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besitzen
Niederhessen wird berichtet, daß die Hühnerjagd
des
Handel
92,50
. . 95.00
Prince-Henri-Eisenbahn .
Berliner Börse, 11. Sept. Anfangskurse.
Tendenz: unregelmässig.
31.10
141.80
126,75
83 90
61.50
war geriss en und das Luftschiff wurde langsam zur Erde gelassen. Der Unfall ändert indessen nichts an dem Erfolg
113.75
100.80
213.90
195,20
129.00
196.50
222.10
112.00
100.50
66.00 66 50 91.10
90.25
93.15
140.00
Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . .
Harpener Bergwerk Laurahütte Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . Türkenlose . »
93.70
83.30
93.90
83.30
91.75
98.15
97 95
92 70
Berliner Handelsges. . Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . .
Baltimore- und Ohio-
Eisentahn . . . .
Gotthard bahn . . . .
Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . .
3^°/0 3% 3^°/. 3% 3M7o 3^7°
. 151.75
. 125.80
. 224.50 . 140.00 . 168.60 . 137.80 . 199.20
. 208.75
. 115.00
. 164.60 . 125.(50 . 224.00 . 66.50
137.50
196.20
221.75
31.20
112.00
Reichsanleihe do.
Konsols . . do.
Hessen Oberhessen
ausseher.
** Z u der Meuterei von Soldaten des Infanterie- Regimentes Nr. 115 während der Manöver in Ober- Mörlen erfahren wir aus zuverlässiger Quelle, daß zuerst vier und dieser Tage noch sechs, zusammen zehn der verdächtigten Gardisten in das Darmstädter Militärarresthaus eingeliefert worden sind. Ehe die im Gange befindliche Untersuchung abgeschlossen ist, läßt sich ein genaues Bild über den Verlauf der ganzen Angelegenheit machen. Ter im hiesigen Lazarett befindliche schwer verletzte Haupturheber Eckart befindet sich auf dem Weg der Besserung.
no muten wird,
5. unsere Küstenbefestigungen erheblich verstärkt werden.
Mit Genugtuung konstatiert der Vertretertag, 2 Kolomalvcrwaltuug moderne Bahnen beschritten werden.
Werne Möbel
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liud Verlust der Ncichsangehörigkeit in dem ei .
sützlich ein Deutscher die Rcichsangehörigkeit nur auf leinen Antrag verlieren kamt, unverzüglich eingebrachtwird und datz der Reichsfonds zur Unterstützung der deutschen schulen im Aus^ lande von 650 000 Mk. auf mindestcns 2 000 000 Mark erhöht
3°/,, Mexikaner 4>^7o Chinesen . .
Aktien
Bochum Guss . . .
Buderus E. W. . . Tendenz: fest.
Elektriz. Lahmeyer . . .
Elektriz. Schnckert .
Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. Paket!. Harpener Bergwerk. . . Laurahütte Nordd. Lloyd Oberschles. Eisen-Industrie
des Luftschiffes. Das Luftschiff erwies sich vielmehr als schnell und lenkbar.
Telefonisch© Kursberichte
Giessener Anzeigers, 'mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Giessen.
Frankfurter Börse, 11. Sept., 1.15 Uhr.
