Ausgabe 
5.8.1907 Zweites Blatt
 
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. [J ^tarl) urg, 4. Aug. Der Rektor unserer Universiäj Prof. Dr. v. Sybel, spricht der Studentenschaft in einen! Anschlag am schivarzen Brett der Universität herzlichen Dank! ür die Ovation gelegentlich der Rektoren-Konferenz aus. -J beabsichtigte Umwandlung der Pferdebahn in eine elek. Irische Bahn soll 450 000 Mk. kosten.

Beim Gottesdienst in der Stadtkirche gedachte gestern Pfarrer v. Schlosser der Jahrhundert- feier der Ludoviciana. Er hob hervor wie auch für das Leben der evangelischen Gemeinde die Hülfe und Mitarbeit so manchen Hochschullehrers von hohem Werte aewesen sei und nannte als Beispiel treuen Wirkens im Dienst der Gemeinde den jüngst verstorbenen Geh. Hosrat Albreckt Thaer. J

Festvorftellung

ihre zweite Wiederholung. Auch diesmal wieder fanden die einzelnen Darbietungen, die bei der Besprechung der ersten Aufführung bereits entsprechend gewürdigt wurden, den leb­haftesten Beifall.

Am Sonntag nachmittag bewegten sich dann Tausende von Menschen zum

großen, allgemeinen Volksfest,

** Verhüteter Bahn Unfall. Am Freitag wäre bei dem 9 Uhr 17 Min. hier abgehenden Perfonenzlig Gießen LondorfGrünberg beinahe ein großes Unglück entstanden. Der Lokomotivführer bemerkte beim Neustädter Tor zwei Männer und drei Stück Vieh mitten auf dem Bühn- geleis und konnte Dank seiner Aufmerksamkeit gerade noch rechtzeitig den Zug zum Stehen bringen, um das lieber

Preisgekrönte Turner. Bei dem gestrigen 3. Spichererbergfest beteiligten sich auch 2 Mitglieder des Männerturnvereins Gießen. Sie erhielten bei starker Konkurrenz beide gute Preise, nämlich Turner Emil Bürk den 8. mit 34 Punkten und Turner Kapey den 11. mit 32% Punkten.

Dicbstähle. Einer Wirtin wurden am Samstag aus ihrer Schlafstube 180 Mk. gestohlen. Bei ihr logierten etwa 40 Personen und unter diesen wird wohl der Täter zu suchen sein. Auf dem Bergwerk wurde in der Zeit von SamStag bis heute früh eine Arbeiterbilde er­brochen und daraus eine Anzahl Kleidungsstücke gestohlen. In der Marburgerstraße wurde am verflossenen Samstag vor einer Wirtschaft em Fahrrad gestohlen, während sich der Eigentümer des Rades iin Lokale befand. Auf der Herberge mürbe heute nacht einem Handiverksbiirschen das Portemonnaie mit 19 Mk. von einem Schlafkollegen gestohlen. Als der Bestohlene erwachte, ivar der Täter bereits abgereist. Gestern morgen vermißte ein Arbeitgeber dahier feinen Hausburschen, die Tür seines Schlafgelasses ivar von innen verriegelt. Als geöffnet wiirde, fand sich, daß der Bursche durchs Fenster das Weite gesilcht unb einen Koffer, sowie ein Paar Schuhe des Arbeitgebers hatte mitgehen heißen.

** Unfall. Am vorigen Samstag abend hatte sich ein von Grünberg kommender Handwerksbiirsche auf einen Wagen gesetzt, dec nach hier fuhr. In der Nähe des Schützenhauses fiel der Alaun ivährend der Fahrt vom Wagen, wiirde überfahren und nm Fuß derart verletzt, daß er in die Klinik gefahren werden uiiißte.

das beim herrlichsten Festwetter einen großartigen Verlauf nahm. Heiter und ungezwungen war das Fest, Akademiker, Bürger und zahlreiche Besucher von auswärts bewegten sich in zwangloser Weise auf bem schönen Festplatz, auf dem in der Tat alle Standesunterschiede aufgehoben zu sein schienen. Während ein Teil der Besucher sich auf dem Juxplatz ver­gnügte, lauschten die anderen in der Festhalle den Klängen unserer Regimentskapelle. Sie brachte ein erlesenes Fest­programm und zahlreiche Zugaben, darunter einen Marsch -Unser Kaiser", den Christian Hüttenberger in Homburg, ein geborener Gießener, komponiert, und Kommerziellrat Heyligen- staedt zugeeignet hat; er wurde mit vielem Beifall aus­genommen.

