Ausgabe 
23.12.1907 Zweites Blatt
 
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sätze deS Rohstofftarifs, die bisher

nur für den Versand ab

Es ist eine stete Klage der

sich die feierliche Einweihung der hiesigen neu

k

widerruflich auch für weitere Zeit ein neuer eriuafzigter Aus­nahmetarif eingeführt worden, nach welchem die Fracht-

Wärme beim Oeffnen derselben zu verhindern und die Sakristei, die man bei der letzten Restaurierung in die Turmhalle eingebaut hatte, wurde an der Kirche angebaut. Die Arbeiter: wurden nach den Plänen des Architekten Kirchenbaumeisters Hofmann in Herborn und unter Mit-

GewinnungSplätzen in Anwendung gekommen sind, allgemein auf den Versand von Steinkohlen usw. ausgedehnt werden.

** Verhaftet. Zwei russ. polnische Arbeiter wur­den Astern am Bahnhofe auf telegraphische Requisition verhaftet, weil sie beschuldigt waren, einem Arbeitskolle-

k e n s ch w e st e r n. Die Krankheitserscheinungen stellten sich später als weniger gefährlich heraus, als mau anfänglich annahm. Der größte Teil der Erkrankten war heute schon wieder gesund. Die übrigen dürften morgen ihre Tätig-

der Sommerfahrplan uns die Erfüllung dec Wünsche bringt, sd. Darmstadt, 20. Dez. In einer nichtöffentlichen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung wurde einem Gesuch der Kinderheilanstalt Elisabethhaus in Bad- Nauheim um Bewilligung einer einmaligen Gabe für einen Neubau dadurch entsprochen, daß man den Betrag von 1000 M k. bewilligte.

b. F r a n k f u r t a. M., 20. Dez. Im Krankenhause des Diakonissenvereins Eschersheimer Landstr. 122 erkrank­ten gestern an Fischvergiftung ungefähr 20 Kran-

ist, den sie nach obigen Stationen benutzen können, gewiß,

-s-Hungen, 23. Dez. Am gestrigen Sonntag vollzog »namentlich im Sommer, berechtigt. Es steht zu hoffen, dos;

renovierten evang. Kirche. Um 11 Uhr läuteten die Glocken die Feier ein, zu der sich die Fürst­lichen Herrschaften und andere hohe Persönlichkeiten ein- gefunden hatten. Eine dichtgedrängte Menge füllte all­mählich das Gotteshaus. Nach dem allgemeinen Lied: Tut mir auf, die schöne Pforte" sang der unter der Lei­tung des Herrn Lehrers Metz gebildete gemischte Chor das Lied:Gelobt sei der da kommt". Hierauf hielt der Superintendent der Provinz Dr. Petersen die Weihe- predigt, der er die Dextesworte: ,Lerr hilf, o Herr laß alles

angepaßt. Frl. Helene Schumann als Korbmachers- Frau, F-rl. Ormont als Fee Amorosa, Frl. Wind er­ster n als Flink, Frl. Mo rett als Prinzessin Rosenroth und Fr. Luise Bons als Königin. Den Menschenfresser gab Herr Erich Weingartner, büjcu Siluunus

Gareis, den König Bim-Bam Herr Gsell, den Prinzen von Goldlande und den Diener Augustin Herr Lotz und Herr Sachs. Reizvoll war das Rokoko-Ballett das von 16 Kindern ausgesührt wurde und dessen Arrange­ment d re Ballettmeisterin Lina Oldini getroffen hatte. Grazros wiegten und neigten sich die kleinen Rokokofräulein und Rokoko Herren. Ihr Ballett gefiel so gut, daß es wieder­holt werden mußte. Das letzte Bühnenbild brachte uns einen Tannenbaum in strahlendem Lichterineer und echte weihnachtliche Stimmung. J

gen zu Neunkirchen einen Geldbetrag entwendet zu haben.

