das; die Abges and Le n Muley Hafids auch von den holländischen Behörden nicht empfangen werden würden.
London, 21. Okt. In der heutigen Sitzung der Vertreter der W es ley a nis che n M et h o d ist e n kir ch e wurde auf Vorschlag des Unterhausmitgliedes Perks einstimmig beschlossen, dem deutschen Kaiser als dem Oberhaupte des größten protestantischen Staates des Kontinentes gelegentlich des Besuches Seiner Majestät in England eine Willkommensadr esse zu überreichen.
— „Taily Telegraph" meldet aus Tanger, daß wilde Stämme ausdemJnnernvonMarokkodie Stadt Makarresch überfielen und ein großes Massaker der Juden veranstalteten.
Konstantinopel, 21. Okt. Aus Mossoul wird gemeldet, daß ein tür kis ch es Bataillon, das Passawah besetzte, gemeutert hat. Der Kommandant wurde ermordet und die übrigen Offiziere mißhandelt. Schließlich verließen die Truppen das Lager und kehrten nach Mossoul zurück.
Die Unzufriedenheit in Serbien nimmt zu.
Belgrad, 21. Okt. Die vereinigten Oppositionsparteien erließen ein Manifest an das Serbenvolk, worin sie gegen die Vertagung der Skuschtina protestieren, die als eine Verletzung der Verfassung bezeichnet wird. Das Manifest klagt die Regierung an, daß sie auf inkorrektem Wege zur Macht gelangt sei, fortgesetzt Verbrechen begehe und die Staatsgeschäfte erfolglos und sündhaft leite. Unter der gegenwärtigen Negierung sei Serbien in eine vereinsamte internationale Lage gebracht worden, die seine wichtigsten Lebensinteressen bedrohe. Die Vertagung der Skupschtina bilde eine Gefahr für die normale Entwicklung der politischen Ereignisse in Serbien. Die Volksvertreter sämtlicher oppositionellen Parteien würden alle Mittel anwenden, um den Parlamentarismus und die bedrohte Verfassungsmäßigkeit zu retten.
Aus StaOt uhO £an&,
Gießen, 22. Okt. 1907.
Hofe. A K & der Großherzog und dre Groß Herzog rn sowie die Prinzessin Hein- fo ” $ V ? ® e n öegaben sich am Sonntag mittag um 12 Uhr rm Auto nach Schloß Herligenberg und kehrten gegen 7 Uhr abends nach Jagdschloß Wolfsgarten zurück. Prinz Hemnch von Preußen traf n. d. Darmst. Zta. am garten ö^m Besuch auf Jagdschloß Wolfs-
^rtr Audienz empfangen wurden von S. K. 5). dem G r o ß h e r z o g am Samstag u. a. Oberlehrer Keller von Laubach und Garteninspettor Rehnelt von Gießen.
Zum Lehramtsassessor wurde Lehramtsreferendar Wilh. Koch zu Rimbach i. O. ernannt.
^ Schnellzugs-Verspätungen. In Frank- furt fmden in den nächsten Tagen Konferenzen der
süddeutschen, westdeutschen, holländischen und schweizerischeil E i, e n b a h n v e r w a l t u n g e n zur Beseitigung der Verspätungen der Schnellzüge statt.
** Zuchthaus in Gefängnis umgewandelt vom letzten Schwurgericht wegen des Verbrechens des Meineides zu 1 Jahr 3 Monaten Zuchthaus verurteilte 19 ^>ahre alte Hüttenarbeiter August Adolf Bierau oon ^ollar, der, wie erinnerlich, im Interesse seines älteren Vetters und um ihn heraiiszuschivören, von diesem zu der Tat verleitet ivorden war, i|t auf Antrag seines Verteidigers, Rechts- anmalts Grünewald, die erkannte Zuchthausstrafe auf den. Gnadenwege in Gefängnis umgewandelt worden.
