überfahren. Es liegt eigenes Verschulden bor. Der
erlitt ganz leichte Verletzungen.
Letzten Sonntag, Gastwirt Lingner e;i
Obbornhofen, 11. Dez.
8. Dez., sand hier im Saale des
politische Bedeutung.
. Der Bürgcrvercrn Gießen hielt gestern abend ^nn Neuen Saalbau eine außerordentlich stark besuchte öffentliche Bürger-Versammlung ab, in der Professor Dr. Biermer über den „Fall Dr. Dullo und seine rom mun a 1 p o liti s ch e Bedeutung" sprach. Nach «einigen einleitenden Worten des Vorsitzenden, Lehrer Val. Müller gab er dem Wunsche Ausdruck, daß die letzten .^tadtverordnetenwahlen zum Wohl der Stadt Gießen beitragen möchten. Das heutige Thema betreffe zwar Gießen nicht in erster Linie, aber es bel-andle eine Geldfrage und dle«e verliere an Schärfe, wenn sie öffentlich behandelt werde. Dies werde mit dem heutigen Vortrag beabsichtigt.
Hierauf ergriff Professor Dr. Bi-ermer das Wort zu seinem Vortrag, den wir hier kurz wiedergeben, da wir rms wegen der allgemeüum Bedeutung des behandelten -Gegenstandes eine eingehendere Würdigung desselben vor- ^halten. Der Redner gab zunächst einen Rückbück über die Entwickelung der kornmunalpolillschen Verhältnisse Ofsen- -bachs, die sich zu einer reinen Parteiherrschaft ausgebildet hatten. Bürgermeister Dr. Dullo habe finanzielle Fehler gemacht und es sei zu bedauern, daß die Staats-regieruna, den Anschein habe, sich jeden Gingriffes enthalten wolle. Die Sache hege daran, daß die hessische Stüdteord- ^h^ fornrbedürftig sei. Es folgte sodann eine Dar- stelümg der Vorgänge, aus denen heraus sich der Fall Dr Dullo entwickelt hat. Die Aufnahme der letzten Offenbacher Stadtanleihe von 5 Millionen habe der Stadt durch dre ungeschickte Fassung des Vertragsentwurfs mit den Mauken der Stadt einen Verlust von 30 000 Mk. gebracht und ttm diesen Verlust wieder cm^noringen, habe dann der Bür^nneister sich auf Lombard- und Effektengeschäfte eingelassen, indem er durch Vermittelung des Agenten Wolf m Frankfurt gegen Lombardierung ausgesprochener Speku-
Dekans die Bestätigung erteilt.
Die Fünfziger von IE Die gestern abend rn den oberen Raumen des Hotels Kaiserhof stuttgefun- dene Versammlung der Altersgenossen 1858—1908 war recht gut besucht, durch die geschehenen Vorarbeiten konnte schon manches zu der am 14. Januar 1908 im Hotel Schütz stattfmdenden ersten Hanptversammlimg erledigt werden Der Wunsch aller Anwesenden war, daß sick/zu dieser KTr3 °IIc 1858a einfinden möchten. Daß bei den .Wucsgenossen ut letzter Versammlung schon eine recht! gemütliche und fröhliche Stimmung vorherrschend war s1* ?Vtc Kvrbedeutung der Feste von 1908,' Kellerfest Don eütem SroBcn Schlacht- und
JtvHuL ull.
. der H essische Landes verein vom Roten *1 e “5 onI. ätzten Mittwoch in Darmstadt unter dem Vorirtz des Oberkonsistorialhräsidenten Nebel seine ! e L ° mlung ab, die auch von auswärts viele Gaste auszuweyen hatte. Der Kassenbericht pro 1905/06 der 046 unb in Ausgaben mit 36180 Mk ab schließt, ergibt einen lieberschuß von 866.72 Mk Ferner ttrnrbe der KUssenbericht für 1906 nrit 31945 Mk. in Cun- nahmeu, ^.7 962 Mk. ut Ausgaben und 3982 Mk. llcberschuß und der Voranschlag für 1908 mit 19100 Mk. in Einnahme und Ausgabe genehmigt. An Stelle des ausqesch,-denen
«Mbe die Forderung einer Durchsicht des tetr.
