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29.1.1907 Erstes Blatt
 
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vorüberging, er Habe au- demselben unqtsähr zehn Offi­ziere flüchte n gesehen. ferner spricht man von emem Anschläge eine- mißhandelten Laleien.

Petersburg, 28. Jam STJacb den bis fetzt vorliegenden Ergebnissen der VertrauenSmännerwahlen von Arbei­tern und 5bleingrundbesik-^n sind 2927 B«rtrauei^nänncr gewählt, von denen 1167 der Rechten, 790 den Gewitztsten an gehören. Unter den übrigen L er trauen smöiincru befinden sich 48 Kadetten, und unter der Gesamtzahl der Erwählten 667 orthodoxe Priester. In der Provinz rDd wurden 394 DeriraucnSmänncr gewählt, darunter 10 Mitglieder der Rechten, 296 Gemäßigte. In der Provinz fiicro sind 520 Vertrauenmänner gervählt, darunter 298 Müglicder der Rechten und 222 Gcnräßigte.

Odessa, 29. Ian. Ein Kapitän der Russischen SckiflabriS- aesellichait wurde von zwei streikenden Matrosen erschossen. Pon der Polizei vedolni, verletzte einer von den Matrosen einige Polizisten und wurde selbst verwundet seslgenounnen. Ter andere erschoß zwei Schutzleute und einen Gendarmen und dann sich selbst.

Washington, 28. Ian. Ter Bericht der Kommission für den zwischenstaatlichen Handel über die Beziehungen dec Eisenbahngcsellschaflen zu den Oelproduzenten tadelt scharf daS Verfahren der Standard-Oil-Company, die Konkurrenten zu unterdrücken und erklärt, das ganze Eisenbahnsystem habe Vorzugstarife für die Standard-Oil- Company. Es könne daher für die Negierung die Not­wendigkeit eintreten, Tarifbestimmungen feilzusetzen.

Bekanntmachung.

Auf Grund der Fernsprechgebühren - Ordnung vom 20. Dezember 1899 (Reichsgesetzblatt Nr. 51) wird folgendes bekannt gemacht:

Für jeden Anschluß an daS Fernsprechnetz in Gießen, welcher nicht weiter als 6 km von der Vernuttelungsstelle

entfernt ist, betragen vom 1. April 1907 ab

A. die Pauschgebühr........150 Mk.,

B. wenn an deren Stelle die Grundgebühr und Gesprächsgebühren gezahlt werden, 1) die Grundgebühr.......60 Mk.,

2) die Gesprächsgebühr 5Pfg., mindestens 20 , jährlich.

Tie Teilnehmer, welche an Stelle der Pauschgebühr die Grundgebühr und Gesprächsgebühren zahlen wollen, müssen dies dem Kaiserlichen Postamt in Gießen bis Ende Februar 'christlich mitteilen. Sie erhalten dann zum 1. April andere Anschlußnummern.

Teilnehmer, deren JahreSgcbühren zur Zeit niedriger sind alü die künftig geltende Pauschgebühr, können ihre An-

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herzlichsten Dank.

Die trauernden Hinterbliebenen.

Wilh. Demntb, Kanzleirat. Familie L0U1S Frech.

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schlüsie zum 1. April kündigen. Die Kündigung ist bis Ende Februar schriftlich bei dem genannten Postamt onvibnnqen. Darm stadt, 24. Januar 1907.

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Für die vielen Beweise von Teilnahme anlässlich des Ablebens und der Beerdigung unser es heben

Herrn Philipp Schneider*

Gastwirt

sowie für die zahlreichen Blumenspenden auf diesem Wege unseren

in bei der Rixdorfn ilschutzmannlM r nach pause jurüd- ißc sechs Strolch: en zuerst mit anzüg ihm schließlich btr.

als Kriminaldeamti: h schließlich genölu: t Revolver den #k stcn ihn aber rotik iljn sodaß k- bet Waffe (Sebra >lt einen lebens t, und ein zweier ergüssen die übrig:'

vurg, Bochum, Dortmund, Tieburg, Fran kfurt a. M. aber ba8 Ze ntrum dennationalenttandtdaten u n- terstützt.

Leipzig, 29. Ian. Die theologische Fakultät der hiesigen Universität ernannte den DioisionSpfarrer Max Schmidt in Potsdam wegen seiner hervorragenden geistlichen Fürsorge im südwestafrikanischen Kriege zum Licentiat honoris causa.

