-g mt den denkwürdige
Dem „Kornsand"': 1 bie Gemeinde den Le men.
ft ^iäötige 7 iesLMA WO
onPrinj.
‘"TSfceS«. iS
Altung aurfiV?^' «f»Ui ia5te
Setoel
'er, nur J. fl'lQnb l-
li» «
ur den Ra . Ts SZK! °MK Je'W BiqueTuSl WsR
1 1 um dann je[['
Ncichez.
M "* SÄ;*
WbaßtaliUuM !le Wr „jtjiptlin i" j- M "*«) bei So*« [. i inerJ und Frauen ard» H ^-^Eo^ulle ungefä? H »jdjtcfeit zu können.
Q9erbaut angefenis ! lNMchbarer, gasdicht ' reü des Bauchsells^ ' uchfelle von 600000 jfc. hülle verwendet werte.
Stosses allen Länder -u den Austrag nach Er.- Meldung klingt recht B Zlische (inte zu sein. & ui Banmwollicherzug m i • versehen und es isl t n, daß sich dieser lieber^ ,
jener 911wiqtti:
Louis Lcha'u o, ijiau li Schiplapaß 8,0.6. c irverein ReichelLht'm bin: ) 10, Frau föelj.SRalSaube.
A. A. 2, Geheuml
itee gehen Beträge in d hat dem Komitee 1000 - ■
tvie in Tarinsladt hat die d. jeppelin-Speiibe in W « jjlf eigene Sammlung111 er)'an die Allgemeine Nm
000 Mark gesammelt, iM von Waldhauie" si"d- . {
erste Zahlung, fflj* f an die Ällgememe »ff- !/ Die Amtsvertr« i^eine 3WdinWbe,x 2000 Mk.
‘litt!
Landeskriegerottow'
i, * Ä*- „W1SivÄ«»“u?
“$,■***•*
MA
n.
es überschaue"' *Är<» Seele M , „Siegessahne Ms Wah"-' ederdri'ckl' £^l(( „n (Seist ium nellgesch'A
iibem.N**
'“fiel
's Angeld ev9e’'e'lfjen
und Wiesbaden nicht
cnS-
Nachdr. Verb.
0 Ziegenlämmer,
1904
618 196
130 662
220 697
Pasrnntcn, die leider Tür Baden-Baden zuschcidcn waren, die Besucherzahl
in den Quellenkurorten Nordseebädern
1905
670 846
146 323
255 832
1903 567 096 112 202 195 596
Ochsen: 1. Qualität 81-84 mt, 3. Qualität 60—64 Mk.; Bullen:
Rcichsgerichtsbricf.
I. S. Leipzig, August 1908.
100 Psuud Cchiachtgeivicht: 2. Qualität 74—76 Mk.,
Vie Sammlungen für Donaueschingen.
Die Sammlung des (Siebener Anzeigers:
Bisher guuliert: Mk. 244.—, jv. Tehn-Rot'elser Ltt. 2. -, Frau Th. Heb Alk. 10.—, M. F. fBlf. 5.—, Akad. Zweigvcrein der ,Ullramontan-Jüdisch-Evang. Bereuugung' 9)if. 5.—, F. (5. Hcnzcr- ling Mk. 2.—, A. N. Mk. 2.—. Zusammen Mt. 270.—.
Märkte.
