Ausgabe 
21.9.1907 Zweites Blatt
 
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Süddeutsche Monatshefte, 4. Jahrg., 10. Heft

Neue Bücher.

Eingegangen vom 14. bis 20. September.

, Dr. H. Schäfer, Populär-Psychiatrie des Sokrates redivivus. Gespräche über den kleinen Unverstand. Würz­burg, A. Stuber's Verlag (Kurt Kabttzsch). Preis 2.50 Mk.

P^f- E. Stutzer, Lesebuch zur deutschen Staatskunde. Dresden, L. Ehlermann. Preis 1,20 Mk.

Hans Hyau, Kaschemmen-Willy. 4. Ausl., mit Bil­dern von Paul Haase. Berlin, Hermann Seemann Nachf. Preis 2 Mk. )X

** Cumberland-Vorstellungen. Heute und morgen gibt im Neuen Saalbau der hier noch im besten Andenken stehende Anti-Spiritist und Gedankenleser Stuart Cumberland zwei Vorstellungen, in denen er das Treiben der Spiritisten enthüllen wird. In seiner Begleitung be­findet sich die Traumtänzerin Madeleine. Madeleine ist ihres Willens beraubt, tanzt im somnambulen Zustand Chopin, Wagner, Strauß usw. und illustriert Gedichte. Mr. Cumberland gibt an beiden Nachmittagen eine Schüler- und Kindervorstellung auf dem Gebiete der Physik, Mnemo­technik und Zauberei.

O Krofdorf, 21. Sept. Der hiesige Schützenverein hält Sonntag, 22. Sept., ein f f e n t l i ch e s Preis - schießen auf dem neuen Schießstand ab. Die Preise sind bei Bäckermeister I. Appel ausgestellt.

X. Hanau, 20. Sept. Der Magistratsoberassistent Gerling hier wurde zum B ürge rin e ist er der Stadt Worbis gewählt.

Die Resolution wurde fast einstimmig angenommen. Alle anderen Resolutionen waren zugunsten dieser Hauptresolution zu­rückgezogen worden. Der Parteitag beschoß noch, die Rede Wurm's nn Druck zu veröffentlichen.

Es folgt dann noch der Bericht der Neunerkommis- sron, die zugleich als Beschwerde in stanz dient und die ßch mit 12 Beschwerden zu beschäftigen hatte, teils persönlichen Beschwerden, teils Wiederaufnahmegesuche und einem Prozeß. Von allgemeinem Interesse war nur ein Fall aus Bremen, wo ein Genosse einen freisinnigen Wahlaufruf unter- schrieben hatte, dann deii Wahlaufruf widerrufen hatte, bei der Stichwahl aber wieder aufs neue einen freisinnigen Ausruf unterzeichnet hatte. Der Parteitag hieß die Ausschlie- lßung dieses Genossen gut. Dann beschäftigte man sich resenthal. Wiesenthal ist der Vorsitzende des loralisttschen Allgemeinen Deutschen Metallarbeiterverbäirdes, einer Absplitterung des Deutschen Metallarbeiterverbandes. Er ist aus dem Verbände ausgeschlossen worden. Der geforderte Ausschluß aus der Partei wurde aber abgelehnt. Hiergegen erhoben die Genossen aus Berlin VI Widerspruch. Bevor in die Behandlung dieses Falles emgetreten wurde, beantragte Bebel zur Geschäfts- ordnung: In Erwägung, daß der Parteitag in der Angelegenheit der Lokallsten eine Beschlußfassung ausgesetzt hat, um die schwe­benden Ausgleichsoerhandlungcn nicht zu stören, beschließt der .auS kem gleichen Grunde einen Beschluß über den

Wresenthal bis zum nächsten Parteitag aus'zusetzen. Der Antrag Bebel wurde mit großer Majorität angenommen. Damit imb die Beschwert,cpunkte erledigt.

Die Beratung wandte sich hierauf der Festsetzung der Tagesordnung des,nächsten Parteitages zu. I

Politische Tagesschcnr.

