Ausgabe 
11.8.1908 Erstes Blatt
 
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I

Handel

des

91.95 I Elektriz. Lahnieyer .

. 96.50

Obeischles. Eisen-Industrie 100.75

95.00

Priuce-Heuri-Eisenbahn . 124.20

Börse, 11. August. Anlangskurse.

169.20

ftawli ilir IqoMi

Bt

I

(Medizinische Klinik, Kliniksteaßc)

<

KM:

Laurabiltte .

Eordd. Lloyd

20 80

147.50

61.50

63.20

96.00

89.15

93.40

Harpener Bergwerk Laurahütte . .

Lombarden E. B.

Nordd. Lloyd . .

Türkenlose . . .

118.50

108.10

197.10

194.10

111.50

201.50

212.70

. 234.50

. 58.70

. 140.90

83.55

91.95

83.35

90.65

90.00

98.35

99.30

. 200.90 . 212.75 . 20.70 . 95.30 . 145.70

Elektriz. Schlickert . . . Escbweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. PakeLL Harpener Bergwerk. . .

. . 222.30

. . 111.00

32°/« 3%

32°/«

3%

327«

Reichsanleihe do.

Konsols . . do.

Hessen . .

Oberhessen ,

. 163.30

. 126.25

. 234.30

. 135.40

. 175.60

. 140.25

. 199.00

Stahlrrusr gehörigen General Rail Road abgegeben. Drei Arbeiter wurden getötet, 11 Zchwer verletzt. Verschiedene Verhaftungen wurden vorgenommen. Es wurde Miliz auf­geboten.

Tiirkenlose.....

4-6 Griech. Monopol-Aul.

4-6 äussere Argentinier

3°/0 Mexikaner . .

4 2% Chinesen . . .

Aktien:

je ft eilt Daher müssen fast sämtliche Zeitungen n Dänemark i h r Erscheinen einstellen.

Newvork, 10. Aug. Ter mehrwöchentliche Kohlen- grubenstreik in Alabama Hal nunmehr zu ernsten Ausschreitungen geführt. Bei Brocton wurde eine Gewehr- alve auf einen mit Arbeitswilligen besetzten Zug der dem

Sprechstunde: Jeden Mittwoch abend 67 Uhr.

Unentgeltliche Untersuchung von Lungenkranken und Ange« hörigen von Lungenkranken. (Da/»

Ausgabe von Attesten für Aufnahme in Heilstätten.

Ratschläge für Kranke und ihre Angehörigen zur Vermeidung von Ansteckung. Volt.

Arbeiterbewegung.

Die streikenden Nieter des Stettiner Vulkans hielten eine Versammlung ab, bei der sich keine Dreiviertelmajorität für die Wetterführung des Streikes ergab. Statutengemäß muß nun der Streik aufgehoben werden, womit auch das Ende der Aussperrung in Sicht gekommen ist.

Kopenhagen, 10. Aug. Ta trotz langwieriger Ver­handlungen keine Verständigung zwischen den Ver­tretern der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber erzielt wcr- >en konnte, haben von heute an infolge von Aus- Per r u n g und Streik 2500 Typographen, 1000 Papier- abrikarbeiter, 800 Buchbinder, 200 Lithographen und Stein- rrucker und 1000 andere Arbeiter ihre Arbeit ein-

41/1?6 Oesterr. Süberrente 4?6 Ungar Goldrente . .

4-6 Italien. Rente . . .

3-6 Portugiesen 8erie 1 .

3-6 Portugiesen 111

42% russ.Staatsaul. 1905 42% Japan. Staatsanleihe 4 -6 Conv. Türken von 1903

Berliner Haudelsges. . Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat Bank Diskouto-Kommandit . Dresdner Bank . . .

Kreditaktieu . . . .

Baltimore- und Ohio-

EiSentahn . . . .

Gotthard bahn . . . .

Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . .

. 145.50

. 50.40

TeSeiomischö Kursberichte

Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank fUr und Industrie, Giessen.

Frankfnrter Börne, 11. August, 1.15 Uhr.

. 65.40

. 97.50

Bochum Guss . . . Buderus E. W. . .

Tendenz: fest.

Berliner

Canada E. B. .

Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . .

Tendenz: fest.

b/AuGIL j

Ein Schriftstück wurde ongcferligt, wonach diejenigen beiden Kan­didaten, die bei einer vorzunehmcndcn Abstimmung der anwesen­den 5 Vertrauensmänner der Partei die wenigsten Stimmen er­hielten, zugunsten des drillen von den Kandidaten zurückzutretcn hatten. Während das Schriftstück von Benner und Moll sofort unterzeichnet wurde, »veigerle sich Herr Lutz zunächst zu unter­zeichnen. Wie es gekommen sein mag, daß die starken Bedenken des .Herrn Lutz, einen soläxn Pakt einzugehen, sich zerstreuen ließen, muß solange rätselhaft bleiben, als eine genügende Er­klärung des Vorganges noch ausstcht Klar wird nun auch, warum in dem polnischen Prozeß Reuther gegen Edimel (Mit- glied des Bundes der Landwirte> letzterer einem Vergleickic sich abgeneigt zeigte, und daß ebenso der von dem Vorsitzenden des Gerichtshofes seinerzeit in wohlmeinender Absicht ausgesprochene Hinweis auf rin Zusammengehen des Bundes der Landwirte mit der deutsch sozialen Partei in dem bevorstehenden Wahlkampfe einem Verglewie eher im Wege stehen als sörderlich sein mußte.

Briefkasten der Bednktion.

tUuouyuie Anfragen bleiben uudcrücksichttgt.l

A. Lch. Micrcii. Rennen Sie uns Zhren Namen. Tic Re­daktion muß doch wissen, mit wem sie es zu tun hak. Von anonymen Einsendern können wir lerne Berichtigungen aufnehmeu.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller öuic. 'Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei

Verantwortung-)

Grünberg, 6. Aug. Immer eigentümlicher gestalten sich die Vorgänge in unserem Wahlkreise. Wie schon bekannt, tagte hier im Gasthof zum Hirsch am Sonntag, 26. Juli, eine Vertrauensmännerversammlung der deutsch-sozialen Partei, zu der sich außer 5 Vertrauensmänner des Wahlbezirks noch folgende Herren Obmänner eingefunden hatten: Amtsrichter Maar, Oberlehrer Tr. Werner, die Landtagsabgeordneten Köhler und Bähr, die Lehrer Kling (Gießens und Link (Ruddingshain), Re­dakteur Th. Reuther, Bürgermeister Benner (Treis a. L.), sowie Kaufmann Moll (Grünbcrg. Zu dieser Versammlung war auch der vom Bund der Landwirte ausgestellte Kandidat Lutz (Elpenrod.- erschienen, indem er einem wiederholt an ihn herangebrachten Wunsche der Partei, ihn bei dieser Versammlung in ihrer Mitte zu sehen auch eine persönliche Rücksprache des Reichstagsabg. Bindewald mit jenem Lutz (Elpenrod) mag das ihre getan haben stattgab. Man hatte also 3 Kandidaten für den Wahlbezirk unter sich und wählte, um zum Ziele zu gelangen, folgenden Ausweg:

32%

4-6 Uesterr Goldreute

Gewerbe.

DLL Nmung des KonZ "Hule um H Uhr 8 2» um 31?

Technischen hyW E 9U)6er c sich d-eti; aalbflu on. Für T« ' hir yreitag ein sol.tr orgqeljen.

^g. Die kürzlich fcic ekcn vermachte der lung eines Kiankenhach i 80 Jahre alte Lehm kürzlich in seinem Hu­rns gestorben.