^DasEndederPhosphor st reich Hölzer. Von der Bildfläche verschwinden werden mit dem 1. Jan. 1908 die Phosphorstreichhölzer. Die Verwendung von weißem und . .

gelbem Phosphor zur Herstellung von Zündhölzern und Wirkung des Prof. W a l b e in Darmstadt in der Haupt- anderen Zündwaren war schon vom 1. Jan. d. I. ab ver- fache von hiesigen Meistern ausgeführt. Unsere Stadt be- boten; ebenso durften Zündwaren dieser Art zu gewerblicher sitzt nun ein Gotteshaus, das wahre Kunstschätze in sich Verwendung nicht mehr nach Deutschland emgesührt wer- birgt, mögen sie der hiesigen Gemeinde auch lieb und wert den. Vom 1. Jan. k. I. ab dürfen Zundwaren, die unter fein ___ Um Abend fand im Saale Sur Traube" ein Verwendung von weißem und gelbem Phosphor hergestellt f ~?a;c ^raiwe _ein

find, auch nicht mehr gewerbsmäßig seilgehalten, üecfciuft\^atn?x^xenxxa^wobei Dekan Harner einen ^>or- oder sonst in Verkehr gebracht werden. Zuwiderhandlungen nl>er alles Bemerkenswerte tm Aeußeren und Inneren werden mit Geldstrafen bis zu 2000 Mk. bestraft. der Kirche hielt, der sehr beifällig ausgenommen wurde.

X Ga rbenteich, 22. Dez. Dem Vernehmen nach O Laubach, 22. Dez. Dieser Tage ging eine mit besteht die Absicht, in Verbindung mit der Herstellung zahlreichen Unterschriften versehene Eingabe an die Königl. einer Ausladerampe, für die ein etwa 2530 Minuten Ei send ahn direkt ion Frankfurt a. M. ab, bic von der Mitte des Dorfes gelegener Platz gewählt wer- darum nachsucht, den mangelnden Anschluß an Zug 521 in k? aUdL ? r slte st e l l e dorthin Mücke zu erreichen. Diese Möglichkeit wird gegeben, daß ÄHsstgs Mi ««»" m

umug geltend, die sich nunmehr zu einer Eingabe! -CQl^ec obgelass-n wird, wodurch dann Zug 1065 m Hungen an die 2. Kammer verdichtet hat. (Wir kommen aus abfahren wird und in Mücke rechtzeitig den Anschluß nach die Angelegenheit noch zurück. Red.) Alsfeld 635 erreicht. Ferner wird die Fortsetzung des Abend-

H Mainzlar, 22. Dez. Die große Chamotte-Fabrik von Zug 1061, in Hungen an um 814, gewünscht,

der Firma Scheidhauer und Gießing ist jetzt vollendet und nuc bis hierher, wo er 850 wieder zurückfährt und in

hat chren Betrieb begonnen. Die Fabrik umfaßt vier Hungen rechtzeitig den Anschluß nach Gelnhausen um 923, große Fabrikgebäude, drei Wohngebäude und einen fünfzig nach Friedberg um 930 erhält. Es ist eine stete Klage bei ?Reter hohen Fabrikschlot. In der Bevölkerung wird das Touristen und Reisenden, daß der 5-Uhr-Zug der letzte Zug neue industrielle Unternehmen mit Freude begrüßt. ist, den sie nach obigen Stationen benutzen können, aewlß.

Gietzener Stadttheater.

Klein Däumling.

Wer kennt wohl den kleinen Däumling nicht? Diesen allerliebsten kleinen Schlaukopf, der im Meilenstiefel des Menlchensressers durch Wald und Feld stiefelt und sich mit allen guten Geistern anfrcundet. Am Sonntag nach­mittag haben wir ihn auf der Bühne gesehen. Und das können wrr gleich vorausschicken: er hat uns allen gar prächtig gefallen. Er war so drollig, dieser Däumling so behende, so redselig und tapfer dazu. Auch den Menschen­fresser und den garstigen Silvanus, der alles verzaubert und verhext, haben wir gesehen. Dann wurde uns die

