Ausgabe 
27.9.1907 Zweites Blatt
 
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Handel und

Scptcinbe

Tanz-Lehrinstitot

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Dr. A. Qetkcr, Bielefeld.

eine

Darmstadt, den 23. September 1907.

Der Großh. Kreisbauinspektor.

VI

* Beraubung der herzoglich anhaltischen Staatskasse! In Dessau ist in der Landes­hauptkasse (Staatskasse) ein schwerer Einbruchs- dicb stahl verübt worden. Mehrere Personen drangen in das herzogliche Regierungsgebäude ein, begaben sich nach dem ersten Stockwerk und durchbohrten von dem Bureau eines Regierungsassessors aus die Decke zur Landes-

Reichsbank-.Auswcis. Ter Ausweis Mr die dritte

1C,e E, b;II Erwartungen entsprechend ausgefallen.

Der Bestmio an Metall ist um 14,70 Mill. Mk. gewachicn und iMt nch aus 876,661 Mill, gegen 843,386 Mill Mk in der 9Lctc'elL,®£,rJaI>r53ett Die Wechsel weisen eine Aunatmie von 60,57 Mill, (i B 70,30 Mill.) 'auf. An S0mbarobaÄ lyat dre Bank em Mehr von 5,60 Mill, (weniger 1,29 Mill ) aus- verzeichnet ein Plus von 3,91 Mill

(mntug 10,87 Atül.). Der Notenumlauf hat eine Vermehrung

Landwirtschaft«

0 Marburg, 25. Sept. Jnsotge ocr knappen Obst­ernte m hiesiger Gegend gingen bei der Obftvcrkaufs-Vermüt- lunasstelle, die heute ihre Tätigkeit begann, die Preise bei leb» vaster Nachfrage in die Höhe. Tafelobst kostet 1825 Mk. M 10lo Lek. der Zentner.

Der sächsische Hof hat bis zur Stunde noch keine amtliche Nachricht von der Vermählung. Der König gab den Befehl, daß das Staatsministerium heute (Freitag) zu einer Gesamtsitzung zu­sammentreten solle. Ist bis dahin eine amtliche Nachricht ein» getroffen, so wird sich das Staatsministeriuin sowohl mit der Frage der Apanage wie mit der Frage der Auslieferung der Prinzessin Pia Monika befassen, andernfalls würde diese Frage überhaupt nicht zur Erörterung gelangen. Schon heute kann man mit Bestimmtheit sagen, daß der Gräfin von ihrer zustehenden Apanagevon36000Mark nichtsentzogen wird, wohl aber wird man die kleine Prinzessin binnen kürzester Frist ihrer Mutter entziehen, weil die Moral des Heranwachsenden Kindes durch Verbleiben bei der Gräfin Montignoso gefährdet erscheint und im, übrigen auch bereits eine vertragliche Verpflichtung der Gräfin auf Herausgabe des Kindes besteht, lieber ein pe­riodisch wiederkehrendes Recht die Tochter zu sehen, Iverdcn genaue Bestimmungen getroffen werden.

An ein Meder,ehen der Frau Toselli mit ihren Kindern, das ihr seinerzeit in München zweimal gewährt wurde, sei in absehbarer Zeit nicht zu denken. Die Hochzeit in London Ot ganz einfach und geräuschlos vonstatten gegangen.

Nach dem englischen Gesetz mußten die Neuvermählten 15 Tage abwarten, ehe. sie die Eheschließung vollziehen durften.