®ine Konfererz für Lehrer der Kauf-
^CH 5a^,cI)-l,len i" Oberhessen fand am unter Vorsitz des Hauptlehrers Knauß-Gießen,
hlerselbst statt. Die Lehrer der Schulen in Alsfeld, Friedberg, Gießen und Lauterbach beteiligten sich daran. Auch die Handelslainmern Friedberg und Gießen soivie der Kanf- nlanmsche Verein Gießen waren dabei Vertreter. Verhandelt wurde über eine Unlerrichtslekton in Deutsch und über den Lehrplan für Deutsch. Daran schloß sich ein sehr interessanter Vortrag des Rechtsanwalts Stahl-Bad-Nauheim über Lehrlingswesen im Handelsgewerbe, dem eine lebhafte Aussprache folgte. J 1
„ vermischtes.
Kircke^ In d-m vstpr Torfe Schmauch brannten die rcrrcye und 4 Bauernhöfe vollständig Nieder. Das iVeuer mnr —11 OnIlh ^^lchhölzerii spielenden Kindern verursacht worden ^er Hauptstadt des Fürstentums Lichtenstein, Vaduz' c ?’erUer 2? Häuser ein. — In dem ungar. Orte B er s a Häuser Mit Nebengebäuden und Getreide- und Futter- ^^dergebrannt. ^as Gemeindehaus, das Pfarrhaus
TO n n'rf?e<-?le und das Postamt find vernichtet. — In
6rn > e 1 0r?ch eine Feuersbrunst aus, die einen großen Häu-rkompsex zeritörte, in dem sich auä) bie LokalÜätcn "ner ®®oTeneÄafgef|£ $Cr @(6a6ert toiü> “f über "sch es Duell. Der Bürgermeister
Wirtschaft? $ °fcnn£rVOtbertc den Redakteur der „Südwestd.
Ztg. , Handelskammershndikus Tr. Tille, auf R i --
st o len, weil dieses Blatt in einem Artikel über die Vereiniguna S£?Keahlr »ffC m’I-toütrJe 0e9en Reff veröffentlicht ifatte® „J'r "er «nstigc Privatdozent an der Universität Glas- seindllckkeU fcWL ofre,Viur ®$au getragene Albion-
Temo hü) reit unmöglich machte und von den empörten Arbeitern ietteffiÄff er s'ch mühsam heraus- fhVbfAnrp? b(e^nntc Scharfmacher Stummschen Kalibers, ein unsympathischer Art. D. Red.) Der gen om men ! ä“ ° 36 ^at ^Tne Forderung nicht an-
(Line sehr hübsche Geschichte zur Flelschteuerung.
erzählt die Kvnst. Ztg. vom Schwarzwald. Während die Furt- wanger Metzger für das Pfund Schaffleisch 80—85 Pfg. verlang- ten, boten )ie den Doldenbauern (bei Furtwangen) für 36 Schafe nur 32 Pfg- für das Pfund Lebendgewicht, dann sogar nur 28 - rrCrlni®‘ entschloß sich, die Schafe abteilungsweise
a)c^u ^^ochten und verkaufte das Pfund in Furtwangen zu ■r t** der Unkosten so gute Geschäfte, daß
UM das Pfund Lebeirdgewicht 36 Pfg. eintrug. Der Bauer hat sämtliche Schafe, sonderii auch 10 'Rinder selbst geschlachtet und das fleisch verkauft. Sein Unternehmen wurde ourch den Fabrikanten Siedle insofern mrterstücht, als dieser sich bereit erklärte, einen ettoa unverkauften Iiest zu übernehmen und ö Pfg. unter dem Ladenpreis, nötigenfalls um 50 Pfg. an seine Arbeiter zu verkaufen. Weitere Betrachtungen überflüssig, sagt hierzu der schwäbische Merkur. J
arbeitet Storr Mandler von hier, der feit 6 Jahren ver- Vf'txVnet- Uc6un9 »ach Straßburg yltn 51 Felb-Art.-Regt. einberujen. Er übte 10 Tage, bis I? auf ernmal spurlos verschwand. Nach 9 Tagen sand man tljn tot in der Schiltigau an der Trainkaserne liegen. Di. Xrainfolbaten, die ihn gesunden hatten, zogen ihn heran? und legten ihn ans User. Tem Regiment 51 machten bann fo|ort Melbung, bas die Frau des Verunglückten teu graphisch davon in Kenntnis setzte. Sie fuhr dann 2 Straßburg um sich persönlich zu erkundigen. nal^ dort herzlich Teilnahme an dem traurigen Vor.Lll ff" Pfftjtere des Regiments gaben der Frau ein Gelbgefckff in Hohe von 150 Mk. Die Leiche wurde auf Wunsch h"f grau nach N l e d e r - W e l s e l transportiert. Am Gönnte« fand unter großer Beteiligung die Beerdigung statt -3v9 unaufgeklärten Fall wird die Gerichtsbehörde m die nehmen zur gründlichen Untersuchung, ob Selbstmord «/ff oder Unglücksfall vorliegt. Ebenso werden die Stoffen denen Mandler versichert war, in demselben Sinne her fahren, damit die Versicherungsprämie ausbezahlt werden