'öefcLttgung ibe§ Ägeutenlvesens bei Vermittelung städtischer Anlehen. Für die vorübergehende Anlegung inm Geldern empfehle sich der Verkehr mit soliden C?7?an^en r Schaffung einer Ausgleichsstelle für das Land etwa un Anschluß au die staatliche Hypotheken- bank in ähnlicher Weise, wie sie für die öffentlichen Spar- kassen bereits bestehe.- Des weiteren solle man mit der übertriebenen Geheimniskrämerei aufrmimen, namentlich in tytnanjimgen. Etwas anderes sei es mit Grundstücks--! ankaufen, Per)onalfrageu usw., wo man nicht verschwiegen genug sein könne. Schließlich verbreitete sich der Redner noch über das staatliche Aufsichtsrecht, das in Hessen vielfach scharfer fern könne. Gr schloß mit den zusammen- sa))enden Worten, die bisherige Haltung des Kreisamts verstehe er nicht und das Verhalten des Bürgermeisters! Dr- Dullo finde er zum mindesten sehr merkwürdig.
Dem mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag folgte eine anregende Diskussion, in der hinsicbtlicv ^s hauptsächlichen sachlichen Inhalts keinerlei von bim Ansichten des Referenten abweichende Gesichtspunkte *ur Sprache kamen; wir kommen auf sie noch näher zurück.
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di- Leitz'schcn Werke mit Her ieü^^"v ° ^nhrcn befassen sich Anfänge der Kunst des (Sl? ?S d'°ftr Instrumente. Die a.s.
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day nach ter «-tckdteordnung dre Finanz-, überfahren. Es liegt eigenes "r-rlchulden vor -rev <n deputatron Mitwirken inug und auch die Slufsichtsbehördc wurde in die rhir,,rY®erreB «-...solchen Finanzlagen initzurcden habe. Wenn diestä chw trausporiieri. Ein ander
Stadreordnung hierüber keine besonderen Bestimmungen ent-I ” m / l/1 m , Mitleiden,iyalt gezogener Arbeit, halte . so gebe es allgemeine Verwaltungstestimmungen,1 rrfrff nnnl ------ '
bte gier ^tzlatz griffen. Zum mindesten sei das Maß von ^irgfalt anzuwenden, das das bürgerliche Gesetzbuch vor-.- ~<-g., |Unu ihci. in ÄfcÄÄ&Äbesuchter Familienabend st-tt'-'W Ler ®e,a"86“ei? "Frohsinn" ei>i Heimatlied gut zum B trag gebracht hatte, eröffnete Pfarrer Engel i>ic ,T ' sammlung mit einer kurzen Ansprache über den äni' olcher Abende. Hierauf hielt Pfarrer König von Bel lersherm einen interessanten Vortrag über die Rein, matron. Im Anschluß hieran wurde gemeinsam der ä. Vers es Lutherlredes gesungen. Darnach fand »och Lichtbrldcrvortrag „Wanderung durch das heilige omi Pfarrer Brill-Ober-Widdersheim statt, der mi? meinen Beifall fand. In einer Pause und zum Schlnk trug der.Gesangverein noch einige schöne Lieder vor 6 ioar dres die erste derartige Beranstaltung, die in unser» Gemernde gehalten wurde und der hoffentlich noch L andere folgen. 1 DtcIe
U Aus der Wetterau, 11. Dez. Infolge hallenden Regenwetters führen die Flüßchen des Vogels sie die Täler und Wiese' der Wetterau zu überschwemmen drohen. Die )üdda in besonders bei Gronau und Vilbel hoch gestiegen.
ern- I : \ rb? Der Verein Krankenpflege ...
