Ausgabe 
16.10.1907 Erstes Blatt
 
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«H> Zobel zum Direktor der Genossenschaft gewählt.

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rPhtpn^l'Le1, 14' O?- Residenzstadt Kassel hat in den I beauflagte Letzten Zähren ein erhebliches Wachstum derBevölke- t2ttt $ verzeichnen. Nach den Mitteilungen des stati- strjchen Amtes betrug die Bevölkerungsziffer Ende des Monats August 150152. Noch im Jahre 1902 hatte Kassel nur wenig mehr denn 110 000 Einwohner. Der Haupt- zuwachs ist durch die Eingemeindung der Bororte Webl- $ei^' ^^ershausen, Wilhelmshöhe, Rothenditmold, Kirchditmold und Bettenhausen gekommen. Bei der Volks­zählung im Jahre 1905 hatte Kassel 120 446 und bei der Volkszählung 1900 106 034 Einwohner.

Die Versammlung beschloß, Huldigungstelegramme an den Kaiser und die Kaiserin, sowie die übrigen Protektoren z:i senden. Darauf sprach Oberst z. D. Frhr. v. Rotenhan- Munchen über die Aufgaben zur Unterstützung des Kriegs- militärdienstes. Generalarzt Dr. Werner-Berlin hielt einen Bortrag über die Klassifizierung der Kriegskcankenpflege- krajte des Roten Kreuzes und Generalarzt Dr. Kürting- Berlin riber die Ausbildung und die Leistungen der Roten Kreuz sch we steril im japanischen Kriege.

Alsfeld, 15. Okt. Die Oberhessische Korn- Hau^enossenschaft hat sich in der kurzen Zeit ihres Be- ,stehens W gut entwickelt. Bei der Gründung nm 20. Jan. 1904 zählte sie nur 54 Mitglieder mit einer Haftsumme von 41 600 Mk.; die Mitgliederzahl hat sich mehr als verzehn­facht und beträgt heute 747 mit einer Gesamthastsumme von 294 800 Mk. Voriges Jahr wurde eine Filiale am Bahnhof Burg-Nieder-Gemünden erbaut. Die letzte Jahresrechnnna weist einen Vermögcnsstand von über 310 000 Mk. ans. In. der dieser Tage abgehaltenen Generalversammlung wurde!

r^U!v^rnotlt5nber Spateilbräu iand am 15. Oktober ei ivahie Völkerschlacht statt. Die Menge wollte das Biecha ^llb -bc davor stehenden Tische räumen, allein die zahlreich ^enluhen, die dort beim Biere saßen, trieben die Eindrinaliu nut Stuhlbeinen und Deckelkrügen in die Flucht. Dennoch^vi!

regierungsrat Falck-Stuktgart, verlas folgendes Hand- sch reiben der Kaiserin:

< E^?^bicht mir zur Freude, dem Fünften Verbandstage der Deutschen ^-rauenhilfs- und Pflegevereine, sowie dem Ver- Krankenpflegeanstalten vom Roten Kreuz meine besten Wu nicke für den erfolgreichen Verlauf ihrer Verhand­lungen auszuspreaien. Durch Jahrzehnte haben sich die Auf- gabcn der r5rauenvereine unter dem Roten Kreuz zu neuer S0.?1? g^bietl Wohlfahrt umfassender Tätigkeit gesteigert, va .Kaiserin Augusta, fte möchten einen unent-

s (r??bteiIr ber öffentlichen Wohlfahrtspflege in Deuochland bilden, heute als erfüllt zu betrachten ist. Tas erreichte Ziel verpflichtet zu immer größerer Hingebung an die

