Ausgabe 
11.8.1908 Erstes Blatt
 
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OHrseige TTajonrfffcb war durch den unDermutdrn TTefforßlT rotv-i auher sich q ernten Er wi 'm grwtf Messer hervor und nvlue sich out 'Vieren^ro;h'c6 stürzen TiJ*totöna(iftcn kamen ihrem yiaafttonitfolfegen jedoch zu Hilfe und umringten Drajo- witsch Aber auch dieser wurde von seinen &rrtcrhruni>m unter- ftüßt to daß eine beträchtliche Portion Prügel oudqetnlt tnuroe, bis endlich aus den Sanbeigtmqtn andere Depisti«te herbei eilten und die streitenden auseinander brachten

Verhaftungen roegen Hochverrats. bereits berichtet, ist in Earlowis der T hro fogie-L roses «'s r Pnoitschowitsch wegen Hochverrats verbastel worden. Unter dem Pervacht des Hochverrats wurden werter verhaftet der Bürgermeister von ffro« atisch Tubica. dessen Sohn. ei» Kanzlist und der £ rtSritbter. Die werben beschuldigt, an der Agitation für die groß- serbische Propaganda in xrontim und Slowenien leb­haft Anteil genommen zu haben, ti-e inAgram« politischen Kreisen verlautet, werden in den nächster Tagen weitere Ver­haftungen in dies« Affäre vorgenommen werden.

Die finanziellen Schwierigkeiten der Türkei gestatten sich immer dringens« .s.: nächst schreitet man zur End lassung überflüssig« Beamten Die ^ungtürken ersuchten den Sultan. ein Fünftel seines Prioalvermöacns für bie Bedürfnisse bei Staates zu opfern Der Sultan ist grunosLtzllch zu diesem Opfer bereu. Hinsichtlich des alten Regimes stellt sich jefct heraus, daß Diele Präses ohne Wissen des Sultans «gangen smd.

Tittoni reist nicht. Die von Wien« Blättern ange­kündigte Reise Tittonis nach Karlsbad und Marienbad wird m Nom offiziös dementiert.

Nationalitätenzank in Triest. Die ..Neue «reit Presse" meldet auS Triest: 'Bei einem von Slovenen v«an- ftalteteu Umzüge kam es zu einem Zusammenstoß mit Italienern, dieAbzug" undPfui" riefen. Die Polizei nahm 20 Ver­haftungen vor. Die Italien« v«anstalteten bann, indem sie nationale Lied« sangen, undHoch das italienische Triest" riefen, einen Umzug durch bie Stobt. Abends erneuerten sich die Demon­strationen. Die Polizei zerstreute btc Menge, wobei abermals zahlreiche D«Haftungen oorgenommen wurden.

Die Vermahlung der Tochter des Präsidenten Ialliöres erfolgte gestmn in Gegenwart des Lnbinettschefs, der anwesenden Minister des diplomatischen CorpS, Abgeordneten und Senatoren usw. Die kirchliche Trauung erfolgte in der Magda lenen kirche. Die junge Iran «hielt zahlreiche zum Teil sehr wertbolle Geschenke

Vie Einweihung der neuen evangelischen ttirche in Leihgestern

am 9. August 1908.

Der verflossene Sonntag war, wie wir gestern schon kurz erwähnten, für Leihgestern von höchster Bedeutung. Galt cs doch die Einweihung der neuen Kirche. Bom herrlichsten Wetter begünstigt, nahmen die Festlichkeiten einen sehr schönen Verlauf. Bei Tagesanbruch crsck-allte von dem Turm Festgcläute. Um 9>/j Uhr stellte sich der Fest-ug auf, nach- oem inzwischen von allen Seiten Festteilnehnier und Ehren­gäste angekommcn waren. Unter lederen sahen wir den <Vch. Rcgierungsrat Dr. Brcidert aus Gießen, Supev- lntcndenten D. Petersen aus Darmstadt, Baumeister Hofmann aus Herborn u. a. Im Festzug gingen die Leihgesterner Schulkinder voran, es folgten der Pcyaunen- chor Klein-Linden, der Ktrchengesanavcrcin Leihgestern, die (Geistlichen im Ornat, die Ehrengäste, oer Kirchenvorstand, der (^emeinderat, die Gemeindevertretung und der Schul- Dorftanb, die Bauleute, der Kriegervcrein und die beiden Leihgesterner Gesangvereine.

