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26. Juli. Anfangskurse.
Harpener Bergwerk.
Laurahütte . .
Lombarden E. B.
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+ Lauterbach, 25. Juli. Von der hiesigen Gen bornierte wurde heute ein junger Mensch, der ihr ve> dächtig vorkam, fe ft genommen. Er verweigerte anfanq die Angabe seiner Personalien, gab aber später an, er heiß Wilh. Stecket und sei am 10. Juli mit zwei andere Zöglingen aus der Zw a n g s e rzie h u ng s a n sta lt S enn bei Bielefeld entwichen. Seit dieser Zeit ernährte sich Si durch Betteln und suchte nachts Unterkunft in Strohhauser St. befindet sich vorläufig in Polizeigewahrsam.
Esehweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. Paket!. Harpener Bergwerk. . . Laurahütte......
Nordd. Lloyd.....
Obeischles. Eisen-Industrie Berliner Handelsges . . Darmstädter Bank Deutsche Bank . . .
Deutsoh-Asiat. Bank • . Diskonto-Kommandit. . . Dresdner Bank . . . Kreditaktien.....
Baltimore- und Ohio-
Eisontahn .
Gotthardbahu . . . .
Lombard. Eisenbahn . . Uesterr. Staats bahn . . . Prince-Henri-Eisenbahn .
um Kranke, die nicht so krank seien, daß sie der Kliniksbeliandlung bedürften, aber doch so krank, daß sie nicht in Privathäusern bleiben könnten.
Ter Vorsitzende meint, Stadtv. Krumm wolle etwas ganz anderes, als was in der Versammlung der Ortskrankenkasse beschlossen worden sei. Tie Aeußerung des Stadtv. K'rumm, daß die Klinik in erster Linie solche Kranke aufnehme, bei denen, es sich um sogen, interessante Fälle handle, enthalte gegen die Kliniken den Vorwurf der Vertragsverletzung. Er müsse diese Behauptung entschieden zurückweisen. Tie Kliniken seien verpflichtet, die Kranken der Stadt aufzunehmen und seien dieser Verpflichtung stets nachgekommen. (Zustimmung.)
Stadtv. Tr. Wirnrnenauer führt einen ihm bekannt gewordenen Fall aus der Praxis an, in dem ein Kranker, der gar nicht in die Klinik gebraucht hätte, wiederholt dort Aufnahme gefunden habe. Tas sei nach seiner Kenntnis der Verhältnisse die Regel und das Gegenteil die seltene Ausnahme.
Stadtv. Krumm hat mit der vom Vorsitzenden beanstandeten Aeußerung keineswegs den Vorwurf einer Vertragsverletzung machen wollen. Er halte es für ganz natürlich, daß im Falle der Ueberfüllung in erster Linie Kranke mit sogen, interessanten Krankheiten Aufnahme fänden.
Ter Vorsitzende bemerkt noch, daß eine vorübergehende Ueberfüllung von Krankenhäusern überall vvrkomme. Man könne aber die Krankenhäuser nicht nach dem unter Umständen möglichen Maximalkrankenstand einrichten, sondern müsse sich mit der Durchschnittszahl begnügen.
Stadtv. Tr. Ebel bemerkt, was Stadtv. Krumm wünsche, sei etwas ganz anderes als das, was die Ortskrankenkasse wolle, lieber Krumms Vorschlag könne ja event. ganz besonders beraten werden.
Ter Vorsitzende ist derselben Ansicht. Wenn ein solcher Antrag. eingebracht werde, müsse er vorberaten und auch Sachverständigen vorgelegt werden.
T>as Gesuch der Ortskrankenkasse wird hierauf nahezu einstimmig abgelehnt.
Die Beschwerde gegen den Betriebsleiter Stolte
Ans StaJt und Canö»
Schmückt Eure Fenster und Balkons mit blühenden Blumen.
