Ausgabe 
11.9.1907 Erstes Blatt
 
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Alldeutscher Berbandstag.

(Unberechtigter Nachdruck verboten.)

u. H. Kaiserslautern, 10. Sept.

, Ant Sonntag fand um 11 Uhr imTurnerheim" die zweite offen tllche Versammlung statt, die sehr zahlreich, auch von den Jungliberalen Kaiserslautern, besucht war- Sie War­den auswärtigen Angelegenheiten gewinnet.

Nach Eröffnung durch den Vorsitzenden Dr- Fischer-Köln sprach H e l b e ct -Elberfeld über die deutsche Weltpolitik und d i e M i t t e l zu i h r e r D u r ch f ü h r u n g.

. Der Redner ersuchte zum Schlich um Annahme folgender Resolution:

S. u. H. Wiesbaden, 8. Septemb. Heute morgen trat im Festsaal der Wartburg die Haupt-

9. ordentliche Vertreter-Versammlung des Reichs Verbandes der nationattiberalen Jugend.

(Nachdruck verboten.)

Darauf berichtete Justizrat Dr. Baumert (Sp-Mdau) vom d-5 deutschen Harsbeschcrverbaud.süber deuhcu- tand der Bestrebungen für eine allge- lmsapstaffelsteuer. Er wies besonders darauf

^ironswesens, der Gefängnisarbeit, Einschrän- tungdes Oekonomiehandwerks beim Heere, so­wie dw Heranziehung der Großbetriebe zu Bei­ltragen für die Wohlfa hrts einricht un gen der Innungen. (Lebhafter Beifall.)

Mit reichem Beifall begrüßt, nahm dann Landtagsabgeordneter Hammer das Wort zu seinem Referat:Wie ist die L r e u ß en kaffe für de n Mittelstand nutzbar zu machen. Er hob hervor: Trotz riesenhafter Zunahme unseres Nationalvermögens ist der Bedarf an Kapital seitens der Groß- mdustrie mid der Kommune höher als zurzeit aller früheren Hochkonjunkturen. Die Königs. Seehandlung mit 100 Millionen Kapital und die Reichsbank vermitteln fast ausschließlich für die Großindustrie und die Großbanken den Geldverkchr. Für die Landwirtschaft arbeiten mit großem Erfolge die Raifeisen-

Man hinzu, daß wohl allseitig zugegeben roirb,

daß das Endziel der Politik nicht die Gütergc-

wrnnung ist, sondern darüber hinaus die Förderung des völkischen Besitzes an sittlichen und geistigen Gütern, die Nicht ohne weiteres mit der materiellen Prosperität parallel geht so ist testzustellen, daß auch für linksstehende Politiker keine prinzipiellen Bedenken vorlicgen können zu einer Erörterung zur Durchsiihrung einer praktischen Mittelstandspolitik fortzn- werten, .tiefe Erkenntnis dient der Mittelstandsoereinigung zur Befestigung in ihrer Stellung gegenüber den anderen Parteien und eröffnet ihr die Aussicht, daß für die Zukunft die Mittel- standsirage als das eigentliche Problem der Gegenwart aner­kannt werden wird, von dessen gedeihlicher Lösung die Zukunft des deutschen Volkes abhängt. (Lebhafter Beifall.)

Damit war die Tagesordnung erschöpft. Ter Vorsitzende Obermeister Ra ha dl (Berlin) schloß die Tagung mit Worten des Dankes an die Vertreter der staatlichen Behörden und mit der Mahnung an die Delegierten auch weiterhin zum Wohl des Mittelstandes tätig zu sein.

Am Dlontag unternahmen die Delegierten eine Fahrt nach Worth zur Besichtigung der Schlachtfelder und der Hohkönigsburg.

, ^?ch längerer Diskussion wurde eine Resolution gegen eine Ltimme angenomnren:

Verbandstag weist darauf hin, daß in der Polenfrage Gefahr im Verzüge ist, die nur durch die Ent- eignung beschworen werden kann, und wärmt die Regierung davor, durch weiteres Zögern einen Schaden zu verschulden, der Niemals wieder gut gemacht werden kann."