»» dem Bureau des St ad t t he a ter s wird nns geschrieben l Mr nächsten Freitag ist die Erstaufführung lnr unsere Bühne in S&)rbereitung° Sdiauftief6-?™ ÄnWuoenbritchs neues, überaus bühnemoirksames ^chaufplel im Voooergrund des Erfolges und Interesses fteht EÄt in ff Dpielplan der deutschen MlMen ' Da ff eTnem Bergnugenet Woche z. B. zii gleicher
mn a TOnn bm Bühnen zu Berlin, fyranf, Uau, &ÄÄ SÖ1"' B«men, Göttingen,
ürin* Militär-Wochenblatt. Erb-
barft S>f 9feert V9 unb Bübingen-Wächters- lm Kur.-Regt. v. Seydlitz (Magdeburg.) Nr 7
®erfe5u"S tn das Regt, der Gardes du iLorps in De7embe??qİb ? « ®°tfc§oft in Rom bis zum 31. h pärt B a 19°8 belassen. Im Beurlaubtenstande: Beför- Se’irf IV bel Bizewachimeister im Landw.-
Treusch von Buttlar- andenfels, des Gr. Hess. Art.-Korvs 1 Gr
de?Jnf^Reats^bieBizefeldwebel B ö hm er (Gießen) Kaiser Wilhelm (2. Gr. Hess) Nr 116-
Jnf.-Regts.^.^68
Sanbto 2 9h i V ?9t: Äru9 (Mainz), Lt. der vandw^nf. 2 Aufgebots. - Verliehe n die Ret-
g? a 1^er Bürgermeister Max Freiherr F. ! feuerte gestern abend in seiner Wohnung auf
lw denGewehrschuß ab- und zerschmetterte ihr d<w linkt.n Arm, der amputiert werden mußte. Der Freilierr N Me^R^rÄ^^ und in das Untersuchungsgefängnis abge- eranlaslung zu dieser Tat soll folgende gewesen
Der Baron kam bekneipt nach Hause und hat dort für sich Em noch mehrere Flaschen Wein getrunken. Schließlich ließ
Frau ihm keinen Wem Niehr geben, worauf er ihr mit Er- VWbnna^?Ta?'?i^°0dMwehr von der Wand riß und der nrt folgen ließ 0-rciherr Raitz v. Frentz ist 40 fe ftteC S’äTÄTÄ', K ~ äs jOhsfA*»— r> e Rechte der Frau, im Haushalt und in der erörtert Tr. jur. Grüttesien im 13. Heft der Oktav- Ausgabe von „Ueber Land und Meer" (Stuttgart und Leiv- aemalf" Rttlags-Anstalt). Wie weit die sog. „Schlüsse?- gewalt der Ehefrau reicht, darüber gibt das Gesetz keine über^Mlmnmngen. Professor Ternburg schreibt bar» ^■rau s Umfanges der Schlüsselgewalt der
In Mi tot l l9?.6 ?' toie tuett "«ch den allgemeinen, im hinaato^a ?e,te|enben. Vorstellungen der häusliche Wir- blngskreis^ der Frau ging. Ter Stand des Ehemannes die Vr £t 'alt ol|C desselben, wie sie durch das Auftreten >er Ehegatten un Leben erscheinen, sind entscheidend wenn 16 wirklichen Zustand nicht entsprechen."' Tenr-
^m^i 1^(1^905niC?fgerhVnAuer wichtigen Entscheidung bottt 51. Mar 1905.ausgefuhrt: „Nur der tatsächliche änL-hnitt
l1DC^cnt unb die dainit zusammenhüngende ik'W Lebensführung der Ehegatten, nicht aber eine SeVensV«^ ■rfiaften fU' Rücksicht auf das Einkommen des Mannsc'd bi' Jen 6äuö(irhpnlTO-e'/CnlIlCi^ncn nad) Ä-Hait uns ui-nfang xeitia^ hi J & Wirkungskreis der Frau und baVfttt gleich. ä “ 8 b,e lÄrenzen ihrer Vertretungsmacht. Ss^ dünn
Meiches, 19. Okt. Hier verbrannte ein Strob Hausen auf dem Feld. Als man die Asche auseinander wars, sand man verkohlte Luochen. Wie man annimmt’ M em Handwerksbursche, der in dem Stroh he ' tergte, den Brand verursacht - wahrscheinlich durch ein' Zigarre -, der ihn das Leben kostete. Die Polizei beschlao nahmte die Knochenreste. (Alsf. Ob 4trr
S-riTfV"8' 2L ^tL 5n unserer Stadt ijt ein hüchcher ,t a 1 u un en für Tiere in der Nähe des ehemali«n Gautor- zur Aussteitung gelangt, Der rund 1200 Mark tollet ®te Hauptsumme, nämttch 1000 Mark, entstammt einer Stii.
