25. Division,
Generalleutnant v. Strang,
die Ausgabe
Aus Stadt unS Land
Da die angen
stellt hatte. Feind.
grüßte im Vestibül das Großherzogspaar namens der Stadt. Auch Provinzialdirektor von Gagern sand sich zur Be- grüßung ein.
Heilte herrschte von früh an ein gewaltiger Zuzug von Fremden. Besonders die Wiesbadener Kursremden sanden sich zahlreich em, ebenso sind von ben Landorten viele Zuschauer eingetroffen. j4Vup„t/
durch die der Kaiser bei seiner Rückkehr von der Truppen- schaii fommt. Die Gastell'sche Fabrik am Bahmvürterhäuschen
39 prangt im schönsten Flaggenschmuck.
manbo des Generalleutnants v. Strauß statt. Der Vorbeimarsch der Fußtruppen erfolgte in Kompamefronten im Schritt, der Kavallerie in halber Eskadronsfront im Schritt, der Feldartillerie und Batterien der bespannten Fußartillerie in Batterie- front im Schritt, dann der Vorbeimarsch aller Truppen im Trab und Galopp. Die Infanterie hatte beim Parademarsch das Seitengewehr aufgepflanzt.
Die Truppen schivenkten nach bem ersten Vorbeimarsch links herum und marschierten hinter dec Musik zum zweiten Vorbeimarsch.
Die Fahnenkompanie (Leibkompauie) des Jnsanterie- Regiments Sir. 116 mit Regimentsmiisik und Spielleuten rückte nach dem ziveiten Vorbeimarsch alsbald nach der Gastell- schen Fabrik. Dorthin entsanden nach dem letzten Vorbeimarsch alle Truppenteile ihre Fahnen. Das Jns.-Neglmeut 9lr. 116 stellte noch 20 Unteroffiziere, welche beim Abbringen der Fahnen während des Marsches in die Stadt den Raum, in dem der Kaiser ritt, gegen das Publikum abschlossen.
Tie übrigen Truppen bildeten bis zur Gastell'schcn Fabrik Lpalier. Die die Ehrenkette bildenden Truppen präsentierten bei Annäherung des Kaisers regimenterroeije, die Musikkorps spielten und die Truppen riefen Hurra.
Sturz auch 12 Uhr ritten der Kaiser, der Großherzog und ba§ übrige Gefolge an der Spitze der Fahnenkompanie vom! Mombacher Tor aus durch die Mombacher Straße, Wall- straße, Alicenplatz, Binger Straße, Große Bleiche nach dem Großh. Palais. Das die Straßen dicht besetzende Publikum brachte dem Kaiser lebhafte Ovationen dar. ;
Sowie der Kaiser in den Hof des Großh. Palais einritt, lourbe die kaiserliche Standarte gehißt. Im Vestibül wurde der Kaiser von Oberbürgermeister Dr. Göttelmann namens der Stadt begrüßt; der Kaiser dankte, indem er dem Oberbürgermeister die Hand reichte. ।
^lach dem Diner, das militärischen Charakter trug, reifte I bet Kaiser nach Schloß Fnedrichshof, während das Groß- herzogspaar am Abend, ebenfalls per Automobil, nach Schloß Pöolssgarten sich begibt. ' ■
trotzdem die Zeit zur Schmückung nur sehr kurz war. In der Mitte des Platzes ist ein bewunderungswürdiges Nondel mit rot-blauen Salvien, gelb-blauen Tagetis, Studentenblumen und großen Palmen angelegt, während auf beiden Seiten des Einganges zum Deutschhausplatz herrliche Blumentische mit Studentenblumen einander verbinden. Die Rück
wand des Platzes ist mit einer wunderbaren Palmengruppe geziert. Alls dem Alicenplatz sind die großen Masten mit blühenden Blumenkörben ausgestattet. Bauinspektor Gelius hat sich um die Ausschmückung sehr verdient gemacht. Die Große Bleiche ist in eine via triumphalis umgewandelt. Auch die Privathäuser und Kasernen zeigen reichen Schmuck.
