pöpjert haken', wofür er fetzt bat Eichenlaub nebst Orden
'erhalten hat. D. R.)
aussichtlich in den ersten Tagen deS Febuar wieder in Darmstadt einlreffen. Wie unS hierzu auS Darmstadt gemeldet
Deutsches Reich.
Berlin, 28. Ian. Zu i*m Erlasse deS Kaisers hat Iustizminister Dc. Beselcr heute eine Verfügung erlassen, in welcher angeordnet wird, daß in Zukunft in allen Fällen, in denen Verurteilungen wegen Maje st ätsbeleidig ungen ausgesprochen werden, die Ersten Staatsanwälte an den Minister b sonderS ,u berichten haben. Danach ist auch die prompt' ' rchführung des kaiserlichen Willens für die ganze Monaco - i jedem Einzelsalle gesichert.
-X ^-r Kaiser konferierte heute im Auswärtigen Amt itnit dem Reichskanzler.
__ Wie daS ,93. erfährt, dürften im Anschluß an die Vorfälle der Wahlnacht in den höheren Ko m - imando st eilen der Berliner Schutzmannschaft einige Personalveränderungen slattfindcn.
Ems, 28. Januar. Der Adg. Schaffner auS Diez, der Alterspräsident deö preußischen Abgeordnetenhauses, t|i im Alter von 86 Jahren gestorben.
Are politischen Lehren der Aeichstagswuht.
Wenn sich auch, da die Stichwahlen noch ausstehen, die Stärke der einzelnen deutschen Parteien vorläufig nicht genau abschätzen läßt, so ist das eine doch sicher, daß die einzige .leidtragende Fraktion die Sozialdemokratie sein wird. Diese Tatsache ist überaus bemerkenswert, denn bie innerpolitische Lage unseres Vaterlandes bot bei der Aus- läsung deS alten Reichstages genug Angriffspunkte, um die breiten Schichten des Volkes gegen die Relchsregierung zu schicken. DaS Fiasko in unserer Kolonialpotitik, die gewaltigen Lasten des südwestasrikanischen JnsurrektionSfeldzuges, eine Reihe reaktionärer Maßnahmen waren so schwerwiegend, daß die rote Partei Hunderttausende sich vor dem 26. d. M. zustiegen sah.
Doch eS kam anders. DaS deutsche Volk hat der Politik der ReichSregierung eine imposante Verlrauenskundgebung zuteil werden lassen, und jetzt heißt es bei den regierenden Kreisen, dieses Vertrauen nicht zu täuschen. Es ist in den letzten Jahren viel gesündigt worden, sowohl in der Wilhelmstcaße zu Berlin wie auch anderswo, und die Opposition im alten Reichstage gegen die Kolonialpolitik ivar ja schließlich nur eine Folge der Fehler, welche die Kolonial- Verwaltung allzu reichlich auf dein Gewissen hat. Nun ist mit Dernburg ein neuer Geist in unsere Kolonialpolitik eingezogen, und wir können wieder leise Hoffnung hegen, daß es vorwärts gehen wird. Es wäre denn doch eine fürchterliche Blamage für die Deutschen, wenn sie nach wie vor im Aiislande bloßen Kulturdünger abgeben sollten, anstatt als koloniale Konquistatoren ein Neudcutschland m fremden Weltteilen erstehen zu lassen!
Aber daS deutsche Volk verlangt auch auf gar manchem anderen Gebiete der Staatsverwaltung gründliche Reformen im modernen Sinne. Vor allem muß einmal mit dein Btireaukratisnius in allen Reichsverwaltungen aufgeräunit werden. Konnte beispielsweise die Polizei Herrschaft in Berlin drastischer illustriert werden, als dtirch die Vorgänge in der Wahlnacht, wo die Polizisten ! ziemlich unsanft — sehr gelind gesagt, die aus dem besten Publikum bestehende Menge auSenianderjagten, welche ihrer patriotischen Begeisterung durch, dem Kaiser zu gedachte Ovationen zum Ausdruck bringen wollte?
Wir erwarten von der Relchsregierung jetzt eine großzügige Wrrtschaftsreform zu Gunsten der ökonomisch schwachen Elemente und eine freiheitliche Politik, die den breiten Volksschichten den schweren Kampf ums Dasein niö glich st erleichtert. Nur auf diesem Wege können wir dazu gelangen, daß der Reichsgedanke ein völkisches Gemeingut wird, für welches auch der .letzte Arbeiter seine Knochen freudig zu Markte trägt, denn nur dann kann ein Staat nach außen hin eine machtvolle Politik treiben, wenn sie sich auf die gesamte Nation und nicht auf privilegierte Klassen stützt. Diese Tatsache lehrt uns die Weltgeschichte, soweit wir zurückzublicken ver- mögen.