Die Ungarn und der Thronfolger.

^L-cherzog ^Franz Ferdinand soll, wie derBdrl. Lok-Anz" ft ^n lange beim Kaiser Klage geführt haben über das stete Nachgeben gegenüber den ungarischen Ansprüchen, die er

Iure Gefahr für die Zukunft der Monarchie betrachtet. Er hat stets, die Ansicht verfochten, daß mit der Unabhangigkettspartei eine ersprießliche Politik unmöglich sei, schon weil diese Partei m ihrem Namen das Programm der ^trennung von Oesterreich vertrete. Besonders ablehnend ver- tMt sich der Erzherzog gegen die von Ungarn geforderten Ver- sassungsgarantien". Er soll sichi geäußert haben, der ^r^nt)On^U'I?9ar^L?mir^arut ^W Weise zu einem Schattenrönig

^er ^ofer ^^ärte, er wolle in dieser Sache atIe.l£ entscheiden- er bettachte die Kronrechte als ein Fiderkommitz, von dem sein Wille kein wesentliches Stück lösen, dürfe. Der Erzherzog als Thronerbe müßte seine Zustimmung i Kronrechte in Ungarn eine neue gesetzliche Einschränkung erfahren sollten. Graf Andrassy trug nun dem Erzherzog die ungarischen Forderungen inbezug auf die Ver- sasiungsgarantten vor. Der Thronfolger erhob fast zu wdem Einwendungen und faßte schließlich seine Mei- nung dahin zusammen, es dürft der Krone nicht zugemutet werden, . gebundenen Händen dem unberechenbaren Willen der d^umzipien auszuliefern. Sofort fuhr der Erzherzog zum Äai)er und gab diesem gegenüber seiner Ansicht Ausdruck kit t>on Ungarn geforderten Verfassungsgarantien üi der .^uUgeteilten Form unmöglich bewilligt werden könnten. In

Eu äußerte dann der Kaiser seine Willensmeinung,

behielt sich aber die endgültige Entscheidung vor.

Zentner in tue Garne lvanvrrn. Die Äufficht über die Teiche wird schon seit einigen Jahrhunderten durch die Familie Hoffmann zu Meder-E-coos ausgeübt, in deren Besitz noch eine Rechnung aus Jahre 1618 ist, wonach da- mals schon über 100 Zentner Karpfen dem Obermooser Ä,eich vertäust wurden. Bereits vor einigen Wochen wurde der Niedermooser Teich gezogen. Die Ausfischunq ist auf L-anistag, 28. d. Mts., morgens 6 Uhr beginnend, fest­gesetzt. Jeder Tourist sollte die Gelegenheit nicht ver äu- men, dein Fischzug beizuwohneu.

chelt, durchgreifende gewerbliche Hygiene der We.t,lütten und Ar- ^ertsMethoden, Schutz der Kinder, Jugendlichen und Frauen, aus­reichende ^öhne, Beseitigung alter die Lebenshaltung verteuernden indirekten Steuern, |oiuic_ des Boden- und Wohnungswuchers; Heoung der öffentlichen Erziehung durch 'Umgestalttmg und Er­weiterung des Schulwesens entsprechend den Beschlüssen des Mannheimer Parteitages über Volkserziehung; eine durchgreifende Wohnungsrewrm, Erholungsstätten, Bollsheime und Lesehallen.

Die Arbeiterorganisationen werden aufgefordert, jeden Zwang zum Genuß alkoholischer Getränke bei ihren Zusammeniunften zu beseitigen. Aufllärung durch Wort und Schrift über die Alkohol- gefcchr, insbesondere für Kinder und Jugendliche, und die zum Alkohvlmißbrauch verleitenden Trunksitten ist unbedingt erforder­lich. Kinder müssen vom AlLoholgenuß unbedingt ferngehalten werden. Den allein wirksamen Kampf gegen die Alkoholgefahr ^ihren die politischen und gewerkschaftlichen Organisationen der klapenbewußten Arbeiterschaft, indem sie deren wirtschaftlichen Lage Derben ein und sie lehren, statt im Rausche Vergessenheit und Genuß zu suchen, im Kampfe gegen bcu Kapitalismus' zur Befreiung von Verelendung und Unterdrückung Genugtuung, Erholung und Freude zu ftnden.

