Veränderungen im dipLomatischen Dienste
bemerkbar, weil die auf sozialistischem Boden stehenden
Ire heutige Hlrrrnmer umfaßt 10 Seiten.
München, 21. Okt. Der deutsche Gesandte im Haag
Die Kaager Konferenz.
mäßig.
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Verantwortlich tfn den politischen Teil:
; für den H. Beck.
istischen Staatsanschauungen möglich sei. Nun wird man } licht bestreiten können, daß tatsächlich die Sozialdemokratie ; n Deutschland Verdienste um die Hebung der Lage d^r : mteren Schichten besitzt und daß manches wichtige sozial- ; lolitijche Gesetz nur dadurch zustande gekommen ist, daß )ie Sozialdemokratie dazu drängte oder daß man ihr durch Einbringen einer Vorlage im Parlament den Wind aus den Segeln nehmen wollte. Anderseits aber ist es verfehlt zu behaupten, daß lediglich die Sozialdemokratie in der Lage jei, für die Arbeiterschaft zu sorgen; das gleiche Streben ivaltet auch bei den übrigen Parteien vor, nur daß es nicht stets und stündig in den Vordergrund gerückt und agitatorisch ausgebeutet wird, weil man den Standpunkt vertritt, daß eine einzige Berussklasse nicht einseitig bevorzugt werden dürfe. Ist es doch Tatsache, daß die Sozialpolitik der früheren Jahre in erster Linie die Arbeiterschaft im Auge hatte, während das nicht minder bedrängte Handwerk ziemlich leer ausging und erst in neuerer Zeit etwas mehr Beriicksichtigung findet. Ebensowenig trifft es zu, daß sich eine Besserung der Lage der Arbeiterschaft nicht auf dem Boden der heutigen bürgerlichen Staatsform verwirklichen lasse, und gerade in Deutschland hat man sehen können, wie viel durch den Staat für die unteren Schichten getan worden ist. Auf den Boden gegenseitigen Verstehens und gegenseitiger Verständigung läßt sich sehr wohl viel erreichen, nur dürfen sich die Forderungen nicht in utopistischen Bahnen verlieren. Es ist bedauerlich, daß man gerade auf dem Gebiet der Arbeitersürsorge sehr oft ein Ueber- schreiten der realen Grenzen fordert, wodurch die Situation sehr erschwert wird; allerdings ist es leichter, durch schöne Zukunftsmusik aus die Masse einzuwirken und sie zum Anschlüsse zu veranlassen, indessen ist eine derartige Bewegung für die Entwicklung eines Staates um so gefährlicher. Tatsächlich gibt es, wie der augenblicklich in Berlin stattsindende nationale A r b e i t e r k o n g r e ß beweist, Tausende und Abertausende in der Arbeiterschaft, die sich auf einen derartigen Boden nicht stellen, sondern hoffen, auch unter der heutigen Staatssorm ihre Ziele erreichen zu können. Eine derartige Bewegung, selbst wenn sie zeitweilig in Opposition zur Regierung stehen kann, weil diese in der sozialen Betätigung minder rege ist, verdient allseitige Förderung, namentlich auch durch die Regierung. Der Boden hierzu ist augenblicklich durchaus günstig, in weiten Kreisen der Arbeiterschaft macht sich ein Umschwung
Gewerkschaften durch ihren Zwang viele besonnenere Ele- < ;
mente ab stoßen, und bei Ausnutzung dieser Situation könnte Sch lö zer kommt alspreuhischerGesandter nach
Rationale Arbeiter.
