Ausgabe 
8.10.1907 Erstes Blatt
 
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Das Zeppelinsche Luftschiff.

Aus Stadt rrnd Land.

vermischtes.

Prof. Dr. Ahlfeld die Leitung der Kgl. Frauenklinik und

dorließ der Prinz zu Erbach-,Schönberg, per den Beisetzungsfeierlichsten ebenfalls beigewohnt hatte, den fürstlichen Wagen.

Zeppelins Luft- Mu ift T<nnt der Ballonhalle vo m Reiche für zwei M ill Mark angekauft wvrdom. Straßburg und Kiel Ättnbiuig«^äfen vorgesehen. G\u, bmrt un Auftrageides Reiches ein neues Luftschiff sür 1 8 Personen und zu 285 Pferdekräften.

wegen Nervenleiden behandelt. 40^Antrage mußten Q>runo der Obergutachten ab gelehnt werden, während nrt anwbr,r Weigerung der Versicherten, in die »m geschlagene Anstalt zu gehen, scheiterten.

Wiesbaden, 7. Okt. Heute vormittag 11 Uhr in den Kuranlagen hinter dem Kurhause in der Nahe Gustav Freytag-Tenkmals die Enthüllung d e s I ° dinand Hehl-Denkmals statt, zu der fick neben J geladenen Gästen trotz des regnerischen Wetters eine mV, Zahl von Zuschauern eingefunden hatte.

Gießen, 8. Okt. 1907.

. Der Großherzog und Prinz Heinrich kehrten nebst Gefolge am Montag nachmittag um 3/46 Uhr mit

[] Marburg, 8. Okt. An den ärztlichen Fort­bildungskursen, die unter der Leitung des Professors Dr Brauer von heute bis zum 17. Oktober in der medi- z,Nischen Ktimk und Poliklinik stattfinden, nehmen etwa bU Merzte aus dem In- und Ausland teil. Behandelt wird ausschließlich die Therapie innerer Krankheiten ^m Laufe dieser Woche wird Prof. Dr. W. Stoeckel aus

omes auf dem Gruno-ilück stehenden Orangcbaumes geichchen )ei, worauf prompt geantwortet worden sei:Auf- gegessen - Gs sei schade, daß die Kammer versage, ivü der \Jtoat um Millionen geschädigt werde, wie bei den Lieferungen

Kiel, 7. Okt. Anläßlich der Beisetzung des Groß- herzogs von Baden feuerten um 12 Uhr mittags alle im Hafen ankernden Kriegsschiffe einen Trauer- Sa lut von je 21 Schüssen in Zeitabftänden von 3 Minuten. Als um 1 Uhr 3 Min. der Salut beendet war, hißten die Schiffe, die d.is dahür Halbstock geflaggt hatten, die Flagam in die Toppen. °

Deutsches Reich.

, Berlin, 7. Okt. Der Vorstand des preußischen Stadtetages hielt unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters Kirschner eine Sitzung ab und wühlte anstelle des ausgeschiedenen Oberbnrgernicisters Becker-Kaln den Oberbürgermeister Marr- Düsseldorf mrd als zweiten Vorsitzenden den Oberbürgermeister Bender-Breslau. -Ferner nnrrde die Einreichung einer Petition Qi den zuständigen Minister wegen Aufhebung des Steuerprivilegs der Beamten beschlossen. Der nächste preußische ^rtadtetag soll im Oktober 1908 in Königsberg in Pveumn stattfinden. Wetter wurde beschlossen, anläßlich des 100 rührigen Jubiläums der preußischen Städteordnung eine Deiikschrift, welche die Entwicklung aller preußischen Stääe mit mehr als 25000 Einnwhnern umfassen soll, herauszugeben.

