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29/07/1907 Zweites Blatt
 
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Regatta des Süddeutschen Nliderverbandes

in Ntainz im

14» deutscher Turn tag.

Den Kgssenb«richt erstattete Kanzleirat AtzrottStea- n.t*r <111T Kpii niir»Th' < V ... L ' r X. °

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Icöaft hinwies. Freilich werde nicht' etwa Geld '^gdammdT um sondern um es nutzbringend zu verrvenden.'

Der Ge,chaftsfuhrer Wofeisor Dr. Rühl-Stettin berichtete

amtmann Dr. Merck, als Vorsitzender des Ziegenzuchtvereins Gießen, und Landwirtschastslehrer Schwarz von Alsfeld Vorträge hielten über Ziegenzucht, Gründung eines Ziegenzuchtvereins und einer Ziegenversicherungs­kasse für Großen-Buseck und Umgegend. Obgleich die Versammlung nur ungenügend bekannt geworden

Da am Nachmittage das Wetter noch recht günstig wurde, so gestaltete sich das Fest auch gleichzeitig zu einem echten Volksfest. Jung und Alt war auf den Beinen und die Freude sprach aus allen Gesichtern. Gegen 7 Uhr lichtete sich der Festplatz, indem manche Vereine schon an die Heimreise denken mußten. Am heutigen Tage findet das Fest im engeren Kreise seine Fortsetzung. Zur Freude der Schuljugend werden am Abend Bretzeln verteilt, wie auch auf Kosten des Vereins die Schärpen beschafft waren, in deren Schmuck die Mädels einherstolzierten.

8. Aus dem Kreise Wetzlar, 26. Juli. Die Ver­sorgung unserer Kreisdörfer mit gutem Quell­wasser macht überall, selbst in den höher gelegenen Ort­schaften, gute Fortschritte. Außer der Stadt Wetzlar, die Quell- und Grundwafferleitung teils mit natürlichem Gefälle, besitzt Braunfels eine Wasserleitung mit Wasserkraft und Motor- und Pumpenanlage; ferner haben Leun, Oberbiel, Klein-Altenstädten, Salzböden, Oberndorf, Steindorf, Tiefen­bach, Altenkirchen und Greifenstein Wasserleitungen mit natür­lichem Gefälle, Bissenberg hat eine hydraulische Widderanlage.

hem Festtrubek. Auch vor Einbrechern sei gewarnt. Man lasse ein Haus nicht unverschlossen oder unbewacht, schließe auch die Parterrefenster sorgfältig. Weiter möchten wir zur Vorsicht mahnen bei der abendlichen Illumination. Insbesondere sollen Beleuchtungskörper nicht an offenen Fenstern in die Nähe der Vorhänge gelangen, da hierdurch leicht Brandschaden entstehen kann.

** Unserer Landes Universität widmet anläßlich ihrer dritten Jahrhundertfeier der Vorstand des Hessischen Hauptvereins des Evangelischen Bundes einen Festgruß, in dem die Bedeutung der Ludoviciana als Hüterin und Förderin deutsch - protestantischer Interessen hervor­gehoben wird.

** Wegen der Abgabe der Eintrittskarten zu den einzelnen Festakten der Universitätsjubelseier verweisen wir aus das Inserat in der heutigen Nummer.

** Museum. Während der Anwesenheit S. K. H. des Großherzogs bei Gelegenheit des Universitäts-Jubiläums bleibt das Museum geschlossen.

** Aus dem Bureau des Stadttheaters Auf Wunsch zahlreicher Gießener, die die neue Operette5) i c'

Ebersgöns, Albshausen u. s. f. Nach Berechniing des Kreis- ballmeisters Panse kostet eine Wasserleitungsanlage für einen Ort von ca. 500 Einwohnern mit etiva 100 Häusern rund 25 000 Mack. Nimmt man dabei an, das Kapital soll mit 4 Proz. verzinst und mit 1 Proz. amortisiert werden, so sind jährlich 1250 Mark aufzubringen. Es entfällt also auf jedes Haus im Durchschnitt 1250: 100 12,50 Mark für das Jahr oder etwa 1 Mark im Monat.

