverlässig.
Liandel.
— Reue R e i ch S b a u k st e 11 e. Am 27. Juli bS. IS. wird in Saarlouis eine von der ReichSbmikstelle in Metz abhängige RelchSbgnknebenstelle mit Kasseneiinichtimg unb beschränktem Giroverkehr eröffnet werden.
— Angebote auf bic neue Wormser Anleihe. Auf bic Wormser neue 4proz Stablanlcibe sinb von fünf Konsorten folgende Eiferten gbgegeben worden : Von der DlSkoutogescllfchgst, fnbbeutfchen TiSkontogesellfchaft, etrauü u. Eoiup., bei Bcibischen Bank, Ephraim Picyer u. Solm unb Warburg, Hamburg 96.91; von ber beul sehen Bonk, rheinischen Kreditbank, deutschen Vereins- baut unb südbentschen Bank 96.81); von ber Nationalbank für Teutfchlanb unb Telbrück Leo 96.78; von ber Kommerz- unb Tiskontobank Hamtover, A. Spicgelderg, Hannover, unb Hch. NarjeS 96.76; von der Bank für Handel und Industrie, Veit L. Homburger und der Pialzifchen Bank 96.56.
Spielplan öes Srohh. Kurtljeaters Bab Nauheim.
Montag: ,Alt-Heidelberg.- Dienstag: „Hufarensieber." Mittwoch in Marburg: ,E i n W a l z e r t r a u m." Cyevctte in 3 Akten von Eskar Strauß. Donnerstag in Gießen: Einmaliges Gastspiel von Söhne. Hanako und ihrer japanischen Gesellfcha't: ..£ t a k e", Drgma in 1 Aki von Loi Fit, und »Im 2 e c b a u 5*, Schgufpiel in 1 Akt von Loi Ju. Freitag in Nauheim: Gastspiel von Mine. Hanako. SamStag in Nauheim: ,Em Walzer- träum/
Spielplan ber vereinigten Zrankfurter Stabttheater.
Opernhaus.
Vom Freitag, 3. Juli, bis inkl. 1. August bleibt ba8 Opernhaus geschlossen.
Zchauspielhaur.
Dienstag den 14. Juli, abends 7 Uhr: .Kriemhilds Rache/
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
Für Politik in Vertretung verantwortlich: P. Witt ko.
Juli
1908
"Barometer aui 0° reduziert
Temperatur der Luft
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeil
Windrichtung
Windstärke
Wetter
12. 2”
740,4
29,3
14.8
49
Q
6
Sonnenschein
12. 9"
7.38,4
19,1
14,4
87
w
9
Klar. Himmel
13. 7”
741,0
18,7
14,2
88
8
4
Sonnenschein
Höchst
Temp
eratur
am 1
l. bi«
12. Jul
4
29,7 • C.
Niedrigste
•
, 11
- ,
2. „
— 4- 15,6' C.
Telefonische
des Giessener Anzeigers, mitge und ludnsti
Frankfurter Bär 3>$e/e Reichsanleihe . . 91.90 3% do. . . 82.80 3 >4°/, Konsols .... 92.00 3% do 82.80 3j$®/o Hessen 90.50 3>j°/e Oberhesseu . . . 90.00
Uesterr Goldreute. . 99 00 4‘/6 9o Oesterr. Silberreute 99.00 4% Ungar Goldrente . . 93.50 4 % Italien. Reute . . . 104.30 3?6 Portugiesen Serie I 62.50 3-6 Portugiesen „ III 6310 4>6e/e rnss.Staatsaul. 1905 95 90 4 >6 0 japau. Staatsanleihe 89.75 4-6 Uonv.TUrkeu von 1903 95.50 Türkenlose 149.00 456 Griech. Monopol-Anl. . dl.00 456 äussere Argentinier . 86.20 3°/e Mexikaner . . . 65.80 4 >17» Chinesen .... 97.10
Aktien:
Bochum Guss 213.75 Buderus E. W 108.50
Tendenz: ziemlich fest.
Berliner Börse,
Cauada E B 159.30 Darmstädter Bank . . . 222.00 Deutsche Bank .... 229.50 Dortmunder-Union C. . . — Dresdner Bank . . . 136.o<?
Tendenz: behauptet.
Kursberichte
teilt von der Bank fUr Handel ie, Giesacii.
■ e, 13. Juli, 1.15 Uhr.
Llektriz. Lahmeyer . . . 115.25
Elektriz. Schuckcrt . . . 103.75 Eschweiler Bergwerk . . 192.00 Gelsenkirchen Bergwerk . 189.00 Hamburg-Amerik. Paket?. 107.10 Uarpener Bergwerk. . . 198.25 Laurahütte 205.50 >ordd. Lloyd .... 91.90 Übeischles. Eisen-Industrie 98.00 Berliner Uaudelsges. . . 159.00 Darmstädter Bank . . . 122.30 Deutsche Bank .... 230.00 Deutsch-Asiat Bank . . 134.30 Ditikouto-Kommaudit . . 170.90 Dresdner Bank .... 136.15 Kreditaktien 191.25 Baltimore- und Ohio-
Eisenbahn 88.00
Gotthard bahu —.—
Lombard. Eisenbahn . . 22 60 uesterr. StaaUbobu . . . 150.40 Prince-Heuri-Eiienbahu . 121.00
3. Juli. Anfangskuree.
Uarpener Bergwerk, . . 198.30 Laurahütte 204.40 Lombarden E. B. ... 22 70 Nvrdd. Lloyd —
I iirkenlose 148JO
Wcmi bet ber beigen Witterung selbst verdünnte Kubmilch von ^auglttigen und Kindern nicht vertragen wirb, so benutze man als :'.tifatz zur Milch das altbewährte Rente fche Kindcrmehl, welche» auch ,chon mit Wasser gekocht eine voUtommcnc, leicht verdauliche Nahrung ergibt. 'Bvobcöoic und illuür. Broschüre loncnirei durch Restle s Kinbermebl Gesellschaft Berlin, 8. 42.
Em Ausflug nach dem schönen Weilburg bieiet i^clcgenbeit. wcXnlc Gcwcrbr-'Kttsftclluttg^,.7^/^L Drucksachen aller Art
liefert in jeder gewünschten Ausstattung. stilrein und preiswert die
ßrühl’eche Universität« • Druckerei, Schulstr. 7


