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2.12.1907 Drittes Blatt
 
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Die Untersaat. Sie erweist sich als zweckmäßig, dort wo der Boden ein größeres Wasserquantum besitzt, bre Gründßngungspflanzen sich nach.der Ernte der Hauptfrucht rasch entwickeln können. Dann darf auch der Boden nicht sehr verunkrautet sein, namentlich nicht mit WurzelunkrauLern. Da das Gedeihen der eingesäten Manzen viel von der Witterung abhängig ist, die während ^s Sommers eintrrtt, kann die Nntersaat auf den meisten Bodenarten nur als ein unsicheres Verfahren bezeichnet daß die sich entwickelnden 2. kVon ber Hauptsrncht zehren, das mitunter

^^UbM^ Schaden von.L-Ü Zentner Körnerertrag pro Morgen führen kann. Welche Pflanzen sich zur Untersaat ^nderse^ien? So ist zu sagÄ: dke Kleearten, besonders ^Eee und Gelbklee, auch die Serra- Kfe, b,e Snph,e' ""b nicht die

r^8^3r2^®efte^li,8 der Nnterstwien anlangk, so ist sie sehr verschieden und richtet sich nach der Pflanze die in eine etngesäet werden soll. Soll irl'e e ein»

fn/r tn be4,ai5, Gründüngung zur Nutzung kommen soll, so säet man ihn im N-ltrgen Frühjahr in Roggen ein

emen leichten Eggeffrich uu8 walzt dann A Sch k®DsmmTtrcli,c unter den üblichen Bedingungen eingesäet werden. Beachtenswert ist immer, daß bie D-ck- nicht zu stark gesäet wird, auch keine starke Stickstoff- IiÄa?iXÄh^MenbUn3 kommt, dafür aber eine reich- Uche Kallphosphatdüngung zur Deckfrucht. Eine hauptsäcb- tbr Tnml?te-rfnas kommende Pflanze ist die Serradella. Zu l^-interMrlte"^"^ ^eIb kruhzeitig räumende Deckfrucht

3S' 1 genommen werden, auch ist eine nt?Un9 iu 9e&fn uud die Saatmenge nicht zu schwach bemessen; etwa 25 bis 30 Pfund pro c/. Lektai- ^'^kreuzwecse auszusäen find. Entwickelt sich die Serra-

so ist zu befürchten, daß sie von der Sense der.^ckfrucht aetro fen wird und da8 ftxsfxWjr - -*8 US BF* ÄWMSSffltÄ

°ft dieselbe Wirkung als eine Grün-

W^a.at Nicht rötlich, wohl aber müssen^die^ Vor- I ^oll^die^Stovnelst!^p Hosphatdüngnng erhalten haben,

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entnehmen. Auch auf Neuland, das erst kultiviert wer- >en soll, und ferner auch da, wo ein Stück Land durch chlechte Kultur ausgezehrt und verarmt ist. Bei der Haupt- uucht eignet sich besonders gut die Lupine anzubauen, da re eine der besten stickstoffsammelndeir Pflanzen ist und Zugleich auch tief in dem Boden wurzelt. Erbsen, Bohnen, Wicken und Serradella eignen sich weniger gut für diesen Zweck, sie sind vorteilhafter im reifen Zustande abzuernten. Arrs verschiedenen Gründen ist es zweckmäßig, die Lupinen m5r d? Neinsaat, sondern irn Gemenge, wie z. B. die gelbe, Inane und weiße, oder auch nur zwei von den ae- ^Pn^en, anzusäen, auch bedeutet es keinen nennenswerten Schaden, zur Zeit der Ernte ben Samen nur abzustreifen, die Pflanzen selbst aber als Dünger dann unterzupflüaen. Die -oeit, LuPrnen-Aussaat bei der Hauptsrncht soll nicht zu früh vorgenommen werden Ende Mai bis Airfana wird ~ bn ,ie fonf Reicht von Insekten stark befalle»

! Mnsere Wäume im <ßfr6ff<?.

