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Sdc^enn tSgllch mit Ausnahme deS To.intagS.
General-Anzeiger für Oderheffen
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Aufnahmen in
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tarke Nerven
Gesunder Schlaf
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Sonntags geöffnet von 11—1 Uhr.
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Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- (traue 7. Expedition und Verlag: Redaktion. 112. TeU-Adru AnzeigertSießen.
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Tie „Siebener ZamNienblLUer" werden dem .'jlnAcifler' viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Sieben" zweimal wöchentlich. Ter „hessische candwirf erscheint monattich einmal.
haben ebenfalls tödliche Beilhiebe erhalten. Nach den herigen Feststellungen ereignete sich die furchtbare früh gegen 5 Uhr. Ta der Mörder Hördt als nüchterner arbeitsamer Familienvater bekannt und geachtet war, ist
vermischtes.
* Ein entsetzliches Familiendrama (vielte sich, wie wir bereits vorgestern berichteten, in Lützelsachse n an der Bergstraße ab Tort hat der Wagner, zuletzt Fabrikarbeiter Dhilivv Hördt III in einem Anfall von Geistes störung seine Ehefrau Margarete, geb. Haber, und drei seiner Kinder im Alter von 13, 17 und 19 Fahren er» s chlagen. lieber die grausige Tat werden folgende Einzelheiten gemeldet. Als morgens um 128 Uhr der Sckstächter und Geflügelhändler Stichling die Wohnung der Familie Hördt betrat, bot sich ihm ein grauenvoller Anblick dar. 3m gemeinschaftlichen Schlafzimmer lagen die 17 Jahre alte Tochter und der 19jLhrige Sohn, durch zahlreiche Beillncbe grässlich verstümmelt, tot auf dem Boden. Tie Ehefrau Hördt sowie ein 131ährigcr Knabe, durch Beilhiebe tödlich verletzt, schwammen in ihrem Blute. Ein dritter Sohn, sowie ein siebenjähriges Mädchen
Steg*
Das Siebener (Grubenunglück.
Die Vermutung, daß mangelnde Gewissenhaftigkeit seüenS der Leihen Vorführer die Katastrophe verschuldet habe, wird durch den Bericht deS geretteten Bergmannes Piel entkräftet, der mit den beiden umgekommenen Kameraden um 5 Uhr früh die Strecke befuhr und um 61/» Ubr wieder mit der Belegschaft einfuhr. DaS Schlagwetter erfolgte in deni Momente, als er sich umgezogen hatte. Piel stürmte mit den anderen nach Schacht 3, fiel bewusstlos nieder und kam erst vor Tage wieder zur Besinnung. Er erklärt, die Vorführer hätten die Strecke gewisienhaft geprüft.
Zn der Budgelkommission bc3 preuß. Abgeordnetenhauses machte Minister Delbrück Mitteilungen über seine Reise nach Saarbrücken. Seine Ausführungen gingen dahin, daß man völlig außer Stande fei, die Urfache mit Sicherheit festzustellen, insbesondere ob irgend eine Fahrlässigkeit vorliege durch Rauchen ober unvorsichtiges Vorgehen mit bei Lampe. Die Wettermänner, die die (Srube vorher zu untersuchen haben, halten sämtlich gemeldet, daß alles in Ordnung sei. Toch ist festgestellt worden, baß ein Wettermann, bei umgekomiuen ist, statt um 8 Uhr erst um 4 Uhr eingefahreu ist, daß er aber nicht in der Lage war, alles kontrollieren zu können, wenn er überhaupt kontrolliert hat. Wo die Explosion statt gehabt hat, läßt sich auch mit Sicherheit nicht übersehen, aber schon am ersten Tage war es klar, baß kein Mensch dann mehr am Leben sei. Hinsichtlich ber Untersuchung hat ber Minister im EinverstänbniS mit brr Staatsanwaltschaft angeorbnet, baß insofern eine Aenbcrung in diesem Falle stattfinbet, als nicht wie sonst Revieibeamte allem ben Tatbeslanb feststellen, sonbern baß gleichzeitig das Gericht hinzugezogen wird, sodaß umgehend eidliche Zeugen- au6iagen vorliegen. Die Vermutung, daß daS Welter von yben eingedrungcn rst, habe die größte Wahrscheinlichkeit für sich. Zm übrigen sagte her Minister, baß er sich noch nicht schlüssig gemacht habe, inwieweit bem Anträge ber Budget- kommission, ihr Gelegenheit zu geben, ihrem Mitgefühl pralt. Ausdruck zu verleihen, Folge zu geben fern würbe. Der Minister betonte besonders die ausgezeichnete Haltung ber Bevölkerung, sowohl bei ber Trauerfeier als auch sonst. Die Bevölkerung sei ruhig, ernst unb gefaßt gewesen. Durch die 20000 Mark bes Kaisers seien alle Familien baoor bewahrt, baß sie in ber ersten Zeit in Slot kämen.
