Ausgabe 
9.3.1908 Zweites Blatt
 
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die am besten für unsere Gegend geeignet seien. Die Aus

Sicfc ßaqer können durch Tagbau stcNung ist.die gröpte und umfassendste der bisher in-Hessen .n. stattgehabten ähnlichen Veranstaltungen; sre umfaßt nach

In der nackten Ze^ sollen noch weitere Katalog 831 Nummern und die Zahl der Preise mußte

Linden und Lützellinden

wenigstens die in das Depot eingeschmuggelten Hessen-

IbsensWildente

am nächsten Dienstag dürfte eine Kritik s, PhilippHhal'schen Schuldverschreibungen leidlich sichere Pa-

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Am 13. März feiert

d. Biedenkopf, 8. März.

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von Magdeburg interessieren, wo Frau Eysoldt dieser Tage 'm der betreffenden Rolle im Stadttheatcr gastiert hat:

und repräsentiert ein Objekt von 127 000 Mk. LoS 3 um­fasst den Gutshof nebst Wohngebäuden und Stallungen, wobei es sich um 200 000 All. handelt. Tie hiesigen Bauhand- werker, die sich an den Arbeiten beteiligen wollen, beabsich­tigen nach demH. £.* die Gründung einer Baugenossen­schaft m. b. H.

friere seien. Jetzt stellt sich heraus, daß sie bis zum Be­trage von 35 000 Mk. als Makulatur anzusehen sind. Es handelt sich nämlich um Stücke, die auf das Jahr 1901 gekündigt waren und längst zurückgestellt sind. Ruttels eines falschen Stempels hatte sie Rothschild mit dem Ver­merk versehen: gültig bis 1910. Von Hofrat Roth­schild selber hat man noch immer keine Spur; es ist das um so auffälliger, alser bei seinen körperlichen Zustand kaum reisefähig sein dürste. Man nimmt hier an, daß er sich in irgend einem Privathause in Frankfurt in Pflege befindet. Die Forderungen der Stadt Büdingen um das Bankhaus Wertheimer & Co. betragen, wie in der Gemcinderatssitzuug niitgcteilt wurde, 78 500 Mk. Die Stadt hat ihre Ansprüche hinsichtlich der Obligationen der Stockheimer Zuckerfabrik im Betrage von 40 000 Mk. der Liquidationskommission der Zuckerfabrik bereits eingereicht. Weitere als Sicherheit im Depot liegende Wertpapiere im Betrage von etwa 8500 Mk. wurden als gut bezeichnet, sodaß iiach Wegfall der Hesfen-Philippsthal'fchen Obligationen die Höhe deL Verlustes der Stadt wesentlich von beut Werte oder Unwerte der Stockhcinier Obligationen abhängr. Wie in der Gemeinderatssitzung mitgetellt wurde, hat Bürger­meister rinaf etwa 8 Tage vor dem Zusammenbruche' des Bankhauses diesem noch 8750 Mk. Gemeindegelder zur An­lage übergeben. Eine freiwillige Sicherheitslelstung für dem der Stadl Büdingen entstehenden Schaden lehnte Bürger- weister Knaf ab, infolge dessen der Gemeinderat beschloß, eine Kommission mit der Erwirkung einer Sicherheitshypo­thek auf das Knaf'sche Anwesen zu betrauen.

Haushaltungsschule des Greises Gießen mit chrer iludx Kuchenbäckern sich den Besuchern der Ausstellung zeigen.

ausgebeutet werden. I

Teile der Gemarkung Klein-Linden und Großen-Linden ab­gesucht werden. In einer Grube wurde unter dem bereits abgebauten oberen Erzlager noch ein 18 Meter mächtiges

unser früherer Landrat, Geh. Negierungsrat a. D.Sey- bcrth, seinen 90. Geburtstag. Zu Kirberg (Kc. Lim­burg) als Sohn eines Pfarrers geboren, studierte Seyberth in Heidelberg und Marburg Jurisprudenz und war dann in Wehen, Idstein und Rüdesheim als nassauischer Verivaltungs- veamter tätig. 1866 trat er in den preußischen Staatsdienst

