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Statt besonderer Anzeige.
btädt. subv., unter Staatsaufsicht steh. WLM7-ZW
Höhere Handelsschule Landau (Pfalz.)
Beginn des Wintersemesters: 14. Oktober 1907.
14. Oktober 1907.
versteigert:
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Giessen, 19. August 1907.
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zu einem Drittel an zwei arme Israeliten der Provinz Ober-
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Möbel aller Art., 1 Pianino, 1 gr.ParlieSchuhwar.u.a.m. Geißler, Gerichtsvollzieher.
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».Für Form und Inhalt . . . r - .
übernimmt bic iHcböti.'’ 1 0
Verantwortung.)
GerichtssaaL.
R. B. Offenbach, 19. Aug. Das Kriegsgericht bet io. Division, bas vorgestern hier zu einer Gerichtsverhandlung '.usammentrat, soh sich zur Verhängung mehrerer schwerer strafen gezwungen. Der Musketier Anselm Rheinbay rus Franlsurt a. M. von der 5. Kompagnie des 168. Ins.-Regis., -iu mehrmals wegen Diebstahls vorbestrafter Mensch, wurde wegen Erstattung einer falschen dienstlichen Meldung, unerlaubter Ent- ernung aus dem Heere und Diebstahls gegen Kameraden im oiederholten Rückfall zu 9 Monaten 14 Tagen Gefäng - 115, Versetzung in die 2. Klasse des Soldatenstandes und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf zwei Jahre verurteilt. — Der Musketier Wilh. Steiger aus Hering, von )er 6. Kompagnie des 168. Jnf.-Regts., hatte in einem Streit aus )er Stube gegen mehrere Kameraden das Seitengewehr gezogen rnd wie eüt Wütender damit um sich geschlagen, wobei er inen Kameraden vor den Bauch, den anderen auf den Kopf chtug, andere bedrohte und einem Vorgesetzten den Gehorsam lerweigerte. . Steiger, der schon wegen ähnlicher Vergehen vorbestraft ist, wurde wegen Körperverletzung, rechtswidrigen Waffen-
gebräuchs', Bed'kWMg und GeMsamsv^rEMiMg zu einem ^ahre Gefängnis verurteilt. — Der Musketier Philipp Bausewern von der 8. Kompagnie des 168. Jnf.-Regts. erhielt wegen Gehorsamsverweigerung vor versammelter Mannschaft 43
Gefängnis und der Dragoner Max Krüger aus Mullrosa (Krers Lebus) von der 5. Schwadron des Dragoner- Rcglments Nr. 23, der nach Offenbach beurlaubt war und sich dort eines Sittlichkeitsvergehens schuldig gemacht hatte, zu sechs Monaten Gefängnis.
K ö n i g s b e r g, 20. Aug. Der R e d a k t e u r M a r k - wa l d von der hiesigen soz. Bolksztg. hatte gegen den Staatsanwalt Ai ix einen Strafantrag wegen Be l e i d i g u n g gestellt, weil dieser in einem Preß-Prozeß gegen Markwald den Ausdruck „Preß-Frechheit" gebraucht hatte. Der erste Staatsanwalt hat nun ein Einschreiten gegen Mix mit der Begründung ab gelehnt, daß eine beleidigende Absicht fern gelegen habe. Anzu- ertennen sei aber, daß der Ausdruck jedenfalls hätte vermieden werden können. Darauf sei Mix im Aufsichtswege auch hingewiesen worden.
Stuttgart, 19. Aug. Musikdirektor Steindel wurde wegen vorsätzlicher gegen seine drei Söhne begangener Körperverletzung mittels gefährlicher Werkzeuge in zwei Fallen zu f 1 e We 11 Monate n u n d drei Tagen Gefängnis verurteilt. Ein Monat wurde aus die Untersuchungshast angerechnet. Der cknttag anfchstlltenttassung ivurde wegen Flychtverdächw abgelehnt.