Berlin, 7. Ott. Wie der Lokal-Anzeiger mitteilt, hat taatsnrmistermm in seiner letzten Sitzung vom Sonnabend heu vom Staatsmmister von Bethmann-Holllveg entwickelten ,Grundsätzen inbezug auf die Au fste l lu n g des Ent wu r fe s eines Reichs-Vereins- und Versammlungsge- setzes, msoewMre auch inbezug auf die Ausnahme-Behand­lung- deriQngen Vereine und Versammlungen, die sich nicht der putschen Sprache bedienen, zugestimmt. Der Entwurf wird im ,Rerchsamt des Innern ausgearbeitet und soll, ädgesehen von gener Ausnahmebestimmung,, wie von unterrichteter Seite ver­sichert wird, auf durchaus liberaler Grundlage aufgebaut werden.

itoei °flen- Enbveder kann der Er- hu^n m t -M b??n. Se®en gegebenen Probleme, Empfin- Mm We äV bewältigen lehren, bereits vorhandene Pro- fmntnÄ f ir °"^^tcn, oder neue Probleme der sinnlichen Er. G?e. en Unb braucht sich nicht zu scheuen, bis an d,e S 9 5 /^bnen und des Kulturwissens seiner Beit zu

wÄk-"' ^ucht sich nicht zu schämen, einzugestehen, mehr weiß ich Nicht. Wer den Glauben an die Idee hat wer be- Wahlen'üeot^oll B-stimmung des Menschen im Guten und fahren liegt, darf feine Schwache eingestehen. Dann wird Lemt Menschen die Problematik deutlich bewußt. Der Haß der Konfession, der Stände, der Völker untereinander sind Aw>- fluste vom Dogmatismus, welcher daher kommt, weil sich die Erzieher scheuen die Ungewißheit dem Kinde mitzuteilen.

£ r^r ^nder begegnen wir der schwierigsten und hlnderndsten Erscheinungen. Es seien nur die scheuen und zur ringlichen Kinder angeführt. Die scheuen weichen jedem Angriff aucki 1 Id? §bble aus. Man muß ihnen Mut machen und zeigen, awt la hPrirtiT11?^ Juch unter den Erwachsenen

gibt es berschloßene Naturen. Sie entziehen sich der Ein- !§^ung, weil sie pch vielleicht selbst zum Schaden in Sünde und ! -errtum gestürzt haben und nun jede Berührung mit der Welt OTtoi|nift°nfir Pm,*h der Mensch seiner Kraft mißtraut,ün- Gr ste ll' San^fc bcs Lebens gewachsen sein wird. Er scheut sich in Wechselbeziehung zur Menschheit zu treten. Dem entgegenzuwlrken ist die Hauptaufgabe des Charakters

Menschheit läßt ungezählte Lösungen zu.

^er Menschheit muß durchleuchten. Die Einheit der Menschheit muß sichtbar werden. ;

or . Ter< «^bcrrakter muß Originalität besitzen. Es ist dies die ^^e, wie er das Wissen und Handeln mit neuen Kultur­werten und neuem Inhalt bereichert

tera Mensch in der Enrwickelung des Charak-

Skeptizismus nicht kennen lernt, einen Rückhalt hat -?n bw Menschheit nicht verliert. In der >^dee der Menschheit ruht die Idee Gottes. K. K

rpcnmx, der Sarg E prachtvoMn Kränzen bedeckt. Zn ßetten beS Wagens gingen zwm, Kammerherren, an den r Bahrtuch trage Generäle. Hinter dem L.erchenw<rgen wurde das Reitpferd des verstorbenen Groß- ^dWs Hinter diesem schritt Großherzog Frred-

