Freitag 13» September 1907
Erstes Blatt
Gießener
157. Jahrgang
Bezugspreis!
monatlich 75Pk„ viert el- . jährlich Mk. 2.20; durch f Abhole- u. Zweigstellen
monatlich 65 Pf.; durch die Post Alk. 2.— viertel- jährl. ausjchl. Bestellg« ZeilenpretS: Lokal 15Pf^ auswärts 20 Pfennig.
Verantwortlich
iür den politischen Teil: E. Anderfon; f. Feuilleton und .VeruüfchteS^ P. Witiko; für »Stadt u.ßanb* und »Gerichts-
Nr. 215
Erscheint täglich außer SonntagS.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit den, hessischen Landwirt die Gießener Familien, blätter viermal in der Woche beigelcgt und iiveimnl vvÜchcntlich das Kreisblall für den Kreis Sietzcn. Fernspcech-An- fchlußf.d.Rednktion1I2 w w e Ä
«s. . General-Anzelger für Oberhe ey
Annahme wn Anzeigen ** ” ’ • ' ' . . ... -
bi«vEMag^wUt^ «otationrdruck und Verlag dervrShl'schen Univ.-Vuch- und Zteindruüerei. R. eange. Redaktion, Expedition und Druckerei: SfiulMe 7. 'Auzei'gentell7'H BeÄ
Kranken ist vorerst das Kreiskrankenhaus tu Seligeustadt a.'DL, für die weiblichen das Hospital in B i e r n h e i m ansersehen. Die Belegung des erstere»! ist vor einigen Tagen bereits ersolgt und dieienige des Viernheimer Krankenhauses soll im Lause des nächsten Monats geschehen, sobald einige nötig geivesene ba»»liche Ler- ändernngen beendet sind. Damit hat das Großberzogtunc Hessen aus einein neuen Gebiete den ersten bedeutungsvolleir Schritt getan.
r geborenen Salven nach. Das Lager war bereits bei den ersten Schüssen in Brand geraten und wurde von den Franzose^ völlig zerstört. Um 3 Uhr nachmittags waren die Truppen wieder in das Lager von Casablaneq zurückgekehrt. Die Franzosen hatten einen Toten und zehn Verwundete. Sie erbeuteten Munition und Pferde. Die
Kabylen ließen bei ihrer Flucht die Gefallenen zurück.
Kemkrudc-Apotyckeu.
Eine mit Rücksicht auf das in Aussicht stehende Reichsapothekengesetz auch für weitere Kreise interessante Ueber- sicht über das Apothekenwesen in Hessen geben die Ausschuhberichte der 1. und 2. hessischen Kammer über einen sozialdemokratischen Antrag auf Verstaatlichung des gesamten Apothekenwesens in Hessen. Nach der zu diesem Antrag abgegebenen Regierungsäußerung gibt es zurzeit im Ganzen 124 Apotheken, davon sind 4 Gerechtsame, die aber sämtlich aus der Zeit vor dem 1. Dezember 1827 stammen, da nach diesem Zeitpunkt Realprivilegien nicht mehr verliehen wurden; 97 Apotheken beruhen auf verkäuflichen und vererblichen Konzessionen, wobei sich der Staat aber doch gewisse Rechte für den Fall des Besitzwechsels Vorbehalten hat; für 10 Apotheken ist die Konzession nur persönlich verliehen und deshalb unveräußerlich, sie kann indes, wenn der Konzessionsinhaber einen volljährigen Sohn hat, mit Zustimmung der Regierung auf diesen vererbt werden. Die neueste Schöpfung endlich sind die Gemeindeapotheken, von denen zurzeit im Ganzen 13 bestehen und bei denen die Konzession den Gemeinden verliehen wird, die dann wiederum den Betrieb der Apotheke an geeignete Apotheker verpachten. Seit dem Jahre 1881 werden alle Konzessionen für neu zu errichtende Apotheken, sowie alle etwa heimfallende Konzessionen grundsätzlich nur noch den Gemeinden verliehen.