X. Weilburg, 26. Juli. Das Denkmalskouiitee für das im hiesigen Schloßgarten zu errichtende Herzog Adolf-Denkmal hat die Ailsschachtilngsarbeiten einst­weilen eingestellt. Bei der Legung der Fundamente stieß man zunächst auf das Bassin eines Springbrunnens un > in einer Tiefe von 1,50 Meter auf eine Mauer, die mi aller Wahrscheinlichkeit als der Rest des Herrenhauses des Wirtsehaftshoses Honig Konrads gelten soll. Die Mauer zieht in der Richtung von Nordwesten nach Südosten etwa 1 Meter dick und außerordentlich fest, so daß sie der schon begonnenen Zerslöriing den stärksten Widerstand ent- geg-ensetzte.

kann das Turnen schwach vertretener Kreise, sofern es DKn_ gegenfeitige Suirung und Beeinträchtigung des Eindrucks möa lich ist, zeitlich zusammengelegt werden. y

Der 100 Meter-Wettlauf wird in die Wettordnung aufqe. nommen. Tie Frage der Abschaffung des Laufens über 200 Meter rief einen scharfen Meinungsstreit hervor.

Siepelt-Hamburg beanttagte, diesen Lauf fallen zu lassen Denn fast alle Turner würden durch diesen Lauf aufs äußerste cn schöpft. Sie stürzten blaß und atemlos am Ziele zu Boden Man solle nicht in die Fehler der Sportvereine verfallen, bi= oft Leistungen verlangen, die gesundheitlich schädlich sind. Llm dem Turnlehrertage in Stettin wurde gesagt, man solle sich hüten, den Arzt auf dem Turnplätze die erste Geige spielen zu lassen. Tas gelte aber nur von den Aerzren, die nichts vom Turnen verstehen. Kleber-Rheinhessen erklärt es für eine Be­nachteiligung des ganzen Turnens, wenn der Lauf fallen würde Tr. Goetz: Als Arzt muß ich dem 200 Meterlauf widersprechen (Beifall.) Ter 20ü Meterlaus wurde darauf abgeschafft.

Eine lange Aussprache rief ein Antrag hervor, in die Turnwettordnung auch eine Freiübung aufzunehmen Es müsse danach gestrebt werden, dem Turnen mehr einen volks­tümlichen Ton zu geben. Durch Frei- und Stabübungen wur- den die Turnfeste erst für das Publikum interessant. Es wurde beschlossen, beim Wetturnen im Sechskampf 'an die Stelle einer Gerätübung eine Frei- oder Handgeräteübung zu setzen. E^n Anträg auf Ausübung des Diskuswerfens wurde abgelehnt. Das Tauerhangeln wurde abgefchafft. An die Stelle des Dreikampfes soll der Fünfkampf treten; d. h. es sollen also fünf volkstüm­liche Hebungen stattfinden. Für die Bewertung der einzelnen Wettübungen wurde ein einfacherer Modus geschaffen, da big jetzt die Preisrichter durch das Rechnen mit Brüchen usw. er­schwerte Arbeit hatten. Saßen doch nach dem Hamburger Turnfest die Preisrichter drei volle Tage bei der Feststellung der Be­wertungen» Bei der Wartung der Gerätübungen soll die muster­hafte Durchführung, die gewandte und schöne Ausführung unb Haltung und, hinsichtlich der Kürübungen, außerdem die Schwierig­keit und Zusmnmenfetzung mit in Schätzung gezogen werden. Em Antrag, das Gewichtheben als Wettübung vollkommen abzu- schaffen, wurde abgelehnt. Es wurde aber beschlossen, das Ge. Wichtheben mit einer Hand als Wettübung fallen zu lassen.

Rach Erledigung einiger weiterer turntechnischer Fraget wurde dann die Verhandlung vertagt.

veranstalten. Aufführung und AuSstatttlng in Nauheim haben allgemeine Anerkennung gefunden, wie die stets ausverkauften Häuser beweisen. Da auch in Gießen große Stimmung für dielustige Witwe" herrscht, so werden Reflektanten gut tun, sich zeitig Plätze zu sichern. Vormerkungen werden von heute ab in der Musikalienhandlung von Ernst Challier sen. ent­gegengenommen, wo sich auch der Vorverkauf befindet.

** Siegreiche Ruderer. Die Gießener Ruder- gesellschaft von 1877 gewann gestern bei der 1. Regatta des Lahn-Ruderverbandes in Limburg den Iuniorvierer für Lahnvereine gegen Wetzlar und Limburg und den Lahn- chierer gegen Wetzlar. (Siehe unter Sport.)

