Beide Gebäude, die mit Ernte-
Sitzung des Provinzial-Äusschusses.
Als Gesuch
schon Jahre lang gehegten Wunsch vom 1. Oktober d. I. gewährt. An die Nebenbahn Hungen—Mücke schließt sich in Station Billingen ein Zuführungsgleise nach der chemischen Fabrik Friedrichshütte. Schon vor einem Jahrzehnt baute man in Nähe unseres Ortes ein Stationshaus, das späterhin jedoch nur zur Güterabfertigung benutzt wurde. Die Gesuche um Eröffnung eines Personenverkehrs blieben ungehört bis jetzt, da endlich die erfreuliche Nachricht eintrifft, daß auf der Strecke Hungen —Billingen — Ruppertsburg täglich zwei Persvnenzüge Verkehren, der erste geht morgens nach 6 Uhr hinter dem Frühzug nach Mücke her und fährt um 8i/2 Uhr zurück. Der zweite fährt mittags um 3 Uhr in Hungen ab und fährt um 5 Uhr nachmittags wieder nach Hungen zurück. Hoffentlich wird das Entgegenkommen der Direktion durch eifrige Benutzung der Züge gelohnt.
O Ruppertsburg, 20. Okt. Die neue Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. hat der hiesigen Gemeinde einen
Die zweite Sache, Gesuch des Georg Friedrich Rühl von O t t e r b a ch um Erlaubnis zum Betrieb einer Schank- wirtschaft wurde aus Antrag des Vertreters des Gesuch stellers vertagt.
Zum Schluß wurde über das Gesuch des Philipp Krei. l i n g XI. von W i e s e ck, der im Hause' Gießener Straße Nr. 141 eine Gastwirtschaft betreiben will, verhandelt Das Gesuch war vom Gemeinderat von Wieseck im Hinblic auf die bauliche Entwicklung des fraglichen Ortsteils bc< sürwortet worden, während der Kreisausschuß des Kreise Gießen ein Bedürfnis für nicht vorliegend erachtete und deshalb das Gesuch ablehnte. Gegen diese Entscheidung legte der Gesuchsteller Rekurs an den Provinzialausschn- ein, der mit Rücksicht darauf, daß sich Wieseck stetig um zwar in der Richtung nach Gießen zu vergrößert, dein Gesuche heute stattgab.
Gießen, 19. Okt erster Gegenstand der Tagesordnung stand das des Johann Bernstein zu Schlitz um (h- laubnis zum Kleinhandel mit Branntwein iur Verhandlung. Der Gemeinderat von Schlitz hatte das & such nicht befürwortet, da in der Straße, in der der Handel betrieben werden soll, bereits sieben derartige Verkaufsstellen vorhanden seien und deren Vermehrung mögliche zu vermeiden sei. Der Kreisausschuß des Kreises Lauten bach schloß sich dem an, indem er die nachgesuchte Kvn- Zession versagte. Auch der gegen dessen Entscheidung Cn den Provinzialausschuß verfolgte Rekurs war ohne Erfoft da dieser ein Bedürfnis ebenfalls nicht anzuerkennen vermochte.
R. B. D a r m st a d t, 20. Okt. In der Nähe der Station Rosenhöhe hat sich heute nachmittag 31/4 Uhr ein furchtbares Unglück auf dem Bahnkörper der Odenwaldbahn ereignet. Der Weichensteller Jakob Spalt aus Roßdorf wollte dem von Groß-Zimmern kommenden Zug ausweichen, als der Zug aus dem Odenwald herankam und den Unglücklichen überfuhr. Die Räder gingen ihm über beide Beine und den Kopf und schnitten ihm vollständig die Schüdeldecke ab, so daß die Hirnmasse hervorquoll und nach wenigen Sekunden der Tod eintrat. Der Verunglückte stand im 35. Lebensjahre und hinterläßt eine Frau und fünf unversorgte Kinder.