Nachdem der Zug bei der Kirche angelanat war und die Schttlkinder einen Choral gesungen Haven, beglückwünschte Baumeister Hofmann, der die Kirche gebaut hat, die feiernbc Gentcindc zu ihrem neuen Gotteshaus und wies dabei auf den alten Turm mit den Malereien als Zeugen der Vergangenheit hin. Er übergab den Schlüssel dem Bürgermeister Heß, der in einer kleinen Ansprache be­tonte, daß der Bau ohne den geringsten Unfall scrtiggestellt worden sei und den Schlüssel an Dekan Strack weitergab. Dies« übergab ihn mit einem DankeSwort an Gott und an alle, die an dem Bau mitgearbeitet haben, dem Super­intendenten D. Petersen, der die Kirche aufschloß. Unter Posaunonklängen erfolgte der Einzug in die Kirche.

Im Festgottesdicnst wurde die Wcihchandlung von dem Sitperintendenten vvrgenommen. Dekan Strack predigte iiber den Spruch,(vott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibet, der bleibet in Cfott und Gott in ihm" (1. Ioh. Map. 4, B. 16), der in der neuen Kirche an der Wand über den alten Malereien geschrieben steht. Die Leihgesterner Gesangvereine und der Kirchcngesangverein verschönten den Gottesdienst durch Gesangsvorträge.

Nachmittags um 1 Uhr versammelten sich die Jest- tcilnehmer zu einem Festessen, das einen schönen Verlauf nahm. Ihn 3* 2 Uhr fand bann ein musikalischer Gottes­dienst statt. Diesmal hatte die sehr geräumige Kirche nicht Platz für alle, die Einlaß begehrten, und sehr viele muhten vov den offenen i n Vorträgen lauschen. Ter

Orgelspieler, Gymnasiallehrer Müller aus Friedberg, ließ die wundervolle neue Orgel bestens zur Geltung fommen. Obwohl von Einheimischen und Fremden, die zum Teil

Wohnung auf der Bühne. Ich reife jetzt mit eigenen Dekorationen, führe in einen eigenen Tbcniermeiftvt mit mir, weil ich das In­terieur für eine unerläßliche Bedingung haue Die zusammen­gewürfelten Prvftx'kte und Requisiten, bie uns der Theatrrfundus zur Vertügung stellt, geben nie upd nimmer ein einheitliches Bild."

..Tas ist aber ein kostspieliger LuruS, den Sic sich da leisten!"

..Dars ich einmal mit Zahlen vrvtzen? Ich ivciß, das ist unschirkuch und hoffentlich nehmen Sie es mir nicht übel. Für meine Su*ncIm Rausch' hat eine sZrrma in Berlin mir ein Deim gebaut, in dem sichs ganz gemächlich leben ließe. Duslig gelbe cetbenfbotfe grüßen mich von den Wänden: praktikable -Türen und Beleuchtinigskorv.'i. alles von ivirklich ausgesucht« Vornehmheit. Ab« diesenackten vier Wände" kosten mich die Kleinigkeit von 115000 Mark. Pst. erschrecken Sie nicht! Wenn Tie zane Nerven haben, will ich Ihnen die Preise, die ich für die Reauisiten gezahlt habe, lieber nicht nennen Ich fühle and), txiü Ziffern aus dem Munde ein« Tante besonders unschön klingen. Diese Opfer ab« mußte ich bringen, ivenn ich meinen bescheidenen Tarbicrungcn ein hübsches Bühnenbild geben wollte." AuS einem UristallUacon irwidt sie etwas kölnische- Wasstr aui ibr ^vipeiunch und kühlt sich damit die Schläfen. Der Zug henmn sein Suterniv. ich muß mich adschiedSfertig machen Der liünftlcrin wümche ich gute Reise. E- v. P.