* Der RuderklubHassia" wurde gestern bei der

Es wurde bestimmt, daß'die Stiftung Unterstützungen nur an Rechtsfähigkeit erlangt haben. Jede Unterstützung gilt als unverzinsliches Darlehen, das beim Aus- Wtden des Vereins aus der deutschen Turnerschast sofort ohne Kündigung zuruckzuzahlen ist. Es hat jeder unterstützte Verein unter Verzicht auf das Recht der Verjährung schriftlich zu er­klären, daß er . dre ihm gewährte Unterstützung ohne vorherige Künoigung bei )einem Austritt aus der deutschen Turnerschaft zu- rustzuzalsten hat. Ferner können zu verziuiende Darlehen gegen mundeliichere Hypotheken gegeben iuexben, die nach Ablaut von I V2 Prozent jährlich getilgt werden müssen und ?neF, AA^chen Vereins aus der deutschen Turnerschast chsort und ohne Kündigung zurückzuzahlen sind.

Bestimmungen wurden getroffen, tveil es schon vorge- greine, die unterstützt worden waren, unmittt'l- Turnerschast austrateu und sich , ^tnttrhin berät man über die Turnfestordnmig. Tie ein­zelnen Krei>e sollen m der Regtt nacheinander turnen; indesseit

Seniorvierer bei starker Konkurrenz erster Sieger. Die siegreichen Ruderer werden heute abend an der Bahn festlich empfangen werden.

** Der Großherzogliche Fuhrpark traf heute vormittag mittelst Sonderzuges, der 6 Wagen hatte, hier ein. Im ganzen wurden 7 Equipagen und 10 Pferde ausgeladen, außerdem das Geschirr für Tafel und Küche. Letzteres wurde von Spediteur Lyncker auf 4 Wagen zum allen Schloß ! gebracht.

xGroßen-Buseck, 28. Juli. Unter Teilnahme! de§ Kreisamtmanns Dr. Merck, als Vertreter der Großherzgl. Regierung, fand heute auf Grund des Gesetzes vom 16. Mai 1906, die Landwirtschaftskammec betreffend, die Konstituierung des Bezirksausschusses II (Großen-Buseel) hier statt. Den Vorsitz führte dabei im Auftrag der Landwirtschaftslämmer deren Vorstandsmitglied Köhler-Langsdorf. Als Vorsitzender der Kammer wurde das Landwirtschaftskammermitglied Bürgermeister Benner von Treis a. d. Lumda, als deffen Stellvertreter Bürgermeister Hoffmann von Burk- chardsfelden gewählt. Nach der Sitzung arrangierte der Bezirksausschuß seine 1. öffentliche Versammlung, der wiederum Köhler-LangSdorf präsidierte und in der KreiL-

Vermijchtes.

* Berlin, 29. Juli. Der L u st m ö r d e r, der am Freitaa im Nordosten der Süadt drei Kindern den Leib auf. schlitzte, hat sich allem Anschein nach am folgenden Sams- tag ein neues Opfer ausersehen. Am Nachmittag dieses Tages wollte die 14jährige Tochter des Friseurs Richert ihre Großmutter