I. Eine Anzahl Gmeintc en, da die Skriräge beit mit Frankfurt a> 3 ies die Gemeinden Beike,. en, Praunheim und Bor rsheim, Heddernheim n innen fuwnt abgeschlossa Verhandlungen im Gone nlung hat dm. VertiÄn -orsetegen. Die A/Ws it die Kiyersch/r gehört Der Wahl, ob es in Fraiil- Main angejGm ton'cer. . sieht nämlich feinet .entlichen ßingemtinbungc Wgaben für die tinylna iähig hoch. Tie Rcgiemz id angcordnet, datz die irt widerstreben, dem Kren

aus Hessen unb bei igen aus der Erzic.l i j. D. sind in den M c F. Argo aus TamM. s Minz. Jedenfalls z« _ Die am 8«itag c ie wegen Sittlichkeit^ en mürben * * iklich hEssteltt^A bei Nieter-^EL ,mobil m tat Wb wschlcutert- Ein öcrrd- 5 in das Hospital geto m städtischen litontenbff AS m.w -und iid) tert «* * ^nsal s von den MM f

, ÄtarbMr W

Sie hatte sich n»

Vermischtes.

* Das Befinden des Fürsten Eulenburg ist, wie heute aus Berlin gemeldet wird, s ch 1 e ch ter, als es bei der Ein­lieferung in die Charitö war, aber Vesser als kurz nach der Ver­handlung. Tie Besserung des Gesamtbefindens und das Schwin­den der besorgniserregenden Apathien sind auf das Fort fallen der kontinuierliä-en Aufregungen zurückzuführen, die nut den Verhandlungen int Schwurgerichtsverwhren verlnüpst gewesen sind. Die Thrombose ist im Rückgänge begriffen, dagegen besteht die Bronchitis, deren Ursache noch nid); festgestellt werden konnte, unverändert fort. Sie bildet mit dem Herzfehler bei einem Manne in dem Atter des Fürsten eine stete Quelle von Besorgnissen. Von einer Verhandlungsfähigkeit kann, so bel-auptet unser Berliner Gewährsmann, für die nächste Zeit nicht die Rede sein. Es läßt sich auch kaum annähernd bestimmen, wann der Fürst wieder verhandlungsfähig sein wird.

* Cholera und Pest in Rußland. Nach amtlichen Feststellungen seit dem Ausbruch der Cholera-Epidemie in den russischen Gouvernements Astrachan, Saratow und dem Dongebiet sind vom 21. Juli bis 8. August 360 Personen erkrankt und 174 gestorben. Im Gouvernement Astrachan allein erkrankten vom 8. bis 9. August an Cholera 77 und tarben 22 Personen; 18 Erkrankungen und 14 Todesfälle an Cholera verzeichnete man mit dem 8. d. Mts. im Gouvernement Saratow. In Zarizyn erkrankten am 7. d. Mts. 14 und starben 10 Personen. In Rostow am Don erfolgten vom 8. bis 9. Aug. 21 Erkrankungen und 8 Todesfälle. Choleraverdächtige Erkran­kungen wurden beobachtet in Wjatka eine, in Sysran und Simbirsk je zwei. Am 10. sind dort 36 Choleraerirankungen und 26 Todes- älle vorgekommen. In der Kirgisensteppe des Gouvernements Astrachan ist am 23. Juli ein Todesfall infolge Bubonen- p e st Dorgctonnnen. Von den Kirgisen, die den Ort des Pest- falles verließen, erkrankten vom 29. Juli bis 6. Aug. 8 Per­sonen an Pest, 3 starben. Tie verseuchten Orte wurden abgespcrrt, die Kranken isoliert, ihre Hütten wurden abgebrannt. Die Be­wohner werden ärztlich streng überwacht.

ftlcutc Tageschrvttik.

Auf dem Hoheneck, einem 1306 Meter hohen Gipfel in den Hochvogefeu, ist der 75jährige Rentner Rico aus Zsenheim in Dbereljafc abgestürzt. Er wurde mit zerschmettertem Schädel tot anfgesiinden.