8-Tage eines Reichsvereinsgesetzes wurde folgende Entschließung angenommen:Wenn auch für das ganze putsche Reich ein einheitliches Vereinsgesetz wünschenswert er- chemt, so darf es doch nicht auf Kvsten nationaler Belange ge- fthaffen werdim. Wir sprechen deshalb die Hosfnung aus, daß putzen im Hinblia aus die Verhältnisse in den Ostmarken, in der Rordmarl und in Elsaß-Lothringen einem solchen Gesetz nur dann seine Zustimmung geben wird, wenn bei dieser Gelegenheit weite!lgeheu0L oemguisw, rnbezug auf nichtdeutsche Verhandlungs­sprache gegeben werden."

Graf R e v e n t l o w nahm dann Gelegenheü, sich zur Frage der olottenvermel-runa zu äuhcrn^

öEent Beifall wurde darauf folgende Resolution an- mriLv iL.

ar.'~1 c Berbandstag ist der Ueberzeugung, daß der

.Au-bali unserer Wehrlrast zu langsam vor sich geht, um den An- fvrdrrungen^miittarischer und weltpoii.ischer Natur zu eitt- s^echen. Der Alldeutsche Berbandstag hält es deshalb sür singend notwendiges, eine Beschleunigung der ausstehenden Ersatzbauteu durch Stapellegung von mindestens vier Schlacht-- »schiffen (emer Dlviswn) und einem Panzerkreuzer jedes Jahr 2 grunoiatzliche Herabsetzung der AlterSgrem.;- von Schwchl- schrften um a Jahre, 3. die beschleunigte Ausgestaltung einer

ilÄr\nrnn?'enhC1D^nUn9 unb schnelle Schaffung einer I standsvereinigung. Es sei aber nicht erforderlich, daß sie ein, Pfa^Spießer aus Waldhambach im Elsaß berichtete a'Vdak^t^n,Ä& £ über die völkis che Entwickelu ng des Elsasses unter Interesse des Mittelstandes e^ 2

u t sa)c r Her rs ch a ft. Er erzählt von den sprachlichen Ver- den sozialpolitischen Bestrebungen der Neuzeit zu sichern Auw sPh baltmssen im Elsaß> die manches zu wünschen übrig lassen. Vor Vertreter des preuß. fcanbettmiiX^^^^^^ (^T '

18/0 habe^die deutsche Sprache bei der Protestantischen gierungsrat Franck, wies darau hin daß bcr ^Tn^oleii

Bevolkerung und insbesondere in den evangelischen Pfarrhäusern oerschiedenenen Jnteressen-Gegensätze ein "erstrebenswertes stiel \p? einzige Pflege , gefunden. Nun aber sei^in diesen Kreisen ein das nur erreicht werden könne un tt^^ bei &

- , . - - -, ,ranzo>Ischen Sprache zu bemerken. I Achtung vor der Meinung anderer Die hertrhiehencir

daran fei dav >zdeal der Zweisprachigkeit, mit dem man der Aiittelstandsgruppen von Luxemburg Belgien Holland hPC Äf* bcc b-utichcn und d-r französischen Mllur I Schweiz und b' Dticberlabe« Ät9e'rt «Ä fc ' ' / f A r: o r, f K c ar deutschen Mcktelstandsvereinigung bereits viel gelernt hätten.

a?f?s..te,® ^uu 91 üelangte darauf zur^ Annahme : | Kaufmann Beythien (Hannover) sprach über: EmpfeK-

' a - -n etbsthülfebestrebuugen. Er empfahl

n, deren mittelstandssceundliche Tendenz un-

die Möglichkeit, das sür die Ansiedelung nötige Land zu er­träglichen Bedingungen zu erwerben. Der Preis ist aber auf ^ne Hohe gestiegen, der nicht mehr zu ertragen ist; die Grund- smcksspekulatwn blüht und der Preis l-at sich seit Begründung der Anftedelungskonrmission verdreifacht. Dadurch ist in d a s Erwerbsleben der beiden Provinzen etwas un­gesundes gekommen, und dadurch ist die Kommission in diei Zwangslage versetzt worden, heute häufig Land zu einem reinen Phantasiepreise^ erwerben zu müssen. Die Kommission braucht jährlich etwa 30 000 Hektar. Sie rann, ivenn es nur auf die Bewerber ankäme, mehr als 200 Familien jährlich ansetzen; £an,d .ist im Osten auf Jahrzehnte hinaus noch reichlich vorhanden Mer das Angebot dafür ist nickjt\^Pr !mehr zureichend Polnischer Besitz ist so gut wie nicht mehr