Als Arbeiterpartei will stets die Sozialdemokratie angesehen werden, indem man behauptet, daß keine einzige mdere Partei so für die Arbeiterschaft sorge und daß eine Besserung ihrer Lage nur auf der Grundlage der sozia-
!>zwei Mäuner, die damit beschäftigt waren, eine Mine zu Der^trockene Husten hält wohl noch an/ er ist jedoch auch nur graben. Die Lenke trugen Pläne für die Mine bei sich, sowie Telegramme von Komplizen, wörm bie)e stch nach dem Gange
Dienstag 22. Oktober 1907 BezugSpret-r monatlich75P^ vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch
hat die preußische Archivverwaltung käuflich erworben. Sie erstrecken sich über einen Zeitraum von 37 Jahren. Ein Schreiben aus dem Jahre 1742 enthält eine 7 Seiten lange, bisher noch nicht gedruckte Ode an Voltaire. Friedrich der Große wirft ihm darin vor, für Maria Theresia Partei ergriffen zu haben. Der letzte der Briefe, aus dem Jahr 1777, schließt: „il fallait les cb armes de l’enchanteur ed j'eruey pour tirer des vers de ma sterille cei velle.u
— Tas 7. Violinkonzert von Mozart, das bisher als verloren galt, ist soeben in Leipzig veröffentliast worden. Wie erzählt wird, ist das Autograph dieses Konzertes (Eigentum von Habeneck in Paris bis 1837) verschollen, nur eine Abschrift wurde eifersüchtig von Eugene Sauzay, der sie niemand zuganglia) machte, gehütet. Es ist nun dem Vorsteher der Kgl. Bibliothek in Berlin, Prof. Tr. A. Kupfermann, gelungen, eine 2. Abschrift des Autographes aufzufinden und nach dieser erfolgte erstmalig die Herausgabe. Nach einer Notiz auf dem Autograph ist das am 16. Juli 1777 in Salzburg vollendet worden, also 2 ^ahre spater als die ersten bekannten Violinkonzerte. Die Spuren der Zeit seiner Entstehung zeigt das Konzert am deutlichsten in der Besetzung und Behandlung des Orchesters, das neben dem Streichquintett nur noch zwei Oboen und zwei Hörner verwendet, ^n dieser Beziehung hat der Komponist unzweifelhaft die örtlichen, immerhin beschrankten Salzburger Verhältnisse berücksichtigt. Nicht nur für unsere Geigenkünstler wird das Werk von Wert sem, sondern auch für Tilettanten und Musikschulen. Die Uraufführung erfolgt gleichzeitig in Dresden (Petri-Mozartgememde), Leipzig (vrl. Bosa)- Windersteinkonzert und Berlin (Mozartgememde) am 4. November
1 — Eine norwegischeSüdexpedition. Christi- ania wird mitgeteilt: .Nach einem en 2tujentöalt 3u Sbunter-- zwecken in Neweastle ist eine norwegische Sudpolarexpeditivn aus- gebrochen, die Geschäft und Wissenschaft mitema^er zu„verbinden gedenkt. Ihr Führer ist der Polarfahrer H. Bull aus Christi- ania, der bereits zwei artarkische Ausflüge hinter sich hat, einen im Jahre 1893/1895, einen zweiten im vorigen Winter wobei der Expeditionsschooner Cathrme untergmg. ^as Schiff der diesjährigen Expedition führt den poetischen Namen Solalimt", ist aber ein alter Sunderlander Dampfer, der nut Tanks und Oefeu für den Walfischfang ausgerüstet ift xaÄ kommerzielle Interesse der Expedition ist aber Nicht Walst ch n, sondern „Seelefanten" (Seelöwen) zugewendet, die man zwischen dem 46. und 45. Grad südlicher Breite zu finden erwar ed Tie Ausbeute au Fett und Häuten soll die Expedrtion wirtschaftlich ermöglichen. Die „Solglimt" ist mit 75 Norwegern bemannt und steht unter dem Kommando des englischen Kapitäns Ree. Sie ist von zwei Zoologen begleitet, die hauptsächlich der ^^bfifcherei und Tiefseephotographie nachgehen werden. Ihre Ausbeute soll dann in öffentlichen Vorträgen in ganz Eriropa bekannt gegeben werden. Für die photographischen Aupiahmen sollen sckwn eine ganze Anzahl kinematographifcher Institute Kontrakte LbgesMosfen haben. -