-a- Kinzenbach, 21. Okt. Unter großer Beteiligung von nah und fern wurde am gestrigen Sonntage unsere n e u e S ch u l e ihrer Bestimmung übergeben. Dazu waren u. a. erschienen Bürgermeister Braun-Krofdorf, Kreisbaumeister Witte-Wetzlar, Kreisschulinspektor Geibel-Duten- hofen, Pfarrer Knieper-Krofdorf, sowie viele Lehrer der Umgegend. Die meisten Häuser trugen prächtiges Festgewand. Der Festakt begann um 21/4 Uhr an der alten Schule, woselbst die geladenen Gäste, der Gemeinde- und Kirchenvorstand und der Gesangverein Aufstellung ge-r nominell hatten. Der Kirchenchor leitete die Feier ein mit dem Liede „Danket dem Herrn", worauf Lehrer Schlierbach in kurzen Worten von der alten Schule Abschied nahm. Er ging aus die Geschichte des uralten Hauses ein und gedachte besonders der Männer, die an dieser Stätte un Dienste der Schule gestanden haben. Nach dem Gesang
„ . , , u-dtkirche selbst anschloh. Bei einem Gang durch das Innere oer Kirche und einem ebensolchen um dieselbe wurden die nöligen Erläuterungen zu diesem Vortrage gegeben, denen die etwa 60 Zuhörer mit großem Interesse folgten. Nachdem man noch das Roma n i sch e Haus am UntermarK, das als das frühere Rathaus Gelnhausens angesehen wird, und das als solches eines der ältesten Deutschlands ist, von außen kurz besichtigt hatte, ging es zur B a r L a r 0 s s a b u r g auf der Kinziginsel, dem Juwel oer romanjschnr ; aukunst. An der Hand eines Planes wurde hier zunächst die Anlage der Burg gezeigt, woran sich dann die Besichtigung der einzelnen Teile mit Erklärungen über Entstehung, Einrichtung, Zweck u. dgl. anreihte. Der „Hessische Hof" forgte sodann iür die leibliche Erfrischung der Ausflügler, dis man um 9 Uhr abends die Heimfahrt antrat.
„Unfern Ausgang segne Gott" setzte sich unter Glocken geläute der Festzug in Bewegung nach der in der Bab>, Hofstraße gelegenen neuen Schule. Der weite Schulz' der das stattliche Gebäude umschließt, war bald von eine dichten Menschenmenge angefüllt. Hier trug der Gesang verein ein Loblied vor. Ter Ortspfarrer hielt von bc-J schmucken Portal aus die Weiherede. Sodann erfolgte d Schlüsselübergabe, wobei Bürgermeister Braun die deutung des über der Eingangspforte stehenden Spruche' „Gott zur Ehr, der Jugend zur Lehr!" darlegte Die Psix." öffnete sich und die Menschenmenge strömte hinein in bi' weiten Hellen Schulsäle. Kinzenbach darf stolz sein Q11- sein schönes Schulhaus.
A Weilburg, 20. Okt. Im Felscnkeller hier fanb heute eine Lokalausstellung des Kaninchenvereins „Weil" statt. Dieselbe war gut beschickt besucht. Es erhielten Ehrenpreise: Karl Eckhardt-Laimbach Georg Pfeiffer-Weilburg und Jakob Becker-Edelsberg; erste Preise: Hermann Nickel und Ernst Eschenbrenner-Efser--. Hausen, Karl Eckhardt-Laimbach; zweite Preise: Qkot' Pfeiffer-Weilburg, Hermann Nickel und Ernst Esches brenner-Essershausen; dritte Preise: Jakob Becker-Edesi berg, Georg Pfeiffer-Weilburg, Albert Schmidt-Laimbach und Otto Lehwalter-Laimbach. Als Preisrichter fungierte Th. Viehmann-Mnzenbach.
Vermischte».
* Bierstreik in München. Infolge einer ministk-t nellen Erklärung in der bayerischen Abgeordnetenkammer, daß zur Erhöhung des Bierpceises, die die Münchener Brau haben eintreten lassen, kein Grund vorliege, hat der Münchener Bierstreik eine kolossale Ausdehnung gewonnen. Innerhalb zweier Tage haben sich mehr als 60000 Personen verpflichtet, fein Bier zu trinken. Dazu kommen noch sämtliche Gewerkschaften und die Sozialdemokraten, b;e vom Dienstag ab den Bierboykott gegen die Münchener Bier- brauet verhängen.