In Lauterecken landete ein Militärballon mit drei Offi­zieren, die in Bonn aufgeftiegen waren. Die Landung ver­lies glatt. .

Im Walde bei Oipperten an der Saar erschotz em Forster einen 19 jährigen Wilderer, der ihn mit dem Gewehr bedrohte.

Eine Lieves - Affäre fand in Charlotten bürg ihren Abschluß. Tort erschoß der 21 Jahre alte Porträt- und Land- schastsmaler Otto Nalke seine gleichalterige Geliebte, die Verkäuferin Marquardt, und beging dann Selbstmord.

In Thu r nthe n ning (Niederbayern) wurde eine Kinder­schar durch Tollkirschen von einer 78jährigen Beeren- janunlerin vergiftet. Vier Kinder sind gestorben.

In K o n st a n t i n o p c l wurde bei einer nächtlichen Kahnfahrt ge ft er u der erste Offizier des Bremer LloyddampsersBayern" überfalle» und beraubt.

In der Nähe von Halifax (Neufchottland) brachte das deutsche SchulschiffFreya" den FischereischonerMaggie May" zum Sinke«. Ter Kapitän und acht Mann der Besatzung derMaggie May" ertranken, vier wurden gerettet. Das Unglück wurde durch dichten Nebel tjerbeigeiüljrt.

In H avre wurde der junge Brasilianer verhaftet, der vor einigen Tagen in einem Abteil erster Klasse auf der Fahrt nach Trouville die Schwester seiner Braut überfiel, sie mit einem Totschläger schwer verwundete und auch noch durch Revolver- schüssc verletzte. Ter Verhaftete gab an, Pckwo Cuzmao zu heißen. '.Dian fand bei ihm die von der jungen Frau geraubten Wertsachen im Betrage von 40 000 Fr. sowie 3000 Fr.

In Konstantinopel wird demnächst im deutschen Ver­lage Löffler ein in deutscher Sprache geschriebenes 2 a ge­bt a 11 erscheinen.

An Bord des DampfersGolondrina", der den Passagier- transporl im Hasen von Barzelona versieht. Platzte eine Bombe, wodurch drei Personen verletzt wurden.

Ter britische TampserImogen" teilt mit, daß der holländische DampferAnistelland", der von Buenos Aires nach 'Montevideo fuhr, im atlandischen Ozean in Flammen stand. Nach Löschung des Bran­des konnte er sich fedoch mit eigener Kraft weiterbegeben. Alan fürch­tet, daß mehrere Menschenleben verloren sind.

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Qtt, Die?Uta-

5000 Mk. werden die Darmstädter Stadtvarvrdnetrn be­willigen. Ein von den beiden Artillerie-Kapellen in Darmstadt veranstaltetes Zeppelin-Kvnzert erfreute sich eines guten Be­suches. In der hefs. Landesausstellung findet am Freitag ein 09m Ausstellungsorchestcr veranstalteter Zeppelin-Abend statt, bei welchem d.'r Hofopernfänger Speemann mit Erlaubnis d?r Frau Cosima Wagner die Gralserzählung aus Parzival, das Liebeslied und die Schmiedelieder fingen wird. Auch der Hos- schauscheler Wagner, sowie der Gesangverein Lieder^weig werden Mitwirken.

Tas von der Kurverwaltung in Nauheim veranstaltete Konzert für dieZeppelin-Spende" erbrachte 543 Mk., die Samm- Ling derBad "Rauh. Ztg " ergab 1607 Mk. Extrasammlunaen, .eiche große Beträge ergaben, wurden außerdem in allen Nau- ^.imcr Hotels veranstaltet.

Tie Sammlung des Gießener Anzeigers.