mehrerer Berichte usw. nötig, deren Resultat jetzt vorliegt. Der Vorsitzende gibt zunächst Kenntnis von den Äeußerungen der Universitätskliniken. Sie stimmen darin überein, daß von einem Raummangel in den Kliniken nicht die Rede sein kann und in keinem Fall Leute, deren Krankheit ihreAufnahme in ein Kranken- baus notwendig machte, zurückgewiesen worden seien. Die Universität würde es lebhall bedauern, wenn das jetzige Verhältnis zwischen Stadt und Kliniken gelöst würde. Das Kreisgesundheitsamt hat ein längeres Gutachten erstattet, in dem es seiner Ueberzeugunq Ausdruck gibt, daß der Vertrag zwischen Stadt und Universität durchaus im Interesse der Stadtkranken liege und die Kliniken mit ihren 694 Betten und der Tatsache, daß alle Kranke durch Spezial- ärzte behandelt werden, allen Ansprüchen vollauf genügen. Gießen besitze mehr Krankenbetten wie irgend eine andere Stadt. Das Kreisgesundheitsamt empfiehlt daher, dein Ersuchen auf Erbauung eines eigenen Krankenhauses keine Folge, zu geben. Tie sozialpolitische Kommission, der Bau» und der'Finanzausschuß haben die Angelegenheit beraten und halten die Erbauung einer städtischen Krankenhatises nicht für angebracht, weshalb sie Ablehnung des Gesuchs beantragen.
Stadtv. Wallenfels hat als Mitglied der Armenpflege keine Kenntnis davon erhalten, daß Kranke in den Kliniken ab- gewiesen worden seien. Vielmehr hätten osters Leute, die Aufnahme in den Kliniken finden sollten, darauf verzichtet.
Stadtv. Krumm führt aus, es seien in der Versammlung der Ortskrankenkasse, in der die Einbringung des Antrags auf Errichtung eines Krankenhauses beschlossen'worden sei, tatsächlich aus Grund amtlicher Mitteilungen einzelner Kliniksverwaltungett Fälle angeführt toorben, bei denen Kranke wegen Ueberfüllung abgewiesen worden seien. Er bedauere sehr, daß Stadtv. Kirch, der ebettsalls der Versammlung beigewohnt habe, nicht mehr da fei, denn auch dieser fei von der Notwendigkeit der Errichtung eines städtischen Krankenhauses damals durch das vorliegende Material überzeugt worden. Uebrigens habe er (Redner) nicht an die Errichtung eines besonderen städtischen Krankenhauses gedacht, sondern an die Einrichtung einiger Betten in einem schon bestehenden städtischen Gebäude, um in Fällen der Ueberfüllung der Kliniken die für Krankenhausbehandlung vorgesehenen Kranken darin unterbringen zu können. Es handelt sich dabei nach seiner Meinung
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Telefonische Kursberichte
Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Glessen.
Frankfurter I6or»e, 26. Juli. 1.15 Uhr.
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Türkenlose.....
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Aktien:
Bochum Guss ....
Buderus E. W . . .
Tendenz: träge.
Berliner
Canada E. B.....
Darmstädter Bank . .
Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank . . .
Tendenz: ruhig.
Kuttfi «n6> Wissenschaft.
— Der Schriftsteller Waldemar Kaden ist in Manche gestorben. Kaden, geb. 1838 zu Dresden, war Jahrelan Professor der deutschen Sprache und Literatur an der Universili und dem Gymnasium zu Neapel. Seine Wanderungen dürr Italien hat er in zahlreichen Schriften in geselligem Plauderte beschrieben.
Gestorbene: Frau Gertrude Auspurg geb. Döll. Hei Lehrer a. D. Karl Wern in Günterod. Herr Kanzleigehülfe Wi 1 Helm Bender in Ehringshausen. Frau Anna Elise Bambey ge Dippel in Angenrod. Herr Konrad Schmidt IV. in Schlitz. Fra Katharina Wollart geb. Schindel in Rieder-Weisel.
über die heißeste Zeit hinaus. Ware es die .Hitze ass • so ließe sich diese noch ertragen, aber gerade dann ftfihfi!' das Heer der Insekten, die aufdringlichen Quälgeister x1 Menschheit, überaus mächtig an. Sonst gern aufaefirrf? kühle Orte werden durch diese beflügelten Tierchen - wahren Höllen verwandelt. Den sich Begegnenden *
schlüpft oftmals' das Wort: „Was a Hitz!" Einsilbig' wird die Unterhaltung, stärker das Durstgefühl und manst" Mittagsstunde wird in den Armen Morpheus verschlunnn^
** Zehnjähriges Stiftungsfest. Man sch^ uns: Es geht bei manchen Vereinen wie bei den Frauen Je weniger man von ihnen spricht, desto vortrefflich- sind sic. Genau so liegt es mit dem Verband r eisend / Kaufleute Deutschlands! Wer spricht von ihm ! Gießen?, und doch sind die in diesem Verbände zusammen geschlossenen „Kaufleute" von jeher die Pioniere de- deutschen Handels, deutscher Kultur und deutschen Gewerbe' fleißes gewesen: ohne die Reisenden ist die beste, grünt, und leistungsfähigste Firma doch in Gefahr, von ihren Ko/ kurrenten überflügelt zu werden. Der 1884 gegründete Vc ' band mit seinen 12 000 Mitgliedern hat' in dieser QC' geradezu Großartiges an Unterstützung erkrankter un'r stellenloser Mitglieder, Für sorge für Wi>
Verschiedenes.