Mh II., der Kaiser, der Kronprinz von Schweden, Prinz der König von Sachsen, der Wnig von Württemberg, ^er Herzog von< Connaught als Vertreter des Königs von sEngland, der Erzherzog Leopold Salvator von Oesterreich, m Vertretung des Kaisers von Oesterreich, der Großfürst Nikolaus Michailrüvitsch von Rußland als Vertreter des Kaisers von Rußland, Prinz Ludwig von Bayern in Ver- tretmig des Prinzregenten Luitpold, Prinz Gustav Adolf von Schweden als Vertreter des Königs von Schweden, Prinz Ferdinand von Rumänien als Vertreter des Königs von Ru­mänien, der deutsche Kronprinz, die Großherzoge von Hessen^ von Sachsen-Weimar, von Oldenburg und Mecklen­burg-Schwerin, Prinz Heinrich von Preußen, sowie zahlreiche andere Fürstlichkeiten. Spezialgesandte Mitten u. a. der Kaiser von Japan, der Schah von Persien, der König von Siam, die Könige von Italien, Portugal, Spanien, die- Higitt' uni) Königin-Mutter der Niederlande, der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, die sranzösiscbe Re­gierung, die schweizerische Eidgenossenschaft und der Groß- herzog von Luxemburg gesandt. Diesen folgten in dem Leicyenkondukt die H^ofchrrgen, hohe Beamte, Vditglieder des Bundesrats unter Führung des Reichskanzlers Fürsten Bü­low, das Präsidium des Reichstages, die Präsidenten und Mitglieder der Ständekammern und zahlreiche Offiziere. Den Schluß des Zuges machte eine Esradron des Leibdra­gonerregiments. Das Publikum ließ den imposanten Trauerkondukt ehrfurchtsvoll an sich vorüberziehen. Im Mausoleum wurde nach kurzem Gebet der Sara in die Gruft gebracht.

ä?&n ftwg-sSWMf luns unb im Forschen aussteigt und fein Snterefie auf ausgaben des Augenblicks konzeMriert. . Letzterer ist der bpr ber^fiHlS den Vordergrund stellt und unter dem Gestchlci- n [n " Idee eingreist. Ter Wirklichkeitsfreund n,

rocnn nachträglich das tlnvollkommstki kommt, während der Jdeenfreund, der zueck i-.-- sZV,L,"»L"S"£ *»

»«SÄ.? ÄÄ £ ft!S ftg Wenn ich der ffÄrt ®e^er feI6ft Cln Charakter sts chi Li-ikkeb-n W'V?"" äußert, dast die Treue der S-e'e S Ä beroffe!lBnrL Darum sind die Laste: ErripÄ^ W % Kriecherei und Selbstüberhebung für einen L.rfrtefyer schädlicher, weil er die Laster weiteraibt u«d Streber an- weitesten^ kommen, ist deshalb

nicht volllomUken, weil Nichtsein auf Nichtsein kommt Sind hi' Trift'^£xatt^oU, so haben die Kriecher keinen Erfotq Trifft aber der Untergebene auf Eitelkeit, Selbstüberbeban«' toCtI W UW unb Utllich-s'

hpn 11h Crfts A^abe der Charakterbildung ist, Erkenntnis m 1 äogtinge zu bewirken. Tenn die Wahrheit das Denken enthalt das Sem. Um aber Erckenntnis zu erzeugen ist n Berufen B-ld'ung

so. Biblis, 7. Okt. Zu Tode verunglückt ist '^ute nachmittag der 33 Jahre alte Bahnassistent Förster aus Petterweil. Er nahm vor der Station den gegen 2 Uhr vlm Worms eintreffenden Personenzug in Empfang, über- nnl w6r ^Qbei' fast um die gleiche Zeit der Schnellzug von Mannheim die Station passiert und wurde von diesem da er zu nahe am Gleis stand, vor die Brust gestoßen,' wodurch die Rippen eingedrückt wurden und er alsbald

Robfyeim a. d. Bieber, 6. Okt. Unter aroster Be- teiligung feierte der ältere Turnverein gestern abend besetzt VnV UFmf9 % e Bereinslokal war überstark

Ntzt^und bot kaum genügend Raum zur Vorführung lrhptT^UnöT: .3um erstenmal brachte die neu ge-

^'e>angsabteilung, dirigiert von Lehrer Höhn einige vortrefflich geübte Chöre zum Vortrag. Die jugendliche ^urnerfchar zeigte aufs neue, daß die Turnerei aufs befte gepflegt wird. Daneben brachte eine Gießener Kapelle in unemnudlichem Eifer Konzertweisen zum Vortrag und spielte bis zum frühen Morgen zum Tanze auf. An dem ^ich 20n^ne?ltt<19, vernommenen Turngang beteiligten

mrf * Der Veiser Bulle. DieNordd. Mlg. Ztg." kommt brpitf^nr^U§^UK9Sl emes Blattes zurück, nach welchen die Berlin nn s«? ' k v c c 1 I ^euß. Oberreämungstammer anläßlich der Rechnung eines Maler-