Nun steht Deutschland wieder an einem Scheidewege, und es wäre auf das innigste zu wünschen, daß die polltlschen Lehren, welche aus den Ereignissen der letzten Monate zu ziehen sind, entsprechend beherzigt werden. Tas deutsche Volk ist für politische Utopien nicht zu haben, mögen diese vo»l welcher Seite immer propagiert werden. Wir sind endlich Realpolitiker geworden. Aber ebenso wie bte deutsche Nation den roten Zuknnftsstaat ablehnt, ist sie auch nicht für eine uferlose Flotten- und Kolonialpolitik z>l begeistern. Unsere schwer errungenen überseeischen Besitzungen wollen wir unbedingt feslhatten zum Heile unserer Enkel und Urenkel, aber das Gewonnene nicht aufs Spiel setzen durch eine abenteuerlustige Weltpolitikt
Aus Sra-t und Land.
Gießen, den 29. Januar 1907.
" Ueber den Aufenthalt des Großherzogspaares in Berlin entnehmen wir der Darmst. Zlg.: I. K. H. der Großherzog und die Großherzogin mit Gefolge trafen am 26. dS. Mts., 10 Uhr 46 Min. vormittags, nach guter Reise wohlbehalten in Berlin (Potsdamer Bahnhof) ein, wo sie voin Ehrendienst empfangen und in das König!. Schloß geleitet wurden. Abends fand Tafel bei den Majesläten und Macschalltafel statt. Die Herrschaften nahmen am 27. vormittags an den Festlichkeiten im Königl. Schloß und im Zeughaus teil. Abends fand Galatafcl und hieran aufchließrud Gala-Vorsiellung im Köiiigl. Opcrnhause statt. Nach Schluß der Vorstellung verabschiedete sich S. K. H. der G ro ß h e rz o g von den Ma,csiäten und reiste um 10.35 abends in Begleitung des Flügel-Adjutanten Rittmeister Freiherrn v. Masten- bach nach München ab, um sich dort von Professor Lioch malen zu lassen. I. K. H. die Großherzogin verbrachte die Nacht im Königlichen Schlosse und begab sich am 28. vormittags mit der Hofdame Freim v. iRolömann und dem diensttuenden Kammerherrn Frhrn. v. Leonhardl 311111 Besuch Ihrer Verwandten nach Potsdam. I. K. H. werden vor
wird, beabsichtigt S. K. H. der Großherzog, sich m München malen zu lassen.
• • Landesuniv ersität. Der außerord. Professor Dr. Strack hat den von Erlangen an ihn ergangenen Ruf abgelehnt.
• • Ein Eisenbahn-Unglück auf Bahnhof Groß-Karben. Gestern abend stieß auf Bahnhof Groß- Karben der Berliner Schnellzug mit einer Rangier-Ab- teilung zusammen. Wir erhalten darüber folgendes bahn- amtliche Telegramm:
Am 28. dS. M18., 9.13 Uhr nacht? wurde auf Bahnhof Großkarben zwischeu Franlfurt a. M. und Friedberg dem Berliner Schnellzuge 75 Erlaubnis zur Durchfahrt vem Fahrdienstleiter gegeben, trotzdem sich noch eine Aangirrabiellung auf dem Turchfahrtgters befand. Bei dem Zusammenstoß wurde ein Heizer getötet und zwei Lokomotivführer und ein Heizer wurden ver- letzt. Strecke aus etwa 12 Stunden gesperrt. Äuge (Süßen— Frankfurt a. 3)1. werden über Homburg e.ngeleiter.