II. KK. HH. der Großherzog und die Groß- h erzog in trafen gegen 6% Uhr mittels Automobils gestern nachmittag hier ein, von der am Portal des Palais harrenden Menge lebhaft begrüßt. Oberbürgermeister Dr. Göttelmann be-
** Ein althessischer Offizier gestorben. Aus Darmstadt kommt die Trauernachricht von dem Ableben bei Generalmajors z. D. Julius v. L y n ck e r. Der Verstorbene, der der bekannten hessischen Adels- und Offiziersfamilie v. Lyncker angehörte, erreichte ein Alter von nahezu 82 Jahren.
** A u s dem M i l 11 ä r w o ch e n b l a 11.
Nach dem Gefechte versammelte der Kaiser die sämtlichen berittenen Offiziere zur Kritik um sich. In der Zwischenzeit erfolgte die Aiifslellung zur Parade. Die Ausstellung war folgende: 41. Jns.-Brigade (6 Bataillone), 42. Jns.-Brigade (3 Bataillone), 49. Jns.-Brigade (ohne das Regiment 168 mit 6 Bataillonen), 50. Jns.-Brigade (ohne das Jns.-Regl- ment 118 mit der Unterossizierschule Biebrich 4 Bataillone), das FußartiUerie-Regt. Nr. 3, 21. Feldartillerie-Brigade, eine Abteilung des Feldartillerie-Regiments Str. 61, bespannte Batterie des Fußartillerie-Regts. Nr. 3 und ein Detachement des Ulanen-Regls. Nr. 6.
Der Parademarsch aller Truppen sand unter dem Kom-
kandidierte er nicht niLhr; sein Nachfolger wurde Abg. Haak, der seinen seitherigen Wahlkreis Psungstadt-Geonsheim an du Sozialdemokraten verlor. Das Andenken Nippers, bet persönlich liebenswürdig und bescheiden war, wird auch bei seinen politischen Gegnern allezeit in Ehren bleiben.
Ehr»
Hardt (Stettin), Oberlt. a. D., zuletzt im jetzigen Ins. Leibrgt. Großherzogin (3. Gr. Hess.) Sir. 117, als Oberlt.
Gießen, 20. Aug. 1907.
Hilfe für Herbstein. Doppelt gibt, wer schnell gibt! Getreu diesem Grundsatz und damit gewiß im Sinne aller sceundtichen Geber handelnd, haben wir gestern bereits einen größeren Teil (400 Mk.) der von uns eingeleiteten Sammlung nach Herbstein gelangen lassen. Da die augenblickliche Slot unter den Abgebrannten noch immer sehr groß i|l, bitten mir alle, die Spenden zu geben beabsichtigen, sie mogl^jit rasch an uns gelangen zu lassen. Unseren Lesern und Freunden in Stadt und Land sei die Bitte unterbreitet,
I,rt ähnlicher Weise wie dies von den Beamten einer hiesig«,, Behörde und durch die Initiative des Lehrers in unserer Nachbargemeinde Hausen geschehen ist, unsere Sammeltätigkeil ! durch in ihren Bekanntenkreisen in den einzelnen Gemeinden "sw. veranstalteten Sammlungen zu unterstützen. Die Be. Nutzung unserer Geschäftsstelle zur UebcrnntteUmg von Spenden empfiehlt sich besonders deshalb, »veil dadurch Porto gespart ivird, was dem Gesamtertrag der Sammlung nur zugutc kommen kann. Bei der Bemessung der Spenden ist zu beachten, daß der vorliegende Slotstand außerordentlich groß isj und alles, was die private Wohltätigkeit tut, immer nur einen Teil des entstandenen Schadens ersetzen kann. Sorge des, halb Jedermann dafür, daß dieser Teil möglichst groß wird Bis heute gegen Mittag gingen ein: R. G. 20 Mk., Sa» lomon u. Eo. 10 Mk., Oberpfarrer i. P. Vogt 10 Mk, Dr N 5 Mk., L. B. 10 Mk., I. Sch. 5 Mk., M. K. 1 Mk., Dan. Heil 5 Mk K. M. 2 Mk., Frau Forstinspektor Georgi 20 Mk., Frau Schul. Inspektor Gutberitt 5 Mk., Frau B. 3 Mk., Oberst Frechen v. Buseck 20 Mk., B. H. 2 Mk., Klingelhöser 2 Mk., Gebt. Lchwan 50 Mk., Pfarrer D. Schlosser 5 Mk., D. B 1 Mk' =ö Jßf''^rau Th. H. W Mk., Fräulein B.' 3 Mk."