Verschiedene Anwohner des großen Stein Wegs haben sich geweigert, die auf sie entfallenden Straße n kost enbei-- träg e zu bezahlen. Auf'Antrag der juristischen Kommission wird beschlossen, gegen die Beteiligten klagend vorzugehen.
Karl Ho hm ei er erhebt Anspruch auf das Eigentumsrecht bezügl. des auf der Bach liegenden Abortgebäudes, das zu dem 1841 verkauften ehemaligen Schulhaus gehörte und seit dieser -bett von den Besitzern des ehemaligen Schulhauses als Waschküche benutzt wurde. Das Häuschen ist zwar im Grundbuch der etabt zugeschrieben, aber die darauf ruhenden Steuern und Laßen wurden von jeher von den Besitzern des Schulhauses gezogen. Tie juristische Kvmmission ist der Ansicht, daß bei dem Verkauf des Schulhauses auch die Abtretung des Mortgebäudes an den neuen Besitzer beabsichtigt gewesen sei. Sie beantragt, den erhobenen Ampruch Hohmeiers anzuerkennen und die Versammlung beschließt demgemäß.
Ter 1878 auf 30 Jahre abgeschlossene Pachtvertrag wegen der Anlage einer Wa s scrle i tu n g aufTomanial- g e l ä n d e am Annaberg soll auf Antrag der Gas- und Wasserwerksdeputation auf möglichst lange Zeit verlängert werden
Ueber die Rechnungen des Gas- und Wasserwerks und des Elektrizitätswerks für 1905 erstattet Stadtv. Heichelheim Bericht. Tie Prüfung der Rechnung hat keine Anstünde ergeben, weshalb die Versammlung Genehmigung beschließt. , Zwei Gesuche wegen Erlaubniserteilung zum Schankwirt- ichaft.s bet rieb finden Befürwortung. Es handelt sich um ein Gesuch des Ang. Rath für Blockstraße 11, das wegen des Ablebens, der Mutter des Gesuchstellers gestellt wurde und des sür Wetzsteingasse 11, das wegen Verlegung des Wirtschaftsbetriebs in den Neubau erforderlich wurde
Lan-ilieir-Nachrichten.
Geborene: Herrn König!. Oberförster von Ilten zu Satter berg eine Tochter.
Verlobte: Frl. Johanna Münch mit Herrn Franz Herme beide in Wetzlar. Frl. Bertha Arnold mit Herrn Bauführer Jacr Müller, beide in Marburg. Frl. Tilly Werner in Friedberg i. i mit Herrn Nicu Vrauceann in Braila (Rumänien). Frl. Gretche Wilhelm in Hoi Saßen mit Herrn Christian Becker in Queck. Ri
Flora Strauß in Bad Homburg mit Herrn Julius Rothschild i ■ Wiesbaden.
Plauausstellen seien durchaus'verwerflich. Die übergroße Mehrheit der Bevölkerung könne die Richtigkeit solcher Behauptungen nicht prüfen, aber die Behauptung, es seien 1000 Mk. nutzlos ausgegeben worden, werde aufgegriffen. Wenn die Herren behaupteten, sie hätten im Interesse der Stadt sparen wollen, so müsse man sagen, daß sie durch die Art ihres Vorgehens die Stadt geschädigt hätten. Wenn die erhöhte Sicherheit des Theaters in Frage komme, w hätte er nichts dagegen gehabt, wenn es statt 1000 Mk. 6000 Mk. gekostet hätte. Wenn die Herren den Kamps in dieser Weise weiterführen würden, sollte man rücksichtslos klagen. (Zustimmung.)
_ Rach weiteren Bemerkungen des Vorsitzenden und des Stadtv. Schaffstaedt wird der Gegenstand verlassen.
Städtische Arbeiten und Lieferungen.