fc. Frankfurt a. M., 13. Ang. (Telegr. Orig.-Bericht des „Vlies;. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Biebmarkt- vreise. Zrun Verkaufe standen: 14 Ochsen, 00 auS Oesterreich 1 Brillen, 0 aus Oesterreich, 101 Hübe, Fersen, Stiere und Rinder, 971 Kälber, 66 Schafe und Hämmel, 926 Schiveine, 1 Ziege,
0 SchaUämmer. Bezahlt wiirbcn für
* Aerzte und Aerztceinkommen. Rach amtlichen Ermittelungen hat sich die Zahl der zur Berlin-Brandenburger Aerztekammer gehörigen Mitglieder um 180 verringert, ihr Ern kommen dagegen erhöht. Indessen haben unter den 4000 Acrzten 778 ein Einkommen von noch nicht 3000 Mk.! 683 weisen Ja hreseinnahm en zwiscten 3000 und 5000 Mk. auf. Tas sind wahrhaft klägliche Erwerbsverhältnisse, denen gegenüber die groben Einkommen einzelner hervorragender oder vom Glück begünstigter Aerzte gar nichts bedeuten will. So versteuern 25 Berliner Aerzte Einkommen von 34—40 000 Mk., 29 bis 50000 Dkark, ebensoviele bis 100000 Mk. und sechs bis zu einer Bicrtel- million Mark. Die Gesegneten!
* Frequenz deutscher Bäder. Schon längst war bad Bedürfnis nach einer zusammcnsassenden Satistik des Besuches der deutschen Bäder vorhanden, aber über vereinzelte Versuche ist man bisher nicht hinausgekommen. Umso dankenswerter sind die statistiscten Angaben über den Besuch deutscher aturorte mit Mincralguellen und der deutschen Seebäder, die im Statistischen Jahrbuche für das deutsche gleich, allerdings erst für die Jahre 1903 bis 1905, verössentlicht werden. Es betrug ohne die
Kann bei Tiersckaden der Rechtsweg vor den o r - dentlichenGerichtenversagtwerden,wenngleichzeitig die Berussgenosj en schäft ersatz - p f l i ch t i g i st ?
Tas Reichsgericht verneint diese Frage. Ter Kutscher I. in Neustadt a. d. £). hatte am 11. Mai 1906 in Diensten des Fabrikanten Dr. O. einen Unfall erlitten, als er mit dem Fuhrwerk des O. eine Bahnunterführung passierte und das Pferd durchgrng. I. befand sich auf dem Rücksitz und war herabgeschleudert worden. Auf seine Schadensersatzklage hin hatte der Beklagte die Zulässigkeit des Rechtsweges bestritten und das Landgericht den Kläger auch wegen Unzulässigkeit des Rechtsweges mit seiner Klage abgewiesen. Tas Qberlandesgericht Zweibrücken hob aus die Berufung des Klägers das landgerrchtliche Urteil auf und erklärte den Rechtsweg für zulässig, indem es die Sache zur weiteren Verhandlung an das Gericht erster Jrrstanz zurückverwies.
2er erkennende 4. Zivilsenat des Reichsgerichts, der die Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken aus die Revision des Beklagten hin bestätigt, führt entgegen der Entscheidung des Landgerichts folgendes aus: „Die Erwägungen des Land gerichts lassen klar ersehen, daß das Landgericht den auf Grund des § 833 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gegen den Fabrikanten O. erhobenen Anspruch mit dem dem Kläger angeblich aus der Unfallversicherung gegen die Berufsgenossenschaft zustehenden An- spr-uch vermengt. Das Bedenken der Nebenintervenientin, ob nicht für die auf § 833 gestutzte Klage der Rechtsweg ausgeschlossen sei, ist völlrg unbegründet (vergl. das Urteil des Reichsgerichts vom 5. Juli 1888 Entscheidungen des Reichsgerichts Band 21 Seite 76/77). Das Landgericht ist zu seiner Entscheidung nur dadurch gekommen, das; cs annahm, es werde von iljm ein Erkenntnis über die Haftung der Berufsgenossenschaft begehrt. Indem der erste Richter auf den von dem Prozeß- bevollmächtigten des Beklagten in erster Instanz erhobenen Em- toanb hin aussprach, nicht die Gerichte, sondern die Verwaltungsbehörden seien zur Entscheidung zuständig (vergl. §§ 8 f_lg., 69 flg. des Gewerbe-Unfallversicherungsgesetzes) und aus diesem Grunde die Klage abwies, erkannte er nur über die prozeßhmternde Einwende des § 274 Abs. 2 Nr. 2 der Zivilprozeßordnung. Demgemäß war es gerechtfertigt, wenn das Oberlandesgericht bei der Verwerfung der Einrede die Sache nach § 538 Absatz 1 Nr. 2 der Zivilprozeßordnung an das Gericht erster Instanz zurückverwies."