SlcinettbronüauflSunft und Wissenschaft. Aut dein Internat, ff o n g r c 6 f ü r historische Wissen­schaften in Berlin teilte der amerikanische Botschaft« Hill mit. daß Brau«eibe'itier Buch (St. Louc» 5000" Dollar- lür den NeulTOu des Germanischen MuscumS der £) a- vard-Universität in Eamdridae Massachusetts) ge­giftet habe 4.« Tirektor bet Germani'chen Museums Prof Franke druckte nach den Dankesworten dem Präsidenten des -lvnqresjes seine «neube darüber aus. daß der deutsclre Kultus ein io würdiges vetm habe Dem langiäbngen Präsidenten des Kölner M ä n n e r ge sa n g v e r e r n s Lotus v C t b e - graven wurde zu scinnn 80 Geburtstag am 10 d Mt- ber Rote Adlerorden 3 Klasse mit der Schleife v rlrchen. -.2 a» Königreich . ein HuirdNiibrama in 4 .tkren. ist der Titel des naicftrn Bühnenwerkes von Karl Schöll Herr.

wenig Rücksichtnahme kannten, utnbrängi. hat er meister­haft gespielt. Herrn Strauch aus Friedberg, der einige Lieber «Bariton sang, wünich-n rotr weiter guten Fort- schritt. Die Leistungen bes jungen Leihgesterner Sinben- gesanavereins unter Leitung des Lehr«? Jung verbienen volle Anerkenmtng, ebenso diejenigen der Leihgesterner Ver eine, von denen am Nachmittag der t^esangvereinEin­tracht" sang. Ter bekannte Klein lindener ge­mischte Ehor sang mit alter Meisterschaft Äußer diesen musikalischen Beiträgen wurde die Gemeinde durch eine Ansprache des Superintendenten D. Petersen erbaut. Nach den Einweihungsfeiern blieb das Gotteshaus offen und wurde noch von vielen Leihgesternern mit ihren Gästen besucht. Was die Einzelheiten des Baues betrifft, so oer weisen wir auf bie diesbezüglichen Artikel in denGieß. Farn.-Bl." und tn d« Nr 18-> Bl. 1 deslvieß. Anz.' Es sei nur noch erwähnt, daß dank hochherziger Stiftungen Altar und Kanzel aufs schönste ausgestruc: wordcn find. Möge das Dorf Leihgestern seine schöne Kirche stets in Ehren halten und sich stets ihrer wert zeigen.

Aus Stadt und Land.

Gießen, 11. August 1908.

* Dom Großherzoglichcn Hofe. Ter Groß- Herzog und bie Großherzogin find gestern nach dem Besuch der .Parsisal^-Aufführung in Bayreuth wieder nach Iagdsch WolsSgatten zurückgekehrt.

Ter Großherzog hat am 29. Juli b. I. ben Oberlehrer an bem Wolfgang Ernst-Gymnasium zu Bübingen Professor Eugen Kölsch auf sein Nächst,chen, unter An­erkennung seiner langjährigen treuen Tienste, vom 12. August 1908 ab in ben Ruhestand versetzt und ihm ouS diesem Anlaß die Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienst- ordenS Philipps beS Großmütigen verliehen.

"Das Ehrenzeichen für Mitgliebcr frei­williger Feuerwehren würbe verliehen burch Aller­höchste Entschließung Seiner Königlichen Hoheit beS Groß- Herzogs vom 18. Juli b. I. bem Franz Jakob Fuchs zu Dieburg.