Haag, 21. Okt. Die von der Friedenskonferenz an- längerer Zeit die Absicht bestehe, bei der denmächstigen genommenen Konventionen und Erklärungen sind in fol- Aenderung des allgemeinen Berggesetzes auch die Paragraphen gender Anzahl von den Staaten unterzeichnet: Reglement 74 bis 76 zu ändern, dabei die berggesetzlichen Bestimmungen betreffs die Behandlung von in t e r n a ti 0 n al e n über das Dienstverhältnis der Grubenbeamten den entsprechenden Konflikten: 31; betreffend die Einziehung ko n- Bestimmungen der Gewerbe-Ordnung anzupaffen, traktlicher Schulden: 27; über die EröffnungJm übrigen sei er nicht in der Lage, in die Ver- derFeindseligkeiten: 31; über Gesetze undGe - irags Verhältnisse zwischen Bergwerksbesitzern und Gruben- bränche des Landkrieges: 32; über die Stellung der beamten einzugreifen. In ernstester Weise wies der Minister Neutralen im Landkriege: 32; Vorschristen sür darauf hin, daß die gegenwärtige gespannte Situation zu Handelsschiffe bei der Eröffnung von Feind- einem erheblichen Teile durch die f ch r 0 sfe Art heroorgerusen eligkeiten: 30; über die Umwandlung von Han- sei, die der Steigerverband bei seinem Vorgehen eingeschlagen delsschiffen in Kriegsschiffe: 29; über das habe. Er könne den Steigern nur dringend ans Herz legen, Legen von unterseeischen Minen: 25; über die der schwierigen Lage der Zechenbesitzer Rechnung Beschießung durch Seemächte zu Kriegszeiten: zu tragen und in der Form alles zu vermeiden, ivas zur 29; über die Anwendung der Grundsätze d er Verschärfung der Gegensätze beitragen könne. Was die Frage Genfer KonventionfürdenSeekrieg: 32; über der Verschiedenheit der Unfallziffern auf den Zechen und ihre die Beschränkung des Kaperrechts im Seekrieg: 29; Ursachen betreffe, so sei sie Gegenstand dauernder Ausmerkfam- über die Errichtung eines i n t e r na t i 0 n a l e n P r i s e n - leit der Bergbehörden, und die bezüglichen Behauptungen des gerichts: 22; über die Rechte und Pflichten der neu-1Herrn Werner sollten auf ihre Richtigkeit geprüft werden, tralen Mächte im Seekrieg: 26; über das Verbot, Beschwerden in Einzelfällen seien, soweit sie die Sicherheit Explosivstoffe aus Luftschiffen auszuwerfen: der Gruben beträfen, von den Beteiligten bei den Revier- 22- die Schlußakte der Konferenz wurde von Ver- beamten anzubringen, die allgemein angewiefen seien, alle nach tretern von 42 Staaten unterzeichnet. dieser Richtung zu ihrer Kenntnis gelangenden Klagen über
---------------- -------- — Mißstände zu untersuchen und das zu ihrer Abjtellung Er- hnu Oetterreilii forderliche zu veranlassen. Die Anstellung der von den
$ $ t,e § C f , einzelnen Gruben entlassenen Steiger aus Staatswerken tonnte
Wien, 22. Okt. Sie iwrrespondenz LSilhelm melbet: ... • 2luSfici,t ftcüen
Den gestrigen Tag über war das Befinden des Kaisers st" nlc^t '' .UuiMtjuikn.
zufriedenstellend. Der Monarch machte in der — - 777,
Mittagsstunde einen einstündigen Spaziergang in den Gale- Ein vereitelter Anschlag aus Sen ^a.en. rien des Schlosses, der ihm Wohltat. Am Nachmittag Petersburg, 21. Okt. (Pet.Telegr.-2tg.) 27 Werst empfing der Kaiser den Besuch ver Erzherzogin Marie üon ^er entfernt führten Jagdhunde in der Nähe des Valerie. Die Erzherzogin reist morgen nachmittag nach Schienenweges bei Pawlowsk Jäger zu einer nut Stroh, Wallsee ab. Auch in den Naa)mittags- und Abendstunden s , unb Planken bedeckten Stelle. Beim Abräumen ,d°s B°fmdeu des ^uara)en glech zufrwde-ist-lwnd „ Der[c§tebelie Grabmstiu.ueute unb nan stieß auf geblieben. Der Kraftezustand ist anoauernd günstig, auch l'"'^ ulun .