K. W. 5 Mk., Otto Rathschlag 8 Mk., Pfarrer Haupt 5 Mk
Frau Haas 5 Mk., F. K. 3 Mk., A. I. 1.50 Mk., Louis .v , Kattrein 5 Mk., Familie W. 5 Mk. Zusammen mit den bereits
Reges Leben herrscht in den Straßen, früher quittierten 409.45 Mk. bis jetzt 640.95 M k.
‘ Eine Photo g r a p hische Ansicht des abgebrannten Stadtteils von Herbstein, die uns von sehr geschätzter Seite zur Verfügung gestellt wurde, liegt in unserer Geschäftsstelle zur -. - — • - . Besichtigung aus. Das Biid gewährt einen genauen Einbliil
Der Kaiser traf am Bahnwärterhäuschen 39 der Mainz- in die Brandstätte und macht die Größe des Unglücks außer- Alzeyer Linie heute früh kurz nach 8 Uhr em. Erschienen ^'deutlich anschaulich. Das große Trümmerfeld des abgebrannten S bffiEnerOQli,Cr(°9ZP6ar' das Pnnz-Np.a-Friedrich Kacl von und bTr bgelte
£)ef|cn, General v. Eichhorn, der Kommandeur der 25. Division dem wüsten Trümmerchaos das wohl erhaltene Standbild eines
Generalleiitnant v. Strantz, Gouverneur v. Voigt, Koinrntn- Heiligen, das rechts im Vordergrund zu sehen ist.
baut Generalmajor undKetteler, Provinzialdirektor Geheimrat 3 11 Audienz empfangen wurde von S. K. H. Freiherr v. Gagern. Tie Begrüßung zwischen Kaiser unö öcm Großherzog am Samstag u. a. Stadtverordneter Helm
Großhcrzog war sehr herzlich, dann erfolgte die Begrüßung "on Gießen.
der übrigen Herrschaften. **O r d e n s v e r l e i h u n g. S. K.H.der Groß her zog
Dec Kaiser, der die Uiform seines hessischen Regimenls ^)"ben dem Oberleutnant a. D. von Arnswaldt, seithei trug, bestieg alsbald sein Pferd und ritt im Galopp mit Großh. Arlilleriekorps, 1. Großh. Feld-Artillerie-Regimenl seiner Suite, die Kaijerstandarle ihm folgend, nach dem großen Ritterkreuz 2. Kl. des Verdienstordens Philipps
Sand. des Großmütigen verliehen.
bei der Landw. Inf. 1. Aufgebots augestellt. — Der Abschied bewilligt: Heß (1. Darmstadt), Lt. der Landw. Ins 2. Aufgebots, Dr. Haitz (Ntainz), Oberarzt der Landw. 1. Aufgebots.
j ** Selbstmord. Lehrer K. aus Klein-Karben war gestern wegen eines ihm zuv 2ast gelegten Sittlichkeits- verbrechens in Untersuchungshaft emgelicfert worden. Heute I früh sand man ihn in (einer Zelle tot vor; er hatte sich mittels seiner Hosenträger erhängt.
। ** Leichenfledderer. Gestern abend gesellte sich
ein Fremder m einer hiesigen Wirtschaft zu einem Arbeidei. beide tranken zusammeil bis sie schließlich die Getränke spürte und sich dann m der Anlage auf einer Bank niederließen. Hier schlief der Arbeiter ein und als er erwachte war sein Begleiter und mit ihm auch seine Taschenuhr verschwunden. I Ser Täter wurde in der Person des Wilh. St au dach ans Herbstein ermittelt und verhaftet. Die gestohlene Uhr fand sich noch in seinem Besitz vor und konnte dem Eigentümer behändigt werben.
