Dienstag 19. Februar 1907
Blatt
157. Jahrgang
Nr. 4
Ale Heutige Dummer umfaßt 10 Seiten.
»wirtschaft.
er julius Bleich-
Tie Thronrede zur Eröffnung deS Reichstags beftudet sich auf der dritten Leite dieses BlattcS.
Ausland.
London, 18. Febr. Oberhaus.) Ter erste Lord bet Sbmiraütät Twstzdmvitlh stihrie aus: Zugegeben öaß mau gegen*
Xie amcnhnijdje Handelestotte.
Im Land der »unbegrenzten Kläglichkeiten^ ist bi« merfiDÜrbige Tatsache zu tonl'taheren, daß dec nationale Un» lernehmungßgeist sich auf einem bediele, und zwar einem der wichtigsten, in engen Grenzen hält. Die amerikaniiche Handelsflotte bleibt in ihrer Entwicklung ganz unoerhältniS- iiiäßig hinter den europäischen zurück. Im vergangenen Jahre ist nicht ein einziges Seeschiff für große Fahrt auf aiucrlka- nischen Werften in Auftrag gegeben looibcn. Nur '-öinnenfee* und Küstendampser wurden gebaut. Die deutichen und englischen Eroßrhederelen verfügen dagegen bereit- jetzt über Ozeaurenuer von ncfigen Timensionen, und neue, nut Turbinen auSzustattende Schnelldaiupfer sind im Bau. (iß wird dec Washingtoner fllegierung taimi etwa- anderes übrig bleiben, alß den amerikanischen öthedern Schlffabauprämien oder sonstige Subventionen zu gewähren, um bei Eröffnung deß PanaiuakaualS eine Daiupferstotte unter dem Sternenbanner zu haben, die in dein verschärften wirtschaftlichen Wettbciverd neben dem stattlichen und erstklassigen SchissS- malerial der anderen Mächte sich sehen lasten kann.
politiiebe Tagesschau.
Erzbergers Eruaosätze.
Zu den Helden deß Geiste- wird die Geschichte den Zentrumßabg. (irzberger, wenn sie von ihm sprechen sollte, nicht zu rechnen haben. Wenn inan Erzberger vor seiner Vernehmung im Prozeß Pöplau hörte, bann konnte man glauben, er werde eher (ein Leben lasten, alß auch nur baß Geringste von ben Rechten eineß Parlamentariers preiflgcben. Mit mehr Worten ist selten ber Grundsatz der Abgeordneten. Unverletzlichkeit verfochten worden. Aber, wie die Königin im Schauspiel sagt, da sie beß Gelöbnisses ungeachtet ben zweiten Gatten nimmt: ,Es war fein feierlich Gelübdef, io dachte vielleicht auch Eczberger. In dem Augenblick, da der Beauftragte des Gerichts sich anschickte, den trutzigen Zeugnißverweigerer in Haft zu nehmen, vec- Halterten bie schönsten Grundsätze in die Luft. Pöplau sprach mitlabigen Herzens bas befreiende Wort, ec entbinde den Zeugen von der Schweigepflicht, und siehe da, Erzberger ließ Prinzip Prinzip (em und stand getreulich auf alles, was Gericht und Staatsanwalt zu wisten verlangten, Rede und Antwort. Daß kommt nun davon, wenn man sich auf Prinzipien fcftlcgt! Hätte Erzberger nicht auf die vermeintlichen »Rechte gepocht, die ihm Artikel 80 der Verfassung gewähre, ätte er bemerkt, er halte sich für verpflichtet, volle Tiskretion -egenüber Pöplau zu üben, bann bürste er außfagen, nach, dem ber Angeklagte die Außsage gewünscht halte. So aber war eß ein unrühmlicher Rückzug, auf ben daß Falstaff. Motto zutrifft: .Vorsicht ist baß bestere Teil der Tapferkeit.^ Sonnenklar ist, baß Pöplauß Rebeerlaubniß nicht baß Aller- mindeste daran ändert, daß Erzberger nach (einer kühnen Versicherung mannhaft für baß Recht beß ganzen Reichstags eintreten wollte, komme, maß da wolle. Abg. Erzberger mußte unter biesen Umflänben standhaft bleiben, selbst wenn Pöplauß Heil davon abhmg, was nicht einmal der Fall war, daß ber Zeuge sich äußerte. Daö Zentrum wird nach diesen Er- fahrungen ErzbergerS taktischer Geschicklichkeit fortan nur mit bescheidenem Maß vertrauen dürfen. ES ist doch bewährte ZentrumSübung, stets cm kleines Brücklein stehen zu lasten für einen Rückzug. Diese erste ßentrumßregel hat Erzberger ganz außer acht gelosten. Sein Fiasko wird vervollständigt durch die Mitteilungen der »Norbb. Allg. Zig.*, in welcher Art die Vertuschung der erstaunlichen Angaben beß Herrn Pöplau zu erreichen gewesen wäre. Fürst Bülow hat (ehr recht baran getan, daß er eß kühl ablehnen ließ, bem deut- sichen Wmf Folge zu leisten. Die erteilte Antwort war in ber Tat bie gebührenbe und einzig mögliche.
