Ausgabe 
13.8.1908 Zweites Blatt
 
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Aussicht

Zeppelin V.

und alt gern Bohnen, Gurken

uff. wurden arg zerzaust und dürfte es

ii n b den abend die

'au 2b.

(fc. et.

Letterer darf bekanntlich in keinem Hause mehr fehlen, er gilt als billige Zugabe zum Brot und wird von junc und alt gern gegessen. Tie -arten (Gartengewächse,

Zeppelin.

Venn wir Vergangne« überschauen, So ivett e« sich dem Blicke zeigt, Weckt elolj nicht in uns und Vertrauen Tas Bild, da« vor die Stele steigt 3m hehren Schmuck der Siegesiahnek Troy sinstren Aberglauben« Wahne, Ter noch die Bölter nieberdrückl. Ringt kühn bei Menschen Weilt zum Lichte, Und durch die ganze Weltgeschichte Te« JonschriliS Zeiger rveiterrüch.

Trum Dank und Heil dem Heldengrasen, Ter uns oui neue Bohnen wie«, In einem schwer erreichten Ha'en Un« neue Schütze bergen hiev!

Tin Vorbild sei et unsrem Leben l Im guten Äampl erschlaffet nicht! Bleibt test und stark in edlem Streben

Spenden.

Die Sammlung de« Gießener Anzeigers:

2hts Stadt un- Land.

Gießen, 13. August 1908.

Dom Großherzoglichen Hofe. Prinz Georg von Battenberg begab sich vorgestern nachmittag um 2 Uhr oon Jagdschloß WolfSgarten nach Schloß Heilizenberg. Prinz und Prinzessin Ludwig von Battenberg trafen gestern mittag mit der Prinzessin Luise und den Prinzen Georg und Ludwig Franz in Jagdschloß WolfSgarten em und nahmen an der FrühslückSlafel daselbst teil. Tie Kronprinzessin von Griechenland sowie Prinz und Prinzessin Friedrich Karl von »essen waren gestern nachmittag zum Tee in Jagdschloß WolfSgarten.

Ernennung. Ter Großherzog hat am 4. Juli d. Js. den RegterungSbaumeister Hermann W.ckmann auS Hofgeismar zum Eisenbahn-Bau- und Betriebsinspektor m der Heisisch-Preußischen Eisenbahngemeinschast mit Wirkung vom 1. Augusi 1908 ab ernannt.'

TaS Ehrenzeichen für Mitglieder frei­williger Feuerwehren wurde verliehen durch Allerhöchste Entschließung deS GroßherzogS vom 4. Juli d. I. dem Wil­helm Wacker, Jakob Gerhard und Georg Wink, sämt­lich zu Gießen.

Jubiläum. Morgen werden eS 25 Jahre, daß Herr KreiSsiraßenmeister Senßfelder im Dienste deS Kreises Gießen angestellt ivurde.

Die freisinnige Pa rte ileitung deS 9. rhein- hessischen Landtags Wahlbezirkes Jngelhemi, Gonsen­heim Mombach hat Herrn Dr. tneb. Wolf-Gonsenheim die Landtagökandidalur angeboten. Herr Tr. Wolf nahm sie an. Tie Kandidatur wird oon den Sozialdemokraten imteritützt. Ter Wahlkreis wurde bisher von Dr. Frenay-BenShenn Ztr.)vertrelen.

* Brieftauben klub Gießen. Tie Brieftauben in Thorn, 750 km Luftlinie, konnten wegen sehr ungünsligcr Witterung statt 1. Aug. erst am 4. Aug. ausgelassen werden. Heftiger Gegenwind und zahlreiche Niederschläge hemmten die Tauben sehr, wodurch der Flug einen schlechten Verlauf genommen hat. Tic erste Taube wurde hier von Karl Böhling am dritten Austaßtage mittag um 1'/, Uhr gemeldet.

x Grün berg, 12. Aug. Dem gestrigen .Eingesandt' von hier ist ergänzend anzufügen, daß bei dec Versammlung der deutsch-sozialen Partei am 26. vor. Mtö. dahier im

Abstimmung dec Kandidat der Bürgermeister Benner in TrciS Landwirt Lutz-Elpenrod und Kauf- 1 Stimme erhielten. Somit war nominiert, da die beiden anderen

Vlad) flu'Bten Fortschritts Höhenticht t

Vebt ftoij und tret) das Angesicht!