^11 unb ine ^31^ sind so hoch gestiegen, baß bas ganze Ns - R^^rk gefahrbet wird. Es handelt sich jetzt darum, die Mittel 5u Ankäufen, die nun erschöpft sind, neu auszufüllen, zugleich aber eine Gewähr zu fctaffen. hnü wif irmpn mirriirf»ui

Uebelftanbe zu fmben. (Zustimmung.) Entschieben müsse a b e r d i e B i l b u n g e i n e r e i g e n e ii P a r t e i a b g e l e h n t werden. Von gewisser Seite werde immer das Gegenteil be- Man sage immer, die Mittelstandsvereinigung wolle S eigene politische Partei auftreten. Davon könne keine ", ........ imv, 4K.u uuijuiimqi, zugreim i^^ ^beitsgebiet der Mittelstandsvereinigung liege

aber .eine Gewahr zu schaffen, daß mit ihnen wirklich national- wirt,chaftlia)em Gebiete. (Lebhafter Beifall.) Den loeiteren politisch Gutes erreicht wird. Wenn also der preußische Staat .^rtgang der sozial-politischen Gesetzgebung wolle die Mittel- das Land, das er im Osten braucht, nicht mehr unter erträglichen st^bsvereinigung fördern, doch sollen die Lasten nicht nur den Bedingungen erhalten kann, so ist er gezwungen, es sich zu Zeitgebern iondern allen Steuerzahlern gleichmäßig auferlegt nehmen,. Es ist der Augenblick gekommen, in dem baS Arbeiterfrage anlangt, so müsse größerer Schutz

xeiN formaleRecht zurücktreten muß vor dem In- ?er Arbei swilligen gegen den Terrorismus der gewalttätigen repesse des Staates überhaupt. Es ist not^cnbiq Gewerkschaften gefordert werden. (Lebhafter

ratz die kommende Polenvorlage dem Staate ein Enteignungsrecht Darisvertrage seien zu empfehlen, sofern sich die Arbeit-:

kinräumt, und außerdem in den sonst noch vom Polentum bo -^ber zur Bilduiig starker Arbeitgeberverbände ausschwingen. Von z drohten Gebieten das Einspruchsrecht der Regierung gegen ietie ^er erlDfI.rJen*)cn Bildung von Arbeitsämtern oder Kammern Veräußerung in^Aussicht nimmt. Die Betrachtung der heutigen man ,lc^ uur gutes versprechen. Im Einverständnis mit den internatwnalen etellung des Polentums erfordert einen besoii- 6-ar^erungen des Handwerkertages zu Eisenach befürwortete Oüer- deren Nachdruck. Das Polentum Rußlands befindet fitici'tcr 3laParbt dann noch eine Regelung des Submis- fln euier aufwärts .führenden .Entwickelung. Es wird immer "'nnS,pfpwa ----- " c ; x «*-«.*. » l

jmebT eine einflußreiche Stellung im russischen Staate sich er- swerben, und das heute deutlich zu verfolgende Programm der gesamtpoMischen Bewegung ist die Bereinigung der ein- EelnenVolksteile Po lens zunächst unter russischer Oberhoheit. Demgegenüber gelten für Deutschland die fol­genden Lütze:

von 1815 ist für uns endgültig, denn jedes Zugestiandnis an polnisck-e Zukunftshoffnungen gefährdet die Verbindung Ostpreußens mit dem Reich.