Reue Bücher.
Hermann Krüger-Westcnd : Worte Mohammeds. Min- )cn, I. C. G. Bruns. Geb. 2.50 Mk.
Dr. I. Voorhoeve: Homöopathie in der Praxis. 5. und 6. Lieferung. Leipzig, Ernst Bredt.
Dr. Georg Greim: Landeskunde des Großherzogtums Hessen, der Provinz Hessen-Nassau und des Fürstentums Waldeck. (Sammlung Göschen, Bd. 376.) Leipzig, G. I. Göschen. Preis geb. 80 Psg. .
Tas deutsche Buchdruckergewerbe. Seine Organ;- ations-, Arbeits-, Lohn- und Preisverhältnisse. Denkschrift, herausgegeben vom Deutschen Buchbruckerverein. Leipzig, Deutsch. Buchte. -Verein.
Pia t en: Die neue Heilmethode. Lehrbuch der naturge- mästen Lebensweise, der Gesundheitspflege und der naturgemäßen teilweise. Neue Ausgabe. Vollständig in 60 Lieferungen ä 40 Pfg. Lieferung 3—10. Berlin, Deutsches Derlagshaus Bong u. Comp.
Edward «Stilgcbaucr: Tas Liebesnest. 11.—20. Tsd. Berlin, Rich. Bong. Preis 4 Mk.
Alsred Martin Zeller: Um die Freiheit. Geschichte cinc5 Nihilisten. Berlin W. 30, Hermann Ehbock. Preis 1 Mk.
Parabellum: Bansai. 2. Ausl., Leipzig, Theodor Weicker. Preis 3 Mk.
Pani Hehse: Novellen, 18. Bd. Frauenbilder II. Stuttgart, I. G. Eotta.
Hermann Birnbaum: Tora. Novellen und Gedichte. Dresden, E. Pierson. Preis 2.50 Mk.
Prof. W. Wetekamp: Selbstbetätigung und Schaffensfreude in Erziehung und Unterricht. Leipzig, B. G. Teubner.
W. Schmidt: Das Geheimiris, kräftig unb frisch zu bleiben — ober es wieder zu werden. Dortmund, Fritz Wintzens Verlag.
Dr. Paul Wildfeuer: Kreuz unb quer burch den Haushalt. Naturkunbliche Streifzüge für Lehrer, Hausfrauen und die reifere Jugend. Leipzig, B. Ä. Teubner. Preis geb. 2.50 Mk.
Adolf Michaelis: Ein Jahrhundert kunstarchäologischer Entdeckungen. 2. Auflage. Leipzig, E. A. Seemann. Preis geb. 7 Mk.
Grigirral-Drahtmclöttnsen.
Pilsen, 13. Aug. Ein höchst wahrscheinlich in Deutschland entsprungener gefährlicher Verbrecher ist hier von Gendarmen geschossen worden und liegt im Sterben. Er gab an, Robert Reinhardt aus Hergcrtsdorf bei Eislebcn zu sein. Hier hatte er mehrere Einbrüche verübt und bei seiner Verfolgung 18 Schüsse abgegeben. Drei Personen, darunter zwet Gendarmen wurden schwer verletzt.
Rom, 13. Aug. Der Hauptmann Ramsi, der Redakteur des Militär-Blattes „Pensiero", hat an die Mitglieder des parlamentarischen Untersuchungs-Ausschusses ein Schreiben gerichtet, worin er sie ersucht, ihn zu verhören, da er sehr ernste Aussagen über Mißstände bei der Militär-Verwaltung zu machen habe.