. der wir im Krieg und Frieden dienen wollen, ^.eser,doppelten Bestmimung der Vereinsorganisation entspricht die reichhaltige Tagesordnung des Verbandstages. Mögen die ^.ortrage und Beratungen Ergebnisse herbeiführen, welche för­dernd und befruchtend auf die weitere Entwicklung der De'-- eine cm wirren und ihre Schaffensfreudigkeit beleben. Mögen s = dieienigen, welche sich mit Hand und Herz an den Werken de» Roten Kreuzes beteiligen, sich stets vor Augen halten, daß Gottes Segen nur aus der selbstlosen Betätigung wahrer Näch- stenlicve ruhen kann. Aus der Ferne werde ich den Verlaus ?^-/^^^Eungcn mit aufrichtiger Teilnahme begleite". Ihre Bestrebungen sind in gemeinsamer Arbeit auf ein uns allen am Herzen liegendes Ziel gerichtet: dos Wohl unseres teuren deutschen Vaterlandes/'

Kleine Tageschrourk.

In K i tz i n g e n (Unterfranfen) beging die Sachsenbärbcl ( nnimie ^rnn Babelie Kühnert ihren 106. Geburtstag

W-lhetnishavcii kam die Rrunmatpolizei qwß Diebstählen an, der Reichswerll aui die Spur und ei '-'^^Ein^umsaiigreiches Lager gestohlener Sachen.

Prrrn-5? i u t t g a rt ist auf dem Platz der ehemaligen Legioi! kaserue oer innere ^.eil eines Ne u b a ue s e in g c stürz t. 2 Arbeiter wurden tot und mehrere schwer verlebt a den Drummern hervorgezogen. v j

, .. Gläubiger des Zentraltheaters ' zu Berlin hab denen Einrrastung und Missen mit Arrest belegen lassen.

D^e "L/taatsmrwaltschuft zu Berlin leitete Sonnabendabe gegen den entlassenen Stallmeister des Kronprinzi wegen homosexueller Vergehen im Königlichen Marstall ö ^..lrr a t i a 5 r it ein. Ob auch gegen zwei mitbesckuldil mh?rCTfl-^Ca^ten eine Untersuchung ringele!

wird,^ ist noch unentschieden.

Sn, b'em b?l.ländstchen Orte D enekamp entdeckte die Poliz j daß der etgcnthcije Erbe eines großen Hofes von dem iciug , ^ny.kber vor etwa acht Monaten eingemauert worden ' und nur tum,erlich ernährt wurde. Der Bedauerr Äk bo lammervollen Anblick dar. Der gefühllose Di wurde verhaftet. 1

Fulda. 15. Okt. Ein Anschlag auf den Rhön- baynzug ist gestern abend zwischen den Stationen Gersfeld und Altenfeld gemacht worden. Mehrere Ersen­stucke waren auf die Schienen gelegt worden. Der Lokomotivführer bemerkte noch rechtzeitig von weitem das Hindernis und gab Gegendampf. Infolgedessen blieb bin X-ofomotwe vor einem mächtigen Eisenblock stehen, entgleiste cwer nicht, was von den Frevlern beabsichtigt war. Alles kam mit dem Schrecken davon.

Wiesbaden, 15. Okt. Der 5. Werbandstaa der

Vermischtes.

. * ^er Nutzen des Kartoffelkrautes. Allent­halben kann mcui je£t Kartoffelfeuer sehen. Es mag etwas

Poesie dabei sein, wenn man auf dem Felde ein F»,,. macht, sich einige Erdäpfel röstet und vergnüglich tote der gräuliche Rauch von bannen zieht. Viele Lew? meinen, es muffe jedes Kartoffelkraut verbrannt wer Nun, die Verbrennung ist ^ebenfalls ein gro & e I) 1 e r, denn bas Kraut enthält beträchtliche ^ungesalze. Der rzwanzose Girarb hat berechnet, bOs Staut: oon einem Hektar Kartoffeln 20i/3 Kilogramms ftorr, 4 Kilogramm Phosphorsüure, 12,6 Kilogramm Sttti