** Von der Hühnerjagd. Aus Ober- und
zuchthans Marienschloß, Pet. Gruber, zum Gefangen
Es lag auch ein Antrag Düsseldorf vor: „Atz^estchts der gewaltigen Flottenrüstungen aller anderen Großmächte, yalt die nationallibcrale Jugend eine wesentliche Beschleunigung des Ausbaues unserer Flotte für eine Lebensfrage der deutschen Nation." .. ,
Dr. Fischdr legt eine Resolution vor, die auch die finanziellen
Ans Stadt und Land»
Gießen, 11. Sept. 1907. >
** Freisischerei. Bei vielen Personen besteht Ungewißheit darüber, in welcher Weise die Ausübung der sog. Freifischerei an der Lahn gestattet ist. Es dürften daher die folgenden Ausführungen willkommen sein, die uns ein Freund des Angelsports zur Verfügung stellt: Nach Art. 48 des Hess. Fischereigesetzes von 1881 ist unbeschadet bestehender Privatrechte in schiffbaren Strömen und Flüssen die Fischerei mittels der einfachen Handangel jedermann gestattet. Als schiffbar gilt die hessische Strecke der Lahn von der Einmündung der Wieseck abwärts bis zur Landesgrenze. Tie Freisischerei ist auf dieser Strecke keiner Beschränkung unterworfen, sie darf mithin von beiden Ufern aus ausgeübt werden, jedoch dürfen keine Flurschäden entstehen. Der Begriff „einfache Handangel" ist seinerzeit bei Beratung des Fischereigesetz-Entwurfes von der Großh. Regierung dahin sestgelegt worden, daß darunter die Anwendung von nur einer Angel an der Leine verstanden sei, nicht etwa, wie dies vielfach mißbräuchlich der Fall wäre, die gleichzeitige Befestigung mehrerer Angeln an ein- und derselben Leine. Tie Bezeichnung Handangel ist zweifellos deshalb gewählt, um zu bestimmen, | daß die Angel von der die Fischerei ausübenden Person zu: bedienen ist, im Gegensatz z. B. zu den fogi Nachtschnüren, die am Ufer befestigt und sich selbst überlassen werden. Tas Legen von Nachtschnüren ist daher nicht gestattet. Außer der Voraussetzung „einfache Handangel" enthält das Gesetz keinerlei Vorschriften oder Einschränkungen hinsichtlich der Beschaffenheit des Angelgerätes und des Köders.
** Herb st manöver des 18. Armeekorps. Am Dienstag kämpfte die 21. Division im Nidder- und Seemenbachtal bis zum Kreise Hanau hin. Der Divisionsgeneral liegt in Büdingen, wo auch das Regiment Nr. 166 einquartiert wurde, die beiden Regimenter Nr. 80 und Nr. 81 liegen in und um Stockheim und Ortenberg- ebenso die 23 er Dragoner. Innerhalb der 25. Division wurde der Aufmarsch zum Gefecht vollzogen, die Regimenter Nr. 116, 115 und 2. Bat. 168 hatten ihren Sammelpunkt bei Heldenbergen, die Regimenter 117, 118 und ein Teil der 168er bei Bruchköbel und Macheubuchen- es kam fast nur zu Vor- postengefechteA. Me 4Z. Brigade, bilbM die Naue Partei,
Bees? itttb gebet folgte die Schlüsselübergabe von dem Baumeister,
? ® * Kreisstraßenmeister Kraft, an den Bürgermeister Döll,
Altershet (England), 10. Sept. Das neue Milt- von diesem an Kreisamtmann Dr. Lös lein, der die tar-Luftschiff stieg 4- bis 500 Fuß hoch auf. Als es Gemeinde zu dem schönen Dau beglückwünschte. Schulrat sich ungefähr eine halbe Stunde in der Luft befand, hörte Scherer spricht nach Empfang des Schlüssels anknüpfend die Schraube plötzlich auf zu arbeiten. Der Treibriemen an die Erniedrigung Deutschlands in 1807 aus, daß ~ ' - — - ' ' ~ ' Deutschland durch die allgemeine Volksbildung Kraft zur
4% Oesterr. Goldrente\ . 41/6% Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Rente . . .