V a d Nauheim, 19. Aug. Soeben traf all 2 5 000 sler Kurgast der diesjährigen Saison Mrs. de Kooen im Hotel Metropole und SAonopole em. Die Großh. Kurverwaltung begrüßte die Dame mit einem Schreiben und einem Korb Rosen.
Eb Friedberg, 19. Aug. Der große Baum am Eingang zum Bahnhof stürzte dieser Tage plötzlich um, gerade als verschiedene Leute an ihm vorbei nach dem Güterschuppen gegangen waren. Wäre der Sturz einige Sekunden früher erfolgt, so hätte sich ein schweres Uw glück zugetragen. Der Baum war im Innern vollständig morsch. — Der Fußballklub „Aierkur" veranstaltete gestern einen Wettmarsch von hier über Nosbach nach Käppern und zurück, die Strecke war fast 20 Kilometer lang. Nach etwa zwei Stunden traf als erster Kaiser ein, er erhiell eine Fruchtschale, als zweiter erhielt Küster eine Tasche, dritter Hußmaun einen Spazierstock, vierter Klausius ein Etui.
-m. Friedberg, 20. Aug. (Tel.) Der Metzgerbursche Karl Vogt aus Ober-Nosbach, der ein Verhältnis mü dem Bufsetsräulein eines hiesigen Restaurants hatte, aber von ihr wegen eines Anderen in letzter Zeit vernachlässigt worden war, drang heute nacht in das Schlafzimmer des Mädchens cm und verletzte es durch einen Nevolverjchuß unerheblich am Auge. Vogt wollte noch einmal schießen, aber die Waffe versagte glücklicherweise. Der Täter wurde in Hast genommen. Die Verwundete konnte heute früh selbst auf die. Polizei zur Vernehmung gehen.
Zur Truppenschau waren eingctroffen: die 41. Infanterie- ** Personalien. S. K. H. der Großherzog haben Brigade, das Füsilier-9iegimciit Str. 80, ein Detachement der ^m Amtsrichter bei dem Amtsgericht Mainz Karl Rummel 6. Ulanen, das Feldartilleric-Regiment Sir. 27, zwei Ab- ^n Eharakter als Amtsgerichtsrat erteilt, den Hauptlehrer an teilungen des Feldartillerie.Regiments Sir. 63, die 49. In- Techn. Lehranstalten zu Offenbach a. M. Ernst V oll ha bei fanterie-Brigade (ohne das Jnf.-Regt. Str. 168), das Inf.- ""f lem Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen Regiment Str. 117, eine Abteilung des Feldartillerie-Rögts. treuen Dienste, in den Siuhestand versetzt und dem Forstwan Str. 61, das Fußartillerie-Regiment Str* 3 mit bespannter dec Forstwartei Wippenbach, Oberförsterei Konradsdorf, Friedl, Batterie, das 21. Pionier-Bataillon und die Unterofsizierschule n r a d zu Konradsdorf, aus Anlaß seiner Versetzung in Biebrich. Eine halbe Eskadron der 23er Dragoner versah Ruhestand den Charalter als .Förster" erteilt, den Abiperrnngsdienst. ** Der frühere L a n d t a g s a b g. R i p p e r 7.
Es fand sofort eine Gefechtsübung unter Teilnahme der 2" seinem Heimatsort Pfaffen-Beerfnrth starb am Sonntag 49. Infanterie-Brigade statt, zu der der Kommandeur der vormitchg der frühere Landtagsabgeordnete für den Wahl« Generalleutnant v. Strantz, die Slufgabe ge- bezirk Fürth-Reinheim, Landwirt Philipp Siipper V. im Das Infanterie-Regiment Sir. 117 stellte den 58. Lebensjahr. Herr Slipper war SJlitglieb der wirtschaftlichen Vereinigung und gehörte dem Landtag von 1893 bis! 1906 an. Er war einer der fleißigsten Besucher des Hauses, \ trat aber weniger als Redner hervor. Wenn er einmal - sprach, betrafen seine Ausführungen die Hebung der Pferde- Zucht, die ihm sehr am Herzen lag, oder die Fortführung dec Bahn Reinheim-Reichelsheim nach Wald-Vlichelbach. 1906
Deutsches Reich.