^vs Wien schreibt uns ein Korrespondent, daß die dortige ,,Mlg. Ztg." offenbar von einer dem toskanischen Hose nahe- stehenden Persönlichkeit dahin informiert worden ist, daß die Gräfin Montigrwso vor ca. zwei Jahren ein auf eine Ehc- sehließung abzielendes Verhältnis mit einem ital- ienii chen M a ler angeknüpst hatte, das jedoch auf Betreiben des Grvßherzogs von Toskana wieder abgebrochen worden sei. Der Bruder der Montignrse, Erzherzog Leopold Wölfling, habe m letzter Zeit mit dem Sänger Toselli korrespondiert, woraus zu entnehmen sei, daß man vielleicht auch diese neue Verbindung nicht gern gesehen habe, durch das heutige Ereignis aber über­rumpelt worden sei. In Wien hätten in der vorigen Woche zwei sächsische Geheimpolizisten geweilt, um unauffällig den Auf­enthalt der kleinen Pia Monika auszuforschen. Sie hätten je­doch trotz aller Bemühungen keine Nachricht über den Verbleib des Kindes erhalten können und seien darauf nach Salzburg und Linz weitergereist, um bei dem toskanischen Hofe Nachforschungen anzu^llcn. Als sie auch hier nichts erfahren hätten, seien sie nach Ltrcsa am Lago Maggiore gereist, wo König Friedrich August von Sachien im vorigen Jahre zur Kur weilte, was zu dem Gerüchte Anlaß gab, Lr beabsichtige ein Zusammentreffen und womöglich e;nc Aussöhnung mit der damals in Florenz weilenden 'Gtäfin Montignoso.

In Florenz war man von der Wiederverheiratung der Gräfin i Montignoso vollständig überrascht, denn bis vor wenigen Tagen ^lt man die angeblichen Beziehungen des jungen Professors Toselli zu der Gräfin für ein Märchen. Jetzt aber wissen manche ' Blatter ebenwviel pikante als unwahrscheinliche Details über diesen ( neuesten Ltebesraman der Gräfin zu berichten, welche auf die s Vorstellungen ihrer Freunde erklärt hätte, sie werde den kleinen , Maestro heiraten oder sterben.

hauptkasse. Dort sprengten sie einen Geldpanzer­schrank und raubten 15 000 Mark in Gold und Wertpapieren. DemBerl. Tagebl." zufolge wurde die Be­raubung vermutlich von Mitgliedern einer internationalen Bande ausgeführt. Tie Einbrecher sind nach den bis­herigen Ermittelungen der Polizei nach Magdeburg ge­fahren. Das Regierungsgebäude, in welchem sich die Landeshauptkasse befindet, wird jetzt durch einen Militär­posten bewacht. Der Regierung erwächst übrigens aus dem Diebstahl kein Schaden, da sie versichert ist.

. SUciitc Tageschrouik.

Große Ausregung bemächtigte sich mehrerer Damen, als in einem von Benrath nach Köln fahrenden Zuge ein Herr das r a u en k o u p c c bestieg, in dem u. a. eine tiefverschleierte Dame laß; auf die Vorstellung der Insassinnen meinte der Eindringling, die warnen möchten entschuldigen, er wäre im letzten Augenblick sst "'gend ent Koupee gesprungen. Während der Fahrt stellte es lieh heraus, daß die trauernde Dame eine verkleidete, von der Polizei gesuchte Mannesperson war, die von dem vermeintlichen Eindringling, einem Krimmalpolizistcii, feftqcnommen wurde.

SÄit feinem Automobil, das in Benzinbrand geriet, ver - 9 l u a t e b c i Sigmaringen -der Redakteur Ostertag vom Neuen Albboten" in Ebingen (Württemberg). Er ist feinen Verletzungen erlegen. Oftcrtag war eine zeitlang Sekretär der -Lcntiajen Volkspartei und Redakteur desBeobachter" in Stutt- oart. Er stand erst im Alter von 35 Jahren.

In B a u s e n h a g e n bei Frindenberg t: Wests, überfielen jiiuci - ch n 1 f n o b e n beim Emsamineln des Leseholzes im Walde em achtjähriges TI ä d ch e n und brachten ihm eine Anzahl Messer- rV ^cu ^'ä^rlcib bei, so daß die Eingelveide hervortrateii ^as Mädchen wurde t ö t l i ch verletzt ins Krankenhaus gebracht. Die -Later ivurden verhaltet.