3% Portugiesen Serie I 3% Portugiesen „ III 4J^7o russ.Staatsanl. 1905 4%°'n japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose 4% Griech. Monopol-Anl. . 4% äussere Argentinier .
chw-der vollwertiger Linienschiffe I die 50. Brigade die rote Partei. Blau wird Dienstag und urii Mittwoch von Generalmajor von Tietlein, rot vom General-
2 die^Attersgrenre der Linienschiffe von 25 aus 20 Jahre major v. Werder geführt. Die 49. Brigade liegt in den Ort- ' herabgeseyt wird, • schäften der Linie Heldenbergen, Büdesheim, Ilbenstadt,
3. unsere Kreuzerslotte über den Rahmen der Flottengesetze Dieder-Wöllstadt und Dortelweil, die 50. Vriaade jenseits von 1900 und 1906 hinaus vermehrt wird, be§ Höhen?uas der Linie Hochstadt, Mittelbuchen, Wachen-
4- der Bau einer Unterseebootsflottille sofort in Angriff Bruchköbel und Marköbel. Hier wird sich Mittwoch
u Jin^vviv früh das Gefecht abspielen. Das Gr o ß h er z o g sp a a r
daß in der traf am Mittwoch im Automobil bei Heldenbergen ein.
Miontawerwaiinng mooerne roaynen dciujiiuch iun/uvit, er be-1 Tas Divifionsmanöver dauert bis zum Samstag, dann öe- qrüßt den Entschluß des Leiters unserer Kvlonialverwaltung, ginnen vom 16. Sept, ab die Korpsmanövcr. Große Biwaks
den Ausbau der Verkehrswege und die Besiedelung unserer finden in diesen Tagen statt, es biwakieren vom 16. zum
Kolonien energisch .zu sördern, der kolonialen Vodempckulation k? September von der hessischen Division sämtliche Fuß- entgegen zu wirken und den Grundsatz zur Anwendung Wappen und ein Teil der 24 er Tragouer, von der 21. Di- bringen, daß das beste Beamtenmatcrial gerade gut genug wr I rr n Infanterie-Brigade. Alle anderen Trup-
“"^Ätretetiag fordert, baß di- fipn feit Mien -ngc- Pen kochen ab und beziehen abends nach der Kriegslage kündig Vorlage zur Aendernug des Gesetzes ttb-r den Erwerb Massenquartrere ohne Verpflegung m den im Gerecht be- und Verlust der Ncichsangehörigkeit in dem einnc, daß gründ- setzten Orten. Am 17. und 18. ^ept. biwakiert das ganze 18. Armeekorps.
** Ernannt wurde der Gefangenwarter am Landes-
Deckungsvorschlüge behandelt: .
„Für die Durchführung der nationalen Forderungen, ebenso wie für die anderen neuen Aufgaben des Reiches, zumal auf sozialem Gebiet, sind die notwendigen Mittel durch eine großzügige, einheitliche, mit der bisherigen Schuldwirtschaft brechende Finanzreform aufzubringen, welche in systematischer Wege unter Berücksichtigung der bestehenden Reichs- und Landessteuern die Leistungsfähigkeit der Bevölkerung zum Maßstabe nimmt., . , ~ m
Indem gleichzeitig auf eine Vermehrung der Erwerbseinkünfte wenig ergiebig ist. Zahlreiche alte Paare ohne Ge- dcs Reiches Bedacht zu nehmen ist, ist bei dieser Reform in erster sperre werden angetrossen. Letztere sind infolge des regne- Sinie eine progressive Reichscinko armen steuer einzusühren, welche Aschen Wetters im Laufe des Sommers zugrunde gegangen. M*^«Ä85to!SyS?W1Ä w w*» » ?“ *»J»
Wehrsteuer angliedern; d:e Erbschaftssteuer ist auf Deszendenden sonders, wo die Jagdgebiete fchwereii und mittleren Acker- und Ehegatten auszndchnen. Während von jeder Nenbelastung Hoden zeigest, ist die Jagd sehr mäßig. Aus Rheinhessen der rwtwendigen Lebens- und Gebrauchsmittel abzusehen ist, sind fommen hessere Nachrichten.