Uebertragen würbe am 7. August b. I. bem SchulamtSaspiranten Christian Walter aus Lich, Kreis Gießen, eine Lehrerstelle an bet Gemcinbeschule zu Tauern- heim, KreiS Bübingen.

** Studentische Unterrichtskurse für Ar­beiter. Die geplante Fahrt nach Darmstadt zum Be­such der Ausstellung, für die schon zahlreiche Anmeldungen eingelaufcn waren und für die Herr Pros. Werner (Bens­heim) einen orientierenden Vortrag freundlichst zugesagt hatte, kann leider nicht stattfinden, weil die Kgl. Esienbahn- direktwn Frantfurt a. M. bas Gesuch um^ Gewährung von Fahrpreisermäßigung abschlägig beschieden hat.

"* Der schmutzige Liebig. Schon seit geraumer Zeit befindet sich das Liebig-Denkmal in einem keineswegs erfreulichen Zustand, denn das ganze Werk ist derartig ver­schmutzt, daß das Gesicht des tin Stern Verewigten mehr einer Fratze als bem geistreichen Antlitz eines Gelehrten ähnelt. Es wäre vielleicht angebracht, bas schöne Denkmal einmal zu säubern, bomit cs wirklich eine Zierbe der Stadt ist und dem Veschauer auch Freude macht.

Alsfeld, 11. Aug. In der Mitgliederversammlung des Freisinnigen Vereins am 7. August 1908 wurde ein stimmig beschlossen, dem seitherigen Abgeordneten Herrn Iustizrat Reh den Tank für seine erfolgreiche Tätigkeit im Landtage auszusprechen und ihn als Kandidat auf- zustelleu.

(:) Alsfeld, 9. Aug. Von heute an erfreut sich unsere Stadt wieder eines Theaters. Der Leiter des­selben, Herr Robert Herrmann, läßt die ^orfteHun­gen (im Saale des Gasthofs ..Deutscher Kaiser") mit der GesangsposseDie wilde Katze" von Mannstädt und Weiler beginnen. Dienstag, den 11. d. M., folgt das Lust- spielDie berühmte Frau" von Schönthan und Kadel- bürg. Die evang. KirchengemeindeVertretung beschloß, )ic Konfirmation der schulentlassenen Jugend für die Folgezeit am 2. Sonntag nach O st e r n stattfinden zu lassen.

Laub ach, 10. Aug Am gestrigen Tag fand ein Volks fest aui dem Ram Sb er g statt, das sich eines ungemein zahlreichen Besuches zu «freuen hatte. Das Hauptinteresse ivanbte fick) den Produktionen des Turnvereins am Reck und Ba«en zu, namentlich erregten die Leistungen beim Hochsprung lebhaften Bei­fall. D« Musikverein spielte lustige Tanzweisen aus und die beiden Gesangv«eine Eintracht und Harmonie loetteifetten durch Vorträge von mehrstimmigen Gesängen. - Bei ein« Revision der hiesigen Bäcker wurden nur zwei Bäckerstuben tadel­los (refnnben, während die Gendarmerie gegen die übrigen beim Kreisamt Schotten Anzeige erstattete und teils betrachclickL Geld­strafen «folgten.

X Gr eben au, 8. Aug. In vielen Orten desGründ- chens" wird zurzeit die Feldbercinigung cingeführt. Kosten- und Wunsch-Termine finden statt: in Eifa am 18. August, norm. 10*2 Uhr, 9tc imenrob am 19. Aug., vorm. 10 Uhr, Grebenau am 24. Aug., nachm. 1 Uhr, und in Wallersdorf und Eulersdorf am 25. Aug., vorm. 9Vi bczw. nachm. 2 Uhr.