Auf diese Weise gehen somit wenigstens alle neuen und auch einzelne alte Konzessionen in den Besitz der Allgemeinheit über und sind so der unsinnigen Preistreiberei, die sich vielfach gerade bei Veräußerung von Apotheken so unliebsam bemerkbar macht, aus die Dauer entzogen; die Gemeinde hat es dann in der Hand, den ihr daraus und aus der Verpachtung erwachsenden Vorteil entweder ihrer gesamten Einwohnerschaft durch Verwendung der Pacht zu allgemeinen Gemeindeausgaben oder den Kranken durch billige Arzneimittel zu gut kommen zu lassen.
Bis auf diesem Wege aber alle Apotheker „vergemein- heitlicht" sein werden, wird wohl bei der großen Zahl der vererblichen und veräußerlichen Konzessionen recht, recht lange dauern. Der Eingangs erwähnte Antrag schlügt deshalb allmählichen Ankauf aller Apotheken durch den Staat vor, wozu sich aber die hessische Regierung aus finanziellen Gründen und wohl auch mit Rücksicht auf das kommende Reichsapothekengesetz völlig ablehnend verhält.
Wie hohe Werte übrigens in den Apotheken stecken, ergibt sich aus dem Umstand, daß die hessische Regierung den zuin Erwerb aller Apotheken notwendigen Aufwand auf rund 20 Millionen Mark schätzt; bedenkt man, daß d abei kaum mehr als 100 Apotheken in Betracht kommen, so berechnet sich für jede von diesen ein Durchschnittswert von 200 000 Mark, eine Summe, von welcher sicherlich nicht der kleinere Teil auf den Wert der Konzession füllt, die der Käufer von Arzneimitteln in der Form höherer Arzneipreise verzinsen muß. Tie fortgesetzte Steigerung der Apothekenpreise wird ja nun zweifellos demnächst auch von der in Hessen einzusührenden Wertzuwachssteuer erfaßt und damit wenigstens teilweise der Gemeinde zugeführt werden.
Auf dem deutschen Medizinalbeamtentag, der in diesen Tagen in Bremen abgehalten wurde, sprachen sich beide Referenten über den Entwurf eines Reichsapothekengesetzes über die in Hessen mit den Gemeindeapotheken gemachten Erfahrungen sehr günstig aus. Sie empfahlen ihre Einführung in größerem Maßstabe auch in den anderen Bundesstaaten und betonten dabei, daß die Fassung des vorliegenden Entwurfs eines Reichsapothekengesetzes die Einführung von Gemeindeapotheken nicht hindere. Nur müßte ein entsprechender Zusatz gemacht werden. Danach wurde eine Resolution angenommen, nach welcher der Entwurf der Neichsregierung eine Ergänzung in der Richtung bedürfe, daß die Verleihung von Apothekenkonzessionen auch an Gemeinden, Kveise oder kommunale Zweck- Verbünde zulässig sei. Immerhin ist die Erteilung der Konzession an die Gemeinden ein viel radikaleres Mittel gegen solche Preissteigerungen, von denen man nur wünschen kann, daß die Regierung recht oft in die Lage kommt, es anzuwenden. __________________________
Politische Tagesschau.
Ter Kampf (.egen die Tuberkulose in Hessen.
Während die bisherigen Bestrebungen end dem Gebiete der Tuberkulose-Betälnpsuug in Hessen dahin gingen, dieses volksverheerende liebel durch die im Anfang der Krankheit einsetzenden Ruten in den beiden Heilstätten des Landes, in der Ernst Ludwig- and der Elenoren-Heilstätto, au der Wurzel zu fassen, war für die schon länger au dieser Krankheit leidenden, wegen vorgeschrittenen Leidens aber nicht oder nicht nochmals zur Heilstättenbehandlung geeigneten Versicherten der Landesversicherungsanstalt bisher nichts geschehen. Dem soll nun anders werden, indem die genannte Versicherungsanstalt Vorkehrungen getroffen hat, um auch diesen Erkrankten, foiveil sie es wünschen, gegen Abtretung ihrer Invalidenrente auf Kosten der Anstalt Ausnahme in em Sanatorium zu verschaffen. Auf eine von dem Vorstand der Anstalt veranstaltete Rundfrage erklären sich von 500 tuberkulösen Rentenempfängern 16, darunter 5 weibliche, ohne weiteres zur Aiünahme in ein Sanatorium bereit, und so wird denn jetzt mit diesen einmal ein Allfang gemacht iverben. Für die Unterbringung der männlicheii
Der letzte Gast in Norderney.