Eine angenehme Abwechslung brachten die Gesangsvor­träge der vereinigten Männergesangvereine in das Konzert­programm. Sie fangen unter Lehrer Görlachs umsichtiger Leitung ziinächst mit Orchesterbegleitung die Hymne von Herzog Ernst und die Weihe des Gesanges von Mozart. Die mit großem Verständnis und sichtlicher Hingebimg vor­getragenen Chöre fanden lebhaften Beifall, ebenso die späteren Volkslieder. Am Abend waren es vor allem turnerische Darbietungen der Gießener Turnerschast. Dec Männerturnverein bot Stabübungen, der Turnverein Leiter-

wird berichtet: Mit lebhaftester Spannung sehen die Engländer dem Ergebnis der Tausendmeilen-Versuchssahrt um die irische Küste entgegen, die das größte Schiff der Welt, der neue Cimard-DampferLusitania", vom Clyde aus nach Liverpool unternommen hat. Es soll aber nicht nur das größte, sondern auch das schnellste Schiff der Welt fein; man gibt sich in England der Hoffnung hin, mit diesen! Riesendampsern das blaue Band des Ozeans wieder an sich bringen zu können. Während der Dampfer des Norddeutschen LloydKaiser Wilhelm II.", der 80 Fuß kürzer ist als dieLusitania", 23% Knoten erreichte, soll das neue Schiss 25 Knoten laufen. Es wird sich bald zeigen, ob sich diese Hoffnungen erfüllen werden; einstiveilen ergehen sich die Londoner Blätter in Schilderungen der erstaunlichen Pracht der Ausstattung und in Zahlenangaben, die allerdings etwas Verblüffendes haben. DieLusitania", die 25 000000 Mark gekostet hat, ist 785 Fuß lang und hat einen Tonnengehalt von 32500. Die Maschine entwickelt 68000 Pferdekräfte. DaS Schiff kann die Bevölkerung einer kleinen Stadt von 3150 Seelen mit sich führen, es bietet Raum für 550 Passagiere I. Klasse, 500 II. und 1300 III. Klasse, dazu einer Besatzung von 800 Köpfen. Die Aiisstaltung zeigt allen Komfort, mie er Ijcnte auf den großen Schnelldampfern üblich ist. Lifts, Telephon, türkische Dampf- und Nadel­bäder, eine Turnhalle, Kinderzimmer, für Leute mit großer Börse ganze luxuriöse Wohnungen m prächtigster Möblierung und mit allen Bequemlichkeiten, die mein nur in einer Wohnung auf dem Laude haben kann, das sind einige der modernen Errungenschaften, die sich in solchen Schiffspalästen finden. 1200 Fenster spenden das Licht in den Innenräumen, und am Abend flammen gegen 5000 elektrische Lampen auf.

* Das Duell in der Kirche. Aus New-Port wird berichtet: In Nerv Haivn, Indiana, haben zivei junge Leute eine neue Form entdeckt, nm einen Liebeshandel zum Aus­rag zu bringen: sie wählten zur Stätte ihres Zweikampfes die Kirche. Vor einigen Wochen kam eine entzückende junge Kalifornierin, Miß Cozart, zum Besuch von Verwandten nach New Haven. DaS außerordentlich hübsche Mädchen sah bald die ganze männliche Jugend New Havens zu feinen Füßen, mit Blumen und zarten Aufmerksamkeiten marb es überhäuft unb als Tochter Evas fühlte sich dabei gewiß recht wohl. Zivei ihrer Verehrer, Josef Spencer unb William Thomp^ on, zeichnete sie vor allen anberen aus, und so wurden die beiden bald zu Todfeinden. In Begleitung der zwei

Au« Stadt rrnö tano.

Gießen, 5. August.

.. " Hohe Gäste. I. Kgl. Hoh. Prinzessin Fried­rich Karl von Hessen, die Schwester des Kaisers, sowie die kömgl. Prinzen und das Gefolge passierten am Sonntag morgen mit bem fahrplanmäßigen Zuge 7,57 Uhr unsere Stadt. Die hohen Herrschaften, denen von dem hiesigen Bahnhofsrestaurateur das Frühstück im Salonwagen serviert wurde, kamen von Norderney und kehrten nach Frankfurt zurück.