Udine, 13. Aug. Karabinier! verhafteten gestern einen österreichischen Offizier Bohem vom 5. Jäger-Bataillon unter der Beschuldigung der Spionage. Bohem wurde angeblich von Hirten überrascht, als er photographische Ausnahmen von Befestigungswerken machte. In seinem Besitz wurden angeblich zahlreickw komprimittierende Schriftstücke gefunden.
Rotterdam, 13. Aug. Gestern aus Euracao mit der Post eingefrorenen Meldungen zufolge wurde die holländisch e B a r k e „Iusticia" von einem venezianischen Küsten- wachtschisf beschlagnahmt und nach Puerto Eabello geschleppt. Tie Besatzung wurde ohne irgend eine Ursache ins Gefängnis geworfen, wo sie viel auszustehen hatte. Später wurden Barke und Besatzung ohne Entschuldigung frei- gcaeben. Tie Presse von Euraeao fordert immer nachdrücklicher Repressalien gegen Venezuela.
Paris, 13. Aug. lieber die Ursache der Explosion auf der „Couronne" wird mitgcteilt, das; das Geschütz in rascher Folge 35 Schüsse abgegeben hatte und dadurch übermäßig erhitzt war, so daß beim 36. Schüsse eine vorzeitige Ent- zündung des Schießpulvers erfolgte. Von technischer Seite wird hingegen behauptet, daß die Explosion auf eine Zersetzung des Pulvers zurückzuführen sei, wie seinerzeit auf der „Jena".
Paris, 13. 9(ug. Aus Gap wird über eine Meuterei des 21. Infanterie-Regiments berichtet: 30 Reservisten, die heute entlassen werden sollten, wollten bereits gestern abend die Kaserne verlassen. Sie veranstalteten eine Kundgebung unter Absingung der Internationale. Von den Reservisten wurden 12 zurückbehalten und in Arrest gesetzt. Drei von ihnen wurden degradiert.
Paris, 13. Aug. Ter „Matin" veröffentlicht in Sperrdruck eine halbamtliche Note des Inhalts, daß die von verschiedenen deutschen Blättern gebrachten Behauptungen über das Bestehen einer französisch-englischen Militär- Konvention unrichtig seien. Tas Blatt erklärt, daß man an zuständiger deutscher Stelle genau Bescheid wisse, und daß die letzten Zweifel, die hierüber obwalten tonnten, durch die Unterredung in Eronberg geschwunden seien. Sollten allerbings England ober Frankreick, von einer dritten Macht angegriffen werden, so würde das Abkommen zwischen den beiden Mächten sich in eine definitive Allmnz verwandeln.
Paris, 13. Aug. „Echo de Paris" meldet aus London: Ter österretchuche Thronfolger, Erzherzog Franz Ferdinand, wrrb demitächst in London einen Besuch machen.
Konstantinopel, 13. Aug Das mazedonische Komitee richtete an das jungtürkische Komitee eine Denkschrift, worin erklärt wird, daß die Mazedonier nicht auf der Absetzung des jetzigen Sultans bestehen, jebod, die Er- richtung einer nationalen Miliz zur Sicherung dec. Bermnimg lottern*. " 1
Lstseebädern ------ ------
Für Wiesbaden ist die Zahl der Gäste zu längerem Lkurgebrauch im Jahre 1905 mit 63 445, zu kürzerem Kürgcbraud) mit 93 070, für Baden-Baden nur die Gesamtzahl der Besucher mit 77 555 angegeben. Tie Zahl der in den Quellenkurorten verabreichten Mineralbäder stieg von 3,37 Millionen im Jahre 1903 auf 3,82 im Jahre 1905. Die Höchstzahlen der verabreichten Bäder wurden für das Jahr 1905 aus Nauheim mit 383 748 unb aus Kiffingcn mit 278 879 gemeldet. Die Zahl der versandten Gesäße mit Heilwasser stieg von 11,44 Millionen im Jahre 1903 auf 12,54 im Jahre 1905. Außer den Gesäßen mit Hellwasser kanren 1905 noch etwa 108 Millionen Gefäße mit Tafelwasser zur Versendung gegen 90 Millionen im Jahre 1903. An dem Versand von Tafelwasser ist ApollinariSbrunnen mit rund 30 Millionen Flaschen beteiligt. Von den verschiedenen Bundesstaaten hat natürlich Preußen absolut die stärkste Frequenz der Kurorte. Relativ aber sind die badischen Plätze mehr frequentiert: dieses günstige Verhältnis dürfte hauptsächlich Baden-Baden her-
beisühren.