Rrns S lTto ben Ruhestand tretenden Geh.-Nat Qbec b-n logenannteuPeiser Bullen", eine vor Pillqu f ^^bld die Leitung der Kgl. Frauenklinik unt) nM^n5 ^ap ' We, an die Hafenbau-

Hebammenlehranstalt übernehmen. f hL ... ri^tetc: "£u[t bie Hafenbaurn-

bat L^nrVnVLe^9^^f^^t 5^ Jahre 1906/07 rum die/ek7^im al^it O^ lfaV?e mest'richcn Hessen - Nassau eine^ vr' u u g s a n st a l t ^rner soll die Kummer an die deutsche Gefandt-

weaeu Krä kbrite^ Anzahl von Versicherten Tanger die Anfrage gerichtet haben, was mit den etwaigen

sVif7 Vtcmlin Kr°nken-!LL auf dem Gcm-Üstück steyonden OrongcbaumcS mh c9> genommen. Mit Erfolg wurden 46 Männer und 36 Frauen, ohne Erfolg 10 Männer und 3 Frauen

. § e? Theaterverein wird nach der mit so

öroßem Beifall aufgenommenen Figaro-Auführung in diesem '®njter keine Schauspiel-, sondernuiur^d rei Opernvor- st e l lu n g e n veranstalten, deren erste RossinisBarbier von Sevilla", Ende dieses oder Anfang des nächsten llconats von dem Hofttfeater und der Hofmusir in Darmstadt gegeben wird. Ein Abonnement auf die drei Vorstellüngcn zu ermäßigten Preisen wird nur für die Mitglieder des ^heatervereins eröffnet, eine Aufforderung dazu wird in Anmeldungen neuer Mitglieder wolle man .^£TTn Musikalienhändler Challier richten. Der Mitgliedsbeitrag von 5 Mk. wird bei Entnahme eines Abonnements wieder in Abrechnung gebracht.

** Stenographie. Einen schönen Erfolg hat der hiesige Stolze-Schrey'sche Stenographenverein wiederum zu verzeichnen. Bei dem am vergangenen Sonntag in So rau abgehaltenen Weltschreiben des Märkischen Stenographen- bnirdes errang das Mitglied Erich L i s ch k a in der Schnellia- kert von 180210 Silben den 1. Preis,

® V1 E8 e r f a 6 r 1 «ach Grünberg. Vom H^bstwetter begünstigt, unternahm am Sonntag oer GesangvereinHarmonie" einen Ausflug nach dem Wasser Werk Queckboru. Nach Besichtigung dieses Owfp1 und des Quellengebiets wurde im

rr!L gemacht und von hier ging es nach

öer im ,chvnen Wiesental gelegenen Neumühle; hier wurden UntT ^-älicher Begrüßung von dem Grün- berger Mannergesangverein empfangen. Es entwickelte sich uun ein frohnchev treiben mit Gesang und Gläserklana 8Um db-fbruch kam und beide Vereine nach frlhOAP ^Setk U? E,Gast.-of zum wilden Mann cohliche Trerben sortzu,etzen. Die Devise ,Gesana verschont das Leben" kam hier recht zur Geltung; es focht?

StA ,6ltS die Trennungsstund« kam und die Sanger, begleitet von oen Grünberger Sangesbrüdern zum ÄÄÄ -tor° man lich mit dem Wunsche austchn fröhliches Wiederseyen verabschiedete.

9 S>ier, ^Ilfe.IJ>er Walpurgiskirche. Der Kammer ist ein Bericht des 1. Ausschusses der 1. Kammer zugegangen, nach dem dem Beschluß der 2. Kammer: bie Erstellung der Gemeinde Alsfeld um einen Zuschuß zur Renomenrng der Walpurgiskirche daselbst der Negierung unt dem Er,uchen um Ernstellung eines Beitrages, beiq^ treten wird. a ' y

** Hilfe für Herbstein. Bei der Sammelstelle des Hilfsausschusses für Herbstein gingen ferner ein: Gemeindekasse Oppenrod durch Gemeindeeinnehmer Biück 10 Mark.

