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26/07/1907 Erstes Blatt
 
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Erstes Blatt

Freitag 26. Ja« 1907

Ale t-eklige -Dummer umfaßt 10 Seite».

1.

2.

3.

4.

sein alle

B hat sich ein Bankkonto einrichten lassen.

Für B foinmen die Gefahren der Aufbewahrung und des Transportes nicht in Frage.

B erhält von seinem Bankier eine Zinsvergütung.

B bezahlt alle Rechnungen über irgendwie erheblichere Beträge, ohne einen Schritt zu tun, durch Uebersendlmg eines Schecks, oder in vielen Fällen iioch einfacher da­durch, daß er seinem Bankier durch Postkarte ailfgibt, den Betrag zu überweisen.

auch die anderen Fragen III. Was soll der Einzelne

, . Wer Kredit nötig hat, erhalt ihn in chnittlich 1 Proz. billiger als bei uns- In

Mitgliedern ausschließlich zu besetzen, und auch in der Holz­bearbeitungsbranche habe der Verband Fuß zu fassen gesucht und sei mif dem besten Wege, eine größere Werkstelle nur mit seinen Mitgliedern zu besetzen. Den Arbeitgebern sprach der Redner seinen Dank für die bisherige Unterstützung der Bestrebungen des Verbandes aus. Hieraus nahm der Schristwart Luckow das Wort und sprach über die Gründung von Wohlfahrts- einrichtungen. Es wurde beschlossen, einen Teil der Beiträge einem Sterbefonds und einen anderen Teil einem allgemeinen Unterstützungsfonds zuzuführen. ES sollen auS dem Unter­stützungsfonds die Kosten für zu haltende Vorträge, belehrende Ausflüge mit den Kindern der Mitglieder und die Kosten für sonstige der Wohlfahrt der Mitglieder dienender Einrichtungen bestritten werden. Der größere Teil der Wochenbeiträge soll für den Arbeitsnachweis Verwendung finden. Nachdem noch verschiedene Mitglieder dem Verbände beigetreten waren, wurde die Versammlung geschlossen.

Bezugspreis: monatlich 75 Pf., viertel­jährlich M. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk. 2.viertel- jährl. ausfchl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal IbPf^ auswärts 20 Pfennig,

Verantwortlich für den politischen Teil: E. Anderson; f. Feuille-

ra -- i t (Name der Bank Bankkonto bet

deS Bankiers).

Ebenso sollte jeder dafür sorgen, daß im Adreßbuch

Bankkonto Aufnahme findet.

Diese Aufklärungen der Scehandlung verdienen

ijt, um ju yiuijCL |iuu uic ovuene Ikves einzelnen.

c) Alte und neue Konto-Inhaber sollen ihr Konto hei allen möglichen Gelegenheiten aber auch benutzen, d. fc. sie sollen Barzahlungen überall, wo es angeht, vermeiden und durch Ueb-rweisungen ober Schecks Zahlung leisten. Gibt man sich eigenen und im allgemeinen Interesse die Mühe, zu prüfen, ob nicht im einzelnen Falle die bisher übliche Bar» zablung vermeidlich ist, so wird viel gewonnen sein.'

d) Alte und neue Konto-Inhaber sollen dahin wirken, daß allenthalben bekannt wird, daß und wo sie da Konto besitzen, denn nur daun kann das Konto volle $ebeutimg

einrichten lassen. Denn je größer die Zahl der Konto-Inhaber so größer sind die Vorteile jedes Einzelnen.