* Damenschultern im Herrenbad. In Chat lottenlund unweit Kopenhagen wurden dieser Tage schöne Damenschultern. im Herrcnbade verhängnisvoll. Dort erschien an der Kasse der Badeanstalt ein elegant gekleidetes Paar und verlangte je ein Billett für das Herren- und Tamcnbad. Tic beiden Badehäuser liegen dicht nebeneinander; ein straff gezogenes Tau bezeichnet die Grenze der Gebiete beider Geschlechter im Wasser. Bald zeigte sich die elegante Dame ben bewundernden Blicken in einem hochmodernen Badekostüm, das oben tief ausgeschnitten war. Sie begnügte sich indessen nicht mit dem Aufenthalt in dem ihren Geschlcchtsgenossinnen zugewiesenen Gebiet des Wassers, sonderit schwamm zu den Herren hinüber, wo ihre herrlich gebauten Schultern die Aufmerksamkeit von Jung und Alt auf sich zogen; die badenden Herren umkreisten sie in dichter Menge, "und diejenigen Herren, die sich gerade in den Aus- und Ankleideräumen aufhielten, traten eiligst heraus, um die schwimmende Schöne zu bewundern. Inzwischen aber war ihr männlicher Begleiter eifrig „an der Arbeit"; er durchsuchte die in den Herrenkabinen besindlichen Garderobestücke auf Uhren und Portemonnaies und machte einen reichen Fang. Kurz darauf traf er sich mit der den „indiskreten Vttckcn" entschlüpfenden Schönen außerhalb der Anstalt an einem verabredeten Ort, von dem aus sie mit der nächsten Elektrischen nach Kopenhagen fuhren, um sich selbst und ihre Beule in Sicherheit zu bringen. So können schöne Damenschultern im Herrenbad verhängnisvoll werden!
* Eine Tänzerin äls Abiturientin. Warschauer Blätter melden, daß die dortige bekannte Tänzerin Marie Rut- kowska mit Auszeichnung das Witurium bestanden hat und nun beabsichtigt, sich den juristischen Studien zu ividmen. Frl- Rut- kon-Ska, die längere Zeit Mitglied des Warschauer Balletts war, zeichnet sich durch Grazie, Schönheit und Anmut aus. Tas Studium nar für sie kein Hindernis bei der Ausübung ihres Berufes. Sie tanzte bis zum Abiturium und vielleicht wird sie auch während der Universitätsstmdien tanzen. Dieser Fall von ^leiß und Ausdauer dürfte in den Annalen des Balletts nwhl einzig hafteten. Tie Anerkennung, die Frl- Rutkowsia jetzt in der Presse findet, bereitet ihr mindestens die gleiche Freude wie der Beifall und die Triumphe, die sie durch einen schvcren Pas zu erringen vermochte.
* Wahre Geschichtchen. Die Münchener „Jugend" er- zählt: Tas erste Zeugnis, das mein Töchterchen aus der untersten Klasse einer höheren Töchterschule nach Hause brachte, lautete im Betragen: „Babette muß iwch ernster und gesetzter lverden". Babette ivar sechs und ein viertel Jahr alt! — Auch die deutsche Reick^pest sorgt für Kunst int Leben des Kindes: Gestern tarn Klein-Eischen zum Abenterot ins Speisezimmer und hielt sich zwei Teetassen vor die Brust: „Papa, setzt bin ich die Germania!"