ßf ^ugst verstorbenen Rentners Blumner. Den Rest bewilligte der Mainzer Tierschutzverein ^?^benkopf,,19. Okt. Aus Veranlassung der Ber- liner Kriminalpolizei wurde heute abend hier ein anqeb- l ich er Gr af de Passy verhastet. Er hatte in Berlin 9ieBpa>hepIrf13vtd)t=r etn«e^. lMsigen Polizeiwachtmeisters ein angeknupft, das zur Verlobung führte Der ' 5eJfen Visitenkarte „Maximilian count be ^aifg, Kemijarf lautet, hatte sich vor ca. 14 Tagen hier im §otet Roode einlogiert. Der Vater der Staut muft wvbl geschöpft haben. Man sagt, er habe sich brief- tlch bei dem amerikanischen Konsulat in Berlin nach dem „Herrn Grafen erkundigt, worauf heute bet Haftbefehl etntraf. Sem wirklicher Warne ist Max Schirnau g k Er soll em gefährlicher Mäd ch en h än d l e r sein unb sein« -Staut verfprochen haben, sie über Paris nach Lonbon -n fuhren, wo die Htochzeit ftattfinben sollte 6U
h- &ran£furt a. TO., 21. OH. Die Kriminalpolizei beranftaltete yeute vormittag Ha u s su ch u n g e n bei einet Wet^e hiesiger Anarchisten. Es handelte sich um bie Beschlagnahme der antimilitaristischen Broschüre „Stieg bem Kriegs Gefunden wurde nichts. - Am Samstag ftarfi mi 90. Lebensjahr Eduard Gustav May, der Begründer der bekannten lithographischen Anstalt E. G. May Shneo. — Am Samstag abend wurde in der Karlstraße ein lunger Kaufmann von einem Seltner mit einem Revolver angeschossen unb schwer verletzt. Der Kaufmann, ungefähr 29 ^ahre alt würbe in bas städtische Krankenhaus gebracht. Die tlntetsuchiiiig ergab noch nichts bestimmtes, doch soll, ?“ ermitteIt werden konnte, der Kaufmann mit
bem Kellner ui entern Restaurant Billarb gespielt haben.
\erf 0Or be*n Steren aufgefordert wurde, Billardgeld zu bezahlen, entfloh er. Der Kellner eilte ihm nach und feuerte auf ihn. Von dem Täter fehlt ledoch noch jede Spur.
poliiifdic Tngesschan.
Das Branntwein-Monopol.
firh . Tagebl." hört, daß die Reichsregierung
^tfchreden hat, schon in der kommenden Session e ne Branntwernmonopolvorlage dem Reichstag zu unterbreiten. Die Verhandlungen mit dem Spiritus-Syndikat folgendes aB8Wfc,L ®ie Hauptpunkte seien kurz
Reichsregierung verstaatlicht das Spiri- ^"^udikat in ferner jetzigen Form und Gestalt aufgetauf?e,hi^nrttfaBrifen toerben °°>n Reiche fttnden ' B Ameren werden entsprechend abge- bie <^^rin§r(L9ierUn8 bietet den Spiritusproduzenten die Gewahr, ftir den zu liefernden Rohspiritus derartig zahlen, daß sie den unter den letzigen mpni, tn*ten CtiJeIten dEisen zum mindesten gleichkommen wenn nicht gar darüber hinausgehen. J
y. ■■ ®rannttoeinpreife werden entsprechend ?r- ?»?4„te t» «n....