Fee Amorosa mit Flink, ihrem flinken dienstbaren Gerste, vorgestellt. Wnig Bim-Bam mit dem ganzen komi­schen Hofstaate lernten wir rennen, auch Prinzessin Rosen- roth und den Prinzen von Goldlande mit seinem ein­fältigen, schlafmützigen Augustin haben wir dort getroffen und noch viele viele andere Menschenkinder dazu. Man kann es gar nicht beschreiben, wie hübsch dieses Weihnachts- Märchen war. Die Szenerie war mannigfaltig und wir­kungsvoll. Ein Bühnenbild immer noch schöner als das andere. Bald sahen wir den Wald im tiefen Schnee liegen wo große verzauberte Raben krächzten und plumpe Schnee­männer Walzer tanzten. Dann sahen wir wieder einen prächtigen Palast, ein Zauberschloß und anderes mehr. Das alles hatte Herr Eduard von der Becke in schönster Werse inszeniert. Ihm haben also die Kleinen, die sich am Sonntag nachmittag im Theater freuen durften, in erster dafür zu danken. Doch auch die kleine Darstellerin des Däumling, Klein Emmy, hat an dieser Stelle Dank und Anerkennung zu beanspruchen. Ihr Spiel entzückte pe alle, bie mit gespitzten Ohren und gespannten Mienen da saßen. Wie sicher und fest sich Klein-Emmy in der Däum- Irngrolle suhlte, es war bewundernswert. Die Stimme

jeei/ klar und deutlich, jede Bewegung war zierlich.

fIetne5 machten ihre Sache als Korb- machers-Buben auch recht nett. - Mit sichtlicher Freude hatten suh, unsere Künstler und Künstlerinnen ihren Rollen,

Nneyeliche Geburten und Unsittlichkeit.

Professor Dr. Biermer schreibt uns folgendes:Sie haben in ^zhrer ^reitags-yttmuner den Versuch desMainzer verhältnismäßig große Zahl unehelicher Geburten in den Universitätsstädten auf die Studenten- jchast zuruckzuführen, mit gebührender Deutlichkeit und durchaus zutreffend zurückgewiesen. Es liegt in der Tat vor, der sich ausfallenderweise nach N^^o^^ohlung wiederholt und namentlich bei klerikalen E^ubelrebt ist. Man kann den Prozentsatz der

E^nen zu den Neugeborenen als zuverlässigen, überhaupt nicht verwerten. Die Ver- yaltnifse in den einzelnen ^andesteilen sind ganz verschie- uttbttamentHcf) spielen die Ehegewohnheiten eine große wäre auch die Annahme, daß IN aerina«-?^i Agenden die Zahl der unehelichen Geburten

Lei' ° y .in protestantischen, und auf dem platten Ede mit vorwiegender landwirtschaftlicher Berufstätig. h'SV' gr?,Industriellen Gegenden. Einige

^.brCn?as 6eA^fetl: Snt S°njen Deutschen Reich md «Vs Proder Geborenen uneheliche. In den vor- lanhU9\Pceu6tfProvinzen, Westfalen und 6 9 Nrorb' 3'9>°S' 3" Hessen dagegen

1 9,^ dem ganz agrarischen Mecklenburg sind es iXrn1,2 , Smtt wird beinahe 5^amburg mit seinen erreicht. Im ganzen Deutschen Reich hat von jeher 13-/ Eonrgreich Bayern rechts des Rhein/ mit

wahrend die bayrische Pfalz nur 5 6 Pror bat also erheblich uuter dem ReichsdurchfchEt bleibt ^' Das rechtsrheinische ^yern ist beiänntlich vorwiegend katholisch, Oanz protestantisch. In dein stock- katholischen Oberbayern steigt der PrvientsaK fnnnr nuf 19.5. Bekanntlich hat früher die Ehege.se tzgebung eure große

fenster der Chorkapelle, sowie deren ganze Neuhcrrichtung wurde von der fürstlichen Standesherrschaft übernommen. Das Mittelfenster, die Auferstehung des Herrn darstellend, ist eine Stiftung der Frau Prinzessin Hermann zu Solms-Braunfels und hat einen Wert von 1800 Mk. Die Türme erhielten Vorbauten, um das Entweichen der

wohlgelingen" zu Grunde gelegt hatte. In zu Herzen gehenden Worten sprach er zu den andächtig Lauschenden und richtete zum Schlüsse an die Gemeinde die dringliche o.,______ _______

Mahnung, die im neuen Schmuck erstandene Kirche als! keit wieder aufnehmen. Die Vergiftungserscheinungen eine Stätte der Andacht und des Friedens an Sonn- und sollen auf den Genuß verdorbener Fische zurückzuführen Festtagen recht fleißig zu besuchen. An das allgemeine sein.

