Ausgabe 
20.9.1907 Erstes Blatt
 
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Ministerialsekrctär

im

Staatsministerium

des

:;cn Gartens zu Fcanlfurt a.

Dr. Adalbert

Seitz den Ehaearter als Professor erteilt.

um sich vor seiner in diesen Tagen erfolgenden Abreise nach seiner Heimat zu verabschieden.

sind in Sicht. Die Masse niuü wieder bluten. Das müssen wir Zur Agitation benutzen. (Beifall.) Gewiß haben wir bei den letzten Wahlen nicht gut abgcschnittcn. Wir haben fast die Hälfte der Mandate verloren uni) haben einen nicht zu starken Stimmenzuwachs, aber ich kann nur wieder­holen, das wäre eine elende Partei, die nicht einmal eine Nieder­lage oder eine Scheinniederlagc erleiden könnte. (Lebhafte Zu­stimmung.) Wir haben doch immerhin 3V* Millionen Stimmen ausgebracht. Ein gut Teil Schuld am Wahlausgange hat der Angstgedanke gebracht, das; wir noch mehr Stimmen bekommen würden. Herr Fischbeck hat am Sonntag im Zirkus Busch gesagt, das Bürgertum sei mit der Sozialdemokratie fertig geworden. (Lachen.) Ihr Lachen ist die richtige! Antwort. Nicht er mit uns, sondern wir werden! mit ihm fertig werden. Das ist das eiserne Muß der Geschichte. (Lebhafter Beifall.)

Nun zum Block. Das Blockgebilde ist eine Mißgeburt Allerersten Ranges, wie sie niemals in einem Staate in Er­scheinung getreten ist. Es ist eine Zusammeuschnwißung von innerlich feindlichen Interessen. Die ganze Tätigkeit des Blocks richtet sich gegen das Zentrum. Dr. Wiemer, eine Leuchte des Freisinns, hat gesagt, der Block ist ein Zusammengehen von Fall zu Fall! Damit wäre dem Fürsten Bülow wenig gedient. Die Freisinnigen werden ^lles bewilligen, weil das Zentrum wie ein schwarzes Gespenst hinter ihm steht. Sonst ist Zentrum und Konservative das natürlichste Bündnis. In der Schul­politik, in der Kirchenpolitik, in allen Fragen der Künst und

größte und reichhaltigste Tageszeitung Gberhefsens.

Auflage über $2000 Expl.

Alle Briefträger, unsere Zweigstellen und die Geschäfts­stelle des Gießener Anzeigers nehmen Bestellungen auf den Gießener Anzeiger entgegen. Beu hinzutretende Leser er­halten den Gießener Anzeiger bis zum Tuartalsanfang auf Wunsch gratis zugestellt.

** Personalien. S. K. der GroßHerzog haben den Hilfskasjier Rechnungsrat Ludw. Göttmann

Verwandte und Freunde ihr ratend und helfend beistehen können. Glaubt sie aber ihr Können anderswo besser verwertet: zu können, io laste sie sich nicht von Agenten aufs Ungewisse verlockens wndern nehme nur zuverlässig beglaubigte Angebote mit ans- sührltcher Angabe von Ort, Herrschaft und Art des Dienstes an. Ist ihr Zeel Berlin, so wende sie sich an die Bahnhofs- mission, deren Helferinnen, kenntlich an einer weißen Arm­binde mit rosa Kreuz, an den Olartalscagei: auf den Bahnhöfen fmb, bereit, den Ankommenden mit Rat und Tat zu helfen und jedes zuziehende Mädchen umsonst ab zu holen und zu begleiten.

> Tonnen Gesamtproduktion an aufbereiteten Erzen (Wert 2 552 364 Mk.) vorhanden. Die Arbeiterzahl belief sich auf 1386, davon unter Lag 442 und über Tag 936 (8 weibliche)