Ter TageSzwiste zu ocrgeficn Und fiel« da« Große zu ermessen Ist unsre schöne Menschenpsticht.

A. Ammans

.Hirsch* vorgenommenen deutsch-sozialen Partei, a. d. Lumda 3 Stimmen, mann Moll-Grünberg je Benner als Kandidat

Kleine Mitteilungen au« Hessen 9ia d)ba rgcoieten. In "SAains begann gestern ______

34biiau:;i«ieiei de« lmnder: vorigen Z* ildcc? de» 88. Inianlen-. Regu.ienrö. Toni smb cbentaU^: Angehörige ocs ?hegv ment« euigttroncn, für die in »hnerne und Samlkunmmen Massenonaruere b-Tcrrfriü worden sind Ter in ^ranfairt vcrba'ktc v uteiyari*:» r Lapo hüt g standen. Berun treu- un gen und si ä l Hb ui, gcn in Höhe von > rwe. 2800 Matt verübt zu haben. Ter scu zwei Ioi,ren von brr 'tcats-anrvalt-

norf, im Ticnst stehende Funktionäre ereignen nck auck> an anderen Crtcn Lleinasiens. Man befürchtet Racheakte gegen Funktionäre tK-3 alten Regime, besonder? gegen »nnanv beamte. Die durch ihr Borgehen Unzufriedenheit und Hatz erregt haben. . -

Mu. Hongkong meldetEvenmg Standard . datz die chinesischen Behörden im Hafen oon Tschinn'chau 10000 Gewehre uno zwei Millionen Patronen mit Be'chlag be- egten. Tie «apanischen Kaufleute erhoben Protest und sor» >ertcn das Frachtgut zurück.

Bisher quittiert Mk. 1401.30, W. Louis Schäler 3, JRti Heß 10, Professor Körle lo, Gäste im Schipkapaß 8, E. '12.

3, Theobald, Th. <3eiUn5 5, Kriegerverem Reichel-be'rn durch Apotheker Hempel 15.75, VI. A. m üid) 10, Frau Geh. Rat stauben- Heimer 10, Prof. Koevpe u, B. II. 30, A. VI. 2, Geheimrat B^ssm«

Tie Londoner Morunig-Post c nährt. daß Gras Zeppelln schon vor mehreren Lochen die Hülle fürZcppelm b" bet )cr Firma Spencer u. Sohn in Highburn 6ei London be­teilt habe, und Tutende von Männern und Frauen arbei­teten dort daran. Spencer hofft, die Ballonhülle ungefähr in 14 Tagen an den Grasen abschicken zu können. Sie wird auS sogettanniir G o l d s ch l ä g e r h a u t angefettigt; >ies ist, wie Spencer erklärte, rin unzerreißbarer, gasdichter Stoff, der ans einem sehr seinen Teil des Bauchfelle von Rindern herg stell wird dern müssen jür die neue Ballonhülle vcrivendet iverben. England sei in der Fabrikation dieses Stoffes allen Ländern weit voraus, weshalb Graf 3eppelin den Auftrag nach Eng­land habe geben müssen. (Tie Meldung klingt recht un­wahrscheinlich und scheint eine englische Ente zti sein. Be­kanntlich war Zeppelin 1 mit einem Banmwollichrrzug und mehreren dünnen Gummischichten versehen und es ist bi- jetzt nichts davon bekannt geworden, daß sich dieser lleberyig nicht bewährt hätte. Die Red.)

-Zeppelinsruh'".

Um eine dauernde Erinnerung an den denkwürdigen Tag der Landung Zeppelins ans oemssornsand" in Nierstein zu schaffen, beschlag die (Gemeinde den San* dungsplatzZeppclinsrnh" zu nennen.

öeppdin.