Lied der Gemeinde:Nun preiset alle Gottes Barrnherzig- Frankfurt a. M., 21. Dez. Der kürzlich verstorbene keit" schloß sich die Predigt des Dekans Hainer an, Bankier L. A. Hahn hat zur Verteilung an die Angestellten der der sich hierzu die Textesworte:Freut euch in dem Herrn I Effekten- und Wechselbank und an Wohltätigkeitsan-

L freut euch" gewählt S Seche r

Ü^tte. Nachdem er kurz auf dre verschredenen Neuerungen Weinfirma angeftellt war, wurde wegen Unterschlagung in der Kirche aufmerksam gemacht hatte, legte er in aus- und Urkundenfälschung verhaftet. Die unter Magen e drucksvoller Weise feine Textesworte aus, daran erinnernd Summe beläuft fick, auf 20-35 000 Mark. - Ein bei einer hnr qo J c ' hiengen großen Speditwnsftrnm angestellter Schis fsheizcr,

genau heute vor 33^-ahren Oberpfarrer H o f m a n n der wegen Schmuggels lestgenommen werden sollte, ist durch- mrr denselben Textesworten die Kirche nach ihrer Neu- gegangen. Er hat seit längerer Zeit Tabak, Tee, Vanille und Herstellung eingeweiht Hütte. Der gemischte Chor sang hier- vergl. aus Holland unverzollt hier eingeschmuggelt, auf das Lied:Der Herr ist mein getreuer Hirt" und die \~1. ..

Gemeinde das allgemeine Lied:Ach bleib mit Deiner * Laudwrrtsch. Genonenschaftstag.

Gnade". Superintendent Dr. Petersen erteilte hierauf (Original-Bericht d:s Gießener Anzeigers.)

der Gemeinde den Segen, womit die erhebende Feier ihren 9pr , r « « s ? * b 1 'r 2t

Mluß fand. Am Nachmittag war die Kirche zur fd,a 111n @'noHeaVte

srchtigung geöffnet und es wurde auch ausgiebig davon Ge- städtischen Saalbau statt. Verbandsdirektor Geh. Regierunsrat brauch gemacht. Außer ihrem vollständig neuen Ge- Haas begrüßte die Versammlung und den Regierungsvertreter, wände hat die Kirche Niederdruck-Daenpfbei^una Landesöwnomierat M ü l l e r Ter Regierungsvertreter teilte mit, bekommen die anstelle der tottormpn Vorsitzende der Abteilung für Landnürtschaft, Handel und

77^?^, oie anstelle der seithemgen Oefen tritt und als Gewerbe wegen unaufschiebbarer Geschäfte auch diesmal am Er- erne Wohltat empfunden wird. Die Orgel wurde zurück- scheinen verhindert sei. Er wünsche der Genossenschaftsarbeit gefetzt, wodurch ein schöner freier Raum entstand, der eine wi, Interesse der Landwirtschaft und der Volkswohlfahrt besten Verbindung zwischen den beiden Emporen ermöalicbt Die § r5^^ung, daß 280 Genossenschaften ver-

Turmkapelle tob bie Chorkapelle würben burch bie Re-i Lffs a^ tot Äti, auch

ftaunening, wobei zwei wertvolle alte, seither übertünchte gedruckt vorgelegt wurde. Darnach bildet auch das Jahr 1906 Gemälde und Wandmalereien bloßgelegt wurden, zu sel- euren Abschnitt weiterer gesunder Fortenttvicklung des landwirt- tenen Kunstwerken, die durch ihre prachtvollen Glasmale- Genossenschaftswesens. Die Gesamtzahl der ländlichen

reren erhöhten Wert ekelten. Die Kosten ber vier Seiten- S

Kleine Chronik aus Kunst und Wissenscha ft ^-er kgl bayr. HofjchQuipreür Heinz Mvnnard in München ?o7rqe. das Berliner Lessing-Theater verpflichtet. Er ist V v* seboren. Im Jahre 1890 ging er trotz heftigen Widerstrebens^ seiner Familie zur Bühne/ indem er ttch zunächst erner reifenden Gesellschaft anschloß, mit der unternahm. 1892 wurde er au das -Parmstadter Hoftheater engagiert, von wo aus er drei Jahre spater mich Köln ta Bon 1898 ab weilte er m Wr lmer Theawr Seit 1899 ist er am Mwuchemr Hostheafer