* Aus dem „S i m p l iz i s s i m u s". Ter Oberbürgermeister a. T. „Früher mußte ich täglich drei Reden halten. Seit ich pensioniert bin, kann ich mich auch nm das Wohl der Stadt kümmern." — Ein wegen seines Sarkasmus gefürchteter P r o f e s s o r der Universität X. examiniert einen Studenten über eine .Krebsoperation. Derselbe gibt, wenn auch etwas zögernd, nach bestem Wissen und Gewissen Antwort, worauf der Professor nach einer Heinen Pause bemerkt: „Hm, man kann die Sache ja schließlich auch so machen. Aber wenn Sie den Mann schon vor der Operation mit einem Knüppel totschlagen, kürzen Sie das Verfahren doch wesentlich ab!"
«leine Tageschronik.
Ein Zug von Wismar nach Rostock ist bei der unweit Toberan gelegenen Ziegelei Stülow e n t g l e i st. Die Lokomotive und die beiden ersten Wagen sind in den Graben gestürzt. Der Heizer blieb tot; der Maschinenführer wurde schwer verletzt. Ter Verkehr tst gestört.
Bei Dortmund überfuhr ein Eisenbahnzug ein Personen- sahrzeug, wobei ein Knabe und ein Mädchen sck)wer verletzt wurden.
Ein erschütterndes Drama hat fidj. in Pankow bei Berlin abgespielt. Ter Meckxtniker Krüger hatte vor einigen Tagen den Besuch seiner Schwägerin, einer Frau Luise N en Hardt, erhalten, die ihr neun Monate altes Töchterch.'n mitgebracht hatte. Die Kleine erkrankte unb starb. Tie Mutter legte sich neben der Leiche ihres Kindes aufs Bett und jagte sich eine Kugel ins Herz.
In Chemnitz erkrankte ein Arbeiter an Schwarzen Pocken.
In Hamburg unternahm ter M a j o r B. aus Charlotten- burg einen Selbstmordversuch, intern er drei Revolverschüsse auf sich abfeuerte.
In Düsseldorf wurden 14 streikende Arbeiter der Firma Wicking wegen Landsriedensbruches und Mißhandlung verhaftet. Sie hatten Arbeitswillige vor der Fabrik überfallen, den Werkmeister geprügelt und einen Arbeiter durch Messerstiche in die Lunge tödlich verletzt.
In M a n t h (Böhmen) brach in der Nähe der Kirche Feuer aus, das mit großer Schnelligkeit um sich griff. Nachmittag gelang es der last übermenschlichen Anstrengung der auch aus der weiteren Umgebung herbeigeeilten Feuerwehren und dem zu pilie gerufenen Militär, den Brand einzuengen. 72 Anwesen und Hütten, sowie 14 Scheunen fielen dem Feuer zum Opfer, Menschen sind nicht umgekommen.
Die beiten im Floitental in Tirol Abgestürzten sind die Touristen Ehrhard Bruns aus Leipzig und Franz Kltem aus Dresten. Beite sind tot
vermischtes.
* Ertrunken. Als am 11. d. M. der kleine Kreuzer „Undine" von einer Hebung auf See nach Sonderburg zurücklehrte, wurde das M a n ö v e r „M a n u ü b e r B o r d" ausgeführt. Ein Schifssboot mit einem Maat und zehn Mann wurde ausgesetzt, um den „über Bord Gefallenen" aufzufischcn. Durch Versehen des Postens an der Maschine ging der Kreuzer vorwärts anstatt rückwärts. Hierbei wurde das bemannte Boot zum Kentern gebracht, und alle stürzten ins Wasser. Trotz sofortiger Rettungsversuche konnten nur 7 gerettet werden. Es ertranken 4 Matrosen. Tie Leichen sind noch nicht geborgen. — Infolge eines heftigen Windstoßes kippte bei Ostende ein Fischerboot, in dem sich zwei Brüder im Alter von 20 und 16 Jahren befanden, um. Beide ertranken. — Beim Baden im Klärteich der Gewerkschaft Grillo bei Gel s e n t i r ch e n ertrank ein Knabe von 13 Jahren. Tie Leiche, die ganz in Schlamm versunken war, wurde von dem Vater herausgezogen.
