1 tmfcbcr große Mathematiker und Physiker Gauß dem kaum 1 Drciundzwanzigjährigen seine Anerkennung nicht versagte.
Karl Kellner i|t der Erfinder des nach ihm benannten Okulars, das noch heute sehr viel verwendet wird. In dec von i jhm 1850 begründeten Wcrkstätte beschäftigte er sich zunächst mit der Herstellung kleinerer Fernrohre, bis mit dem Jahre 1852 die Fabrikation des Mikroskops in den Vordergrund trat, Karl Kellner wurde nur 29 Jahre alt, am 13. Mai 1655 starb der hochbegabte Mann, den das Leitz-Werk nicht ohne Stolz seinen Gründer nennt. Ein Lorbeerkranz schmückt heute feinen Grabhügel. Die Produktion der Mikroskope betrug 1861 etwa 70 Stück, im Jahre 1887 wurde das 10 000. Mikrostop fertiggestellt, 1898 betrug die Zahl bereits 50 000, heute 100 000, ein wahrhaft großer Erfolg industriellen Schaffens. Die Zahl der beschäftigten Mechaniker, Optiker und Hülssarbeiter beläuft sich auf 549.
]f Marburg, 11. Dez. Unter Beteiligung aller Bevöl- lkerungskreye fand heute abend in den Stadtsälen die allgemeine Feier der siebenhundertsten Wiederkehr des Ge b u rt s t a g e s der heiligen Elisabeth, die bekanntlich hier in Marburg lebte imb starb, statt. i
^tantfurt o. M., 11. Dez. Der Ortsverein Frankfurt des Verbandes mittlerer Reichs-Po st- und Delegraphen-Beamten hat in seiner letzten Hauptversammlung beschlossen, mit Rücksicht aus die anhaltende Teuerung unb die damit nicht int Einklang stehenden Beamlengehältcr auch in diesem Winter von allen Festlichkeiten abzu- fehen, die mit nennenswerten Ausgaben. für die Mitglieder Verknüpft sein könnten. Im Stadtwalde wurde von der Polizei ein junger Mensch festgenommen, der wiederholt Passanten belästigt hatte. Es stellte sich heraus, daß er an religiösem Irrsinn leidet. Er kam in die Irrenanstalt. — Weiter wurde ein jüngerer Mann, der in der Rächt zum Dienstag auf idem Schillerplatz, nur mit einem Hemd bekleidet, herurn- 'spazierte, in die Irrenanstalt cingeliefert.
X. Hanau, 11. Dez. Bei den heute zu Ende ge- Ncurgenen Stichwahlen zur Stadtverordnetenversammlung in der dritten Wahlabteilung erhielt )ie bürgerliche Kandidatenliste 2194, die sozialdemokratische 2048 Stimmen. Durch diesen bürgerlichen Sieg find die aus dem Stadtverordnetenkollegium ausgeschie- .denen Führer der hiesigen Sozialdemokratie, die wieder auf der Kandidatenliste standen, u. a. Reichstagsabg. Hoch, nicht wiedergewählt. Die Zahl der sozialdemokratischen Stadtverordneten betrug bisher 9, durch die jetzt vollzogene Wahl verringert sich die Zahl auf 5.
^Gouverneur Horn vor dem Disziplinargericht.