e ? bestund Fräulein Karola Barth aus F r a u k f'u r t ° M bie m Bonn 9Narüurg und Jena studimte, chr Li^ ttatenexamen cum laude, nachdem sie die Oberlehrerprüfung ^oei vorher m Bonn abgelegt. Ihre Lizentiatenarbeit wuZe von den Pivfessoren sehr günstig beurteilt und als eine wahre Fundgrube für gnostifche Exegese bezeichnet. Sie ist der erste- weiblichen L 13 e n t i a t.Bei dem Albbruck) eines Klosters in Waesmunster (Ostflandern) wurde ein lebensgroßes Porträt von der Hand r an D y ck s g e f u n b e das die Schwester des Künstlers als Nonne darstellt. Ter Pianist Toselli aab im Konservatorium zu Mailand am gestrigen Sonntag sein erstes Konzert nach seiner Verheiratung mit der Gräfin Montignoso 3"=^ 3aeroi^e?.erraUit $CT eti5ä w°r einem .vohk.ätig'en

Xen zweiten und letzten Vortrag hielt Herr Direkwr Lö­weneck-München über das Thema:Ter Scheck- und In. cÄIcH und seine Bedeutung für die ländlichen Spar- und Darlehnskassen".

nahm der Verbandstag folgenden Antrag an:

Dre ländlichen Kreditgenossenschaften haben sich in den letzten Jahrzehnten immer mehr zu wirklichen Torfbanken entwickelt, und sind mit ihren genossenschaftlichen Zentralkassen wichtigen Faktor des gesamten Wirtschaftslebens geworden. ,Ewllen die ländlichen Kreditgenossenschaften die ihnen ge­bührende Stellung behalten, so genügt es nicht, daß sie sich auf., das .bisher Errungene beschränken. Tie Genossenschaften! muffen vielmehr dahm trachten, ihren Mitgliedern die Vor-^ teile des modernen Geldwesens nutzbar zu machen.

ru 7-er r^utige Verbands tag der hessischen landwirtschaftlichen Geiwnenschaften erblickt in der Einführung und dem Ausbau des Scheck- und Inkasso-Verkehrs bei den ländlichen Kredit- genosfenfchaften einen weiteren Fortschritt des Kreditorganisation or ot 111 ^vude und empfiehlt allen Genossenschaften, diesen!

J*5 genossenschaftlichen Kreditwesens im Anschluß an die ScheL- und ^nkasso-Vereinigung des Reichsverbandes mit allen Kräften zu fördern."

, .... - D.,' " Verbandstag schloß sich um 2 Uhr ein gemeinsames

den bösen Silvanus Mtttagefsen an.

1 habe insbesondere den Rutzen ver ländlichen Dpar- unr> lehnskassen den weitesten Kreisen der Landwirtschaft vor * geführt. Während der Reichsbankdiskont auf 67

konnten die Genossenschaften ihren Kredit zu 45 Proz ae^i^S, Der stete Fortgang der Kartellbildung zwinge zu einem im?-

: umfassenderen und stärker zentralisierten Ausbau der aenn? schaftlichen Bezugsorganisation, der Fortschritt der ländlichvn m nossenschaftsbewcgung dürfe daher nicht in Stillstand über^-.^^ Unter den 20 423 Genossenschaften befinden sich 13 795 iS* und Darlehnskassen, 2002 Bezugs- und Absatzgenossenschaste« 1674 sonstige Genossenschaften. Relativ am stärksten war ßiS ' öie Zunahme der letzteren, was auf die Neubildung rablr^^ Brennerei-, Eiervertäufs- und Geflügelzucht-, Viehrveide- lettungs-, Elektrizitäts-, Trefchmaschinen- und sonstige Maschiu-? Genosfenschaften zurückzuführen ist: besonders bemerkenswert^ die Zunahme der Maschinengenossenschaften aller Art. Die fV gune des Reichsverbandes widmeten sich im verflossenen ^aln-p umfangreicher Weife dem weiteren organisatorischen Ausbau^ ländlichen Genossenschaftswesens. Der Gesamtumsatz der ^enfi-ia Mfen des Reichsverbandes stieg von 2857 Millionen Mark Fuhre 19905 auf 3000 Millionen im Jahre 1906. Der ^^"d.w^ch<Michen Bedarfsartikel har fich von 81 MillinÄ 1 1905 aus 92 Millionen 1906 erhöht. Der nächstjährige Genoss^ Ichaftstag des Reichsverbandes soll unter Protekwrat des Grni? berzogs in Mainz stattsinden. Die Geschäftstätigkeit heffpchen Verbandes bewegte sich in den vorgeschriebenen «ms bewahrten Bahnen. Die wichtigste Tätigkeit, die Verwaltum.? revsiwn der angeschlossenen Genossenschaften wurde von 4 rJ?