Pyramiden und Hebungen mit elektrisch beleuchteten Stäben. Beide Vereine fanden lebhaften Beifall. Die turnerischen Aufführungen konnten leider nicht zu Ende geführt werden, da zu allgemeiner Ueberraschung das Feuerwerk eine halbe Stunde früher, als im Programm vorgesehen war staltfand.

Professor Dr. Sommer begrüßte im Verlauf des Festes die Anwesenden im Namen der Universität und gedachte des innigen Handinhandgehens von Universität und Stadt, denen sein mit lebhafter Zustimmung aufgenommenes Hoch galt.

DaS große Feuerwerk fand lebhaften Beifall, namentlich die Schlußnummer, das Antoniterkreuz mit der in Riesen- lettern prangenden UnterschriftLudoviciana". Kurz nach Beendigung des Feuerwerks verkündeten Raketen und Leucht­kugeln vom Nahrungsberg den Anfang der Höhenbeleuchtung. Bald lag der langgestreckte Bergrücken des Nahrungsberges in herrlicher farbenprächtiger Beleuchtung da. Es war ein lehren von Treibern und Vieh zii verhüten. Nur mit vieler außerordentlich schöner Anblick, der sich noch steigerte als Mühe gelang es, die ihren Transporteuren entlaufenen Tiere rechts davon auf der Höhe des Schiffenberges ebenfalls die oon dem Bahngeleise zii entfernen.

bengalische Beleuchtung aufflammte. ** Königl. Preuß. K la ssen lo tter ie. Die Er-

Die Festgäste begaben sich bann nach derSchönen neuernnglofe 3ut 2- Klasse dec 217. König!. Preuß. Klassen- Ausficht", um die angekündigte Beschießung und Beleuchtung I lotterte sind bis zum 6. August d. I., abends 8 Uhr, bei beß Gleibergs zu beobachten. Durch die große Entfernung Verlust des Anrechts einzulösen. Die Ziehung der 2. Klasse unb die dunstige Lust kam die Beschießung leider nicht zur wird am 10. Ang. abgehalten.

vollen Geltung. Man hörte zwar bas Dröhnen der Böller O Langsdorf, 5. Aug. Zur morgigen Beigeordneten- unb sah daß Aufflammen ber Leuchtkugeln u. s. w., letzteres wähl ist, nachdem der Rechner des Konsumvereins, Heinrich aber nur schwach. Erst die Schlußbeleuchtung erzielte mehr Weller III., seine Kandidatur zurückgezogen hat, ' von den Effekt, man konnte bei etwas Phantasie annehmen, daß die Freunden des Abg. Köhler-Langsdorf der Landwirt und ganze Burg in Brand stehe. Daneben zeigte sich der Vetzberg Schuhmachermeister Wilhelm Bender II. als Kandidat anf- und davor der Bismarckturm in bengalischer Beleuchtung, gestellt worden.

0tOflfe an dem immer- -r. Hungen, 4. Aug. Heute nachmittag fand hier IM

hm recht ungewöhnlichen Anblick. Leider kam auf dem .Solmser Hof" die Konstituierung des landwirt- fnnntn^Mir^ Unfcr dortiger Korre- schaftlichen Bezirksausschusses Lich.Hungen durch

p s 2 » . . das Kammervorstandsmltglicd Kühler-Langsdorf statt. Von

einen uuMckiichen Verlad Der S^h n ^s Bu/gwiÄs war Ä ^7'"z.ald.rektor Geheuncrat

damit beschäftigt, die Böller abzufeuern. Beim Entzünden eme J rclbert' von beL' un Bezirk ansässigen landwirtschaftl.

Völlers ging em Schuß zu früh los, der Feuerstrahl fuhr ihm aus Wmterschule Lich Oekonomierat Weitzel erschiencn. Als dem Zündloch ins Gesicht und verletzte ihn schwer. Aucb die Augen Vorsitzender wurde der Abg. K ö h l e r-Lanasdorf, als dessen ^nmÄn.Ä

Verband an, worauf er sofon in die Gießener Klinik verbracht rei^e cmc W lebhafte Diskussion, in der Gc-

muebe. Auch hat sich ein Soldat die Hand an einer Watete heunerat Dr. Vreiderl in sehr eingehender Weise das Projekt verlebt. eines Elektrizitätswerkes bei Lißberg und die

