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19/09/1907 Zweites Blatt
 
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tuar. Den Schlüssel hallen bie beiben abgezogen unb mitgenommen, ebenso eine Axt, bie sie, ba sie ihnen jebenfalls zu schwer würbe, vor ber Tür in ein Wasser- faß versenkten. Die Täter sollen sich nach Lauterbach zu entfernt haben.

Ans StaM und Lantz.

Gießen, 19. Sept. 1907.

** Erledigte Lehrerstellen: Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an ber Gerneinde- schllle zu Klein-Welzheim; bie mit einem evang. Lehrer zu besetzenbe Lehrerstelle an ber Gemeinbeschule zu W a l l e r n h a u s e n.

,** Zum Vorsitzenden beZ Verbandes ber ober­hessischen Geflügelzuchtvereine würbe in einer kürz­lich hier abgehaltenen Sitzung Herr b l e r - Meber- Gemünben und als dessen Stellvertreter Herr Holler- Lauterbach gewählt.

bemofratcn. Zuerst ftno wir Proletarier, und dann Deutsche (Beifall).

** In Amerika beworbene Hessen. John Kemmer aus Alsfelb, 75 Jahre alt, zu Warsow, Jll. Frau Anna Elisabeth Treiber aus Walb-Michelbach 80 Jahre alt, zu Chillieotha, O. John Paul aus Essel- I born, 81 Jahre alt, zu Bicknell, Jnb. Georg I. R e u t e r 'aus Laubenheim, 77 Jahre alt, zu Pittsfielb, Mass. Johs. Reitz aus Messel, 69 Jahre alt, zu Pertone, Jll

(A.) Altenburg, 17. Sept. Bei einem hiesigen Stellmacher trafen gestern in bessen Abwesenheit zwei Handwerksburschen ein unb ersuchten bessen Ge­sellen um eine Unterstützung. Der Geselle ging ins Haus um Gelb zu holen, wührenb ber Zeit begaben sich bie beiben in bie Werkstätte, nahmen verschiebenes Handwerkszeug an sich unb verschwanben. Heute früh entbeckten bie

Vorauf würben bie Verhandlungen aus Mittwoch UvilU Ul.

R. B. Darmstadt, 18. Sept. Eine seltene Auszeich­nung ist dem langjährigen Mitglied unserer Hofbühne, Hof- schauspreler und Regisseur Georg Hacker, zu teil ge­worben; ihm würbe vom Kaiser von Rußland bas R i t t e r- kreuz bes Stanislaus-Orbens verliehen. Herr Hacker gehört bem Verband bes Hoftheaters seit bem Herbst bes Jahres 1880 an.

(fc.) Frankfurt a. M., 18. Sept. Im Iahre 1894 ^^rbe in Berlin in ber Borsigstraße bie Prostituierte Anna Winkler in ihrer Wohnung erwürgt aufgefun­den. Als mutmaßlicher Mörber würbe bamals ber Aus­setzer bei ber hiesigen stäbtischen Straßenreinigung Friebr. Aug. Gebauer in Hast genommen. Gebauer hielt sich zur Zeit bes Morbes in Berlin auf, um seine Frau, die ihm durchgebrannt war, zu suchen, und war in bem Hause, in bem bie Winkler wohnte, gesehen worben. Er­würbe nach kurzer Zeitwegen erwiesener Unschuld" wieder freigelassen. Heute erschien er nun auf ber hiesigen Kriminalpolizei unb bezichtigte sich, doch ber Mörder Zu sein; er wolle enblich Ruhe haben unb bie Tat sühnen. Man nahm ihn vorläufig in Haft. Gr hatte ein Vermögen von 150 000 Mark, bas ihm seine Frau, eine ehemalige Kellnerin, burchbringen half. Dann trennte sie sich von rhm. Zuletzt war Gebauer hier als Ausläufer beschäftigt. Der hier unter bem Berbacht, am Lanbesverrat des Schriftstellers Schiawara beteiligt gewesen zu fein, fest­genommene Reservist vom 3. (branbenb.) Fußartillerie- regunent würbe vorläufig wieber auf freien Fuß ge­setzt, weil bie Verbachtsgrünbe eine weitere Untersuchungs­haft vorläufig nicht rechtfertigen.

