Nr. 33
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Anzeiger Glcßeu.
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Erstes Blatt
158. Jahrgang
Samstag 8. Februar 1908
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Verantwortlich
Ä3X < V * W xflA < < ** für den politischen Teil:
General-Anzeiger für Oberhessen rsse v i «ff u. Land" ilnd „Gerichts-
Notatisnrdruck und Verlag der Vrühl'schen Univ.-Such- und Zteindruckerei. R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Lchulstrahe 7. K",‘ Ä u-iijeiflcnieu. •vtu»
Die heutige Nummer umfaßt 16 Leiten.
Portugal.
Sämtliche politischen Häftlinge sind freigelassen tvorden, darunter drei Leute, die als vermeintliche Königsmörder im geheimen festgehalten worden waren. — Ergreifend war Donnerstag abend der Moment, als König Carlos in den Sarg gelegt wurde. Die Kö- nigin-Mutter Maria Pia umarmte heftig schluchzend mehrere Male den Leichnam, von dem man sie nur mit Mühe fortbringen konnte. Eine ebenso traurige Szene spielte sich ab, als die Königin Amalie und König Manuel von dem Toten Abschied nahmen. Nachdem die Leiche des Königs in den Sarg gelegt war, wurde sie um Mtter- nacht zusammen mit der des Kronprinzen nach der Palastkapelle gebracht.
Franco ist mit Frau und Sohn in Bordeaux eingetroffen. Er weigerte sich, irgend jemand zu empfangen und sagte, daß er heute nach Paris weiter reisen werde.
„E s p a n a Nuewa" veröffentlicht einen Brief, den Franco vor seiner Abreise von Madrid an das genannte Blatt gerichtet hat. Er sagt in diesem Briefe: Ihr Blatt gehört zu denjenigen spanischen Blättern, die über mich das härteste Urteil fällten. Ich hege keinen Groll gegen Sie, weil ich glaube, daß meine Landsleute mit der Zeit imstande sein werden, meinem Werke Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Ich fürchte nicht das Urteil der Geschichte und bitte Sie nur, die Meldungen über die Szenen, die sich zwischen den Königinnen Maria Pia und Amalie und mir abgespielt haben sollen, als falsch zu kennzeichnen. Welche Meinung die Königinnen auch immer von mir haben werden, ich empfing von Ihnen nur Zeichen der Achtung. Was meine Abreise aus Portugal anbetrifft, so gehorchte ich Gründen, über die die Zeit Aufklärung bringen wird. Ich bin der Ueberzeugung, immer ein guter Portugiese gewesen zu sein.
Der Madrider Korrespondent des Brüsseler Blattes „Soir" berichtet, daß er eine Unterredung mit einem Freunde Francos hatte, der diesen auf seiner Flucht bis nach Escurial im Zuge begleitete. Dieser Freund teilt mit, daß Franco nicht sehr niedergeschlagen sei in bezug auf die jüngsten Ereignisse in Lissabon, er gedenkt, sobald die Ruhe in Lissabon wieder hergestellt ist, eine Broschüre zu veröffentlichen, worin er seine Haltung rechtfertigen wird. Er beklagt sich nicht über die Art und Weise, wie ihn seine Feinde behandelt haben. Der Besiegte, sagt er, hat immer Unrecht, aber ich kann sagen, ohne das Andenken des verstorbenen Königs zu verunglimpfen, daß alles, was ich getan, in vollem Einverständnis mit dem Könige geschehen ist. Franco glaubt nicht, daß die antimonarchische Propaganda durch gemachte Zugeständnisse eingedämmt werde. Der Zweck, den die verschiedenen Oppositionsgruppen verfolgen, bezieht sich weniger auf die Herabsetzung der Zivilliste, Einberufung der Cortes, Freiheit der Presse usw., als auf den Sturz der Monarchie. Franco befürchtet, daß die entgegenkommende Haltung und die Großherzigkeit des jungen Königs als ein Zeichen der Schwäche ausgelegt werde. Franco fügte hinzu, er wünsche lebhaft, daß er sich in bezug auf den letzten Punkt irre und daß die Ereignisse ihn Lügen strafen würden.