zur Ergänzung der direkten Reichssteuern indirekte Steuern nur ** Berirksverband Gießen des hessischen ans Luxusgegenftände oder aus ent6e^T^i^^e ®cnu^n^ttc^ exxtw L a n b e . L " i § 5ie t am vergangenen
führen ober auszubauen. Dazu gehören insbe,andere: Eme Re- n o e e w e r v e v e r e i n s Jieii
form der Tabakbesteuerung nach dem Werte der Erzeugnisse und Sonntage eme Sitzung in H v m b e r g a. Ohm ab die von eine Reform der Branntweinsteuer." den Vertretern des Bezirks gut besucht war. An stelle der
Nach längerer Diskussion wird dann die von Dr. Fischer vor- entschuldigten beiden Vorsitzenden übernahm Oberlehrer Dr.
gelegte Resolution angenommen, die sich bezüglich der Flotten- Ax aus n.iüll er von Gießen den Vorsitz. Die Verhand-
forderungen im Wesentlichen mit der Resolution Helbecks betft, jrungCn bezogen sich meist auf Einrichtungen und Ver- und bezüglich der Deckung oben wiedergegeben ist besserunqen im Handwerk: an der Diskussion beteiligten
., ^it einer Kr aii znieder legun gam Bi s m arck^n kmale rr ei) te füm'tliche Ausschutzmitgtieder mit regem Interesse. Dr.
b.ie 3 ,6Tm 2tBfc6Iu6' “ ab£ni> ftnbet Stausmütier empfahl den B-juch der Hauptversammlung
1 ‘ । — — des hessischen Landesgewerbevereins, die am 22. Septem-
ICtrcbe uttö Schulte ber l. I. zu Schlitz stattfindet. An stelle des Kommerzienrat
.. . r/7 r • f v s»^-, Heyligenstaedt-Gießen wurde Schlossermeister Martin
D e r D e u ts ch e Gy m n asi a t v e r ein w rd se n D^r r-Gießen als stellvertretender Vorsitzender des Be- Generalversammlung dieses Jahr in Basel Montag, zirksverbandes Gießen gewählt. Nachmittags fand unter 23. September, unmittelbar vor der ebenfalls dort statt- Ehrung des Dr. Krausmüller und Postsekrctär Gries- sindenden Versammlung deutscher Philologen und Schul- heimer ein gemütlicher Spaziergang durch die herrlichen männer, abhalten. Hauptgegenstand der Beratung wird Waldungen Hombergs nach Teckenbach statt.
die Frage sein, welche Grenzen der Generalisierung unb + Unter-Schmitten, 9. Sept. Gestern wurde welche der Jndividuv.ttsierung bei Zöglingen höherer unser n eues Sch u l ha u s in Anwesenheit zweier Vertreter
K-bulen ru rieben seien Die Berichterstattung liegt in der Krers-Schulkommiflwn ein geweiht. Zuerst wurde
Schulen zu ziehen serem ^chlerirariung ueg rn . der Schulkinder: „Unfern Ausgang segne
den Händen des Gymnaftaldrreltors Dr. c • & Gott", Abschied vom alten Schulhaus genommen. Am neuen
Müller von Blankenburg t. H. Schulhaus angekommen, sangen die Kinder: „Lobe den
— Auf dem internationalen Freidenker-Kon- Herrn, o meine Seele", worauf der Vorsitzende der Schultz re ß zu Prag sprach Gustav Tschirn aus Breslau über Vorstände Pfarrer Hermann aus Nidda die Weiherede die Freiheit der Schule. Er verwies darauf, daß nicht hielt in Anschluß an das Wort: „Es ist nicht der Wille nur in Oesterreich, sondern auch in Preußen die Schule eures Vaters im Himmel, daß eins dieser Kleinen verloren unfrei sei, und stellte es als nachahmenswertes Beispiel werde". Er führte aus: Tie Ursache zum Bau sei die Für- hin. daß in Preußen gelegentlich der neuen Schulgesetz- sorge für Gemeindeschul- ber Staat und G-memde, m der
.... m Lik!
Ader sind sie denn nnch wirklich gut?