1 besuchen. Tla die alte Frau nicht zu Hause war, flieg das Mädchen wieder die Treppe hiMb. Zwischen der zweiten und der ersirn Etjage kam dem Mädchen ein Mann entgegen und ließ ihr in den, Augenblick, als sie vorübergehen wollte, einen Gegenstand aus den Fuß fallen, sodaß sie umsank. Zugleich zog er ein Messer oder ein etUet und brachte dem Mädchen zwei Wunderi am Arm bei. Ta das Mädchen mit einer Hundeleine nach dem Angreifer 1 schlug, drohte er sie zu töten, wenn sie nicht augenblicklich fnii i sn. In diesem Augenblick Lam bellend der Fox Terrier des , Mädchens und msan hörte auch sonst Stimmen. Ter Attentäter ließ : baranfüon feinem Opfer, das inzwischen ohnmächtig geworden I war. Tie Verletzungen haben sich nicht als gefährlich erwiesen. | Zs wnrden cja. 7 0 verdächtige Pepsonen verhaftet. 1 Äm den sistierten versuchte sich der Tischler Paul Jährling in der Haft zu erhängen. Er konnte noch rechtzeitig daran verhindert werden und wurde ins Krankenhaus gebracht. In 1 seinem Besitz fand man den Griff eines abgebrochenen Instrumentes i mit dem die Bluttaten wohl ausgeführt sein könnten. Die am wenigstens verletzte Hertja Sens hat sich jetzt so weit erholc, daß fie zusammenhängend vernommen werden konnte. Nach ifaei Schilderung wollte, sie in ein Haus hineingehen, als ein Mann Oe an sich lockte, am Arm nahm und langsam niederlegte. Tann habe er aus der Hofentasche ein langes Werkzeug herausgeholt 1 und sie zu Men versucht. Als sich dann em Herr näherte, [ei er davongelaufen. Tie fünfjährige Ella Knespl ist zwar noch | fchonungsbedürsttg, aber der Genesung entgegengehend. Verhaft wurde auch em Hilfsgerichtsvollzieher aus Rixdorf, der sich der ttnterfchlagung amtlicher Gelder schuldig gemacht hat und des , verdächtig ist, Dias Signalement des Mörders paßt auf ' den Verhafteten. Auf dem Polizeipräsioium fand eine Konferenz I von 2eO Kriminalbeamten statt, in der die einzelnen Ergebnisse zusammengetvagen wurden. Oberregierungsrat Hoppe inftiuicrte * bie Beamten dahin, die Mütter und Kinder auf den Spielplätzen 1 äu befragen, ob ein Mann in den letzten Tagen die Kinder durch - Anerbieten von Geld in die Hausflure zu locken versuchte. Außer- ' dem befahl der Polizeipräsident von Borries, daß sämtliche uni- 1 formierten Schutzleute und dienstlich abkömmliche Beamten sich bemühen sollen, von Müttern und Kindern die Beschreibung eines Mannes zu bekommen, der vielleicht mit der Tat in Verbindung r zu bringen ist.

" Opfer der Berge. Ter Tiroler Meisterschützc 1 Hemrtch Heirnbl aus Brixen ist von der Plosespttze abge- | stürzt und hat sich derartig schwere Verletzungen zugezogen, daß er die Sprache verloren hat.

* Ein furchtbares Drama spielte sich in der Mhe der ungarischen Stadt Preß bürg ab. Der landwirt­schaftliche Beamte Wolna schlich in der Nacht in das Schlaf zimmer der 13jährigen Katharina Berger, die er mit seinen t Liebesanträgen verfolgte. Da er aber nicht erhört wurde, j versetzte er dem Mädchen einige tödliche Stiche in den '< Leib. Auf das Geschrei des Mädchens eilte dessen Muttei g herbei, die sich in gesegneten Umständen befand. Der e Mörder stieß der Mutter das Messer in den Unterleib, ' worauf die Frau sofort niederkam. Darauf verübte der c Mörder Selbstnrord. Das Mädchen ist seinen Verletzungen J erlegen, die Mutter schwebt in Lebensgefahr.

, " eber den Fvll Han kursieren jetzt in der Karls- \ ruher Presse die verschiedenen Gerüchte, die schwer zu konttollieren I Und. So Uxt derVolksfreund" die Mitteilung erhalten, cs | babe sich em Zräulein Eisele gemeldet, das angibt, sich zu erinnern, ! daß es am Abend des Äiordtages einen bermiumnten Herrn I uf eine Droschke einsteigen jsah; gleich darnajch hörte es einen | eajng. Es soll fqtgestellt worden sein, paß vor der Ermordung 3 der Käau ÄMlitor ihr Hund vergiftet worden sei. Die Villa I der Familie Äcotttor steht zum Schutze vor dem Publikum in | polizeilicher Bewachung.

. * Ein unglaublich böser Streich Aus Petersburg I wlgende sonderbare Zwischenfall 'gemeldet: Die Leiche i

Mannes in dem Torfe Edikouli wurde den Sitten der 3 Grieanichorlhodoxen gemäß in einen offenen Sarg gelegt uni) l m die Kirche getragen, um dort bis zum Leicherrbegängnis zu liegen I Bevor diefes fisattfaud, kam ein Fremder, entfernte die Leiche * «aus dein Sarge und sperrte sie in einen Kasten ein, wo die kircl? I Gewänder Mfgehoben werden. Darauf legte er sich ß e l b ft rn den arg und wartete. Ter Dorfpriester kam, < bte Trauernden kamen, die übrigen Teilnehmer setzten sich in die X r-i^t ^st^dienst begjann. Plötzlich mitten darin erhob i id} der Wcjann im Sar gj. Der Priester war so erschrocken, 4 Utz ex einen Herzschlag bekam und verschied. Die Anwesenden X luchteten in wilder Panik. Der Mann aus dem Sarge stürzle t ujnen nach. Allmählich kamen die erschrockenen Torsbewo^ier * m Die Kirche zurück, und nun wollte man Gebete für den vei^ wrbenen Priester veranstalten. Ter Dekan ivollte sich die Z" i neser Zeremonie nötigen Gewänder holen, sperrte den Kasten auf, < woraus die wirkliche Leiche, die der Fremde aus dem Sarg? mtsemt hatte, herausfiel. Mit einem herzzerreißenden Schrei i tnrgte Der Dellan aus der Kirche, und sämtliche Aäilveseiioeu < olgten ihm säst besinnungslos vor Angst. Die Dorfbewohner * |tnb nun überzeugt, paß Die Gegend von teuflischen Geifiern j bewohnt wird.