d. Berlin, 11. Dez. Vor dem kaiserlichen Tlsziplmarhoi für Sie Schutzgebiete hat sich heute der Gouverneur von Togo, Waldemar Horn, wegen Verletzung des Reichsbeamteugesetzes verantworten. Der der Anklage zu Grunde liegende Fall liegt bereits 87, Jahre.zurück und erregte seinerzeit in Togo große Entrüstung. Den Vorsitz jührt Kammergerichtspräsident L i s c o , die Anklage vertritt Geh. Legationsrat Goldinelli,- während Juslizrat Dr. u. Gordon als Verteidiger des Angeklagten fungiert. Der Verteidiger macht Mitteilung von einer Erklärung des Herrn W i sl n b a, bet, zu dem Angeklagten in keiner Beziehung steht, imb worin Wistuba behauptet, daß unter allen Gouverneuren, die in Togo gewesen seien, gerade Horn die Eingeborenen mit besonderer Humanität behandelt habe, so daß sie ihm besonder? geneigt waren unb ihm öfter Ovationen brachten. Der Verteidiger nimmt an, daß das Gericht diese Tatsache als wahr ansieht, da er sonst geneigt märe, Wistuba als Zeugen laden zu lassen. Die Verhandlung wendet sich nun dem Falle Z e d u zu. Wie der Berichterstatter hervorhebt, hat er sich am 19., 20. und 21. März 1903 in Togo Zugetragen. Folgender Tatbestand sei erwiesen: Horn hat den Zedu, der sich weigerte, das Versteck des Geldes anzugeben, auf eine einen Meter hohe Cteinpyranude treten und ihn mit nach rückwärts gebogenen Armen und mit fest zusammengeschnürten Ellenbogen und Handgelenken, sowie mit zusammengebundenen Füßen em einen Flaggenmast binden lassen. Zedu schrie laut und Die Schmerzensrufe wurden von dem Angeklagten gehört. Nach smer halben bis dreiviertel Stunde sagte Zedu, er wolle das Versteck des Geldes angeben. Er wurde darauf auf Anordnung des Hauptmanns von Döring losgebunden. Da aber an der bezeich- »eiert Stelle das Geld nicht gefuiiden ivurde, ivurde Zedu wieder put die Steinpyramide gestellt tuid festgebunden, allerdings etwas lockerer. So stand er eilten ganzen Tag über, den Strahlen der Sonne preisgegeben. Der Angeklagte beobachtete ihn genau, ja er ging von Zeit zn Zeit zu ihm hin und sprach mit ihm. Zedu schrie Immer lauter. Zu einem Zeugen hat der Angeklagte gesagt: „So ein abgebrühtes Schwein. Haben Sie bei ihm schon einmal eine Trane gesehen?" — Tie Nacht brachte Zedu ebenfalls am Flaggenmast zu, wobei er sich auf den Steinen zusammenkauerte. Es ist sicht erwiesen, daß Zedu während der Fesselung etwas zn trinken gekommen hat. Am Morgen des 21. trat der Angeklagte an Zedu leran. Er sand ihn gänzlich erschöpft vor, ließ ihn aber ntd)t lo5» finden. — Das Urteil soll am 23. Dezember verküiidet werden.
LSttiVerjitäts-Ncrch richten.
Göttingen, 11. Dez. Die Gesamtzahl der im laufenden ßVinterserncster immatrikulierten Studierenden beträgt 1857 (gegen
B12A
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Ä
tober 1907 begonnen.
Gießen, den 4. Dezember 1907. Großherzogliches Amtsgericht.
Bekanntmachung.
In das Handelsregister Abt. A. wurde eingetragen bezüglich der Firma Hermann Katz IV. in Gießen:
Das Geschäft ist auf die Kaufleute Joses genannt Jillius Katz und Max Katz übergegangen, welche dasselbe als offene ,Handelsgesellschaft unter der feitherigen Firma weiterführen. Die dem Josef genannt Julius Katz erteilte Prokura ist hiermit erloschen. Die offene Handelsgesellschaft hat am 1. Ok-
Lautsagrmg.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei m dem schweren Verluste unseres lieben, unvergeßlichen W Sohnes p
Heinrich
und für die vielen Blumenspenden, sowie zahlreiche Be- E glcituna zu seiner letzten Ruhestätte, besonders Herrn M Pfarrer Gußmann für die trostreichen Worte am Grabe U sagt herzlichsten Dank 09400 K
Die tieftrauernde Familie Brück. ......
Mainzlar, den 12. Dezember 1907.
' Bekanntmachung.
Der Plan über die Errichtung einer obcrirdifwen Telegrapben- Ünie an der Landstraße von Weickartshain nach Lardenbach (km 3,8—5,2 der Kreisstraße) liegt bet dem Kaiserlichen Postamt in Mücke (Hessen) von heule ab 4 Wochen aus.
Darmstadt, 11. Dezember 1907. D32/„
1 Kaiserliche Ober-Postdirektion.
I. V.:
x Dingeldey.