* Die Zahl der Großstädte au f dem ® r b c n b a 11, d. h. solcher mit mehr ah5 100 000 Einwohner, dürfte über 300 betragen. Mit Zuverlässigkeit läßt sich dies allerdings nicht feststellen, da die Angaben aus dem Orient fick in den bekaniiteiten statistischen Werken widerspreche: beispielswenc schwankt bie Anzahl der chinesischen darin zwischen 23 und^2 Lieht man von China ab, so dürsten zurzeit die Vereinigten Staaten Nordamerikas mit 46 solcher Städtekolosse auf unserem Planeten an der Spitze stehen. In Europa hat das Deutsch' Reich mit 44 Großitadten Großbritannien und Irland fmit 43) überflügelt Die Grvtz- ftäbte Deutschlands rangieren nach den neuen ttatiituchen Angaben (bie Eimovhnerzahl derselben ist in Tausenden angegeben) tote folgt: 1. Berlin 2100, 2. Hamburg 857, 3. München 559, 4. Dresden 537, 5. Leipzig 528, 6. Breslau 492, 7. Köln 458, 8. tyranfnirt am Main 354, 9. Nürnbera 312, 10- Hannover 283, 11. Chemnitz 268, 12. Düsseldorf 268, 13. Charlottenburg 26^ 14. Stuttgart 266, 15. Essen 249, 16. Magdeburg 247, 17 Stettin 237, 18. Königsberg i- Pr. 234, 19. Bremen 22/, 20. Dmsburg 209 21. Dortmund 197, 22. Kiel 18b, 23. Axdorf 18o, 24 fcalle o. d. S. 178, 25. Straßburg i. E. 176, 2b. Mannheim 12b, 2/. A - tona 173, 28. Danzig 168, 29- Elberfeld 168 30. Schöneberg 164 31. Barmen 160, 32. Aachen 157, 33. Gelsenkirchen lo6, 34 Wei 152, 35. Posen 147, 36. Braunschweig 141, 3t. Krefeld 127, 38. Bochum 127, 39- Karlsruhe 125, 40. Plauen i V. 113, 41. Wiesvaben 109, 42. Erfurt 105, 43. Mainz 102 44. Muhlheim a. d- R. 100. Leipzig dürfte mit rund 600 000 Einwohnern an die dritte Stelle ter deutschen Grobstadttabelle rucken, fall» die geplanten Einverleibungen der umgebenden Orlfchasten tn ter beabsichtigten Weise erfolgen. Auck) ter Polizeiprafident von Nixdorf gibt für „seine" Stadt eine Einwohnerzahl von etwa 200 000 an. Das Kaiserreich Indien zählt 32, das russische Reich>20, Frankreich 15, mit Kolonien 20, Italien 11, ^apan 10 ®rr>B|tabte. Diesen Staaten schließen sich au Oesterreich-Ungarn (9>, die ^ur- lei (7), Spanien (7), Brasilien (5), Australien (4>, Belgien (4), Holland (4), Niederländisch-Indien (3) und die Schweiz yd). Je zwei Großstädte weisen auf Aegypten, Algerien, Argentinien, ChÜe, Französlfch-Vinterindien, Kanada, Mapiani), Mexiko, Persien, Portugal und Schweden. Dänemark, Griechenland, ttolumbien, Korea, Kuba, Marokko, dconvegen, Peru, Rumänien, .Stam, Tutiis unb Uruguay besitzen je eine Großftadt.