Windhausen, 9. Aug. Heute wurde hier aus der nahegelegenen Becft, einem schönen Platze im Walde nach Ober-Breidenbach, daS Missionsfest dcS Dekanates Alsfeld, diesmal der inneren Mission gewidmet, bei herrlichstem Wetter gefeiert. Der Festprediger, Herr Pfa«er Bolitsch- Kirtorf, schilderte in packender Rede der andächtig lauschen­den Menge, waS die innere Mission will und waS sie von unS verlangt. In der NachveZammlung sprachen noch neben den, OrtSgeistlichen, Herrn Pfa«er Reusch-Groß-Felda, die Herren Dekan Sauerwem und Pfa«er Dr. Becker-AlSfeld. Tie Feitkollekte ergab den schönen Betrag von 40 Mk.

(n.) Geiß-Nidda, lu. Aug. Ter Alkohol. In der Nacht von gestern auf heute ereignete sich hier eine arge Messersteckeret. Tte jungen Leute von 1820 Jahren hatten bei Wirt Lehmerdie Kirchweih angetrunfen". Da­her waren auch zwei Burschen von Ulfa anwesend. Diese gerieten mit dein Schreibergehilfen Heinrich Ludwig in Differenzen, bie auf dem Wege ztvischcn hier imb dem Bahnhof in Tätlichkeiten übergingen. Die lllfacr über- iielen den H. L., der sich zur Begleitung zwei Kollegen mit­genommen hatte. Der eine Begleiter des & L., der diesem zu Hilfe eilte, erhielt 5 Stiche, während der andere ent- Hol). Er,t der Knüttel eines Mannes trennte die Jungen. E'n gerichtliches Nachspiel wird den Bxteiligteti die Gefahr- lichkeit und Schädlichkeit des Alkohols hosientlich roirffam vor Augen führen.

.Aug, Sieben Ferkel ffl

, r r cbcn Srwitz !nn hob« Preis, denkt manch«

Lei«. Aber einem breiigen Schweinezüchter kamen sie doch am «rdc teuer zu stehen. Da hi« in der Umgegend die F«kel

hoch nn Prnie find, fuhr ein reich« Bauer von hier nach Friedberg cai den Markt und «stand sich diese Ware in obig« Menge genanntem Preise. Um nun bie Schweinezucht, in der b kannstich nichts drin steckt", etwas rentabler zu machen, erfann 'ich uns« Sckweinekäufer ein billiges Transportmittel. Das Angebot cn» derer hol! :en zum gemeinsamen HeimtranSpo« lehnte « eil zu tuet ab. Er erstand sich eine iNudel-) üiste

-.eb-.n Ferkel »ür 77 Mk. nnben wodl leicht darin Platz dxtg, es geb: Ter Deckel brau», gut verschnü«. die .^ists nnrer den .Irm und 4 Güte abgedampft. Ha. dieses GeG ar mied« einmal gespart die anderen Dummkopfe,ajs die für Augen madxn Jedoch, das dicke Ende kommt nacb, al» man zu Haufe die lebendige (? Ware auspackte, war ron den neben Stück nur noch ein Ferkelchen am Leben, und daH kostet je^t ohne Transportkosten 77 Mk. Ist da die Schweinezucht noch rentabel ?

R. B. Darmstadt. 10. Aug Tic Teilnahme der hiesigen Berölkcrung cn dem tragischen Ableben Pro­fessor Olbrich? ist allgemein. Aus der r/andes-L»H-j Heilung ist am Pavillon des Trepp.nausgangs zu dem von Olbrich errichteten Hauptausstellungsgebäude hir freie ffunft ein Riesen-Lordeerkranz mit Trauerflor aufgehangt Tte Konzertprogramme des unter Leitung des Herrn Hofkvnzerh- meisters Havcmann stehenden AuSstellungsorchesters ent­halten nur ernste Proarammnummern. Heute adend brachte die Kapelle als besondere Ehrung für den Verewigten die Trauermusik aus WagnersGötterdämmerung' und den Trauermarsch aus BcethocensEroika" zur 21usführung. Tie Leiche Prof. Olbrichs wird im Lause des Tages aus Düsseldorf hierher ubergefübrt: die Beerdigung auf dem hiesigen Friedhof sinder am M i ttwoch vormittag 11 Uhr in sehr feierlicher Leise statt. Tic Ausstellung-» leitung hat infolgedessen aua) das für diesen Tag vorbereitet^i Festkonzert für die Zeppelin-Sammlung auf Freitag ver­schoben. Der Großherzog sandte der kranken Sitroe Ol­brichs schon von Bayreuth aus nach Düsseldorf ein herz­liches Beileidstelegramm.