Zeppelin.und der Kronprinz

Es ist mit Genugtuung aufgenomincn worden, daß außer dem König von irttemberg auch der deutsche Thron­folger Zeppelin besucht hat. Sie einer unserer Korrespon­denten erfährt, kam bei dieser Unterhaltung auch das heikle Thema der Einsetzung einer 2 o n d er k o m m i s s i o n für die 3eppelinipenbc -ur Sprache. Zeppelin stand dem Plane nicht unsmnpathisch gegenüber, nur tvolUc er Um nicht so ausgeführt wissen, tvie Berlin es möchte. Zeppelin will die Spende selbst ausschließlich iur den Bau oon Luft- ! r e u z e r n verwenden. Der Thronfolger sprach dem Grasen, in schmeichelhaften Lorten seine Anerkennung für das bisher Erreichte aus. ES ist um so weniger ausgeschlossen, daß er von den bei Zeppelin gewonnenen Eindrücken dem Kaiser Mitteilung macht, als sich in Berlin eine Elique zu bilden chcint, die Zeppelin nur noch als Werkzeug für bic weitere Schiffsbautätigteik betrachtet wissen mochte, um dann selbst die Lorbeern zu ernten.

Tie Kaufjumme deS Reicher.

Eine endgültige Entscheidung über die dem Grasen Zeppelin für Ankauf seines LuitschisseS auSzuzahlenden 1650OOU Mk. ist vom Reichsamte des Innern noch nicht ge­trogen worden, steht aber für dessen nächste Liyung in

Ausland.

Das deutsche K r o n p r i n z e n p a a r ist gestern von Lindau kommend in Bozen eingetrofsen.

Ter englische Schatzkanzler Lord George bc absichtigl oon Karlsbad über St. Blasien im Schwarzwald sich nach Berlin im Automobil zu begeben, wo er ungefähr am 20. August eintreffen roiro, nm die Einrichtungen der staatlichen Altersversorgung zu studieren.

Reorganisation der Orden und Kongrega­tionen. Eine Brüsseler Zeitung glaubt mitteilen zu können, daß Papst Pius sich augenblicklich mit der Reorgani­sation der verschiedenen Orden und Kongregationen beschäf­tigt. Ter Papst ist der Ansicht, daß die Anzahl der Orden und Kongregationen eine zu große ist, daß die Mönche über­trieben pirivilegiert sind, nnd daß dec Angenblick gekommen ist, eine Reihe der Orden, die sich als unnütz. erweisen oder sich gegenseitig Konkurrenz machen, zu vereinen, zu ver­ringern oder abzuschasfen.

Nachrichten ans Ta n ac r verzeichnen das Gerücht oon einer Niederlage der Truppen des Sultans Abdul As iS an dem Flusse Rebbia. Die Verluste der Truppen von Abdnl Asis sollen bedeutend sein und der Sultan soll gezwungen gewesen sein, wieder über bett Fluß zurückzugehkn.

Die neue Ae ra in der Türkei. Wie amtlich mit- geteilt wird, haben sich seit der neuen Äera in der Türkei 20 griechische und 53 bulgarische Banden unterworfen. Auch 310 aufrührerische Albanesen haben sich den Behörden unter­worfen. Tie Bevölkerung von Kastanumi verhinderte die Abreise des ehemaligen Äali und verlangte, daß er die Gelder, welche er erpreßt habe, zurückzahlc. Aehnliche Vor­gänge gegen abgesetzte Funktionäre, sowie Trohungen gegen

schäft in Osnabrück wegen Raube« verfolg!.' o9 Vorige ^.fntieb' AloiS sdwnlcr au« Ct!Unruh ist gestern in irrunFrun verdöst« worden C in lleberfalt ist in Wiesbaden aut einen Äm> aast am Hellen Tage ui den Huranlagcn unternommen, aber ver. eirtlt worden. Zwei Strolche überfielen einen errnnben. der auf einer Bank in den Anlag. n sich aus-ruben nolUe, indem ii- ibm unter «ebnb-mien mit Revow.r und 4.016 ba« Geld ab- verlang:?ir Auf seine fnlfanife enchicnen zwei Polizisten, ixe die Burschen ' stnahmen.