Ter Schluß des Festes. schreckliche Arbeiternot besprach. Die Versammlung

Würdig, wie die Säkularfeier der Ludoviciana begonnen na^m an bcr Verhandlung sehr regen Anteil unb beschloß, hatte, war auch ihr Abschluß, der zwar nicht in der Fest- HMeinierat Dr. Breibert zu ersuchen, im Herbst eine Gene* Ordnung vorgesehen war, aber trotzdem einen recht offiziellen ralversammlung des landw. Kreisvereins Gießen feierlichen Charakter hatte. Unb das kam so: Als sich der 3" berufen, in der die genannten Fragen einer gehörigen Be- Schwarm der Gäste nach der mitternächtigen Stunde verlaufen yatl,n9 i" der Oeffentlichkeit nochmals unterzogen merben hatte, sammelten sich eine Anzahl Ritter von der Gemütlichkeit sollen. Hierzu sollen bann alle Landwirte des ganzen Kreises zumeist Mitglieder des Vergnügungs-Ausschusses zu ejncr eingelaben werben. Die nächste Sitzung bes landw. Bezirks* engeren Tafelrunde. Der verdienstvolle Vorsitzende des Ausschusses soll sodann nach Lich unb die dritte nach Ber- Volksfest-Ansschusses, Pros. Dr. König, hatte gleichzeitig stabt einberufen werden.

mit bem Feste fein 25jähriges Doktorjubiläum, was in Z A l l e r t s h a u s e n, 3. Aug. Vergangenen Freitag einigen Ansprachen unb durch einen Festtrunk gebührend ^gte sich eine Frau von Allenborf a. b. Lda. unweit gewürdigt wurde. Acht Musiker gesellten sich zu dem frohen ber Station Allenborf a. L. aufs Gleise um sich von bem Kreise unb sorgten für festliche Klänge, bis ber Vorsitzende ^hr nachmittags von Gießen kommenden Zuge überfahren der Fidelitas ein Gießener Stabtrat, ber bei allen vater* Su lösten. Dem Lokomotivführer, ber bie Frau bemerkt, städtischen Festen mit Rat unb Tat zur Hand ist gum cg niit großer Mühe, ben Zug noch vor ber Lebens Aufbruch blasen ließ. Mit bem SangeMuß i benn, muß müden zum stehen zu bringen. Wie verlautet soll bie Frau i benn zum Städtle hinaus" erfolgte bann ber Abmarsch ^or einigen Tagen einen Versuch gemacht haben, sich zu Er- unb alles, was noch auf dem Festplatz an Festbesuchern vor- säugen. Sie wurde auch damals noch rechtzeitig gerettet. Händen war, schloß sich bem Zuge an. Es ging zur Aula, Dtotiv zu ben Selbstmorbverfuchen ist unbekannt.

wo das alte ewig jungeGaudeamus igitur in bie stille b. Vom Vogelsberg, 5. Aug. Der Touristen-

^.cacht hinaus tonte. Sobanu ergriff Stadtv. Helm bas verkehr nach dem Vogelsberg wird mit jedem Jahre leb» ^0^, um in kurzen Worten des schönen Verlaufs des ganzen Hafter, so daß bie Logierräume im Klubhaus auf dem r^stes zu gedenken. Begonnen^habe es mit dem Einzug beZHoherodskopf schon langst nicht mehr ausreichen. Der Rektors Magnisizentifsimus, besten Amvesenheit dem Feste die Vorstand des Vogelsberger Höhenklubs hat darum beschlossen,

Weihe gegeben habe. Und so wisse er keinen besseren bem Haus ein zweites Stockwerk aufzusetzen. In ber nächsten ^ct)lu[3, als ben Ruf:S. K. H. Doktor Ernst Ludwig von Woche wirb schon mit ben Arbeiten begonnen. Die Aus- Hesten lebe hoch!^ Brausend stimmte die Menge in den führung ist Herrn Vauiinternehmer Winn-Gießen übertragen. Hochruf ein. Die Nationalhymne ertönte und dann ging Der Bismarcksturm auf bem Taufstein wirb im Rohbau aneg aiiSeinanber. , Sb erreichte um 2 Uhr 40 Minuten bas iu diesem Jahre noch vollendet, bie Einweihung erfolgt erst Volksseit unb damit baß ganze Universitätsfest fein würdiges im nächsten Jahre.

X Lauterbach, 4. Aug. Der Vorsitzende der Minifterial-Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Ge­werbe Ministerialrat Dr. Ufinger unterzog heute in Be­gleitung des Großh. Kreisrats v. Bechtold bie hiesige Web- unb Molkereischule einer Besichtigung.