, Als Nebenprodukt gewannen 2 Bergwerke 54 Tonnen Manganerz im Werte von 3512 Mk. Außerdem waren 1906 3 Braunkohlen- und 18 Eisenerzbergwerke nicht im Betrieb beschäftigten aber 94 Arbeiter. Salz aus wässeriger Lösung gewannen die Salinen Ludwigshalle bei Wimpfen und Bad- Nauheim 15 342i/2 Tonnen im Werte von 451473 Mk., ferner ' als Nebenprodutt 1327y2 Tonnen Kochsalz im Werte von : 9323 Mk. Es waren bei der Salzgewinnung 145 Arbeiter : (1 weiblicher) beschäftigt. Das eine im Land bestehende Hüttenwerk (Main-Weser-Hütte bei Lollar) hatte das ganze Jahr hindurch einen Hochofen in Betrieb. Er verarbeiteie 71105 Tonnen Erze und Schlacken und 18 441 Tonnen andere ' (Zuschlags-) Materialien und erzielte daraus 28 376 Tonnen Roheisen int Werte von 1 900 000 Mk. Die mittlere tägliche ; Belegschaft betrug 180 Arbeiter. Für die Verarbeitung des Roheisens bestanden 30 Werke, die im Durchschnitt 2343 1 Arbeiter beschäftigten. Sie verschmolzen 46 304i/2 Tonnen Eifenmaterial und gewannen daraus 42 330 Tonnen Pro- : Dufte im Gesamtwerte von 7 698 552 Mk. Insgesamt beschäs­tigen die Bergwerke, Salinen und Hütten 464a Arbeiter uno erzielten eine Gesamtproduktion von 14 652 315 Mk.

Das in nächster Woche tagende Schwur­gericht wird über folgende Fälle zu befinden haben: Montag, vormittags 9i/2 Uhr gegen den Diensttnecht Kasi­mir Knoth in Kirtorf, wegen Brandstiftung. Die Anklage wird von Oberstaatsanwalt Theobald vertreten und die Verteidigung von Rechtsanwalt Müller geführt. Diens­tag, Dorrn. 9 Uhr, gegen den Weißbinder Heinrich Adam Schmidt von Nieder-Eschbach, ebenfalls wegen Brand­stiftung. Ankläger ist Staatsanwalt Hoos und Verteidiger Rechtsanwalt Elsoffer. Mittwoch, norm. 9 Uhr, gegen Hüttenarbeiter August Adolf Bier au wegen Meineids und teil Wirt Ludwig BierauV. wegen Verleitung zum Mein­eid, beide von Lollar. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Reuß; den ersten Angeklagten verteidigen die Rechts- anwälte Grünewald, Leun und Fischer und den andern Rechtsanwalt Dr. Jung. Donnerstag, vorm. 9 Uhr gegen den Taglöhner Martin Jarus aus Bonska (Rußland, wegen Notzucht. Ankläger ist Staatsanwalt Hoos und Verteidiger Rechtsanwalt Hornberger.

** Eilzüge (zuschlagfreie Schnellzüge) ab Gießen in der Richtung nach Frankfurt ab 1. Oktober verkehren vor- mittags 8.10 Uhr (Frankfurt an 9.23 Uhr) und nachmittags ,.32 Uhr (Frankfurt an 8.49 Uhr). In der Richtung nach Kassel fährt ein Eilzug 10.16 Uhr vormittags, in der Rich­tung nach Koblenz 8.10 Uhr vormittags.

x Rödgen (Kr. Gießen), 19. Sept. Am Dienstag sand hier die Ge m e i n d e r a t s w a h l unter recht leb­hafter Beteiligung statt. Gewählt wurden Landwirt Will). Becker I mit 55 Stimmen, Fabrikauffeher Ludwig Rocker mit 39 und Maurer Wilh. Steinmüller mit 39 Stimmen. Auf Landwirt Ludwig Schwalb entfielen ebenfalls 39 Stim­men, er schied durch das Los aus. Die nächsthöchste Stimmenzahl siel auf Landwirt Hch. Wagner I, der 32 St erhielt. Insgesamt stimmten 92 Wahlberechtigte ab.

)( Bad-Nauheim, 19. Sept. Die von dem Ober­hessischen Obstbauverein für Bad-Nauheim geplante Ob st­au sstellung muß in diesem Jahr wegen der schleckten Obsternte aus fall en. Dieselbe wird bei günstigen Obst. Verhältnissen im kommenden Jahr hier stattsinden.

' * Friedberg, 19. Sept. Hier findet an der Großb. Obstbauschule wieder ein A p f e l w e i n k u r s u s vom 30. September bis 5. Oktober statt. Anmeldungen werden durch die Direktion entgegengenommen. In dem Kursus werden alle Vorgänge, die bei der Bereitung von Aepfel wein in Erscheinung treten, theoretisch und praktisch er­läutert. Außerdem werden Untersuchungen und Besiim- mungen im Laboratorium vorgenommen. Der Besuch des Kursus ist allen denen, die sich mit der Aepfelwein- bereitung befassen, zu empfehlen. Da auch die Beeren­wein b e r e i t u n g mit in dem Kursus behandelt wird, so ist der Besuch auch solchen Leuten dienlich, die nur Beerenwein für den Hausbedarf herstellen.