Der »Germania* zufolge sandte der Abg. Erzberger der »Nordb. Allg. ß.- folgende Berichtigung zu:
I. ES ist unrichtig, daß ich in ber Unierrebung vom 26. September 1905 (nicht 1906, rote Sie schreiben) gesagt habe, daß J)a6 Zentrum überhaupt nicht mehr geneigt (em iDuvbe, koloniale jor- berunqen zu bewilligen. Tas habe ich mcht gesagt und konnte ich nidit sagen, da ich mit feinem Zenirumsabgeordneten über biete Angelegcnbeit zuvor gesprochen halte; 2. tu es falsch, daß ich gesagt habe, Pöplau wolle fern Material veroffentsicheil Jd) erklärte vielmehr, daß dieses Material bfienthd) im Reichstag besprochen werden müßte, wenn nicht sofort eine Untersuchung bei Mißstände stanfinde; 3. ist eS salsch, daß die Unterredung vom 26. September 1905 die einzige gewesen (ei, bie ich nut dem Der Reichskanzlei in dieser Angelegenheit hatte. Am 18. Aovem- ber 1906 lud mich derselbe vielmehr zu einer zweiten Beiprechuug ein bie am 19. November vormittags auch statt,and, und in welcher ber Ches der Reichskanzlei eigens ertlärlc, dag ich nu September 1905 habe zu vermitteln gesucht; 4. Tie vorn Ebe' bei Reichskanzlei gemachte Niederschrift lernte ich erst aus ihrer Publikation kennen; ich tonnte deshalb nicht früher gegen bie unrich- tige Wiedergabe meiner Aeußerringen protestieren.
Tie Germania> veröffentlicht ferner em Schreiben beß Abg. Erzberger an den Reichskanzler, in welchem Erzberger um Aufklärung in Sachen der Broschüre »Lügen deS Herrn Erzberger- ersucht und sagt, nach den Mitteilungen deS Generalmajors Keim dürfte eß fcft|teben, baß der Reichskanzler an dec Abfassung beß ihn — berger — beleidigenden Titels nicht ganz unbeteiligt sei. Die »Germania* veröffentlicht gleichzeitig die Antwort beß Reichskanzlers vom 11. Februar, in der er erklärt, ec könne nur auf die Erklärungen in der »Rordd. Allg. Z." vom 10. d. Mtß. Bezug nehmen und hinzufügen: »Die Verant. Hortung für bie erwähnte Broschüre, die mir biß heute noch Dicht bekannt ist, und für deren Titel muß ich adlehnen. Sollte Herr General Keim, was ich nicht weiß, aus dem Ausbleiben einer Aeußecung meinerseits meine Zustimmung zu dem Titel geschloffen haben, so würde hier ein Mißoer. flänbniS oorliegen."
Der Geheimsekretär Schneider, besten Vernehmung Pöplau und sein Verteidiger für erforderlich erachten, ist vom ÄceiSarzk in EbcrSwalde, der Schneider im Auftrage des Gerichts untersucht hat, für vollkommen vernchmungsunsähig enflärt worden. Es ist möglich, daß dieser Umstand eme Vertagung des Pöplau-Prozeffes herbeiführen wird.
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’folofle, Direktor brt htlniDonibeiolb um 1837 in 'siuuchkii :net technischen ho... tuis zu Äerliu. M :ibQiiö den (Selene-
Die VonDarbeilerfrage.