Tagen zum Aushang. x r , - ,

** Das Braunsteinbergwerk (Manganerz) hat sich seit der letzten Zeit sehr ausgedehnt und gut entwickelt, so erhielt eS z. B. ein eigenes Elektrizitätswerk, eine elektrische Anschlußbahn an die Strecke Gießen Gelnhausen, eine Erz röst anstatt n. a. m. Gegenwärtig wird eifrig nach weiteren Erzlagern gebohrt, und diese Bohrungen sind fortgesetzt vom besten Erfolg gekrönt, so daß das Fortbestehen des Bergwerks auf lange Zeit hinaus ge­sichert ist. In Großen-Lindener Gemarkung fand man nahe dem Lückenbach mächtige Erzlager in geringer Tiefe, ebenso in der Nähe des Has'schen Kalkwerkes zwischen Klein-

Vortrag von Rechtsanwalt Raab über die WertzuwachL- [lener.

Dienstag, 10. März, vormittags 8 Uhr Musterung der Militärpflichtigen der Stadt Gießen, Jahrgang 1908, von Buchstaben 8. bis Z sowie der Gemeinden Großen-Buseck, Großen-Linden, Kattenrod und Oppenrod.

*

Landesuniversität. Se. Kgl. Hoh. der Groß­herzog haben den Privatdozenten Dr. Willi) Schmidt in Gießen zum außerordentlichen Professor bei der philosophischen Fakultät der Landesuniversität ernannt.

* In Audienz empfangen wurde von Sr. Kgl. Hoh. dem Groß Herzog am Samstag u. a. Oberlehrer Prof. Dr. F. Markert von Gießen.

* Oberlehrer. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog haben den Oberlehrer an dem Ludwig-Georgs-Gymnasium zu Darmstadt Professor D. Dr. Erwin Preuschen auf sein Nachsuchen aus dem Staatsdienste entlassen.

* Kreisgesund heitswesen. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog haben den Kreisassistenzarzt Dr. Theodor Curschmann auf sein Nachsuchen aus dem Staatsdienste entlaffen.

* * Zu besetzen ist eine zweite Gerichtsvollzieher­stelle mit dem Amtssitze in Oppenheim.

* * Eine Staatsbeamtin. Am 4. März d. I. wurde die Therese Reidel zu Mainz zur S ch re i b g e h ilf in bei der Bezirkskasse Mainz II ernannt. (Soviel uns bekannt ist, ist dies in Hessen die erste auf einem derartigen Bureau zur Anstellung gelangende Dame. Red.)

Zur Wertzuwachs st euer. Auf verschiedene An­fragen über die Bestimmungen des Wertzuwachssteuergefetzes, das ja wegen der inzwischen hier erfolgten Einführung dieser Steuer namentlich in Gießen interessiert, sei mitgeteilt, daß eine amtliche Herausgabe des Gesetzes mit Kommentar und Anmerkungen im Staatsverlag erschienen ist und von den Buchhandlungen bezogen werden kann.

** Eine Sitzung des Provinzial-Ausschusses findet am Samstag, 14. d. M., vormittags 9 Uhr mit fol­gender Tagesordnung statt: 1. Klage des Ortsarmcn- verbandes Vonhausen gegen den Ortsarmenverband Lorbach wegen Unterstützung des Jost Euler. 2. Die Losholzabgabe in der Gemeinde Rommelshausen; hier Beanstandung eines Gemeinderatsbeschlusses. 3. Ent­eignung von Gelände zur Verbreiterung des Mittelwegs in Gießen; hier Ausspruch der Besitzeinweisungserklärung. 4. Klage des Ortsarmenverbandes Gießen gegen den Landarmenverband Gi eßen wegen Unterstützung des K. Kister von Neustadt a. O.

** Eine größere Lehrerversammlung tagte ttnt Samstag im Hotel Viktoria. Es waren u. a. erschienen der Vorsitzende des hessischen Gesamt-Lehrervereins Haupt­lehrer .Huff-Darmstadt, der Schriftführer Krapp-Sickenhofen und zahlreiche Obmänner der Bezirkslehrervereine aus allen Teilen Oberhefsens. Zur Besprechung und Verhandlung kamen verschiedene Berufs-, Standes- und Vereinsangelegen- heiteu, z.. die Neuregelung der Witwenpension, die Größen­verhaltnisse der Leyrerwohnung, die Beseitigung der Kirchen aufsicht durch die Lehrer, die Abschaffung der öffent­lichen Kirchenprüfungen, der Vorsitz im Schulvorstand, die Vergütung für Fortbildungsschule^ das passive Wahlrecht der Lehrer, die Errichtung des 4. Lehrerseminars u. a. in. Gießen soll als Seminarort gute Aussichten haben. Eine andere Stadt hat 50 000 Mk. Zuschuß bewilligt, um das Seminar zu erlangen.