0 Revisoren bei 550 Genossenschaften ausgeführt. Durch Rechnungs - Revisionsbureau fanden 566 postenweise Revisiom« statt. Für Versicherungswesen wurden an Prämiengeldern für Haftpflicht-Versicherung 14155 Mk., für Einbruchsdiebstahl-Np? Iicherung 2094 Mk., für Feuer-Versicherung 33 394 Mk. unb S Lebens-Versicherung 3578 Mk. vereinnahmt. Der heutige R? Itand an Verbandsgenossenschaften beträgt: 3 ZentralgesMstä anstalten, 397 Spar- und Darlehnskassen, 167 Bezugsgenoi 'chaften, 31 Molkereigenossenschaften, 20 Winzergenossenschasten

31 sonstige Genossenschaften. Zum Schluß seines Resum^ teilte Geh. Rat Haas noch mit, daß auf der hessischen LandeL, ausstellung 1908 ähnlich wie in Mannheim eine Weinkostbalsp errichtet lverden soll, in der die Winzergenossenschaften ihre Produkte zum Verkauf bringen werden.

^Die dann tiom Generalsekretär Haas jun. vorgetragene Rechnung und Bilanz für 1906 wurde genehmigt. Für die ^ahresbeittäge wurde der Höchstbetrag von 120 auf 200 Mk er-

. Pfarrer Scriba - Erbach schlug vor, eine Minimalqrem? wstzuietzen und den Besirag je nach dem Umsatz zu bestimmen . Lr?Qt E>aas bezeichnete dagegen die Maximalgrenze für fff1® innerhalb dieser könne ein ftaffelweises Aufsteigen der Beitrage festgesetzt werden. Die Versammlung stimmt mZreitibenaUf200n3m5iuS1USrC61,ffe§ Erhöhung der Mari, r % nun ein Referat des Generalsekretärs Burck- Thema: Welche Gründe bestehen für die Notwendigkeit einer genossenschaftlichen Organisation auf dem ^eblete der V i e h v e r w e r t u n g? Ter Verbandstag stimmt ichlietzllch folgendem Antrag zu:

In Anbettacht der Tatsache, daß die dauernd hohen Fleisck- preise in den Städten keineswegs ihre Begründung in der Gestaltung der Viehprepe, die der Landwirt erhält, finden können, und geleitet, von der Ueberzeugung, daß die Landwirt- ichaft em sehr großes Interesse daran hat, daß die Konsu- , !liente^.,^ren<r>9Le^b.ebarf SY einem Preise decken können, der i Verhältnis zu einem möglichst gleichmäßigen, einen lescheidenen Gewinn aus der Viehmast verbürgenden Viehpreis her ber hessischen landwirtschaftlichen

Genossenschaften es für eine wichtige Aufgabe des landwirt- ichaftlichen Genosienschaftswesens, mit dahin zu wirken, daß durch geeignete Maßnahmen zur Abänderung der gegenwärtigen, zweifel­los it)rer Aufgabe Nicht gerecht werdenden Organifation der Fleisch- Versorgung wiederum der Landwirtschaft ein Einfluß auf die ^^altung der Flepchpreise geschaffen wird. Tie Landwirtscba t rechnet hierbei auf die Mithilfe d^r Fleischer, die das gleiche Interesse an mittleren Fleischpreisen haben wie die Landwirte Die dem landwirtschaftlichen Genossenschaftswlesen hierbei zu- 1 lallende Aufgabe kann nur darin bestehen, durch Errichtung von Viehverwertungsgenossenschaften die Arbeit des Sammelns des Viehes von den Emzelbesitzem, des Sortierens und des Ver­endens desselben zu übernehmen, um dadurch den Fleischern ihren Bedarf an Schlachtvieh wieder direkt von den Landwirten beziehen zu können."