2. Die Hoffnungen» des Polentums werden heute gestützt durch die innere Erstarkung, die dieses Volk in Preußen wie in! Rußland gewonnen hat; demgegenüber muß das deutsche Bolt sich das Uebergenücht des deutschen Elementes im o cts P .--------kT'**'* 7/wvlv-i-iuiBc uiu atui|ei|en

d- Dies geschieht zunächst durch die nationale Agrarpolitik vereine und der allgeineme Verband der deutschen Landwirt mit den geschilderten Forderungen. 1 ..... ... r,..c..r, - - -

4 aus muß dann die ganze Ostmarkenpolitik

ihitematifch und organisch weitecbetrieoen werden

0' maAu3 l,t ^tis eine innere stärkere Anteilnahme des Volkes und eme systematischere Behandlung der ganzen r^rage durch die Regierung als bisher.

Man wird auf die Dauer um ein besonderes O st- jTrtaifeniuinijterium oder ähnliche Maßnahmen nicht herum kommen, die es ermöglichen, die Dinge einheitlicher und schneller fS behandeln, als bisher in der Zentralregierung geschehens besonderer Nachdruck ist darauf zu legen, daß uns heute nm)t mehr allzuviel Zeit bleibt, die Ostmarkenfrage in unserem

8.u, ^0,cn- ^nn das bisherige System nicht ausgebaut wird, wird in 10 oder 20 Jahren das Spie l für das Deutschtum^ verloren fein. Es handelt sich im Augenblick mit der Forderung des Entelznungsrechtes üm einen erheblichen Eingriff in private Rechte; aber dieser Eingriff ist itohuenoig und wird, je länger man wartet, umso schwieriger lUvTOClle

Pften muß bäuerischer Kleinbesitz und landbesitzendes Taglöhnertum -geschaffen werden. Dem Staate mnß zu dem Zwecke gegenüber Dem Grvßgrundl>esitz das Enteignungsrecht gewährt werden- Schutz- ,zollpolitik und Bauernkolonisation sollen uns einer schöneren Zu- ptxft entgegenführen. Folgende Resolution schlug der Refe- srent vor: Der Parteitag hält eine Ausdehnung der Tätigkeit bet Ansiedlungskommission auf dem gesamten Osten unter erheb- flicher Erweiterung der Machtbefugnisse des Staates (Enteignungs- srecht) für notwendig. Der Parteitag erblickt in einer erheblichen,^. yv.u.v^n. ytun uucr 1

Vermehrung des Bauernstandes und Verleihung von Grundbe- unfehlbares Vordringen bcr französischen iitz an bie ländlichen Arbeiter ein wesentliches Mittel, um auf Sck " r * c~ -

Die Dauer den nationalen Charakter des Ostens zu wahren und ei... 01l

bie mißlichen Verhältnisse auf dein ländlichen Arbeitsmarkte zu schlagen wolle.

bessern. Die Resolution wurde nach längerer Debatte ein- w A t c b u n u ueiunyie viuum zur ^nnnimte-i

tunmig angenommen. Man hofft, die. Rechte werde für Der Alldeutsche Verband hält die Erhebung des Reichslandes lens werte Sell die vorgeichlagenen Mittel gegen bie drohende Entnationalisierung zum selbständigen Bundesstaat zurzeit mit Rücksicht auf bie sprach- Krebitaenossenschaste

mar' vonder Mtwenblgkelt überzeuge, lichen Zifttände daselbst für eine schwere Gefahr für das boden- zweifelhaft fei

- Dapiit war bei eigentliche Parteitag zu Ende. Heute abend Itanbige Deutschtum und die kulturelle Entwickelung des Landes I ' -- - jftnbet eme f.u.. ________________ U bie aksÄL VorsLnb^^s'^tsche^^^sL^^bes '

-------------- ' dige el,aß-lothringische Behörden zur sortschreitenderi Berwelschung tiaen St 1 *

des Landes führen müßte. Er hält ferner eine zuverlässige und meine Umianftaffpfftnipr r m,parien,ck)e Erhebung .über bie Zunahme adcr Abnahme ^>es hst bag Ar b r Besteuenmg fid» 7n SainCa'lorö Krauch-- bes Sranzalnchen als häufigere Umgangs- nnb Er- bewährt habe Dort^^werbe^n Me mittleten ÄZ 1 ziehungswrache rm Reichslanbe für dringend erforderlich, be- Einkommensteuer M ganz versch»ntunb^die Oberen