DerEchs» Leich.
Berlin, 7. Febr. In parlamentarischen Kreisen verlautet mit Bestimmtheit, daß Reichsschatzsekretär Freiherr v. Stengel dem Reichskanzler Fürsten v. Bülow sein Ent lass nn gsgesuch unterbreitet habe; das Gesuch ist jedoch noch nicht erledigt. Staatssekretär von Stengel führt die Geschäfte des Reichsschatzamts weiter, nimmt jedoch an den Beratungen des Bundesrats und des Reichstages nicht teil.
Trier, 7. Febr. Gegen den Pfarrer Mansuy in Ars wegen seiner bekannten Kaiscrrede ist ein Ermittlung s v er f a h r en eingeleitet worden. Der Kreisdirek- tor von Metz hat eine große Anzahl von Zeugen vernommen. Mansuy erklärt, er glaube nicht, die Kanzel zur Bekundung anlimonarchischer Gesinnung gebraucht zu haben.
Bautzen, 7. Febr. Der frühere sächsische Kultusminister v. Sch lieb en ist auf seinem Schlosse Tauben- heim a. d. Spree gestorben.
München, 7. Febr. Der hiesige Nuntius hat heute im diplomatischen Auftrag der Kürie bei der bayerischen Staatsregierung Maßregeln gegen Prof. Schnitzer, beziehentlich die Enthebung Professor Schnitzers von den Vorlesungen beantragt.
— HZrofessor Schnitzer hat seine Vorlesungen über die Do gin en-Geschichte an der Universität München bis aus Weiteres eingestellt. Der Verlauf der Schluß-Vorlesung gestaltete sich zu einer großen Kundgebung für den Gelch rten. Eine ungeheure Menge Studenten drängte sich vor dem Hörsaal. Schnitzer wurde bei seinem Eintreten mit minutenlangen Ovationen, Hoch- und Bravorufen begrüßt. Er begann mit bewegter Stimme seine Vorlesung. Am Schluß seiner Abschiedsrede betonte er, er habe versprochen, wie immer zu lesen oder nicht mehr. Nicht getroffen und nicht gebeugt sehe er der Zukunft entgegen. Die Ovationen wiederholten jm; am Schluß in stürmischer Weise.
Die MVEgenblütter melden aus Essen a. d. Ruhr: Die Stadtverorvneten beschlossen, für die Kriegs Vete
ranen mit einem Einkommen bis zu 1500 Mark die Steuerzahlung auf städtische Kosten zu über- n e h m e n._____________________________________________
AsrsLanv.
Paris, 7. Febr. Die Regierung bezeichnet neuerdings und ausdrücklich die Meldung, daß die Kolonialarmee mit der Bestimmung nach Marokko mobilisiert werde, als unrichtig.
London, 7. Febr. „Daily Telegraph" meldet aus Odessa, daß der Gencralgouverneur einen Erlaß bekannt gemacht hat, der großes Aussehen in der Stadt hervorrust. In diesem Erlaß wird die Polizei aufgefordert, jeden Verdächtigen niederzuschießen, bevor der Betreffende noch Zeit hat, einen Anschlag aus den Polizisten zu verüben. Alle Polizisten müssen in Zukunft Revolver tragen. Der Erlaß gestattet demnach den Polizisten, jeden nieder- zuschießen, dessen Aussehen ihnen nicht gefällt-
Petersburg, 7. Febr. R e i ch s d u m a. In der heutigen Sitzung tvurde die Debatte über den Antrag der StaatSver- teidigungskommission fortgesetzt. Als der Kadettenführer Miljukow auf der Tribüne erschien, verließen die Rechte und die Mehrzahl des Zentrums demonstrativ den Saal. , Infolge der Beschlußunsähigkeit des Hauses wurde die Sitzung unterbrochen. Derselbe Vorgang erneuerte sich nach Wiederaufnahme der Sitzung, als Miljukow wiederum die Tribüne bestieg. Darauf wurde laut Geschäftsordnung die Sitzung geschlossen.