* Die Gräfin Zamojska aus Warschau, von du gemeldet wurde, daß sie wahrscheinlich in einem Eisenbahnzuge ermordet worden sei — war doch bereits der Heizer des Zugc-, in welchen, sich die Gräfin befunden hat, unter dem Verdacht der Ermordung verhaftet worden — ift zu ihrer Familie zurückgekehrt. Die Dame scheint an Verfolgungswahn zu leiden. Sie soll dem Eisenbahnzug entstiegen und auf em benachbartes Gut geflohen sein. Wahrscheinlich hat die ganze Angelegenheit einen romantischen Hintergrund. Andererseits wird dagegen der stille häusliche Charakter der Gräfin her- vorgehoben, der eine Simulation zu romantischen Zwecken wenig glaubwürdig erscheinen läßt. Die Gräfin gehört übrigens einem fluchbeladenem Stamme an, dessen Geschichte polnischen Dichtem oft als Thema zu dramatischen Schöpfungen gedient hat. Bevor man wußte, daß die Gräfin bei ihm Familie lebt, kam vom Petersburger Hofe auf Veranlassung des Zaren eine Anfrage, wie weit die Nachforschungen naci ihrem Verbleib gediehen sind.
* Von Herb st Unwettern. Immer noch laufen ow allen Tellen der englischen Küste Nachrichten ein übe: Unfälle, die durch Sturnr verursacht worden sind. Zahlreich Boote sind gekentert, andere überfällig. — lieber die Wette: katastrophe, die das Herzogtum Krain, wie bereits gemeldei heimgesucht hat, werden noch folgende Einzelheiten gemeldet Das Laibacher Moor steht unter Wasser. Die Feistritz im Bc zirke Stein ist zu einem brausenden Strom geworden, de dre Brücken und Wasserwerke zerstört und die Wasserleitung rohre weggerrssen hat, so daß die Stadt Stein derzeit ohn Leitungswasser ist. Der Verkehr auf der Lokalbahn Laibach Stein ist bis auf weiteres unterbrochen. Tie Savebrücke bt Dazen ift zerstört. Im Bezirke Leitschn wurden zwei Gen Därmen durch Blitzschlag schwer verletzt. Es regne wrt. — Aus Südtir 0 l wird gemeldet: Infolge unaushör lieben Regens frißt das Hochwasser bei Neumarkt und Sallw die Etschdämme durch. Die Sarntalerstraße ist durch die Tatst auf größere Strecken zerstört und für den Wagenverkehr g< sperrt. In Wangen ist ein Haus eingestürzt, auf der liebe, etldjer Bahn bei Kaltem fanden Erdabrutschnngen statt. D Zugverkehr ist teilweise unterbrochen; bei Burgstatt ist b- Rerchstraße überschwemmt, bei Roneogno sind die Gleise d< Valsuganabahn untermuhrt, bei Prinwer sind mehrere Brücke sortgerrssen. — Durch das außerordentliche Steigen des Tie in wurde ein Tammbruch veranlaßt und die Vorstadt von P a v, überschwemmt. Tie ital. Behörden treffen Maßregeln zur Hill
Ern furchtbarer Sturm wütete ferner in der Gegend u den Aetna, wobei schwere Regengüsse vermischt mit Hagi medergingen. In den Weinbergen und in den Obstplautag« wurde schwerer Schaden angerichtet. Tie Stadt Catanien ist ( mehreren Stellen überschwemmt. — Auch aus der spanisch« Provinz Barcelona liegen Meldungen von neuen durch liebe schwemmungen ungerichteten Verwüstungen vor, namentlich ai .(^zirk Sabadell). Fast alle Züge haben in Spaui mehrstündige Verspätungen. Als König Alfons im Aut
Mitten ntit verständlichem Stolz aus di- Vergrößerung Ihrer Ve- 1 aus geführt hakte, kam er am verflossenen Samstag auch deutung und Ihrer Macht. (Beifall.) Aber auch hier gilt der Satz, hierher und legte einen Kaufmann herein. Der Betrüger daß je ^^ere Macht einer ^t, 1^0 höher serne Veranttvort- etlpa 28 Jahre alt, mittelgroß, schwarz, ziemlich gut lijtett fteigt. Gewitz ist es natürlich und voll berechtigt, daß Ar- ' redegewandt
beiter, die sich zu Vereinigungen zusammentun, well der einzelne getieivet uno reoegewanot.