Der Vaterländische Arbeitcrverband

kielt nm Sonnabend, wie die National-Zeitung berichtet, im Hotel Berliner Hof in Weißenfee seine Monatsveriammlung ab. Der 2 Vorsigende, Herr Lindemann, berichtete zunächst über die Erfolge des Verbandes und teilte mit, daß in den letzten drei Wochen 40 Mitglieder neu ausgenommen wurden, und daß alle Mitglieder zu guten Arbeitsbedingungen beschäftigt seien entgegen der Behauptung der sozialdemokratischen Presse, welche den Verband als Stceikbccchervcrein bezeichnet. An Belästigungen der Mitglieder habe es leider nicht gefehlt. Dem Verbände sei eS gelungen, verschiedene Bauten mit seinen

A hat als Besitzer einer Hypo­thek re. Zinsen zu beziehen oder sonstige Zahlungen zu er­warten. Das Geld wird thm vom Schuldner oder vom Post- bolen ins Haus gebracht. Es entstehen Verzögerungen in der Auszahlung, weil der Post­bote zc. den A nicht antrisst.

eantwortet:

A besitzt kein Barrttortty.

A har fem Geld m eigener Verwahrung. Er läuft Ge­fahr, daß thm das Geld ge­stohlen wird oder durch Feuer­schaden verloren geht. Er kann schon beim Transport des Geldes rc. Verluste haben. Das Geld des A bringt ihm feine Zmsen.

Will A eme Rechnung be­zahlen, so muß A sich den Weg zum Lieferanten oder der Liefe­rant sich den Weg zum A machen. Ter Rechnungsbetrag muß bar gezahlt und trans­portiert werden. Irrtümer bei der Barzahlung sind nicht aus- geschlofsen. Die Auszahlung macht vlelleicht noch Schwie­rigkeiten, well die erforder­lichen Geldsorten nicht vor­handen sind.

Ist bie Rechnung nach außerhalb zu begleichen, so muß A eine Postanweisung oder gar einen Geldbrief fertigstellen, die ©enbimg zur Post bringen und die Kosten für Porto auswenden.

aeivtiinen. x Alle Rechnungen und Briefbogen von Behördell, Instituten, Handel- und Gewerbetreibenden unb alle Liqui­dationen der Rechtscmwällte, Aerzte re. sollten am Kopf die Aufschrift tragen:

A zahlt Bestellgeld. |

In ähnlicher Weise weroen cünttoortct. Sv toirb die Frage - *- - -

in, um den Kontovcrkehr zu fördern? folgendermaßen

173

krschetnt täglich

allster Sonntags.

)em Gießener Anzeiger lerdeil im Wechsel mit cm hessischen Landwirt ie Gießener Karnilien- lölier viermal in der Loche beigelegt und oeimal wöchentlich das reisblatt für den Kreis ließen. Ferusprech-An- chlusts.d.Nedaktion 112 Verlag u. Expedition 51 ldresse für Depeschen: ää IM wva:vqrcii«

ir die Taqesnunuiier « i I I u.Land^ undGerichts-

is vormittags 10 Uhr. NotationLdruS UNO Verlag der vröhl'schen Univ.-Luch- und Ltrlndrnckerel. 8 tauge. RedMion, Expedition und Druckerei: Schttlstrahr 7. Kl®

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e Jahrgang I...... .

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General-Anzeiger für Oberheffen

ie Erfayrv.ng machen, daß dieser Entschluß für ihn kein pfer war, sondern im Gegenteil die Zahlung im Kvntover- chr, ganz abgesehen Vorreden VorteU-en der Allgemeinheit, ad) für ihn bequemer, wirtschafte.^ vorteilhafter und esahrloser ist als die Berzuhlunm

Die Königliche Seeland tun g (Preußische Staatsbank) erteilt gegenwärtig einen Prospekt, der in Uid)t faßlicher leise darlegt: 1. welche Vorteile der Inhaber eines Bank- -ntos hat^ 2. welche Gründe manchen bestimmen, sich die ioiteile der EinrickMng eines Bankkontos nicht anzueignen; . was der Einzelne tun soll, um den Kontoverkehr zu Zrdern; 4. wie man sich mit der Handhabung des Ueber- ^eisungs- uno Scheckverkehrs vertraut macht.