Ehringshausen a. b. Dill, 4. August. In ber letzten Nacht zwischen 2 und 4 Uhr wurde bei einem hiesigen Kaufmann ein Einbruch verübt. Die Diebe nahmen von dem Nachbarhofe eine Leiter fort unb stiegen auf ihr durch ein Fenster nach bem Hinteren Hofe zu in das Haus ein, erbrachen ben Kassenfchrant unb hießen die Barfchaft mitgehen.

i . ' Ern schweres Eisenbahnunglück in Fran! i rerch. Die Lokomotive eines Zuges der Staatseisenbahn, t der nach Portiers unterwegs war, entgleiste am Sonn- V - lag bei der Uebersahrt über eine Brücke bei Les-Pont s- . de-Ce und stürzte in die Loire, nebst dem Tender , dem Packwagen und einem Wagenabteil 2. Klasse. Die Lokomotive, der Tender und der Wagen des mit mäßiger : Eeschnnndigkeit fahrenden Lokalzuges ivar eben auf der Ersenbahnbrücke angelangt, welche über die an dieser Stelle , sehr tiefe Loire führt, als ein Teil des Brückenbogens wahrfchernlrch infolge des Bruches einer Traverse, ein- sturzte. Die Lokomotive, der Tender und der Wagen dritter Klasse stürzten ins Wasser. Der Heizer und der Zugführer konnten sich durch Schwimmen retten. Der Maschrnenführer und die Insassen des Wagens ertranken. Die übrigen Wagen blieben wunderbarerweise auf dem Geleise stehen. Unter den Reiseirden brach eine furchtbare Pairik aus. Sechzehn Personen wurden mehr oder minderschwer verletzt. Gardesoldaten sind mit den Ret- tungsarbeüeii beschäftigt. Nach den letzten Meldungen beträgt die Zahl der Toten sünfzig. Soweit bisher seftgestellt werden konnte, befindet sich unter denselben kein Ausländer. Dreizehn Leichen sind geborgen worden.

Zwei entsetzliche Automobilunglücksfälle. Bei ,der unter der BezeichnungKriterium de France" ftattfindenden Tourenwettfahrt fanden, wie aus Bordeaux gemeldet wird, sechs Personen den Tod. Zwei Berichterstatter von m Bordeaux erscheinenden Maltern wollten die Richtigkeit des Gerüchtes über einen bei der Automobilwettfahrt angeblich vorgekommenen töt-- liehen Unfall von 10 Personen feststellen. Infolge Staubes stieß ihr Automobil mit einem an der Wett­fahrt teilnehmenden Wagen zusammen. Drei Insassen des letzteren wurden sofort getötet, während die die beiden Journalisten begleitenden Chauffeure an den erhaltenen Berletzungeii kurz nachher starben. Die beiden Journalisten selbst sind schwer verwundet. Ein anderer Unfall trug sich bei der Wettfahrt zwanzig Kilometer von Lubourn e entfernt zu; dabei wurde ein Photograph getötet und zwei Personen verletzt. Infolge der Unfälle hat der Unterstaatssekretär im Ministerium des Innern im Interesse der öffentlichen Sicherheit die Fortsetzung der Wett­fahrt untersagt. Es waren noch 700 Kilometer zu- rückzulegen. Aus Jackson (England) wird berichtet, daß bei einem Zusammenstoß zwischen einem Automobil und einem Straßenbahnwagendrei Personen getötet und zwei schwer verletzt worden sind.

"Immer neue Abstürze. Beim Abstieg vom Glück­stein (Berner Oberland) zwischen Zybachplatten und Lori- hütte ist eine Frau Toeplitz aus Warschau, die mit ihrem Gatten eine Bergpartie aus das Wetterhorn machte, von einem aus den Felsen gesprengten Wege abgestürzi; der Tod erfolgte bald nach dem Absturz. Die Leiche wurde nach Grindelwald gebracht.

* Das größte Schiff der Welt. Aus London

Das Fach mit dem meisten Geldinhalt vermochten sie nicht 311 öffnen. Die Leiter ließen die Langfinger ruhig am Haus, nt liefen. DaS von ihnen bereitete Geräusch hatte inam ivohi ~ vernommen, nahm aber an, ein Mitglied deS Hauses verursachi- 11 es. Ein kleines Kind von hier verletzte beim Spiel un. ni vorsichtigerweise durch einen Stoß mit einem Stock fein, > Mutter am Auge, so daß sie in der Klinik zu Gießen be, handelt werden mußte. < \V

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