wirtsc^ftlichen Getriebe unserer Zeit schwerer, .zu 1 einem x Burkhardsfelden, 20. Okt. Der an der SRedjte kommt als die geschossene Vereinigung — gewiß sage ich, Straße nach Hattenrod gelegene Bauplatz des Heinrich ist es natürlich und berechtigt, daß solche Ar^iteroereinigungeil y. hier ging in den Besitz des Schreiners Ludwig
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daß sie mit allen Mitteln die wirtschaftliche, soziale und sittliche Wohnhaus nebst Schreinerei zu errichten, da hier ^etzt kein Wohlfahrt des Arbellerftandes zu heben suchen. Das ist nicht Schreiner ansässig ist.
Mr Mr Recht, daÄ ist Ihre Pflicht. Abe« «icmerdxn mir auch m x Saasen, 20. Okt. Hier hat sich ein Konsum- ÄÄ.’ÄÄM"S « .«= i« «HM. d-» b-«- 30 «Md-- -»,
wir erlangt haben, zum Nachteil anderer auszunutzen. Die ganze gehören. Direktor ist Maurermeister und Gastwirt Wilh. Meuschheits- und die ganze Weltgeschichte ift ein einiges Zeugnis Schepp, Lagerhalter Heinrich Wagner.
davon und auch die Koalitionen, die sich auf wrrtichaftlEem B le i ch e n b a ch, 20. Okt. Kurz vor Beginn des
biete gebildet haben, und dreier Gefahr unterworfen. (>seyr rrcy- .. -> v Y , . Y <
tig) Ich brauche «sie, die Sü die Kämpfe, die Mte und Sorgen Vormittagsgottesdienstes brach an einer hochgelegenen des täglichen, häufig so mitleidslosen Lebens ganz.unmittelbar Stelle des Ortes in der Sch eu e r des Wagners Dönges fühlen, nicht an Einzelheiten zu erinnern. Sie wissen selbst äm Feuer aus. In 10 Minuten stand auch schon eine Nachbesten, wie Terrorismus — von welcher ^erte er auch wmmen , . cw
möge — nicht nur den nwralischen Halt des Menfchen vernichtet, ./ oc-xu t. u ■ « -
sondern auch ganz« wirtschaftliche Existenzen zu zertrümmern ge- vorraten gefüllt waren, brannten ut kurzer Zett nreder. eignet ift. Die Waffen des rüch'ichtslosesten Zwanges mögen sich Mit Mühe rettete die Feuerwehr das Wohnhaus und nahedarbieten, wenn es gilt, einen Feind, ellren Todfeind niEer- stehende Scheuern. Von den Nachbarorten erschienen bald zururgen, zu ^löer liegt W wg i” • Sj*? pie Wehren von Ortenberg, Selters, Stockheim usw. Ohne
hm, die sozialdemokrati che Bewegung meint es. <xe rom au.es, > >
was sich ihr nicht anschließt, alles, was ihrem Begehren Nicht zu diese Hilfe waren wohl dem Feuer noch sechs 5)ofreiten Willen ist, beseitigen unö Niederkämpfen, uu^ dann diktatorisch zum Opfer gefallen, da die Brandstelle, ein sehr alter
ihre neue Ordnung der Dinge aufzurichten, ^ie, meine sperren, r^tgteil, enge Höfe und Gassen hat. Keiner der Abae-
befinden sich denigegenüber unzweifelhast m einer l^nierigen ist versilbert ^ie Mosserleitiinkr mit ibr^
Lage. Es ift so viel leichter Unzuftiedenheit, Haß und Neid su vratinten ^st versichert. 7^0 'Wasterleitung mit ihren HY-
erregen, so viel leichter die Massen mit sich fortzureißen, wenn dränten bewahrte sich vortrefflich. Die Einwohner können man ihnen Vorhalt: alle anderen Stände und Berusskreife sind von Glück sagen — bei Nachtzeit und Wind wäre zur Zeit im Unrecht, die Unternehiner sind die geschworenen ^odfernde des Brandes das Dorf von einem großen Brandunalück Arbellers, die staatliche Ordnung, die dem Einzelnen ja aud) r.pfrnffpn hinrhpn b
drückend fühlbar werden kann, tut nichts, als den Arbeiter ent- ve troff en woroen.