Äpeptit ist Vorhunden, Vie Körpertemperatur brieb normal.
die Negierung viel gewinnen. Staatssekretär v. Bethmann->Münch en. Nach dem Haag kommt .Herr v. Müller, Hollwea hat auf dem erwähnten Kongreß eine große Rede der deutscher Gesandter in Stockholm ist. Gr af Puck le r, gehalten, in der er das Festhalten an der Sozialpolitik deutscher Gesandter in Luxemburg, wirdNaa)smgcr üiullers
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kündigte, aber es wird notwendig sem, daß die Regierung z B - ■ ——- _ -
nicht bloß auf dem speziellen Gebiete der Sozialpolitik, Steigerverbaud und Handelsminister.
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Handelsminister empfangen. Er trug ihm die Wünsche des Verbandes vor. Der Minister erwiderte, daß bereits seit
Aleines Feuilleton.
Eine Schitterfeier in Mainz.
Vom 18. zum 19. Okloöer 1782 weilte Schiller in Mcünz. Zur Erinnerung an jene Tage ließ das Staduheater amSanisi^ Laubes „Karlsschüler" in ^zene gehen und brachte dav Lustspiel Aul Schillers Flucht" von Alfred Bo rckel zur Uraufführung. J.i Börckels Einakter, der im Gasthaus .zu den drei Relchskronen^ m Mamz spielt, veranlaßt Alargarete Schwan, die Tochter des Alamiheimer Buchhaiidlers, Schiller zu einer kleinen Jntrigue. Eva, die Tochter des Wirtes, liebt ^nämlich gegen den Willen ihres Vaters einen jungen Riusiker. Schiller, der sm; als Dr. Ritter em- geführt hat, soll den Alten, der gichtleideiid ist, ärztlich, behandeln und dabei gleichzeitig seinen Einfluß gelteno machen, dab Evaihren geliebten Nlusiker bekommt. Das Experiment gelingt. schiller befreit den Vater von feinen Gichtschmerzen und Eva von ihrem Herzeleid. Tas Lustspiel fand eine sehr fremidliche Aufnahme. Der Periafier und die Darsteller konnten wiederholt für den lebhaften Beifall danken. Eine stattliche Anzahl Damen und Herreii versammelte sich nach Schluß des Theaters nu Ratskeller. Direktor Behreiid toastete auf die Presse. Er sei zur Erkenntnis gekommen, daß Theater und Presse aufeinander angewiesen seien und er wisse, daß er ohne Mithilfe der Zeilimgen nie das erzielt hatte, was er erreichte. Ein Gedicht „Schillers Flucht", das der Wiener Dichter- Otto Aleixner der Bürgermeisterei Atainz gowidmet hatte, trug Börckel vor. Durch Gesangsvorträge errangen stilrmischen Beifall Frl. Elise Kaiser, die Herren Bürstinghaus, Professor Kohler imt Fifcher-Schlotthauer. Mit Rezitationen erfreuten Frl. Helene Kaifei, Professor Nover, Huy und Herz. *
- Herr Richard Gsell, Mitglied des Gießener Stadttheaters, schreibt uns, daß er versehentlich auf dem Zettel der „Schönen Ungarin" als Darsteller des Walzebock genannt^wurde, daß jedoch Herr Edelbert Gar eis diese Rolle am ^onntag iPiel- Eine Nichte des amerik-nis chen P räsidenten als Opernsängerin. — Miß Mau de R o o s e v t hat sich dieser Tage in Elberfeld, wie man uns von dort schreibt,
Sn Male °u, der Bühne gezeigt als Elisabeth UN Tann- hüusek Wie sie singt und spielt? - N°ch etwas an °ngerhasb Zwar klingt ihr im Charakter des Mezzosoprans dunke gelarbles Organ voll und schön, aber die Tongebung ist noch und es bedars namentlich einigerFe,le bis sich^e stoliw^cn Tonansätze verlieren. Figürlich ist Mauds 3i°°sevs" G'unb schlank eigentlich sür die Bühne. /Ciircr kostumlr > «kbeit kostbar ausgcstatteten Elisabeth allerdings stand dieseOchlantpei Nicht Übel zu Gesicht! es haftete hr etwas von, einergoMIch n eiligenstatue an, wie man sie häufig m katholischen Kirchen
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^brk Wiwes, ünmsttel-
M ’U lmige
als verschollen, bis sie vor etwa zwei Jahren zwischen alten Manuskripten auftauchte. Leider nicht das vollständige Werk, das aus zwei Auftritten bestand, sondern nur die Schlußszene, die freilich nicht als Fragment empfunden wird, vielmehr ein in ich abgeschlossenes Ganzes darstellt. Sie gehört zum packendsten, was Wilde geschaffen hat, reiht sich, was die Kunst der Steigerung und die Kraft der Verdichtung betrifft, der „Salome" würdig an, trifft das Kolorit der Renaissance bei aller Knappheit der Zeichnung mit erstaunlicher Sicherheit. Der Dichter hat sein Werk richtig eingeschätzt, als er es in „De Profundis" neben „Salome" stellte.