Als letzter Parlamentarier ist nunmehr auch der Führer der Wirtschaftlichen Vereinigung, Abg. Liebermann von Sonnenberg, zur Rücksprache mit dem Fürsten Bülow in Norderney eingetroffen. Die „Fraktion der Fraktionslosen" zählt immerhin 19 Mitglieder, ist also für den Bestand der Blockmehrheit von nicht unerheblicher Bedeutung. Obendrein hat Herr v. Liebermann erst kürzlich auf dem Parteitag seinen Deutsch-Sozialen eröffnet, daß ihm in der Gesellschaft der Linken nicht sonderlich wohl sei, und daß er dem Block beim Zerfall keine Träne nachweinen würde. Da kann Fürst Bülow schon nicht umhin, den „rauhbeinigen" Politiker, dem die Börsengesetzreform ganz besonders unbequem sein durste, unter vier Augen milderen Sinnes zu machen. Bei der kleinsten Blockfraktion, den Reforrnparteilern, würde wohl auch ein solches Unternehmen erfolglos sein, denn sie stehen beinahe so kritisch zur Reg'erungspolitik, wie die Sozialdemokratie. Deshalb ist nicht anzunehmen, daß ein Mitglied dieser Gruppe vom Reichskanzler zuguterletzt in Norderney empfangen wer- den wird._____________________________________
Der Unfall der russischen Kaiseryacht.
H e l s i n g s o r s, 12. Sept. (Petersb. Telegr.-Agentur.) Eine heute aus Hangoe eingegangene Meldung gibt folgende ausführlichere Schilderung des U n falls der K a i s e r y a ch t „Standard": Tie Jucht, die Lotsen an Bord hatte unb,mit einer Schnelligkeit von 14 Knoten in der Stunde lief, ist bei Ganggrund auf eine inmitten des Fahrwassers, 18 Fuß unter deut Spiegel liegende Bank, die aus der Seekarte nicht verzeichnet war, während zu beiden Seiten der schmalen Bank das Wasser 30 Fuß tief ist, aufgelaufen. Tie Jacht hat zwei Lecke unter Wasser, ein unbedeutendes im Vorderteil und das zweite bedeutendere gegenüber dem zweiten Schlot erhalten. Mit Hilfe des Dampfers „Freya" wurde im Laufe der Nacht das Wasser ausgepumpt. Das Welter ist günstig. Am rOte der Havarie trafen von Reval drei Rettungsdampfer ein. Die Majestäten begaben sich zuerst an Bord der Jacht „Ellekeen" und sodann auf den Aviso „Asia". Die Havarie wird teilweise dadurch erklärt, daß das Fahrwasser der nach Hangoe einführenden Schären als das schwierigste und als das weniger erforschte bezeichnet wird, besonders für so tiefgehende Schiffe wie der „Standard", der 21 Fuß Tiefgang hat.
London, 12. Sept. Hier wird die wenig glaubwürdig klingende Version verbreitet, daß die russische Kaiser- Jacht „Standard" nicht auf einen Felsen, sondern auf eine schwimmende Höllenmaschine geraten sei.
Kronstadt, 12. Sept. Tie Jacht „Newa" i|t mit dem Marineminister an Bord heute nach Hangoe ausgelaufen.
Riga, 12. Sept. Zur Teilnahme an den Net- tungsarbeiten in Hangoe sind die Rigaer Rettungsdampfer „Solid" und „Tuena" ausgelaufen.