t ,rtner*L Ulche standen 20 Verkaiüsmufler von Saatgetre^ hessischer Saatzuchtgüter, woraus mehrfach Bestellungen üclnnJ wurden. Der Vorsitzende, Vertrauensmann der LandmirtschaUs kanuner, dankte sur die vielen praktischen Winke, die zu beherzig,, nun eacbe der erschienenen Landwirte sei, welche wohl einge ehp haiteii, daß ohne die Mithulse der Wissenschaft die Landwirte nich uiebr bestehen konnten. Vtit dein Ruse wrecht baib wieder^ ichfn* die üugerst angeregt verlau'ene Versammlung. J

** Kirchweihe feiern morgen u. a. Bieber bei Rod- Heim nnd Allertshausen.

~ Dauer der Lehrzeit im Handwerk. Dieser ^.age ging durch eine größere Zahl Tagesblätter eine Notiz über dre Dauer der Lehrzeit unter dem von einem Bericht­erstatter gewählten Stichworteine Verlängerung der Lehr­zeit über 3 Jahre ist unstatthaft". Hierzu sei mitgeteilt, oaß der Inhalt fragt. Artikels für sich richtig steht, in Ver­bindung mit dem Stichwort jedoch einen anderen Sinn er­halten hat. Die Dauer der Lehrzeit ist für Bildhauer, Buchdrucker, Feinmechaniker, Graveure, Li­thographen, Silberschmiedc, Steindrucker ill) r m ach er und Lylographen aus vier Jahres f^ur alle übrigen Handwerkszweige auf drei H a 9 r e festgesetzt. Da nun ein Antrag aus Verlänaeruna der Lehrzeit im Tapeziergewerbe auf 3y2 Jahre mit der Begründung einer erhöhten Inanspruchnahme der üehr-

durch die Fortbilduugsschule vorlag, so hatte Syn­dikus Eu g e lb a ch in fragt. Sitzung Bezug auf einen Erlaß genommen, nach dem eine Verlängerung der Lehrzeit mit f A brBe g r ü n d u n g unstatthaft sei und weiterhin aus- gefuhrt, dasz der Fortbildungsunterricht für die Lehrlinge eine Förderung, Ergänzung nnd Vertiefung der Meister- lehre nicht aber eine Beeinträchtigung darstelle.

iv Klein-Linden, 21. Sept. Unser Turnverein halt morgen in dem Garten zurBurg" sein Abturnen verbunden mit einer Reirutenabschiedsfeier ab. Damit ist ein Preistnrnen verbunden.

Kandel.

" E f ch Reichs bank. Es wird bekannt, daß Rückflüsse zu den Kassen der Bank sich auch in der drillen Wo^ des September fortgesetzt haben. Dadurch wi.rde, soweit sieb btS je§t uberfeben laßt, em weitere Krä'tignng des Status insofern herbeigefuhrt, als die fremden Gelder stärker gewachsen sind, w dle Anlagen. Es bleibt abzuwarten, ob das Reich das in den letzicn Wochen keine Ansprüche an das Zentralinstitut gestellt hat n> neuen Forderungen herantritt.

.3 ucker-Ertrag der kommenden Rüben ernte r5.O. Licht gibt folgende Taxen aus Handelskreisen wieder: Deim'^' and 2100 000 bis 21/, MiU. t. gegen 2 238 000 t. i. V., Cefter-rh 1 800 000 bis 1 360 000 t. (1344 000 t.), Frankreich 735 000 b ': 826 0001. (756 0001.), Rußland 1 250 000 bis 1 350 OuO t. (1470 0001 ? bei den kleineren Ländern Belgien und Holland gehen die Schär ungen zwischen 265 000 und 200 000 t. Tas Gesamtergebnis Euroo^' ^ 6 717 OOO^t 000 0 70q 000 t. geschätzt (i. V. war daS Ergeb.