Einer unserer Söeruylerfiatter ia>uoert uns drahtlich den Vorgang wie folgt:
Ter Frankfurt-Berliner Schnellzug, der in Frankfurt fahrplanmäßig um 8.45 Uhr abjäfjrf unu gestern etwa 5 Minuten Verspätung yatte, erhielt von der Station Groß-Karben das Signal, daß bte Durchfahrt für ihn frei sei, wahrend iwch Der Güterzug Nr. 7381 auf dem Gleis rangierte. Infolgedessen fuhr der Scyneitzug in der Nähe der poer die Bahngteise führen- Den Brücke zum Groß-Karbener Mineralbrunnen dem Güterzug in die Flanke. Die beiden Maschinen. des Sa-nci.zugs, der Achsen führte, entgleisten frNib die zweite liegt jetzt auf und in Der vorderen Maichme. vL<.c A.^ratc iUur »urchtbar und der Zusammenstoß Ware zu einer grauenvollen Katastrophe geworden, wenn nicht der Mafchinensuhrer der voroeren Su-lnetizugsmaschine Die Gefahr erkannt und sofort gebremst hatte. Leider war es zu jpät, um das Unglück ganz abwenden zu können. Getötet wurde der Heizer Koch aus Gießen. Schwerverletzt wurden: ^olomotivsührer P a p p e r t aus Frankfurt und Heizer G a l l i n 0 m Griesheim. Ferner ist verletzt der Führer des Güterzuges Georg Gernand aus Gießen. Die Verletzten wurden von einem Hilfszug nach Franlfurt gebracht. Der hinter den Maschinen folgende Postwagen führte etwa 10 Postbeamte mit sich, die fämlliuAi nverlctzt blieben. Auch die Paß agiere kamen mit dem Schrecten davon, sie mußten ihren Ausgang zumeist durch Die Wagensenster nehmen, da sich die Türen nicht, öifnen ließen. Der Materialschaden ist sehr erheblich, auch die Brücke zum Brunnen ist zerstört.
** Prozeß Grünewald-Metz. Die Strafkammer verhandelte gestern bis 9 Uhr abends über die Berufung, die von beiden Seiten in dem Beleidigungsprozeß des l)ieu>t3anroali» Grünewald-Gießen gegen den Recptsamvatt M e tz - sJiü)ba gegen Das ergangene Scl>öncngerichtsurteil verfolgt worben war. Die Berufung des Beklagten wurde verworfen, sodaß es bei 7U0 Mt. Geldstrafe bleibt. Der Berufung des Klagers wurde insofern Ilattgegeben, als der Urteilstenor sich auf anderen Paragraphen aufbaut, als der des Schöffengerichts. (Näherer Bericht folgt.)
• • Eine Anfrage des Abg. Kühler betr. die Einkonnnensoerhältnisfe der im Gemeinfchaslsdienst ange- lielllen oberhesfijchen Eisenbahn-Fahrbeamten lautet:
Welche Stellung nimmt Die Großh. Regierung gegenüber den Beschwerden der im Preußifch-Heglichen Genleulfchaüsdienst an« gepellten liüher oberhefsilchen tiiienouljn-öabrbeunuen em hinsichtlich -.eren Einlommen-, Steuer« rc. Beci-ältnipe nach den Beiinnmungen int Pieutzlich-pesiiichen Eifenbahnvenrage vom Jahre 189ö 'i
Angefichls der im allgemeinen nicht gerade freundlichen Stellungnahme von der Partei des Abg. Köhler im hessischen Landtag zu den Wünschen der Beamten ist die 2 Tage vor der Reichstagswahl ergangene Anfrage wohl hauptsächlich aus iva hltakllschen Gründen zu erklären. Hoffentlich hält die beamtenfreundliche Haltung des IHbg. Köhler auch über die Relchslagswahl hinaus an.
** Lehrerpcrsonalien. Uebertragen wurde deni Schul- amtsaspiranten Karl Zoll aus Elpenrod eine Lehrerstelle an der Gemcindeichule zu Eifa. Erledigt sind die mit einem evang. Lehrer zu besetzende 2. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bruchenbrücken und die mit einem evang. Lehrer zu besetzende 6. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Schlitz.
** Flüchtig. Wegen Vernachlässigung im Dienst wurde am 1. L Ntts. dec Verwalter D- einer hiesigen Klinik entlassen. Die nach seiner Entlassung vom 3. bis 15. l. Nils, vorgenommene Bücherrevision ergab, daß D. eine Anzahl Posten an chn eingegangener Verpflegungsgelder nicht gebucht, sondern für sich verwendet hat. Die nach und nach unterschlagene Summe beläuft sich auf beinahe 4000 Mk. D. wurde bereits während der Bücherrevision flüchtig. Gr führte einen lockeren Lebenswandel und ging dadurch seinem Ruin entgegen, alle Ermahnungen seiner Vorgesetzten hatten nicht gefruchtet. Wegen Verbrechens im Amt ist gegen D. Untersuchung eingeleitet.
** Körperverletzung. Am verflossenen Sonntag abend war der Wirt T. von hier gezwungen, einen renitenten Gast, den Schlosser I., aus seinem Lokale zu befördern. Hierbei erhielt der Wirt nicht allein einen Stockhieb, sondern er erhielt auch einen zum Glück nicht lebensgefährlichen Messerstich in die Seite. Anzeige ist erstattet.