Paris, 23. Jen. Ter Präsident der Rerublik hnt an Kaiser Wilhelm folgendes Telegramm gerichtet:An S. M. Wilhelm Deu ticken Kais r, König von Preußen Berlin Mit tiefer Bewegung erfahre ich die i'urdjtbarc Ervlosion schla­gender Wetter, rotld^e unter dcn Bergleuten bej Billstoctscb achtes der Grube R>chenf so viele Ovi'er gefordert hat. ES liegt mir cm tzerzen. Eurer Maicnüt mein anstichtiges 9/kitgcfüh'. auszusrrechen und Anteil tu ncy.ncn an der Trauer de- so grausam hcimgc juchten BctG-ücrivbcDöIL^ung. (gij.) Iarlrerc s."

Paris, 28. Januar. Ter Minister des Auswärtigen beauftragte den französischen Botschafter in Berlin, Bihourd, dem Fürsten Bülorv das Beileid der französischen Regierung anläßlich der Katastrophe auf der Reden­grube zum Ausdruck zu bringen. Bei Beginn der Sitzung deS MunicipalrateS erklärte dessen Präsident: .Ich bin über­zeugt, mich zum Dolmetsch Ihrer Gefühle zu wachen, wenn ich den Familien der Unglücklichen, die bei der Katastophe auf der Redengrube ihr Leben cingebüßt haben, unser herzlichste- Beile, d auSsprcche. Tie ganze Saargegend ist durch diese furchtbare Explosion aufs tiefste betrübt. Sie geht auch uns sehr nahe. Vergessen wir nickt die Sympathie, die uns selbst anläßlich deS Unglücks von EouinöieS zuteil wurde und schicken wir den Ucbcrlebenäcn der Katastrophe von Reden und den Hinterbliebenen der dabei Umgcfonunencn unseren brüderlichen Gruß.*

Lievin, 28. Januar. Von den 812 Bergleuten, die heute in den Schacht hinabgesliegen sind, kommen immer mehr zu Tage; es fehlen jedoch mehr als fünfzig, die, wie es heißt, bei verschiedenen RettnngSarbeiten in der Tiefe beschäftigt waren. Zahlreiche Direktoren auS den in der Nähe befindlichen Gruben waren anwesend. Plan bemerkt auch eine Gruppe von Rettungsmannschaften aus Courriöres, die mit ihrer besonderen Ausrüstung angekommen sind.

Belgrad, 29. Ian. Hebet die beim Kronprinzen stattgefundene Explosion gehen die verschiedensten Gerüchte um. U. a. heißt, der Kronprinz habe die Bomben fabriziert und sie seihst zur Explosion gebracht, um sich von ihrer Wirkung zu überzeugen. Nach anderen Mitteilungen sollen während emeS FestgelageS plötzlich Revolverschüsse gefallen sein. Tatsächlich erzählte em Reichsdeutscher, der im Augenblicke der Explosion am Palais

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Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerz­liche Miueilung, daß unser lieber Gatte, Vater, Grogvater, Schwiegervater, Sohn und Bruder

Herr Heinrich Weidenhnns

gesten abend 8 Uhr sanft emschlasen ist.

Ihn stille Teilnahme bitten

Tie trauernden Hinterbliebenen: Familie Wcidcuhaus. Familie Schön.

Gießen iKatharinengasse 14), 29. Januar 1907.

Die Beerdigung findet Donnerstag, 31. Januar, nachm. 2 Ubr Don der ztavelle des neuen Fnedhoss aus stau. 1/14

bei Keausncht. d. Schulausgaben.

Schrtilliche Anfragen unter 0485 an d. Gießener Anzeiger erbeten.

Am Samstag abend wurde im (Sai6 ifeib od. aus dem itiege von der Lst-Anlage noch dort ein Brillant Ddrrtna verloren.

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Die am 25. Dezember 1906 in der £iiriidjaft zur Ludwigsburg in Heuchelbeun gegen bie Herren dteuichling, Ludwig Stein- müller u. Theodor Schnvv, sämt­lich von Heuchelheim, geäußerten Beleidigungen nehme ich hiermit als unueranlaßt reumütig zuruck u. beöaure solche getan zu bauen HeuchelheimlI. 1.07. AkoliEbri^

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Danksagung.

Für die uns in so reichem Masse erwiesene herzliche Anteil­nahme anlässlich des Ablebens meiner lieben Gattin, unserer guten Mutter, Schwiegermutter und Gtossmuier

Frau Katharine Demuth geb. Jacobi

sagen innigsten Dank.

Die trauernden Hinterbliebenen:

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