Wie uns von der ^ba hat sich neben der Anstellung einer Krankenschwe^ ,irf bre weitere Anfgn^ ^stellt, ein Krankenhau s zu
l Mm. Dazu reichen seine Mittel bis jetzt nicht. £ lstoch 'st I-tzt dem Mangel einer Unterkunft für Krank- . dadurch abgeholfen, daß der Stadtvorstand dem S hn entgegenkommender Weise die alte Kleinkinder Ich ule zu diesem Zwecke überlassen hat. ES werden nun m unteren Stock zwei geräumige Zimmer eingerichtet mo™6 s" ^Dcfmf°ri etnc kleine Familie Wohnung er.' StMI/ die Beauffichtigung des Ganzen und in I Wesenheit der Schwester die Fürsorge für die Kranen ub-rnimmt. — Der neue Anbau an das Amtsgerichts- 8^ de ist nun unter Dach; dadurch hat das sog a(te e'" 8°NS verändertes Aussehen erhalten?ä'
Samstag wurde die h ö h e r e B ü r g er schule bnrrfi » Schulrat Block aus Darmstadt revidi«t'1)u glÄ i ?"C Prüfung des Handarbeitsunterrichts der Bolkchchule durch zwei Dameu i,nd Schulrat Scher'statt ...,A N'eder-Oh men, 11. Dez. Die Zig eures Wahlen mit Vorliebe die Grenzgebiete der Leise, um schnell die Grenzen zu überschreiten, wenn der Boden ihnen zu heiß geworden ist. So lagerten dieser Tage in dem naßen Bernsfeld und hier sieben Wagen der ar" bertsscheuen Wanderer, und im Walde bei Büßfeld drei tei‘?Trf,e,f'ihbtC amatt Wagen nur Kinderivägelchen L. * 5 l^h^len. Was für ein Obdach bei diesem Sturni- und Regcnwettcr? muß man unwillkürlich fragen Die umliegenden Ortschaften sind allerdings wenig erfreut über diefe langfingrigen wandernden .Gesellen.
SF„rf»^ro6/ei^en' u- 3cä- Was für unverfrorene Belchen unter den Handwcrksburschen Vorkommen die ziehen""al?'"son»'° s W allf den Landstraßen «St da b ? ' ?rTU§r • et" h'esiger Schmiede,neister. Stammt bn dieser Tage ein Handwerksb ursche in eir.c Schmiede, stellt sich ihm als Schmied vor und bittet m eine milde Gabe. Der Schnriedemeister fragt den frem- iu !eirtert ^aP'c»i’- Danach habe er nichts
rnortete tefi a8 ?tefer- Der Schmiedemeister anb Da erasitt b ® bann auch nichts zu gebeu brauche. “8rtr.f der Bur,che e,ue lange Eisenstangc und bedrohte vuntt^ar°»nd mit der Drohung, .hm später den Stand" punkt klar öu machen, verlaßt er die Schmiede den SW 1 ' terb ~ ein^a9enb- In seinen Handwerk?
toct,m,eb °uf einem kürzeren Seitenweg rhebend Li'"uo''^b "?°b5"^9° bei ber Gendarmerie eryevend. ^>tc naym den G.:b, gesellen in Emviana un!» transportierte ihn nach Grünberg in das GZ^ S^i?C8?bSC6' TT* G!iß'voll-nÄ
inr9b1,iUnXrDnI,r‘VI§ sinec bei" tüchtigsten Jäger. Durch lerne Anipr.chslopgkeit und persönliche Tüchtigkeit bat er lic^ ou» kleinen Verhältnissen zur Wohlhabenheit enwor» BKX ■* *• ™ ÄK
Reu. chirurgische Klinik. „„„ m, . ---------- «...
~JircfnoH der chirurgiicyen Klinik mitgeteilt wird, soll biePie toeitere Aufgabe gestellt, neue Klinik der allgemeinen Besichtigung zugänglich gemacht "
werden, und zwar wird der Besuch nächsten Samstag und Sonntag zwischen 2 und 4 Uhr für jedermann geltnttct jein. Da die Klinik zum großen Teil schon belegt i;t, können selbstverständlich mcht sämtliche Räume geöffnet werden, doch i,t dafür Sorge getragen, daß die Besucher einen vollständigen Ueberblick übet die Einrichtungen der Klinik gewinnen.
ka5 Bett. Auch Großfürst Mkolai Nikolajewitsch ist an Influenza erkrankt.
Hongkong, 11. Dez. Die Rcgierungstruppen chahmen die von den Aufständischen kürzlich besetzten drei jBefestigungen zwischen L u n g s ch o w u n d L a n g s o n nach blutigen Kämpscn, die zwei Tage und zwei Nächte währten, lieber ein. Beiderseits waren die Verluste groß.