Für die Herstellung einer Stützmauer au der Nord-Anlage zunächst der Schillerstraße, durch die eine Verbreiterung der Anlage ermöglicht wird, werden die erforderlichen 600 Mk. bewilligt. Bei dieser Gelegenheit wird auf eine Anfrage des Stadtv. Schaffstaedt hin mitgeteilt, daß bezüglich der Ost-Anlage zwischen dem Ninnschen Haus und dem Walltor, iüo ähnliche Zustände herrschen, gegenwärtig Verhandlungen mit der Garnisonverwaltung schweben, durch die auch dort eine Verbreiterung der Llnlage ermöglicht werde.
Tie Ka n a li sa t io n s a rb e ite n sind in dem geplant gewesenen Umfang nahezu fertig gestellt und es empfiehlt sich, daß für die obere Marburger Straße und den Wiesecker Weg jetzt schon die erst für später vorgesehenen Schmutzwasserkanäle angelegt werden, damit bei Neubautm nicht erst Senkgruben angelegt werden. Tie Firma Liesenhoff ist lbereit, die Kanäle zu den bisherigen billigen Akkordpreisen zu übernehmen, weshalb freihändige Vergebung an sie beantragt wird.
Stadtv. Löb er spricht sich filr Ausschreibung der Arbeit aus,^ um den hiesigen Unternehmern die Möglichkeit zu ver- schjaffen, sic event. ausführen zu können. Er läßt aber seine Anregung wieder fallen, nachdem der Vorsitzende naher erläutert hat, warum 'sich für diesen Fall die freihändige Vergebung empfehle.
Stadtv. Krumm fragt an, bis wann die Beseitigung der setzt noch offenen Stücke des Stadibachs erfolgen werde. Ter Vorsitzende erwidert, daß dies geschehen werde, wenn die Anlieger, die jetzt noch die Abwässer in den Stadtbach abführen, ihre Grundstücke an das Kanalisationsnetz angeschlossen Hütten. Am 1. September laufe die ihnen gestellte Frist ab.
Gießen, 26. Juli 1907.
** Tollkirsche! (Atropa Belladonna)! Die Beeren- sammler in den Wäldern um Gießen seien auf das Vorkommen der Tollkirsche aufmerksam gemacht. Diese blaugrau glänzende Beere heißt auch im Volksmunde: Wolfskirsche, Tollkraut, Wutkirschc, Teufelsbeere und Schminkbeere. Die in einem fünfzipfeligen Kelche sitzende Beere enthält eines der gefährlichsten Gifte. Werden die Beeren, die durch ihr schönes Aussehen, wie schwarze Kirschen, die Kinder und Unerfahrene zum Genießen anregen, gegessen, so erzeugt das ihnen innewohnende Gift Delirien, Tobsucht, Verschwinden der Sehkraft, Kratzen und Trockenheit im Halse, Schlingbeschwerden, Blutandrang nach dem Kopfe und Tod durch Schlagfluß. Bei Vergiftung durch diese Beeren trinke man schnellstens bis zum Erbrechen sehr starken, schwarzen Kaffee, Essig, Zitronensaft oder Seifenwaffer. Jedenfalls sofort den Arzt holen. In der Hand des Arztes wird das gefährliche Gift, das Atropin, ein Alkaloid, zu einem Heilmittel. Bei seinen Gängen durch unsere Wälder bemerkte der Einsender zahlreiche Tollkirschensträucher, die mit ausgewachsenen Beeren voll besetzt waren. Diese Zeilen mögen genügen, um Eltern und Kinder auf diese gefährliche Pflanze aufmerksam zu machen.