Versammlung des diesst hr i gc n a l l'bc°u t's ch'c n »"er-I G^ahr als* übertoSei^betoatfitet ^Defi^ Eann °n kommen herangezogen. Tie Ein kommen von mehr als 8000 Mk

bandstages zusamnien. -Lie war außerordentlich gut bc- Damit war die M bringen 82 Prozent des Gesamtertrages der Einkommeiisteuer

sucht. Die Verhandlungen wurden vom Vorsitzenden Professor geschäftlicher Anaeieaeu^üten ^stliörll CI ?Qf,mtoar)TCltb blE 200000 übrigen Zensiten nur den Rest von

-Dr. Hasse-Leipzig mit begrüßenden Worten eröffnet. Tagung lagen Eiüladunoen H i n !? E8C 8 Prozent zu tragen haben. Wo mau bei den Warenhäusern

o-n .t??rnur berichtete Reichsratsabgeoroneter Dr. Ritter v o u ^r stände wurde die Ausw-sst^^a Etne üasfelsorniige Umsatzsteuer ansttebe, so müsse das auch bei Mühlbwerth-Krems (Oesterreich) über bie heutige Lage Berlin aewäblt werden ^u)1 überlas,en. Wahrichcinlich wird den anderen Steuern versucht werden. Ungerecht sei besonders die der Deutschen in Oesterreich Darauf schloß Bros Dr (SMvuin\ «u sm . . - Bevorzugung der Filialen bei der Besteuerung. Die Fahr-

Die Hauptversammlung nahm dann einstimmig eine Eni- Dankes die dicsiäbriae Dnnnnst ® bc^ ta r len )t e u e r wir le fast wie ciiu Kopfsteuer und treffe Haupt-

schli-Sun g an, durch bie der Alldeutsche -Verband di- mahl statt VeSÄ ^Iit6 de» Miu-lsta-ld. Die R . i ch S e r b s ch a f tS st e u e r sei

deutschen Volksgenossen Oesterreichs nach lvie vor seiner ftammes- >nald voraeseben " ta9 ^"e Festsahrt nach dem Nieder- schon besser auSgebaut. Sie ziehe hauptsächlich von dem größeren brüderlichen Aiiteilnahme in dem schweren Känipse versichert, ''' ' Vermögen Nutzen.

welchen dieselben gegen Slawen in den alten Donaustätten zu 4 Die Versammlung einigte sich aus folgende Resolution -

bestehen haben. M* wetterawenammlung der deutschen Mittelstands- Im Interesse der Erhaltung des Mittelstandes ist b e i allen

Alsdann folgte der Bericht des ProfessorA Hötzfch aus Bereinigung. Stenern ein staffelförmiges Aussteigen derart an-

Posen über den St a n d d e r P 0 le n fr a g e und die Zn- (Unberechtigter Nachdruck verboten ) öusweben daß Personen oder Betriebe mit größerem Vermögen

kunst der preußischen Ostmarkenpolitik. Er geht! rtr a , oder höherer Leistimgssahigkell mit einem höheren Steuersatz

davon aus, datz die Anteilnahme des deutschen Volkes! an der Unter taMreitfier u , 9. Sep herangezogen werden, als die leistungsfähigen kleinen Betriebe

Polensrage arfreuhd; sefhcgen tfl. M-rdings h-rrsche dab-i T-il-n i?s trat bttit KS WiÄnSa,8- .oUeu N»»b«8 scheint cs unbillig, dass bie Zweiggeschäfte derart etn ganz unberechtigter PesiimisinuS vor. Die ÄnsiedclungÄ- stu ibrer bteäiMtiaen au bt n er'fa n,$m /,,n A"T0UIt9 V:,:il"8e»00m »erben, baü sie nicht soviel Steuern zu bezahlen wnrmiliion hat Gutes gelemet. sie hat deutsche Bauern an- " v a u p t v e r s a m in l un g im Sanger- brauchen, wie bte kleinen Betriebe.