N e w y o r k, 11. Dez. (Auf Deutsch-Atlantischem Kabel.) iI^i dem Bezirk Pickens im Staate Alabama ist ein Rassenkampf zwischen den Weißen und d-en Negern ausgebrochen. Es wird gemeldet, 25 Neger feien getötet, fünf Weiße und viele Neger verwundet worden. ,Me Wvhnräume der Ne§er seien in Brand gesteckt Worden.
Aus Stadt und Land.
' Gießen, 12. Dez. 1907.
2er Fall Dr. D«Üo in Offenbach «nd ferne kommunal-
Die Lehrerinnengehälter. Die von uns bereits angekundigte Regierungsvorlage über die Erhöhung der Gehalte der Lehrerinnen ist nach der „Darmst. Ztq." ^anbftänben inzwischen zagegangen. Die vorae- schlagene Erhöhung, die in jeder Gehaltsstufe 100 Mark beträgt, soll am 1. Slpril 1908 in Kraft treten
* Dekan-Stellvertreter. S. K. H. der Gro'ß- yerzog haben der durch die Dekanatssynode des Deka- u°ks ÄEßen^ für den Rest der im Jahre 1908 ablaufen-! ~vutvu4.uicc.umj auegeiprocycner ispeku- ^vklzogenen Wahl des evangelifchen Pfar-
laUonspapiere jKaiferhosaktien) Darlehen aus den zurzeit “r.§ ab“m ®1 u d Heuchelheim zuni Stellvertreter des disponiblen Anleihemitteln gab. Das sei als ein leicht- ^‘,,nna -----—
ftmnges Ilnterirehmen zu bezeichnen, das kein Privatbantier, >Nch,^gc denn ein städtisches Gemeinwesen mit gutem ^mffen tmn dürft. Es handelte sich nm Kaiserhofaklien ^^°M'V°kwe^ do» 540000 Mk., wogegen die Stadt 500000 M«k belieh Es fanden inzwischen Zwangsverkäuft statt, so daß dm Stadt ,cht noch über 300000 Mk. zu bekommen M. Wenn dm Men jetzt zum Kurswert verkauft wer- den, hat dm Stadt cmen Verlust Vvn 56 000 Mk daiu dm 30 000 Ml. Anleiheoerlust, und event. Leiäre
M000 ML, toetm dm restsiche ti Millionen-Anleihe zu den B^rngungM des 5 Mtllronen-Darleh-ns zustande Lmmt Souders widrigen Umständen etwa 24000 ML Zrnftn. Ob. dm Stadt durch eine inzwischen au>genommene Sicherheitshypothek und eine etwa trf.u.bT’i’™? 'S1 ”^T"bc ^egreßpflicht des Maklers Wolf fchadlos gehalten w«d,.tezw. mit einem blauen Auge davon- Lommt, ist ungewiß. Bürgermeister Dr. Dullohält diel Mböor^nt>mnKm£ Finanzoperation für ein ganz wbM-dgeschaft, wm es die Reichsbank und rede A^dskasse mmk^. Das fei vollstäuüig unrichtig. Auch chnst seren noch nrcht oollgeöeckte Mtinrobelechungen anl und zwar zu ei7en, außer- ämsfuß. Das ganze fti eine unglaub-! ir^e ^i^wut]d)a\t iutb wenn )ie in einer preußischen Stadt! ff^gtware, ,o wäre der Bürgermeister sicher teZqraEck NMEndrertivorden und eine Zwangsverwaltung eMtzt
------------tenberg und Grebenhain Gg. R u h l zu Ortenberg L ä). iHaas zu Grebenhain m gleicher Dienfteiaenscknist s;n Bezirkskassen Pfeddersheim, Be rn. Ortenb ra vlr tz unb den Assistenten ber der Bezirkskasse Mainz ILMoritz S e r tz I gU Mainz zum Bezirkskassierer der Bezirkskasse Wöllstpkii ^-Erlebigt ist die
6611^^1 unb die Assrstentenstellc bei der Bezirkskaiie ta ms- *• “ fw1 n bre Gemeindeschule zu Bubenheim. ° V r e r st e l l e an L - . f'ni): Eine mit einem evang. Qe6rcr -»
be,etzende Lehrstelle an der Gemeindeschule ,n°Ri-d-r»"
b®Cnl treffenden Lehrer können die Funkt,m,en wertem * 0-gen besonder- Vergütung übertragen