R. B. T a i^n ft a d t, 10. Aug. Ter Ge we r b e oe r e i» Gießen, unter Führung des Herrn Dr. ffrauSmülle^ und der Gewerbevcrcin Nidda, etwa 80 Personen, be­suchten gestern die Ausstellung.

sd. Darmstadt, 11. Aug. Die Delegierten bei IX. internationalen Stenograpbenfong reffet werden am Tiendtag vormittag 10 Uhr von dem Großher^g empfangen werben. Hieraus folgt die Eröffnung bei ffongrrvei in dem Festsaale der Technischen Hochschule um 11 Uhr Nach einem gemeinsamen Mülagessen tm uaisersaal fmbet um 3 Uhr bie erste Sitzung des Kongresses in der Technischen Hochschule statt. Abends 8 Uhr ist im Äais«saal groß« Kommers, cm Mittwoch werden die Sitzungen fortgesetzt und schließt sich abends 7'.- Uhr ein Festmahl tm Städtisck>en Saalbau an Für Tonn«<» tag ist ein Ausflug nach Heidelberg, für Freitag ein solch« nach Frankfurt und der Saalburg vorgesehen.

Rieder-Ingelheim, 10. Aug. Die kürzlich hier verstorbene Frati Friederike v. Krieken vermachte der Ge­meinde 2 00 000 Mark zur Erbauung eines Krankenhauses.

[] Marburg, i". Aug. Der Jahre alt

a. T. Vesper aus Schreufa, der kürzlich in seinem Zim­mer stürzte, ist tn der hiesigen Mlinif geworben.

I C- Frankfurt a. M 9. Aug. Erne Anzahl (Mcmeinbeif des Landkreises Frankfurt a. M- locrdcn. oa die Ber.räge baeitl abgeschlossen sind, am 1. 'JUnil 1909 mit Frankfurt a M. eingemcinbet tv«den. ifs sind dies die Gemcinden Berkers­heim, Eckenheim. Preunge-Heim, Hausen. Praunheim und Bona- nies. Die Berhatidlung^-n mit Efch«Sheim, Heddernheim nab Ginnheim schweben noch, rthrben ober binnen kurzem abitrfdili'ifm. Auch mit der Stadt Rödelheim sind V«handlungen im Gonge. In d« letzten Stadtverordnetenvenammlung bat oen BertreterH, her Stabt em dahingehender Vertrag vor telegen. Die Beschluß^ fassung wurde aber verfchooen, da erst die Bürgerschaft gehört Tunbcu soll, tstödelhcün ftcht jetzt vor der Wahl, ob ei in Frank­furt aus gehen, ober dem fttetfe Höchst a. Main augeschlosfen Nrorden n-ill. D« Landkreis Frankfurt a- M. sieht nämlich sein« Aus­lösung entgegen. Durch die verfchiedenllichen Eingemeindungen tmrb der ÜreiS immer klein«. Die Abgaben für die einzelne« Gemeinden nifvlgedessen unverhältnismäßig hoch. Tie Regierung hat daher die '.'Uiflöiung beschlossen und ungeordnet, daß die C4c- meinben, die bem Anschluß an Franksutt tmd«streben, bem Kreise Höchst zu.zuführen sind. ,