Im U n t e r e i ch s s e l d ist die Hälfte der im Felde stehenden -Labakernte erfroren.

Angebote auf die Lieferung der Deckfteine für die Unterhaltung der Kreisstraßerr des Kreises Darmstadt pro 1908 sind bis spätestens Mittwoch, den 2. Oktober lfd. IS., vorm. 10 Uhr bei dem Unterzeichneten einzu- reichen, in dessen Geschäftsräumen (Neckarstr. 3 p.) die Ver­dingungsunterlagen an den Vormittagen zur Einsicht offen liegen.

Kandel.

= We tzlar, 26. Sept. In der heutigen außerordent­lichen Hauptversammlung der Buderus scheu Eisen­werke, Wetzlar, zu der 3748 Aktien angemeldet waren, wurde der Ankauf der Abflußröhrengießerei Earlshütte in Staffel a. Lahn einstimmig gutgeheißen. Der Vor­land berichtete über die allgemeine Marktlage und teilte mit, daß die Beschäftigung in allen Betriebsabteilungen auch heute noch eine gute ist. Auf Grund der getätigten Abschlüsse stehe zu erwarten, daß in diesen Verhältnissen auch bis Ende des Jahres eine Aenderung nicht eintreten werde.

Noch ist es Zeit,

Früchte einzumachen. Um sie vor dem Verderben m fehühen verwende man zum Emmachen echt u

Gießener Wetterdienst.

«oran-sichtliche Witterung für Hessen am SarnStaq den "mber ^Um^ernbre Bewölkung. Keine erheblichen Niederschlage. Kuhl. Nördliche Winde.

I?rau ToseM.

Die bisherige Gräfin Montignoso hat einem ihrer Trauzeugen, dem Schriftsteller Lequeux, die Geschichte ihrer Liebe zu ihrem jetzigen Ehemann anvertraut. Frau Toselli beklagt sich bitter über den sächsischen Hof und über die Ver­leumdungen und Verfolgungen, die sie erlitten habe. Auch darüber ist sie aufgebracht, daß ihr der sächsische Hof nur monatlich 200 Mark Erziehungsgelder für die kleine Prinzessin Monika gebe. Sie schwur, das Kind nicht heraus­geben zu wollen. Bei diesem Schwur fiel Toselli pathetisch mit einemNiemals!" ein.

Das Ehepaar Toselli hielt sich am Donnerstag auf der Durch­reise nach Florenz einige Stunden in Paris auf. Zwei arnerik. Impresarios und mehrere Verleger hinterließen bei einer Pariser Familie, die mit dem Pianisten befreundet ist, Aufträge, die sich auf dessen Konzerte und Herausgabe der Memoiren Oer Signora beziehen. Mehrere Literaten bewerben sich um die Redaktion der Tagebücher aus Dresden und der nachfolgenden Auszeichnungen der Signora. Sie wird ihre Entschließungen vom Ergebnisse der Unterredungen abhängig machen, die sie, luie sie glaubt, mit einem Vertrauensmann des Dresdener Hofes in Florenz haben wird. Prinzessin Pia Monika soll nach Aeuße- rungen der Signora Toselli in einer Familie erzogen werden, deren Wohnsitz so gewählt ist, daß eineEntführung" die größten Schwie­rigkeiten bieten würde.

** Kleine Mitteilungen au3 Hessen und den Nachbarstaaten. Ein Ingenieur aus Frankfurt, der Versuche mit einem dreiräderigen Automobil machte, überfuhr in Höchst a. M. einen Küaben so unglücklich, daß dieser an einer schweren -Lxhädelverletzung starb. Der in Frankfurt beschäf­tigte -Weißbinder H. Knöpp aus Hvlzhausen v. d. H. stürzte vorn Gerüste des dritten Stocks ab. Er fiel auf die Kante des Speiß- kastens und zog sich einen Schädelbruch zu, dem er sofort erlag. K. ist verheiratet. An der Niederräder Schleuse der üuksmainischen Seite wurde heute vormittag die Leiche eines Mannes gelandet, der zwei Stiche im Kvpf aufwies, von denen einer tätlich war. Man nimmt an, daß der Mann er- stochm und dann ins Wasser geworfen worden ist.