genebelt, bie keine polnischen Arociter brauchen, zahlreiche s tXnS' Äs, k9« leitete Dbermeifter Ra- Schriftsteller Dr. Wegener (Berlin) sprach über- Die ^tM Rüüwaribererfamilien sind wieder liciangeäügen ivorbcit, uon ertanruyyL sn>ÄhttJ41?nfnen ^^ Parteiprogramme und bie praktisch? politische

ckg esDeut > chtums istdamit zuinStehen sprach e^über das- M begrüßt Arbeit Er führte aus: Das Entstehen von Vereinigungen

««bracht worden. Der Kern der ganzen Frage ist aber heute und was müssenr? w i r e r r e i ch t zur Durchiehung wirtschaftspolitischer Matznahmen ist ein charak-

-.............- 'M

ÄSbe8Uffltittbel|TfÄIC(,Cn und auch die Presse sieh den Vordergrund stellt ^sklche LtEung könnte

des Mittelstandes erinnert haben. Unser Ziel muß sein, denken erregen, wenn nicht der Zusammenscbluü mn

man zwar nickt h oberen 10 000 könne bricht sich die Ueberzeugung Bahn, das; die großen Probleme bet

JJJßJ sT?ra3ni^-- buten Willen, zu helfen, absprechen, Wohl Gegenwart nur gelöst werden durch 'ein rnbiaes Erwinen o bn?

t S8=<a«bnt§' s'ch .m die schwierige Lage des Mittel- die mit Recht berufen n Scheuklappem Me M telstandSv-reinickiM Uebelstände »Ä Mhilft der hat es sich zur Aufgab? g-L H n e r M d e? p7l^

tn wen Parteien für eine kräftige Mittelstands- PoliNk zu wirken. Die angestrebte Verständigung über die Parteien hinweg kann nur erreicht werden, wenn von vornherein Klarheit darüber be.teht, daß die Parteipolitische Stellung unberührt bleiben soll. DieSozialdemokratst kommt bei die,en Erörterungen selbstverständlich nicht in Frage; lie steht dem Mittelstand, in grundsätzlicher Feindschaft gegenüber.

^er Redner erläutert an der Hand der Parteiprogramme, daß die uriprüngliche Forderung des Liberalismus und oer bürgerlichen Demokratie, dem Einzelnen in fein r persönlichen Betätigung mög- llchst volle Freiheit zu gewähren, auf allen Seiten aufgegeben worden ist, weil der in bcr Theorie erwartete Erfolg in brr Praxis nUyt eingetreten ist. Auf bcr ganzen Linie hat man in bei WSwten Gesetzgebung den alten Standpunkt verlassen. Ist dem Arbeiter gegenüber das alte System prinzipiell aufgegeben, so M. nicht einzusehen, warum bcr Staat anderen Bevölkernngs- tchichten gegenüber seine Fürsorgcpflichten nicht erfüllen soll. Nimmt ---- * r- zvr

für den ftäbtischen Mittelstanb bie Schulze- ' DeuM scheu Kassen, aber bereu unbeschränkte Haftpflicht, wonach die Mitglieder, mit ihrem ganzen Vermögen haften, zwingt sie großer Voriicht, so daß ein sehr hoher Prozentsatz bes gewerb- ticheu Mittelftaudes so gut wie ganz von dem großen Geldmarkt ausgeichtoisen blieb. Er>t burch Zulassung von Geuosseufchaften mitbeichränkter Haftpflicht" burch bas Geuossenschaftsgesetz vom vzayre 1889 kam hier ein frischer Zug hinein. Es wurden auch Zentralkalleu gebildet, aber die Zersplitterung und Eigeubrödelei. und beionders der Mangel einer starken zentralen Gelbausgleichs- telle machten .ich empfinblich geltenb. Da ergriff bas preußische Abgeorbnetenhaus bie Initiative unb ber tatkräftige Finanz- miUister Miquel legte 1895 bas Gesetz zur Errichtim g der preußiichen ,Z e n t r a l - G e n o s s e n s ch a ft s k a s s e vor, um diesem Uebelftanbe energisch abzuhelfen. Zuerst mit 500 000; Mait bann 20 000 000 Mk. unb 1899 schon mit 50 000 000 Mk. I ^npttal ausgerüstet, arbeitete sich dieses Institut mit immer größerer Wirkung in feine große Aufgabe ein. Die besondere Ausgabe derPreußen-Kasse" ist nun unter Beobachtung . . . . m t i