Kalk enthalt, was ungefähr dem Qfef;alt 8° tnä 100 Zentner Dünger gleichkommt. Man grabe » das Kartoffelkraut nach Art der Gründüngung ein tft das beste Werwertungsverfahren. Werbrennt man Kraut, so wird der Stickstoff zerstört, und der Verlun Hektar Kraut betrügt nach obiger Analyse etwa 20 syn a l rm Walde. Bon einem trau'

Lebens,chick,al weiß nachstehende Meldung zu bett*' Walde bei Türrmaul in der Nähe des böhmischen -u ortes Marienbad wurde die vollständig entileibcte « des seit einigen Wochen vermißten Rebakteur/ Bruxer Bolksztg/', Hugo Ritschet, ausgesuuben Rin litt seit längerer Zeit an nervösen Anfällen, bie vorübergehender Geistesstörung steigerten; er lebte in, Wahne, daß er verhungern müsse. Als er stellen wurde und mit seiner Familie in drückende N läge geriet, verschlimnierte sich sein Leiden, und AagcS toar der unglückliche Mann spurlos verschwur mle Siachforschungen blieben erfolglos, bis endlich l Leiche im Walde gefunden wurde. Der Körper war zum Skelett abgemagert, und es unterliegt keinem ßw» daß der Aermste in geistiger Umnachtung lauge Zest' Walde umhergerrrt ist, bis er verhungerte. Bon den Sleüi tonnte bisher nichts gefunden werden; es ist wahrschem, oaß der Unglückliche schon längere Zeit vor Eintritt Todes nackt im Walde gehaust hat.

* Die Generalversammlung der deutt^ ^uti-^Duell-Liga fand am 13. d. M. in Münch ftatt ^n der Präsidialfrage ist insofern eine Einiq» erzielt worden, daß em provisorischer engerer Aus,/ bestehend aus ®raf Erbach-Fürstenau, Oberbürgermei ®r. Aiitonv-^ulda und Baron Eramer-Klett-München zur beftnitiven Eruennuug bes Präsidenten bie Geschij Wsrt der Besprechung der Mitglieder wies Univ» taLsprofe)for von Amira auf bie Bewegung in der frei

--schäft (Finkenschaft) hin, die zwar m giprell kerne Gegner des Duells sind, aber sich ÄU \ G?runbfa.|.e bekennen, daß die schiedsgerichtliche Austraqu einer Affäre durch die Austragung der Waffen nicht na liegt, ^zn der öffentlichen ,Versammlung, zu der ai kanten erschienen waren, referierte zunächst Rechtsanw Rumps über die Liga. Der Zweck der Liga ist lediglich, humanitärer. Die Hauptsache besteht darin, dem 2iif den nötigen .gesellschaftlichen Rückhalt zu geb Anschlüsse daran sprach Professor von Amira ükx Geftcytspuntte der Antiduell-Bewegung". .Von dem i banieit ausgehend, daß die Liga nicht nur d<rs Du

** ® n c falsche Nachricht. In einer der letzten Nummern bes yiesigen sozialdemokratischen Blattes erschien m/er ber SpitzmarceDas Opfer einer Verwechslung" eine Notiz, wonach ein Schutzmann im alten Schüßenhof hier einen Gast für verhaftet erklärt haben sollte, vowohl er sicy keiner Schuld bewußt gervesen wäre. Erst ^rachbem Wirt unb Gäste dem Schutzmann auf das beftimm- te)te versichert hätten, daß er im Irrtum sei, Hütte letzterer ftch davon überzeugen lassen, daß eine.Verwechslung vor- uege. Wie uns von maßgebenber Seite mitgeteilt wirb, ift an bem fraglichen Vorfall überhaupt kein Schutz- Ul a n n b e t e i l i g t gewesen.

i. Klein-Lin beu, 15. Okt. Der Vorstand ber hiesigen /H eima18 vereinig ung, bestehend ans ben Vorständen ber Ortsvereine, hielt am Sonntag eine Sitzung ab, um über bie Veranstaltungen im kommenden Winter zu beraten. Es iüurbc beschlossen, etwa vier Slbcnbc zu veranslalten, deren Darbietiingen teils in unterhaltenden, teils belehrenden Stossen dcitchen sollen. Auch ein musikalisch-deklamatorischer Abend foH abgehalten werden. Tie voriges Jahr gegründeteHeimatL- vereinigung" erfreut sich in der Einwohnerschaft lebhafter Dynlpathien, und man sieht den Winterveranstaltiingeu mit Znteresse entgegen.