AllSsug sns btu ÄtsvSrosmisrrßlslkru ütr Sloöt teitfitB. ___ _ Aufgebote.

Canöwirticbaft* I U ^' Wilhelm Reufch, Uhrmacher und Goldarbeiter,

ÄS®. ww.

Aus Sta-t Mit6

Gießen, 21. Sept. 1907.

. **BomGroßh. Hofe. S. K H. der Gro ß h erzo g ,agte am Freitag vormittag mit dem Maharajah von Brkanir im Groß-Gerauer Park, woselbst die Großherzog- Irchen Herrschaften mit ihren Gasten das Mittagessen nahmen.

.... ** H Ufür H e rb sie in. Seit unserer letzten Ber- osfentlichung gingen weiter ein: I. 5 Mk., Geh. Kirchen- (H59 83 sJf' $TÜ9er 10 M Zusammen bis jetzt Die Mäuseplage und ihre Bekämpfung.

lorr verweisen nochmals auf unsere Mitteilung in der Mtt- wochsnummer wegen der Anstellung von Ersuchen zur Bekämpfung der Mäuseplage durch Bouillonröhrchen und er» [Ul/en Gemeinden, die ihre Gemarkung für geeignet halten zur Anstellung dieser Versuche, sich bis längstens Montag zu melden.

(u_ *?,21 *e kirchlich-positive Vereinigung im e^ä0-Stu,rt cUeii beabsichtigt in diesem Derbst eine Hauptverfammluug für daö ganze Land in Gießen bes 8166110 b6i5 22- und am Vormittag

? ®S fteOt »u erwarten, daß in beiden Ver­anstaltungen hervorragende Vertreter der kirchlich-positiven formnen0 Unb bem übrigen Deutschland zu Worte "Blumenpflege der Mädchenschule. Heute nacynnttag suidet in der Stadimadchenfchule, die alljährliche Pramueruug der Mädchen statt, die sich im Laufe des Jahres in der häuslichen Blunienpflege besonders erfolgreich betätigt haben. Die sonst übliche Ausstellung der Blumen muß wegm bkv Kanatifatwnsarbcltcii bicSniul unterbleiben.

** E t w a 8 0 0 Reservisten unseres Kaiser Wilh"lm- Regrmentv wuroen gestern in die Heimat entlass«

* D e r Ztrku s t r a ß b u r g e r hat an der Lahn- ©,rucfe ferne Zette aufgeschtagen und wird heute abend feine Vorstellungen beri .;cn.

(Besprechung erfolgt nach. Ausivahl. Eine Verpflichtung zur Besprechung und zur Aufbewahrung unverlangt eingesandter Bücher wird nicht übernommen.)

Krankenkassen und Aerzteorg anisation. Herausgegeben v. d. Geschäftsstelle des Verbandes rt)einifdp westfälischer Betriebskrankenkassen zu Essen. Essen, Günther Eine Tuettfornsolge des .Hau -Prozesses.^ I^^e'r-s Modenbericht. Herbst und Winier Mh-r/itoa Dresden, Adolph Renner. Preis 0.75 Mk. d-r sich an die schriftstellerische Tätigkeit Lindaus über den »e ue Ku r m r t t e l h a u s der Stadt-Ge>

Fall angeMosscn hat. Wir entnehmen diesen Angaben fol- merude Meran. Erbaut 1907. Meran, ^Verlag der g°ndes: 1 Stadtgemeinüe.

fotoo6It%^BÖin$UÄitoi" bD? und Pflege

Ooerteutnant Molitor, von diesem als Familienoberhaupt ali ^er Geburt brs zunr Schulbeginn. Mrt Bemerkungen eme schwere Kränkung empfunden. Auch Oberstleutnant Bachelin uber Erziehung und Behandlung der Kinderkrankheiten KJte6B,®61'"* m eiM' - ««

«.»uaÄa'sL ii. so. i.