** Der Verband der Detailliftenvereine int Grv ßherz o g tum Hessen hielt am letzten Freitag zu Offen­bach a. M. eine Ausschußsitzung ab, in der die Satzungen beraten und feftgelegt wurden. Auf Grund der Satzungen erklärte sich der Verband als definitiv konstituiert. Ten Vorstand bitben Willy Schwab, 1. ^Vorsitzender; A. I. Supp, 2. Vorsitzender; Wilhelm Kalbfuß, Schriftführer unb Fritz Becker, Rechner, sämt­lich in Darmstadt. In dem Ausschuß sind die angegliederten Vereine mit je einem Bevollmächtigten vertreten. Vorort ist bis Ende 1908 Darmstadt. Von einer nachträglichen Stellungnahme zu dem Gesetzentwürfe betr. Abänderung des Gesetzes zur Bekämp­fung des unläuteren Wettbewerbs wird mit Rücksicht auf das vorgeschrittene Stadium abgesehen, dagegen wurde eine beschleu­nigte Eingabe an'den Reichstag beschlossen, in welcher die Fassung des § 63 des Handelsgesetzbuches in der von der Re­gierung beabsichtigten Weiss (Kürzung des Gehalts um das Krankengeld) unterstützt weroen soll. Weiter wurden Eingaben an die hessischen Landstände, betr. das O f f e n h a l t e n der Schau­fenster an Sonntagen und betr. Versteuerung der F i l i a l e n u n d d e r K o n s u mw e re i n e beschlossen. Die Fest­legung des Osterfestes' auf einen festen Termin, wie beim Weih- nachtsfeft, wurde als eine Notwendigkeit in wir,chaftlicher Hinsicht erachtet; der Verband wird sich der bezüglich dieser Frage bereits bestehenden Bewegung anschließen. Zum Schlüsse wurde noch dem Anträge auf Ergänzung des § 138 der Gewerbeordnung, ins­besondere Mgelung der Arbeitszeit im Putzgeschäft zugestimmt.

** Aus dem Bureau des Stad tt Heaters Im Hinblick auf das Gastspiel von Gertrud Eysoldt in

Manganerzlager erbohrt.

Diebstähle. Am verflossenen Samstag abend wurden aus einem Metzgerladen am Hamm 67 geräucherte Blutwürste gestohlen. - In der. Nacht vom 6. auf ben 7. d. Mts. fliegen Diebe in einen Keller an der NodHeimer Straße ein und stahlen eine Partie Stachelbeerwein. Der Täter, welcher im Januar l. Js. aus einer Sandgrube am Schifsenberger Wald die Schienengeleise stahl, ist in der Person eines hier wohnhaften russischen Althändlers ermittelt worden. Er ließ die Schienen am Hellen Tage mit einem Wagen holen und gab an, er habe sie gekauft. Die Schienen wurden gleich an einen Großhändler wetterverkauft.

fc. ©rünberg, 9. März. (Tel.) Gestern fand hier wegen der im Herbst slattsindenden Landtagswahl eine Bert rauens männer-Versammlung des Bundes der Landwirte statt. Man kant noch zu keinem bestimmten Be­schluß und in einer späteren Versammlung soll, wenn nicht ein eigener Kandidat ausgestellt wird, bestimmt werden, wer unterstützt werden soll.

§ Holzheim, 8.^. Nachdem die frühere Verpachtung unserer Gemeindejagd nicht genehmigt worden war, wurde sie dieser Tage zum zweiten Male verpachtet. Sie kam wieder in den Besitz der seitherigen Inhaber einer Anzahl hiesiger Jagdfreunde für die stattliche Summe von 2025 Mk. Zieht man in Betracht, daß der Preis in der abgelaufenen Pachtzeit nur 600 All. betrug, so ist die Steigerung so enorm, wie dies wohl selten zu verzeichnen sein dürste. Die äußerst scharfe Konkurrenz wurde durch das Erscheinen einiger Frankfurter Herren verursacht, die unsere Gemarkung gern ihrem angrenzenden Jagdgebiet zugefügt hätten. Die Jagd der Gemarkung Bergheim ging eben­falls für den Preis von 180 Mk. in ben Besitz ber Holzheimer Jagbgesellschaft über.