-- Allen dorf a. d. Lda. Am Sonntag, 13. d. M., ^nd im Saale des Herrn E. Raust eine Versammluno des ^bflügelzuchtvereiusMendorf uno Umgebung" statt. Nach Eroftnung der Versammlung durch deu Vo-- jsrtzendeir, Bahnmeister Hilz, wurde der vrrgelcgte Satzunas- Entwurf nach Durchberatung der einzelnen Punkte an- Zenommen uud die Drucklegung, beschlossen. Eine Anzahl Bücher über Geflugeizucyt pp., die den Mitgliedern unent- geltlrch zur Verfügung stehen, lagen auf. Ein Vortrag des Vorsitzenden über Ve y a n d l u n g des Geflügels sowie eme vorgesehene Besprechung einiger Geflügelkrank- Heiten. und deren Bekämpfung mußte wegen zu kiiapper

<p«ter verschoben werden. Die beabsichtigte Be- schlutzfaftung über Grunouiig einer Zuchtfiation, sowie über 'ben Beitritt zum Verband wurde bis zue Versammlung iin Banuar vertagt, die in Jlghausen stattfinden soll.

Lich, 15. Okt. Ein neues industrielles Unteriiehmen /soll hier entstehen. Eine auswärtige Firma plant die Er- richtung einer Ziga rrcnfabrik, die in den seitberiam Wirtschastsräumen des Gastwirts Stein nntergebracht werden «soll. Es haben sich bereits eine Anzahl Arbeiter und Ar­beiterinnen gemeldet.

I Schutz der Ehre. Der Schutz der Ehre hat die foe, au^ere b. h. die Achtung zum Objekt. Das Duell^ ledenfalls ein ungeeignetes Mittel des Ehrenschutzes c dem Gebiete der Sitte, aber auch auf dem Gebiete t Strafrechtes in Beleidigungssachen ist vieles eingestanden, maßen verbesserungsfähig. Auf dieser Erkenntnis baut s das Verlangen der Liga, nach vorläufig korporativen u wie nur hoffen in der Zukunft auch staatlichen Ehrenrüt aus, denen die Entscheidung belangreicher Ehrenstreüi leiten zustehen soll. Der Redner schloß mit einem warm Appell an die deutschen Frauen, ihrerseits an den Bestn ungen der Liga Anteil zu nehmen.

Verkehrsunfälle. Aus S hrewsburg wird k graphiert, daß der von Crewe nach Bristol gehende Eilz der London and 9iorth Western-Eisenbahn nachts um V94 U icgt vor der Station Shrewsbury auf einer Kurve cntgleii ^amtliche Wagen, außer dem letzten, sprangen vom (Sei- mit) wurden zertrümmert. Rettungskorps waren schnell . Stelle und aroeiteten nach Krüstkn an der Befreiung der u Stichen Opfer. Nach ben letzten Nachrichten hatte in 20 Tote, darunter den Lokomotivführer und Heizer u 40 s chwer Verletzte aus den Trümmern hervorgeholt. ,Bei einem von Soworby Bridga nach Halifax in der Gu ^fjlt ?)orf gehenden elektrischen Straßenbahnwagen, der r Arbeitern cur gefüllt war, versagte beim Hinauffahren c einem Hügel infolge Heraussor.ngens der Leicstange a [e. Bet ber rasend schn ivcl * f. . 'gen; er fuhr in ein Hai

Sieiwn.blU, Zerschmetterte einen Laben unb ging selber

Trümmer. Von ben Insassen würben zwei sofort q tötet unb 31 schwer verletzt. Am 14. Oktober rann ^s der rutschen Station Kulizkaja ein Güterzuq a einen Arbeiterzug. Vier Waggons würben zertrümmert Personen verletzt.