— Für die Bühnenfestspiele in B ay r euth 1908 ind in Aussicht genommen: Parsifal, Der Ring des Nibelungen und Lohengrin. Die Aufführnngstage sind die folgenden: Lohen- grin 22., Parsifal 23., Der Ring des Nibelungen: Das Rheingold 25 Die Walküre 26., Siegfried 27., Götterdämmerung 28., Lohengrin 31. Juli. Parsifal 1., Parsifal 4., Lohengrin 5., Parsifal 7., Parsifal 8., Parsifal 11., Lohengrin 12., Ter Ring des Nibelungen: Das Rheingold 14., Die Walküre ^„Siegfried 16., Götterdämmerung 17., Lohengrin 19., Parsifal 20. August.
— Von der ehelichen Treue. Peter Ro,egger erzählt: „Wie denken Sie über die eheliche Treue?" fragte Mich ein Besucher aus der Großstadt. Wie ich darüber denke? Tas ist ganz gleichgültig. Fragen Sie doch lieber, wie ichs damit halte. Ich will es Ihnen osten sagen. Tie^ Sache ist interessant, und ich kann wohl mitreden ^n der ^ugmd, vor meiner Verehelichung, hats für Mich nicht allzuviele Versuchung gegeben, also auch mcht viele Tugend. Iw: Lause.des Lebens habe ich erstere kennen gelernt und letztere mcht immer mit leichter Mühe bewahrt. Ein Entscheidendes war, daß man kein Schuft werden will. Jedem Geschäftsmann halt man das Versprechen, und gerade dem liebsten Menschen nicht? Uebngens wäre auszuführen, daß in dieser Sache docy weniger das „Verbrechen" mitfpricht, als praktische Erwägungen. Man setzt m dem Treubruch doch einmal gar zu viel an ^ebenvgluck auf das Spiel. Außerhalb wie innerhalb des Kreises
fnien Widerwärtigkeiten und können ihm unter Umstanden so ehr über den" Kopf wachsen, daß sie alles häusliche Gluck alle sittliche Kindererziehung, oft auch alle geordneten wrrtscha tlrchen den Vkr uchÜngen ein Gegengewicht zu bieten Das stärkste daran wt allerdings die Liebe zur eigenen Frau. Nein zu ÄS SS sch r en - T°s K Ausnahmen", sagte mein Besucher en- täuscht - Glauben Sie? Wir leben m ein« Zeit der Che- bnicbriccberei Tie haben wir noch von dem stanzösifchen ~ujt- N und auch von der der modernen Literatur. Ich vermute daß der Ehebruch häufiger in der Tichtung vorkommt als im Qeben Um so folgenschwere Tummheiten zu begehen, dafür find die meisten Leute, wenn auch nicht zu gut,,so doch zu:^^^nftig^
— Sechzehn größtenteils ungedruate Briefe Friedrichs des Großen an Voltaire
kr. 348 Erstes Blatt 157, Jahrgang
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