In LanbSiveiler würben am 1. Februar 28 auf ber Grube Reben verunglückte Bürger LanbSweilerS, barunter ein Chinakämpfer, beigcsetzt. Bei ber Beisetzung ber Katholiken hielt Bischof ftorum bie Leichenrede.
ziger Tierfchutzverein an vcrsanedenen Stellen Strohschuhe in Lcreikscüaft hält Eigentlich sollten derartige rrallische Maß-- regeln nicht auf die seltenen Orte beschränkt bleiben, wo gerade ein Tien'chutzverein besteht, sondern diese uraltiidyen und dabei billigen Borfehrungen gegen Unfälle ber Tiere mühten von jeder. Gemeinde eingeführt werden.
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GerichtssaaU
Eine Musterkarte von 1 ingelanllagen, die zu einer Gesamtverhandlung vereinigt worden waren, luhne gestern den Chemif^c U-ioalb Eltmann. Inhaber einer Zahnklinik, in welcher ein Arzt, ein Zahnarzt und ein Redimier beschästigt ist, auf die Aniwgc^ank. Turch acht ErössnungSbefchlüffe wurde er beschuldigt des unlauteren Wettbewerbes, begangen durch übermäßige Rcllame, ierner deS Betruges in mehreren Füllen, der Körperverletzung, Beleidigung und Bedrolning, der Uebcrtretung, sowie des Ura,baren lligennutzcL. Nach der Anklage sollte bei Betrug bann bestehen, daß er bei verschiedenen Zeitungen bedeutende InsereiewAufträge aufgab, bereit Bezahlung nach seiner ganzen finanziellen Lage ihm unmöglid) war, unb daß er seine Zal/lungsuniahigteit vcnckuvieg. Nam der Anklage soll er ferner fortgcfcbt sich Zahnaizt genannt haben, ohne approbiert zu fein, end.ich soll er Personen, die bei ihm erschienen, um lallige For- berunaen einzuziehen, beleidigt, nut Lhrfeigen traktiert unb seinen großen Bernhardiner-Hund auf sie gehetzt haben. — Zu ber Verhandlung waren vier zahnärztliche Sachverständige erschienen. Glcgcn drei derselben wurde von der Bericidigung ein Ablchnungsantcag gestellt, mit der Begründung, baß diese bem zahnarzllichen Standesverein angeboren, von dem eine Ltrasanzeige ausgegangen war. Ter Antrag wurde abge- lehiit. Ter Angeklagte wehrte sich gegen die wider ihn erhabenen Beschuldigungen mit aller Entschiedenheit unb gab von den Vorgängen, die zu den Anklagen geführt haben, eine von ben Bekundungen der Belastungszeugen wesentlich abweichende Darstellung. — Auf Grund der unijaagrcidyen Beweiserhebung wurde der Angellagte in allen Fällen bes Betrug.^ unb des strafbaren Eigennutzes sreigesprochen, dagegen Der urteilte chn ber Qleruijti- 1)01 wegen Körperverletzung, Beleidigung unb Nötigung in brei Fällen zu 6 Wvclxn Eteiangnis, ferner wegen unlauteren Wettbewerbes unb unueiugter Fahrung eines arztähnlichen Titels zu, 500 Mk. Geldstrafe.