Das „Berl. Tagebl." meldet aus Konstantinopel: Infolge des portugiesischen Königs mordes, der immer noch von allen Zeitungen totgeschwiegen werden muß, sind alle Maßregeln der politischen Polizei bedeutend verschärft worden.
Teheran, 7. Febr. Die persische Regierung erhob formell Protest gegen die Ueberschreitung der persischen Grenze seitens Fasyl Paschas und gegen die völkerrechtlich unzulässige, an den persischen Generalgouverneur gestellte Forderung, Soudj-Bulak zu verlassen, das unstreitig zum persischen Gebiet gehört. — Fasyl Pascha, der Befehlshaber der türkischen Truppen an der persischen Grenze, hat inzwischen von der Psorte den Befehl erhalten, srch auf türkisches Gebiet zurückzuziehen.
Aus Washington wird gemeldet, daß die amerikanische Regierung den Entschluß gefaßt hat, neue Kriegsschiffe mit großer Beschleunigung zu bauen. Gestern ging eine Denkschrift im Kongreß ein, worin der Staatssekretär für die Marine eine Summe von 280 000 000 Mk. für folgende Schiffe fordert: Vier Schlachtschiffe des Dreadnought-Typs, vier große Panzerkreuzer, vier Unterseeboote und acht Begleitschiffe für Kohlen und Munition. Man vermutet, daß der Kongreß nur 160 Mill. Mk. bewilligen wird. _____________________
ALrs StQöS und Land.
Gießen, 8. Febr. 1908.
** Tageskalender für Sonntag, 9. Februar: Stadtthe ater: nachmittags 31/2 Uhr: Der Andere; abends 7i/2 Uhr: Zopf und Schwert.
Kr 0 n b a u e r scher Quartettverein: Nachmittags 5 Uhr Wohltätigkeitskonzert im GesellschaftsvereinS- haus.
Anlagemusik um HV2 Uhr in der Süd-Anlage (bei günstiger Witterung). Programm: 1. Ouvertüre z. Ldsp. „Franz Schubert" von Suppe; 2. Maritana-Walzer von Dollinger; 3. Ericksgang und Krönungsmarsch aus der Oper „Die Folkunger" von Kretschmar; 4. Friedericus Rex! Armeemarsch von Radecke.
Geflügel-Ausstellung des Verbandes oberhess. Geflügelzuchtvereine auf dem Windhof (am 8., 9. und 10. Febr.).
Kaiser Panorama: Programmwechsel: Das Berner Oberland.
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* * Pfarrpersonalien. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog haben dem Psarrverwalter Fritz Lahr zu Langd die evangel. Pfarrstelle daselbst übertragen und den von dem Fürsten zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg und von dem Fürsten zu Erbach-Schönberg auf die evangel. Psarrstelle zu Vielbrunn präsentierten Pfarrverwalter Joh. Stürmer daselbst für diese Stelle bestätigt.
Handelsrichter. Se. K. Hoh. der Groß Herzog haben den ErgänzungLrichter Kaufmann Hch. Rud. Hüttenbach in Worms zum Handelsrichter und den Bankdirektor Christ. Lott in Worms zum Ergänzungsrichter an der bei dem Landgericht der Provinz Rheinhessen gebildeten Kammer für Handelssachen mit dem Sitz in WormS, beide für die Zeit bis zum 31. Dez. 1909, ernannt.
* * Po st-Personalnachrichten. Freiwillig ausgeschieden ist Postagent Bingel in Dorheim.
• * Vom Stabt tljea ter. Wie wir in einem Marburger Blatte lesen, ist Frl. Clara Albrecht, die am nächsten Dienstag hier in Fuldas VerSlustipiel „Die Zwillmgsschwester" gastiert, als Salondame für unser Theater auf nächstes Fahr engagiert. Sie war früher als erste Naive am poilhealer in Darmstadt tätig und geht jetzt in das Jach der Salondame über.
* * Kun st verein. Die Gemälde-Ausstellung am Brand bleibt vorn Montag ab wegen vollständigen Wechsels der Gemälde 4 Tage geschloffen.