Lich, 8. Mürz. Daß gegenwärtig zu dem Lehrer­beruf ein starker Zudrang herrscht, sieht man an der hiesigen Präparandenanstalt. Sie umfaßt, seitdem die Ober- und Unterklasse wegen ihrer Stärke getrennt werden mußten, vier Klassen mit ca. 160 Schülern- Auch für das beginnende Schuljahr sind schon jetzt zahlreiche Anmeldungen eingelaufen. An dem Bahnbau der neuen Bahn­strecke Lich-Grün berg wird jetzt auch in unserer Ge­markung fleißig gearbeitet und zwar östlich der Stadt, wo die neue Bahn über die Linie Meßen-Geluhausen führt und dann nordöstlich nach Nieder-Bessingen abbiegt. Es sind vorige Woche zahlreiche italienische Arbeiter einge- trofsen. Wie verlautet, soll die Bahn bis Dezember bereits bis ecttarn laufen, die letzte Strecke Queckborn-Grünberg soll erst im Frühjahr 1909 eröffnet werden. Auch bei Münster, Bessingen und Ettingshausen wird eifrig am Bahtrbau gearbeitet.

+ Büdingen, 8. Marz. Zum Fall Rothschild hat man ganz neuerdings eine für die Stadt höchst unlieb­same Entdeckung gemacht. Seither hatte man geglaubt, daß

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man hofft, auch noch die anderen Daushaltungsschulen unserer Provinz, besonders die in Lindheim,,zu dem Unternehmen, heran­zuziehen. Ueberaus zahlreiche Preise sind für die Ausstellung gestiftet worden, was den Beweis liefert, daß das Unternehmen auch außerhalb unserer Stadt das größte Interesse erregt. Die Aussteller werden um folgende Ehrenpreise in den Wettbewerb treten: Provinz Oberhessen 100 Mk., Kreis Gießen 100 Mk., Stadt Gießen 100 Mk. (als Stadtpreis wird eine goldene Me­daille beschafft werden), der Rhein-Main-GastwirteVerband eine goldene und eine silberne Medaille. Ferner haben Ehrenpreise zur Verfügung gestellt die Universität,, die Bank für Handel und Industrie, Kommerzienrat Heyligenstaedt, die Firma Herm. Mettenheimer, die Bäcker- und die Metzger-Innung, Metzgermeister Friedrich Schreiner, Kaiser Friedrich^Ouelle in Offenbach, sowie die Gastwirte-Vereine in Alsfeld, Bingen, Butzbach, Darmstadt, Friedberg, Gießen, Lauterbach, Mainz, Marburg, Bad-Nauheim, Offenbach und Wetzlar. Außerdem stellt die Ausstellungslettung goldene und silberne Medaillen zur Verfügung. Das Ausstel- lungsplakat ist nach einem Entwurf des Dekorationsmalers Doll­mann-Gießen am Platze hergcstellt und kommt in ben nächsten