. < Gericht schildert Mnnbie Lage der Diaspvragcmcinden Lra s Helgen ZandernTer französische Protestantismusl schien, I als bi e ^rcnnungslgesetze kamen, der Hilfe der Glaubens- ! oenoslen aus ganz Europa zu bedürfen, und wir Deutschen^ hätten SSS^t. Uber cs ist anders gekommen. Er hat sich niann- hast erhoben und erk.art, seine eigentlichen kirchlichen Bedürfnisse eigener Kraft tragen ,zu wollen. Nur hier und da in der wiaspora dürfen wir cinsetzen, aber diese ist in Tonkin oder ^;9^r' - /o viele Leute in der Fremdenlegion dienen, auch ^n Italien ist die chiesa evangclica in die epiöcopal Methodist church übcrgegangen und damit der Pflege des Veanns entnommen. In Rußland hatten vornehmlich die baltiichen Gemeinden infolge ber letzten Unruhen Unterstützung die brasilianischen Verhältnisse zu ftudieren, ist der Generalsekretär des Vereins, Pastor Braunschweig, zurzeit dort

Der äußere Bestand des Vereins hat wieder zugenommen "Ä 9%air P J^glaiiit 38, so daß die Zahl der Zweigvereine letzt 2021, die der rauen vereine Go6 beträgt. Außerdem bestehen brei stuoentifche Guftav Adolf-Vereine in Heidelberg, Königsberg unb ^trafeberg l E. Die Einnahmen der Zentrallässe an Bei­trägen der Vereine betrugen 696 258,08 Mk., gegen 665 662,37 Mk im Vor/cchre, die Ausgaben 682 789,52 Mk. Der Gesamtbetrag der dem Verein im^'letzten Jahre zugefallenen Legate beläuft 1 ich auf 185 7o7,03 Mk. Das Vermögen der Zentcaltässe betrug Ende v. -x)1. 1850 76a,o3 9Jif. 36 Kirchen bezw. Kapellen wurden im letzten <3ahre emgeweiht, zu mehreren der Grundstein gelegt, -o ^isen- und KvnfirmandenHäuser eingeweiht.

r>2 Gemeinden fchieden mit Dank aus der Pflege des Vereins aus. . Anfchlufz an die Delegicrtenversammlung fanden abends in der ^Ltadt- und in der Garnisonkircye die Eröffnunas- Spttesdienste statt. Um 7y3 Uhr abends versammelten sich die Feftteilnehmer im großen Saale des Volkshauses zur Be- g^rußung s Versammlung.

tp., August Bebel wendet sich gegen Kautsky, den sein Scharfimn verlassen zu haben scheine. Daraufhin wurde bie Debatte geschlossen.

^ch einigen persönlichen Bemerkungen nimmt Reichs- 'Lr Ubekum das Schlußwort. Er konstatiert J Genugtuung, baß im allgemeinen man an der Tätigkeit der Relchstagsfraktwn wenig auszusetzen oehabt habe. Aus der lgngen Erörterung über beu Fall Noske sei nicht zu entnehmen gewesen, daß in ber grundsätzlichen Stellung! der Reichstagsfraktion in Sachen bes Militarismus iraenb- welche Ausstellungen zu machen seien. Es werde unter- /chü^k, was die Reichstagsfrakrion im Kampfe gegen ben Militarismus getan habe. Die Noskesche Rede tonne nicht eine zehnjährige parlamentarische Arbeit aus ber Meld ichusstn. (Beifall, Zurufe: Das hat auch niemanb behauptet.)

stelle fest, baß die Partei mit der Fwaktion zufrieden tst. (Lebhafter Beifall.)

Bei der Abstimmung wurde der Antrag, der die Fraktion verpflichtet, bei der Auswahl von Rednern nur solche zu bestimmen, die entschieden gegen ben Militarismus Stellung nehmen, mit großer Mehrheit ab gelehnt. Die anberen Anträge wegen reichsgesetzlicher Regelung ber SergarbeitcrJ ?^haltni>se,. Anschaffung gleicher Wahlurnen, Abschaffung der Buhnenfchiedsgerichte usw. wurden dem Borftaube als Material überwiesen.

ferner würbe noch ein Antrag zur Erwägung bem Vor- slkÄ- ubertoteieit der gesetzliche Bestimmungen für die Wohlfahrts- unb Pensionstasjen verlangt, wodurch der An­spruch der Mitglieder gesetzlich festgelegt und das Recht der weiteren Versicherung beim Ausscheiden der Arbeiter aus bem Betriebe verliehen werden soll usw. Der Antrag richtet sich gegen bie bei ben Kruppschen Werken eingerich­teten Wohlfahrts- unb Pensionskassen.