** Die Wahlrechtsvorlage. Der Gesetz­geb un g s a us s chu ß der 2. Kammer trat, wie uns aus Darmstadt gemeldet wird, gestern nachmittag unter dem Vorsitz des Abg. v. Brentano zusammen und begann die Beratungen über die Wahlrechts Vorlage. Tie Beratungen werden heute fortgesetzt. Am Montag wurde beschlossen, über den Inhalt der Beratungen vorerst strengstes Stillschweigen zu bewahren.

, Grledigtsind: Die Stelle des Oberkataster­ingenieurs bei dem Großh. statasteramt mit Wirkung vom 1. dkovember 1907 an. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehr er stelle an der Gemeindeschule zu Brauers ch wend.

** Eine Kinderschutz-Kommission, die sich dor allem die Aufgabe gestellt hat, den Kampf gegen die gewerbliche Kinderarbeit zu führen, hat sich jüngst in Chem­nitz gebildet. Es wäre ä ußerst wünschenswert, wenn dies Beispiel zum mindesten in alten Jndustrieplätzen Nach- a^nung fände. Die Berichte der Gewerbeaufsichtsbeamten kiagen zumeist darüber, daß das als so segensreich ge- priesene Kinderschutzgesetz vom 30. März 1903 noch ver­hältnismäßig unbekannt sei, nicht gehörig beachtet und falsch aufgefaßt werde, daß die Arbeitgeber nicht selten erklärten,sie seien der Meinung gewesen, der Beachtung des Kinderschutzgesetzes würde keine besondere Aufmerk-^ samleit^ gewidmet". Damit i|t der Betätigung solcher Kommissionen ein weites Feld gegeben. Sie müßten __

ba nun erfahrungsgemäß einmal die wenigsten Menschen gern zum Kadi laufen zur Vermittelungsstelle zwischen den Beobachtern ungesetzlicher Kinderarbeit und den Auf- stchtsbehörden werden; und alle, die Kenntnis von gcsetz- wrdriger Krnderarbcit erlangen, wüßten dann, wo sie ihre ' Beschwerden anbrrugen und in sachdienlicher Weise er­ledigen l°>,en konnren. So konnten diese Kommissionen ) Hellen dem K-nde das zu bewahren und zurückzuerobern, was allgemein als sein herrlichster Besitz gilt; das Para- dres der Jugend. l

lichen Besitz ' vom Militärsisku/ käuflich" füT bfefen Lchrers'lft? Tefto SÄeFÄ

^ Kultur. Es ist nötig, daß der Stand, der die M-nschen " mH £ ^tern der Kultur bilden soll, ausgchattct et \en haften der geistigen Kultur seiner Zeit.

Eb ist aber nun nicht so, daß die Wissenschaft von einem äunt andern überführt werden kann, sondern alles Lehren und Kenntnisse^ "" S-lbsts-hafs-n der Seele, ein Erzeugen Ä

-n. G r o ßen-Buscck, 7. Okt. Der seit 2G Zvbren & p^ktische Arzt Dr. Joh. Friedr. BEer

wird ,cmen Wohnsitz von hier nach Mlhelmshafen verlegen um dort der seinem Schwiegersohn, der ebenfalls Ar^ ®e,r ^-er und in der Umgegend s-hr be­kannte und beliebte Arzt feierte im lctzwn Iah- unter allgemeiner Anteilnahnw das Jubiläum seines 25 jährchen H.erfems aus lvelchem Anlaß ihm verschiedene Eqrunaen dargcbracht wurden. Dr. Böckler verkaufte s°in Laus für 17 vM Mark an Realschuloirektor Dr. M L «ZK.