Heute morgen 3 Uhr entschlief sanft nach langem, schweren Leiden unsere liebe Tochter, Schwester und Schwägerin u

Emma

tm 24. Lebensjahre, was wir Verwandten, Freunden und Bekannten mit der Bitte um stille Teilnahme auzeigen

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Joh. Böhmig.

Gießen lRiegelpfad 32), den 27. September 1907.

Die Beerdigung findet Sonntag, den 29. September nachmittags 4 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. 6103

Dr. Oetkers

Salicyl.

Rezepte gratis von

Tie Münchener Gastwirte schlossen sich am 26. Sep­tember in einer Versammlung mit Majorität dem Vorschlag der Vrauereien an, den Blerpreis um zwei Pfennige zu erhöhen. Die Erhöhung ist damit definitiv.

Inder vorvergangenen 9lacht kollidierte auf der Unter- w cj c r auf der Höhe von Einswarden der ^'Argo"-DampferEon­dor" nut dem MotorschiffAnna Ächrgarete" aus Wilhelmshaven, -rieAnna Wiargarete" sank; der Kapitän und ein Matrose des edjifTcs sind ertrunken, während der Koch gerettet wurde.

Am Mittwoch nachmittag erschoß sich in einem Berliner Vorortzug nach Lichtenrade der Hauptmann a. D. Jhlen- l e 1 b t aus Berlin.

r x Reichs-Archlv-Sekretär Dr. Heinrich Walther aus Lands- Langkofel abgestürzt und fand dabei den Tod^ Die Leiche wurde nach Ehristina in Gröden gebracht.

^emBerl. Lokalanz." zufolge tutjr bet der franzöfstchen Grenz­stadt Lougwi; ein Hotelier mit feinem Automobil in eine Schafherde. 28 Tiere wurden zermalmt. Dann rannte das oahrzeug ui einen Graben. Der Besitzer und der Chauffeur wurden oO Nieter weit geschleudert und schwer verletzt.

c s ^^det aus Newyork: Am dritten Tage der Fahrt des DampfersMaiestie^ nach Newyork kam ein 5)eizer namenScheehan zum Scyiffsarzt French, um ihn.^n konsultieren. 3er Heizer choß Hurter sich die Tür zu und stürzte sich mit der unwiderstehlichen Kraft eines Tobsüchtigen auf ben Un^olPaiX ^nriu- ^oi)en' tw ihn zu e r d-r o s s e l n ^er. f^rie um Hilfe. Ein Schiffsoffizier eilte herbei, konnte jedoch die verschlostene Tür nicht erbrechen. Als der .Offizier durch den Gitterverschlag sah, daß dar Arzt in tücmgen Augenblicken tot sein würde, zog er seinen Revolver, Mb durch den Gitterverschlag und schoß auf den Tob- u?ti6en der schwer verletzt zu Boden sank. Der Arzt sprang auf, -J cLrl bte Tur auf und hielt bann den Verwundeten fest, vi^> Hilfe kam. Scheehan erholt sich jetzt von seiner Verwundung.

hpsimshk zu Udn städtisch subventionierte höhere techn. Lehranstalt für die Gebiete Architektur, Hoch- u. Tiefbau Maschinenbau, Elektrotechnik und Hüttenkunde 4743

Besinn des Wintersemesters: 16. Oktober KU/» TU

Programm kostenlos durch das Sekretariat. -LnC i-'lTClit

Danksagung.