Bisher Quittiert 893.9d 'JJiL abzüglich 50 Mk., für Tvuau- richingen bestimmt, von Pros. Tr. Str.) 843.95 Mk.; Professor stal)!, Oberlehrer i. P-, 10 Mk., Lern Oppermann, Schwester, 1 Mk., Tiichgeiellschait am Landgraf Phist-Platz 75 Pik., Prof. 5tr. ]i) Mk., Bücking 100 Mk-, W. N. stud. hist 5 Mk., rbaninchen- - ici tocrcin Klein-Linden 2 Mk., Professor Tr. Groos 80 Mk., ,dig Heß 2 Mk-, O. v. F. 50 Mk., Oberlehrer Tr. Graf 5 Mk , .hi). Justizrat Bai st 20 Mk-, R. A. 10 Mk., Jtl. K. Baur 10 Mk., 2animlung in Rcick>elsheim (Wetlcrau) durch Apotheker Hempel Ci. Rate) 24.35 Mk., E. D. 1 Mk., Professor Dr. Haller 10 Mk., smnmlung unter den 'Angehörigen des Kaiferl. Telegraphenamts -9 Mk., zusammen 1288.30 Mk.

Ans Reichelsheim (Wetlerau ging uns durch Apotheker «jcmpcl die zweite Rate mit 24.35 Mk. zu. Damit ist der iiEorb von Frohnhausen, über den wir gestern berichteten, ge­schlagen.

Die Höhe der Spende, die der Magistrat von Frankfurt i tzt endlich lür Zeppelin auszugeben gedenkt, wird zwischen 10000 unb 25 000 Mk. betragen. Tie Verzögerung i|t auf Kommunal­firi en zurückzuführen. Immerhin hätten Frankfurt a. M. als e-.ne bei reichsten deutschen Städte mit einer Zeppelingabe nicht F.ntenuach zu kommen brauchen. Das Schumann-Theater in Frankfurt kündigt für Mittwoch eine Vorstellung an, deren Rein- irtrag für Zeppelin bestimmt ist.

D i e Arbeiter der städtischen Gaswerke zu Lud- rigshafen haben beschlossen, dem Grafen Zeppelin den Lohn eines Tages zuzuwenden, wodurch etwa 250 Mk. erzielt werden.

Tas Gemeindetollegmm von Bayreuth hat als Spende für den Wiederaufbau des Zeppelinsck-en Ballons 500 Mk. bewilligt- zugleich wurde beschlossen, im Rathause ein goldenes Buch aufzulegen und die Einwohnerschaft sowie auch besonders die Festfpielgäste zu freiwilligen Zeichnungen aufzufordern.

Für deulschlands Erfinder

Ocavjichtigt der Allgemeine Erttiider-Bervand eine Graf von Zeppelin-Stiftung zu schaffen, die zur Unterstützung armer Er- : aber verwendet werden soll.

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Wrights ztugmaschine.

Ein Pariser Telegramm meldet über den ersten öffentlichen Flug des Flugtechnikers Wright: Der Auf- fiieg am Samstag wird von der gesamten Presse als Erfolg (incrtannL Einige Fachleute sprachen sich dahin aus, daß mit Lau Versuche Wrights eine neue Aera für den Maschinenflug in Frankreich begonnen habe, und daß sic sich im Vergleich zu den G<.biüoern Wright als Kinder betrachten müßten. Die Auf­fassung, der Bau und die Handhabung des Apparates seien «a der Maschine gleich wundervoll. Zwei russische Offiziere, die als Stellvertreter ihrer Regierung erschienen waren, erklärten, oaü fu" niemals so Außerordentliches gesehen hätten. Da beim Ausstieg völlige Windstille herrschte, wurde der Apparat durch das ooni Gerüst herabfallende Gewicht angetrieben. Er glitt rasch 15 Meter über die Schiene, extyjb sich dann unter der Einwirkung dcs Steuer-, flog 10 Meter hoch in die Luft, worauf Wright, » c allein Platz genommen hatte, alsbald eine halbe Wendung l>.schrieb. Die Zuschauer brachen in begeisterten Beifall aus. Ser große weiße -Vogel erreichte 15 Meter Höhe, setzte beim Wenden über einige kleine Tannen und kehrte dann zu seinem 'Tusgangspiintt zurück. Er befdjrieb dann einen zweiten größeren Sicis mit außerordentlich sck-arfen Kurven, wobei der Apparat iid) fast ganz auf die Seite legte, und landete endlich sicher und lauft ui der Nähe des Aufstiegspunktes. Wright wurde all­gemein beglückwünscht, er erklärte aber, er sei nicht gan$ 8U= Trieben. Ei habe während des Flugs mindestens zehnmal Mitz- iiriffe begangen, da er der Handhabung des Fliegers etwas ent­lohnt fei. Beim nächsten Flug am Montag hoffe er den Apparat Ecsser zn meistern. _ m . .