. = Alzeh, 19. Sept. Nachdem ern kürzlich die Stadtvcr- ordnelemVersammlung dm Bürgermeistergehatt aus Eingreifen der Verwaltungsbehörde erhöhen mußte, hat auch ihre Weigerung, dem t a d t r e ch n e r einen G e h i 1 r c n beizugcben, einen für

ne recht ungunpigen Erfolg gezeitigt. Gegen das zugunsten des ^tadtrechners ergangene KreeSansschußnrwil halten die Stadt­verordneten bei dem Provinzial-Ausschuß Rekurs erhoben, nahmen diesen aber noch rechtzeitig wieder zurück und ersparten so der ^tadt wenigstens die Prozeß- nnd andere Kosten. In der letzten Krewausschußsitzulig tag wiederum eine städtische Ange- legenhelt zur Entscheidung vor. Dem Antrag der Behörde ans Haltung eines weiteren städtischen Ziegenbockes glaubte iwnilidj ^tadtverordneien-Bersammlnng widersprechen zu sollen nno mußte sich daher auch in dieser an und für sich recht bedeutunrs- lojcn Frage verurteilen lassen.

M a r b u r g, 19. Sept. Die hiesige Abteilung des Ver­einsFrauenbildungFrauenstudium" und die Ortsgruppe des Deutsch-Evangelischen Frauenbundes haben aus Anlaß der mit dem Inkrafttreten des Schulunterhaltungsgesetzes am 1. April 1908 nötig werdenden Neuorganisation der Schulaufsichtsbehörde eine Eingabe au deu Magistrat un­serer Stadt gerichtet mit der Bitte, von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, Lehrerinnen und Frauen aus der Gemeinde zur S ch u l d e p u t a t i o n und den ev. ein- zusetzenden Sch ul ko mmif sionen hinzuzuziehen.

** In Audienz empfange:: wurde von S. K. H. dem Großherzog am Mittwoch u. a. Geheimerat Pro­fessor Dr. Heß von Gießen, Forstmeister Hofmann von Romrod und Pfarrer Go m b e l von Reiskirchen.

** Erledigt ist die Stelle des Hilfskassiers für die Einnahmen bei der H a u p t ft a a t s k a s s e.

** Hilfe für Her b stein. Bei dem Hilfs-Aus­schuß für die Abgebrannten in Herbstein gingen ferner, ein: Sammlung in der Gemeinde Beltershain durch Poli­zeidiener Menz 60.60 Mk., Gemeinde Lauter durch Bürger­meister Aff 20. Mk., Sammlung in der Gemeinde Har­bach durch Bürgermeister Münch 38.65 Mk.

** Neue Schätze des Museums. Die Samm­lungen haben sich in letzter Zeit durch Schenkungen er­freulich bereichert. Die Ausgrabungen auf dem Trieb er­gaben ein frühfränkisches, sehr interessantes Grab mit vier Brandbestattungen und reichlichen Bronzebeigaben, das nunmehr im Museum (Saal 4) wieder aufgebaut ist. Auch die W. Gail-Stiftung ist durch Zuwachs zahlreicher Klcidungs- und HauSgerätstücke aus Großeltern Zeit er­heblich vermehrt worden. Die Neuerwerbungen, darunter auch alte Stammbücher, Porzellan, Werke der Kleinkunst

^wr die Liberal«!, sondern auch Konservative und Antisemiten Mit dem Zentrum geschlossen gegen uns agitiert. (Sehr richtig.) Was damals nicht geworden ist, wird kommen. An dem all- gemcincn Stimmrecht zu rütteln, wird man sich wohl vberleyen, weil die Existenz des Reiches dabei auf dem Spiele steht, st^ehr richtig.) Das allgemeine Wahlrecht würden wir verteidigen, koste es, was es wolle (stürmischer Beifall); was w i r haben, lassen wir uns nicht nehmen, sonst wären wir Hundsfötter. (Stürmischer Beifall.) Wir müssen energischer Noch als bisher die Agitation in den Kreisen der Frauen, der Jugend und des neuen Mittelstandes betreiben. W i r haben r i n e n n e u en M i t t e l st a n d , der gewiß 600 000 Köpfe zählt, Chemiker, Techniker, Ingenieure, Kaufleute, alle die gelernten Berufe. Das ist viel Material für uns. Das Wort vom Steh­kragen-Proletariat ist nicht falsch. Es gibt Leute da­runter, denen der Magen mehr knurrt, als der eines Proletariers. (Zustimmung.) Hier gut agitieren ist ein Gebot der Notwendigkeit. (Beifall.) Die Lebensmittel werden immer teurer. Neue Steuern