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Rabbiner Dr. Lcvi-Ltistung.
Aus obiger Stiftung sind am 1. Oktober d. Jahreszinsen pro 19U6/07 mit 156 Mk. zu einem an zwei Arme der israelitischen Religionsgemeinde
innerhalb der nächsten 4 Wochen schriftlich hierher Gießen, den 19. August 1907.
Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde I. V.:
M 0 r i tz Strauß.-
Meine
Sprechstunde
findet vom 20. August an bis auf Weiteres täglich von
12^/2 bis 2 Uhr nachmittags statt. 5295
Br« Slipper.
Ein Unfug sondergleichen, der jahraus, jahrein ungestört hierselbst betrieben wird, ist das B e s ch m iere n derHüuser mit Kreide, Blaustift, Kohle uno dergleichen. Man betrachte nur ein:nc.i die unteren Pariien der Hauser in der Ludwigslraßc! Sck.bit ganz neu gestrichene Fassaden werden nicht verschont und es i)t ein Jammer, zu sehen, wie nichtsnutzige Buden- Hande mit der Besudelung der Wände mitunter schon begonnen haben, als die Oelfarbe noch nicht trocken war. Es bebau keiner Erklärung, daß die Polizei nicht überall zu gleicher Zeil sein tami. Sache des Publikums wäre es daher, die Schlingel, welche sich die Ungezogenheiten herausnehmen, zur Anzeige zu bringen, damit sich der Hausbesitzer, der unter den heutigen Verhältnissen ohnedies nicht auf Rosen gebettet ist, eventl. schadlos halten kann. Jeder, der ein klein wenig Lolalpairiotismus tu sich trägt, muß mit Freuden bemerkt haben, daß aerade in diesem Jahre eine große Anzahl Häuser mit einem neuen
Einen Posten Futter-Kartoffeln, per Zentner 2 Mark, empfiehlt [5251 I. Weisel, Sonnenstrahe 6.
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Hessen, zu einem Drittel an zwei christliche Arme der Stadt Gießen zu verteilen und wollen sich Bewerber um dieselben wenden.
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Märkte.
Gießen, 20. Ang. Marktbericht. Aui heutigemVoebenwatkte kosteten: Butter pr. Psd. 1.10—1.20 Mk., Hühnereier 1 St. 8-9 Psg.. 2 Stck. 00—00 Psg., Gänseeier 19—00 Psg., Enteneier 8 Pia., Zllije pr. Sick. 6—8 Pf., Kasematte 2 Stck. 5-6 Psg., Erbsen p. Psd. 18-21 Psg Linsenp.Psd.25-40Pfg., Tauben pr.Pr.0,8O-l,00Atk.,Hühnerpr.S't. 1,00—1,60 All., Hahne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Sluck 1,80—2,20 All., Gänse pr. Psd. 00—00 Psg., Ochsenfleisch pr. Psd. 82—88 Psg., lluh-und Rindfleisch pr. Piund 80—82 Psg., Schweme- fleisch pr. Pfund 70-84 Psg., Schiueinefleifch, gesalzen, pr. Pid. 88 Psg., ^atbsieifch pr. Psd. 80-90 Psg., pammelsleisch pr. Pid. 61—84 Psg. Welsche per Pfund —llarlosft'ln pr. 100^g. 8—9 Alk., Zwiebeln pr. Ztr. 6,00—7,00 Alk., Milch per Liter 20 Psg., Nüsse 100 Stück 50—00 Psg., per Ztr. 9—15 Alk., Weiß- kraul per Stück 15-80 Pfg., per Zentner Alk. 0.00-0.00. — .Paritzeu von 7—1 tthr.