" Kleine Mitteilungen auS Hessen und bei Nachbarstaaten. Durch gegangen aus der Erzieh', u n g s a n ft a 11 m K1. - Ziinmcrn i- O. sind in ben lewen Tagen vier Zivangszöglinge und zwar F. Bargo aus Tormftnbt und Ülitz, Lorum und Harttnann aus Mainz. Jedenfalls ging ein verabredetes Komplott vor. Die am Freüag in Gustavsburg durch die Gendarmerie wegen SittlichkeitS- v erbrechen verhafteten drei Matrosen wurden wieder entlassen, da ihre Tat sich nicht alS schw« bedenklich InTauöftvllt. doch wird die Anklage aufrecht «hatten. Bei 'Nnder-Ingelheim fuhr gestern ein Straßburger Automobil in den Ehauss«, graben. Tic Insassen nmrden h«ausgeschleub«t. Ein Herr «lick eine schwere Fußverletzung und mußte in daS Hospital gebracht werden. Gestern stacht verstarb int städtischen Krankenhaufe zu Frankfurt a. M. der 24 rührige Schloss« Karl isehulz aus Niederrad. Ec hatte Pilze gegenen und sich damit eine Ver­giftung zu gezogen Die Frau, die ebenfalls von den Pilzen ge­nossen hatte, befindet sich noch nickst auß« Lebensgefahr Gestern abend wurde bei Sarnau ein Marbiotzer Fuhrweick do» einem Eisenbahnzugc üb«fahren Ter Fuhrmann wurde aui der Stelle gctöiti, das Pferd blieb unverletzt. Die 48 ,ährrge Frau Anna Lsd^rbogen. die Frau einet Frankfurter Restaurateur-, wurde heute früh tot ausgefunden. Sie batte sich mit Gas vergiftet.

Zeppelin.

Kaiser und Kronprinz.

Ein Telegramm mit dem Passus:H alte Ihnen nach wie vor die Ätonje," das vor e.wa 3 Wochen angeblich der Kaiser an den Grafen Zeppelin gerichtet hoben sollte, fhunmt wie sich letzt h«auSstelll, vom itnuiPrinzen. Als darauf das Ge­rücht ging, es slaimne vom Änifcr, wurde gebeten, es nicht zu dementieren, da d« Kny'er mit dem Inhalt der Depesche ein­verstanden fei.

D« Kronprinz hat jetzt bem Grafen Zeppelin folgendes T* grannn gesandt:

Swfrcben, 8. August-

Melde Euer Erzellenz. daß eine Hiljsaktwn im große» Stil im (Hange ist, an deren Spitze ich bie Ehre habe zu stehe» Seine Maiestckr Der Äaij« hat bereu» eine groß, -umme ge­zeichnet. Werde, wenn irgend möglich. Sie tn nächsten lag« besuchen. Euer Exzellenz iverden auch Diefcn Schlag erhobene» Hauptes überstehen und am Ende den eieg behalten. Mit viele» Grüßen Wilhelm, Kronprinz."

Fürst von Bülow

d _ Präsidium des Reichskomitee- zur Auf­bringung einer Ehrengabe für Zeppelin. In das Lvmtt« trat« Staatssekretär von Bethmann-vollweg und üriegsminist« doo Einem ein.

Zeppesinmarken.

Die Molo r-L uf t, ch, s j st udie na e feilsch ast i» Ber­lin trat bem unt« dem Etirmpräsioium des Lrvnprinzen stehen- oen deutschen ReichSv«band für ,Zevoelin bei Sie wirb bie von ihr begonnene Sammlung burdj Ausgabe von Zeppelin- marken weuerführen, wozu ihr b:r RcichSv«band seine Unter­stützung MifidxTte.

Spenden.

Der Großherzog von Hessen hat von Bayreuth aus 1000 Mk. gezeichneL