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init Harz getränkte Schuppen zur Abwehr des Frostes. Du aber troü aller Vorbereitungen und Rüstungen zum Winter- Lhlas bie Külte dennoch ins Innere des Stammes ein» An gen kann, so lomntt es in letzter Linie immer daraus an, daß die Protoplasten von Natur aus so widerstandsfähig sind, ihr Trotz zu Meten; denn nur wenn die P-rotoplasten GM Leben bleiben, kann der erwachende Frühling durch den neuen Saftstrom die im Innern des Baumes ruhenden Refervestofse zur Herstellung der Svmmerpracht wieder verwenden, im andern Falle ist der Baum im harten Kampfe ums Dasein unterlegen und abgestorben. In neuerer Zeit unterstützt man vielfach den Obstbaunr in seinem Kampfe gegen die Kälte durch einen .Kalkanstrich.
Betnr Einzüge des Winters sind die große Schar der einjährigen Pflanzen, der herrliche Blumenflor und die Millionen der Blatter unserer Bäume verschwunden; aber tn den im Laufe des Sommers erzeugten und entwickelten Sun en, Zwiebeln, Knollen, Wurzel stöckeu liegen die SVeime zu neuen Pflanzen, geschützt durch .Hullen, Decken und Schuppen mancherlei Art, durch die Neservestoffe, die dem jungen Reime so lange die Nahrung bieten, bis das Würzelchen imstande ist. selbständig die Nahrung deni Boden zu ent- vehmen uno der Pflanze zuzuführen. Zwiebeln, Knollen und Wurzelstöcke bohren sich an solchen Stellen, die der Kälte sehr ausgesetzt find, so tief in den Erdboden, daß der tödliche Hauch des Frostes sie nicht treffen kann. So kämpfen die Pflanzen, jede nach ihrer Eigenart, mit allen Kräften gegen die Gefahren, die ihnen durch den Winter drohen. Daß Tausende und Abertausende in diesem Kampfe unter- kiegen, fuhrt eine ?kuslefe der besten Individuen herbei, die der Kräftigung und der Erhaltung der Art am dienlichsten find. Grimm.
Zi.öer Kiißnerzucht auf beschränktem Flaume.
Nachdruck verboten.
Am vorteilhastesten ist es für den Betrieb der Hühnerzucht, wenn man den Tieren einen unbeschränkten Auslauf ru bieten vermag, so daß sie fich völlig frei bewegen können, oa sie unter solchen Verhältnissen am besten gedeihen; indessen wird man doch auch auf kleinem eingeschlossenen Räume mit Erfolg Hühner halten können, wenn man nur die zu ihrem Gedeihen auf so engem Raume notwendigen Bedingungen erfüllt. Man muß durch um so sorgfältigere Pflege und Wartung die Nachteile anszugleichen suchen, die ein beschränkter Raum naturgemäß zur Folge hat. Bon vornherein muß man auf die Wahl einer geeigneten Rasse bedacht sein. Die vielfach überschätzten Italiener zum Beispiel wird man auf kleinem Raume nicht halten können, oa sie scheue wilde Tiere von lebhaftem Temperamente sind. Eher geeignet sind die Minorka, die nicht nur ruhiger Und zutraulicher als die Italiener find, sondern sie auch in der Qualität und Quantität des Fleisches übertreffen. Zudem legen die Minorka die größten Eier (70 bis 80 Gramm .-schwer und darüber). Ferner geeignet sind die schweren Massen, wie Orpingtons, W-Yandottes, Plymouth-Rocks, die l '-auch vorzüglich brüten, was bei den Italienern, Minorka ' And den meisten anderen Leichten Rassen wenig oder gar . nicht der Fall ist.
Die Wyandottes haben gelbe Haut, was insofern von Nachteil ist, als Hühner mit gelber Haut in Deutschland nicht so gern gekauft werden als solche mit weißer Haut; im übrigen sind sie sowohl gute Fleisch- als Legehühner. Die Plymouth-Rocks sind ebenfalls gute Fleischhühner, legen -aber weniger gut. Die Orpingtons endlich werden allgemein als hervorragende Fleisch- und Legehühner gerühmt; sie haben in letzter Zeit eine große Verbreitung gefunden.