@1 Was — Jays ächte Sodener Mineral-Pastillen? Aber aroß- artig, saae ich Ihnen. Unser einer hat doch vielerlei Mittel W| zur Hand, aber ich selbst nehme mit Vorliebe Jays ächte Sodener. Und dann: wer einmal welche gekauft hat. kommt immer wieder: ich habe Kunden, die eigentlich das ganze (gg I Jahr nur der Pastillen wegen hereinkommen und von meinen H Handverkaussartikelu gehen Jays ächte Sodener am besten.
wR ~ Hier, bitte, die Schachtel kostet nur 85 Pfennige. — In jeder Apotheke, Drogerie oder Mmeralwasserhandlung zü baheu.
Erhebung erlangt habe. Bauernstand und Industrie-Bevölkerung müssen auf der Höhe der Zeit gehalten werden durch tüchtige allgemeine Volksbildung, dann kann Teutsch- land seine Weltmachtstellung bewahren. 5)ieraus übergibt der Vorsitzende des Schulvorstandes den Schlüssel an Lehrer Schneider, der nun mit den Schülern einzieht. Tort erklingt als erstes Lied: „Liebster Jesu, wir sind hier". Zum Schluß wurden Bretzeln an die Kinder verteilt. Nach den Mitteilungen des Lehrers Schneider besuchten lange Zeit die Kinder von Unter-Schmitten und Michelnau die Schule zu Nidda. Aber schlechte Wege, häufige Ueberschwem- mungen der Nidda machten dies unmöglich. Das neue Schulhaus liegt aus einer Anhöhe und dient wesentlich zur Verschönerung des Dorfes; cs nimmt sich aus wie eine Kirche. Bautechniker und Handwerksmeister haben etwas Schönes geschaffen.
?Weickartshain, 10. Sept. Stolz und majestätisch erhebt sich in unserer Gemarkung unweit der Station Weickartshain das erst vor kurzem errichtete, seiner Vollendung entgegengehende Gebäude der neuen Eisensteinwäsche, ausgeführt von der Gewerkschaft „Luise" zu Nieder-Ohmen. Das neue Gebäude wird sowohl an Größe, sowie auch an Konstruktion alle bis jetzt ' in der Gegend befindlichen Bauten dieser Art übertreffen. | Die neue Eisensteinwäsche wird eine Maschine von 120 Pferdekräften erhalten. Da der Eisenstein hier in reichlicher Menge vorhanden ist, so ist der Bevölkerung der hiesigen Umgebung eine gutbezahlte Arbeitsstätte auf lange Jahre gesichert.
fc. Mainz, 10. Sept. Gegen den 8 Uhr-Ladeu- schluh richtet sich eine Eingabe an die Bürgermeisterei, für die soeben Unterschriften gesammelt werden. Die Unterzeichner sind meist kleine Geschäftsleute, Metzger, Bäcker, Spezereihändler und sonstige Ladenbesitzer, die sich mit dem Verkauf von Lebensmitteln usw. befassen.
fc. Bingen, 10. Sept. Die Stadtverordneten beschlossen die Errichtung eines Gewerbegerichts für die Stadt Bingen. — Der Gesellschaft Binger Nebenbahnen wurde vom Oberpräsidenten der Rheinprovinz die Vorkonzession für den Bau einer elektrischenBahnWald- algesheim — Bingerbrück erteilt.
