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Bei der am 19. d. Mts. im Saale des Herrn Gastwirts Sauer dahier stattgehabten Versammlung, in der sich Leute aller Berufsstände und echte Bürger einfanden, wurde nach eingehender Beratung beschlossen, endstehende Herren dem Stadtvorstande zuzuführen. Hierbei wurde ins Auge gefaßt, eine Zersplitterung nicht herbeizuführen und vorerst die Herren als Kandidaten aufznstellen, die bereits dem Stadtvorstande angehört haben.
Heinrich Noll WH., Oekonom Bf. Ehei, Oberbibliothekar Ang;. Gabriel, Fabrikant Eeih, Schneidermeister Wiih. JLöber, Rentner Geh. Justizrat Br. Schäfer Schallst aedt, Kommerzienrat
Mch. Win au, Bauunternehmer
Tross, Ziegeleibesitzer
SiBnoiB, Oekonom
Euler SW., Stadtverordneter
Fachs, Telegraphensekretär
Hornberger, Kaufmann Grünewald, Rechtsanwalt.
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Unter den zur Sprengung der offiziellen Kandidatenliste Vorgeschlagenen befindet sich auch der Name
HkMsmw. Will Grünewald.
Bevor jemand diesem seine Stimme gibt, erinnere man sich daran, daß es der bei ihm ein- und ausgehende
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war, der ihn auf die Kandidatenliste erhoben hat, derselbe Herr Wohlmuth, der durch das mannhafte, wenn auch vielleicht formverstoßende Vorgehen des Herrn Stadtverordneten Euler in Zukunft hoffentlich dem Bürgeriueistereigebäude etwas ferner gehalten wird.
Man erinnere sich auch daran, daß Herr Grünewald schon einmal Mitglied der Stadtverordnetenversammlung war, bedenke, wie geringschätzig er sich damals über seine Kollegen und über die Täligkeit der Stadtverordneten ausgesprochen hat und frage sich dann, welches wohl die sachlichen Gründe sein können, die den Wunsch, in die Stadtverordnetenversammlung einzuziehen, zum zweiten Mal in ihm rege machen.
7216 Viele Wähler.
Viele Kandidaten siud vorgeschlagen, seid vorsichtig, wählet Leute, die etwas zu leisten im Stande sind, die eine eigne Meinung haben und dieselbe auch vertreten. Es sind dies die Herren: 7217
Rechtsanwalt Grünewald, Kar! Mayer, Postsekretär t P. und
Zur letzten Stunde.
Bmchm Ser ÜkiiitoM, unteren VchihHr.nnS AmMe!
Wählt Leute in den Stadtvorstand, von denen Ihr überzeugt seid, dah sie die Interessen der Stadt vertreten, als solche empfehlen wir:
Heinrich Noll VII.
■ Walther, Schmiedemeister Troß, Ziegeleibesitzer Win», Bauunternehmer.
799R Viele Wähler.
Zur Vermeidung ungültiger Stimmenabgaben werden die Herren Wähler dringeild ersucht auch 7231
die Vomamea
der Kaudidateu gcuau aus den Stimmzetteln vermerken zu wollen. Mehr als 14 Namen dürfen aus keinem Stimm- zettel stehen, weil dadurch der Zettel uugültig wird.
Bauunternehmer Heinrich Wien.
Nachdem Herr Geh. Justizrat Schäfer, der zuvor auf das Bestimmteste' auf eine Wiederwahl verzichtet hatte, sich zur Wiederannahme des Mandats bereit erklärte, habe ich, da ich nur an seiner Stelle kanditieren sollte und wollte, allen Vereinen und Freunden gegenüber, die meine Kandidatur unterstützen wollten, auf eine solche verzichle.
Zum Ueberflusse erkläre ich auf das gestrige „Ultimatum", daß ich meine Mitbürger bitte, keine Stimme mir, wohl aber 7206
alle der Liste des Biirgerschasls-Allssihustks zu geben, damit eine Zersplitterung vermieden wird. Das Beispiel von Offenbach möge jedem Wühler vor Augen stehen.
CL BSa.iifma.3iii, Rechtsanwalt.
Verein der Gastwirte von Gießen und Umgegend (e.V.) ersucht die verehrlichen Wähler, bei der Stadtverordnetenwahl ihre Stimme jtare MW Ml
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