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infolge der zahlreichen Ausstellungsobjekte von 50 auf 60 erhöht werden. Ganz hervorragend ist das 9iutzgeflügel vertreten, das über 500 Nummern umfaßt.>en den ca. 200 Nummern Tauben, Vögeln usw. füib noch ca. 100 Nummern Wassergeflügel vorhanden, darunter vom Bo­tanischen Garten in Frankfurt 20 Prachtexemplare von Man­darinen-, Moschus-, Krickenten usw. Den Ehrenpreis des Großherzogs erhielt PH. S ö d l e r - Nieder-Gemünden, die 5 Ehrenpreise des Landwirtschaftskammer-Ausschusses für Starkenburg: Georg Saal-Lengfeld, Wilh. Seipp-Rüs­selsheim, W. iGeyer XII.-Darmstadt, W. Nungesser- Darmstadt und H. Saal-Höllerbach, den Ehrenpreis des Landesverbandes hessischer Geflügelzüchter K Bern- th eisel-Darmstadi (Gesamtleistung für Hühner) und Karl Rausch- Worms (Gesamtleistung für Tauben), die drei Ehrenpreise des Starkenburger Geflügelzüchterverbandes K. Bernth eisel, Ch. Debus und A. Ep p er t in Darm­stadt, die Ehrenpreise des oberhessischen Geflügelzüchter- Verbandes Julius Zimmer- Bingmühle bei Grünberg und Forstwart Simon-Ehringshausen, den Ehrenpreis des rheinhessischcn Geflügelzucht- und Bogelschutzverbandes Ehr. Falk III. in Mainz. Die wirklich imposante Ausstellung, die bis Dienstag abend geöffnet bleibt, erfreute sich gleich am ersten Tage eines außerordentlich zahlreichen Besuchs. Die Generalversammlung des hessischen Geflügel­züchterverbandes fand am Vormittag statt. Der Vorsitzende Bezirkskassier W. Müller-Bingen erstattete den Jahres­bericht, aus dem die gedeibliche Entwicklung des erst zwei Jahre bestehenden Verbanoes festgestellt wird. Die Rech­nungsablage über die zwei letzten Jahre erstattete Herr F. Schömer-Darmstadt; sie ergibt ein Vermögen von ca. 150 Mk. Dem Kassierer wurde Decharge erteilt. Ein Antrag des Vereins Offenbach tatr. die Schaffung einer neuen Aus- stellungs- und Schau-Ordnung soll vorerst zurückgestellt wer­den, da zurzeit über diese Frage Verhandlungen mit der Lairdwirtschaftskammer schweben. Ueber die nächstjährige Älltsstellung, zu der sich Bad-Nauheim gemeldet hat, entsteht eine lebhafte Debatte, doch wird zum Schluß ein­stimmig Nauheim als Ort der nächsten Generalversammlung und Ausstellung gewählt. Ueber die Hess. Geflügelzeitung berichtet der Vorsitzende; es wird zum Ausdruck gebracht, daß zwecks einer besseren Entwickmng des Blattes eine bessere Unterstützung von den Mitgliedern gewünscht wird. Es wurden dann noch einige geschäftliche Angelegenheiten erledigt.

O Rod heim a. d. Bieber, 8. März. Gestern fand hier die Neuwahl der Gemeindevertretung statt. An Stelle des langjährigen Mitgliedes der ersten Klasse, des verstorbenen Freiherrn van der Hoop wurde Kaufmann Ph. Bender gewählt. Die zweite Klasse wühlte ihren lang­jährigen Vertreter Gastlvirt Ludw. Schlierbach-Bieber ein­stimmig wieder. In die dritte Klaffe wurden Landmann Ludwig Hasselbach und Sparkassen-Rendant Karl Bender gewählt. Letzterer gehört ;chon nahezu 30 Jahre der hie­sigen Gemeürdevertretung -in. Die hiesige Schmallsche Zigarrenfabrik ging für den Preis von 52 000 Mk. an die Firma Rinn u. Cloos über. Der Betrieb geht ungestört weiter und mit Montag, 9. März, an den neuen Besitzer über. Die Musterung für die Militärpflichtigen des Bezirks Rodheim wird Montag den 30. und Dienstag den 31. März hier abgehalten. Am ersten Tage, morgens 8 Uhr, für die Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Crumbach, Fellingshausen, Frankenbach, 5zermannstein und Rodheim. Am zweiten ATorgen für die Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Königsberg, Naunheim und Waldgirmes. Lehrer Wagner hier tritt mit dem 1. April in den Schul­dienst der Stadt Frankfurt. Zu seinem Nachfolger wurde Lehrer ©öder aus Gemmrich ernannt.

)-( Wetzlar, 9. Marz. Heute abend spricht hier auf Veranlassung des freisinnigen Vereins Reichstagsabgeord­neter Kopsch über die politische Lage unter besonderer Be­rücksichtigung der preußischen Wahlrechtsreform.

li. Herborn, 8. März. Die Arbeiten zu ber hier zu errid)tenben Provinzial-, Heil- unb Pf legeanftalt werden, wie jetzt endgültig festgelegt worben ist, in brei Losen vergeben werben, und zwar Los 1, zu bem bie Haupt­gebäude der Anstalt gehören, schon in allernächster Zeit. Cs handelt sich hierbei um ein Objekt von 1700 000 Mk. Los 2 umfaßt Kesselhaus und bie Gebäube zur Maschinenanlage