. Daraus berichtete Neichstagsabg. Singer über ben internationalen Kongreß in Stuttgart. Er führte aus, ber Kongreß sei eine kraftvolle und achtvolle Kundgebung ber Sozialdemokratie aller Länber gewesen.!

< 4)^etar^at sich vor, im gegebenen Moment alle tel anzuwenben, um seine Forderungen burchzusetzen. Die deutsche Sozialdemokratie freue sich, baß der erste inter­nationale Kongreß aus beutschem Boden so gnt verlaufen fei. Daran ändere auch der Zwischenfall Quelch nichts. Die Regrerung habe nur gegen ihren Willen wieder einmal dre Sozmlüemokratie gefordert. Die deutsche Sozialdemo- kratie )ei so revolutionär wie bisher. Sie werde Schulter an Schulter mit ben ausländischen Bruderparteien kämpfen.! Erst müssen die Köpfe und Herzen revolutioniert werden dann werbe man auch die Hände habetr. (Lebhafter Beifall.) Smger bittet, sich mit ben Beschlüssen bes Internationalen Kongresses euwerftauben zu erklären. Neichstagsabg Ledebour erklärt, baß sämtliche Zwangsmittel gegenüber fremben Volkern unter keinen Umsränben geduldet werden ^5^n, denn sie schlügen den sozialistischen Grundsätzen ins Gesicht. Ottilie Bader betont, baß auch die

?^^nationale Frauenkonferenz wichtige Arbeiten ge­leistet habe, über bie man nicht mit Stillschweigen hiu- weggehen burfe. (Widerspruch.) Wa gne r-Wilhelms- haven: Die Kvlonialsrage steht im engsten Zusammenhänge mit der Flottenfrage. Wir im Ktiegshafen Wilhelms­haven, ber nur der Flottenpolitik seine C-ntstehung verdankt sind in etwas anderer Lage als die Genossen im Jwlande' ^rotzdem haben wir mit ber Verwerfung ber Kolomal- halUik gute Erfolge gehabt. Wir verwerfen bie Kolonial- halrtik grunbsatzlrch, unb die Arbeiter sehen die Notwenbig- teit ein. u ,

Mannheim, 16. Sept. Auf Veranlassung des Zen­tralverbandes deutscher Arbeitgeber in den Transport-, Fuhrwerks- und ähnlichen Gewerben fand gestern eine Versammlung statt, die von 79 Delegierten aus 21 südwest- deutschcn Städten besucht war. Nach einem Referat des Generalsekretärs Wolff wurde die Gründung eines süöwest- deutjchen llnrerverbandes einstimrnig gutgeheisten Der Verband führt den TitelSüdwestdeutscher Arbeitgeber­verband der Transport-, Handels- und -Berkehrsgewerbe" "ud hat seinen Sitz in 5zeidelberg. 59 bedeutende Firmen m. 20 Städten haben ihren Beitritt erklärt..

Eingesandt.

(uür Form und Inhalt üller uitiei uicicc Rubrik ftebenben 9Trfifpr ubermmmt die Redaktion dem Publikum gegmllt« k- Verantwortung.)

Zur Köhlerscheu Reform des Schulwesens.

Woche ohne Antrag Köhler! Diesmal hat sich der Oielgefüjafiige unb ersindungsreiche Abgeordnete wieder einmal dem Schulwesen zugcwandt. Er will, wie er selbst sagt eche ,Frage vor der breitesteir Oesrentlichkeit aufrollen/Vor- n^^bNvetze hat er sein jüngstes Geisteskind mit der Marke ,/Uicht fertige Sache in die Welt hinausgesandt. Sein Antrag ^^r_ eine unfertige Skizze unb enthält grobe

Indern ist auch in einem Grundgedanken vollkommen VLI. I uL/ll.