Don anderen Luftschiffen.
Baldwins Lenkballon wird einer Meldung aus Washington zufolge vom amerikanischen Kriegstepartement übernommen werten.
Wright machte am Mittwoch von Le Mans in Frank reich aus mit seinem Flugapparat in ter Höhe von 25 bis 30 Metern ohne Schwierigkett acht Runden, zu denen er sechs Min. 56 Sek. gebrauchte.
e
Was kostet der Ballonstoff für einen Motor- büllon? Durch die Fahrten des Grasen Zeppelin ist das allgemeine Interesse an den Luftschiffen so gesteigert worden, daß sich auch der Laie um die Einzelheiten des Baues und der Einrichtung kümmert. Namentlich findet die Frage der Herstel- lungsloficn einer solchen Maschine große Anteilnahme. Bei Luftschiffen stellt nun fchon die äußere Ballonhülle einen bedeutenden Wertgegenstand dar. Während gewöhnliche Freiballons aus gummierten Ballonstoffen herstellbar sind, von denen das Quadratmeter 6—8 Mk. kostet, bei geringeren Ansprüchen auch auS gefirnißten Stoffen, von denen das Quadratmeter auf etwa 2.40 Mk. zu stehen kommt, erfordern Lenkballons wegen des höheren Gasdruckes die stärksten und besten gummierten Stoffe, so daß allein die Hülle eines mittelgroßen MotorbalkonS, ter etwa 2000 Qua bratmeter Ballonstoff braucht, gegen 20 000 Mk. lostet. Die deutsche Gummi-Industrie ist in der Herstellung der Ballonstoffe weit voran; sie liefert solche nach allen Ländern. Für bie französiscten Militärballons wurde ausdrücklich der von der Eontinentat-Kompagnie Hannover hergestellte Eontinental-Stoff vorgeschrieben.
Der Wiener Ingenieur tinift Kronstein, früher Dozent für Elektrotechnik am Technikum tn Stic «berg in Hessen, ist auf dem Schober st ein am Attersee abgestürzt und würbe als 2ei^M)?CbOr§orb des französisch en Artillerie- Schulschiffes „Eourenne" cyilotnertc in Les oahn« d' Hperes eine Stanonc. Sechs Personen wurden getötet, 10 verwundet, unter ihnen zwei scktwer.
In Spanien herrscht feit ein paar Tagen eine unertraglubc Hitze. Am 11. ds wurden in Madrid im Schallen 41,5 Grad gemessen, in Sevilla 53 Otetb.
1. Qual. 67—69, 2. Qual. 62-64; Rübe 1. Qualität 74-76 Mk., 2. Qual. 66-68 Pik., 3. Qual. 52-56 Mk., 4. Qual. 00-00 Mk., 5. Qual. 00—00 Mk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlachtgewicht : Kälber 1. Qualität 92 bis 95 Psg., Lebendgewicht 55—56 Psg., 2. Qualität 80—92 Psg., Lebendgewicht 47 — 53 Psg., Schlacht,zew 68—72 Psg.; Cchase : 1. Qual. Cchlachtgew. 82 bis 00 Pfg., 2. Dual. 74—76 Psg. Schweine: 1. Qual. 68—69 Ps., Lebendgewicht 53,5—54 Ps., 2. Qual. 67—00 Ps., Lebendgewicht 53,0-00 Psg., 3. Qual. 58-60 Psg., Lebendgewicht 00 -00 Psg. Geschäft bei Hornvieh gut, Ucberftanb unbedeutend; bei Kleinvieh gut, kein Ueberstand.
Voraussichtliche Wittcrnng für Hesien am Freitag den 14. August: Fortdauer der wolkigen und kühlen Witterung. Geringe Regenkälle. Starke westliche und nördliche Winde.