1858 im Wintersemester 1906/07). Davon zählt: die evang.-theologische Fakultät 102 (gegen 100), die juristische 441 (443), die medizinische 188 (189) und die philosophische Fakultät 1126 (1126). Der Staatsangehörigkeit nach sind: 1276 Preußen (darunter 762 Hannoveraner), ferner 439 aus den übrigen deutschen Staaten (darunter 133 Braunschweiger), schließlich 142 Ausländer (darunter 44 Russen). Außerdem haben die Erlaubnis zum Hören der Vorlesungen vom Prorektor erhalten 221 (gegen 183)., Die: Gesamtzahl der Berechtigten ist mithin 2078 (gegen 2041).
Marburg, 11. Dez. In der theologischen Fakultät habilitiert sich am 14. ds. der Stadtpsarrer und Dekan a. D. Lic. theol. Rudolf Günther mit einer Antrittsvorlesung über „Das deutsche Ehristenlied des 19. Jahrhunderts".
Litercrriscyes.
Kein Büchlein erscheint uns für eine Mutter geeigneter, ihrem Kinde daraus die notwendige sexuelle Auskla- rung, worauf es ein Recht hat, zu vermitteln, als das bei Alfred Köpelmann in Gießen im 5.—10. Tausend erschienene Schristch en: Mutter un d Kind. Wie man heikle G egen st ändemit Kindern behandeln kann. Die Zartheit der Darstellung und das pädagogische Geschick der Verfasserin kann nicht wohl übertroffen werden, womit sie die Unterweisung in diesen ernsten Lingen der körperlichen und geistigen Verfassung des Kindes jeweils anzupassen und sie mit seiner zunehmenden Reife schrittweise zn erweitern versteht. Professor Dr. Georg Sticker, der in Gießen wohlbekannte und hochgeschätzte hervorragende Arzt, hat dem Büchlein eine Einführung mit auf den Weg gegeben.
v-e'.riizchtes.
* Der Kinematograph als Verräter. Ein Geschäftsmann mußte zu seinem großen Leidwesen während seiner vielen Reisen seine schöne junge Frau sich selbst überlassen. Besonders erschwert wurde dem Gatten der Abschied jedesmal dadurch, daß er glaubte, Ursache zur Eifersucht zu haben. Wiederholt war er schon unerwartet von seinen Reisen znrückgekchrt, um seine Gattin zu überraschen, allein die Teure harrte stets seiner Rückkehr in Liebe und Treue. Trotzdem nagte der Wurm der Eifersucht nach wie vor an seinem Herzen. Eines Tages weilte der eifersüchtige Ehegatte in einer größeren Stadt, u:rd um sich die lauge Zeit seines Aufenthaltes etwas zu verkürzen, beschloß er, einer kinematographischen Vorstellung beizuwohncn. Es wurden nach einigen langweiligen Sachen auch verschiedene mehr als pikante Szenen vorgeführt. Ter Besucher ließ die Bilder mit gelangweilter Mene an sich vorüberziehen, griff jedoch endlich, da er sehr kurzsichtig war, halb mechanisch nach seinem Opernglas. Wer beschreibt seinen Schreck, als er in einer der pikantesten Szenen seine Gattin und deren „Hausfreund" erkannte. Sofort veranlaßte der betrogene Ehegatte den Besitzer, ihm den Film zu überlassen, und mit diesem Beweisstück ausgerüstet, trat er schleunigst die Heimreise an. Alle Zärtlichkeiten der Gattin prallten wirkungslos an ihm ab, und am nächsten Tage reichte er die Scheidungsklage ein. — Es wird ein interessanter Scheidungsprozeß zu erwarten, sein, in dem die Vorführung des Films ein stummes, aber trotzdem beredtes Zeugnis zugunsten des so schmählich Betrogenen.ablegen dürfte.
Kleine Tageschrouik.
In Lohne (Oldenburg) zertrümmerte ein dreizehnjähriger Schulknabe einem gleichaltrigen Spielkameraden im Streite mit einer Eisenstange die Schädelbecke.
Aus dem Picardiemuseum in Amiens würben acht Dil- b er alter Meister im Werte von über 300000 Franks gestohlen. Tie Diebe kletterten an dem Blitzableiter hinauf unb drangen vom Dachboden aus in das Museumsgebäude ein.