Die ,Leutenotauf bem Laude t'i bekanntlich ber AuS- qangSpunkt von Erörterungen gewesen, welche in bet ver- gangenen Woche da- Preußische Abgeordnetenhaus, die Generalversammlung beß Bundes ber Lanbwirte und bie Hauptversammlung beß beulschen Verein- für lünbliche Wohl, fahrtspflege gleichzeitig deschüfttgt haben. Die Klagen von der einen, die Vorschläge von der anderen Seite haben aufs neue bewiesen, daß die Verhältuiste in der land- und forst- wirtschaftlichen Arbeiterschaft sich mehr und mehr zuspitzen und lasten eine Aenderung alß unumgänglich notwendig et. cheinen. Eß ist nicht allein die Uneriätisichkeit der Industrie, welche die Landarbeiter in die Siädie treibt, cß sind auch die wiitschastlichen und rechtlichen Verhältuiste, welche die »Entvölkerung* beß platten Landes bewirken. Durch Zwangß. maßregeln, wie Beschränkung der Freizügigkeit und Wieder. Herstellung Mittelalterlicher HörigkeilSoerhältiitste, wird feine Aenderung erzielt werden. Vielmehr sind eß im wesentlichen drei Punfte, an denen ber Hebel angesetzt werden müßte, um die Landarbeiter an die Scholle zu festcln, nämlich bie Ausbesserung ber Lohn- unb Wohnungßoerhältniste, bie Verleihung des KoasilionStechlß unb bie Ausdehnung der Arbeiter. Versicherung auf bie ländlichen Arbeiter. Tie Stellung ber Arbeiter unter bie Gesinbeotdnung bebeutet für sie em Aus. nahmegefetz. Wenn daß KoalttionSrecht für sie verweigert wird nut dem Hinweis auf Ltreikgefahr unb Rum ber Laub, wirtschaft, so ist benfelben berfelbe Wert beizumesten, wie einerzeit den Kastandrarusen der Industrie, als eS sich um baß KoasitionSrecht für bie gewerbliche Arbeiterschaft handelte. Die Ausdehnung ber obligatorischen Krankenversicherung auf bie Lanbardeiter ist nicht weniger nötig. Der jetzige Zustanb, baß eß ben (Äemeinben unb Kreisen sreisteht, m ihrem Be- zirf bie Versicherung eintreten zu lasten, ist unbefriebigenb. Auch bie Einführung ber Kranfenoersicherung würde bie In. oalibenoersicherung günstig beeinflussen. Daß teilweise erhebliche Wachsen der Invalidenrente unb daß daraus rejul- licrende Defizit der Versicherungsanstalten in überwiegend ländlichen Bezirfen würde durch den Schutz in KrankheitS- fällen und rechtzeitige ärztliche Hülfe am «heften beseitigt werden fönnen.
Durch eine wirftiche großzügige Agrarpolitik unter Berück, sichtigung der angesührten Gesichtspunlte würde die Landflucht aufgehallen werden können, nicht aber durch weitere Maß- nahmen in dem bisherigen Genre, die auch durch kleinliche Polizeibestimmungen mcht verbestert werden können.
Die Miuisterkrifis m Frankreich.