Die Siebenerkommissron des Ha«ptausfchnsjes"iür die staatliche Pensttrusversichcrung der Privatarrgestellten. setzte am Montag ihre Beratungen fort. Nach wiederum mehrstündiger Beratung luitroe ein Antrag, der besagte: Es ist durch Reichsgesetz eine besondere Alters­und Jnvaliden-ZlvangSversicherung mit Witwen- und Waisenversorgung für die Prckvatangesieilten zu schaffen. Den Privataugestellten sind die Laoenangestellten zuzu- rechnen"

urit sechs gegen eine Stimme angenommen. An weiteren Beschlüssen finb hervorzuheben:

1. Den Versicherten ist ein größerer Einfluß auf bu Verwaltung und Rechtsprechung als im jetzigen Jnva- Lengesetze zu gewähren. 2. Die Versicherung lvird ii Angliederung an die Arbeiterversicherung geschaffen.

Dieser Leitsatz wurde mit sechs Stimmen bei eine- Stunmenthaltuilg angenommen. Dagegen wurden ein» stimmig folgende Beschlüsse gefaßt:

3. Eine Rüe uuiig von Beiträgen bei Verheira tung weiblicher Aiigejwllter findet iiiclji statu Die Bei träge der weiblichen.Versicherten finb für deren Witwen

Dr. jur. Wilh. Neid hart die Erlaubnis zur Aniiahme und zum Tragen des ihm vom Kaiser von Rußland ver­liehenen St. Annen-Oroens 3. Klasse und dem Direktor

zum Sekretär und Oberbuchhalter bei der Hauptstaats- lasfe und den Karl Hansmann zu Darmstadt zum Bureaugehilfen bei der Zentralstelle für die Landesstatistik ernannt. lieber tragen wurde dem Schulamtsaspiranten Ludw. Machemer aus Sprendlingen (Kr. Alzey) eine Lehrerstelle an der evang. Schule zu Lindenfels.

A uszeichnunge n. S. K. H. der G r o ß h e r z o g Haben dem --

' Aus dem Reichsanzeiger.

Berlin, 18. Sept. DerReichsanzeiger" verösfent-

iUs^,vn. bcv Deut-. ulLV ^uuuu;eii umionjt aozn^ten uno zu begleiten

dicid)C§ fia ble deutschen Schutzgebiete zu dem Ul In der Zwischenzeit wird derselbe Dienst bei r-echtzeiliger Mit- Partv am 18. Mat 1904 unrerzem)neten Abkommen über teilung an das Bureau Tieckstr. 17, welche genau Angabe des ÄZerwaltung3maßregein zur Gewährung eines Wirk- Tages, der Stunde und des'Bahnhoss enthalten mriß, geleistet f amen Schutzes gegen Mädchenhandel. Der Wir richten an alle Lehrer, und Erzieher auf dem Lande und in >,Reichsanzeiger" meldet die Verleihung oeS Großkreuzes des pureren stabten dw drvugende Bitte, den setzt zur Entlassung Roten Adlerordens mit Schwertern an den russischen oder nach Berlin in Stellring gehenden Mädchen

General Kuropatkin, des Großkreuzes des RotenI 9.eben, etwa trotzdem^ Verziehende