Kandidaten laut Uebereinknnft znrückzulreten hatten. Der Bund der Landwirte hat, entgegen diesem Vorgehen der deutsch-sozialen Partei, beschlossen, an seinem Kandidaten estznhalten, da das mit der deutsch-sozialcn Partei ge­troffene Abkommen (Rücktritt bei einer Minderzahl von Stimmen gegenüber einem anderen Kandidaten) auf nicht ganz einwandfreie Weise zustande kam. Dieses Abkommen wird, ehe der Bund der Landwirte seine Stellung in dec Kandidaten- rage ändern soll, Gegenstand einer näheren Prüfung werden müssen. BtS dahin bleibt derselbe bei dec von ihm vor­geschlagenen Kandidatnr, unbekümmert jenes Vorgehens der deutsch-sozialen Partei. Lutz selbst kann und ivird vorläufig in unserem Wahlbezirk nicht agitieren, umsomehr ist es Pflicht einer Freunde und deS Bundes der Landwirte, sich der Sache anzimehmen und solche zum Wohle unseres Wahlbezirks zu Ende zu führen.

0 V o m Lande, 12. Aug. (Stur m schad e n.) Ter am heutigen Mittwoch über unsere Felder brausende Sturm- tuinb hat dem Obstbaumzüchter, Gartenbesitzer und Bienen- frcund empsindlichen Schaden zugefügt Tie Früchte der Obstbäume, vor allem des so überreich behangenen Apfel baumcS wurden abgcschstttelt, dazu auch vielfap, ganze Aeste abgeschlagen nnd junge Bäumchen von ihren Psählcn los- gerissen und umgcknicll. Ueberall ist man fleißig mit dem Einsammeln der Früchte beschäftigt, denn gerade »ts dem Saft halbreiser Aepsel giebt es einen vorzüglichen Otelee.

verlautet, daß die verfügende Kabinettsordre für näcbtten Donnerstag zu erwarten ist.

Frauen wahlrecht in Bayern. Tu Petitions- kommisswu dec Abgeordnetenkammer erklärt die von 1b ^rauenversammlungen vorliegende Petition, betr. bic E in - führung des Frauenwahlrechts für Frauen über 20 Jahren, als für die Erörterung geeignet, und stellte den Antrag, sie der Staatsregierung zur Kenntnisnahme zu überweisen.

Der Kaiser und der Cumberlander -tte Post" schreibt: TieAugsb. Postztg." verbreitet neuerdings Mitteilungen über eine Begegnung des Kaisers mit dem Herzog von Cumberland, die angeblich im nächsten Jahre bestimmt erfolgen soll. Ferner wärmt das Blatt alte Ge­rüchte darüber auf, daß während des Besuches der deut»chen Fürsten in Lien tm Mai dieses Jahres eine Vereinbarung über die Thronfolge des zweiten Sohnes ocs Herzogs von Cumberland in Braunschioeig getronen worden sei. Lir sind ermächtigt, festzustellen, daß alle diese Angaben, iowohl über eine Vereinbarung wegen der Thronfolge wie über ein Zusammentreffen des Kaisers mit oem Herzog von Cumberland, aus der Luft gegriffen hnb.

Die Steuerpläne der Regierung. Au zustan diger Stelle erfährt eine Berliner Korrcsponoenz über die Finanzpläne der Reichsregierung: Ter größte Teil der bisher tu der Presse erwähnten Lteuergucllcn gehört in das O^bict der Kombination Fest steht vorläufig nur die Heran­ziehung der Matriku larbeiträge, die Aus­dehnung dec Erbschaftssteuer ain Ehegatten und Deszendenten erster Ordnung, die I n s e r a t e n st e u e r und die W e i n st e u e r.

Senne lager, 12. Aug Tie heutige Kavalle- ric-Ucbung endete gegen 1 Nhc. Ter Kaiser früh­stückte im Onizierstasiuo und nahm bann Löhnung im kaiferlicheu Barackenlager. 'Xach der Abendtafel war im Ofsizicrskasino Zapseustreich sämtlicher Musikkorps der hier vereinigten Regimenter vorgesehen. Auf Einladung des Kaisers nimmt an den hiesigen Hebungen der schwedische Oberst, Kommandeur der Leibgarde zu Pferde, Graf Lxen- stierna teil.

mit ihrem Ertrage bald aus sein. - «Hauz empfindlich ist aber der Bienenzüchter geschädigt worden. Tausende seiner fleißigen Immen hat der Sturm auf ihren Ausflügen über­rascht und in den Staub niedergeschlagen. Vchch am späten Abend konnte man die erstarrten unermüdlichen Tierchen von der Erde auftefen.