Em wichtiger Punkt der Hühnerhaltung aus beschränktem Raume ist die Fütterung. Hühner, die im Freien Amberstreisen können, finden eine Menge animalischer Nähr- "stofse, als Würmer, Käfer, Maden re., die solche Hühner, deren Freiheit beschränkt ist, entbehren und für die daher der einsichtige Züchter Ersatz schaffen muß. Fleischabfälle aus der Küche, aufgekochte Knorpel, Schlächtereiabfälle, Kuochen- schrot, Fleischmehl usw., am besten mit dem Weichfutter vermengt, seinen Lieblingen zu geben, muß sich daher der eter angelegen sein lassen. Ferner müssen sie recht oft rzeug erhalten. Versütterung von Grünzeug befördert richt nur die Eierprodurtion, sondern ist auch von Einfluß aus die Qualität der Eier. Hühner, die stets Grünes erhal- legen Eier mit hunkelgelbent Dotter, die namentlich
beim Kuchenbäcker den Vorzug vor den Eiern mit hellgelbem Dotter erhalten. Grünfutter wird sich meistens ohne Kosten beschaffen lassen, sonst liefert auch der Gärtner für wenige Pfennige Grünes. Auch während des Winters möge man seinen Hühnern einige Grünkohlstauden und sonstiges Grünzeug recht oft zukommen lassen. Hühnern, die in engen Räumen gehalten werden, ist auch öfter Kalk zu verfüttern. Aus ihm baut das Huhn die Eischale auf; fehlt es daher, so werden Fließemer die Folge sein. Man kann den im Hande! vorkommenden Geslügelkalk mit Vorteil verwenden, ebenso grit ist es, getrocknete Eierschalen zu zerkleinern und den Hühnern vorzuwerfen oder unter das Weichfutter zu mengen; ferner sollte man in einer Ecke des Geflügelhosos einen Haufen alten Mauerkalkes aufschütten.
Neben der Fütterung ist noch von Wichtigkeit, daß man seinen Tieren Gelegenheit zur körperlichen Bewegung gibt. Körperliche Bewegung ist ihnen durchaus notwendig. Mangel an Bewegung hat die nachteiligsten Folgen und führt zu allerlei Krankheit. Solche Hühner, die auf unbe- schränrtem Raume gehalten werden, sind den ganzen Tag auf der Suche nach Futter und machen durch eifriges Scharren von ihren Beinen tüchtigen Gebrauch, was zur Folge hat, daß sie fleißig legen und von Krankheiten verschont bleiben. Sobald sie sich aber nicht tüchtig bewegen können, macht sich ein Zurückgehen der Eierablage bemerkbar und die verschiedensten Krankheiten (Fcderausrupfen, Eiersressen ic.) stellen sich ein. Es liegt daher im eigensten Interesse be* Züchters, seinen Hühnern Gelegenheit zur Bewegung zu verschaffen. Dies geschieht am besten durch Herrichtung eines Scharraumes, der womöglich nach Süden liegt und im Winter den Tieren Schutz g^gen die Unbilden der Witterung bietet. In einen solchen Scharraum bringt man nun Spreu oder Häcksel und streut einige Hände voll Körnerfutter dazwischen, die Hühner werden dann mit größter Emsigkeit in dem Boden scharren, um die Körner bloßzulegen uno zu verzehren.
Damit sich die Hühner vom Ungeziefer reinigen könne«, darf ein Staubbad nicht fehlen. Ein solches ist nun sehr leicht herzurichten. Genügend Asche und Sand, mit etwas Insektenpulver vermischt, wird in eine Ecke gestreut — und das Staubbad ist fertig. Um es aber nicht naß werden zu lassen, bringe man ein Schutzdach darüber an.
Wenn man in dieser Weise für seine Hühner sorgt, und nebenbei noch den Stall sauber hält, dann wird man seins Freude an ihnen haben und auch auf beschränktem Raume aus ihnen Mchen ziehen können. M. Krug.
Kemeinsaßiiche Wcieyrun,; über die Schw.'iuesenche»
Wesen.
Die Schweineseuche ist eine ansteckende, mit erheblicher Störung des Mgemeinbefindens verlaufende Erkrankung der Schweine, die in der Regel in Form einer Entzündung der Brusteingeweide (Lungen, Brustfell, Herzbeutel) auftritt. Der Ansteckungsstoff wird von den kranken Tieren mit der Ausatmnngslust und mit den beim Husten entleerten Auswurfstoffen ausgeschieden.
Merkmale bei lebenden Tieren.
Die Schweine, die der Ansteckung durch Schweineseuchs ausgesetzt gewesen sind, erkranken nicht unmittelbar nach der Aufnahme des Ansteckungsstoffes. Es vergeht vielmehr eine bestimmte Zeit (Jnkubinationszeit), bevor offensichtliche Erkrankungserscheinungen hervortreten. Die Jn- kubinationszeit bei der Schweineseuche ist in den einzelnen Fällen verschieden, beträgt aber durchschnittlich etwa zehn Tage. Nach dieser Zeit zeigen sich bei den erkrankten Tieren Husten, und je nach der Art des Verlaufes der Seuche weiter krankhafte Erscheinungen. Die Seuche kann rasch und bösartig (akut) oder langsam, schleichend und mild (chronisch) verlaufen.
Beim akuten Verlauf treten zu dem Husten beschleuß nigtes und schmerzhaftes Atmen und als Merkmale der erheblichen Störung des Allgemeinbefindens mangelnde Freßlust, Fieber und große Schwäche. Letztere ist so auffällig, daß die Tiere mit dem Hinterteil hin und her schwanken und der Gang taumelnd wird. Die an oFilter Schweineseuche erkrankten Schweine können schon nach wenigen Tagen oder im Verlauf von ein bis. zwei Wochen