-Mr die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei

Än;Ä&muexcn®attin'1Vtute-

Caroline Pfüffer geb. §kudrr

^uuz- und Blumenspenden und die trost­reichen Worte des Herrn Pfarrer Stnirnnr rrm iaaen wir Stoen unseren üeÄchsten Ö n* ®IabC

8m Namen der trauernden Hinterbliebenen: Adam Pfeiffer, Werkmeister.

Gleiberg, den 26. September 1907. g094

um 23,26 Milk. (18,80 Mill.) erfahren. Den Depositen 58,78 Milt. (27,43 Mill.) zugeflossen. Am 23. September i? saß die Reichsbauk wieder eine steuerfreie Notenreserve 41,03 Mill. Mk. gegen nur 4,29 Mill. Mk. am 22. Septems des Vorjahres. Eine Diskonterhöhung findet nach diesen stellungen demnach vorläufig nicht statt.

Darmstädter Ban k. Die Ban? für Handel und dustrie errichtet am 1. Oktober a. c. in Freiburg i. B Zweigniederlassung unter der Firma Bank für ~ dustrie, Niederlassung Freiburg (Breisgau).

Märkte.

o, Lranisuri a. M., 27.Cept. tTelegr. Orig.-Bericht deS ,Gieü Anz. ). Anstl. 9l0tierungcn der heiitigen Viehrnarktpreiie. Auvn Verlaine standen: 39 Ochsen, 00 ans Oesici-reich, 3 Bullei-

0 ans Oesterreich, 0 aus Dänemark, 18 £iit;e, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Dänemark, 871 5talber, 85 Schafe und Häüune! 00 Schafe aus Ccfmrcicl), 4 Ziegen, 184 Schweine, wurde für lOOPfund Cchlachtgewichl Ochsen 1. Qualität 8288-Dir 2. Qual 7477 Lik., 3. Qual. 6069Mk.; Bullen 1. Qual. 71 73 Lik., 2. Qual. 6668 Lik.: Ztühe 1. Qual. 7476 Lik., 2.Qtml 6571 Lik., 3. Qual. 60- 63 Lit, 4. Qual. 0000 Lik., 5. Qu^' 00OOLik. Kälber:!. Qual.92 95 Pfg., Lebendgewicht 5457 ftz? 2. Qual. 8286 Pfg., Lebendgewicht 4751 Pfg., Schlack?, gewicht 60-62 Pfg. Schafe: 1. Qual. 8400, 2. Qual. 7880 ifa 3. Qual. 0000 Pfg.; Schweine 1. Qual. 67-00 Pfg., Lebdaem 53.00 00.00 Pfg., 2.Qu. 65 66 Pfg., Lebendgeiv. 52.5000 ist«' 3. Qual. 5860 Pfg. Lebeudgew. 00 Pfg. Geschäft bei öovr? üicl) gut, Ueberltaud unbedeutend; bei Kleinvieh gut, kein lieber, taub.

(DriQ8imM)i*al)6snclOuiigeti<

Hamm, 27. Sept. Tas Oberlandesgericht hat die Berufung des preußischen Fiskus gegen bas Erkenntnis des Bochumer Landgerichts im Prozeß gegen die Bergwerksgesellschaft Hibernia zurückgewiesen.

He lsin g fo rs, 27. Sept. Die kaiserliche Jacht Stand art geht morgen nach Petersburg ab. Der star und die Zarin fahren nach Wiborg an Bord des Polarsterns und kehren von dort erst nach Petersburg zurück.