£ arm Habt, 12. Ang. Graf Ernst zu SolmS- Lau dach ist gestern in Naumburg a. d. Saale gestorden. Er war am 24. April 1837 zu Lanbach i. Oberh. geboren. Ec widmete sich dem Verwaltungsdienste und war zuletzt KceiSdircktoc mit dem Titel eines Kaiserlichen Geheimen Nates. Seme Verdienste wurden noch besonders geehrt durch die Verleihung des Titels eines Ehrendomherrn von Naumburg: eine Ehrung, die verhältnismäßig selten einem Beamten zu­teil wird. Der Verilordene war im Besitze der KnegSdenk- münze von 1870/71, des preußischen Roten Adlec-OrdenS 3. Klasie, des preußischen Kronen-OrdenS 2. Klasse und anderer AuSzeichuiiiigen. Nach seinem Rücktritte lebte Graf Ernst von SolmS-Laubach mehrere Jahre in Tarmstadt und hatte seine Wohnung auf dem Wilhelnnnenplatze.

Tarmst. Tägl. Anz.

Bad Wildungen, 13. Aug. Tie Zahl der Kurgäste betrug am 12. August 1908 8459.

gcjvrd.il worden ist. Tie Pläne für den Vicuüait auf dein jetzigen vi. H scl hi Xerrain lieg n vollst iiibi j scrti i

Tie Kosten werden rund 15 M i 11 i o n e n betragen. Man glaubt in maßgebenden Mreifen, auf eine Bewilligung von 8 Millionen durch da- preußische Abgeordnetenhaus rechnen zu dürsen: für die tchlenden 7 Millionen will man die Stadt Berlin in Aic- n i uch nehmen und ihr gi wiss

.v al« Eigentum übern isett und ih> außerdem in da Straßcnbabnanaelegenheit allerlei Zugest.mdnisse machen.

iDl oliere in Musik. Es wird berichtet, so schreibt ein Pariser Blatt, daß Moliörc in Musik gesetzt werden soll, und zwar soll Richard Strauß diese Abiicht hegen. Er ist indes,en nicht der erste, bei den Plan hat, ein« der W rkc von Moliöre zu vertonen. Laparra hat bereits eine Niusikalisciu? Bearbeitung desAmphitrhon" bei Vllbert Earrs eingereicht. Ferner schreibt auch Louis Vuilleniin eine Partitur zu einem der Meiner werke Molivres. Richard Strauß hat sich denT a r -

' ausersehen, au« dem er eine komische C ;v t mach n will.

Eine Reuerung in der Straftenbekeu btung twt die Stadt Freiberg m Sachsen eingeführt. Sämtliche GaSlaterneu werden dort auf einmal von der Gar anstatt aus angezündet. Tie Laternen haben im Innern des Aucrstrümpschen« Mikrobrennv», die ständig brennen und äußern wenig Gas verbrauchen Bei

Nieter in der Fabrik werben durch eine .vcbclcuuirfitung bic GaS- krauen der einzelnen Laternen autoinati'ch geöffnet, io daß der Auerbrcnner io,ort aufilamwt. TaS Ansuchen der dichter da gegen ivird durch eine plötzliche Bernngerung des Gasdruckes bcrbeigefilhrt.

Preisausschreiben deS Keplerbunde«. Ta« Kiiratorinrn deS Keplerbunde« stellt einen Preis von 1000 'Mk. für die Äsung der Ausgabe - .Tic ä t e st e n vorliluris ch e n h u n b e von Lebewesen sollen nach ihrer Bedeutung lür die Entwicklungslehre neu uniersucht und allgemein oeritänb- lidi dargestellt werden.- Ta« Pieiürichleramt haben ubernonnnen i Geb. Bergrat Pro'. Tr. Begichlaa (Berlin), Dich- Bergrat Pro'. Dr. o. Bianca (Berlin), Piol. Tr. Iaeckel (toreMroatb), Pro«. Tr. v. Koken (Tübingen) und Pro!. Tr. E. Dennert Godes- berg a. Rh.) als Berireter be« Kuratoriums des Keplcibuudes. Die Arbeiten (in deutscher Sprache» sind bi« zum 31. Dezember IDu'j mit Motto iliid Namen in verschlostenem Bnelumschtag an den Letztgenannten einzustnden.