Adlcrordens an den österreichisch-rmaaris-bcn^ldmarschall- ,k

Leutnant Konrad v. hotzcnüors, Chef des Äeneralstabcs, ** Kine h .. ,

i>e3 Roten Adlerordens 1. Klasse mit Schwertern an den drei^abre i P ff i h r, i h sn s r? 16 c,r russischen Gmeralleutuant Mischtschcnko, Kommandan-st f'? ift un ft a o r t! Bei der he,si,cyen .Hand- ten des 2. kaukasischen Armeekorps, des Roten Adlerordens lx,er^lflnimer t:,ar oer Antrag gestellt worden, die Lehrzeit 1. Klasse an den russischen General Sealon, General- 1111 Tapeziergewerbe, wegen der erhöhten Inanspruchnahme Gouverneur von Warschau, des K'ronenvrdens 1. Klasse mit ^er Lehrlinge durch die Fortbildungsschule auf 3y2 Jahre Schwertern an den russista-en Generalleutnant Hoerschel - ZU verlängern. In der letzten Vorstandssitzung der Hand­mann, Generalgouvern.ur von Moskau, sowie des Kronen- Werkskammer kam dieser Antrag zur Beratung Syndikus ordens 3. Kla.se an den österreichisch-ungarischen Hauptmann Engelbach erklärte, daß der preußische Minister für Handel Putz t und öen irauzoi.schen Schlffsleutnant Josopy und Gewerbe in der jüngsten Zeit cinon Erlaß Herausgaben, - ------------------ worin dieser daraus hingewiefen habe, daß eine Verall-

Ans SöaSt MMÖ Eanb gemeinerung der Verlängerung der Lehrzeit über drei Jahre

* . 1nrAP, htnaus mit den Bestimmungen der Gewerbeordnung in

OieiKii, 20. Sept. 1907. Widerspruch stehe und daher unstatthaft sei. Es werde

^oin Großh. Hofe. Das Großherzogliche Paar dadurch außerdem der vielerorts herrschende Lehrlings-

yat am Donnerstag interessanten Besuch erhalten. Ter vor mangel nur verschärft und es müsse hervorgehoben werden,

einiger Zeit schon einmal hier gewesene wiaharadschah daß der Fortbildungsunterricht für die Lehrlinge eine von Bitanir ist nut Gefolge m Wolssgarten eingetroffen, Förderung, Ergänzung und Vertiefung der Meisterlehre, Nt.cht aber eine Beeinträchtigung derselben sei.

** Alte Leute. Nach den jetzt bekanntgegebenen Zahlen hatte Hessen bei der Volkszählung von 1905 31 714 teilte von über 70 Jahren (Oberhessen 9540), davon waren Zwilche 70 und 75 Jahren 17 819 (5340), zwischen 7a und 80 Jahren 8759 (2647), zwischen 80 und 85 Jahren 3802 (1139X Zwischen 85 und 90 Jahren 1164 (364), zwischen 90 und 95 Jahren 159 (46) und zwischen 95 un^ 100 Jahren 10 (3). lieber 100 Jahre alte Lente gab es damals in Hessen nicht. Emer hat dm 100 überschritten, es ist dies Geometer Euler hier, der am 1. Oktober d. I. 102 Jahre alt lvird

*"' 29 Bergwerke waren im Jahre 1906 in Hessen un ganzen im Betrieb; 4 davon liegen in der Provülz Starkenburg unb die übrigen sämtlich in Qberhessen. Sßxaum WenbcrömcrFe gab es 8 mit einer Gesamtförderung von 13a a9v sonnen un Werte von 798 381 Mk. Die durchschnitt­liche tägliche Belegschaft betrug unter Tag 186 männliche r r Tag 321 männliche und 1 weiblicher, zusanunen a08 Arbeiter. Eoenerz-Bergwerkc warerl 19 mit 297 360

usw. tverden am nächsten Sonntag im sog. Universitäts- Wissenschaft, in Zoll- und Gewcrbepolitik unb in der Agrarpolitik! raum ausgestellt werden.

-sind Konservative und Zentrum ein Herz unb eine Seele. (Leb- ** DemAuss ch u ß d es L a n d e s g e w e r b e-Be r-

6aft3ät*ernennen los zwischen Block nnd ""S, beE nächsten Sonntag in Schlitz tagt, gehören

Zentrum. Wenn der Block zerfallt, kam: Bülow fein Köfser- zurzeit aus Oberhe,^en folgende Mitglieder au: Bezirk

chen packen. (Sehr richtig.) Die Liberalen haben immer AlSfeld-Laiiterbach: Dachdeckermeister I. Rößuer, Alsfeld,

ihre Grnndsäbe opfern müssen, wenn sie mit den (Stellvertreter Hauptlehrer Schindel, Alsfeld), Bezirk- Konservativen znsammengingen. Als vor 100 Iah- kxx ,