* K l ei ne Tage sch r 0 nik. In Düsseldorf wurde bei 1 am evangel. Krankenhaus^ an gestellt^ Dr. .Emil Hoffutanü lveger

S. u. H., Worms, 28. Juli.

Im reichgeschmückten städtischen Spiel- und Festhause trat heute der 14. deutsche Tunttag zusammen. Mehr als 300 Ab- | geordnete aus allen Teilen des Reiches und aus deutschen Turn­vereinen des Auslaudcs haben sich eingefunden. Der Vorsitzende Tr. Ferd Goetz eröffnete den Turntag, hieß die Erschienenen ' herzlich willkommen und mahnte zur Eiiiigkeit und Eintracht.

, Während der Erledigung geschäftlicher Angelegenheiten traf mit fiiürmifchem Jubel begrüßt ein Stafettenläufer ein, der einen E i ch e n z w e i g , der heute früh am N i e d e r w a l d d e n k m a l gebrochen wurde, mit einer Urkunde dem Turntag als WiMommen- gniß des Gfaues Rheinhessen überbrachte. Ter 80 Kilometer weite Weg vom Niederwalddenkmal nach Worms war von etwa 400 rheinhessischen Turnern in 3 1/4 Stunden zurückgelegt worden.

. An den Kai f er wurde folgenber Huldigungsgruß gefandt:Tie im Dienste des Vaterlandes und der Volkskraft zum deutschen Turntage in Worms versammelten deutschen Turner ent­bieten or. Majestät dem Kaiser treudeutschen Gruß." Ein gleiches Telegvanim wurde an den Großherzog von Hessen gesendet.

Dann verlas Prosessor Dr. Rühl-Stettii^ den von ihm und ^r. Goetz veriMen Geschäftsbericht, in dem bewnt wird, daß Partergeiftun politischen und religiösen Sinne keinen Boden m der deutschen Turnerschaft gesunden habe. Tie Turnsache sei gedeihlich weiter gefördert worden, trotz aller Angriffe von­seiten der Neider und Feinde. Besonders taten sich die soge­nanntenfreien Turner", die zur Sozialdemokratie sich rechnen, war, so fanden sich doch" alsbald 20 Mitalieder" au einem Iunflätigen Beschuldigungen hervor. Sie warfen der deutschen ** 7* -°<- «-s.ch> M

Kiner nächsten Versammlung, die schon am , Samstag statt- ,,Reichsverbande zur Bekämpfung der Sozialdemokratie" 80 000 finden soll, auf 100 Mitglieder anwwachsen dürfte. Als Vor- dur Verfügung gestellt. (Große Heiterkeit.) Solche an sitzender wurde gewählt Ferdinand GanS, als Stellvertreter feien ja für die Denkenden

des Vorsitzenden Karl Nlcolay imb als Schriftführer und Icurndungen lMgein D6°efoiiberä$bie

Rechner Philipp Pfeiffer XIII. Wir wünschen dem jungen Notwendigkeit, die Jugend zu gewinnen. Tüchtige Männer und Verein, der einen guten volkswirtschastlicheii Zweck erfüllen §M^mge müßten herangezogen werden, freilich sei es aber nicht soll, ein fröhliches Gedeihen, und erwarten daß in ihm wie Aufgabe der Turnerschaft, lauter Engel und klassische Ge-

»»».,! wl,d,ch»>! »Ä f qcs, ÄÄÄJ SftK einen Ziele sich vereinigen möchten, bas nur burch Einigkeit 0^0 Vereinen L0L Ü52 Turner unb in 992 Vereinen 39 7t>5 tur- unb unter Ausschlub jeglicher politischen Parteilichkeit erreicht ,,enb® grauen. _

werben könne. rK-c^l1?, pr«chung würbe bebauert, baß in dem Ge-

a Ruttershausen 29 Worte gegen den Arbeiterturnerbund ge-

a. Murrersyau)en 29. Juli. Der Gesangverein braucht worden sind. Damit werde nur Oel ins Feuer gegossen ^Concordia beging gejtecn das Fest feiner Fahnenweihe Worte wieBlödsinn" dürfe man gegen ihn nicht anwenden' unter sehr starker Beteiligung von nah und fern. Nicht uns gwb und frech behandelt, dem müssen wir

weniger als 22 Gesangverein waren dem Rufe na^^ (SttaiitcSer Beifall.)