Petersburg, 13. Sept. Heber den Unfall der Kaiser-Jacht „Standard" wird gemeldet: Obwohl der an Bord befindliche Lotse äußerst vorsichtig das Schiss führte, soll die Felsenspitze nicht bemerkt worden sein. Im Moment saß der „Standard" fest. Unter der kaiserlichen Familie entstand eine große Verwirrung, da im ersten Schreck die Ursache des Stoßes tticht erkannt wurde. Der Zar beruhigte jedoch sofort feine Gemahlin und die Kinder. Von den Begleitschiffen war im Augenblick des Aufsloßens der Jacht keins in der Nähe, weshalb der am nächsten gelegene finnländische Dampfer „Elakoon" die Zarenfamilie aufnahm. Bald erschien auch der Kreuzer „Asia", den nunmehr der Zar und seine Familie bestiegen. Ter „Standard" ragt 10 Fuß hoch aus dem Wasser empor, während er um 25 Grad nach Steuerbord geneigt ist. Ter Zar beobachtete von der „Asia" mit großem Interesse die Versuche, die Jacht wieder flott zu machen. Unglücks fülle sind nicht vorgekommen. Die hiesigen Residenzblätter dürfen über den Vorfall absolut nichts melden, bevor nicht der Regierungs-Anzeiger darüber berichtet hat. Tie Folge ist, daß bisher nur ganz phantastische Gerüchte über das Unglück im Umlauf sind.
Die Lage in Marokko.
General Drude hat am 11. September das marokkanische Lager bei Taddert mit großem Erfolg angegriffen. Ueber den Angriff hatte man strengstes Stillschweigen bewahrt. General Drude teilte erst einige Stunden vor Abmarsch den höheren Offizieren mit, daß er persönlich einen Rekognoszierungsritt leiten wolle. Er gab genaue Instruktionen und auch der K'reuzer „Gloire" hatte genaue Anweisung erhalten, um die Operationen durch seine Geschütze zu unterstützen. Die französische Kolonne war 14 000 Mann stark, auch Artillerie und Kavallerie war beteiligt. Der Vormarsch erfolgte bei dichtem Nebel, die Vorposten konnten unschädlich gemacht werden, bevor sie das Lager alarmierten. General Drude lieh die Truppen einen Halbkreis bilden und gab Befehl, das feindliche Lager mit Granaten zu beschießen. Die Stellung der Marokkaner war von dem Ballon aus genau bezeichnet worden. Die Marokkaner versuchten anfangs zur Offensive überzugehen, was aber mißlang. Die Franzosen gingen staffelweise vor, besetzten die Höhen und sandten den flüchtenden Ein-
Deutsches Neich.
Berlin, 12. Sept. Die Erklärung, welche die Regierung im vergangenen Frühjahr im Landtage über den Plan zur Reform der M ä d ch e n b i l d u n g gegeben hat, war allerseits mit großem Beifall begleitet worden. Tie höhere Mädchenschule sollte sich gleichwertig neben die höhere Knabenschule stellen.^ Neuerdins scheint man im Ministerium die Meinung geändert zu haben. Wie die National-Ztg. hört, hat das-Reform- Nealgymnasium der Charlottenburger Augusta Viktoria-Schule nicht die Anerkennung als höhere Schule und damit nicht das Recht erhalten, selbst die Abiturienten-Prüfung vorzunehmen. Diel Abiturientinnen werden vor einer Kommission ihre Prüfung ablegen müssen.
— Auf dem Begrüßungsabend des Parteitages der freisinnigen Volkspartei teilte der Abgeordnete Müller-Sagan, der die Delegierten im Namen der Parteileitung begrüßte, mit, daß heute einstimmig beschlossen »uorbeii sei, Eugen Richter ein Denkmal aus Stein und Erz sowohl in Berlin als auch in Hagen in Westfalen zu errichten.
München, 12. Sept. Ter Internationale Friedenskongreß nahm eine Reihe von Resolutionen an, unter ihnen auch eine, die sich mit der Marokkofrage beschäftigt. Tiefe Resolution spricht den Wunsch aus, daß sich die Unternehmungen Frankreichs und Spaniens in Marotto ausschließlich auf die Wiederherstellung der Ordnung und auf den Schutz der Fremden beschränken möchten, und daß die Einrichtung der Polizei in Marokko, selbst »Denn sie einer begrenzten Anzahl von Mächten übertragen bleibt, stets einen au30efprod)enin«s ternationalen Charakter beibehalte.
Rustand.
Budapest, 12. Sept. Wie verlautet, werden Kaiser Wilhelm und der König vor: Spanien an den Herbstjagden auf der erzherzoglich Friedrichschen Besitzung Szanto teil- nehmen.