I Neue D-Z üge Frankfurt-Berlin. Vorn 1. Oktober ab wirb em neues D-Zugspaar zwischen Berlin | unb Frankfurt a. M. eingerichtet. Es finb bies ber Schnell- gug, ber morgens 5.57 vom Schlesischen Bahnhof, 8.13 vom Bahnhof Friebrichstraße über bie sog. Kanonenbahn, Sanger­hausen unb Kassel nach Frankfurt geführt wirb, unb sein Gegenzug, ber auf bemselben Wege abenbs 10.43 auf Bahnhof Friebrichstraße eintrifft. Der Zug ist in Frank­furt a. M., abenbs 7.05 unb geht von dort 12.08 mittags Zurück. Er ist mit burchlaufenben Wagen aller brei Klassen zwischen Berlin unb Metz unb zwischen Berlin unb Luxem­burg ausgestattet unb führt einen Speisewagen zwischen Berlin unb Trier.

Herr Abgeordneter Köhler-Langsdorf schreibt uns in Bezug auf den gestrigen Artikel bes Herrn Dr. Strecker Wohin gehört bas geplante 4. persische Lehrerseminar. , Ich kann wirklich Herrn Dr. Strecker nicht recht Der. stehen, ^ch habe doch, über allen Zweifel erhaben, aus- . geführt, baß ich die Forderung stellennachfolgendes Studium der Pädagogik". Wenn ich in der Se. grundung zu meinem Antrag sagte, daß ich mich in keiner Weije sestlegen wolle, so meinte ich damit doch nur, daß lch nicht in eigenwillig, hartnäckiger Weise auf irgend etwas ! beitehen wolle, was mir Fachkreise nachher als irrig oder uuzlveckrnäßig in meinem Antrag unb in seiner Begrünbung n°chwersen tonnten. Diese Bescheidenheit wird nur ton ' Herrn Dr. Strecker schlecht gelöhnt, indem er Zweifel zu hegen scheint in Bezug- meines Beharrens auf dem System ! Damit nun auch diese Zweifel schwinden möchten, will'ich : hiermit erklären ohne Vorbehalt, daß mir breierle i erscheint: 1. Meine Forderung, daß ' bet Lehrerbildung eine einheitliche Grundlage zu geben sei die, modifizierte Realschule, 2. meine Forderung ; daß diese mit dem Studium der Pädagogik (auf der 1 LandesuniDeriltats abzuschließen hätte und 3. meine Forde- ' rung, daß die erste nach dieser Idee einzurichtende Real- Ichnle zu Ltch, also auf dem Lande, zu errichten sei.

Ich gehe also, soweit es bie Lehrerausbilbung als solche angeht ganz einig mit Herrn Dr. Strecker; ein anderes i ift es wohin der Sch ber ersten Reformschule zu ver­legen sei. Doch^baruber, glaube ich mit Herrn Dr. Strecker in tne\nem toinne auch noch einig zu werben. Herrn ^/^bcker unb allen benfenigen aber, bie der neuen c jre huldigen, wäre bringend zu empsehlen, b i e P l a tz - frage letzt und auch später nicht zu berühren, benn es tonnte der Reform, bie wir b o ch alle wünschen

Längen Schaben bringen. Uebrigens ist es zurzeit höchst notig, alle- barau zu setzen, unb erst einmal m i t ?-iarp?insten bie ^oform an sich zu förbern,

rnsbesoubere auch die Regierung^ für bie Sacye zu gewinnen Dann können wtr ja noch immer unb in nebensächlichen 6 e n untereinanber in altgewohnt bculsch-grünblicher Weise genügend Froschmäusekrieg führen.

69. Haupt-Versammlung des Evangelischen Vereins der Gustav Adolf-Stiftung.

i.

O. B. Ie n a, 17. Sept.

Die freundliche Uiiiversitätsstabt hat zu Ehren ber Vereinigunq ein reiches Festkleid angelegt. Von ben Türmen herab und last an lebem Burgerhause gruyen Fahnen in ben Farben bes Reiches bes Grotzherzoglums unb der Stadt. J * 1 * * * s

Was der Gustav Adolf-Verein, ber bemnächst fein 75. Lebens­jahr vollenbet, geleistei hat, zeigt ein Blick in ben vom Superinten­denten O.vr. Hartung-Leipzig vorgelegtm Geschästs- t1QQ9 442 wck. sind seit ber Begrünbung bes Vereins Unterstützung hmausgegangen für Kirchen- usiv. Bauten, für schul- und Pfarrhau er, für Psarr- und Lehrergehälter, ur Semmarien, Goltesbienst, Pastoration, Konfirmanden-, Waisen- und Tiakonißen'Anstalten, Wiliventafsen, Friedhöfe u. a m Tns- ge,amt wurden 1906 unterstützt, 2>76 Gemeinden, davon neu' 99 mit l 694 629,86 Alk., wovon 316191,02 Mk. aus bei- Zenttalkasse

Der Geschäftsbericht gedenkt ber Paul Gerharbt - Feiern bes verfloßenen Jahres bie den zerstreuten Gemeinden zum Bewußtsein gebracht hatten, welchell Reichtum gemeinsamen Schatzes wir in P. Gerhardt, m unserem Lürchenliede haben.