*>®ct-01een, <. Oft. Der Maurer Kvnrad Tn§e 1 ?L- $?rtorf stürzte heute vom Dache eines

tunksta'rb ~teh ,0 bQ* cr aiäöafö inneren Blu- sch Darmstadt, 8. Okt. (Tel.) Prinz Heinrich von Preußen ist gestern abend von Jagdschloß Wolfs­garten wieder abgereift. Er fuhr im Automobil bis Frank- nach der Schweif fahrplanmäßigen Schnellzug

Charakterbitduug.

Von Herrn Professor Dr. Kinkel.

Vortrag, gehalten auf der Familienkonferenz des $iefipnpr Lehrervereins.

^ie ursprüngliche Auffassung des Charakters ist, daü s. unveränderlich, angeboren sei. Ein inneres

°hrr Schlechteriverden i)t nicht möglich. Erziehung wäre' bm ein Modeln am Aeutzcrcn, wovon das Seelenleben niwt ber-u

/agegen lehrt Kant, daß Natur- und Geistesleben K des Menichen dag das nttliche Selbst, daß der Charad de» Menichcn kein Ge>chenk der Natur ist. Der Mensch inuL w erzeugen in der Arbeit der Erkenntnis, im ff, gr tfen des Wahren und Guten. Nicht wenn sich der Mensch Sikßt von der Gememichast ' der Menschen bildet sich Lharakter sondern wenn sich die Seele entfaltet im LebenAamu Um die relativ vergängliche Natur und was Wahrheit^ N ,i.u bezeichnen, gebraucht man die Ausdrücke Idee Wirii.cqkeit. Kant unterscheidet den Menschen der zusällii>, Erschemungswe.t vom Menschen der Idee. Der erste tritt entgegen im Denken und Wirken. Der Mensch derEd e niemals reglos auf in der zufälligen» Erscheinungsweise » Mensch vollendet gedacht ist selbst Idee, ^^"nng-iveiie.

~er Charakter ist der besondere Weg, den der Einrein u-n in sich die Idee der Menschheit zu Ven2 Ce^ist ^,a3t' I°der soll seine Individualität auSlebea

l»t mcht gut, wenn es als sittliches Prinziv binaeftpHt tn \ ©einen Wert erhält es dann, wenn es sich umer dem Sittena^ ^^nntmä, daß der Charakter des Menschen feih menschlichen Lebens ist, bestimmt Ul- auch zu Menichenliebe und Nachsicht im Verkehr Es ist '-chtig, von guten und schlechten Menschen sLrn von

äc^^?en. Tie gute Tat kann wUr Herstellen, was die schlechte Handlung verdorben hatte.

^undlage aller Bildung ist der Glaube an Menschen, die zum Guten bestimmt ist. Nur das Wahre imt b@ef$Se^U£rnbCn $Eftallb; Irrtum'! Leid finwfÄ^

tärfiäte 7' Dtt 9ruf Regung des Mili-

tarftskus soll demnächst im Befsunger Stadtteil, auf dem früheren Großh. Akazwngarten zwischen der Eschollbrücker

Grai 5 hVv 1 Tne "«chrppe Allee" ein großes Militär - Gra Z-ppelin lazaret - für die Darmstädter Garnison errichtet werden.

f bestimmte Terrain umfaßt rund 50 000 Quadrat- l rn fördern WnM Z7 ^lU|CIT DTe Vuoung

alte Lazarett Ecke Mühl- unb Alexanderstraße längst nicht mehr den notwendigen Anforderuugen entspricht. Das Sondmizug wieder nach Wolfsgarten zurück.' JlHrmst'adt dessen Wsten Gebäudekomplex umfassen,

Verließ der Rrinr zu &r b . rf. x r; « ~ ^eHen JtD)tcu auf iy2 Million Mk. berechnet werden Das

ProM ist fertig ausgearbeitet und bedarf nur noch^dcr Genehmigung des Reichstags.

X. Darmstadt, 17. Okt. Aus dem Philipps- h o , p r t a l bei Goddelau sind zwei gemeingefährliche Beobachtung ihres Geisteszustandes mJfW untergebracht waren, entsprungen. Der eine, Philipp Stummhofer, hat noch fünf Jahre Zuchthaus zu