Die Mörderin ihres Bräutigams.

iE ,entsetzliche Tat ber BürgermcistersLochter Beier in dem g. Uautdxn Brand, dre aus pekuniären Niotiven an ihrem Buantigam einen Meuchelmord verübte, zieht den Schleier von K^d^ller sich kaum denken küßt. Ja, ..(.argaietc -jeier, die 23 jährige Tochter des Bürgermeisters, sah , 2^ btne Lady Macbeth. Niemand hätte das hübsckie,

?>^chcn, das fast täglich im lichtfarbenen, sußfreien rtlUetl orvßen Bernhardiner als Begleiter, träu- merych die gelber durckveveifte, bas jedermann mit einem freund­lichen Lackelnbegegnete, eines Mordes für fähig gehalten. x)etzt aber r-t sich m Brand jedermann darüber klar, daß das U-u?e d^a^cyeu das willfährige Werkzeug ihrer Mutter und des ^^^erberger Lanogerichtsgefangnis besindiichen Kauf-

, ui-'Uus Merker aus Dresden, ihres Geliebten, war. Letzterer ist 1 e"1^, .Astors und hatte sich bereits in einem kaus-

wmniicgcit Geichasre m Freiberg größerer Unterschlagungen im > amtbvirrige von etwa 2000 Pck. schuldig gemacht, als ec bei

Srinas « Brand Stellung fand, wo er halb mit Grete ba,^aS .bem Oberingenieur Preßler ver-

u^trmes Verhältnis anknüpfte. Diese scheint über- haupt McÄer vor ihrem Bräutigam sehr bevorzugt zu haben, weil ihr die ruhige, vornehme und zurückhaltende Art imes Bräutigams nicht zay agte. Das Testament, durch das Grete Beier zur Erbm ihres Braritigams Preßler eingesetzt wurde, rührt, ebenfalls st-erausgestellt hat, nicht von diesem^ her, SL .vwlmehr als eine Fälschung der Grete Beier herausgc- , c ' I ltellt. hatte es nacy Verüoung dec Mordtat unter die hinter-

+ Nied er-Ohme u, lo. Okt. Sonntag, 20., und ^ll^nen Papiere Prellers gelegt. Letzterer bewohnte, als er b^uulag, 21. Oktober, findet in unserem Dorfe Kir ch- l emige Zimmer der von ihm gemieteten

Eröffnung des Neubaues ber I Das Wort von der Missetat die an den Kindern i

höheren Mädchenschule unb des Lehrerinuen-bE werden soll brs in das dritte und vierte Glied hier ist^s seminars wurde heute vormittag in festlicher Weise furchtbaren Wahrheit geworden. Margaretens Vater

vollzogen. An der Feier nahmen die Spitzen der Welt- Tfi faX '^-nck iwch viel mehr zu sein;

kAe- »nd seistttchen Behörden, sowie die höchsten Vertreter v«brech«ische^Lgen^Lttn?" K vcLlner Bat« L n rtvAw o. rt x * r * < I <, arkf.p-r* ptiTaP vi- bie Frau Bürgermeister dagegen

8%" Kiy*? du«, Mu- d., w, w * rtiiÄ mÄfSÄÄ:

in denen 12o6 Mädchen Aufnahme finden können. (Frkf. Z F^eu dec Einwohnerschaft zum Verwalter und später zum

R. B. Urb erach, 15. Okt.' Am Sonntag abenb brieten W1 toü? ^eier wahrscheinlich'ehrlich

der Fluschenbierbäubler Milb ^--r <r n ? sJi- dem Geldo aber, das burch jcinc Hand rollte er-