Rom, 27 Sept. Neue B'auernunru hen sind in verzeichnen, ^n Eerignola blockierteii die Aufständigen du Villa des Abgeordneten Amieis, sodaß weder der Abaeord- nete noch seine Angehörigen die Wohnung verlassen komi- ten- Dre Presse tadelt in scharfen Worten die Haltuns der Regierung, die ohnmächtig sei, die Ordnung wieder herzustellen. J

Puris, 27. Sept. Der Londoner Korrespondent des Matin" hatte eine längere Unterredung mit einer hoch, gestellten Persönlichkeit des sächsischen Hofes, welche er­klärte, die Heirat der Gräfin Montignoso sei un­begreiflich. Noch in letzter Zeit habe man am sächsischen Hofe über die Möglichkeit einer Annäherung zwischen dem Komg und seiner früheren Gemahlin gesprochen, ^ie Herrat sei für den König ein schwerer Schlag. '

Petersburg, 27. Sept. Die Mißbräuche im Verpflegungsdepartement des Ministeriums des Innern haben mit der Entfernung Gurkos keines­wegs ihr Ende erreicht. Im vorigen Januar wurde ein Beamter für besondere Aufträge namens Pawlow von Sto- lypin nach Sibirien entsandt, um dort G-'etreibe fiU die notleidenden Bauern einzukausen. Er reiste ab; zog es aber vor, seine Zeit mit wüsten Ausschweifungen zu vergeuden. Das eingekaufte Getreide erwies sich als schlecht und untauglich, die Ankaufspreise waren sichtlick übertrieben, was dadurch erklärt wird, daß Pawlow voü den Lieferanten bestochen wurde. Als Stolypm von der Angelegenheit erfuhr, wollte er Pawlow aus bemi Amte jagen. Da dieser aber über sehr gute Verbindungen verfügt, begnügte er sich mit der Versetzung Pawlows. -

® r u n b e r a, 26. September. Ter neueS e p t c m b c r mar ft", der heute erstmalig stattfand, nahm erneu reckst Verlauf; dadurch ist feine Berechtigung erwiesen. Der Schwel? markt zeigte eine ungewöhnlich starke Ausfahrt. Die Oiaciifval wurde vom Angebot bedeutend übertroffen, wodurch der £)cinbPi Nicht fließend ging. Die Preise zeigten em Abschlagen, hatten ata immer nach für Herbstpreise eine stattliche Höhe. Tas Paar ^erfpi geringster Sorte kostete 30 bis 36 Alk., bessere 40 bis 45 Mk. bei- 50 bis 55 Mk., allerfchwerste 60 bis 65 Mk. Der Rindviehrnark' zeigte schwache Anfahrt. Hier wiesen die Preise einen bemerkens werten Rückang auf, der das Beispiel klar legt, wonach ein Haudcls- mami ein vor 4 Wochen für 150 Mk. erhandeltes Rind hier fitz 130 Mk. absetzte. Der Krämermarkt war der Erntearbeiten urr der Nähe des Galliismarktes wegen Bedeutungslos.

ko. Frankfurt a. M., 27. Sept, v'e u- und S t rob. markt. (Org.-Tel. d. Gieß. Anz.) Angefahren waren 12 Waaei' Heil, 6 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für Heu Lik. 3.20 hu Dik. 3.80, für Kornlangstroh Llk. 2.40 bis Llk. 2.60. Tendenz: fc-- lebhafte Nachfrage, sofort ausverkauft.

on Wo Will.

Meine diesjährigen Winterkurfe beginnen:

Montag, den 7., Dienstag, den 8., Mittwoch, de» 9. Oktober.

Zur gefl. Beteiligung ganz ergebenst einladend, bemerke ick daß von heute ab Anmeldungen in meiner Wohnung Weidenaafse 7 entgegengenommen werden. v u ^^vengage o

Gleichzeitig empfehle mich in

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Privat-Tanz-Unterricht zu jeder Tageszeit. 5816

Hochachtungsvoll

Tanz-u.Anstandslehrer

Dankfagu-rg.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an unserem ichweren Verluste, für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer D. Schlosser, sowie für die liebevolle Pflege der Schwestern, sagen innigsten Dank

Die trauernden Hinterbliebenen.

I. d. N.: Georg Schneider.

Gießen (Danrmstr. 48), den 26. Sept. 1907. [O719O