Berlin, 19. Ang. In das Herrenhaus berufen ist durch allerhöchsten Erlaß vom 1. August der Fideikommiß- desitzer Graf Helmuth von Moltke zu Creisau auf Grund erblichen Slechts als Nachfolger seines am 12. Januar verstorbenen Vaters, des Generalleutnants Grafen Wilhelm von Moltke im Besitze des Fideikommisses Creisau.
— Infolge der Dynamit-Explosion in Dömitz hat die großherzoglich- mecklemburgische Staatsregierung die Bildung einer Minifteri a 1 f 0111 m 1 ffi0n angeordnet, welche die ständige Ueberwachung des Betriebes der Sprengstoff-Fabriken in S)iecklen- burg sowie jährlich zweimalige Prüfung aller Sprengstoff, sabriken vorzunehmen hat. Die Stadtgemeinde Dömitz wird wegen dem Weiterbetneb der Tynamilfabrik auf dem bisherigen Grundstück Protest erheben und Verlegung der Fabrik aus der Umgebung der Stadt verlangen.
Paris, 19. Aug. Die hiesigen Blätter nehmen mit hüt großer Befriedigung Kenntnis davon, daß bei Gelegenheit be§ in Straßburg stattsindenden sportlichen Festes auch der Gebrauch französischer Fahnen zur Dekoration des Vergnügungslokales Adelshoffen gestattet wurde. ^Dies ist", jagt der Temps, „ein Akt der Billigkeit Und Toleranz, den die elsässische Bevölkerung mit lebhafter Freude anerkennt.
Ausiand.
' 'T'C.s Bert- -LgM. meidet aus Wien: Bürgermeister Dr. Lueger erlitt am 18. August in Brixen einen schweren ynmacg15anfalL \s>ein Zustand ist besorgniserregend.
Rom, 19- Aug. Ter italienische Minister des Auswär- ttgeu, Tr Mo n i, hat fich heiue zum Befuche beim österreichischen Nrrmster t^rhr. v. A e h r e n t h a l nach dem Pemmering begeben
SJla11a 11 b , 19. Aug. ,In Sonett wurden fünf Unter» o f f 1 ziere verhaftet, weil sie sich zusammen mit einigen An a r- d} ist, e n um b i e revolutionäre Fahne geichaart und mit antunilitarliefen ^ynibolen hatten photographieren lassen. , K r 19- Aug. Ter Radieal, die Petit Republique Und der Siöele be|prechen den SRißerfolg der Ab- rustungs-^dee im Haag, erhossen aber für spater beifere »i 1 ioige.
b10 ria , 19. Aug. Die gesetzgebendeVersamm- 42 Ae9en 19 stimmen den Vorschlag Bothas MiuttMtn a18 ^schenk für den W-üg
Mailet und der Kroßyerzog in MainzT^ ,
(original-Arulrt pcs i^tebener Anzeigers.) <
d. SJtaiuz, 20. August
Sie Strien, die Se. ber Slaifer mq feinen. Rück, i Tnippenfchnu durchreite!, sind sechich geschmückt. , Set- Deutschhausplatz vor dem lÄrogh. Palms ist wieder von , Gartenbaudirektor Schröder auf das herrlichste geschmückt, 1
ehe wirklich ernstliche Gefahr Vorlage, so würve an die hiesigen Europäer Wohl zweifellos schon die Aufforderung ergangen sein, die Stadt zu verlassen, und daß dies bisher noch nicht geschehen ist, mag als Beweis dafür gelten, daß man ernstlich an eine der Stadt von Seiten Raisutis und Roghis drohende Gefahr glaubt. Möglicherweise aber können sich, bis meine Zeilen Sie erreichen, die Verhältnisse hier infolge der unglückseligen Casablanca-Affäre so geändert haben, daß die hiesigen Europäer (unter denen sich zurzeit auch zwölf Deutsche befinden) die Stadt verlassen müssen.