Tie innerpolitische Spannung, welche sich infolge des KirchenkonstikteS m den letzten Wochen allmählich gebildet hat, steht unmittelbar vor ihrer Entladung; in der heutigen Kammersitzung sollen bie Würfel über baß ©em ober Nichtsein beß Kabinetts Clemenceau fallen. ES gelang bem Präsidenten Fälliges, zwischen Clemenceau und Briand eine Vereinbarung zu treffen, nach welcher bie Kammer heute cutschetben soll, ob bie Kirchenpolitik im Geiste beS Äultuß- ministerS fortzuführen (ei, oder nicht. Der letztere wird von ber Rechten, bem republikanischen Zentrum unb ben gemäßigten Republikanern unterstützt, während bie Radikalen unb Sozia, listen, welche ben Abbruch der Unterhandlungen mit bem Vatikan verlangen, auf Seite ClemenceauS stehen. ES wäre ein Irrtum, anzunehmen, daß die konfliktschwangeren Gegen, sätze zwischen Clemenceau unb Brianb erst in diesen Tagen entstanden sind, bie Knsiß hat vielmehr ihren Ursprung in jener Kammersitzung, wo Clemenceau durch seine Aeußerung von der inneren Verwirrung beß Kultusministers halb zur Demission veranlaßt hätte. Clemenceau nahm seine Worte zurück, aber (eine Position war dadurch in Wanken geraten, unb bie Sombi|ten benutzten listig diesen Zwischenfall, um bie regierungsfreundliche Majorität zu unterminieren. Nun will Clemenceau durch einen Gewaltstreich, indem er die Entscheidung der Kammer anruft, ferne Stellung wieder be. festigen unb hofft, baß ihm baß HanS baß Vertrauen votieren werde. Aber diese Annahme kann auch fehlschlagen, und selbst wenn eß dem Premierminister gelingen sollte, fein Ko. binett mit Ausschluß der ihm unbequemen Elemente zu re. konstruieren, so müßte er doch schon um ber Beziehungen Frankreichs zu Englanb halber eine kirchenfreunbliche Politik betreiben, bamit ber Friede im Innern wieder hergestellt werde. Stürzt aber Clemenceau, so erwartet man ein Robinett Briand-Millerand. Eine Einigung zwischen Cle- menceau und Briand wird sich vielleicht noch auf folgender Grundlage vollziehen: Briand sieht ein, daß feine Kammer- Mehrheit für die Bestimmung zu finden wäre, nach welcher von heute biß 1925 die Ortsvorstände jedem mit bischöflichem Tefret sich vorstellenden Pfarrer, gleichviel, ob dieser ber Gemeinde zusagt ober nicht, Kirche unb Pfarramt übergeben wüsten. Demgemäß dürfte der Mimsterrat einstimmig einen Text beschließen nut ber Tendenz, den Gemeinden und deren Vorständen em Vetorecht gegen die Einsetzung mißliebiger Pfarrer zu sichern. Diesen Vermittelungsvarschlag dürfte auch die Kammer annehmen, zweifelhaft bleibt aber, wie sich bie bischöflichen Kreise bazu stellen werden. Falls Briand unter, liegt, wäre bie Vereinigung ber KultuSangelegenheiten mit bem Ministerium beß Innern bie nächste Folge. Das Un- lerrichtsreffort würde der Senator VallLe oder ber Vizepräsident der Kammer Radier erhalten.
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Veutjches Reich.
Berlin, 18. Fcvr. La»t *,v|aniage eröffnet der Kaiser >en Reichstag morgen persönlich. Nach einem v-ottcSdienstr, btt ber irröijnung vuiauögcht, werocn die Aeichöuijigiuen unter ^urirdt uun der Bilderga.erie in den weißen Suat vorgetraaen, — Der Kaiser hatte heute eme Besprechung mü aan Reichskanzler, horte im ilbnigl. Schlotz den töorirag des Ches des IwitkabincttS und gewahrte dein Budhauer Prviessor Goetz eine Sitzung.
— Wie bem „fiol. Anz." tparllnnentarischen Kreiseul berichtet nnti>, dürste die erste gemeinsame Aktion ber drei ireii innigen Parteien im neuen Reichstage bi» Einbringung einer Interpellation (ein, in welcher btt Rcichs- canzlcr mit Bezug aluf bie in der Ietitrumspresse veröisent.ichten kjrieic von und an ben Gcneralmtaior Keiin iider die Stellung der Regierung zu der vom deutschen Flotten-Lerein ver- anstatteten Wahl-Agitation befragt werben soll. May nimmt an, daß Fürst Bülow diese Anträge perjöntich beantworten wird.
— Tas Zentrum wird baran scsthalten, daß e» auf Grund einer Starte nach ba Hebung beß Reichstags an bie Besitzung des Postens dcS e r |t e n Präsidenten Anspruch hat.
— Nach den in der Budget-Kvmmisswn getauten Beschlllss« werden bem Reichstage zwei Nachträge zu dem Etat jür bie Schutzgebiete unb ein Gesetzentwurf betreffend Gewährung eines Darlehens für Sudwestafrika zugehen.
— Das Abgeordnetenhaus erledigte heute ben Zuillz- etat und verwies ben Gesetzentwurf gegen die Verunstaltung landwirtschaftlich hervorragender Gegenden an eine Kommission von 21 Mitgliedern, desgleichen die Vorlage über bie Ausübung bei IagdrcchteS.