** H u n d s t agshitze. Erst zwei Tage später als kalendermäßig festgestellt, hat sich die von den Land - und den Bi er wirten langersehnte H>itze eingestellt. Erstere brauchen^ sie zum Bleichen ihrer wohlgeratenen Getreidearten, während letztere durch fte eine Steigerung des Durstes und ihrer Einnahmen erwarten. Die Landwirte haben letzt durch die gehäufte Arbeit eine ohnedies heiße 14- bis 16 stündige Arbeitszeit zu gewärtigen. Reichlich fließender Schweiß bei der Feldarbeit deutet auf schöne, befriedigende Ernte hin. Wenn auch manchmal die Stirne gekühlt und der Gaumen genetzt werden muß, es kommt dabei Segen in Haus und Scheuer, lind wenn gerade der rüstige Bauersmann seine arbeitsreichste Zeit hat, schließen sich Gerichte, Schulen und andere öffentliche Anstalten und ihre Insassen sind froh, dem enggedrückten Beisammensein auf Wvchen hinaus enthoben zu sein. Aber die Hochsaison ihrer Arbeitsleistung kommt, wenn der fleißige Landwirt von den anstrengendsten Sommer-und Herbstarbeiten hinter den Scheiben, rauchend beim warmen Ofen ausruht. Wohl dem, der ein ehrlich Teil Arbeit verrichtet hat, und wohler dem, der mit Lust und Liebe an sie herangeht und bei ihr aushält. Die Hundstagshitze schafft eine große Umwälzung in der Bekleidung herbei, leichter werden die Herrengarderoben und duftiger und zarter die Gewänder der holden Weiblichkeit. Whle, schattige Orte werden bevorzugt, ja in die kühlende Erde verkriechen sich viele, die das Tageslicht nicht zu scheuen brauchen. Wie angenehm mutet einem schon der Gedanke an die Kühlmig an, wie sie aus dem Studentenlied heraus,klingt: „Im Liesen Keller sitz' ich hier, auf einem Faß voll Reben" ... Die Badeanstalten kommen in dieser Hundstagszeit am ehesten aus ihre Rechnung. Das Schwimmen und Plätschern in dem kühlenden Elemente Hilst angenehm, wen auch nicht vollkommen
gab abermals Veranlassung zu einer längeren Debatte.- Der Vorsitzende führt aus, daß die Installateure in letzter Zeit abermals mehrere Schriftstücke abgefaßt hätten. Tie darauf verfaßte Erklärung solle zunächst bei den Mitgliedern der Versammlung zirkulieren, weshalb heute nicht darüber beraten werden könne. Rur auf einen Punkt wolle er hier näher eingehen, nämlich aus bas im Schaufenster des Herrn Eeearius ausgestellte Plakat, auf dem behauptet werde, daß bei dem Kabel für die Notbeleuchtung des Theaters 1000 Mk. unnütz ausgegeben seien Tas sei in keiner Weise richtig. Der von den Herren Eccarius und Brinkmann vorgesehene Weg führe durch das Bühnenhaus des Theaters, was im Falle eines Kürzschlusses sehr gefährlich werden könne.
Auch seien durch die gewählte Kabelverlegung nicht 1000, sondern nur 725 Mk. Mehrkosten entstanden. Für diesen Mehrbetrag sei die erhöhte Sicherheit im Stadttheater und für das es besuchende Publikum nicht zu teuer bezahlt. Tie gewählte Kabelverlegung lehe den Anschluß der doppelte Sicherheit bietenden Notbeleuchtung nicht an das Verteilungskabel, sondern an die Berteilungskessel vor, was gegen den ausgestellten Plan ebenfalls eine viel größere Sicherheit biete. Ter Vorsitzende führt dies eingehend näher aus und bemerkt dann, daß gerade Betriebsleiter Swlte einen dem Vorschliag der Installateure ähnlichen Plan ausgearbeitet habe, der aber dann durch den zur Ausführung gekommenen Plan ersetzt worden sei. Mit den dadurch entstandenen 725 Mk. Mehrkosten sei die Sicherheit des das Theater besuchenden Publikums nicht zu teuer erkauft Man solle sich nur einmal vorstellen, !velche Panik im Falle einer infolge Versagens der Notbeleuchtung cintretenden völligen Dunkelheit entstehen werde. Die von den Installateuren wegen der Philoiophenwaldleitung vorgebrachten Behauptungen seien bereits früher erhoben und widerlegt worden.
Stadtv. Schaffstaedt ist ebenfalls der Ansicht, daß der zur Ausrührung aekommene Plan eine höhere Sicherheit biete als der der Installateure.