Ter Prinz von Ligne dementiert die Gerüchte, wonach die Prinzessin von Signe eine Supfkription organisiert haben soll zur Sammlung von Geldern um den Verkauf der Juwelen der verstorbenen Königin Henriette von Belgien zu verhindern.
In Mailand stürzte, sich der bedeutende Seideninduftrielle Seth Grob in einem Anfalle von Neurasthenie zum Fen st er hinaus. 1
Ein Erdbeben richtete in Nikder (Türkei) nicht unbedeutende Verluste an. Die Ortschaft Olu-Kischleh wurde zu drei Vierteln zerstört. Ta auch die stehengebliebenen Häuser unbewohnbar waren, suchten die Einwohner, 800 an der Zahl,: Zuflucht in Höhlen und Grotten. Durch einstürzende Mauern wurde ein Kind getötet.
Auf dem Telegraphenamte in Sta m bul (Türkei) wurden Veruntreuungen in Höhe von fast 109 000 M. entdeckt. Ter betreffende Beamte Kenau Bey eignete sich diese Gelder im Laufe mehrerer Jahre aus den Einkünften der Auslandstelc- grammc an.
Wie aus Philadelphia telegraphiert wird, sind im mittleren und östlichen P e n n sty l v a n i e n, infolge Hochwassers des Delaware unb des Schrylkill-Flusses, sowie ihrer Nebenflüsse große Landsrrccken und zahlreiche Städte überschwemmt. Bei Mifflinville wurde eine noch nicht ganz vollendete Brücke durch die Fluten fortgerissen, wobei llArbeitcrertranken. Besonders schwer ist die Stadt Benton vom Hochwasser betroffen. Es besteht die Gefahr, daß ihre Häuser, soweit sie nicht massiv gebaut sind, sortgesä)wemmt werden.
Betämrtmächrmgl
Der Voranschlag der Plockifchcn-Stiftung für 1908 liegt vom 11. Dezember ab 8 Tage lang auf dem Armenamt, Neuen Baue 25 zu Jedermanns Einsicht osten.
Gießen, 30. November 1907. Bu/12
Die Armen-Deputation der Stadt Gießen.
______________________Keller.______________________
BekttNMwKKMNU '
Die Rechnung der Plockischcn Stiftung für 1906 liegt vom 11. Dezember 1907 ab 8 Tage lang auf dem Ärmenamt, Neuen Baue 25 zu Jedermanns Einsicht offen.
Gießen, 30. November 1907. Bu/i2
Die Armen-Deputation der Stadl Gießen.
______________________Keller.___________________
BetarrurttlaHnug.
Der Man über die Errichtung einer oberirdischen Telegraphenlinie in Stockhausen bei Akucke (Hessen) liegt bei dem Kaiserlichen Postamt in Akücke (Hessen) von heute ab 4 Wochen aus.
Darmstadt, 11. Dezember 1907.
Kaiserliche Ober-Postdirektion.
I. B.
_____________________Dingeldey._________________D13/n
Betrnmtmachung.
Der Plan über die Errichtung einer oberirdischen Telegraphen- llnie an der Landstraße von Beltershain nacy Reinhärdshaui liegt bei dem Kaiserlichen Postamt in Grünberg (Hessen) von heute ab 4 Wochen aus.
Darmstadt, 11. Dezember 1907.
Kaiserliche Ober-Postdirektion.
I. V.
______________________Dingeldey.________________[Plä/i2
Bekanntmachung.
Der Plan über die Errichtung einer oberirdischen Telegraphen- linie an der Landstraße von Ettingshausen nach Harbach liegt bei beui Kaiserlichen Postamt in Grünberg (Hessen) von heute ab 4 Wochen aus.
Darmstadt, 11. Dezember 1907. DI2/r
Kaiserliche Ober-Postdirektion.
I. V.:
Dingeldey.
Märkte.
Gießen, 11. Dez. Viehmarkt. Bei dem am 10. und 11. Dezember abgehaltenen Markte waren ausgetrieben 971 Stück Nnidvleh unb 225 Schweine. — Der nächste Markt findet am 14. unb 15. Januar 1908 statt.