— Eine gütliche Einigung wird zwischen dem Magistrat und ben städtischen Assistenzärzten zu Stande fommen, so baß em Streik der Aerzte vermieden werden kann.
— Dem „Berl. Tagebl." zujolae schemt ber SchulstreiI in ber Provinz Poseli an vielen Lrten im Qtüdgange begriffen zu fein. Doch arbeücn .die Fanatiler mit den grovtien Mitteln, um die Deutscyen, besonders bie Lehrer ein^uschüchl^rn. In Löeitzen- höhe erhielt der Lehrer mehrere Briese, in denen ihm ber Dob durch Bomben und Dynamit angebroht wird.
Breslau, 18. Febr. Bma-Assessor Pieter legte wegen ber Agitation des F lo t l e n-Ver e i n s gegen das Zentrum den Vorsitz der Ortsgruppe Ruba des deutschen Flotten- Vereins nieder, 'ztuß benifetben Grunde beabsichtigen sämtliche katholischen Mitglieder aus bem Verein auszuschei- den. _
Dessau, 18. Febr. In oer heutigen Landtags-Sitzung bezeichnete der Abg. P e u s (Soz.- den iretfinnieen Führer Tr. Cohn als Clown ^i no als vollendeten Lumpen. Cohn hatte Peus Dorge;vjnen, daß dieser in Dresden zu Kreuze gekrochen sei. Peus erhiell 3 Ordnungsrufe.
Bamberg, 18. Feor. um Schluß der gestrigen Predigt, die ber hiesige Erzbischof Dr. von Abert im Dome hielt, richtete er an bie Gläubigen folgende Worte: ...
Sie werden sich gejvunbtn yaoen, meine lieben Er-diözesanen, was in chen letzten Tagen über und gegen meine Person alles« geschrieben wurde. Alögen Sie Die Ruhe nicht vertieren. Ich werde abiuarten zu sprechen, bis die erregten Gemüter ruhiger geworden i'mb und bie Sturme sich gelegt haben werden. Dann werde ich mir erlauben, bie Sache aufzukrären. Ich habe biß etzt geschwiegen, Denn Bischöfe dürfen nicht Itreit* ichtig sein. I ch verzeihe Allen, die wider mich prechen, und Gott der Herr möge auch chnen verzeihen und chnen ein gnädiger Richter sein. Als ich am 1. Mai IJOö vor den Stufen des Altars ü.erar IlathelXLaie lag und bas Gelübde ewiger Treue und Lieoe zum apolwtiichen Stuhle ablegte, gab ich zugleich bie Versicherung ab, em guter Hirte mciur Erzbwzesanen zu sein. Wenn ich einmal gestorben bin unb man hier in diesem Tome auch mein Grab einmal beiuchen wird, ixntn wird man sagen: dieser Bischof hat Recht gehabt.
Der Bischof ist bekanntlich für nationale Wahlen emg©- ireten. A
Dortmund, 19. Febr. Tas Kommando der Schutztruppe hat wegen B e 1 e id i g un g d e r O f f i z ier e de r S ch u tz- ttuppe Strafantrag gegen den Sozialdemokraten Arns- roalb gestellt. Der als Rcdncr m einer Wähler-Versammlung am 13. Januar in Frohlrnde über biegtaufameftriegfübrung in Südwestafrika gesprochen Hütte. .
Karlsruhe, 18. F-ebr. Im demokratischen Verein wurde heute das erste .o e i b l i ch e M i t g 11 e b aufgenommm. ES ist dies die Schr-.,tsührerin des Verllns für Frauenitimmrecht 3rau Helene Lewison in ^ankfur: a. M.
München, 19. Febr. In oer Angelegenheit der vom Bair. Äur. verö!>entlichten Briese aus dem Flotten-Berein mürbe bet verantwortliche Redakteur Sieberts auf Veranlassen g Der Beniner Staatsanwaltschaft als Zeuge vernommen. Gr verweigerte jede Auskunft über den Erwerb des yw terialß.
nge Frühjahrs.
Mittwoch statt ur: von 3ugpieiDen ur. Reiche Muse abg, n Pseidemarkl ijr: sechs 'ßierben, kr.j t. Die sechs haiips 323s, 3416, 119i L
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