8 Reiskirchen, 28. Jan. Einen recht anregenden Nachmittag verlebten die Mitglieder des Flotten Vereins „Ortsgruppe Reiskirchen" bei der am 27. d. Alts, bei Gastwirt Gundrum abgehaltenen Generaloerfammlung. Leider mußte der geplante Vortrag von Dr. Gengnagel, Gr.-Buscck, verschoben werden, da der Redner durch berufliche Tätigkeit verhindert war. Nachdem einige geschäftliche Angelegenheiten erledigt waren, sprach Herr Kühn von Linden- iiruth in sehr verständlicher Welse über die Einrichtung unserer Kriegsschiffe, ihre Armierung rc. und erntete herzlichen Daul von allen Anwesenden. Der Vorsitzende brachte, daran anschließend, ein Hoch auf unsere dc»itsche Marine au5. Auch in das von Studiosus F. B ü r |i l e i n auf S. M. den Kaiser ausgebrachte Hoch stimmte die Versammlung begeistert em. Nicht unerwähnt möge bleiben, daß die von einigen anwesenden Herren ausgeführte 'Musik und vorgetragenen Lieder wesentlich zur Verschönerung des sJlad)mittag5 beigctragen haben.
23. Grünberg, 28. Jan. Am Montag ging unsere schöne Burg (ca die Mitte unserer Stabt) nur Wirl-chast uno Drall- ungut an Untern..^ner Hrmrich verhüt U. für den Kaufpreis von 18 vOO Mk. irver. Ter neue Besitzer beabsichtigt die Wirte schafr Weilerzuführen und alles neu einzurichten.
sd. Dar in Habt/ 2<o. Jan. Der von S. K. H. dem Groß- herzog am Samstag begiiabigte Raubmörder A. Steinmetz erhielt heute von dem Großh. Lberuaaisanwakt in dem
Nntersuchungsgefängnis die entsprechende Mitteilung, worauf er' alsbald mittags nach dem Landeszuchthaus Marienschloß übergeführt wurde. Er nahm die Begnadigung mit derselben stoischen Ruhe auf, mit der er auch seither den Vernehmungen und Verhandlungen folgte.
[] Marburg, 28. Jan. Die Stadtverordneten genehmig, ten heute die Einführung einer Wertzuwachs st euer bis zur Höhe von 15 Prozent. Tie erste Anregung zur Einführung dieser Steuer wurde bereits vor Jahren gegeben. Tie umfangreichen, im Bereich der neuen Straßenpläne liegenden Baugrundstücke sind seitdem zum größten Teil veräußert worden. Tie Erhöhung der Umsatzsteuer von 1 auf IV2 Prozent und dem Erlaß einer Gemeinde-Gewerbcsteuerordnung wurde ebenfalls zugestimmt.
F. C. Altenkirchen, 28. Januar. Arn 20. Dezember v. I. wurde in der Nähe von Wissen, Kreis Altenkirchen, die 22jährige Luise Becher aus dem nahen Dünebusch ermordet aufqesunden. Ter Mörder hatte sein Opfer durch Nlesserstiche schrecklich zugerichtet. Ein heftiger Kan pf mußte allem Auscheine nach zwischen dem Mörder und seinem Opfer stattgefunden und ersterer auch eine schwere Wunde davongetragen haben. Bedeutende Bimspuren gaben in dem frisch gefallenen Schnee weithin den Weg an, den der Mörder genommen. Am 25. Januar nun verhaftete Gendarmerie-Wachtmeister Junge in der Nähe von Wolfhagen (Regierungsbezirk Kassel) einen Menschen, der sich nicht auswcisen konnte. Es wurde festgestellt, daß der betreffewbe der Bierbrauer Jahns ist und weiter, daß dieser die Luise Becher ermordet hat. Jahns wird in einigen Tagen nach Neuwied in das Untersuchungsgefängnis von Wolfhagen überführt» Auf das Ergreifen des Mörders hatte die Staatsanwaltschaft ytcuiüieo eine Belohnung von 1000 Mk. ausgesetzt.
vermischtes.