Mit stets wachsender Kraft habe der Gustav Adolf-Verein ? ^^lgabe erfüllt. Einzelne Länder,

wie ^ld^nbarg, Wachsen-Weimar und Waldeck konnteir üifolge- deisen aus dem LrebeÄverk des Greins entlassen werden. Auch "ud ui Bayern ist es besser geworden. Vcrhältnismäßia recht gering ist der Wechsel der unterstützten Gemeinden in Oester- relch-Ungarn gewesen. 1 11

Saft alle Gebiete, in denen der G. A.-V. arbeitet, haben cm der vermehrten Unternützung leilgenommen, in Deutschland aiJ3ci'lte Westen, denn Lothringen ist innerhalb ber utzten Jahrzehnte erst geworden für den Verein, >vas es Ml w, und oer Osten, in denü die nationalen und die konfessionellen bwnit ue?881 08eÄn sind W-slprcuß-n z. B. hat im AA Mtnrs zu 1O81-82 das zehnfache erhalten. In Oesterreich bat Böhmen, und Steiermark den meisten Anteil, S ? B rn Schlesien wenig neues entstanden ist. Keinesfalls könne mmi sagen, daß der Auyoanb tüt das Ausland unverhättn sE-i hugenommen habe. lllUßl9

Tie Verwendungen des Vereins betrugen 1881-82 775 94c -A pr°rl und 19OGX)7 1024 029,8G Mk. Unser Volk, so heißt s mdem Bericht weiter, iilj in den letzten Jahrzehnten reicher geworden, über es ist auch evangelisch bewußter geworden.

Wie das Mädchen aus ber Fremde hat Herr Köbler in stand"Begründung Gaben ausgeteilt: Dem Lehrer- ' 0 cm freilich in unannehmbarer Forni die Eriüllvna Sladt Lich eine neue Lehrerbildungsanstalt unb unserem Schulministerium, das er offenbar für berfnnrfiprf und altersschwach hälü eine Rüge. Einleüend weist der L daraus hin, daß in der Lehrerbildungsfrage schon seit Jahrzehnten bei uns etwa 2, denn unser vor 35 Rubren o?sanisiertes Schulwesen erfreute sich lange des besten Rufes ^,,.^uderung erstrebt werde. Diese Wünsche sind richtig an- A?deutet. Aber Herr K. hat in etwas eigentümlicher Weise einen zwischen unserem Schulministerium und dem hessischen ^ehrerstand gezeichnet. Hierüber wird ihm unsere Schulabteilnng ^a9en- Jeder Lehrer weiß, daß unsere Schul- behorde sich schon lange den Kopf darüber zerbricht, in welcher \ ^^^^d^dungswesen aus- oder umzugestalten sei ^drplänen ber Lehrerseminarien mancherlei ^±Un9en vorgenommen worden sind, um die Lehrerbildung Ln Modernen Anforderungen besser entsprechen zu lassen. Aus den Worten dev Herrn K. klingt aber der Vorwurf heraus daß man m unserem Schulminifterium einfach fortwurstele Aller- oings tragen die Herren Minister und ihre Räte die volle Ver- io ^stürmisch Ausgang einer Reform und können nicht

so stürmisch drauf losgehen wieparlamentarische Redner die keinerlei Veranttvortlichkeit für. ihre Reden und Tun besitzens Ivie Bismark sich emmal freilich etwas scharf ausdrückte Hat öwei Lager vorausgesetzt, so ist es ihm durch'seinen S? gelungen, em drittes zu bilden, denn was er vor- chlagt, wollen beide Telle gewiß nicht. Herr K. hat die G r u n d -