Ankunft dem Ehrenrat in Metz, erhielt nach 48 Stunden dessen che"/ Verlagsanstalt Bruckmann.

mit yentsprechenden^Bescheid und fuhr Dr. jur. I. Werthauer. Mvabitrium, Szene aus

m ^deglettung des Rechtsanwalts Dr. von! der Großstadt. Strafrechtsvileae 4 Aufs

fanZt^eQ?^)3ifc5e%«rtätibOigte^aeberftIeu^n^T »"dieltT äuIfam-P:DEutn^ntlzf ^7 3.L)1 Berlin uud Leipzig, Hermann See- Ulen. ^Lr. Paul Lindau wurde nun durch Dr. v. Pannwitz fürd mann wachst Preis 1 Mk.

ihm ?rr eÄC 1 mUIt 9 0 6 b e 11 a n g t. Den ^uiseppe Brombin, Italienischer Sprachführer,

eignest" vulmehr ,mr Ert daß Ml0?l Konversationsbuch, Anleitung zum Sprechen, Notwörlerbuch.

seiner Meinung nicht schuldig' 'gemacht habe", und bat sick^chließ- Äs' Bd. 2.) Ravensburg,

llst) -oedenkzeit bis zum anderen Vormittag aus, die ihm ru-! Dlko Maier. Preis 0.80 Mk.

gestanden wurde. Noch vor Ablauf der Frist ^empfing aber Dr. von Pannwitz im Hotel zwei Briefe, in denen der ablehnende Stand­punkt literarisch zu begründen versucht und lediglich die Erklärung ^gegeben wurde, daß Dr. Lindau auftichtig bedauere,daß ^orte auf Fräulem Olga Molitor eine so üble Wirkung gehabt hatten. (Fräulein Olga Molitor Ivar infolge der Lin- dauschen Artikel erkrankt). Da diese Erklärung den Beteiligten 2?^ oenugte., zog Dr. v. Pannwitz nunmehr die Konsequenzen, k 1 -^lndau lehnte aber auch und zwar sowohl in der Richtung gegen Oberleutnant Molitor, wie gegenüber Oberst-

in Jebk Berertwilligkett zu der Satisfaktion,. -----». ^zayrg., iu. »erti

außerordentlichen Schwere der Beleibt München, Südd. Monatshefte, GmbH Preis ^alira gungen entsprachen, ab. Damit war die Affäre wohl für die 12 Mk * } 3'

beiben Offizieredefinitiv" erledigt, nicht aber für Fräulein

Olga Molitor, deren Auseinandersetzung mit Neue Preußische Jagdordnung vom 17. Juli V u l L in bau erst jetzt beginnt. Dr. Lindau wurde bei 1907- Amtliche Fassung. Berlin 8., L. Schwarz u. Comv. Unterhandlungen darauf hingewiesen, daß ngch den ihm Preis 1 Mk.

geworbenen Aufklärungen jede etwaige Wiederholung der Belei­digung in der Broschüre schlankweg als Verleumdung er- cheine.

Kleine Tageschronik.

-n An Berlin^wurde wegen ver,achten Gattcnmordes die 50 Jahre alte ^Lraßenhändlerin Emilie Bartel verhaften Frau Bartel, die von ihrem Manne getrennt lebt, hatte erwartet' daß dieser ihr an Hem."Geburtstage die siebenjährige Tochter herausgeben werde^ Als )ie sich in ihrer Hoffnung getäuschtsah lEe sie ihren Mann in barschem Tone zur Rede. Als die er" ohne ihr eine Antwort zu geben, sich in sein Zimmer einschloß' zog die Frau einen Revolver aus der Tasck-e, zertrümmerte dura, einen ^chuß eine Turscheibe, schlug mit der Waffe die andere Leiben em, umbesicr jehen zu könnenmnd schoß dann noch vier' m{lL.ÜU I^cen Ein "Lchuß (ireifte ihn am Köpfe, bie anderen gingen feM. Auf 'den Lärm kamen Hausgenossen des Bedrohten unb Polizeibeamte dazu, die Frau Barrel festnahmeu und lpater der Krimmatpolizei zuführten J n