London, 12. Sept. Hiesige Blätter melden folgenden sehr unwahrscheinlich klingenden Vorfall: Zwei Polizisten in Prieska in der Kapkolcmie wurden verhaftet unter der Beschuldigung, Schwarze der de-utschen Schutztruppe in Südwestafrika widerrechtlich ausgeliefert zu haben. Angeblich haben sie zwei Hottentotten aus Teutsch-Südwestafrika, die sich in der Kapkolonie aufhielten, den Teutschen gegenBezahlung übergeben. Die Deutschen hätten erst für die beiden Hottentotten ein größeres Lösegeld bezahlt und sie dann ohne Prozeß erschießen lassen.
Sofia, 13. Sept. Tie Enthüllung des Denkmals des Zaren Alexander II. verlief bei strengsten Absperrungsmaßregeln ohne Zwischenfall. Anwesend waren zahlreiche Mitglieder großfürstlicher und fürstlicher Familien, 60 russische Generale und Offiziere aus dem Befreiungskriege, alle gewesenen und jetzigen Minister und das diplomatische Korps mit Ausnahme der türkischen Vertreter. Nach der Rede des Fürsten Ferdinand, der das Denkmal enthüllte, sprach der Großfürst Wladimir. Er sprach den Wunsch aus, Bulgariens und Rußlands Volk und Heer möchten in Zukunft zum Wohle beider Völker innig verbunden bleiben.
Ter „Bert. Lok.-Anz." meldet aus Moskau : Die Partei der friedlichen Erneuerung hat sich aus Mangel an, Mitgliedern aufgelöst.
——. — ,, , ...... ■■■»— ■
Aus SraöL uus Lcrud.
Gießen, 13. September 1907.
"Hülfe für Herbstein. Bis henke vormittag gingen weiter ein: Justizrat Aug. Metz 5 Mk., Zahnarzt Ernst Rietz 5 Mk., Ungenannt 5 Mk. Der Gesamtbetrag »mserer Sammlung steigt damit auf 5 056,7 3 Mk. •— Weitere Spenden nimmt unsere Geschäftsstelle gerne entgegen.
*
** Empfangen wurden am Mittwoch auf Schloß Friedberg von Sr. Kgl. Hoh. dem Großherzog der Major und Bezirkskommandeur Schweizer, soivie die Oberlehrer Alles und Schwarz von Friedberg.
** Schulperfonalien. Se. Konigl. Hoh. der Großherzog habe»: ben Oberlehrer an der Augustinerschule zu Friedberg Prof. Theodor Wiesehahn auf fein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, in den Ruhestand versetzt. — In ben Ruhestand versetzt wurde der Lehrer an der Gemeindeschule zu Hahn Adam Kreisel aus sein Nachsuchen, unter Anerkennung feiner langjährigen treuen Dienste, und Verleihung der Krone zum Silbernen ftreuj des Verdienstordens Philipps des Großmütigen; der Lehrer an der Gemeindeschule zu Langstadt Adam Heußel auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienst, und Verleihung des Silbernen Kreuzes des Verdienstordens Philipps des Großmütigen mit der Krone. — lieb ertragen wurde den Schulamtsaspiranten Hch. Görz aus Lonsheim und Friedr. Ost aus Wimpfen je eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Gießen. — Erledigt ist die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bodenrod. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Dem Inhaber der Stelle kann eine besondere Ortszulage bewilligt werben.
** Aus dem Militär-Wochenblatt, v. Eol- las, Lt. im Großh. Art.-Korps, 1. Grohh. Hess. Feldart.- Regt. Nr. 25, in das 1. Knrhess. Feldart.-Rgt. Nr. 11 versetzt. — Schneider, Lt. der Res. des Magoeburg. Train- Bats. Nr. 4, kommandiert zur Dienstleistung beim Großh. Hess. Train-Bat. dir. 18, cus Lt. im letztgenannten Regt, an gestellt. — v. Mosch, Obersc'tt. z. T. °^cud Kommandeur des Landw.-Bezirks Gießen, mit Erlaubnis zum' Tragen der