• Der jähe Wetterumschlag hat wiederum allerhand Unheil angerichtet. Die ,Franks. Oder-Z/ meldet: Bei Schiedlo ist durch Hochwasser der Damm auf eine Strecke von hundert Nietern durchbrochen. Das Master ergoß sich in das Dorf Schiedlo. — Aus Frankreich laufen Nachrichten über heftige Stürme ein. In Llvognon und Perpignan hat der Sturm viele Häuser abgedeckt. Der Schaden ist bedeutend. — Bei einem außerordentlichen heftigen Regensturm sind in der Gegend von Hongkong über 60 Ehinesen boote vollgeschlagen und gesunken. Ter Hafen ist mit Bootstrümmern bedeckt. Man schätzt die Zahl der Urngekom menen auf über 100. Europäer werden nicht vermißt.
* Berlin, 28. Januar. Als ein bei der Rixdorfer Polizeidirektion beschäsligter K r i m i n a l s ch u tz m a n n heMe nacht von einer Kaisersgeburtstagsseier nach Hanse zurück- kehrte, traten ihm in der Steinmetzstraße sechs Strolche entgegen. Sie belästigten den Beamten zuerst mit anzüglichen Redensarten und versperrten ihnt schließlich den Weg. Der Bedrohte legitimierte sich als Kriminalbeamter, verbat sich die Hänseleien und sah sich schließlich genötigt, sich durch den drohend vorgehaltenen Revolver den Weg frei zu machen. Die Rowdys verfolgten ihn aber weiter. Vor seiner Haustür stürzten sie auf ihn los, sodaß dem Beantten nichts übrig blieb, als von der Waffe Gebrauch zu machen. Einer der Burschen erhielt einen lebensgefährlichen Schuß in die Brust, und ein zweiter einen Schuß in die Wange. Darauf ergriffen die übrigen die Flucht.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt ailci -mUr i.i. er Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem .Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Inheiden. Zn dein Artikel unter der Spihmarke .Aus der oberen Wetterau" in Dir. 22 Ihres geschätzten Blaues feien folgende Bemerkungen gegeben:
1. Tie Gruppen Wasserversorgung aus den I n h e 1 • deuer Quellen geht rüstig vorwärts, zur Freude aller beteiligten wasiercnmen Gemeinden. Die Quellen Inheidens liefern dis jetzt soviel Wasser, daß em täglicher Ueberschuß von ca. 6000 cbm vorhanden ist.
2. Wem» auch durch die Wasserleitung die sog. Riedmühle ange- fnufi und ihr Betrieb eingestellt würde, so wäre sie einer Allgemein- Ijeit geopfert, und ihre seichengen Kunden würden mit Freuden von zwei nahegelegenen Mühlen übernommen.
3. Voii Quellen auf angrenzenden Wiesen der Grafen zu SolmS- Saitbad) ist hier so viel wie nichts bekannt, jedenfalls können sie nut den Jnheidener Quellen nicht in Vergleich gebracht »verbell und sprudelt wohl nur in Phantasien.
Gicstcucr Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung für Hcsicu am Mittwoch, bin 30. Januar: Meist trüb, leichte Regenfälle. Mild. Starte westliche Wuide.
OriginaUOrahtmeLSungen.
Köln, 29. Ja>i. Von einer Persönlichkeit, die mit Berliner Reglernngskreisen rege Fühlung hat, erfährt der Berliner Korrespondent der „Köln. VolkSztg.", es bestehe dec Plan, eine gefügige Regierungsmehrheit dadurch zu schaffen, daß man die wegen Zu na h m e der Bevölkerung eigentlich mehr zu wählenden Reichsta gs-Ad- geordneten durch die Eii,zellandtage wählen lasse. Nlan siiche nach Mitteln, mie dies ohne Aendcrung des bestehenden Reichstags-Wahlrechtes geschehen könne. Ter Korrespondent der „Köln. VolkSztg.^ egibt diese Mitteilung unter Vorbehalt wieder. (Wir auch! 'lind scheint die ganze Nleldiing ein übler, irrejührendcr Scherz des Zentrums zu fein. D. Red.)
Essen a. d. R., 29. Januar. Gestern nachmittag sand hier eine Sitzung von Zentrumssuhrern jener Wahlkreise statt, ui denen das Zentrum bei der Stichwahl den Ausschlag geben wird. Es wurde beschlossen, kemcssalls für die Sozialdemokratie zu stimmen.
Ess en, 29. Jan. Eine Konferenz von ZentrilinS- führer^bcschloß, den Wählern zu empfehlen, beider Stiche ivahl keineswegs für den Sozia ldeniotraten zu lummen) Die „Rhein. Wests. Z." cmpstehlt ein Stiche wähl -Ko mpronliß mit b c m Zentrum bahmgehend, baß Esten, Düsselbors, Köln, Hi l, Ntainz nut nauoncu- liberaler Hilfe dem Zentrum gewonnen und in Dius«