Er hatte sich aber getauscht, denn aus Le Mans wird Leute gemeldet: . 6...

WUbni 'Wright unternahm am Montag abend drei Probestuge. 5)er erste mißglückte infolge falscher Handhabung des Flug­apparates. Bei dem zweiten Versuche erhob sich die Flugmaichine <ima 10 Meter hoch und legte mehr als 200 Meter zurück; der versuch mußte wegen schlechten Motorantriebes unterbrochen wer­den. Tas dritte Mal flieg Wright etwa 15 Meter aus unb d-schrieb in ber Luft zwei vollständige Achten. Dieser letzte ging dauerte eine Minute.

(DriginabDrabtnict^iiußcn.

Cronberg, 11. Aug. Tie Stadt ist mit Girlanden, deut­schen unb englischen Flaggen reich geschmückt. Eine große Men­schenmenge besetzte die Straßen vom Bahnhofe bis zum Schlosse. Tas Wetter ist gut. Auf dem Bahnsteige traf der Kaiser um 8.30 Uhr ein, er trug die Uniform der Posener Jäger mit dem Stahlhelm. Ferner waren erschienen Prinz und Prinzessin Friedrich Karl von Hessen, Regierungspräsident Tr. v. Meister, Ritter v. Marx, Bürgermeister Pietsch, der englische Botschafter in Berlin Sir Frank Lascelles unb der britische Militärattachee French. Der Kaiser zog letzteren in chi längeres Gespräch. Um 9 Uhr fam der Salonwagen mit dein Könige Eduard an, der in der Uniform seiner Stolper Husaren war. Die Begrüßung war sehr herzlich. Tie Monarchen küßten sich auf beide Wangen. Der König begrüßte hieraus auch die übrigen Fürstlichleiten sehr herzlich. Hierauf erfolgte die Vorstellung des beiderseitigen Ge­folges. Unter den Hochrufen des Publikums fuhren die Fürst­lichkeiten in Automobilen nach dem Schlosse.

London, 11. Aug. Hier hebt man hervor, baß König Eduard gestern kurz vor seiner Abreise zu der Zusammen­kunft mit Kaiser Wilhelm dem Admiral John Fisher im Buckingham-Palast eine Audienz gab.

London, 11. Aug. Ein Feuer brach in einem Stadt­viertel au6, das namentlich von Sizilianern bewohnt tst. Fünf Personen kamen um, 20 erlitten Verletzungen.

Konstantinopel, 11. Aug. Ter auf Verlangen deS jungtiirkischeit Komitees abgcsetzte und degradierte Kom­mandant von Smyrna, Tewftt P a s ch a, hat sich vom Balkon seines Hauses auf die Straße hinabgestürzt, wobei er schwere Verletzungen erlitt.

London, 11. Aug. Blättermeldungcn zufolge galt die Besprechung, welche König Eduard kurz vor seiner 'Wo- reise mit Admiral Fisher hatte, dem Flotten- Programm für das N ä ch st e Jahr, worüber der König noch vorher genau unterrichtet fein wollte.