Limburg a. d.L., 11. Dez. Fruchtmarkt. DurchschnittspreifL pro Alalter. Jtotcr Weizen (nass.) 17,76 Mk., weißer Weizen 00,00 Mk., Korn 15,00 Mk., Gerste 11,16 'Mk., Hafer 8.08 Mk., Erbsen 0,00 Mk^ Kartoffeln 4,80 Mk.
ic. Fränkin r t a. M., 12. Dez. (Telegr. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Vieh Marktpreise. Zum Verlause slanben: 18 Ochsen, 2 aus Oesterreich 3 Bullen, 0 ans Oesterreich, 86 Kühe, Fersen, Stiere unb Ninber, 00 aus Rumänien, 843 Kälber, 286 Schafe unb Hämmel, 18 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 0 Schastämmer. Bezahlt ivurde für das Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1 Qualität 78—80 Mk. 2. Qualität 71—73 Alk., 3. Qualität 60—63 Mk.; Bullen 1. Qual. 69—71, 2. Qual. 65—67; Rühe 1. Qualität 71—72 Mk., 2. Qual. 65—67 'Mk., 3. Qual. 50—54 'Mk., 4. Qual. 00—00 Mk., 5. Qual. 00—00 Alk. Kälber l. Qual. 93—95 Pfg., Lebendgewicht 54—57 Psg., 2. Qualitär 80 —85 Pfg., Lebendgewicht 45—50 Pfg., Schlachtgew. 60—68 Pfg.; Schafe: l. Qual. Schlachtgew. 78—U0 Pfg., 2. Qual. 60—64 Psg. — Geschäst bei Hornvieh gut, Uebet- stand unbedeutend; bei Kleinvieh gut, Uederstand unbedeutend.
Spie plan des Aeuen tz-lißener Stavlryearers.
Sonntag, nachmittags 31/, Uhr, bei kleinen Preisen: „Der Tieb." Ende nach 6 Uhr. Abends I1]» Uhr, bei kleinen Preisen: „Die Ehre" von Sudermann. Ende gegen IO1/* Uhr. Dienstag, 8 Uhr: 10. Dienstag - Abonnements - Vorstellung : „Der Herr Senator." Lustspiel von Schönlhan unb Kadelburg. Ende gegen 10^Uhr. Mittwoch, abends 7 Uhr: 10. Attttwoch-Abonnenienls- Vorstellurig: „Die lustigen Weiber von Windsor". Ende gegen 10 Uhr. Freitag, 8 Uhrl 9. Freitag-Abonuements-Vorslellung: „Der Herr Senator."
Mrehliche
Evangelische Gemeinde.
Donnerstag den 12. Dezember, abends 8 Uhr, im Matthäus- faal: Bibelstunde. Offeub. JohS. Kap. 17.
Pfarrer D. Schlosser.
Israelitische ReligionSgemeindc.
Hottesvieuü in der Syungoge (Südanlage). Samstag den 14. Dezember 1907;
Vorabend 4.30 Uhr.
Morgen s 9.00 Uhr.
Nachmittags 3.30 Uhr. Schrifterktärnug. Sabbatausgang 5.15 Uhr.
Fsraelitische Religionsgesettschast.
Gottesdienst.
Sabbalfeier am 14. Dezember 1907:
Freitag abend 4.00 Uhr.
Samstag vormittag 8.30 Uhr.
Nachmittags 3.30 Uhr.
Sabbat-Ausgaug 5.15 Uhr.
Wocheugottesdieust: morgens 7.00 Uhr, abends 8.00 Uhr.
Gießener Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung für Hessen am Freitag den 13. Dezember: Abnehmende Bewölkung. Nachlassen der Niederschläge^^__
GrögittLk-DratztmeLdungerr«
Mailand, 12. Dez. An amtlicher Stelle zeigt man sich wegen der starken Zunahme der Rückwanderung der italienischen Auswanderer sehr beunruhigt In Neapel und Genua treffen saft täglich Italiener aus den Verein. Staaten ein. In den letzten Tagen sind 50 000 Italiener in die Heimat zurückgekehrt. 100 000 sind noch unterwegs.