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Abstrich versehen worden ist, wodurch sich das Bild mancher Straßen zu einem wesentlich freundlicheren gestaltet hat und es 1111 -outercsse eines jeden Gießeners, alles, was zur Verschönerung unserer Stadt geschehen ist, auch dauernd erhalten zu sehen. ,Helfe daher jeder dazu beizutragen, daß dem gerügten Unfug, wozu auch noch das Abreißen von Zweigen und Blumen an den Spalieren der Vorgärten und in den An-
—gehör t,endnch^ einmal ein Riegel vorgeschoben wird. F.
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Bewerber mit guter Handschrift wollen ihre Gesuche unter eifügnng eines selbstgeschriebenen Lebenslaufes und etwaiger eugnisse, sowie unter Angabe ihrer Gehaltsansprüche alsbald, ätestens aber bis 1. September d. Js. bei der unterzeichneten ehürde einrelchen.
Gießen, den 20. August 1907.
Grohherzogtiche Bürgermeisterei Gießen.
_________________I. V.: Curschmann. __________B20^
Bekanntmachung.
In der Zeit bis zum 14. September d. Js. können 'ephonische Requisitionen nur vormittags von 7—8 Uhr tgegengenommen iverden. Wir empfehlen, Requisitionen, lls sie in dieser Zeit nicht erfolgen können, tunlichst durch oten oder schriftlich zu bewirken.
Gießen, den 18. August 1907.
Großh. Kreisveterinäramt Gießen.
0 Aus der Wetterau, 19. Aug. Nicht weniger als bi-ci Gemeinden haben dieser Tage die Herstellung einer Wasserleitung bcfchlossen, nämlich Fauerbach v. d. H., Münster bei Butzbach und Rieder-Weisel. Tie Qucll- gebiete dieser drei Orte liegen am Fuße des Taunus. Die Wasserleitung der Gemeinde R e n d e l wird in einigen Wochen vollendet sein, die Hauptrohrlellung durch die Ortsstraßen ist vollendet, man arbeitet gegenwärtig an den Hausanschlüffen. Die Leitung soll am 15. September in Betrieb gesetzt werden.
p . F- Li ßb er g,19. Aug. H. Müller von Usenborn fuhr fene ,-yrau' i^ine Mutter sowie ein Kiitd mit einem leichten' Wägelchen nach ^>chwickertshausen. Bei dem jähen Aufstieg zum Lißberg ging Müller zu Fuß neben dem Pferde her- Als er auf der Höhe Meder auffteigen wollte, glitt er ab und das Pferd ging durch- Bald lag Müller unter deut Wagen, wurde geschleift und erlitt neben einem Armbruch bedeutende Verletzungen- Frau und Kind sprangen ab, das Gefährt rasife mit der alten Frau bergab, die Insassin tonnte nicht abspringen, schwg vielmal gegen die am Wege stehenden Tclegraphenstangen, oberhalb des Torfes fand man sie sie -schwerverletzt am Wege- Das Pferd mit zerbrochenem Wagen wurde aufgefangen.
8. i)lßlar (Dill), 19. Aug. Die vor 4 Jahren getroffene Einrichtung, wonach die Uferiustaudsetzungsarbeiten an der Dill und Ulm zur Bürgermeisterei- resp. Gemeindesache gemacht und besonders ausgebildeten Flußwärtern übertragen wurden, hat sich gut bewährt. Der Kreisausschuß bewilligte eine Bcihülse von 261 Mark zu den durch die Annahnie besonderer Flußtvärter den Bürgermeistereien Aßlar (Ehringshausen) und Greifenstein ent- standenen Kosten.__________
vermischter.
* Aus den Bergen. BvlU Vogesenberge H o h n e ck st ü r z t e der Tourist Carl aus Straßburg a b und lvar sofort tot. — Im Pustertal, im Zillertal, in den Riesenfernern, in den Dolomiten und in den Tauern ist > Schnee gefallen. Biele Sommergäste sind eingeschneit. — Eine Touristengesellschast, die aus drei Turiner Alpenfreunden und einer Dame namens Adda Costannagnu bestand, wurde bei der Besteigung des Rocca Bern and a von einem Schneesturm überrascht. Das schwächliche Mädchen erlag der Ermüdung und Kälte. Eine Rettungs-Expedition brachte den Männern Hilfe und brachte die Deiche der Dame zu Tal.