♦ * Vom Bodensee bis zum Piz Buin. So lautete das Thema, über d as Donnerstag abend Oberlehrer Alten dor f in einer recht gut besuchten Versammlung der Sektion Gießen des D. tl Oest. Alpenvereins im oberen Saal des Restaurants Metropole sprach. Der Vortragende schilderte in seinen IH2 stündigen humvrdurmwehten Ausführungen einen Teil der Hochgebirgsreise, die er in Gemeinschaft mit vier Sektionsgenossen im August vorigen Jahres ausgeführt hatte and dre offenbar zur vollen Zufriedenheit aller Teilnehmer ausfiel. Zunächst schilderte er die mancherlei Zufälle recht heiter, die die Vereinigung der Alpenfahrer von Stadt zu Stadt verzögerte, bis sie endlich in Heiden, dem bekannten Luftkurort oberhalb von
Rorschach am Bodensee liegt. Von i>ort begann die Wanderfahrt durch das Appenzeller Land nach St. Gallen, Weis- bad zum Säntis, Der nach dem unterwegs nieder- aegangenen Unwetter eine beschränkte, aber sehr schöne Aussicht bot Der Abstieg erfolgte über den Schafboden nach Wildhus. Das nächste Ziel waren die sieben Churfürsten, deren einer der Kaiser ruck ebenfalls bestiegen wurde. Von hier ging die Wanderung abwärts zum herrlich gelegenen Walensee, der nicht mit Unrecht von dem Dichter Salis mit dem Vierwaldstätter See verglichen wird. Ein Ruhetag wurde zur Bahnfahrt nach Ragaz und dem Besuch der Tanunaschlucht benutzt, worauf die Reise über Landguart ins Prätigau fortgesetzt wurde. Die Scesäst la na wurde in schöner Wanderung von der Schweizer Seite erstiegen und dann zur Douglashütte am Lünersee, die wie alle deutsch-österreichischen Jütten vorteilhaft von den Schweizer Hütten absticht, abgestiegen. Dann ging es über den Oefenpaß zur Lindauer Hütte im oberen Gauertal, die den Wartderern die Besteigung der Sulzfluh vermittelte, lieber Küblis wurde nach Klosters ab* gestiegen und nach einem kurzen Besuch von Davos über Die Silvrettahütte der Piz Buin bestiegen, dessen Besteigung mit Führer erfolgte und sich recht genußreich gestaltete. Die Wanderung am Bodensee bis hierher erforderte 12 Tage, von denen 7 volle Wander- imD Bergsteigtage waren. Mit einer kurzen Schilderung der echt deutschen Art der Wrwohner des dortigen Schweizerlandes schloß der Redner feine mit letxhaftem Beijall aufgenommcuen'Aussührungen und int Namen der Sektion sprach ihm Der Vorsitzende, Prof. Hedderich, der die Wanoerung selbst un.gemacht barte, herzlichen Dank aus.
* * Gesellschaft für soziale Reform. Der am 15. Dezember 1907 gegründete Hessisch-Nassauische Zweigverein der Gesellschaft für Soziale Reform hält Sonntag, 16. Tebr., nachrn. 5 Uhr im Saale des technischen Vereins zu Frankfurt a. M., Goethe- platz 5, seine erste Versammlung ab. Nach einer Ansprache Des Vorsitzenden des Vorstandes der Gesellschaft für Soziale Reform, des Staatsministers a. D. Freiherr v. Berlepsch, lvird Privatdozent Tr. Zimmermann aus Berlür einen Vortrag über „Tarif-Verträge" halten. Dieser Vortrag dürste zweifellos für Arbeitgeber und Arbeitnehmer von großem Interesse sein. In Gießen wird demnächst eine Versammlung, in der Professor Dr. Stie r- Somlo zu Bonn sprechen wird, stattfinden.