l ag e ber Wunsche im Lehrerstanbe völlig verkannt Die

Lehrer wollen die Fachausbildung nur als Krone einer all-

Abwemen Ausbildung und wünschen, daß erstere eintrete, luenn Oie ledere g cm e i n i am mit anderen auf einer möglichst breiten Basiv gewahrt werde, nicht aber eine Lehrer- zuchtung durch frühes Hineinpressen inden Leb- .doch das Wesen der Vorschläge des Ljj" E d h.l e r i ft. Denn ganz im Gegensatz z u den Lehrer n w i l l H e r r K. schon die neunjährigen I u n - hnU1 Le hr erber uf h i n e i np r e s s e n. Das bangt

n°irL u^ü5J,ar mtt dom, Vorschlag zusammen, die Lehrerschüler

sin ^er MCuene^^uI% ^WN Unterricht genießen, während )ie anderen zahlen. Kaum glaublich! In unseren höheren Schulen

orgt man, um das Zartgefühl ber Stipendiaten zu schonen, dafür, daß die übrigen Schüler nicht erfahren, wer ein Stipen-

-vZU Herrn Köhlers Reformwerk würden die Lehrer- schuler Schuler zweiter Klasse neben den zahlenden sein. Wahrlich,

r m e n ) cb u 11 a u f b a b n wollen unsere Lehrer für den .lachwuch^ lhres Standes nicht. Will man etwa Zustände wie in Frantreich schassen: Freie Kost und freies Logis für die Se­minaristen und eine erbärmliche Bezahlung der Lehrer, von )enen einer in jeher Gemeinde noch das Amt eines Gemeinde- schreiberS als Knochen zum Abnagen erhält?

Denkt Herr K. beim Vorschlag eines Reverses der Lehrer- aiuler nicht an die oftmalige Schwierigkeit bei etwaiger Rüct- gablung ber Schulgelder für die 8 Jahre? Und neunjährige Kuaben sollen einen .Revers mi ter schreiben oder für sich unter»

Bebel erklärt: Ich konnte den Kolonialdebatten auf bem Internationalen Kongreß nicht beiwohnen. Mein Seiten so viel genannt worden, ?ter &ra0c' oL) eine sozialdemokra-

tifc9e Kownialpolitik gibt, Hütte gar nicht in die Debatte ae- ^gen werden sollen, weil sie ein Streit um des Kaisers Bart ist. (Sehr^ richtig.) Was in der Zukunft einmal kommen wird, weiß ich Nicht. Es ist das. em Streit, der nicht die! Zerr und das Papier lvert ist, die man darauf vervi-pnd^i ikyx < c ~ °----/ wVv

Ledebour fyit einmal gesagt, Bebel sei kein Papst »um Bewohner des Hauses, daß die Werkstätte verschlossen Eck haben wir keinen Papst in der Partei. Und wenn 5)6,1 @r6ra,M6 * *.....- --*

man mich dazu wählen sollte, würde ich mich entschieden weigern. (Heiterkeit.) Wenn jemals eine Dornenkrone ae- tragen worden ist so würde der Papst in der Sozialderno- kratie die jchwerste zu tragen haben. Nach unserem Pro­gramm haben wir nur die Ausgabe, das Los der Unter- BeiM) Unb Zertretenen nach Möglichkeit zn bessern. (Lebh.

(w.) Wetzlar, 18. Sept. Nach den Herbstferien wird Seminarlehrer Gern einen sechstägigen Spielkursus für Lehrer des Kreises Wetzlar abhalten. Um der schul­entlassenen männlichen Jugend eine gute Unterhaltung besonders an den Sonntagen zu bieten, ist den Dorfgemein- ! ben unseres Kreises die Einführung von Jugendspielen - empfohlen worden. Der Kreisausschuß gibt nötigenfalls Mittel zur Beschaffung der Spielgerätschaften. Hörnsheim hat zuerst im Kreise einen Spielplatz für die schulentlassene Jugend geschaffen.

() Marburg, 18. Sept. In der heute abgehaltenen Srtzung der Stadtverordneten kam auch die Frage des Umbaues unseres Rathauses, selbstredend unter - Wahrung des altertümlichen Charakters des Baudenkmal^ zur Sprache. Zur Ausarbeitung des Projekts wurde eine fünfgliedrige Kommission gewählt und 1500 Mk. für die Vorarbeiten b ewilligt. Bezüglich der Frage der Umwand- , Ung der Pferdebahn in eine elektrische Bahn soll zu- ; nächst die Ansicht des Regierungspräsidenten gehört werden. ,

Vom vierten Lehrer-Seminar.