Die Frage I. Welche Vorteile hat der Inhaber eines Bankkontos? wird von der Seehandlung folgendermaßen

B hat nicht die Umständlich­keiten mit der Post. Er gibt seinem Bankier Auftrag und die Zahlung wird glatt und gefahrlos bewirkt. Portokosten werden in allen Denjenigen Fällen erspart, in denen der Bankier das Geld dem Emp­fänger durch Reichsbank-Giro überweist.

B läßt sich die Hypotheken- zinsen nicht selbst zahlen, son­dern sie auf seinem Konto einzahlen. Verzögerungen ent­stehen nicht, Unbequemlich­keiten werden vermieden. Be­stellgeld kommt nicht in Frage.

Akk Kyulov<:ikchr.

In England hat sich der Kontoverkehr so eingebürgert, rst chgcntirch jeder, der für respektabel oder doch kredit- >urdlg gelten will, ein Banlkonto besitzt. Alle Zahlnngen ~ °ucy Zahlungen geringerer Beträge werden dort durch en .sOEu- derart besorgt, daß der Barverkehr sich auf n Mindestmaß beschränkt. Die Konzentration des Geldes rstattet dessen beste Ausnutzung und schafft somit gute rcdttverhalrni se. Wer Kredit nötig hat, erhalt ihn in ngland durchschnittlich 1 Proz. billiger als bei uns- In cutschland stecken, weil wir uns nicht der Bankkonten be- tenen, sondenr an alte Gewohnheit kleben mrd Bargeld in und Ye schleppen, gewaltige Summen baren Geldes in ausenden von Geldschränken und in Millionen von Brief- rschen, Geldbeuteln und Portemonnaies. Diese Zxrsplitte- ung des Geldes hindert dessen Ausnutzung. Allein von eutsck-en Geidvrrefträgern werden täglich ca. 25 Millionen, chrlich ca. 9 Milliarden Markspazieren getragen"! Wer redrt nötig hat, erhält ihn in Deutschland durchschnittlich m ca. 1 Proz. teurer als in England. Was dieser teuere redit bedeutet? Er bedeutet z. B., daß unsere Industrie nd Techrtik im Wettbewerb mit dem Ausland noch gar nicht us gleick) und gleich steht. Er bedeutet, daß wenn unsere ndustrie gleichwohl schon jcht stolze Erfolge auch im Aus- rnde erzielt hat, sie gleich und gleich gestellt zu süßerem berufen ist. Er bedeutet, daß unsere Landwirt- Haft, die jetzt 61/2 Proz. Zinsen unb mehr bezahlen muß nb diesen Druck schwer empfindet, ihr Leihgeld billiger oben kann er bedeutet, daß dieser Vorteil auch dem andwert'er. dem Handeltreibenden, kurz, jedem Kreditneh- l.er zugute kommen würde.

Das Ziel ist der Mühe wert, namentlich wenn die c ühe nur in dem Entschluß besteht, mit der alten Gewöhn­et der Barzahlung zu brechen und unter Benutzung eines 'ankkontos fetne Zahlungen durch den Bankier bewirten i lassen. Dieser Entschluß muß allerdings von jedem Ein- 'cknen gefaßt werden. Jeder Einzelne wird aber bald

noch fein Bankkonto hat, soll sich nach einer zuverlässigen Bant (Bankier) umsehen und sich dort em P^wnSfreieS Geldkonto anlegen lassen. D'-jer Appell Schiet sich an icbermann, auch an den, dessen Geldverkehr sich in be fcheideueren Grenzen halt. Staats- und Komm^almstrülte, eile Handel- und Gewerbetreibenden, vor allem auch de Rechts­anwälte, Aerzte, Hmweiqentüiner, , Hypothekengläubtger 2C. müllen mit gutem Beqpul vorangehen.

b) Wer schon ein Banllonto hat, soll unter H-reunden und Bekannten Propagattda machen, daü auch |ie sich em Konto