Itreng kaufmannlicher Grundsätze den Mittelpunkt des Gelb- r * "2^ Vertretertag bcr Verclue der nationalliberalen Jugend ausgleichs und des Ki'ebitverkehrs der genossenschaftlich organi- ^trachtet es als eine ber ersten Aufgaben der beutscheu Volks- liertcu Kreise zu bitten; ben Personal-Krebit ber mittleren unb ^"^jung, aus etuc stetige zielbewußte auswärtige Politik hin- unteren Klassen zn förbern unb einer ben Bebürfuissen entA Söls C1Xm forbert^ bie Anwenbnug moderner Grundsätze iprechenben Ausbreitung ber Genossenschaften Vorschub zu leisten. b 1 diplomatischen unb bcr konsularen Aemter-

Die Darlehen werben auf Grnnb der übernommenen unb >;P^eI. ^eÄreter{?^ begrüßt bie Bciircbungcn zur Anbahnung vertretbaren Haftsumme bemessen und der Zinsfußzu Vorzugs- tödlichen Einvernehmens der großen Kulturvölker der

bediugungen" und für Wechselkredit ist sehr mäßig,' unb betrug nXi«?Q^ec^.cfE Ueberzeugung, daß die Voraussetzungen

m den letzten fünf Jahren im Durchschnitt etwa 3,60 Pro? I 11q^ute gegeben sind, noch

Ich muß nun zunächst einmal kurz bie Vorteile erwähnen die ^arer Zukunft geschaffen werben können und daß einst' der einer Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht angchörcnbe weltwirtschaftlichen Interessen schützen

Mittelstandsmann genießt, gegenüber bemjenigen bcr kein Ge- IT?* J J'rcr °^Wrtinbust!rie den Weltmarkt offen halten

nosienschaftler ist: Er kann ohne bitten müf en bm©runbdjnc achtunggebietende Wehrkraft stützt.

«atz befolgen: Geld borgen und bie Waren bar bed^u Wehrkraft erblickt die nationalliberalL

zahlen! Dann die Unabhängigkeit von Lieferanten Billiat-rc z,.etn lullwendiges Uebel", sie schätzt bie

unb dabei gute Ware nebst prompter Bedienung Beleilnina von Wehrkraft al^> ein großes nationales Gut: Die Pflanz- Wechseln, Einklagcu von Rechnungen und Forderungen für ibn r?ttc fL^len Mannesmutes und ctferner Disziplin. Die national- feitens der Kasse. Benutzung^^von^^Scheckverkehr Lauf^ daß dem Volke die Freude

nung (fein unnötiges Geld im Hanse) Baugelder ohne Damno ot-? getrübt wird durch einen engen mili-

Nachlaßregulierung bei Todesfällen. Vertraut werden mllkauf-1 ^a^ngei,t unb durch unwürdige Behandlung der Ne-

mannischem Rechnen, Denken, Kalkulieren und Buchsübren des- m <

gleichen Vorbereitung zur gemeinsamen Uebernahmc voii Arbeiten ^ertretertag ist ber einmütigen Ueberzeugung, daß mit

und Lieferungen und Beschaffung von Rohstoften Von 1900 und 1908 Jür bie Entwickelung

Der Vertreter des Reichsamts bes Innern Ober- ^^inacht uiast genug geschehen ist. Er richtet deshalb I regieriingsrat Spielhagen, gestand zu, daß eine Verschiebung 3rnUl01t. des Reichstages das dringende

der ökonomischen Lage der Bevölkerung einge^ unü haft S ^ni.tiatlUe --du niicr weiteren Verstärkung der I

ttnnplittiCrfn ^id)tcn 11,11 stärksten davon betroffen fcien^9)?aH| Sj Lr''"1 »u iwta und ihren Einfluß dahin

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