Stadtv. H a u b a ch bedauert, daß durch die Art des Vorgehens der ^npallateure die Sache so unerquickliche Formen an- genommen habe. Ihr Bestreben sei, den Betriebsleiter Stolte zu beserttgen und m diesem Bestreben gingen sie viel zu weit Von den von ihnen angeführten 31 Beschwerdepunkten gegen Awlte sei fern einziger geeignet, die behauptete Unfähigkeit des Betriebsleiters zu beweisen. Auch bezüglich der Notbeleuchtung des Theaters lcheine ihm die zur Ausführung gekommene Ansicht Atolles um) des Vorsitzenden richtiger als die der Installateure Es iei_ zuzugeben, daß einige Kleinigkeüen nicht in Ordnung leien, stolte icheme manchmal etwas zu straff vorzugehen, ohne irgend welche Rücksicht auf die Installateure zu nehmen Ihm Men zwei Falle bekannt, von denen er 1>ie Meinung habe daß St. zu wert gegangen sei. Er meine, man solle in kleinen Fallen ab und zu tun und die Leute nicht in unnötige Kosten stürzen, das liege auch tm Interesse des Publikums. Jedenfalls !£V0 richtiger gewesen, wenn sich die Installateure auf solche Falle beichrankt und dafür Abhülfe erbeten Hütten, anstatt dem Betriebsleiter kurzerhand Unfähigkeit vorz.'wersen, die man dann durch solche kleine Fälle zu beweisen suche, die nicht der Rede wert seren.
^"Vendk bemerkt noch, daß er die Mitteilungen Theaterrwtbclüuchtung gemacht habe, weil durch das ^E-teure m der Tat eine gewisse Erregung m .der Bevölkerung entstanden fei. Ferner bemerkt er auf eine Anträge des stadtv. Löber wegen der Behauptung der In- Itallateure wegen der Philowvbenwaldlcitung, datz diese Sacke bereus vor einigen Wochen aufaeklärt worden sei
Stadtv. Krumm schließt sich den Ausführungen des Stadt- veroroneten oaubach an und rügt insbesondere die Form in der die Jnsmllateure die Sache wegen der Theaternotbeleuchtuna in dre Oefsenttichkett geworfen hätten. Derartige Mittel wie das
Ungar, ßoldrente . . Italien. Bente . . . Portugiesen Serie I . Portugiesen „ III 0 russ. Staatsanl. 1905
wenundWaisengeleistet. 728 der letzteren erhielt im letzten Jahre laufende Untcrstützunsi'en. Dabei ist die finan zielle Lage des Verbandes eine durchaus gesunde; betrug doch der Vermögensstand der verschiedenen Unterstühunaä kassen Ende 1906 31/4 Millionen M k. — Die Sektio Gießen des Verbandes feiert nun in den nächsten Tage- (27. afnö 28. Juli) ihr 10. Stiftungsfest. Wer von de> Kaufleuten, -Gehilfe oder Prinzipal, wird es fi(: nicht zur Ehre anrechnen, an dem Feste eines so gemeinnüi wirkenden Vereins mitzuwirken? So wenig der Verein fe-n. Ausgabe im Festefeiern sieht, so glaubt er es doch feinen Mitgliedern und den ihm noch fernstehenden Kreisen, bc sonders den Prinzipalen, schuldig zu sein, auf seine fegens reiche, dem 5laufmannsstande zur Ehre gereichenden $atio feit hinzuweisen. Wir können daher unseren Kausleutä nur empfehlen, mehr wie seither den Veranstaltungen her Sektion Gießen des Verbandet Interesse entgegenzubringen namentlich die Mitglieder der anderen kaufmännischen Lr ganisationen werden sicher nicht versäumen, das I-est ihre> Bruderorganisation zu besuchen; wir können allen Freundes heitere und genußreiche Stunden in Aussicht stellen.
§ Vleichenbach, 25. Juli. Am 2. Ostertag Jahres 1836 wurde hier das Unionsfest der beiden evange! Gemeinden in Anwesenheit des Großh. Hess. Superinten deuten F. Simon aus Gießen gefeiert- Zum Andenken ar dieses wichtige Ereignis wurde am Ausgange des Dorfe.; an der Kreisstraße nach Stockheim eine Linde gepflanzi die den Namen „Un i0ns lin d e" erhielt. Während vo: zwei Jahren ein Blitzstrahl den geschichtlich denkwürdiaei Baum erheblich beschädigte, hat vor kurzem ein Sturr die eine Hälfte des Baumes zu Boden geschleudert, fobm 6' an eine Erhaltung der Linde nicht mehr zu denken ist.
?Herchenhain,25. Juli- Hier herrscht gegenwärn.
eine starke M a se r n e p i d e m i e. — Am 11. August finde eine ordentliche Visitation unseres Kirchspiels dun den Superintendenten D. Petersen statt.
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Tprhn ilmm Rinnen Maschinenbau,Elektrotechnik.^ JJ'LnmnUm öingcn ^Utomobiltrau, Brückenbau.