s. ^Reinertrag des Branntweinmonopols wird für
,;S„.1 “8 b-m m«n.M
fTIt.r®“Lfeie" die Grundzüge des geplanten S9ranntoein= Ter ^uzelheiten der Verhandlungen zwischen
?äaen fif h 9,,erun9 Unb ber Jnteressentenvereinigung ent- Sögen sich vorläufig noch der Oeffentlicbkeit urr - • Sff' " »>*« ÄÄ ausschlaggebend mrtgewirkt haben.
Gegenüber diesen Mitteilungen des „Bert Taaebl" ÄÄW-*»’ "i * wSm Da)? bet Reichstag tn feiner nächsten Tagung sich mit einer ».«.»« .6« Spl.u.ä„„WI „Id,? äuVÄ j“,„
o vllar, 22. Okt. Heute morgen überfuhr der werk ^uster^in" Uebergang bei dem Basalt
es, Ester em Gefährt des Mühlenbesitzers Christ blib de^übw ^fCrb TbC 9etöteL Glücklicherweise uiieo Der Fuhrmann unverletzt
" ä iv i 1 ch e n Hungen uiid baü^hiP q-86“19^01" L November ab sei mitgeteitt
Fremdenfeindliches aus Amerika.
Rom, 21. Okt. Die „Tribuna" meldet aus Newyork: In mehreren Städten des Staates Mississippi to ollen bie Einheimischen die italienischen Kinder aus den Schulen ausschließen. Der italienische Attachee für Auswanderung benachrichtigte das Generalkommissariat für Auswanderung, daß der Vizekonsul sich an Ort und Stelle begeben habe, um in Uebereinstimmung mit den Lokalbehörden eine Untersuchung zu veranstalten. — Die „Tribuna" fügt hinzu, die italienische Gesandtschaft in Washington werde es nicht an den notwendigen Schritten fehlen lassen, um die gebührende Genugtuung zu erlangen.
Meuterei chirlesifcher Kulis.
Johannesburg, 21. Okt. Auf der New Modder- fontein Grube meuterten gestern abend chinesische Kulis. Sie verbarrikadierten sich auf dem Grundstück und zerstörten die Geschäftsräume der Grubengesellschaft. Die Polizei wurde von einem Hagel von Siein- wurfen empfangen und war außerstande, den Haupteingang zu erzwingen. Nachher vermochten sie durch die Küchen einzudringen, wurden aber hier durch die Kulis überfallen ^^,.6b^ötigt, von der Schußwaffe Gebrauch zu machen. Endlich gelang es der Polizei, den Eingang zu erobenr, wobei sie wiederum auf die Kulis feuerte, die schließlich rn ihre Wohnungen zurückgetrieben wurden. Es wurden 19 Chinesen verwundet, einer getötet und 24 verhaftet. She Meuterei ist durch Agitatoren hervorgerufen worden die den Chinesen vorredeten, sie brauchten am Sonntag nicht zu arbeiten. * ä
dec Arbeiten erkundigten. Beide wlirden verhnstet und der Gendarmerie in Zorskoje Ssolo übergeben.______________
Aus dem Zarenreiche.
Petersburg, 21. Okt. Hier wurden in der letzten Nacht zahlreiche Finnländer, Amerikaner und Engländer verhaftet, weil sie einer revolutionären Agitation verdächtig sind.
— Das Mitglied der ersten Duma Baron von Nopp, Bischof von Wilna, ist seiner Funktion enthoben worden.
Warschau, 21. Okt. Heute früh wurden in der hiesigen Zitadelle 2 Banditen und 7 Revolutionäre gehenkt.
— Die „Voss. Ztg." meldet aus Odessa: Schwarze Banden verübten am 21. Oktober wieder Ausschreitungen anläßlich der Verlegung ihres Versammlungslokals. Gegen 30 Juden wurden mehr oder minder schwer verletzt. Einem Knaben wurden die Augen a u s g e st o ch e n.
Deutsche« Reich. -----
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