Raufen gefolgt, um in Freundschaft den Ehrentag mitzufeiern. drungen worden ist^muß durchgesochten werden. ^Turch^Schwe? Unser Ort prangte im Ävnntagsftaat, jedes Haus hatte sich! 6,en laßt fich die Sozialdemokratie nicht besiegen. Im Kampfe geschmückt und Ehrenpforten riefen den Gästen herzlichen rben Mund nicht hatten. Wir müssen da Rede und

Willkommengruß zu. Im stattlichen Festzua, worin auch die I -0.^ Tone müssen wir uns freilich vorsehen?

Schuljugenb sowie ber Ortsvorstanb unb Kriegeroerein ein.

gruppiert waren, begaben sich die Vereine nach einem Umzug W^^ sind das allerdings fürfreie" Arbeiteriurner? durch das Dorf nach dem Festplatz. Festlich gekleidete junge Sozialdemokratie übt den größten Terorismus aus. Die Mädchen trugen in ihrer Mitte die verhüllte neue Fahne ^CTIer <Imb nHrr gezwungenermaßen im

Snfolfl« bei wieberholten Regengüsse war es gut, baß man bamrt eine gan"ze GeMsch7stsLsse Wefcn. ^"sozÄ ben Festplatz b,cht beim Dorfe gewühlt hatte. Von ber schön demokratischen Vereine sollten sich Prvletarier-Luriwereiiie nennen geschmückten Bühne aus begrüßte ber Prästbent des Vereins Inzwischen ist Tejlgefteltt worben, baß am Tnrntage 314 Ab- Herr Hch. Ettling, alle Festteilnehmer. In berebten Worten 8 teilnehmen.

wie§ der Festrebner auf bie Bedeutung ber neuen Fahne unb % ber auf ben günstigkn

deutschen Volksgesanges hin. Mit einem dreifachen *^ft huiwies. ps*** --* -

donnernden Hoch auf des deutschen Liedes Förderer,S. M. den ' ' m - -r - .......

Kaiser und S. K. H. den Großherzog schloß die mit Beifall dann^üb^^^^E^-^Äo^Dr. Rühl-Stettin beri ausgenommene Festrebe. Run folgte bie Uebergabe be beut fe'r Zu ftaTte n. ®°E^t,ftl,n9 äut bricht 8ahne durch Fräulein Moos mit einer warm empfundenen Llnsprache. Fräulein Will überreichte unter trefflich gewählten Worten eine von ben Jungfrauen gestiftete Fahnenschleife. Der Fahnenträger nahm barans bie von ber Firma Hisgen- Lich gut ausgeführte Fahne in seine Obhut. Unter Leitung seines Dirigenten, Schönhaber-Gießen, trug ber festgebenbe Verein bas wohlgeübte Weihelieb:So tretet in bie Runbe" vor, woran sich bie Gesänge ber Gastverenie anschlossen. Es würbe burchweg gut gesungen. Von Altenbnseck, Mainzlar, >Daubringen unb Lollar waren je zwei Vereine erschienen' Den Glanzpunkt ber Leistung boten bie Gesangvereine Germania" unb ,Liebertafel".Lollar, bie nach bem Gesangs- reizen gemeinsam unter Leitung bes Herrn Stennstiel-Gießcn die beiden Volkslieder:Jetzt gang ich an's Brünnele" unb Mädchen mit bem roten Münbchen" zum Vortrag brachten.

. In ber Ausführung finb begriffen Wißmar, Oberquembach,

lustige Witwe" am Kurthcater Bab-Nauheim gesehen Dillheim, Biirgsqlms, imb anbere Projekte liegen vor für haben, wirb Direktor Steingoettec am Dienstag, 6. Anglist, bie Gemeinben Krofborf, Obenhaiiseu, Erba, Rechtenbach, eine Aufführung bcS graziösen Werkes in unserem neuen Hause