Kleine Chronik au« Kunst und Wissenschaft. Viktor Palfi, Direktor deS Neuen Operetten-TbeaterS ui Berlin, teilt, Berliner Blättern zu>olge, mit, daß seine Borarbeiten zur Grinidimg einer Großen Over in Berlin beendet sind. Am 1. September 1910 wird die Eröffnung siaitsinden. Die Plane sind von dem Erbauer des Hebbel-Theaten^, Kausmann. Air Bauplatz Ut ein Grundstück an der PotSdainer Straße neben dem Botaniichen Garten zinn Pretie von 1 700 000 SIL m "Aussicht genommen, zte Kosten de« TbeaterbaueS sind mit 2' , Stilltonen veranschlaat. Tie Große Over ist eine Akttengeiellschast mit börsenmaßigen Obliga- tiouen. Jür die Solisten schivanken die Gagen zwischen 30 00u bio 60000 9m. Da« Vluausthest der ,9lciien Generation'', Heraii»- neberm Tr. Helene Stocker (Berlag Oesterbeld L Eo., Berlin XW 16, hält u. a.: Ter Prozeß Eulenburg und die Sc^iialwissetiichati von Dr. phil. Helene Stöcker, Tic imiellc Fraae btt Luther von Tr. A. Eaager. sirrner: Grete Beier uno ber § jlä; ubci die sexuelle Empsiudlichkeit der Frau; die .Intizölibaielewegima der katholischen Geistlichkeit:c.

10, znjammen Ml. 1558.03.

Dem deutschen Re ichSkomitee gehen Beträge in be­trächtlicher dohc zu. Tic liaiscrin hat dem Komitee 1000 Ml überwiesen.

Tie Bant iür Handel nnd Indiistrie in Darmstadt l-at die bii seht dort gesammelten Beiträge zur Zeppelin-Lpende tu Höhe vor: 84 324.90 Mk. (banmter 14 uU2.7o Alk. eigene Sammlung un» 20 522.20 Mk. der Darmstadter Blätter) an die Älttgememc Renten- anftalt in Stuttgart abgesandt.

In Aiainz luurben bi« jetzt 6c 000 Mark gesammelt, wovon 26 Oo>) Mk. eine Spende des Barons von Haidhausen sind.

Ter Großherzog von Baden hat für die rkarlsruhcr Viationab ipiiibe 2000 Mk gegeben Tie Stadtverordneten von Malstou- Bürbach uno von Saarbrücken bewilligten je 1500 Mk. pir bei Oknieii Zeppelin. Ter Magistrat in Höchst a M. liat den Be schluß gesaut, die StablDcroroneicnoet ammtung um Bewilliguni einer stabtischen lvabe in .Höhe von 1000 Mk. zu ersuchen. Tu üöln. Ztg" teilt mit, daß sie als erste Zahlung au« ibm Sammlung iür Zeppelin 100 000 Mk an die Allgemeine arten- anstatt m Stuttgart überwiesen bade Tie Amlsvertretung n Laune bewilligte 20000 Mk. für eine Zeppelin-Spende, bat städtische Kvllegium von Osnabrück 2000 Mk

Anti Zeppelia!

Ter Vorstand bev preußischen LandeSkriegerverbande« erlas lolgende Erklärung: Wir nehmen an, daß von unseren Verbände» und Vereinen vicl'ach die Anreg»mg gegeben wird, Sammlung« hir den Graten Zeppelin zu veranlassen. Wir bedauern au'richur den unglücklichen 'Audgang ber kühneil Fahrt, doch bitten wir be allem Interesse für den genialen Erfinder und sein Werk, vor Sammlungen unter ben Kameraden abzusehenwir sind fest über­zeugt, daß da« Deutsche Reich emgreilcn wird.

Im Münchener Magistrat hat im Gegensatz zu Lu»- wigshafen die sozialdemokratische Fraktion gegen be Zeppelimpendc geitimmt!!!

In einer Stadtverordnetensitzung in Danzig wurde eu Tringlichleüsantrag de« Magistrats, 3000 Mk. für Zeppelin st b-ewilligen, nach Ablehniing bet Dringlichkeit mit 20 gegeu 1 Stimmen vertagt.