Anerkennung, denn ohne Zweifel ist der Atwbau be* Bank­kontosystems nicht nür für Großkapitalisten von Interesse, sondern für jeden Handeltreibenden, Handwerker, Beamten, ja für Jedermann. Diancher meint vielleicht:

Wenn er sich auch zur Einrichtung eines Bankkontos ent- schließeit könnte, so nutze chrn solch Konto doch nur wenig. Geld­überweisungen durch den Bankier und Hingabe von Schecks haben nur Sinn, wenn auch der Gegenpart em Bankkonto besitze. Seine QJiiete, seine Schneider, seine Schlächter, seine Kohlenrechnulig müsse er doch bar bezahlen, denn alle diese Leute hätten kein Konto.

Hierzu bemerkt dte Seehandlung:

Zum Teil sehr richtig! Aber der Ansang muß gemacht roerben. Jeder mache ihn bei sich selbst und fache darüber hinaus auch feinen Hauswirt, feinen Schlächter, seinen Kohlenliefera'iten re. zu gleichem Vorgehen zu beroegen. Man bezahle zunächn ein­mal größere Summen grundsätzlich nur mit einem Scheck. Der Empfänger muß sich, solange er kein Bankkonto hat, die Schecksumme holen. Er wird bald inne werden, daß er sich diese Lauferei und Umständlichkeit mit dem Augenblicke ersparen kann, wo er sich selbst ein Bankkonto einrichten laßt. Tie Wirkung wird nicht ausbleiben. Uebrigens ist die Zahl der Bankkontl doch schon jetzt größer als.man denkt, so daß man z. B. seine Steuern, Gas­rechnung, Schulgeld und die Rechrnrngen vieler Handel- und Gewerbetreibender schon jetzt via Bankkonto oder durch Scheck regeln kann.

-ii...i'L . 1 ......... ... . -IZ'JJi.JU-LL

KoNMche CKgsrscha«.

Nachklänge zur Reichstagswahl.

Der nationalliberale Verein bittet uns um Aufnahme des Nachstehenden:

Unter der ÜberschriftNachklänge zur Reichstagswahl" finden sich in Nr. 1 derHessischen Wochenzeitung" (Organ der antisemitischen Partei) Ausführungen, die uns veranlassen, folgendes festzusiellen:

1. In der Hauptversammlung des nationalliberalen Vereins vom 17. Juni l. Is. wurde beschlossen, die Klagen gegen die Herren Beckmann, Albin Klein und Dr. Werner nicht weiter zu üerfolgen, weilder seitherige Vorsitzende des Vereins, Herr Stadtverordneter Kirch, der in der Sache vorzugsweise tätig war und gehandelt hatte, verstorben war und es dem Verein^wider- ftvebte, die allverehrte Person des Verstorbenen noch jegt in einen politischen Prozeß hinemzuziehen." Nicht im geringsten bestimmend für den Beschluß des Vereins war der Um|tanb, baß die Staatsanwaltschaft bas Erheben ber öffentlichen Klage abgelehnt hatte. Dies wurde von uns erwartet und wir haben den Antrag aus Strafverfolgung gegen die betreffenden Herren bei Großy. Staatsanwaltschaft nur eingebracht, um einer Verjährung vorzubeugen. Die Verzögerung der SUagen war dadurch ver­ursacht worden, daß dem engeren Vorstand des Vereins, der als Klager zunächst in Betracht tarn, außer Herrn Kirch nur Kollegen und em Studienfreund des Herrn Dr. Werner angehörten, Die gegen ihn nicht auftreten wollten.