London, 11. Aug. In einem Briefe an die Glasgower Handelskammer teilt der Handelsminister mit, daß die Re­gierung eine Herabsetzung des Briefportos zwi­schen England und Frankreich ab 1 ehne.

Verantwortlich fürAns Stadt unb Laub" unbGerichtssaal": I. V.: E. Anberson.

Röhm kanüeirschuk^M

Besinn des Wintersemester*: 13. Oktober 1908.

L Jahresklassen für Knaben unn Jüng«...te tun 1'2'M Jahren; Kaufm. u. wisscnschaftl. Ausbildung bis zum einjahr. Examen.

TT. Halbjährige Handelskurse für junge Leute von 1030 Jahren: Ausbildung zur kaufmänu. Praxis und Selbständigkeit.

Schul- u. PensionatsrRnme in imposantom"Neubau. Gute Verpflegung u. gexrissenh. Beaufsichtigung. AusführL Prosp. d. d. Direk'. A. Harr.

Die Sammelftellen für Donaueschingen.

Tie Frankfurter Rennstallbesitzer A. und C. v. Weinberg I sendeten für die durch den Brand von Tonauefchingen m JJltt- l tidenschaft gezogenen Bewohner 5000 Mk., nacydeni bei emem m Rohi veranstallelen Rennen um denPreis von ^.onaiieschmgen der Weinbcrgsche HengstHorizont" Sieger geblieben war.

Tie Großherzogin Witwe Luise von Bade n friftele 3300 Mk. nebst Kleidern und Wäsche, die Konigm von Schweben 1000 Mk.

D i e Sammlung des A.* e ß e n e r A nz e l g e r.

Bereits quittiert Alk. 87.50, Tischgesellschaft Samuel 3.50 K. .50, Schwester Leni Dpperumnn l.oO, S>yoL ^-r. Martm^20., öüdiuq 50, Prof. Dr. S. 50., Wäscherei AIbach 5.-, <jrl. K. Sauer 5.-, E. D. 1, M. und A. Tasche 5., zusammen 3Rf 229 _

'Zur Entgegennahme weiterer Gaben ist unsere Geschäftsstelle gern bereit. __

Uchweres Grubenunglück.

Wieder einmal hat sich ein höchst bedauerliches ©rubenunghid ereignet, dem eine große Anzahl von Menschen jjum Cpfcr sie. Irin Telegramm aus St. Johann meldet uns heute früh:

Aus der Grube Dudweiler erfolgte durch schlagende Detter ein großes Grubenunglück. Bisher wurden 34 Manu ii Taae gefördert, von denen die Mehrzahl tot ist.

Weiler erfahren wir: Von den bis jetzt aufgefuudenen Bergleuten sind 13 tot, 8 schwer und eine große Anzahl leicht verletzt. Die Leichen find geborgen. Tie Verwundeten werden rn Lazarett uutergebracht. .

Ein anderes Grubenunglück hat sich 'n B e l S ' e n zugettage . Sn der Kohlengrube in Chalelet sind zwei ^rgarbeüer, bie ent pegen dem Verbote den Förderwagen benutzten, der faft an bet 2 ecke des Grubenganges entlang schierste, tm Wagen sitzend g e köpft worden. _____________

.Vergebung von Schreincrarbeit.

Die Lieferung von Tischen für den Sitzungssaal des Bürger- bcu aio. August d. Js., vormittags 10 ubr, cifentlufj. °ccüobcidjreibung und Bebingungen liegen bei rmd aut Einsicht offen. Angebote aus Vordruck, der bafclbft erbalt- EÜ6, fiitd bis Lum genannten Zeitpunkt an uns emzuretchen. - LuschlagSfrift 8 Tage.

Gießen, den L. Iugu.it 1W8.

Staotsiches Hochbauamt.

Gerbet