achten und vergewaltigen. Sie, meine Herren, wollen mit an- -r. Büdingen, 20. Okt. Am 18. Oktober nachmittags deren Mitteln arbeiten, Sie wollen, wie einer der Ihrigen es bei gegen 4 Uhr brach in der Ho fr eite des Heinrich Adam der Eröffnung des Hranfturter Kongressesausgedrückt hat, daß Eteyensteuber Witwe zu Düdelsheim in einem Nebenunter den deutschen Arberrern wieder die vier Grundpfeiler uuM ' ' , ' ... < , ,
gerichtet werden, die ihre glückliche Zukunft sichern, Fleiß, Gottes- I^bande, vermutlich durch Funkenentzundung durch eine furcht, Nüchternheit und ZuftiedenK-it. Das mag eine weniger Dreschmaschine, ein Schadenfeuer aus. Rasche Hilfe zugkräftige Parole sein als jene andere, und in den Kämpfen des beseitigte die drohende Gefahr. — In der Zeit vom 2., 3.
wohf^ dic^ Verfuchuwg'E^ °b Stt Xid? Kn anderen! 4: ^vember findet hier int Balentinschen Saale eine
nachmachen, hinter ihnen nicht zurückstehen sollen in dem Um- v n t n ch e n a u s st e l l u n g, veranstaltet vom Lokal-K>a-
fange der Forderungen und in der Rücksichtslosigkeit ihrer Ver- ninchenzuchtverein Büdingen unter dem Protektorate Sr. tretung. Ich würde es, meine Herren, für ein schweres Verhängnis Durchlaucht des Fürsten Wolfgang in Büdingen statt. Zur halten, wenn ^ie dieser Versuchung erlagen. Es handelt sich wusstelluna aelanaen rirka 150 Tiere nicht darum (ich brauckje wieder Worte, die auf dem Frankfurter Ausstellung gelangen zrrta 1DU Tiere.
Ängreß gespwchen worden sind), daß sich die Ihrem Programm . oem Krei se Budingen , 20. Ort. Am
folgende Arbeiterschaft als Sturmbock gegen die Sozialdemokratie! gestrigen Samstag unternahm bei herrlichstem Herbstwetter brailchen lassen solle, auch nicht darum, daß Sie eine schwächliche der Bezirks -Le hr er v er ein Büdingen, dem sich noch gegen)eitig zu verstehen, ehrlicher Wille, die berechtigten For- verschiedene auswärtige Herren sowie die Damen der Haus- Pelz, aber mach mich nicht naß". Nein, meine Herren, es han- Haltungsschule zu Lindheim angeschlossen hatten, einen
xlt )ich darum, daß Sie unter Festhalten am Vater lande, an der Ä u s f l u g nach der herrlich gelegenen alten Kaiserstadt
Treue zu Kaiser und Reich und an der von den Vatern über- Gelnbau len um unter %nFirnnrr hpa ^rnfpifnra
kommenen Reliaion für die Verbesserung der sozialen Lage der L^n y au s en um. unter ter ^ntjrung öe3 Professors
Arbeiter entschLssen, aber gemeinsam mit den anderen Gliedern und Prwatdozenten^Lie. Glaue-Gießen die
unseres deutschen Volkes zusammenarbeiten wollen, daß Sie dieses I ^v^^stbn Baudennnaier dieser Stadt zu besichtigen. Zu- Programm immer fester ausgestalten und bei ihm ausharren, un- nächst ging es^ zur altehrwürdigen Stadtkirche, die als bekümmert um die Werbungen und Verlockungen von links her. eines der großartigsten Dentnialer aus der Uebergangszeit Und m. H. glauben Sie nicht, daß Ihre Arbeit und Ihre Ms- gilt. Hier hielt Privatdozent Lie. G l a u e einen etwa gaben an Größe und Bedeutung verlieren, wenn Sie auch bei ent- iMtündigen Vortrag über: „Die Entwickelung des Kirchen- «chrcdcnstcr Brtonung ,der eigenen Interessen doch immer desscn bamvesens in Deutschland", dem sich dann ein tteberblick
bl-rben, datz em zeder -stand, und ^shall, auch d« über die Bangeschichte der ' ' '..... "
Arbeiterstand, nur em Glied des gemeinsamen Volkskörpers ift, * • — J 1 7 - -