Die nun Oer die Lage in und um Fez schon so vorzeitig in europäischen Zeitungen verbreiteten ungünstigen Nachrichten waren jedenfalls dazu angetan, die Angehörigen hiesiger Europäer drüben in Deutschland in Angst und Schrecken zu versetzen, vorerst (und hoffentlich auch ganz und gar) unnötigerweise, denn man kann hier, wie gesagt, heute an eine ernstliche Gefahr von Seiten^ der beiden^ Feinde nicht recht^glauben.
Ein Welttelegraphistenstreik?
Newyo^r k, 19. Aug. Der Prä,ident des Telegraphistenverbandes Small behauptet, es seien Abmachungen im Werke, die zu einer Ausdehnung des Tele- g r a p h i st e n ft r e 1 k s auf andere Länder führen werden- Bereits hatten sich die ausständigen Beamten in Amerika der Mit- hrirfung sozialistischer Organisationen in Europa gesichert- Trei- V ter t el b e r britischen Telegraphisten seien gewonnen, und die Einstellung der Arbeit an den Amerika mit Europa verbindenden Telegraphenkabeln stehe unmittelbar bevor- Tie englischen Beamten hätten die Zusage gegeben, daß sie sichiveigern würden, Depeschen, die von Nichtveroandslenten abtelegraphiert worden sind, aufzunehmen, und daß auch sie sich der Anstellung von nicht zum Verbände gehörigen Beamten widersetzen würden- Sie seien entschlossen, wenn nötig, auch ihrerseits in den Streik zu treten-, Von^der Beamtenschaft anderer europäischeer Länder seien ebenfalls Sympathiekundgebungen eingegangen.
Aus Rußland.
W a r s ch au , 19. Ang. Auf dem Witkewskiplatze wurden zwei Schutzleute von Sozialrevolutionären erschossen, ein dritter entwaffnet- Tie Täter sind entkommen. — Von der Grenzstation Alexandrewo wurden drei mit Pässen versehene Deutsche, zwei elegante Herren und eint Dame, hier ein geliefert, in deren Koffern zwischen doppelten Böden 20 Br.wnmge und tinige Mausergewehre gefunden worden waren- Tie Pässe lauteten auf Alexander und Marie Ulrich, ein Ehepaar, sowie auf Viktor Wlaskowski- Tas Ehepaar Ulrich wurde dem hiesigen deutschen Konsulate eingeliefert- Es ist nicht ausgeschloffen, daß hie Pässe gefälscht sind-
■ Batum, 19. Aug. Auf den Kr e i s ch e f v 0 n O su r g e t y im Gouvernement Kutais, Jermelow, der sich in Begleitung feiner Frau befand, wurde ein Blo mb enanschla g verübt- Beide wurden nur leicht verletzt- Tie Urheber des Anschlags eröffneten gegen die hqrbeigeeilde Wache ein Feuer, wodurch em Vorübergehender getötet und ein anderer verwundet wurde- Vier von den Schuldigen wurden verhaftet- Unter den Andächtigen der Kathedrale, in deren Stahe das Attentat verübt wurde, entstand eine Panik- Eine Person wurde vom Herzschlag getrofsen.
politische Scrgesschasr.
Schaumburg 1111b Biesterfeld.
Man schreibt dem „Leipz. Tagebl.": An demselben Tage, an dem die deutsch-englische ^Tetente" dureh den Besuch König Eduards in Wilhelmshöhe bekräftigt wurde, hat auch die Annäherung der Häuser Biesterseid und Schaumburg einen Fortschritt gemacht. Denn an jenem Tage tiafen dec Fürst und die Fürstin von Lippe aus Detmold in Bückeburg zum Besuch des dortigen Hofes ein, und bei der Festtafel wurden Trinksprüche von politischer Bedeutung ausgetauscht. Der Volksztg.« zufolge gab Fürst Georg der Hoffnung Ausdruck, daß dies Zusammensein einen sieund- zchaftlichen Verkehr zwischen den beiden Häusern anknüpfen werde; Fürst Leopold dankte für den herzlichen Empfang, der die Tradition zwischen den beiden Fürstenhäusern werde neu befestigen und aufrecht erhalten können. — So hat die Begegnung von Wilhelmshöhe m Bückeburg ein Gegenstück von -geringerer Wichtigkeit, aber doch von politischem Interesse ! ,'gefunden. 1