i * Frankfurt a. M., 10. Sept. In den letzten Sitzlungen des wissenschaftlichen und hygienischen Ausschusses Iber LÄMLMiMMto.llnm wurde.bk.Ver&itoa eines. Le_-
sonderen hygienischen Fuas.-'b' ,',?ns ümof .en. Es ist damit eine gewerbehvaienische Studie beabsichtigt. Tie Hauptfragen beziehen sich auf beit Arbeitsraum, seine Größe und Helligkeit, seine Mitbenutzung als Koch-, Wohn- oder Schlafraum, auf die Sonntags- oder Nachtarbeit, die 5tin- derarbeit, den Einfluß der .Heimarbeit auf den Gesundheitszustand, auf den Verlauf der Schwangerschaft ^und die Stillfähigkeit der Heimarbeiterinnen. Tie Untersuchungen werden nicht nur den G'werbehygieniker und den Sozialpolitiker, sondern auch das große Publikum lebhaft interessieren, umso mehr, als bisher in Deutschland die gewerbehygienischen Verhältnisse der Heimarbeit noch nirgends genauer untersucht worden sind. Bei dem Umfang der Erhebungen wäre es sehr erwünscht, wenn sich zum Beuche der Heimarbeiter und Heimarbeiterinnen noch freiwillige Hilfskräfte, in^bcs. Damen, bei der G?schäftsleitung Jordanstraße 17/21 zur Verfügung stellen wollten.
X R o d h e i m a. d. B., 10. Sept. Branddirektor Nabenauer aus Idstein hat jüngst die hiesige Feuerwehr in- piziert und sich sehr lobend über die vortreffliche Schulung der jungen freiwilligen Wehr ausgesprochen. Von verschie- )enen Seiten wurden der Feuerwehr Zuwendungen gemacht, o z. B. von der Aachen-Münchener Feuer-Versicherungs- Gesellschast. Dazu hat ein nach Amerika ausgewanderter Rodheimer Bürger seinen Geschäftsanteil bei der hiesigen Sparkasse der Feuerwehr überwiesen.
vermischtes«
* Immer neue Opfer der Berge. Zwei Küaben Oehlsann aus Düsseldorf sind an der Erzegg (Hasliberg), neun Kilometer nordöstlich von Meiringen, letzten Sonntag — wahrscheinlich beim Edelweißsuchen — zu To d e gestürzt.
*Brände. In Gap (Frankreich) zerstörte ein Feuer einen großen Teil der Kaserne des 17. Infanterieregiments. — In Courdemanche bei Nancy vernichtete eine Feuersbrunst mehrere Wohnhäuser. Drei Personen wurden unter einer einstürzenden Mauer verschüttet. Zwei blieben Lot, die dritte wurde lebensgefährlich verletzt. Der Materialschaden beträgt 150 000 Franken. — Zu dem Brandunglück in Raab (Ungarn) wird noch berichtet: Die Zahl der Schwerverletzten beträgt etwa 60, die Krüppel bleiben dürften. Arbeiter werden noch immer vermißt. Die Hauptursache dafür, daß die Katastrophe solche Dimensionen annehmen konnte, ist wohl hauptsächlich die schlechte Ausrüstung der Feuerwehr. Der Schaden an Getreide und Vorräten beläuft sich auf etwa zwei Millionen.
* Ein unbekannter König. Wer kennt König Darco? so fragt ein französisches Blatt und beantwortet diese Frage sogleich mit aller wünschenswerten Präzision. Das Reich dieses Miniaturkönigs ist ein Inselchen mit etwa 60 Bewohnern, die Insel G a l i t e, an der Nordküste von Tunis gelegen, die mit mehreren anderen kleinen Inseln einen 2lrchipel bilden. Die Untertanen seiner Majestät des Königs Darco leben in Felsenlöchern und alten Grabhohlen kümmerlich und kulturlos von den Fischen, die sie fangen. Dies unbekannte Königreich hat der Leutnant de Galbert im Auftrage der französischen Regierung besucht, um eine Karte der Insel aufzunehmen, und er ist von dem König freundlichst ausgenommen worden. Auf der ganzen Insel gibt es nur einen einzigen Esel und ein paar Hunde. An den unbewohnten Küsten der Insel legen die Seemöven ihre Eier, von denen sich die Bewohner auch nähren. Hier gibt's keine Steuern und keine Verwaltung und der Himmel König Darcos würde ganz wolkenlos sein, wenn nicht der reichste Bürger der Insel ein Schmuggler namens Mazella die Kühnheit haben würde, ihm die Krone streitig zu machen.