Frank und der Schleifer Adam u n ^.6- wachte m ^hm ber Wunsch wach Reichtum: Der Bürgermeister ver-

Spr Avam Frank tn einen (Streit, önrr ttch an ber Kaste. Seine Verfehlungen wurden niSt

St aiiScrtete, in deren Verlauf Wilh! deckt unb erst ber Tod des un9efrenen »Samten

P"r; be^ ^9- Fr- einen fo tiefen Messerstich versetzte, daß wehr als 40000 Mark im Laufe ber Jahr/ veruntreut ^battt

sene lebensgefährlich verletzt würbe. Der .war Beier auch in anderen Beziehungen gesunken

iTator wurde ru Hast gerrommen. Er ließ sich schwere sittliche V-rsehlungen

2)2 a r b u r g, 15. Ott Gestern entstand nnF $roA- I mit ben Ehefrauen verschiedener Bürger von Brand sehr Wescrbahn im Bahnhof Sch l-i erb ach durch Entgleisung!S-kMch°i^eüMIlÄcE

Lokomotive de- Guterzuges 8719 bemi Rangieren infolge "wls das Leben gnwnuncn, um einer eidlichen Vernehmung dappelspucigen Fahrens eine erhebliche B e tri ebsstöruna h°r iU ent3^cn- Sn der Untersuchungshaft ist Beier &ÄÄÄ ää s test« LAS Ä

ä Ä-iS?

8SStt,m«?6r6^al,Cn ift a")6=1 « »?85i«SSftaEÄl*Ä|j«*^arZtromleüimgUUs

Verbindung nicht erwachsen. Beier hat schon vorher, , ehe sie ihrem Vater den Revolver tzen Abfahrt entgleiste der Wag«

entwendete, sich eine Mordwaffe zn beschaffen versucht. Sie~r^---------'

vor längerer Zeit die Brander Botenfrau ihr in

einer Freiberger Waenhandlung einen Revolver mit scharfer Muiii wn zu kaufen. Der Waffenhändler lehnte indes die I B/^absvlgung des Revolvers ab, weil die Botenfrau eine Be- icgcmtgung nicht vorweisen konnte. Tags darauf kam die Boten­frau tmeber, zeigte eine von dec Grete Beier ausgestellte B-'- fchemigung vor unb erhielt darauf den Revolver. Allerdinas gab der Händler nur Platzpatronen mit und machte dem Bücaer- meister Becer telephonisch Mitteilung von dem Wasfenkanfe seiner Mochter Dieser nahm daraufhin seiner Tochter die Waste wieder Zurück rnac|? bmigen Tagen dem Händler wieder

zuruck Dp /hr dieser Versuch, zu emer Mordwaffe zu ge- ')Arr?tA,r ?brschaffte sich die Beier einen von der

Brander Pouzeibehordc konfiszierten Revolver eines Selbstmörders mit dem )ie dann ihren Bräutigam erschoß. Daß häßlichste Darsttlson^- Eweggrund zur Mordtat war, beweist auch folgende Söenjge Xage nach Pretzlers Tode kamen die Mutter Beier und ihre Tochter letztere in einem neuen Kleide! ^nrVfUlCm Möbelwagen vor der Chemnitzer Wohnung Preßlers ^^-s^ollen bcsde die ganze Wohnungseinrichtung K Kleidungsstücke, sogar die Restbestände

'tttttol rr-1.11 den Wagen, um alles nach Brand mit­

zunehmen. Beim Einpacken äußerte Grete Beier dem Spediteur gegenüber, daß es gut wäre, daß Preßler tot sei. Als ver- u^^viette^t^b itt?^ sie ja doch einmal nicht heiraten können,

und vielleicht hatte er sie, wenn fte gerade in Chemnitz gewesen waren, eben aus bie)em Hinderungsgrnnde erschossen Hieraus ergibt sich dav es die Grete Beier selbst war, die das ganz uirbegrundete Gerücht verbreitete, Preßler sei verheiratet.