ren ein Friedrich Wilhelm III. liberalen Diünnern' die Regierung I 3 schotten anptlehrer Hohn, Nioda (Stellvertreter anvcrtraute, da kam eine liberale Aera. Sie hat aber nicfit ^aurermel^^er Will). Mogk III., Echzell), Bezirk Friedberg: lange gedauert. Die Totfeinde dieser Aera waren die preuß. Schlossermeister Karl Knipp, Bad-Nanheim (Stellvertrete'' Lunker. Wenn die alten FvrMrittsleute ih« fpigonm sch-n Spenglermeister Karl Frick II., Friedberg), Bezirk Gießen- wurden, so wurden fte sich rm Grabe umdrehen. (Lebhafter Bei-1 m x . TTU m~

ffall.) Schule unb Kirche sinb zu Züchtungsanstalten für Hohen- Dister Louis Pervi II., Gießen (stellv. Schlosser­

zotlernverherrlichung geiöürben. (Beifall.) Die Liberalen toolkn mei|ter Martin Dorr, Gießen), Ortsgewerbeverein Gießen: mit dem Volke nichts mehr zu tun haben. Wenn Bismarck nur nicht Kommerzienrat Hehligenstaedt, Gießen (Stellv. Oberlebrer das allgemeine Wahlrecht eingeführt hätte! Dr. K^auSmüller, Gießen)

Bebel bespricht bann bic auswärtige Politik desl ** n h ff s ; x r. r , r x r ,

-Reiches. Trotz aller Zusammenkünfte von Fürsten und Diplomaten I r. i c L 11 a I) 11. Zwei strolche, ca. 15 und 18 Jahre fci die Situation so gespannt wie möglich. Im Haag würde I plündern feit ennger Zeit in frechster Weise am nut leeres Stroh gedroschen. Die Marolkoaffäre sei von Frank- 9t a h r u n g s b c r g die Obstgärten. Wo ist bic Feldpoliiei? xeZ provoziert worden. Bebel schloß mit den Wörter:,: Wir ------ Warnung für dienftlnchenbe Mädchen Bei ffrehen vor großen, schweren aber aucy erwlgreichen Aufgaben! dcm betwrstehendni Quartals- unb Dicnftwcchfel können bic jungen Rbit Werben alles ^tun, wcu-> In unseren Sttartar steht, mtt der Mädchen ui der Provinz nicht genug davor gewarnc werben gleuhen Oplerwrlüglcü und Begelstcrung Wie bisher! Unser d:e leichtsinnig Kontrakte zu unterschreiben, ohne genau zu wisftn Zukunft twtz alledem! (^turimscher, lang arn-aitenber Beifall.,^ wo unter unter tvelchen Bedingungen fic vermiedet roerVit so en .Darauf würben die Verhanblnngen vertagt. _____________ Viele werden angeblich für Berlin geworben; doch bleibt die

ffResidenz, in der sie ihre Kenntnisse zu erweitern unb sich zu

Potttische Tagesscharr. verbessern hofften, für sic nur Durchgangsstation Nach aubcin

Speck von Sternburg. I 'Provinzen, in denen der critert Enttäuschung vst noch andere

, Die Newyorker Blätter besprechen-mit Genugtuung das Bc r- Men. Erne Ruckkchr^nach^ ^r Deimat ist aber nur denen ge- slrnet Dementi der Meldung von einem bevo rstehcnb cn ^^n D^rm»^ungsgebichien zurüttzagpei: können

Rücktritt bes Botschafters Freiherr:: Speck »on au^Ucn mnnen, wenn ste s:a- mcht bnra)

^tcrnbilrg. Besonders dieNewhor^Timcs" hebt bic inn:gcrc I .i'Tiitci: ^ausiehen sGestaltung ber Beziehungen zwischen Deutschland nnd den 23er I *, nlrfkla_, daß d:e loeoernahme düngten Staaten hervor, seitden: Sternburg Botschafter in Wa- 110 !? C,H.- 1 n <1Vf *, c 1 0 C11C1[

J^ngton i)t. D-r »Lwyork S°r«ld-' bemerkt, d-v deutsch- Vol-1 LLeck ^bt, und

Ifchaster se: zurzett der bebenicnblte D:plomat ut Wahirngton. lDer Hinweis, Sternburg werde nur so lange in WashingUn: bleiben, äks Roosevelt Präsident fei, nötigte zu der Erwiderung, daß Sternburg, wenn er nicht auch das Berirauen das Volkes genösse, Nicht soviel hätte erreichen tonnen.