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»Im Vordergründe drS Interesses stand begreiftichermeise durch ihr vrrtuoses Spiet die Berliner Gästin Frau Eysotdl. Ein ltemes, zierliches Persönchen im schlichten, kurzen granen Hauskleidchen, ben Kinderschuhen körperlich und geistig noch nicht enlivachsen, dazu mit einem entzückenden Ausdruck holdester tindllcher Keuschheit und Unbefangenheit, so verkörperte uns Frau Eysoldt die iljährige Hedwig. Wie fein Frau Eysoldt die kleinsten Züge der Mädchen­seele vor dem Reifen beobachtet hat und wie schlicht und natürlich, ohne jede aufdringliche Absichtlichkeit die Künstlerin all das wieder- zugeben versteht, das kindliche Schn,ollen darüber, daß der Vater es vergaß, dem artigen Kinde von der Festtafel eine Kleinigkeit mit nach Hause zu bringen, das kindlich naive Geständnis vom Abende gebet für den Vater und für bie tränke Wildente, bann die hin gebenbe zärlliche Liebe für ben schwärmerisch verehrten Vater unb schließlich ben erschütternden tieen seelischen Schmerz über das un­verstandene, rauhe, brutale Zurückgestoßenwerden war geradezu Bewunderung erregend. Kein Wunder, daß die Leistung der Eysoldt stürmischen Beifall erntete."

** Gastwirts- und Kochkunst-Ausstellung. Die bom 28. März bis 3. April in ber Turnhalle an der Nord-Anlage geplante große gastronomische Veranstaltung verspricht eine her vorragende zu werden. Die Arbeiten zu ben Ausstellungsbauten sind ben Zünmermeistern Schubecker und Vechthold, joroie ber Firma Sttohmeyer-Konstanz übertragen worden, und werden in ben nächsten Tagen in Angriff genommen. Als Ausstellungswirt ist Restaurateur Hermann Otto gewonnen. Nach ben vorliegendem Anwerbungen wird die Elite ber in Frage kommenden .yirntcn mit ihren Erzeugnissen vertreten sein, wobei zu bemerken w, daß der Kleinhandel bem Unternehmen fast gan,, strn gAl. v i ist. Eine recht lebhafte Beteiligung haben ölc Gruppen ... fünft unb Konbitorei erfahren, so das; hier ein vui ।d.ja r Wettbewerb in "Aussicht steh! Außer der Alrcejchnl luii a l .

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0 Laubach, 8. März. Die Erbauung einer neuen Turnhalle, bie gegenüber der jetzt benutzten und im schlechten Zustand befindlichen geplant ist, macht bie Verlegung ber, auch ben auswärtigen oberhessischen Schützen bekannten, Schieß stäube notwenbig. Um Genehmigung ihrer Ver­legung nach bem sogenannten Schinelzpfabe, rechts von ber Bahnlinie, hatte bei ber Kgl. Etsenbahnbirektion Frankfurt a. M. der hiesige Schützenverein nachgesucht. Von letzterer ist in diesen Tagen ein abschlägiger Bescheid ergangen. Es erübrigt also entweder ben Neubau, wie zuerst geplant, auf ein als stäbtisches Eigentum geltenben Platz in Nähe bes Gymnasiums zu stellen, ober bie Verlegung ber Schießstände außerhalb der Stadt, was jedoch ben jetzigenFestplatz" be­einträchtigen bürste.

R. B. D armstadt, 8. März. Die Zweite hessische Landesverbands-Geflügel- und Vogel-Aus­stellung ist gestern, wie schon kurz mit geteilt wurde, int städtischen Saalbau in Gegenwart des Großherzogs und der Großherzogin, sowie des Alinisters Dr. Braun, Ministerialrat Usinger, Prvvinzialdirektor Frhrn. v. Graney, Geh. Kabi­nettsrat Römhew u. a. eröffnet worden. Die Vorstands­mitglieder Dr. Schöner-Darmstadt und Bezirkskassier Müller- Dingen empfingen die Herrschaften am Eingang zur Aus­stellung und geleiteten sie in einem halbstündigen Rundgang durch die Ausstellung, wobei besonders die Abteilung für Nutzgeflügel mit Interesse besichtigt wurde. Der Groß- Herzog sprach hierbei feine Meinung dahin aus, daß er die Wymrdoltes und die Italiener für die Hühnerarten halte,