daß nicht die Ausschaltung aller anderen Interessen, sondern der billige Ausgleich einander entgegenstehender In ter es) en das Ziel ist. Im Gegenteil. Ich wüßte kaum eiire größere Ausgabe der Gegernvart als diejenige, die mächtige Arbeiterbewegung unserer Tage e isin zuordnen in die bestehende Gesellschaft (Beifall). Wenn Sie sich dieser Ausgabe hingeben, dann sorgen Sie nicht nur für Ihr wirtschaftliches Gedeihen, für Ihre steigende Teilnahme an den Errungeiischasten der Kultur, am politischen Leben, sondern dann leisten oie dem Vaterlande, dessen Kinder wir doch alle sind, den größten Dienst. Die Art unserer zukünftigen Entwickelung wird davon abhängen, ob die deutsche Ar- bellerschaft gewillt ist, auf diesen Boden zu treten. Denken Sie dabei, meine Herren, an den Geiste in dem unsere, in dem Ihre Jugend, die zukünftigen Träger unseres wirtschaftlichen und staatlichen Lebens^aufwachsen sollen. Und nun werden Sie mir einwerfen, daß Sie diese Aufgabe nur lösen können, wenn Sie auf Gegenseitigkeit rechnen dürfen. Gewiß, meine Herren, Gegen- fatigfeit aus beiden, auf allen Seiten. Ehrlicher Wille, sich dernngen des anderen anznerkemten, ehrlicher Wille, die eigenen Wünsche dem großen Ganzen anzupassen, — nur irenn solcher Wille bei der Arbeiterschaft und beim Unternehmertum in gleicher Weise lebt und sich betätigt, nur dann kann die Arbell von Erfolg sein urü>. ich Mge ein Drittes hinzu, die Arbeit wurde trotzdem vergeblich bleiben, wenn nicht auch hie Staatsgewalt solchen efa>! lidjen Willen, wo immer er vorhanden ift, tatkräftig unterstützt I alles aber, was ihm zuwider handelt, mit Entschiedenheit bekämpft. (Zustimmung.)
(Schluß der Rede folgt morgen.)
Ans Stadt und Land.
Gießen, 21. Okt. 1907.
” Eine Sitzung des Provinzialausschufses findet Samstag, 26. ds. Mts, nachmittags 31/, Uhr, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Berufung der Firma Pass avant u. Sohn zu Frankfurt a. M. gegen die Veranlagung zur Gewerbesteuer in der Sta dt G ieß en. 2. Reims des Wilhelm Gasche zu Musch en heim gegen einen Polizeibefehl Großh. Kreisamts Gießen.' 3. Gesuch des Jos. Lang zu Ruhlkirchen um Genehmigung der bestehenden Stauhöhe des Wehrs an der Kellermühle.
** Ein Verein der nationalliberalen Jugend in Gießen. Im Laufe der letzten Woche wurde hier ein Verein der nationadiberaten Jugend gegründet, dem sofort zahlreiche Mitglieder aus den verschiedensten Kreisen beitraten. Derselbe bezweckt die politische Ausbildung feiner Mitglieder und wird zu diesem Zwecke regelmäßige Vortragsund Diskussionsabende abhalten. Der erste dieser Art findet nächsten Donnerstag abend im .Kaiserhos" statt, m welchem der Vorsitzende über den „Werdegang der national- liberalen Partei" sprechen wird. Für kommenden Winter sind auch größere öffentliche Versammlungen in Aussicht genommen. Wahrscheinlich wird bereits in allernächster Zeit Dr. Brunhuber-Köln über die „Pensionsversicherung der Pri oatangestellten" reden. Es liegt uns bereits em Aufruf des neuen Vereins vor.
. ** Ein eigentümliches Betrugsfeld hat sich in letzter Zeit ein junger Unbekannter erkoren. Er bestellt ^öftere Fabriken oder Geschäfte erheb- An Unb daß er
auch mrstandslos beauftragt sei, die er dann
Wenn bann die bestellte War/dem^ t^en veräußert. w"d, stellt sich der Betrug heraus öugeschrckt
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