Dem 22ia6rigen Schlächtergesellen WWch in Kreuznaü wurde im Schlachthaus vom Schlachter Moritz der Wetzstahl durch das Herz gestoßen. SB. ist im Krankenhaus seinen schweren Ver letzungeu erlegen, nachdem er »venige Stunden zuvor seiner Aahrrgen Braut Barwrk aus Basenheim angetraut worden war Eine schwierige Operation, bei der das Herz genäht werden mutzte

günstig, doch trat bei dem großen Blutverlust der Tod durch Entkräftung ein.

. Ander Sprengstoffabrik in Lindenhöhe, die etwa eine halbe Stunde von dem Schießplatz auf der bei Köln ge- legenen Wahner Herde entfernt ist, fand eine starke Explosion tatt Ste SlrbeitEi ergriffen schleunig st die Flucht. Staunt hatten tc sich geborgen, als unter furchtbaren Detonationen das ganze NltrierhauS m dre Lust flog. Menschen sind jedoch, soweit bekaunst

^ungludt. Die Explofion war so stark, daß in dem eine l)albe Stunde entfernten Orte Wahn alle Fensterscheiben zer­splitterten und in der Kirche durch den gewaltigen Luftdruck Steme aus den Gewölben gerissen wurden.

ii In dem ungarischen Badeorte Cirkvenica sind große U n t e r s ch l e rf e zum Nachteil des ungarischen Staates entdeckt worden. Die Macknnattonen reicheii mehrere Jahre zurück. Meb- rere hohe Beamte des Bezirks sind in diese Affäre verwickelt. E den bezahlten Steuern wurde nur ein Teil abgelieftrt, der größere -teil verschwand, Waldungen des Staates wurden au<*= oeholzt und verkauft, auch wurden an Gestellungspflichtige Renten- pasie ausgestellt und hierfür hohe Beträge erhoben.

Bei einer Gerichtsverhandlung gegen die Ltandard Oil Cobaiip in Newpork bezeugte der Schatzmeister der Gesell- schäft, daß sich die Gewinne der Gesellschaft seit dem Jahre 1882 auf rund 900 ittionen Dollars belaufen ' " ' - ----'2'

o.v Ar?.-U b b a ch, 20. Sept. Der in Diensten der Butzbäch- -^icher Eisenbahn gewesene S t a t i o n s b e a m t e D. wurde wegen großer Unregelmäßigkeiten in der Ver­waltung seines Amtes enthoben.

zyn-3 Vx, rV ---*; 5u. k ft- Nieder-Moos, 20. Sevt Mebr und v\py-

gewühlt nWen $atietta8 to,,Tk Nürnberg schwindet daZ Volkstümliche auch in den entlegenen Orten

.Ein inzwischen eingelaufcner Antrag, wonach 'der Parteitag ! nu L n Aus fisch en der

bcniemgen Genossen, die an der Gründung des Allgemeinen Deut-! §f ? L ?n 21 c 0 e?'m o o ser Teiche srüher ein ^okatlarbeiterverbandes (Wieseuthal) beteiligt seien, die ent- un wahren Sinne ees Wortes, das Schaulustige

>chiedenste Mißbilligung auszusprechen sei, wurde als unzulässig uay und fern anzog. Diesen Charakter hat leider nach den getrofienen Vereinbarungen nicht verhandelt. das Ausfischen in den letzten Jahren ganz und aar ver-

Nach einer weniger belangreichen Debatte wurden die Ver- Tn 7"Aar?fe?' Schleien

Handlungen auf Sonnabend vertagt. " 1 beoeui.enoer, so dao bei jeder Ablassuna mehrere

a mitrhprt Qpn<-rtpr in S v.t,. .,1.. fix- 1 Iw P. , ,