London, 12. Dez. In der Nähe von NewcafUe fiel eine brennende Lampe in einen Eimer mit Pnlver, während ein Grubenarbeiter mit der Herstellung von Patronen beschäftigt war. Es erfolgte eine Explosion. Das Gebäude flog in die Luft. Der Arbeiter und seine Frau wurden getötet.
Stockholm, 12. Tech. Dr. Laveran, der Inhaber des Nobelpreises für Medizin, hielt einen beifällig ansge- uommenen Vortrag über seine Versuche mit Pro^oen.
Lissabon, 12. Dez. Unter den Oppositionsparteien gelangt immer mehr der Einfluß der gemäßigten Elemente zur Herrschaft. Die Nationalisten unb bic Klerikalen, bic bisher scharfe Gegner des Ministerpräsidenten Franco waren, zeigen sich jetzt bereit, Wahlabkommen mit diesem zu treffen.
Belgrad, 12. Dez. Der serbische Minister des Aeußern befaßt sich mit der Neubesetzung verschiedener Gesandt en posten. Zum Gesandten in Berlin wurde der jetzige Gesandte in Rom, Milanowitsch, ernannt.
Petersburg, 12. Dez. Der Anarchist Tschaikowsky ist in Finnland verhaftet worden.
Tokio, 12. Dez. Die Arbeiten für bic Weltausstel- lung im Jahre 1912 werben eifrig betrieben. Bis jetzt haben vier auslänbische Mächte, barunter Deuts chlanb, ihre Beteiligung zugesagt. Den fremden Ausstellern sinb 5 Sektionen zugewiesen worben. Die japanische Regierung plant im Anschluß an bic Ausstellung bic Veranstaltung einer internationalen Konferenz für medizinische Wissenschaften in Tokio.
Bekanntmachung.
Der Plan über die Errichtung einer oberirbstmen Telegraphen- luuc an der Lanbstraße von Villlngen nach 9connenroih liegt bei dem 5laiserUchen PostanN in Hungen von heute ab 4 Wochen aus.
Larmsiabt, 12. Dezember 1907.
Kaiserliche Ober-Postbirektion. Dö/i.
I. V.:
______Dingelbey._____________________________
BekamMnaHm.
Der Plan über die Errichtung einer oberirdischen Telegraphen:- littic an der Landstraße Grünberg — Huugen, von der Straßenkreuzung bet Münster bis Röthges, liegt bet dem Kaiserlichen Postamt in Laubach (Oberhessen) von heute ab 4 Wochen aus.
Darmstadt, 11. Dezember 1907, D12/15
Kaiserliche Ober-Postdirektion.
____________________I. B.: Dingeldey.______________
Bullen- und Edev-Bertauf.
Die Gemeinde Bmlhardsfeldcn verkauft einen Eber und einen zum Schlachten geeigneten Bullen, unb dies soll im Wege schriftlichen Angebots geschehen. Offerten können bis zum 16. Dezember 1907, vormittags 11 Uhr, bet aus eingereicht werden, um welche Zeit die Eröffnung derselben stattfindet. Bei dem Eber wird auf das Ganze, unb dem Bullen auf pro Zentner Lebendgewicht eingereicht. Die Verkaufsbedingungen liegen zur Einsicht bei uns offen. Diejenigen, welche schöne, dienstfähige, junge Vogelsberger Btillen zum Verkaufe haben, wollen sich bei uns melden.
Burkhardsfelden, am 11. Dezember 1907.
Großh. Bürgermeisterei Burkhardsfelden.
Hoffmann. 7622
. ^Massige, gut.emgesüyrte Unfall-, Haftpflicht- und Wafser- iLlLungstchadcu-Vernch.-Gciclbchatt sucht stir Gießen und Umgebung rührigen, talträstigen
r Vertreter
welcher über gute Beziehungen verfügt, und gewillt ist, sich der Hebung des uorpanoenen Geschäfts durch persönliche aeauisitorische Tatigte'.t energijch zu widmen. Oßerten mb. C 1273:4 an Haaien- Uciu L Vogler, Ül.-G., Frankfurt a. M. erbeten.