* * Dte Backes-Stiftung des LandcslehrervereinS besitzt gegenwärtig ein Kapital von 3300 Mk., sie hat sich seit dem Jahre 1903 um 1300 Mk. vermehrt. Die Einnahmen betrugen von 1904 bis jetzt an Bädern 203,30 Mk^ an Imsen 392,70 Mk. und an besonderen Ueberweisungen 1000 Rtk., die Ausgaben seit 1904 viermal je 60 Mk. Unterstützungen.
F l 0 t t e n v 0 r t r a g. Im hiesigen Flottenverein spricht am 14. Febr. Herr Liebscher aus Siegen über das Thema ,Deutschland über See".
♦ * Zu der Laubacher Versammlung schreibt uns Oberlehrer Dr. Werner, daß seine Angabe wegen der Besucherzahl richtig sei. Auch von anderer Seite wird uns eine größere Besucherzahl angegeben, als unser Berichterstatter angab. Wir geben dieser Mitteilung loyalerweise Raum, 311- mal nichts unzuverlässiger ist, als die Angaben über die Besucherzahl größerer Versammlungen.
* * Die Verpachtung der Jagden unserer Stadt auf den Zeitraum der nächsten 12 Jahre, die gestern nachmittag 3 Uhr im Stadtverordneten-Sitzungssaal vor sich ging, hatte etwa 40 Interessenten zur Stelle gebracht. Das Ergebnis der Verpachtung stellte sich wie folgt: 1. Bezirk Abt. Ib, Neustädterfeld, Flächeninhalt 289 Hektar: Höchst- bietender Brauereibesitzer Gg. Bichl er, 270 Mk. 2. Bezirk, Waldpförtnerfeld (einschl. der Gemarkungsteile Launsbach und Wißmar), Flächeninhalt 433 Hektar, Taxe 800 Mk., Höchstbietender Kommerzienrat Schirmer, 500 Mk. 3. Bezirk zwischen Wieseck und Grünberger Straße mit Wald- distrikt Stolzenmorgen, Flächeninhalt 323 Hektar, Taxe 300 Mark, Höchst bietender Rentier M y l i u s 420 Mk. 4. Bezirk, Hangelstein, Flächeninhalt 108 Hektar, Taxe 350 Mk., Höchst- bietender Hauptinann Schröder, 480 Mk. 5. Bezirk, Großer Stadtwald, Abt. I, zwischen Grünberger und Licher Straße gelegen, Flächeninhalt 579 Hektar, Höchstbietender zur seitherigen Taxe von 690 Mk. Rentier M Y l i u S. 6. Bezirk, Fernewald, Flächeninhalt 275 Hektar, Höchstbietender zur Taxe mit 600 Mk. Brauereibesitzer Adolf D e n n i n g - hoff. 7. Bezirk, Großer Stadtwald, II. Abt., zwischen der Licher Straße und der Straße nach dem Schisfenberg, Flächeninhalt 461 Hektar, Taxe 550 Mk., Höchstbietender Zollamtsrendant Schlenbäcker, 715 Mk. 8. Bezirk, Sel- tersberg, Flächeniithalt 397 Hektar, Taxe 400 Mk., Höchst- bietender Rechtsanwalt Wilh. Grünewald, 360 Mk. —■ Die gesamte Jagdpacht beträgt somit für die nächsten zwölf Jahre 4035 Mk., gegen bisher 4015 für das Jahr. Die Taxe der 7 Jagdbezirke, zuzüglich der angenommenen Taxe von pro Hektar 1 Mk. für den Bezirk I (Neustädterfeld) beträgt 3980 Mk. Es ist also eine neimenswerte Erhöhung der Einnahme ans Jagden für die Stadt bei der Neuverpachtung nicht hcrausgekomnren.
* * Roheit. Heute nacht wurde von roher Hand das Wetterhäuschen in der Süd-Anlage aufgerissen, ein Teil der Instrumente zerschlagen und umhergeworfen. Teile der Jnstrumeitte sanden sich heute morgen in der Anlage. Vielleicht tragen diese Zeilen zur Feststellung des Täters bei.
* * Verhaftet. Ein Agent von auswärts, der sich vor einiger Zeit unter falschem Namen in einem hiesigen Hotel einmietete und am andern Tage verschwand, ohne