ArtxrrterberVsgung.
Aschaffenburg, l9. Aug. (Priv.-Tel.) Der Verein hiesiger Kletderfabrtkanteu beichloß, am ANttwoch sämtliche K o n feklt oit sar b eit e r au szusperren, falls bis dahin die bei drei Komektwnvsirmeu Auspändiaen die Arbeit nicht wieder ausgenommen haben. In der Llonsektionsbranche sind 2000 "lrbeiter und Arbeiterinnen beschäftigt, vornehmlich als Heimarbeiter
London, 19. Ang. Tas englische S ch i s t s b a u g e w e r b e Ut von einer schweren Krise bedroht. Die Arbeilgeber drohen 50 000 Kesselschmiede auszusperren, die dem Gewerkverein der Kesselschmiede angehören, sofern die Leute von Armstrong Whitmorth und Co. in Sceiveastle, die wegen eines Streites über eine Lieferung die Arbeit niederlegten, nicht binnen Wochen- s r i st m die Werkstäileii zurücklehren.
Königsberg, 20. Aug. Die Prostituierte Krause ivurde m der Nacht ermordet und ihrer Wertgegenstände beraubt. Der Täter ist noch nicht ermittelt.
Neapel, 20. Aug. Im Gefängnis von Salerno entstand eine Dteuterei. Sträflinge sprengten die Nia ilern mit Dynamit und gelangten so ins Freie. Carabinieri, welche schnell herbeigerufen wurden, mußte mit Revolvern die von Sträflingen errichteten Barrikaden erstürmen. Nur mit großer Anstrengung gelang es der bewaffneten üftacht, die Nieuterer wieder zu verhaften und die Ordnung herzustellen.
Paris, 20. Aug. Das Echo de Paris meldet aus Rom: Es bestätigt sich, daß Kö nig Eduard eine Kreuzfahrt ins Niittelmeer plane. Er gedenkt dabei Sizilien zu besuchen.
Paris, 19. Aug. Gestern morgen wurde auf das ÄagerdesGener als Drude von Norden her ein An°i griff gemacht, den die bisher nicht an der Bewegung beteiligten Stänmre Zenata und Ziadia unternahmen. General Trude erwartete den Angriff schon mehrere Tage. Um 3 Uhr eröffneten die Kabylen das Gewehrseuer auf die Vorposten, ivvrauf bei Tagesanbruch ein Kapitän mit 60 Spahis zur Aufklärung vorging. Als die Spahis ausschwärmten und das Ge,echt au,nahmen, suchten, ermutigt von der geringen Anzahl, ellva 2000 Reiter sie zu umzingeln. Trotzdem noch eine Abteilung Schützen vorging, konnte die geringe Truppenzahl dem feindllchen Angriff keinen Einhalt gebieten. Die SpahiZ zogen sich langsam zurück, machten eine Wendung uno griffen, unterstützt von einer Kompagnie Schüßen und Jäger zu Pferde eine andere über 1000 Mann starte feindliche Abteilung an. Nach kurzer Zeit fluch jn die Marokkaner und rissen ihre Reserven mit pich sort. Dir Spahis lehrten sodann zum Lager zurück. Der Vc.-pitän und ein Mann find verwundet, ein Mann to t; auch sind mehrere Pferde getötet und verletzt. Unt lOi/o Uhr bot ein spanischer Hauptmann Hilfe an, doch lehnte Trude sie ab, mciL das Gefecht schon beendigt war. Die Marokkaner hielten noch eine Anhöhe besetzt, wurden aber durch Gewehrieuer ver/agt. Hierbei wurden ein Mann getötet und zwei verwundet.
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5298 Hvchachtungoooll Carl Kramer.