Wenn wir unfern Garten von dem Gesichtspunkte aw I v-tr°chten, daß in ihm eine Gruppe von Lebewesen vereint *kK" wie wir Menschen und wie die Tiere den Kamp P1!3 fuhren haben, so finden wir es ganz natürlich

<)?tinärib,MI- fcltben Mauzen sich auch gegen die UnBilber ^r^IUHTf ?Ttb verteidigen müssen, um sich zu er

halten. Unsere Obstbaume suchen sich jetzt in geeigneter Weib aus H^kungen des Frostes zu'schützen und sick

^Anterruhe und oen Winterschlaf vorznbereiten Da^ Fallen des Laubes ist das Signal zum Anrücken bes Winters. Dem Laubfall geht aber ein prächtiges Farbenbilt voraus Der tz^rbst hat mit seinem .Hauck die Blätter ro u^b gelb gefärbt und das herrliche Farbenbild, das jctz ?mb <ulJben ^eben, die Blatter der Obstbäume und Sträucher und des grünen Efeii neben den letzten Astern Dahlien und Georginen dem Auge bieten, ist so anziehend' ÄUrn/Xn den Blick davon abwendet. 'Wessen vlcht schon Mit Entzücken den sich verfärbenden Laublvald bwdachtet? Man versichert ja häufig, daß an die deutschen Laubwaldes die Far- Tropenwalder nicht heranreiche. Bei dieser Verfärbung der Blatter unserer Laubbäume spielt das Anlho-- cyan euw große Rolle, ein Farbstoff, dessenBebeutuna firtß611 Unb ^^6keiten noch nicht genügend bekannt

" I ^^rde der Wirtschaftlichkeit der Natur nicht ent-.

: toeim ber Baum in den fällenden Blättern alle

I ^ffe prersgabe, welche er dort angesamurelt hat- die Pflanze zreht vielmehr vor dem Laub fall alle für die Neu- ^uder 3 4fÄle n®stOlfe B- Stärkemehl,

Ä Ullb dwse Stoffwanderung geht wäh-

bpn fic£} unb ruft diese gerade hervor

I « flattern bleiben nur gelbe Körner, die Reste der berSXnMln Lber^M^^baren Chlorophyllkömer! sowie teftnrrp IrrJa JSrheiflUyi9 gewordenen oxalsauren Kokk- bÄäkwr Eduer *yrb vorsorglich in die Reserve- beyalter des Stammes zurückgezogen. So ist die Verfür-

U"b ^r1" £u?faI( im Herbste nichts anderes als eine Massen-ernziehung der brailchbaren und eine Ltusscheiduna I unbrauchbaren Stoffe der Laubpflanzen Bei dieser © offtoanberung ist das Anthochan besonders tätig will kennen aber von seiner Tätigkeit nur die FarbecwrscheL nun gen, die betoirft werden. Tritt das Anthocvan mit emer Saure in Verbindung, dann färbt es die blätter rot ch kerne Saure da, so werden die Blätter blau bei wenig Äi das°Matt^rrW 's"9 ^thocyan vorhanden, so I das Blatt gelblich oder gelblichweiß aus und wird I S ^^vwesung kommt, braun und schwär^'

tritt dav Rot des Blattes mit den gelben Chlorovhpllkör- uern zusammen, so färbt sich das Blatt orange

Nachdem der Baum alle brauchbaren Stoffe ausaesoaen geginnt dre Vorbereitung zum Laubfall, der in manchen bi*? 0I^CJr§ ^^lichem Frosteintritt, sehr schnell bos ens oU^n9 herbeiführt. Die Kälte als solche

dav Gehren des Blattes, ist aber nicht der eiaentlicke ^rrbkbe§ Die Ursache liegt vielinehr in der

durch die Külte veranlaßt d^n geringen Wärmegrad, der nicht einmal fern braucht, wird nämlich die Tätigkeit der t so daß sie nicht mehr so viel Feuch­tigkeit aufsaugen können, als die Blätter durch die Ver- hunstung abgeben. Es ist daher erklärlich, daß ein ^nneli- te?r V Tätigkeit der Wurzeln in entsprechen- hmdert und somit den Laubfall beschleuniat pfT- unb seinem Gezweige bildet sich eine TrennunEschichte in Gestalt des saftrelchen Parenchinls - dre Verbindung zwischen beiden leicht aufgibt ^iefcß Parenchimgewebe wächst zu einem Wulst von hellerer Fär- i bmig aus, nimmt einen größeren Raum ein und rerreif't badurch das Zell^webe; außerdem tritt eine VnlfSe h/uzil, welche die gänzliche Loslösung der Miiaeit MwM-enbeU ??^ru herbeiführt, so daß das Blatt infolge fernes eigenen Gewichtes zur Erde fällt 9

Sind nun mit dem Sommerlaub alle zarteii Teile bom Stamm und voll den Aesten entfernt, so aleicht der Raum einer Festung, die ihren Vorrat tief im Innern b?rat um

Angriffen des Feindes trotzen zu "können. An den Stellen, wo junge Knospenanlagen liegen, die naturaemäk

Huhptt tirtT* -Trt x 1 am meisten aufgesetzt

sino, finden wrr noch über der Oberhr-ut licke, hoinigeE