2. Herr Oberlehrer D r. Werner hatte in einer öffentlichen Versammlung im Lenzfchen Felsenkeller am Abend des Ctichwahltages die nationalliberale Partei schwer- beleidigt, indem er u. a. sagte:Die nationalliberale Partei istjeder Gemeinheit fähig, eine Schurlen- partei! Ein Pfui über eine solche Partei!' Ein dem politischen Leben und insbesondere dem hiesigen nationalhberalen Verein völlig fernstehender Herr nahm an den in die Ausführungen des Herrn Dr. Werner eiiigestochtenen schweren Beleidiquiigen unserer Partei derart Anstoß, daß er einige der schärfsten Ausdrucke sofort im S t e n o g r a m in festhielt. Zufällig wurde dieser Umstand der Parteileitung bekannt, und so tarn das Beweis m a t e r i a l, das für die beabsichtigte Beleidigungsklage v o l l st ä n d i g genügte, in unsre Hände. ,

3 Den Vorwurf, daßdie Ratio nalliberalen seit ^abr'en Herrn Oberlehrer Dr. Werner mit Hatz und Ge­meinheit verfolgen und dies bei der letzten Wahl sogar seinen Angehörigen gegenüber bewiesen", muffen wir entschieden als u n w a h r zunickweisen. Etwaige persönliche Differcn-en, die Herr Dr Werner vielleicht mit einzelnen SUhtgliebei i unserer Partei hier oder auswärts hatte, b er ü b r en uns n cht.

* 4 Der angezogene Artikel m dem anti,emi<ncheii Blatt

schlietzt'mit den Worten:Ww behaupten, die Nanonalliberalen md ^u allem fähig." In diesem Ton können und wollen wir nicht antworten Unjer SBeftreben geht dahin, rein sachlich zu kämpsen.

Gießen, 23. JuU 1907.

Der nationalliberale Verein Gießen.

Sitzung der Stadtverordneten.

Gießen, 25. Juli.

Anwesend: Oberbürgermeister Mecum, die Beigeordneten Curschmann, Georgi und Heyligenstaedt; bie Stabtverorb- neten: Brück, Dr. Ebel, Eichenauer, EmmeliuS, Euler, Faber, Gabriel, Dr. Gutfleisch, Haubach, Heichelheim, Helm, Huhn, Jann, Jugharbt, Keller, Krumm, Leib, Löber, LooS, Orbig, Schaffstaedt, Wallenfels und Dr. Wimmenauer.

MUteiluugeu.

Berg. Curschmann ist am letzten Dienstag von der Stadtverordneten-Versammlung in Barmen einstimmig zum be­soldeten Beigeordneten gewählt worden, wie er schriftlich der Ber^ sammlung mitteilt. Wenn seine Bestätigung erfolgt, wird er aus oem Dienst der Stadt Gießen ausscheiden, was frühestens am 1. Ottober geschehen könnte. Ter Borsitzenee verbindet mit der ?Ritteilung des Schreibens den Ausdruck des Bedauerns über bvii WegMmg des Beig. Curschmann. lieber bie erbeten^ Entlasiung und die Ausschreibung ber triebigten Stelle wird in der mckMümtlichen Sitzung beschlossen werden.

Die Lianbesversicherungsanstalt dankt ftir das ge-i legenllich der Wtandertuberkuloseausstellung seitens der Stabt erwiescrie Entgegenkommen. Sie teilt weiter mit, daß ber Besuch der Gießener Ausstellung die gehegten Erwarttingen weit über-, troffen habe. f

3n der Versammlung war wiederhol dev Wunsch ausgespwcheu worden, daß die über die Schießstänbe führenden Wege für die Spaziergänger freigegeben würben. Me Oberst von Liudenau mitteilt, i>aL das Generalkommando in Frankfurt die Freigabe, vorläufig nicht genehmigt, da ein größerer Umbau der Schieße stände vevorfteht und während desselben Materialien aus den. Wegen gtlagerc werden müssen. Nach vollendetem Umbau jolk die Freigabe erfolgen. , .

Der Konzertverein ßat das Theater -wei am 3. November ds. Is. und 22. Februpv n. Is. stattfindends' Orchesrerkonzerte gemietet.