sind erste Voraussetzung für jeden, der un Leben vorwärts kommen und sich seine Lebensfreude bewahren will. Wer seine Nerven gesund erhalten und in erquickendem Schlaf die Kräfte für daS neue Tagewerk gewinnen will, der muß vor allen Dingen für ein einwandfteieS, bekömmliches Hausgetränk besorgt fein und aufregende Getränke möglichst vermeiden; er muß, mit einem Wort, Kathreiners Malzkaffee trinken. Kathreiners Malzkaffee vermeidet alle Nachteile, die vielen sogenannten Hausgelränken eigen sind, und vereinigt alle Vorteile, die man von einem in jeder Hinsicht empfehlenswerten Famlliengetränk verlangen kann. Ter Arzt bestätigt daS und jeder Vernich überzeugt davon. Allerdings sind diese Vorzüge nur dem echten „Kathreiner" eigen. Man hüte sich deshalb vor den zahllosen tm Verkehr befindlichen Nachahmungen, die nur in Aeußerlichkeiten sich dem Onginal- Fabrikat anzupaffen suchen, an innerer Qualität aber weit hinter demselben zurückbleiben. Sie erkennen den echten .Kathremer" untrüglich an dem fest verschlossenen Paket in seiner bekannten Ausstattung, daS mit Bild und Namen deS Pfarrers Kneipp, mit ber Unterschrift KneippS und mit der Firma „Kathremer'S Nralzkaffee
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in ber Cmtrotdhmq ober beim Cern en w MjAAHltä/al VVV zllriickbleibende Siubcr, sonne blutarme, sich matlfühlenbe unb nervöse überarbeitete, leicht erregbare, frühjetlta erleböpfte Erwachsene gebrauchen als KiästigungS- nuttel niü großem Erfolg Dr. Hommcl'S Haematogeu.
Der ‘appetd eiiuaajt, die geiillgcu uuv iviperlichen Äraste werben rasch gehoben, das btesamt-Aterveushsicm gcstürlt. C7.
Alan verlange jedoch ausdrücklich bar echte „Dr. Hommel'o" Haematogeu uub lasse sich feme der vielen Nachahmungen auileben.
anzunehmen, daß er die Bluttaten in einem Anfall plötzlicher Geistesstörung verübt hat. Wie weiter gemeldet wird, überfiel Hördt seine Famllie im Schlafe mit einem großen Beile unb brachte damit seinen Angehörigen die tödlichen Bexletzungen bei. Nach einer anderen Darstellung saß Hördt, als der obenerwähnte Geslügelhändler die Wohnung betrat, ruhig am Tisch und erwiderte auf die Frage, was vorgefallen sei, „er tarne ihm gerade recht!" Der Schlächter eilte nun sofort zu dem Schwager Hördts, dein Kronenwirt, der sich unverzüglich nach der Unglücksstätte begab, wo er in den Bellen die entsetzlich zugerichteteli Leichen des 19 Jahre alten Sohnes Emll und der 17 Jahre alten Tochter enldeckle. Die Frau und der 13jährige Sohn gaben bei der Auffindung noch Lebenszeichen von sich; eS gilt aber als ausgeschlossen, daß sie mit dem Leben davonkommen. Der Mörder, ber früher in Weinheim als Wagner arbeitete und zuletzt in der Freudenbergsa)2n Fabrik beschäftigt war, wurde auf das Rathaus gebracht und später durch die Weinheimer Gendarmerie verhaftet und dem Untersuchungsgefängnis zugeführt. Ein Vertreter der Staatsanwaltschaft in Mannheim traf gestern mit dem Untersuchungsrichter an Ort und Stelle ein, uni den Tatbestand auszunehmen.
* Ueberschuhe für Pferde. Im Winter bei Straßenglätte stürzen die Zugtiere leicht und sie sind dann viel- jach unfähig, sich selbst auiiurichten Wie sehr sie bei den Heb- ungsvcrsuck-en aushalten müssen, ist bekannt. Hat man eine Decke untcriubreiten oder Sand vor die Füße zu streuen, so wird daS (Lmporkommen leichter möglich; aber nicht immer sind diese HülfS- mittel zur Hand. Deshalb wäre es gut, wenn an besonders gesährlichen Stellen, wo erfahrungsgemäß viele Pferde fallen, Pserdefchuhe aus Stroh oder Filz zum unentgeltlichen Gebrauch vorrätig sein würden. In Cottbus sind durch Geschenks des dortigen TierschutzvereinS an bestimmten Punkten der Stadt Pferdcfllzschuhc zu entleihen, während in Leipzig ber alte Leip-
Drittes Blntt 157. Jahrgang Samstag 2. Februar 1907
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(öivhCiicr
R. Fertsch, Ingenieur
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