Bon Abern raun u. Kling wurde für Rechnung des Stabt- erwei^ruuasfouds em Gelände von 14 000 Quadratmeter in der Ludwigftvaße für den Preis von 17Q 000 Mk. (11.70 Mk. für den Quadratmeter) angekauft.

Werten des vielfach oeröreiteten Gerüchts, daß die Eifenbahn-i VerwalGng veabjichtige, eine größere Werkstätte hier zu ev- richten, hat jd-er Vorsitzende bei der Eisenbahn-Direktion an­gefragt und unterm 17. Juli dieses Jahres die Anttvort erhalten^ daß eine solche Absicht nicht bestehe.

Baugesuche.

H. Becker will an seinem Haus in der Walltorstraße ein. Abortgebäude aus Fachwerk errichieu, für das der erforderliche. Dispens erteilt wirb. ......

Tie Frau Hof-Wenzel will an ihrem Hause Ecke ber Bahnhofstraße und Schanzenstraße einen Veranda-Vorbau aus Holz anbauen, der zu Wirtschaflszwecken dienen soll. Da das Straßen- bild hierdurch wesentlich gewinnen wurde, wird der erbetene Dispens erteilt. . ,

Professor Dr. Kossel will einen Stock seines bereits ge­nehmigten Neubaues in der Ludwigstraße in Fachwerk aussühren^ was Befünvortuiig findet. t ,

Auch der von Franz K lenk er für den Seltersweg erbetene- DiSpens für Anbringung eines Erkers wird befürwortet.

Die gleiche Erledigung findet ein Gesuch des Paul Eim wegen eines Erters an feinem Neubau in der Friedrichsstraße.

Die Gcbr. Kahl wollen ein am Wetzlarer Weg stehendes Arbeitshäuschen um einen Stock erhöhen, was genehmigt wirb.

Auch bie Firma Winn & Co. erhält Genehmigung, em Back­steinhäuschen nn Neustäbter Felb außerhalb beS Ortsbauplans zu errichten. , _

Schulaugelegenhetten.

Bei ber Einrichtung ber früheren höheren unb erweiterten Mäbchenfchule für Zwecke ber Volksschule ist bie Anschaffung nner aiöfeeren Anzahl 83anfe erforberlich, für bie bei im Voranschlag SoiQefeljene Betrag nicht ausreicht. Die nachträglich angefotberten' 145' wtk. werben bewilligt. .

Stabtv. Wallenfels fragt bei ber Gelegenheit, weil gerabe von Bänken bie Rebe sei, wie es mit ber Ausstellung ber Bänke

'Dei'0V^?r"tz e^n^b e teilt mit, baß ein Teil bereits ausgestellt unb ber übrige Teil zurückbehalten worben sei, weil sie vorüber­gehend im Botanischen Garten Aufstellung finden sollten.

Am ber früheren höheren Mäbchenfchule finb bret neue Aborte notwenbig, wofür ber geforderte Kredit von 1000 Mark bewüligt tUtrb^ie Beschaffung von Turngeräten für die Bezirksschule in der West-Aiilage foll auf freihändigem Weg bei einer Fabrik m Hagen ei1°lgc Erbauung emeS städtischen Hospttals.

Unterm 8. August v. I. hat die Ortskrankenkaffe emen Antrag an die Stadtverwaltung gerichtet, so bald wie möglich an den Neubau eines städtischen Krankenhauses heranzutreten. Begründet wird dieses Ersuchen bamit, datz die Unioerfitatsklinlken - dis gegenwärtig vertraglich gehalten finb, bie stäbuschen Kranken auf­zunehmen wegen Raummangel nicht immer m ber Lage feien, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Unter Anführung oon ptamen werben eine Anzahl Fälle angeführt, in denen erkrankte Mitglieder ber Ortskrankenkasse wegen Raummangels abgewiesen worden seien. Auch seien mehrfach mehr Kranke in einem Raum unter gebracht worden, wie vorgesehen sei. Der Antrag machte die Einholung